Langsam dämmerte es ihr, dass es sie nicht wirklich weiterbringen würde das 27. Seminar zu besuchen, die x-te Ausbildung zu machen, das ach-wie-vielte Coaching in Anspruch zu nehmen, kurz: der … Weiterlesen von Zahlen und raus
Langsam dämmerte es ihr, dass es sie nicht wirklich weiterbringen würde das 27. Seminar zu besuchen, die x-te Ausbildung zu machen, das ach-wie-vielte Coaching in Anspruch zu nehmen, kurz: der … Weiterlesen von Zahlen und raus
Wo der Wind sein Nest hat, an der rauen Küste der Nordsee, zwischen Deichgras, Möwenrufen und dem ewigen Atmen der Gezeiten, dort ist sie zu zuhaus. Sobald es warm wird, … Weiterlesen von Letzte Sommerzeit im Frühling
Eine Freundin teilte heute einen Schnappschuss mit mir. Mit dem Hinweis, das sei doch mal eine moderne, zeitgemäße Werbung: Ich schlug vor, darauf erst einmal ein Gläschen Frauengold zu nehmen… … Weiterlesen von Fundstück Hasenalarm
norden
so dachte ich
norden
riecht nach freiheit
dort
wo die möwen wohnen
wo der wind weht
wo es weite atmet
norden
wo die möwen wohnen
ihr kreischen und lachen
jubelnd und zankend
in den stürmischen himmel tragen
im noch nicht ganz
so echten norden
angekommen
erkenne ich
möwen sind in unterzahl
dafür hat es gänse
aller arten
***
Mit diesen Zeilen füttere ich heute sowohl das Format ‚Der Dienstag dichtet‘, das von Katha geführt wird, als auch die Impulswerkstatt von Myriade, die ein Möwenbild spendiert hat.
Und ja… ich mag auch Gänse. Weniger mag ich, dass sie zu manchen Zeiten Deich und Deichvorland so zuscheißen, dass man kaum eine Möglichkeit hat, nicht mit hundert Punkten nach Hause zu kommen. Dann… in punkto Scheiße… lieber Schafe. Da liegen die Tretminen in weiteren Abständen.
Sommerzeit. Hamburg. S3 Richtung Pinneberg.
Stickige Wärme hängt im Waggon. Halt auf der Strecke zwischen Halstenbeck und Krupunder. Signalstörung. Eine Frau im Businessoutfit, das Haar struppig zusammengebunden, steht an der Tür. Unweit von ihr in einem Viererblock drei Männer, eine Frau. Zwei der Männer miteinander im Gespräch. Einer von ihnen deutet mit dem Kinn auf die Frau an der Tür:
„Haste gesehen? Die Neue aus der Kundenbetreuung.“
„Mmh… wie ein aufgeplatztes Sofakissen.“
„So wird sie die Stelle auch bekommen haben. Heiner hat sich ja auch drauf beworben.“
„Die aus dem Billing auch, ist aber schon übers Verfallsdatum.“
Beide grinsen wissend.
Die Frau im Viererblock läuft rot an. Ihr Blick huscht kurz zur Tür, wo ‚die Neue‘ inzwischen die Haltestange so umfasst, dass ihre Fingerknöchel weiß hervortreten. Sie senkt den Blick wieder auf ihre Hände, sagt nichts.
Der dritte Mann lächelt zuerst mit. Reflex. Dann erstarrt er, als hätte er sich verschluckt.
„Ey“
Die beiden anderen schauen ihn an.
„Was soll der Scheiß?“
„Ach komm“, sagt einer, „wir sticheln nur—“
„Nee.“ Er schüttelt den Kopf. „Ihr redet hier über Kolleginnen wie über Ware. Ist einfach daneben.“
Kein großes Aufrichten, kein erhobener Ton. Ein Moment, in dem das Umfeld den Atem anhält.
„Jetzt übertreib mal nicht.“
„Ihr seid diejenigen, die es zu weit treiben.“, sagt er. „Und zwar jedes Mal, wenn ihr meint, das wäre normal.“
Die Frau im Vierer, atmet flach.
Die Gesprächspartner schweigen. Einer kramt sein Handy hervor. Der andere starrt aus dem Fenster. Deutlich zu sehen: Die Mahlbewegungen seines Kiefers, das vorgeschobene Kinn.
Die Frau an der Tür bewegt sich nicht. Nach einer Zeit lockert sich ihr Griff, die Schultern sinken, ein tiefer Atemzug bis in den Bauch.
Die S-Bahn ruckt wieder an.
Es ist nichts Besonderes passiert. Genau das ist der Punkt.
***
Dies ist eine ABC-Etüde. Verwendet wurden dafür die von Christiane gespendeten Wörter: Sommerzeit + sticheln + struppig.
Ich weiß nicht, wie viele solcher Gespräche ich gehört habe. Bei wie vielen von ihnen ich mit am Tisch gesessen habe und geschwiegen habe. Über viele sexistische Witze habe ich, selbst als Frau, mitgelacht. Immer gut, wenn es die anderen traf. Wenigstens durfte ich so dazugehören. Nur ab und zu habe ich die Männer darauf hingewiesen, ob sie eigentlich schon bemerkt hätten, dass eine Frau hier mit ihnen zusammensäße, die in all ihren Witzen mitgemeint wäre. Aber nein… ich war halt die Kumpel-Frau. Die stellt sich nicht so an.
Ich bin froh, dass das weitgehend meiner Vergangenheit angehört. So wirklich gut bin ich im Ansprechen aber immer noch nicht. Bei Freunden… da geht’s. Aber auch, weil ich mit niemandem mehr befreundet sein will, der da nicht lernfähig ist. Bei Bekannten ist es schwieriger für mich. Nicht nah genug, aber auch nicht weit genug weg. Bei vollkommen Fremden ist es schon wieder einfacher. Da gibt es nichts zu Verlieren, nur (Selbst-) Achtung zu gewinnen.
Ein Moment während einer Performance: Unsere Blicke treffen sich, halten inne. Zigtausende werden still. Du bist nicht allein! Blicke trennen sich wieder. Ich nehme diesen kostbaren Moment mit. Verbundenheit. So … Weiterlesen von Du bist nicht allein
Monotypien… waren eine Zeitlang künstlerisch meine Leidenschaft. Irgendwo müsste es sogar noch einen Film darüber geben, den jemand an der Fachhochschule für Mediengestaltung als Abschlussarbeit einreichte. Ich erinnere mich gern … Weiterlesen von Monotypie in Bewegung
Welch ein Bohei! Dort oben streiten sie sich um den besten Platz. Hier unten um den kleinsten Ast, den perfekten, der sich einpassen lässt, die grüngesprenkelten Kostbarkeiten zu empfangen und … Weiterlesen von Bohei-de-nei
eingetaucht in ein meer violetter kelche bis zur neige ausgetrunken emporgehoben auf schwarzen schwingen in noch kahles geäst gekrächz und krawehl kitzelt mir das mark aus den knochen
(Ein Beitrag aus eher feministischer Sicht) „Alles auf der Welt dreht sich um Sex – außer Sex. Beim Sex dreht es sich um Macht.“ Wenn wir uns diesen Satz anschauen, … Weiterlesen von Sex sells II
Spirit Kunst Buch
Eine lose Sammlung zur Dokumentation meiner Werke und Gedanken
Willkommen
...in Verbindung bleiben...
Get closer to art | Exhibitions | Artist Talks
Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit
Bilder, Fotos und Texte aus meinem Leben. Ein Tagebuch im Netz..
Eine spitze Seite gegen bzw für alles und jeden
"Bücher bieten keine wirkliche Rettung an, aber sie können den Geist davon abhalten, sich wund zu kratzen." - David Mitchell
Wie das Leben - schön und stachelig
Malen mit Worten und Licht.
In der Theorie sind Theorie und Praxis gleich. In der Praxis nicht.
Kochen, Reisen, Leben und anderer Unfug