Dass sie nicht direkt nach dem Abitur anfangen wollte zu studieren, war dem Fräulein Maus schon länger klar. Genauso klar war ihr, dass sie in dem freien Jahr nicht, wie das hier üblich ist, einfach nur arbeiten und sich auf die Aufnahmeprüfungen für ein Studienfach vorbereiten, sondern irgendwohin ins Ausland gehen wollte.
Während in meiner Wahrnehmung gefühlt jede*r Zweite in Deutschland ein Auslands-FSJ macht, ist das hierzulande ein nahezu unbekanntes Konzept. Es war nicht leicht, sich das von Finnland aus zu organisieren, da einem die zahlreichen deutschen Entsendeorganisationen nicht offenstehen, wenn man keinen Wohnsitz in Deutschland hat. Letztendlich hat sie über das Europäische Solidaritätskorps ein Projekt gefunden und arbeitet jetzt für sieben Monate in einem Kindergarten in Nikosia.
Und so hatten wir ein Reiseziel für die Skiferien.

Wir trafen in Zypern eine sehr glückliche junge Dame, die ganz euphorisch ist wegen ihrer neugewonnenen Unabhängigkeit und der Erkenntnis, dass ihr wirklich die ganze Welt offensteht, die Freundinnen gefunden hat, die nicht nur in der selben Lebensphase stecken, sondern auch ähnliche Interessen haben, die mit einem riesigen Blumenstrauß von einem Valentinstagsdate geeilt kam, das wir zwei Tage später kennenlernen durften, und die ziemlich oft die Augen rollte über ihre nervige Familie. So soll es sein.
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40 Grad Temperaturunterschied in 13 Stunden.
Ausnahmsweise fing eine unserer Reisen mal nicht auf dem Meer an, sondern mit einer Autofahrt nach Helsinki zum Flughafen.
(Das traf sich gut, denn wir waren am Vorabend ja noch auf den Vanhojentanssit des grossen Herrn Maus gewesen und hatten weder direkt vom Ballsaal zum Hafen eilen noch auf einen Urlaubstag verzichten müssen. Weil der grosse Herr Maus eigentlich noch an der nach den Vanhojentanssit obligatorischen Sauftour 24-stündigen Kreuzfahrt nach Stockholm und zurück teilnehmen wollte – auf die er dann zugunsten gemeinsamer Zeit mit seiner Freundin, die erst nächstes Jahr tanzen wird, allerdings verzichtete – flogen der Ähämann, der kleine Herr Maus und ich schon mal vor, und der grosse Herr Maus kam erst am Montag nach.)
Als wir kurz vor sieben aufbrachen, waren -25°C. Dafür wurde im Osten der Himmel schon blau. Mega!

Mit dem Auto zum Flughafen zu fahren war angesichts der Umstände äusserst praktisch, denn wir konnten unsere dicken Winterklamotten und -schuhe im Auto lassen und gegen zielortgerechte Kleidung umtauschen. Allerdings froren wir uns auf dem Weg vom Parkhaus zum Terminal fast den A… ab, und als wir eine Stunde später über das Flugfeld zu unserem kleinen Maschinchen nach Kopenhagen latschen mussten, erschien uns diese Entscheidung auch kurz nochmal fragwürdig.

Dafür aber war schönstes Flugwetter: wir sahen die zugefrorene Ostsee und die mit losen Eisschollen bedeckten Wasserstrassen zu allen drei Helsinkier Häfen, verschneite Häuschen, unser Schärenmeer, Hiiumaa und Saaremaa, Gotland, die Öresundbrücke. So toll!
Nach nur anderthalb Stunden landeten wir in Kopenhagen, und der kleine Herr Maus sagte: „Guck mal, wie schnell das ging, und nun überleg mal, wir lange wir mit Zug und Fähre gebraucht hätten!“, und ich sagte: „Dann wären wir gestern Abend losgefahren, hätten heute früh eine Stunde länger schlafen können und wären jetzt auch schon da.“
Der Weiterflug startete – anders als der des Fräulein Maus, die drei Stunden im Flugzeug sitzen und auf dessen Enteisung warten musste – pünktlich. Beim Start sahen wir noch Malmö und den Turning Torso, neben dem wir früher auf Durchreisen viel Zeit auf einem Spielplatz verbracht haben, dann wurde es wolkig, dann dunkel, dann tauchte als nächstes das beleuchtete Antalya unter uns auf, und dann landeten wir auch schon gleich – nach einer Ehrenrunde, damit wir uns schon mal bisschen umgucken konnten – in Larnaka.

Schon im Flughafen merkten wir, wie angenehm warm und feucht die Luft war. Und als wir aus dem Flughafengebäude heraustraten, traf uns eine unerwartete Geruchsexplosion aus Blütenduft, Essensgerüchen und Kerosingeruch, die wir selig grinsend einsogen – denn bei -20°C riecht man rein gar nichts mehr, und das hatten wir ja vorher mehrere Wochen lang gehabt.
Dann holten wir das Mietauto ab und begaben uns – Linksverkehr! Grosser Spass! – auf die Autobahn nach Nikosia und fuhren erstmal zur Wohnung des Fräulein Maus. Sie kam uns allen nacheinander in die Arme gerannt, und der kleine Herr Maus beschloss spontan, gleich über Nacht bei ihr zu bleiben, weil sie am Sonntagmorgen zeitig aufstehen und mit dem Valentinstagsdate und den anderen Kletterfreund*innen des Fräulein Maus in die Berge im Norden fahren wollten. Wir händigten dem kleinen Herrn Maus sein Gepäck samt Kletterschuhen sowie seinen Pass aus und fuhren dann etwas verdattert nur zu zweit in unsere Vier-Personen-Ferienwohnung.
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Ferienwohnung mit Aussicht.
Wir erwachten von hektischem orthodoxem Glockengebimmel.


Der Ähämann besorgte uns Frühstück, und es war warm genug, um auf der Terrasse zu essen.

Die Sonne knallte auf uns herab, der Wind raschelte in den Blättern der Palme vor unserem Haus, und unten auf der Strasse strebten feingekleidete Leute der nahegelegenen Kirche zu.
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Kinderfrei.
Weil niemand da war, der darüber motzen würde, nutzten der Ähämann und ich die Gelegenheit, die fünf Kilometer von unserer Ferienwohnung bis ins Stadtzentrum zu laufen.
An den Strassenrändern standen Zitronen- und Apfelsinenbäumchen, Palmen und gelbe Blümchen, überall trafen wir Katzen, und die tschechische Kartenapp schickte uns noch durch die kleinsten Schleichwege zwischen zwei grossen Strassen. Als wir mit hängenden Mägen im Zentrum ankamen, nahmen wir ein fürstliches Mahl – „Grillplatte für zwei“ – zu uns, zogen dann weiter zu einem Café und sassen überhaupt recht viel in der Sonne herum.






Dann gingen wir über die das Land und auch die Hauptstadt teilende Grenze auf die türkische Seite, um auf die beiden Kletterausflügler zu warten und sie dort zu treffen. Dabei landeten wir zufällig in einem Strassencafé, das uns sehr an die Kneipen und Cafés in Jena erinnerte, und das mir wegen der Regenbogenflagge in einem Fenster und einem Banner für ein vereinigtes Zypern in einem anderen – später entdeckten wir sogar noch einen „FCK AFD“-Aufkleber unter vielen anderen ähnlichen – direkt sympathisch war. Hinterher stellte sich raus, dass es – unter anderem, weil ihr Valentinstagsdate da arbeitet – das Stammcafé des Fräulein Maus ist. Wie lustig!

Da die beiden Kletternden uns allerdings, als sie sich wieder einem EU-Mobilfunknetz genähert hatten, mitteilten, dass sie mit den anderen unterwegs noch essen gehen würden und dass es noch eine Weile dauern könne, bis sie wieder an der Grenze wären, brachen der Ähämann und ich wieder auf und liefen den ganzen Weg zur Ferienwohnung wieder zurück.


Als wir dort am Ende des Tages nach insgesamt 15 Kilometern Fussmarsch durch die Stadt wieder ankamen, war der kleine Herr Maus dann bereit, mit dem Auto von der Wohnung seiner Schwester abgeholt zu werden.
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Geteilte Stadt.
Gleich, als ich am ersten Morgen auf die Dachterrasse unserer Ferienwohnung hinaufgestiegen war und die türkische Fahne an einem Berghang im Norden – nachts ist sie beleuchtet! – entdeckt hatte, fühlte ich mich an Mostar erinnert, wo auch auf einer Seite ein gigantisches Kreuz auf einem Berg steht und auf der anderen Seite eine riesige bosnische Flagge auf einem Berg weht.

Die Lage in Zypern ist ähnlich: auch hier hat es viel gegenseitige Gewalt, Vertreibungen und Massaker unter den zwei grossen Bevölkerungsgruppen gegeben. Anders als in Mostar, wo zumindest oberflächlich wieder Frieden herrscht, sind Zypern und auch die Hauptstadt Nikosia bis heute durch eine UN-Schutzzone getrennt: in einen südlichen, griechischen Teil, der auch zur EU gehört und wo mit Euro gezahlt wird, und in einen nördlichen, türkischen, der nicht zur EU gehört und wo die türkische Lira offizielles Zahlungsmittel ist.

Es gibt eine Handvoll Grenzübergänge für Autos und zwei nur für Fussgänger*innen in Nikosia, einer davon mitten in der Einkaufsstrasse. Als EU-Bürger*in zeigt man einfach seinen Pass oder Ausweis vor – erst beim griechischen Grenzschutz, dann läuft man hundert Meter unter einem Blechdach durchs Niemandsland, dann beim türkischen Grenzschutz – und schon ist man auf der anderen Seite.
(Die Leute von der türkischen Seite brauchen ein Visum, und viele waren noch nie auf der griechischen Seite. Woran man mal wieder sehen kann, wie privilegiert wir sind – und das nur, weil wir zufällig am richtigen Ort zur Welt gekommen sind!)
Wenn man die Grenzstation auf türkischer Seite verlässt, hat sich die laute, trubelige, moderne Grossstadt in eine stille, dunkle, osmanisch geprägte Kleinstadt verwandelt. Es sind zwei Welten: andere Sprache, anderes Geld, andere Architektur, anderes Essen, statt Glockengebimmel ruft der Muezzin. (Und zwar so laut, wie ich es noch nie erlebt habe. Vermutlich soll man es bis Larnaka hören.)










(Der kleine Herr Maus hatte als Minderjähriger manchmal Probleme, ohne uns die Grenze zu überqueren, manchmal aber auch nicht – je nachdem, wer kontrollierte. Der spontan von den beiden Geschwistern gefasste Plan, dass der kleine Herr Maus im Mai statt mit der Klasse auf Chorreise nach, nun ja, Deutschland, lieber nochmal zur grossen Schwester nach Zypern fliegt und eine Woche lang auf der türkischen Seite klettern geht, hat sich damit allerdings erledigt.)
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Kuriose Sakralarchitektur.
Wir dachten, wir hätten in Vilnius schon alles an konvertierten Kirchen gesehen. Aber da kannten wir diese Moschee in Nikosia noch nicht, die früher mal eine christliche Kathedrale war…!

Statt der Glockentürme hat sie zwei Minarette, die bunten Glasscheiben in den gotischen Spitzbogenfenstern wurden durch schlichte weisse Ornamente ersetzt, das ganze ehemalige Kirchenschiff ist mit einem weichen Teppich ausgelegt, und über dem ehemaligen Kirchenportal befindet sich eine goldene arabische Inschrift. Nur die kleinen Heiligenfigürchen und Engel über den Eingangstüren haben die Umgestaltung überdauert, und das ist für eine Moschee schon ziemlich abgefahren.









Es wäre der perfekte Ort, um miteinander den gemeinsamen Gott zu lobpreisen, aber ach.
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Familienzusammenführung.
Am Montag holten wir das Fräulein Maus von Arbeit ab und fuhren wieder die 40 km nach Larnaka, wo am Nachmittag der grosse Herr Maus eintraf. Er hatte drei Flüge hinter sich – von Turku nach Stockholm, von Stockholm nach Warschau und von Warschau nach Larnaka – aber dafür nicht mal acht Stunden gebraucht und sogar Istanbul von oben gesehen.

Zwischen Flughafen und Autobahn befindet sich ein Salzsee, in dem Flamingos aus der Türkei und dem Iran überwintern. Blassrosa stehen sie in Grüppchen im Wasser herum wie im Zoo.


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Frühlingsspaziergang.
Dann aber mussten wir endlich ein bisschen wandern gehen.

Der Weg führte erst durch eine kleine Schlucht und dann hauptsächlich durch Olivenhaine. Das Schönste waren die blühenden Mandelbäumchen überall. Ich konnte mich gar nicht sattsehen!






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Long time no see.
Leider hatte der Wanderausflug am Dienstagabend mit einem kaputten Reifen geendet, weswegen wir am Mittwoch schon wieder nach Larnaka – schön vorsichtig mit den für ein Notrad vorgeschriebenen maximal 80 km/h – gurkten, um das Mietauto umzutauschen. Immerhin hatte es hinterher eine Farbe!

Der Rückweg war auch schöner als der Hinweg. Wir fuhren kleine, gewundene Strässchen durch frühlingsgrüne Hügel, begegneten einer Herde Ziegen und fuhren noch hinauf zu einem Kloster ganz oben auf einem Berg.
Auf dem Parkplatz war der kleine Herr Maus in kürzester Zeit von Katzen umringt und sass dann eine halbe Stunde mit einer davon auf dem Schoss auf einer Bank. Der Ähämann ging sich das Kloster angucken – Frauen haben keinen Zutritt, Männer in kurzen Hosen auch nicht, also war er der einzige, der durfte. Im Kloster ist angeblich ein Stück vom echten Kreuz Jesu ausgestellt, und der Ähämann bekam haarsträubende Geschichten erzählt, wie es dorthin gelangt war: dass die Heilige Helena das Kreuz holen sollte, aber Judas – von dem wir bisher eigentlich annahmen, dass er zu diesem Zeitpunkt schon seit einer Weile tot war – erst für eine Woche in einen Brunnen geworfen werden musste, ehe er den Platz, an den man es gebracht hatte, preisgab, und wie man dann, als man dort statt einem drei Kreuze fand, herausfand, welches das Richtige ist, nämlich indem man alle drei in die Nähe eines kürzlich Verstorbenen brachte, und als es das richtige Kreuz war, wurde der Verstorbene wieder lebendig, und wie dann das Kreuz eigentlich gar nicht nach Zypern gebracht werden sollte, aber dann nach einem Sturm, der Helenas Schiff an die Küste Zyperns gezwungen hatte, plötzlich auf den Hügel, auf dem sich heute das Kloster befindet, appariert war. Wer’s glaubt, wird selig.




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500 Serpentinen und zwei Hügel.
Am Donnerstag hatte das Fräulein Maus frei. Wir holten sie von ihrer Wohnung ab, fuhren ca. 200 Serpentinen, bestiegen zwei 1300 m hohe Hügel, von denen aus wir quasi die ganze Insel überblicken konnten, und fuhren ca. 300 Serpentinen wieder heim.
(Mit Rechtsverkehr hätte es noch mehr Spass gemacht.)




Ausserdem stellten wir fest, dass wir das, was wir von unserer Dachterrasse aus wegen der Radarstation für den Olymp gehalten hatten, gar nicht der Olymp ist, sondern eine Waldbrandwarnstation.
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Wandern mit Aussicht.
Am Freitag war das perfekte Wetter, um auf um den Olymp zu wandern.
Weil sich auf dem höchsten Berg Zyperns eine britische Radarstation befindet, darf man nicht auf den Gipfel, es gibt aber einen 8 km langen Rundweg auf 1900 m Höhe um den Olymp herum.
So weit oben waren nur 7°C, und auf den Nordseiten der Berghänge lag eine dünne Schicht Neuschnee. Die Sonne aber knallte dermassen vom Himmel, dass man ohne Jacke – aber nicht ohne Sonnebrille und Sonnenhut – sein konnte. Der Himmel war unglaublich blau, die Vögel piepsten um die Wette, der Schnee lief in kleinen, gurgelnden Rinnsalen die felsigen Hänge hinunter. Wer hätte gedacht, dass ich mein geliebtes Märzwetter ausgerechnet in Zypern erleben würde?!
Jeder Meter des Weges war schöner als der andere: er führte durch lichten Wald aus gigantischen Schwarzkiefern, über Geröllfelder, durch glucksende Schmelzwasserbäche, über Felsen und vorbei an Wacholdersträuchernbäumen mit drei Metern Stammumfang. Dabei taten sich ständig neue Ausblicke auf: auf die gegenüberliegenden Hänge, auf kleine Dörfchen im Tal, auf das kaum vom Himmel zu unterscheidende Meer in der Ferne.










Es gibt da oben sogar ein Skigebiet – samt „Zeus-Sessellift“ – aber es ist wohl schon eine Weile her, dass dort zum letzten Mal jemand auf Skiern die Hänge hinabgebraust ist.


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Samstag ist Badetag.
Am Samstag war der wärmste Tag der Woche, und deshalb fuhren wir alle zusammen zum Strand.
Die 20°C Lufttemperatur waren ein bisschen wenig, die 17°C Wassertemperatur genau richtig, die Wellen grossartig. Die Herren Maus musste man nach einer Stunde fast an den Ohren aus dem Wasser ziehen.

Hinterher machten wir für das Fräulein Maus noch einen Grosseinkauf im Lidl, gingen ein letztes Mal gemeinsam essen, und dann war unsere gemeinsame Woche schon wieder um.
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Andere Länder, andere Sitten.
Eine Woche ist übrigens nicht zu kurz, um sich an allerlei zu gewöhnen: auf der linken Strassenseite zu fahren, beim Strasseüberqueren zuerst nach rechts zu gucken, Wasser nur aus Flaschen zu trinken, bevorzugt am späten Nachmittag zu duschen, wenn die Sonne das Wasser in den Heisswassertönnchen auf dem Dach ausreichend erhitzt hat, benutztes Klopapier statt ins Klo in den Mülleimer zu werfen.

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Mit Milda nach Rīga.
Ich musste ein bisschen quietschen, als ich entdeckte, mit welchem Flugzeug wir unsere Heimreise antreten würden.

Mit Milda, einem Marienkäfer, einem Storch, einer Schwalbe, mit wehender lettischer Fahne und diversem Grünzeug!



(Es war auch innen drin sehr schön: mit wirklich viel Platz für Handgepäck, bequemen Sitzen, okay Beinfreiheit, kostenlosem Starlink-WLAN und kleinen Monitoren, um die Flugroute, die aktuelle Position, die Flughöhe, die Fluggeschwindigkeit, die Aussentemperatur, die Windgeschwindigkeit, sowie die schon zurückgelegten und verbleibenden Kilometer anzuzeigen.)

Wir flogen eine letzte Ehrenrunde fast bis nach Syrien über Zypern, sahen Schnee in den türkischen Bergen, Schnee in Rumänien, Schnee in Litauen und Lettland. In Rīga teilten sich der Ähämann und ich ein Glas lettisches Bier, bevor wir in nur 40 Minuten über die Ostsee hopsten, in einem schneeglitzernden Helsinki landeten, bibbernd ins Parkhaus schlitterten, bei -13°C noch einen Ladestopp an einer Autobahnraststätte einlegen mussten und trotzdem kurz vor Mitternach zu Hause waren, wo wir uns erst mal einen Weg durch den vielen Neuschnee zu unserer Haustür bahnen mussten.
Das wären diesmal auch zu Hause sehr schöne Skiferien gewesen, aber so war’s natürlich, wie immer, schöner. Wie toll, wenn man ein abenteuerlustiges erwachsenes Kind hat! ♥