Vor fast 50 Jahren fand der Prozess gegen Adolf Eichmann statt. Ankläger Gabriel Bach erzählt, wie sich durch den Prozess die Wahrnehmung des Holocaust veränderte.
Die Sonne bescheint die breite Terrasse. Der Ausblick auf die umliegenden spärlich bewaldeten Hügel ist atemberaubend. Am Nebentisch sitzt ein junges Pärchen bei Sandwiches und Cola. Es herrscht eine entspannte Urlaubsstimmung, zu der eigentlich nur die Liegestühle fehlen – doch die gibt es hier nicht, die Terrasse gehört zur Cafeteria der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem.
Es ist falsch, Israels Gründungsgeschichte auf den Holocaust zu reduzieren, aber man versteht Israel nicht, wenn man nicht in Yad Vashem war. Hier treffe ich den Historiker Ophir Yarden sowie Gabriel Bach, der stellvertretender Ankläger im Prozess gegen Adolf Eichmann war und später Richter am Obersten Gerichtshof in Israel. weiterlesen