Im palästinensischen Flüchtlingslager Aida haben sich die Menschen eingerichtet. Sie hegen die grimmige Hoffnung, eines Tages „zurückzukehren“ in ein Land, das viele noch nie betreten haben.
(zu Teil 1) Das Flüchtlingslager Aida bei Bethlehem gibt es seit 1950. Heute leben dort etwas mehr als 3.000 Menschen – Nachkommen jener Araber, die im Krieg von 1948 aus Israel geflohen sind. Unterhalten wird das Lager Aida vom UN-Hilfswerk für Palästinaflüchtlinge (UNRWA), und es sieht nicht so aus, wie man sich ein „Lager“ vorstellt. Aida besteht aus massiven Häusern und gleicht somit eher einem Stadtteil – nicht einmal einem Slum. Das Eingangsportal zum Flüchtlingslager ziert ein riesengroßer Schlüssel, auf dem in Englisch und Arabisch geschrieben steht: „Not for Sale“. Was nicht zu verkaufen steht, ist nicht schwer zu erraten: die arabische Scholle vom Jordan bis zum Mittelmeer, die nicht für einen Friedensvertrag mit Israel aufgegeben werden darf. Eine unzulässige Interpretation meinerseits? Warten wir’s ab. weiterlesen