Heute vor drei Wochen. Es könnten Jahre sein. Unwirklich und fern der Tag und der Anruf vor dem ich solche Angst hatte.
Die Wut hat sich gelegt, wir sind im Gespräch. Unter freiem Himmel, beim Füttern der Krähen, bei der Runde um den Block, im auffrischenden Wind. Gleißend und verheißungsvoll das Dezemberlicht.
Am Nachmittag seines bevorstehenden Todes blickte ich nach Süden in den leuchtenden Himmel und dachte mit heller Zuversicht ans Sterben, mein eigenes.
Wie ist das Wetter bei euch?, habe ich ihn oft gefragt.
Da müsste ich erst mal gucken, sagte er dann meist, und ich sah ihn vor mir, wie er ans Fenster trat, auf die Straße und den Neubau gegenüber blickte, in den grauen Himmel darüber und sich achselzuckend wieder in seinen Bau aus Büchern, Tupfern, Musik und Kanülen zurückzog.