Der Nachbar über mir bricht vorzugsweise am frühen Morgen oder in der Nacht in berserkerhaftes Gebrüll aus. Er trampelt und schreit, dass die Fensterscheiben klirren.
Er ist vor Krieg und Verfolgung geflohen und ich werd ihn nicht mit meiner Schlaflosigkeit behelligen, die mich auslaugt seit Toquinho gestorben ist.


Sollte das Untersuchungsergebnis gut ausfallen, werde ich wieder eine Katze bei mir aufnehmen.
Mir fehlt das nächtliche Schnurren neben meinem Kopf und die unvergleichliche Geborgenheit, das heimelige Kaminfeuer, das die Anwesenheit einer Katze in sich trägt.

Eine beunruhigende körperliche Veränderung. Ein kurzfristiger Termin bei der Frauenärztin und schließlich eine Überweisung zur Radiologie. Der nächste Termin ist am 7. April frei.


Bitte cremen Sie sich nicht ein und benutzen Sie an diesem Tag kein Deodorant.


Im Garten ist eine schwarze Katze aufgetaucht, die mich an meine erste Katzenliebe erinnert. Ich nehme das als gutes Zeichen und schlafe trotzdem miserabel.

nonmention

Schützen Sie Ihre Forelle für den Fall der Fälle, verlese ich mich, doch die Forelle entpuppt sich als Familie und schon interessiert´s mich nicht mehr.

/


Durch einen Spalt in der Gertraudenbrücke fällt Sonnenlicht und zeichnet ein gleißendes, wellenförmiges Schwert auf das brackige Wasser.
Oben zwischen den Stahlträgern nisten Tauben. Ihr Gurren und das Pfeifen ihres Flügelschlags mischen sich mit dem Dröhnen und Wummern des Autoverkehrs.
In unserem Früher sitzt du nicht weit entfernt in einem schattigen Patio und denkst und rauchst.

//

Was ich noch immer sehr bedaure, ist mein verdruckster Umgang mit einem wertgeschätzten Menschen. Aus Scheu und aus Angst davor, Erwartungen zu enttäuschen und mich selbst in einem befangenen Blick wieder zu erkennen oder überhaupt nur socializen und hinter dem rauschenden Wasserfall meiner Exzentrik hervortreten und meine Schüchternheit überwinden zu müssen, habe ich mich feige und in der Ziel- und Haltlosigkeit meiner Trauer aus dem Staub gemacht und das Feld Leander überlassen, der an meiner Stelle das besondere Geschenk entgegen nahm, dessen Anblick mir jeden Tag Freude bereitet und zugleich ein schlechtes Gewissen macht.
Es tut mir wirklich aufrichtig Leid und ich möchte mich entschuldigen.