Bisher nutze ich KI vor allem für Dinge wie die Auswahl der Pflanzen und Stauden, die ich in den lichten Halbschatten meiner von hohen Bäumen umgebenen Südseitenterrasse pflanzen möchte. Die Kriterien, die ich dem digitalen Helfer vorgebe sind: winterhart, bienenfreundlich, Blütezeit Juni bis Oktober und ungiftig für Hund und Katze. Neben Geranien und Dahlien, schlägt er u.a. noch Fuchsien, Edellieschen, Indianernessel, Löwenmäulchen und z.B. Ringelblume vor.

Ansonsten benutze ich KI noch, um meinen Posts auf Bluesky Bildbeschreibungen für blinde Menschen hinzuzufügen. Ich lade ein Foto hoch und bekomme in Sekundenschnelle bemerkenswert präzise Beschreibungen wie diese hier:

Das Bild zeigt eine einzelne Pflanze mit leuchtend violetten Blüten, die aus einem Riss in einem Betonfundament oder einer Mauer wächst. Die Pflanze steht vor einer dunklen, möglicherweise hölzernen Oberfläche (wie einer Tür oder einem Fensterrahmen), die oben im Bild zu sehen ist. Der Beton ist alt und weist Abnutzungserscheinungen sowie einige undeutliche Graffiti auf. Links unten im Bild ist ein Teil eines gepflasterten Gehwegs oder einer Straße mit kleinen, unregelmäßigen Steinen zu sehen. Rechts unten befindet sich eine Metallplatte im Boden, daneben liegt ein weggeworfener Zigarettenstummel. Die Gesamtstimmung des Bildes ist die eines städtischen Umfelds, in dem die Natur ihren Weg findet.

Nicht schlecht, oder?

(Frage an die Leserinnenschaft: ist das hier eine Jakobsleiter, und wenn nein, was sonst?)

Meine Lungenfunktion ist ein Jahr später nahezu unverändert. Auch die Blutwerte sind top.
Ich soll aufschreiben, was mir gut tut und um die Spalte nicht leer zu lassen, schreibe ich Kaffee, Kuchen, Pommes und Musik hin.
Nach einem kurzen Gespräch holt der Arzt die Psychologin dazu. Ich weine, sie fragt nach meiner Familie und organisiert eine Akutbehandlung.
Ich schäme mich und fahre nach Hause. Den Rest des Tages verbringe ich in der paranoiden Vorstellung, dass sie kommen und mich abholen werden, um mich in der Psychiatrie zwangszubehandeln.
Am Morgen hole ich die Astzange ab, die der Nachbar in meiner Abwesenheit entgegen genommen hat.
Ich muss den Ginkgo, ein Geschenk des Kanzlers, beschneiden. Er wirft zuviel Schatten.

Noch immer tröpfelt Post aus Frankfurt ein. Der Müll seines letzten Jahres wird abgerechnet. Auf dem Briefkopf der Frankfurter Adler.
Es wäre leichter, zu trauern, wenn ich meine Erinnerungen teilen könnte.

Nicht lange und die fremde Person wird mir wieder aus dem Spiegel entgegenstarren.

Irgendwann, es muss erst kürzlich gewesen sein, dieser Streit, der jeden Grund unterspült hat.

Ich will das alles nicht erleben.