Schriftbruch, sagt der tikermann

Bierpinsel

Einmal durch Mitte gefahren, am wachsenden BND mit seinen 100.000 Schießschartenfenstern vorbei. Gegenüber polierte Vollbartglatzen mit Tattooärmeln beim Verspeisen von Hasir-Burgern, gleich daneben das neue und viel beworbene Titanic-Hotel von denselben Betreibern wie die Burgerbude. Den als Palme getarnten Abhörmast vor der Zentrale des Nachrichtendienstes (Beamtenhumor, sagt die Malerin) hab ich nicht gesehen, zu abgelenkt war ich vom seekranken Hund, der sich auf den neuen Gap-Filler erbricht. Gutes Teil, leicht abzuwischen.

Die Chausseestraße entlang schaukeln wir weiter, draußen weht der Polarwind über die sonnenbeschienene grün getupfte Stadt hinweg (Schnee wird erwartet Anfang der Woche – wen wundert´s, nach dem Tod des Prinzen), als plötzlich der Kulissenschieber das Wedding-Bühnenbild vor die Totalitarismus-Szenerie setzt. Endlich wieder Spielcasinos, Handyläden, Ramsch und Kleingewerbe. Richtiges Leben, echtes Berlin. Auch die gute alte (denkmalgeschützte) Beamtenlaufbahn ist noch da. Leider wird sie bald Geschichte sein, der Sichtachse wegen.

Immer weiter fahren wir durch den wunderbaren Wedding towards the totally traumhafte Tegel als ein Flugzeug im Landeanflug knapp mit seinem Fahrwerk am Autodach entlangschrappt, dass die Funken sprühen und der Wagen ins Schlingern gerät. Ich ducke mich unter dem nachgebenden Blech weg, wir finden zurück auf unsere Spur. Die zur Hilfe eilenden Sanitäter können wir nur mit Mühe und durch Überfahren mehrerer roter Ampeln abhängen. Yeah! So erreichen wir Tegel. Am Saatwinkler Damm, muss ich an Herrndorf denken, der sich hier, am Hohenzollernkanal, seines Tumors entledigte. Mit einer Pistole mittenmang. Er hatte keine Wahl.
Der Anästhesistenschwager vom Lateinamerikaner hat unweit ein Boot im Wasser zu liegen, wie der Berliner sagt. Seiner Einladung dorthin bin ich nie gefolgt. Netter Mann mit giftiger Frau. Anstrengend.

In Siemensstadt am Siemensdamm zerfällt die alte Siemensbahn und die tikerscherk fährt mit dem tikermobil und dem tikermann weiter Richtung Autobahn, während der tikerhund hinten im Fong zusammengerollt auf seinem brandneuen Gapfiller schläft. Allet jut.

Die Auffahrt hochgebrettert sind wir inzwischen auf der Stadtautobahn. Uralte Werbung ruft uns von den bemalten Brandmauern neben der Piste zu. Hier ist Gestern, ich hatte solche Sehnsucht nach dir. Auch am stillgelegten ICC fahren wir vorbei, dem riesigen schlauchigen Klotz. Da sind jetzt Flüchtlinge drin, sagt der tikermann, der Betrieb als Kongresszentrum lohnte nicht mehr. Ich schlage vor das Ganze mit Bauschaum zu füllen, oder mit Betong, um es äußerlich zu erhalten, und untendrunter ein paar Heizrohre zu installieren, damit nichts kaputt geht im eisigen Winter. Man sollte eine Ausschreibung machen für die besten Füllideen, denke ich. Es könnten durchaus auch verschiedene Werkstoffe gleichzeitig zum Einsatz kommen, wobei ich Betong, wie immer, bevorzugen würde.
Und den Flüchtlingen soll man bitteschön eine schicke Unterkunft in der Innenstadt geben, zum Beispiel in Riehmers-Hofgarten, oder im halberbauten Schloss, statt sie irjendwo jwd unterzubringen.
Jetzt erreichen wir Steglitz. Als wir am Bierpinsel vorbeizuckeln jubeln wir vor Freude ob seiner ungewöhnlichen Architektur. Das Ding, von dem gleichen Architektenpaar wie auch das ICC erbaut, sieht super aus, da sind wir uns einig. Schönster 70er Jahre Brutalismus.
Wenn man das bloß wieder orongsch anpinseln und in Betrieb nehmen täte. Das wäre was. So ist das nichts und überhaupt wird heutzutage einfach nicht mehr mutig gebaut (sagt die Malerin mal wieder, deren Bruder Architekt ist).

Wie schön Friedenau ist!, denke ich, als wir die bürgerliche Idylle in Gründerzeit und Jugendstil-Pracht durchqueren, und schon sind wir am Insulaner, dem Mont Klamott aus Trümmern des Zweiten Weltkrieges, mit Sternwarte, Planetarium (sowie Freibad im Sommer), und fahren quer über die Rote Insel. Die Königin-Luise-Gedächtniskirche am Gustav-Müller- Platz ist eingerüstet und von einer Plane verdeckt. Wie ein dicker Parboiled-Knödel liegt der Sakralbau, der nichts als eine einzige wuchtige Kuppel ist, auf einem viel zu kleinen Teller zwischen den Häusern und dampft.

Ich erinnere mich an einen Friseurladen, den es mal irgendwo hier in der Nähe gab, in dessen Vitrine Kastrationswerkzeuge ausgestellt wurden und dessen Betreiber sich, so ging die Mär, in exzessiven Orgien den Mund zunähen (er trug Vollbart) oder sich die Hoden mit einem Hammer zu Matsch schlagen ließ.
Der tikermann zuckt, als ich es ihm erzähle und wir wundern uns über mancherleuts Vorlieben.

Zurück nach Kreuzberg zieht es mich nun, nirgendwo ist der Kaffee besser als Zuhause oder in der Oppelner Straße beim Neuseeländer. Ich entscheide mch für ersteres. Und während ich mir zwei große Becher in kleinen Schlucken zu Gemüte führe, ratzt der Eine nebenan im Schlafzimmer ein wenig. Sein vertrautes Nachmittagsschnorcheln gehört zur Sonntagskulisse wie die Glocken der St. Thomaskirche am Mariannenplattz.

 

 

 

 

 

 

 

Bild: Bierpinsel, Markus Stöber
Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/

Sabotage

Nach der gewohnten Tour durch den Tiergarten, der einzige Ort, an dem Töle die Hitze gut und gerne wegsteckt, trat ich gestern mal wieder auf den Vorplatz des Bahnhof Zoo, und blickte auf das Waldorf Astoria Hotel. Für Berliner Verhältnisse ein Wolkenkratzer, der das Gesicht des Breitscheidplatzes und der Hardenbergstraße komplett verändert hat.
Wie ich zugeben muss, ist das Areal luftiger und weniger verwinkelt, zugig und verbaut als vorher. Über die neuen Anrainer, und die voraussichtlichen Konsequenzen für das Viertel, möchte ich jetzt mal nicht nachdenken.
Über 30 Stockwerke zähle ich beim Blick nach oben, als ich gegenüber dem 5 Sterne Hotel stehe und mein schuldfreies, gefrorenes Joghurt löffele.
Auch der Zoo Palast und das Bikini-Haus sind zur Zeit im Umbau. Messingfarbene Fenster, eingebettet in schwarzglänzende Platten, werden mit mobilen Kranen an den Fassaden befestigt. Nobel, nobel.
Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, deren zerstörter Turm wie ein karieszerfressener Zahn in den tiefblauen Berliner Himmel ragt, ist eingerüstet, und wird ebenso generalüberholt.

saturday evening, 5 minutes from Bahnhof Zoo

(Photo credit: sunside)

Auf der Ostseite des Breitscheidplatzes, dort wo das denkmalgeschützte Schimmelpfeng-Haus als Riegel den Platz begrenzte, wird noch gebaut.
Upper Westside steht auf dem Bauzaun. Drunter geht´s nicht.
Die Gegend ist nicht mehr wieder zu erkennen. Aber die Junkies, Stricher und Alkies, die rund um den Bahnhof Zoo ihre Lebenszeit verbrennen sind noch da. Bis jetzt hat keiner sie vertrieben.
Vielleicht gehört diese Szene zum Flair eines Bahnhofes, so wie sich häufig auch die organisierte Prostitution dort ansiedelt. Die Bedürfnisse Bahnreisender und Matrosen scheinen in manchen Aspekten ähnlich gelagert zu sein.
Auch in Frankfurt ist der Hauptbahnhof das Tor zum Rotlichtbezirk. Für den Berliner Hauptbahnhof war sogar die explizite Einrichtung eines solchen Viertels im Gespräch. Dies wurde jedoch schnell verworfen.
Stattdessen entsteht jetzt die Europacity. Allein der Name.
Neben dem sogenannten Kunstcampus, finden dann auch Sheraton, Steigenberger und der französische Mineralölkonzern Total, mit seiner Tour Total dort ein Zuhause.
Als ich mit dem Joghurt fertig bin, mache ich mich auf den Heimweg. Dieses Mal durch die City West, also Charlottenburg, über Schöneberg nach Kreuzberg. Immer schön im Schatten, versteht sich.
Beim Überqueren der Hardenbergstraße bleibe ich auf der Mittelinsel zwischen den Fahrstreifen stehen und schaue nach Westen, in die Abendsonne. Es ist immer noch sehr heiß. Das Waldorf Astoria steht da wie ein riesiger Tanker, der lange Schatten wirft.
Es fällt mir schwer zu rekonstruieren, wie der Straßenverlauf hier früher einmal gewesen ist. Eine Zeitlang gab es einen Tunnel für die Autofahrer, irgendwie war da auch ein Übergang, der vom Schimmelpfeng-Haus quer über die Straße führte. Aber wohin genau? Wie sah das bloß aus? Ich weiß es nicht mehr. Nur das Gefühl dazu ist noch da.

Deutsch: Zoopalast in Berlin

Deutsch: Zoopalast in Berlin (Photo credit: Wikipedia)

Eine zugige, dunkle und dreckige Ecke war das. Unwirtlich. Man wollte bloß weg. Trotzdem hatten sich ein chinesischses Restaurant, und eine typische Berliner Stampe hier nieder gelassen. Die Kneipe, wie meist, eher deprimierend als heimelig. Besucht von den üblichen Zille-Desperados, die ich aus irgendeinem Grunde immer in dem Schauspieler Wolfgang Völz verkörpert sehe.
An der Hauswand leuchtete eine Neonreklame. Der bekannte Schultheiss-Schriftzug. Zusammengesetzt aus Einzelbuchstaben, von oben nach unten zu lesen.
Irgendwann, als ich in der Gegend zu tun hatte, bemerkte ich, dass gleich mehrere Buchstaben ausgefallen waren. SCH EISS BIER  stand da (wahrheitsgemäß).
In dieser trostlosen Ecke schien das niemandem weiter aufzufallen. Die verdreckte Leuchtreklame, deren verbliebene Lettern zudem noch unterschiedlich schwach funzelten, jedenfalls wurde monatelang nicht in Stand gesetzt. Im Gegenteil. Es kam noch ärger:
wieder einmal war ich am Zoo unterwegs. Leichte Vorfreude beflügelte meine Schritte. Da wurden alle Erwartungen noch ein Mal übertroffen. Als ich um die düstere und laute Ecke bog stand dort:

SCH ISS BIER
Im Ernst.
Der einzige Buchstabe, der noch hätte ausfallen können, um weiterhin Sinn zu ergeben, war nun auch futsch.
Heute steht gar nichts mehr da.
Aber der Stern, auf dem alten Mercedes-Haus, der dreht sich noch. immerhin.

Klassenfahrt

Klassenfahrten habe ich nie gemocht. Genau so wenig wie Schulsport.

Bundesarchiv Bild 183-N0912-0304, Neubrandenbu...

(Photo credit: Wikipedia)

Es war mir zuwider, wenn sich verschwitzte. dampfende Menschen, auszogen und ihre käsigen Körper, deren madenartige Nacktheit mich ekelte, vor meinen Augen mit großen, ausholenden Bewegungen einseiften. Schenkel, Achseln, Brüste. Später balancierten sie mit gespreizten Beinen, umständlich auf den Zehenspitzen und zogen sich das Handtuch mehrfach durch den Schritt. Vor und zurück. Danach trockneten sie unter ächzenden Verrenkungen die rückwärtige Spalte, und zu guter Letzt popelten sie zwischen ihren Zehen herum, bevor sie ihre Füße wieder in die alten Socken und die miefenden Schuhe zwangen. Die Verklemmten waren mir da lieber, obwohl auch deren Umgang mit Körper mich peinlich berührte. Außerdem wollte ich mit soviel ungebetener Nacktheit nichts zu tun haben.
Bis heute bin ich keine Kandidatin für den FKK-Strand, oder die Sauna.
Haut gefällt mir wohldosiert und privat am Besten.
Dann die Gruppendynamik. Gemeinsames Kichern, Johlen, sich verbrüdern. Intime Geschichten heraus posaunen. Sich einen Prügelknaben suchen, den man die ganze Reise über immer wieder anzählt,
bloßstellt, demütigt.
Die weniger autoritären Lehrerinnen wurden gepiesackt, wo es nur ging. Ausgelacht, verhöhnt, zur hilflosen Verzweiflung getrieben. Demontiert.
Bei der Abschlussfahrt nach Paris, wir waren ein Französisch-Leistungskurs, führte sich ein Großteil der Horde so auf, wie man es von Deutschen erwartet: laut, polternd und unsensibel.
Kaum hatten wir Notre Dame erreicht, rannten die Jungens (hat man die so genannt?) auch schon zu den afrikanischen Händlern, die vor der gotischen Kathedrale Schlapphüte aus Leder verkauften. Nach kurzem Feilschen hatte jeder von ihnen, bis auf den Blindschachspieler, einen Hut auf dem Kopf.
-Höhö, die sinn bestimmt mit Elefantenpisse gegerbt!
-Quatsch, da habbe die selbä druffgepisst! Harharhar!
Um Straßenmusiker, bildeten sie reflexartig einen Kreis und hotteten, mit ungelenkem Enthusiasmus,
bemüht connaisseurhaftem Gesichtsausdruck und taubenartigem Kopfrucken, ab. Dabei blieben die Hüften, um die sie ihre Pullover gebunden hatten, starr und fast unbewegt. Stattdessen verlagerten sie das Gewicht von einem Fuß auf den anderen, und wippten, mit leicht gebeugten Knien, wie ein hospitalisiertes Kleinkind im Laufstall, das die Windeln voll hat. Den Takt zu treffen gelang nicht immer.
Es wurde auch übermäßig viel Alkohol getrunken. Komasaufen war ja damals noch nicht. Aber zum
Im-Hohen-Bogen-Kotzen, und zu jeder Menge verbalen Entgleisungen hat es spielend gereicht.
Natürlich gab man sich die Kante nicht mit Rotwein, sondern mit Sangria oder selbst mitgebrachtem Apfelkorn. Den Alkopops von früher. Rülpsen, furzen, grölen.
Was hab ich mich geschämt, wenn ich in dieser Zwangsgemeinschaft unterwegs sein musste. Auf gar keinen Fall wollte ich mit ihnen in Verbindung gebracht werden. Gesenkten Hauptes lief ich durch eine der schönsten Städte der Welt. So verbrachte ich möglichst viel Zeit in Museen, auf Flohmärkten, bei den Bouquinisten an der Seine und in Bistros bei einem café au lait. Manchmal war auch der
Blindschachspieler dabei. Ein schweigsamer, angenehmer Mensch, der auf eine stille Art sehr komisch und unterhaltsam war.
Wie bei jeder Klassenfahrt, befiel mich bald irgendein körperliches Unwohlsein, so dass ich einen Arzt aufsuchte.
In Paris war mir derartig schlecht (nausée), dass ich zu einem Internisten im zweiten Arrondissement ging. Die Praxis befand sich in der Belle Etage eines palastartigen Altbaus, der an einem lauten Boulevard gelegen war. Über 4 Meter hohe Decken, Stuck, Intarsienparkett, Flügeltüren und originale, durch die Jahre abgenutzte, Art Deco Möbel.
Der Arzt war ein freundlicher, betagter Herr, der ein wenig mit mir plauderte, meine Zunge ansah, und mir dann ein Medikament mitgab, das ich nicht nahm, denn ich war bereits geheilt, als ich die Praxis verließ.
Meine Abscheu gegen Klassenfahrten, verursacht durch die beschriebenen Erlebnisse,  ging soweit, dass ich bei einer Reise ganz auf die Teilnahme verzichtete, und es vorzog statt dessen am Schulunterricht der Parallelklasse teil zu nehmen. Wenigstens konnte ich den Rest des Tages dann ohne Vorgabe gestalten, und musste auch nicht den üblichen Jugendherbergsfraß, geschweige denn meine unerträglichen Mitschüler erdulden.
Nur die Fahrt nach Berlin ist mir in guter Erinnerung geblieben. Es war bitterkalt. Wir hörten Ton,Steine,Scherben, David Bowie und The Stooges, zogen durch Kreuzberg und kifften im Schatten der Mauer.
Macht kaputt, was euch kaputt macht!
Die Luft roch nach Kohleöfen.
Am Nollendorfplatz gab es einen Flohmarkt in einem stillgelegten U-Bahnhof. Dort erstand ich Schallplatten, Stoffe und alte Knöpfe.
In der Garage wurden Klamotten zum Kilopreis verkauft. Alte Lederjacken, zerschlissene Jeans, schwere Gürtel. Jede Menge Nieten, Federn und Pailletten. Ein Paradies.
Dann natürlich der Punk-Himmel, das SO 36.
Sogar in den Dschungel wurde ich eingelassen, und war berauscht von soviel Coolness und Gin.
Ich wusste, dass ich eines Tages in West-Berlin leben würde.
Inzwischen bin ich seit 19 Jahren hier.
Der Dschungel schloss vor 20 Jahren endgültig seine Pforten, und die Mauer war auch schon gefallen, als ich nach Berlin zog. Das SO 36 gibt es noch, und hier wohne ich. In Kreuzberg Süd-Ost. Dort, wo ich immer sein wollte, und das mir bei aller Liebe auch mächtig zum Hals raushängt.
Bin gespannt, ob ich hier jemals weg komme.
Gestern in der Friedrichstraße, am Checkpoint Charly, und später beim Holocaust-Mahnmal habe ich sie mal wieder gesehen. Die Grüppchen von Schülern, die durch die Stadt ziehen, von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit. Manche sind laut, andere tragen blinkende Teufelshörner auf  ihren leeren Köpfen. Die Mädchen Shorts, Leggings, Chucks, Berlin-Stoffbeutel, und immer ein iPhone in der Hand, mit dem sie sich gegenseitig fotografieren. Posierend.
Nur ein paar trotten peinlich berührt hinter ihrer Klasse her, schämen sich, und schwören, irgendwann mal allein hierher zu kommen, und zum Studium nach Friedrichshain, Neukölln oder Kreuzberg zu ziehen. Vielleicht sogar auf eine Wagenburg, ein Hausboot, oder in ein Hausprojekt. Mal seh´n.

Bis dahin allerdings, wird sich soviel verändert haben, dass sie der Illusion von der geilsten Stadt der
Welt ein bisschen hinterher trauern, und trotzdem für immer bleiben werden.