
(Brathering. Ich kann es nicht lassen, sie in meinem Kopf immer englisch „Bräsering“ auszusprechen. Eine Unart von mir.)
Wie verprochen gehts heute weiter. Im Fischladen gestern gabs nur ganze Heringe. Da hab ich ganz lieb gefragt, ob ich auch Filets bekommen könnte. Und da der Mann kurz zuckte, meinte ich, ich nähme auch zwei. Nun waren das ganz schön dicke Johnnys. Beide zu einer Mahlzeit wären echt zu viel gewesen. Also gabs sie einmal warm (gestern) und einmal kalt.
Die heutigen hab ich ganz klassisch gewürzt und nach dem Mittagessen noch schnell in die Pfanne gehauen. Dann hab ich einen Sud aus Weinessig, Wasser, Zucker, Lorbeerblatt, Nelke, Senfsaat und Zwiebeln, Salz und Pfeffer aufgekocht und mit etwas Dill zu den abgefetteten Heringsfilets in eine Schüssel gegeben. Abkühlen lassen und in den Kühlschrank damit. Heute Vormittag probierte ich schon einmal ein Stückchen und fand den Fisch echt lecker, aber einen kleinen Tuck zu sauer. Also dachte ich mir: gegensteuern. Und das tat ich mit ein paar schön knusprigen, mit salzigem Karamell überglänzten Pellkartoffeln, die das Saure vom Fisch lecker kontrastierten und beim Draufbeißen herrlich krachten.







Ich ärgerte mich schon, weil es so nicht zu veröffentlichen wäre. Aber dann probierte ich es und fand doch großen Gefallen daran. Zumindest, wenn ich nicht hinschaute. Da das Püree mit den knusprigen Croûtons zusammen so lecker schmeckte (knusprig in weich, buttrig in kartoffelig), genehmigte ich mir eine zweite Portion. Dafür kamen die Knusperstückchen direkt in den Kartoffelbrei und die Spargel mundgerecht noch einmal kurz in die Butterpfanne. Das Arrangement seht ihr oben. Ich bildete mit ein, es war jetzt noch leckerer als vorher!





