jump to navigation

Frei Februar 1, 2012, 21:29

Posted by Lila in Bilder.
trackback

Die Medien haben ihr Versprechen gehalten. Sie haben ihre obsessive Berichterstattung (Sensation: Gilad Shalit geht zum Mülleimer! Sensation: Gilad fährt Fahrrad!) eingestellt, und selbst der hartnäckigste aller Reporter, ein Kerl in scheußlichem schwarzem Hemd, hat Mitzpe Hila irgendwann verlassen. Wir wissen, daß Gilad eine OP an der Hand hat machen lassen, um die Splitter in seiner Hand zu entfernen, die dort seit seiner Gefangennahme für Probleme gesorgt haben.

Er hat sich beim französischen Botschafter bedankt, der wohl die Familie Shalit die ganze Zeit über unterstützt hat.

Wir wissen, daß er manchmal mit seinem Vater an die Betzet beach fährt, eine Entscheidung, die wir gutheißen, da es der schönste Strand des Nordens ist. Er war auch zu Besuch bei der Familie eines Soldaten, der bei seiner Gefangennahme ums Leben kam. Bestimmt keine einfache Begegnung.

Gilad hat sich auch bedankt, bei den vielen Menschen, die für seine Freilassung gekämpft haben. Dabei hat er ein schönes Wortspiel benutzt – „assir“ heißt Gefangener, und „assir toda“ heißt ein dankbarer Mensch – er ist gewissermaßen in Dankbarkeit gefangen, aber ohne jeden negativen Beiklang. Er hat damit gesagt, daß er kein assir mehr ist, aber assir toda, und das sein Leben lang.

Bei diesen Aufnahmen sieht man, wie schüchtern er ist, und daß er wohl noch eine Weile brauchen wird, um sein Trauma zu überwinden. Schüchtern wird er vermutlich sein Leben lang bleiben – ich glaube, seine Mutter ist es auch. Und darum sollte man ihn in Ruhe lassen. Er hat sein Leben wieder, und das ist wunderbar.

Aber gerade hat Quarta mir ein Bild geschickt, das sie auf einer Seite gefunden hat – sie weiß selbst nicht mehr wo. Es hat ihr so gut gefallen.

Wie schön ist dieses Bild. Es macht deutlicher als alle anderen klar, was Freiheit bedeutet. Wie lange muß er sich nach so einem Moment gesehnt haben. Er hat erzählt, daß er während der langen Gefangenschaft immer wieder im Geiste die Wege und Pfade der Umgebung hier abgegangen ist, daß er Mitzpe Hila und die Umgebung auf Papier gezeichnet hat, das man ihm gegeben hat, detaillierte Pläne, die er in seiner Phantasie entlanggelaufen ist. Jetzt kann er es wirklich tun. Gott sei Dank.

Kommentare»

Avatar von Malte S. Sembten 1. Malte S. Sembten - Februar 10, 2012, 2:06

Jetzt kann er es wirklich tun. Gott sei Dank.

!!!!!!!!!!

Avatar von Tina Abygaile 2. Tina Abygaile - Februar 12, 2012, 19:46

… Das Foto ist wohl aus Facebook … 😉 und ich hoffe, dass der arme Bengel jetzt wirklich mal ohne Reporter aufs stille Örtchen darf. Liebe Grüße aus TLV in den Norden (…wo ich eigentlich viel lieber bin)

Shavua tov

Avatar von Lila 3. Lila - Februar 12, 2012, 20:29

Facebook? Typisch Quarta.

Am hartnäckigsten war Yossi Mizrahi vom Channel 2. Der hätte wohl am liebsten in Mitzpe Hila ein Haus gekauft, nur um dabei zu sein, wenn Noam Shalit den Mülleimer rausbringt. So ein Nudnik.

Ja, der Norden ist schön. Heute war es so herrlich windig, die Wellen gingen wahnsinnig hoch. Hach.


Hinterlasse einen Kommentar

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten