Salzburg lag in Bruneck dank Peter Schneider (18.) lange zwar nur 1:0 in Führung, aber doch auf Kurs Spiel fünf. Zumindest bis zur 37. Minute. Dann kam das 1:1 durch Tommy Purdeller und ein offener Schlagabtausch im Schlussabschnitt, die Overtime war die logische Folge.
Auch dort hielten sich die beiden Teams lange in Schach, erst in der dritten Verlängerung konnte Pustertal die Entscheidung zu seinen Gunsten herbeiführen. Es ist eine herbe Enttäuschung für die Salzburger, die zuletzt viermal den Titel holten und erst zum zweiten Mal nach 2012 im Viertelfinale scheiterten.
99ers souverän weiter
Mit einem Glanzauftritt gegen den VSV stürmten die 99ers ins Halbfinale. In der mit 4.100 Zuschauern ausverkauften Villacher Stadthalle schrieben die Gäste erstmals in der fünften Minute an. Lukas Haudum nutzte nach Scheibenverlust die Chance zum 1:0 und brachte damit eine Lawine ins Rollen.
Chris Collins, Nick Swaney und Kevin Conley erhöhten in der siebenten und achten Minute innerhalb von 87 Sekunden auf 4:0 und hatten damit eigentlich schon die Vorentscheidung herbeigeführt. Der VSV fiel förmlich auseinander, Kasper Kotkansalo (13.) und wieder Conley (16.) beseitigten noch vor der ersten Drittelpause die letzten Zweifel.
Im Mittelabschnitt ließen es die 99ers dann etwas ruhiger angehen, der VSV zeigte Moral und kam durch Adam Helewka (29.) und Brett Budgell (40.) zu zwei Ehrentreffern. Am Score änderte sich danach nichts mehr, die Grazer fixierten ungefährdet ihre dritte Halbfinal-Teilnahme überhaupt und die erste seit 2019.
Fehervar gleicht gegen KAC aus
Alles offen ist indes nach der zweiten Partie zwischen Fehervar und dem KAC. Die wegen Zusammenbruchs von KAC-Akteur Jordan Murray in Spiel eins verschobene Serie steht nach einem 2:1-Heimerfolg der Ungarn 1:1. Die frühe Führung durch Marcel Witting (5.) war zu wenig, im Mitteldrittel kassierten die Kärntner zwei Gegentreffer und kamen in einer Partie auf Augenhöhe nicht mehr zurück. Das dritte Spiel steigt am Donnerstag in Klagenfurt.
Ljubljana steht indes nach einem 4:0-Heimerfolg über Bozen knapp vor dem Einzug ins Halbfinale. Am Donnerstag können die Slowenen in Südtirol den Aufstieg fixieren.
Win2day ICE Hockey League, Play-off-Viertelfinale
Dienstag:
Pustertal – Salzburg 2:1 n. 3. V.
(0:1 1:0 0:0 / 0:0 / 0:0 / 1:0)
Bruneck, 3.100;
Tore: Purdeller (37.), Andergassen (106.) bzw. Schneider (18.)
Strafminuten: 10 bzw. 14
Endstand in der „Best of seven“-Serie: 4:0
VSV – Graz 2:6
(0:6 2:0 0:0)
Villach, 3.300;
Tore: Helewka (29./SH), Budgell (40./PP2) bzw. Haudum (5.), Collins (7.), Swaney (7.), Conley (8., 16.), Kotkansalo (13.)
Strafminuten: 10 bzw. 8
Endstand in der „Best of seven“-Serie: 0:4
Fehervar – KAC 2:1
(0:1 2:0 0:0)
Szekesfehervar, 3.200;
Tore: Mihaly (25.), Erdely (29./PP) bzw. Witting (5.)
Strafminuten: 11 bzw. 11
Stand in der „Best of seven“-Serie: 1:1
Ljubljana – Bozen 4:0
(0:0 3:0 1:0)
Ljubljana, 4.000;
Tore: Quince (22./PP), Drozg (37.), Kapel (40.), Pance (57.)
Strafminuten: 42 bzw. 22
Stand in der „Best of seven“-Serie: 3:1