Theorie

Orientalischer Kichererbsensalat

Wie schon beim Rezept für die Falafel erwähnt, sind die Rezepte auf diesem kleinen Blog neuerdings zum Teil verdächtig „gesund“.

Das hat damit zu tun, dass ich mittlerweile in einem Alter bin, bei dem das Ableben signifikant näher ist als die Geburt.

(Kurzer in diesem Zusammenhang völlig irrelevanter aber interessanter Exkurs zum Thema „mehr oder weniger weit weg“: im Pazifischen Ozean gibt es den so genannten „Point Nemo“. Das ist diejenige Stelle im Meer, die am weitesten von Land entfernt ist, nämlich 2.700 Kilometer. Die Astronauten in der ISS sind damit, wenn sie den Point Nemo überfliegen, in der Regel diejenigen Menschen, die dem Point Nemo am nächsten sind.

Das liegt daran, dass Schiffe und Flugzeuge dieses Areal meiden. Denn in Notfällen gibt es nahezu keine Hoffnung auf Hilfe. Exkurs zum Exkurs: solltest Du irgendwann mal eine Durchsegelung des Pazifik in Angriff nehmen und wider besseren Wissens eine Route über den Point Nemo planen, schau hin und wieder mal kritisch nach oben. Aufgrund der „Menschenleerheit“ dieses Gebietes nutzen es die Großmächte gerne, um ihren Weltraumschrott dort abstürzen zu lassen. Exkurs Ende.)

Wo war ich?

Genau – gesund!

Dieser Salat ist gesund, absolut köstlich und durch die Kohlenhydrat-reichen Kichererbsen sehr sättigend.

Win – win – win, also.

Was ist Harissa?

Harissa ist eine Gewürzmischung aus dem nordafrikanischen Kulturkreis, die ihren besonderen Charakter durch Koriander, Paprika, Kreuzkümmel, Kümmel und Chili bekommt.

Du kannst sie fertig kaufen aber auch einfach selber machen.

Wenn Du sie selber herstellen willst, nimm folgende Zutaten (alles als Pulver):

1 TL Kreuzkümmel
1 TL Koriander
1 TL Kümmel
1 TL Paprika, geräuchert
1 TL Paprika, edelsüß
1 TL Knoblauch
1/2 TL Pfeffer
1-2 TL Salz
1 TL Chiliflocken

Du mischt alle Zutaten miteinander – fertig.

Wenn Du eine Paste herstellen willst, gibst Du 4-5 fein gewürfelte Knoblauchzehen, 1-2 EL Zitronensaft und ca. 60-70 Gramm Olivenöl dazu.

Welcher Feta ist am besten geeignet?

Grundsätzlich funktioniert jeder Feta aus dem Supermarkt. Solltest Du einen türkischen Lebensmittelhändler in erreichbarer Nähe haben, ist es eine gute Idee, dort cremigen Feta zu kaufen. Der ist in der Regel deutlich leckerer als die Standardware aus dem Supermarkt.

Variationsmöglichkeiten

Vor allem beim Gemüse ist das Rezept sehr flexibel. Stangensellerie passt sehr gut, gewürfelter Apfel ebenso, Möhren und Kohl auch.

Wenn Du keinen Koriander magst, kannst Du den Koriander entweder komplett weg lassen oder durch Dill ersetzen.

Grundsätzlich gilt: je knackiger das Gemüse desto besser, insbesondere, wenn Du den Salat in größeren Mengen vorbereiten und ihn schrittweise aufessen willst.

Orientalischer Kichererbsensalat

Zutaten
  

Für den Salat

  • 1 Paprika, gelb/ rot, gewaschen, entkernt und gewürfelt
  • 1 Handvoll Cocktailtomaten, gewaschen und geviertelt
  • 1/2 Rote Zwiebel, in Ringe geschnitten
  • 3 EL Granatapfelkerne
  • 1/2 Bund Petersilie, gewaschen und klein gehackt
  • 1/2 Bund Koriander, gewaschen und klein gehackt
  • 1 Glas Kichererbsen, gekocht, 400g Abtropfgewicht
  • 4-5 Knoblauchzehen, frisch, geschält und gewürfelt
  • 2 cm Ingwer, frisch, geschält und gewürfelt
  • 100 g Feta, cremig, in Würfel geschnitten
  • 2-3 TL Harissa

Für das Dressing

  • 4 EL Olivenöl
  • 2 EL Apfelessig
  • 1 TL Honig
  • 1 TL Senf
  • Salz, Pfeffer

Anleitungen
 

Für den Salat

  • Knoblauch, Ingwer, Zwiebeln und Harissa bei milder Hitze in einer Pfanne mit etwas Olivenöl anbraten und mit Gefühl 10-15 Minuten schmurgeln lassen. Dadurch aktivierst Du die Gewürze und milderst die Schärfe von Zwiebeln, Ingwer und Knoblauch. Achte darauf, dass das Ganze nicht zu dunkel wird.

Für das Dressing

  • Alle Zutaten mischen und mit einem Schneebesen zu einer Emulsion verarbeiten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken

Anrichten

  • Alle Zutaten sowie Dressing und Zwiebel-Ingwer-Knoblauch in eine Salatschüssel geben und gut durchmischen.
    Mit Salz und Pfeffer, Zitrone (und bei Bedarf etwas mehr Harissa) abschmecken.

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