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Erdnussbutter-Chili-Nudeln

Asiatisches Comfort Food, zubereitet in knapp 15 Minuten? Wer könnte da nein sagen 😉

Ich nicht und unsere Gäste ebenfalls nicht (gut, die hatten keine Wahl 😂)

Aber im Ernst, die Nudeln sind in weniger als fünf Minuten gar und alle anderen Zutaten werden mit sehr heissem Öl übergossen und garen damit in Sekundenschnelle. Und wie der Name Comfort Food andeutet, es schmeckt köstlich. Also,🥢bereit legen und los!

Zutaten:

dicke Nudeln (ich: Udon)
Erdnussbutter
Chili Flocken (optional)
Frühlingszwiebeln gehackt
Sesam Samen
Knoblauch, fein gehackt
Chili Öl
Reis Essig
Soja Sauce
Pflanzenöl

Zubereitung:

1. die Nudeln al dente kochen
2. Erdnussbutter, Chili Flocken, Frühlingszwiebeln, Sesam, Knoblauch, Chili Öl, Reisessig und Sojasauce in eine kalte Pfanne geben
3. das Planzenöl stark erhitzen und vorsichtig über die anderen Zutaten giessen, die Nudeln dazugeben und gut mischen
4. noch Pastawasser nach Bedarf zufügen, bis sich alles schön verbindet
5. mit gehacktem Grün von Frühlingszwiebeln und etwas Limettensaft garnieren

oder mit Fleisch (Sot l’y laisse = Pfaffenstückchen)

Spinatkuchen

Der «Gâteau aux Épinards de Neuchâtel» ist die regionale Variante einer Spinatwähe aus Neuenburg. Herzhaft und einfach zubereitet gelingen diese Art von Wähen, Kuchen oder Quiches – die Namen variieren bekanntlich je nach Herkunft – eigentlich immer.

Zutaten:
Kuchenform von ø 26 cm

Teig
275 gr Mehl
125 gr Butter
1 Prise Salz
etwas Butter für die Form

Belag
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 – 3 EL Butter
600 gr frischen Spinat
50 gr Sbrinz
150 gr Raclettekäse
Salz & Pfeffer aus der Mühle
frisch geriebene Muskatnuss

Guss
2 Eier
1 EL Rahm
Salz & Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

1. das Mehl in eine Schüssel geben, die Butter in kleinen Stücken, das Salz und 4 Esslöffel Wasser hinzufügen und alles gründlich zu einem Teig verkneten. Den Teig 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Den Backofen auf 220° C vorheizen
2. die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken und in der Butter dünsten. Den Spinat hinzufügen und mitdünsten, bis er in sich zusammenfällt. Mit den Gewürzen abschmecken. Etwas abkühlen lassen
3. den Sbrinz und den Raclettekäse grob raffeln und mit dem Spinat vermischen. Eine Kuchenform von 26 cm Durchmesser mit Backpapier belegen, den Rand einfetten und die Form mit dem Teig auskleiden. Den Spinat auf dem Teig verteilen
4. für den Guss alle Zutaten miteinander vermischen und über den Spinat geben. Den Kuchen im vorgeheizten Ofen rund 30 Minuten backen

Aus dem Buch Helvetia Vegetaria, Rezept von Carlo Bernasconi.

Australien

Kunst auf einem Garagentor

Uff … endlich haben wir es geschafft! Im dritten Anlauf wurde unsere, schon vor Covid angedachte, fünfwöchige Australien Reise Tatsache.

Perth

Angefangen haben wir im wunderschönen und sehr relaxten Perth, wo die Menschen sehr offen und unglaublich freundlich sind.

ein Quokka (Kurzschwanzkänguruh)

Ausflüge nach Margaret River (Leeuwin Estate hat ein wunderbares Restaurant), …

Binnensee auf Rottnest Island

… Rottnest Island (ich merke einmal mehr, dass Velo fahren nicht mein Ding ist 😉 ) und …

Pinnacles National Park

… auch unbedingt zu diesem faszinierenden Naturwunder!

Glenelg bei Adelaide

Auch Adelaide hat uns gefallen, …

Barossa Valley

… mir natürlich vor allem das nahe Weingebiet 🍷🍷🍷

Nachthimmel ohne Lichtverschmutzung

Auf Kangaroo Island hat uns der Nachthimmel sehr beeindruckt, aber auch, wie schnell sich die Natur von den verheerenden Bränden (2020) erholt hat.

menschenleere Strände

Das waren erholsame und …

Remarkable Rocks

… beeindruckende Tage.

süss, aber faul

Koalas haben wir immer wieder in den Eukalyptus Wäldern entdeckt. Die eher nachtaktiven Känguruhs leider zu oft bloss überfahren am Strassenrand 🙈

ein Koala Füsschen

Uluru oder Ayers Rock

Der Uluru, der Sandsteinmonolith mitten im Outback, hat uns im Sonnenschein begrüsst …

Glamping fom Feinsten

… aber nach dem ersten guten Eindruck …

etwa so sollte es sein

… hat sich die Sonne dann verzogen und wir gehören zu dem einen Prozent der Besucher, die Wasserfälle am Ayers Rock bewundern durften 🤷🏼‍♂️

Melbourne

Melbourne präsentierte sich dafür bei schönstem Wetter und war ebenfalls höchst attraktiv und spannend.

Hafen von Melbourne

ein Must:

Ein absolutes Highlight waren die zwölf Apostel, von denen allerdings bloss noch acht zu bewundern sind (abgesehen davon, dass es nie zwölf waren!).

Die zwölf Apostel

The Three Sisters

Und in den Blauen Bergen nördlich von Sydney zeigten sich die drei Schwestern im schönsten Abendlicht.

Sydney: Leider 24h Regen

Wir haben den tollen Fish Market besucht und in einem der besten Fisch Restaurants (der Welt!) gegessen. Mehr dazu hier 😋

der Fish Market ist sensationell

wenn die Sonne auf das Opera House scheint!

Sydney gehört auch 40 Jahre nach dem Erstbesuch immer noch zu unseren Lieblings-Städten. Eine tolle Lage, angenehmes Klima, tolle Restaurants, Kultur, Strände … wir haben die wenigen Tage voll ausgekostet!

Bondi Beach

Bondi ist einer der schönsten Stadt-Strände die ich kenne (San Sebastian ist auch nicht übel 😉 ).

man kann sich nicht sattsehen

Ach Australien, wärst du bloss nicht so weit weg, wir würden öfter kommen 🥰😎

Kalbsnierstück mit Pfefferrahmsauce

Ein Kalbsnierstück ist ein ganz tolles Stück Fleisch und braucht nicht viel, um zu glänzen – aber die Details müssen stimmen. Klassisches Kurzbraten, im Ofen auf die perfekte Kerntemperatur bringen und dann noch Arrosieren (Übergiessen) in Knoblauch-Rosmarin-Butter für das Aroma – easy.
Die Sauce dazu ist ein Evergreen: Grüner Pfeffer, Kalbsfond und Rahm. Wichtig ist hier das Einkochen, damit die Sauce Bindung bekommt, ohne dass man mit Mehl nachhelfen muss. Die Schärfe der eingelegten Pfefferkörner harmoniert bestens mit der Milde des Kalbfleischs und der Cremigkeit des Rahms.

Ich liebe es! 😋

Zutaten:
für 4 Personen

500 gr Kalbsnierstück (je nach Appetit auch mehr)
Salz und Pfeffer
Bratbutter
Sauce
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
etwas Cognac
2 EL grüne Pfefferkörner (eingelegte)
2 dl Kalbsfond
2 dl Rahm
Butter
Finish
2 EL Butter
2 angequetschte Knoblauchzehen
1 Rosmarinzweig

Zubereitung:

1. das Kalbsnierstück rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen. Mit Salz und Pfeffer würzen und gleichzeitig den Backofen auf 100° C vorheizen
2. in einer schweren Pfanne Bratbutter stark erhitzen. Das Fleisch rundherum goldbraun anbraten (ca. 4 Minuten). Anschliessend das Fleisch im Ofen bis auf eine Kerntemperatur von ca. 56° C bringen. Das Fett aus der Pfanne tupfen, sie aber nicht reinigen!
3. wenn das Fleisch die Kerntemperatur erreicht hat, in der Bratpfanne 2 EL Butter aufschäumen, die angequetschten Knoblauchzehen und den Rosmarin zugeben. Das Fleisch zugeben und die schäumende Butter immer wieder über das Fleisch löffeln. Danach das Fleisch aus der Pfanne nehmen und warm ruhen lassen (Alufolie oder bei 60 °C im Ofen)
4. im Bratensatz die fein gewürfelte Schalotte und den Knoblauch dünsten. Die grünen Pfefferkörner kurz mitdünsten. Mit Cognac ablöschen und diesen beinahe vollständig einkochen lassen. Den Kalbsfond zugeben und auf die Hälfte einkochen lassen
5. den Rahm dazugeben und weiter köcheln, bis die gewünschte Saucenkonsistenz erreicht ist. Optional: Vor dem Servieren ein Stückchen kalte Butter unterrühren für einen schönen Glanz

Rüebli geschmort mit Kräuteröl

Rüebli können mehr als nur eine einfache Beilage sein!

In diesem Rezept steht das Wurzelgemüse im Zentrum, wobei wir das Aroma gleich mehrfach intensivieren: Einerseits durch das lange Schmoren in Butter und Steinpilzfond, andererseits durch einen extrem stark eingekochten Rüeblisaft, der am Ende als konzentrierte Essenz darübergeträufelt wird.
Den nötigen Kontrast zur Süsse liefern die Säure der Schwedenmilch (ich: eine Mischung aus Buttermilch und Rahm) sowie die würzige Tiefe der Misopaste. Zusammen mit dem Crunch des Spicy Granolas und einem frischen Kräuteröl ergibt das ein vegetarisches Gericht mit beachtlicher Geschmackstiefe, das keine weiteren Begleiter braucht.

Wer es noch auf die Spitze treiben will, der macht das Kräuteröl aus einem neutralen Pflanzenöl und dem Grün der Rüebli 😉

Fazit von unseren Gästen, der besten Ehefrau von allen und mir: Schmeckt!

Zutaten:
für 4 Personen

5 dl Rüeblisaft
15 gr getrocknete Steinpilze (oder Spitzmorcheln)
4-6 grosse, dicke Rüebli
1 Bund Frühlingszwiebeln
3 Knoblauchzehen
4 grössere Thymianzweige
2 EL Butter
Salz
Pfeffer
2,5 dl Schwedenmilch (ich habe 3 Teile Buttermilch mit 1 Teil Vollrahm vermischt)
1 EL Misopaste
Shisokresse oder eine andere leicht scharf-würzige Kressesorte
4 EL Spicy Granola
Kräuteröl

Zubereitung:

1. Rüeblisaft sehr stark einkochen, zum Schluss sollen nur noch 4 EL, also etwa 60 ml übrigbleiben. Zur Seite stellen (er kommt erst ganz am Ende wieder zum Einsatz, wenn er auf die fertig geschmorten Rüebli geträufelt wird)
2. die Pilze mit 1 dl kochendem Wasser übergiessen, stehen lassen
3. Rüebli sehr sauber waschen, gut abtrocknen. Frühlingszwiebeln putzen, die hellen Teile in 2 cm lange Stücke schneiden, dunkelgrüne Stücke in feinere Ringe schneiden. Knoblauchzehen mit Schale leicht quetschen
4. die Butter in einem Schmortopf (oder in einem anderen schweren Topf) aufschäumen lassen, Knoblauch und Rüebli bei mittlerer Hitze 5 Minuten in der Butter braten. Thymianzweige und Frühlingszwiebelstücke zugeben, mit Salz und Pfeffer würzen. Kurz weiter braten
5. dann die Pilze aus dem Einweichwasser nehmen, ausdrücken. Rüebli mit dem Pilzwasser ablöschen – am besten durch ein feines Teesieb in den Topf giessen. Pilze ebenfalls zugeben, zudecken und auf dem Herd etwa 1 Stunde schmoren, nach etwa 30 Minuten sollte kaum noch Flüssigkeit im Topf sein, dann etwas Schwedenmilch zugeben, weiter schmoren und nach und nach bis auf 4 EL die restliche Schwedenmilch in den Topf geben.
6. Rüebli aus dem Topf nehmen, die Sauce mit Mispopaste abschmecken, 4 EL Petersilienöl zugeben, aber nicht richtig verrühren. Rüebli in Scheiben schneiden mit Kresse, Sauce, Rüeblisaft und einem Klecks frischer Schwedenmilch anrichten. Mit Spicy Granola bestreuen

Das Originalrezept fand ich hier.

Ich hoffe, ihr hättet genau dieses Rezept nicht schon zu Ostern gebraucht …