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Dinkelvollkorn - Bärlauchbrötchen

Hallo Zusammen

Hach waren das nicht herrliche Sonnentage…Heute ist allerdings grau und regnerisch. Und die Wetteraussichten für die nächsten Tage sind leider alles andere als rosig. Kalt soll es wieder werden, ach nein:(
Nun ja, damit wir uns wenigstens etwas die Frühlingsstimmung aufrechterhalten können, gibt es heute Bärlauchbrötchen. Sie sind so einfach, dass sie beim ersten Versuch gelingen. Es kann nicht viel schief gehen, außer natürlich die Hefe geht nicht auf.

Dinkelvollkorn - Bärlauchbrötchen,

Wahrscheinlich sind die meisten von euch viel bessere Hefeexperten als ich. Für die, die sich nicht so gerne an Hefe trauen, oder noch nicht viel damit probiert haben ein paar Tipps und Tricks. Bei frischer Hefe, müsst ihr immer normalen Zucker verwenden. Nur mit dem Haushaltszucker wird die Hefe genährt und kann richtig schön aufgehen. Wenn ihr Trockenhefe verwendet, spielt die Art von Zucker oder Austauschzucker dagegen keine Rolle. Damit die Hefe auch wirklich geht, verwendet immer lauwarmes Wasser. Lauwarm! Zu heiß und die Hefe stirbt, zu kalt und die Hefe wird nicht aktiviert. Manche sagen es reicht auch Zimmertemperatur, bei mir hat das bisher nie funktioniert also erwärme ich die Milch oder das Wasser immer kurz. Ich teste mit einem Finger wie warm die Milch ist, sie sollte nicht wärmer als Körpertemperatur werden! Die Gehzeit ist sehr individuell und es sollte nicht nach der genauen angegebenen Zeit gewartet werden. In einem kälteren Raum dauert die Gehzeit länger, es kann sogar doppelt so lange gehen, als in einen warmen Raum. Genauso kann ein Zopf den ihr im Winter backt vielleicht 2 Stunden Gezeit benötigen und im Sommer nur eine. Deswegen haltet euch nicht allzu sehr an die Stundenangaben, sondern an die Beschreibung. Wenn der Teig doppelt so groß werden sollt, wartet einfach bis er wirklich doppelt so groß ist. Ein toller Trick, der aber leider nicht mit jedem Backofen funktioniert, ist ihn in den ausgeschaltet Backofen zu stellen und nur das Licht anzuschalten. Das ergibt eine kuschlige Umgebung für den Teig in dem er schnell aufgeht. Stellt den Teig auch bitte nicht in Durchzug, sondern in einen geschützten Raum oder Ecke. Noch ein letzter Tipp: Habt ihr eine Küchenzeilenplatte aus Marmor oder anderem kalten Stein? Dann verarbeitet ihn nach dem aufgehen nicht darauf, sondern auf einem Holzschneidebrett oder ähnlichen. Die Kälte der Platten kann die ganze schöne Arbeit zerstören und danach geht eurer Teig nicht mehr weiter auf.
So, nun aber zum Rezept...

Dinkelvollkorn - Bärlauchbrötchen,

 Dinkelvollkorn - Bärlauchbrötchen
  • 500 g Dinkelmehl, Vollkorn
  • 350 g lauwarmes Wasser
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 1/2 TL Salz
  • 1 Bund Bärlauch, ca. 100 g
  1. In einer großen Schüssel das Mehl, Salz und die Trockenhefe geben und verrühren.
  2. Den Bärlauch waschen, trockentupfen und in sehr feine Streifen schneiden.
  3. Das Wasser erwärmen, zur Mehlmischung geben und zu einem Teig verarbeiten.
  4. Zuletzt den Bärlauch dazugeben und unterkneten.
  5. Den Teig nun mit einem feuchten Tuch abdecken und mindestens eine Stunde gehen lassen. Ihr könnt den Teig auch in das oberste Fach eures Kühlschrankes stellen und ihn über Nacht gehen lassen.
  6. Wenn der Teig auf doppelte Größe gewachsen ist, ihn auf eine bemehlte Fläche geben und nochmals durchkneten. Nun 6 – 8 gleichgroße Brötchen darauf formen.
  7. Die Brötchen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und nochmals etwas grösser werden lassen. Das braucht je nach Zimmertemperatur 15 – 30 Minuten.
  8. Nun in den auf 200°C vorgewärmten Backofen geben und für 15 Minuten backen. Danach die Temperatur auf 180°C herunterdrehen und weitere 5 – 10 Minuten ausbacken.
  9. Wer mag kann die Brötchen noch lauwarm servieren.
Selbstverständlich könnt ihr anstelle des Bärlauches auch jedes andere Gewürz verwenden, Bärlauch ist ja leider immer nur sehr kurz verfügbar. Ich finde die Brötchen sehr lecker mit Thymian und Rosmarin! Das Dinkelmehl kann durch Weizenmehl, oder eine andere Mehlmischung ausgetauscht werden!

Dinkelvollkorn - Bärlauchbrötchen,

Die Brötchen schmecken köstlich als Beilage oder z.b. mit Hummus bestricken=)
Ist bei euch das Wetter auch wieder so trübe geworden?
Love, Krisi

Afrikanischer Süsskartoffel - Erdnusseintopf

Hallo Zusammen

Bevor euch alle die richtige Frühlingslust packt, und damit auch die Lust auf leichte Gerichte, habe ich heute nochmal ein unverschämt leckeren Eintopf für euch! Genauer einen afrikanischen Erdnusseintopf. Der spuckte schon lange in meinem Kopf und ich bin so froh das ich es endlich probiert habe.  Ich war selber überrascht wie gut es mir schmeckt, weil ich ehrlich gesagt nicht mal ein Erdnussfan bin. Sehr selten habe ich Lust auf Erdnüsse und die Erdnussbutter hat vor diesen Rezept von mir überhaupt keine Beachtung bekommen. Jetzt ist das anders, seither habe ich sie in vielen anderen Rezepten eingesetzt. 

Erdnusseintopf

 Aber am allerbesten schmeckt sie mir noch immer in diesem afrikanischen Erdnusseintopf.
Star in diesem Eintopf sind ganz klar die Süßkartoffel und die Erdnussbutter. Beides zusammen macht die Soße richtig cremig, ich könnte mich da rein legen, so gut schmeckt es mir! Es ist sehr einfach zu kochen und braucht wenige Zutaten. 

Erdnusseintopf

 Afrikanischer Erdnusseintopf
  • 1 Fenchel
  • 400 g Süßkartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 1 TL Chili
  • 1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 Msp Zimt
  • 150 ml Gemüsebrühe
  • 1 Dose gehackte Tomaten
  • 1 Dose Kidneybohnen
  • 1 Handvoll Erdnüsse, unverarbeitet
  • 1 EL Erdnussbutter, ungezuckert
  • Salz, Pfeffer
  1. Den Fenchel waschen und in kleine Stücke schneiden. Die Süßkartoffel, Zwiebel und den Knoblauch schälen. Süßkartoffel in gröbere Stücke, Zwiebel und Knoblauch in kleine Stücke oder feine Schneiben schneiden.
  2. Die Zwiebel und den Knoblauch in einem Topf geben und anbraten. Tomatenmark und die Gewürze (Zimt, Chili, Kurkuma, Kreuzkümmel) dazugeben und kurz mitdünsten. Die Süßkartoffel hinzufügen und mit der Brühe ablöschen. Die gehackten Tomaten dazugeben und zugedeckt 10 Minuten köcheln lassen.
  3. Nach 10 Minuten den Fenchel zum Topf geben und weitere 15 Minuten köcheln lassen.
  4. Währenddessen die Nüsse schälen und klein hacken. Die Kidneybohnen abgießen und gründlich waschen.
  5. Nach 15 Minuten die Kidneybohnen und Erdnussbutter zum Eintopf geben und weitere 5 Minuten köcheln lassen.
  6. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, gegebenenfalls nochmals mit den anderen Gewürzen nachwürzen.
  7. Mit den gehackten Erdnüssen bestreuen und servieren.
Das Gemüse könnt ihr natürlich nach belieben austauschen. Es passen Paprika, Blumenkohl, Spinat, Mangold, Zucchini, Weiße Bohnen oder auch Kichererbsen. Ihr könnt nach belieben mehr oder weniger Erdnussbutter dazugeben, probiert einfach wie es euch am Besten schmeckt.  

Erdnusseintopf
Mögt ihr Erdnüsse und/oder Erdnussbutter?
Love, Krisi

Arabisch inspirierter Schmortopf

Hallo Zusammen

Wenn die Temperaturen kälter werden, liebe ich bunte Gemüsepfannen und Schmortöpfe. Ich probiere dabei immer wieder gerne neue Gewürze und neue Geschmäcker. So koche ich wahnsinnig gerne verschiedene indische Gerichte (allen voran Daal) und neu dabei ist die Küche des Nahen Osten. Es gibt in dieser Küche tolle Gewürze und viele Gerichte sind von Natur aus vegan, oder zumindest vegetarisch und dann ganz einfach veganisierbar! Zum Glück gibt es tolle Kochbücher und unendlich viele Rezepte im Internet. Ich war noch nie in Arabien, oder auch der Arabischen Halbinsel, deswegen weiß ich natürlich nicht, inwiefern dieses Rezept authentisch ist. Deswegen ist es einfach davon inspiriert. Ich habe verschiedene Rezepte gesehen, die mich immer wieder angelacht haben, und ich habe dem Ganzen meinen eigenen Dreh gegeben=)

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Arabisch inspirierter Schmortopf, für 2 Personen
  • 1 – 2 Auberginen
  • 2 Schalotten oder 1 rote Zwiebel
  • 500 ml Tomatensoße
  • 1 Tasse Erbsen
  • 1 – 2 TL Harissa
  • Salz, Pfeffer
  • Optional: Minze, klein gehackt
  • 200 g CousCous.
  1. Den Backofen auf 170°C vorheizen.
  2. Den CousCous mit kochenden Wasser übergießen, so viel dass ca. 1 cm mehr Wasser als Körner im Topf sind. Den Deckel darauf geben und zugedeckt bis zum servieren stehen lassen.
  3. Die Auberginen waschen, in dicke Scheiben schneiden und die Scheiben dann in dicke Streifen. Für ca. 15 Minuten in den Backofen geben.
  4. Währenddessen die Schalotten in dünne Streifen schneiden und in einem Topf anbraten.
  5. Mit der Tomatensoße ablöschen, Harissa dazugeben und ca. 15 Minuten einköcheln lassen.
  6. Die Auberginen aus dem Backofen holen und zur Soße dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen nochmals aufkochen. Wer mag gibt jetzt sehr fein geschnittene Minze dazu.
  7. Gemeinsam mit dem CousCous servieren.
Um den Schmortopf ein wenig arabischer zumachen, passen anstelle der Erbsen eigentlich Kichererbsen viel besser, aber ich hatte so Lust auf Erbsen;) Aber lasst euch davon nicht beeinflussen, verwendet das Gemüse das euch gefällt. Zucchini, Kidney Bohnen, Paprika oder ähnliches passt alles wunderbar. Durch die Harissa wird der Schmortopf sehr scharf, deswegen die Angabe von 1 – 2 TL. Wer scharfes Essen nicht so gut verträgt, nimmt lieber nur einen, alle anderen gerne 2 TL.

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Was ist eigentlich eure Lieblingsküche? Ich finde es ja sehr schwer mich festzulegen, tendiere aber schon sehr in die indische, und was ich bisher probiert habe gefällt mir die Küche des Nahen Osten wirklich aus sehr und da werde ich mich noch mehr durchprobieren!

Love, Krisi

Gemüsepfanne mit Kochbananen in Erdnusssoße

Hallo Zusammen

Das ist mein mittlerweile drittes Rezept mit Kochbananen. Das erste war ein Curry, das zweite Grillspiesse und dieses ist nun eine Gemüsepfanne mit unheimlich cremiger Erdnusssoße. Ich finde ja da Kochbanane findet hier zu unrecht viel zu wenig Beachtung. Dabei ist sie sehr einfach zuzubereiten und bringt etwas Abwechslung. Natürlich ist sie leider nicht regional, was wohl einer der Minuspunkte ist..Eigentlich auch der Einzige der mir einfällt. Vielleicht ist auch seine wenige Bekanntheit dem zuzuschreiben, das viele denken sie schmeckt wie eine normale Banane, aber wie ich bereits geschrieben habe ist das nicht der Fall. Der Geschmack erinnert eher an Kartoffeln. Vielleicht hat auch der traurige Trend zu Low-Carb zu weniger Bekanntheit geführt…Wer weiß, wer weiß…Aber ich setzte mich Heldenhaft für die Kochbanane ein.. JA zur Kochbanane…*Faust in die Luft wirbel*
Hach, eine ordentliche Portion Ironie ist manchmal unheimlich befreiend, zu mindestens für mich, vielleicht nicht für euch Leser;) Aber ernsthaft, probiert mal die Kochbanane und schreibt mir dann wie ihr sie findet;)

Das Rezept ist Afrikanisches inspiriert. Dort wird immer wieder mit Erdnussbutter und Erdnüssen gekocht und die Kochbanane ist in manchen afrikanischen Ländern ein grosser Bestandteil in der Küche.

 
Zutaten (große Portion): Zubereitung:
  • 2 reife Kochbananen
  • 1 kleiner Brokkoli
  • 2 kleine Zucchini
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 – 3 TL Erdnussbutter
  • 1 - 2 Tassen Wasser (ca. 200 – 300 ml) 
  • Evtl. 1 TL Stärke
  • Salz, Pfeffer
  • Chili
  • Evtl. etwas Stärke zum Binden der Soße
  • Ca. 1 Handvoll Erdnüsse, ungesalzen und ungeröstet
  1. Die Kochbananen schälen und klein schneiden.
  2. Den Brokkoli und die Zucchini waschen. Den Brokkoli in sehr feine Röschen teilen und die Zucchini in Scheiben schneiden.
  3. Die Erdnussbutter im Wasser auflösen und zur Seite stellen.
  4. Den Knoblauch schälen und ebenfalls klein schneiden.
  5. Eine Pfanne erhitzen und mit 1 EL Wasser den Knoblauch andünsten.
  6. Die Kochbanen und Zucchini dazugeben und kurz mitdünsten.
  7. Mit der Erdnusssoße ablöschen, würzen und ca. 8 Minuten köcheln lassen.
  8. Zum Schluss den Brokkoli dazugeben. Nun auch überprüfen, ob die Soße dick genug ist, ansonsten mit etwas Stärke andicken. Weitere 2 Minuten köcheln lassen.
  9. Die Erdnüsse über die Gemüsepfanne streuen und servieren.

Anstelle des Brokkoli oder der Zucchini passt auch wunderbar Paprika oder Stangensellerie. Ihr könnt natürlich mehr Erdnussbutter verwenden, ich bevorzuge es aber nicht allzu fettig. Die Gemüsepfanne passt wunderbar zu Reis, so habe ich es wie ihr seht auch serviert, ich stelle es mir aber auch sehr gut zu Hirse, Kartoffeln, Quinoa oder Buchweizen vor.


 Ich hoffe ihr hattet schöne Feiertage?

Back in the days - Gemüse-Curry Kenyan-Style

Hallo Zusammen

Vor kurzen habe ich mir mal wieder ein paar Bilder von unserer Zeit in Kenia/Afrika angeschaut, kaum zu glauben das ich nun schon seit 2 Monaten wieder in der Schweiz bin...Nun ja, beim durch klicken ist mir aufgefallen das ich mein letztes Gericht bisher gar nicht gepostet habe. Nämlich ein Curry nach kenianischer Art.
Ich liebe Gemüse-Curry und ich liebe das sie in Kenia sehr in die indische Richtung gehen und damit sehr würzig sind. Am liebsten habe ich mein Gemüse-Curry direkt nach einem Aufenthalt in Nairobi gekocht, da es dort einfach viel mehr Auswahl an Lebensmittel gab und ich so ein buntes Curry kochen konnte. In dem Ort in dem ich gewohnt habe, war die Auswahl sehr klein und hat nicht für ein richtiges Gemüse-Curry gereicht (oder zumindestens nicht so das es eine bunte Pfanne gibt, die nicht allzu langweilig ist;))


Hier ist also etwas nachträglich, mein Rezept für ein sehr geliebtes Curry ala Kenyan-Style:


Ihr braucht:
  • 2 Zwiebeln
  • Öl
  • 1 TL Kümmel
  • 1 TL Senf Samen
  • 3 Kartoffeln
  • 1 TL frischer Ingwer, zerkleinert
  • 1 Knoblauchzehe, gehackt
  • 1 EL Koriander, gemahlen
  • 1 Chilischote
  • 1/2 TL Kurkuma
  • Salz
  • 2 Zimtstangen oder etwas Zimtpulver
  • 6 Knoblauchzehen, sehr fein geschnitten
  • 4 Tomaten
  • Grüne Bohnen (ca. 1 Handvoll), klein geschnitten
  • 3 Karotten
  • 1 Zucchini
  • 1 Tasse grüne Erbsen
Zubereitung:
  1. Alles Gemüse klein schneiden, alle Stücke sollten mundgerecht und ungefähr gleich gross sein.
  2. Nun die Zwiebeln mit Öl in einem Topf andünsten und nach kurzer Zeit den Kümmel und die Senf Samen hinzufügen.
  3. Die Kartoffelstücke dazugeben, gut durch rühren und ebenfalls kurz mitbraten.
  4. Nun die restlichen Gewürze dazugeben und gut rühren, so dass nichts anbrennt. Wenn die Gewürze anfangen zu duften...
  5. ...Alle anderen Zutaten ebenfalls hinzufügen und mit Wasser ablöschen. Das Gemüse sollte mit dem Wasser vollkommen bedeckt sein, aber nicht schwimmen.
  6. Das ganze mit geschlossenem Deckel für ca. 45 Minuten leicht köcheln lassen. Nach 20 Minuten überprüfen ob es noch mehr Wasser braucht, evtl. etwas Tomatenmark für mehr Bindung oder ähnliches. 
  7. Vor dem servieren noch ein mal abschmecken und die Zimtstangen entfernen. 
  8. Voila- Fertig.
Serviert wird in Kenia das Curry normalerweise mit Reis, Ugali oder Chapati. Ich habe es mit einfachen Reis gemacht, Zuhause esse ich es nun aber mit Vollkornreis;)



Tipp: Wer die Sosse cremiger mag, kann einfach einen Teil des gekochten Gemüses purieren!

Ich liebe die Gewürze in dem Gericht, besonders mit Senf Samen und Koriandersamen(oder gemahlen) habe ich davor überhaupt nicht gekocht und erst in Kenia kennen und schätzen gelernt.

Love,
Krisi

Vegetarisches Essen in Kenia

Hallo Zusammen

Wie ihr ja wisst habe ich 6 Monate in Kenia gelebt. Ich habe einiges gesehen und viel Erfahren. Heute würde ich gerne mehr über das vegetarische Essen in Kenia schreiben, besonders im Inland. Die Küste ist sehr Swaheli und Indisch geprägt, somit wieder ganz anders als der Rest des Landes.

Als Vegetarier ist es in Kenia schwerer, als z.B. in Südafrika, aber durchaus meistens machbar. Ich habe bisher in nur in 2 Dörfern erlebt, dass es für mich wirklich nichts anderes als trockenen Reis oder Pommes gab!

Worauf man sich gefasst machen muss, ist das Erstaunen und teils auch empören der Leute, Bedienungen und teilweise auch Köche;) In kleineren Städten und Dörfern ist das Wort Vegetarier unbekannt und kann zu langen, teilweise lustigen, Gesprächen führen. Da es meist aber mindestens immer eine vegetarische Alternative gibt, in der Regel gebratener Kohl, findet man doch gemeinsam mit Koch und Bedienung eine Lösung. Davor wird aber mindestens 5 Mal gefragt, ob man wirklich auch kein „Chicken“ isst, denn das sei ja anderes Fleisch;)

Was ich leider oft erlebt habe, mich persönlich aber nie allzu gestört hat, ist das trotzdem Fleisch mit serviert wird. Dies ist den Kenianern nicht böse zu nehmen, da sie es gut meinen. Sie können einfach 
nicht glauben, dass Vegetarier wirklich kein Fleisch essen. Es heist dann immer „try it, try it, it`s good“. Wer nun ganz radikal ist, wird danach sein Essen doch nicht essen können, ich persönlich fand es nicht allzu schlimm das Stückchen Fleisch (was meist auch sehr klein ausfällt) einfach zur Seite zu schieben und mein Essen trotzdem zu geniessen.

Im Folgenden möchte ich euch ein paar klassische Gerichte vorstellen, eins davon mit dem schon beinahe obligatorischen mini Fleischstückchen zum Probieren;)

Chapati
Chapati ist die kenianische Version des indischen Naans. Chapati wird aus Mehl, Wasser und Öl gemacht und mit viel Öl angebraten oder danach bepinselt. Chapati gibt es in jedem Restaurant und ist sehr beliebt und wirklich sehr lecker, ich habe es es auch sehr oft bestellt.

….mit gebratenem Weisskohl
Das wohl am Verbreitesten und so ziemlicher immer verfügbare Essen ist gebratener Weisskohl. Häufig wird dieser mit Tomaten und Zwiebel angebraten und mit Koriander gewürzt. Kohl ist ein Grundnahrungsmittel und besonders in ländlicherer Gegend wird es fast täglich gegessen.


Ndengu
Ndengu ist ein Linseneintopf aus grünen Linsen. Diese werden mit Tomaten, Zwiebeln und reichlich Öl solange gekocht, bis sie komplett zerfallen. Bisher habe ich aber nie ein einheitliches Ndengu gesehen bzw. gegessen, es sieht jedes Mal anders aus, kommt in einer anderen Konsistenz und ist etwas anders gewürzt.  




Ugali
Ugali ist ein der afrikanisches Grundnahrungsmittel schlechthin. Ugali gibt es in jedem Land, nur jeweils mit anderen Namen (Ich muss mich korrigieren, ich weiss nicht ob es Ugali auch im Süden wie z.B. Marokko oder Ägypten gibt). Es besteht aus Maismehl und Wasser, fertig. Das Maismehl gibt es wirklich überall zu kaufen und Zubereitung ist bedenklich einfach. Wasser aufkochen, Mehl dazugeben bis es andickt und dann immer weiter so viel Mehl dazugeben bis es eine feste Konsistenz hat. 



Südafrikanisches Chakalaka

Hallo Hallo

Wie bereits versprochen stelle ich euch nun ein feurig-scharfes Südafrikanisches Gericht vor.
Chakalaka war das erste Gericht in Afrika das mich zum Schwitzen gebracht hat, da es einfach unglaublich scharf ist. 


Chakalaka ist eine klassische vegetarische Sosse oder auch Dip, die aber oft zu Fleisch serviert wird. Sehr viele Restaurants bieten aber auch eine Alternative mit Bohnen an.

Ich habe oft gehört, dass Chakalaka mit Baked Beans zubereitet wird, habe aber selber mein Chakalaka nie so serviert bekommen. Ich denke die Variante mit Baked Beans ist besonder gut geeignet, wenn das Chakalaka als Hautmahlzeit gilt und nicht als Sosse. 

Das Rezept das ich euch heute zeige, ist das Chakalaka als Sosse oder Beilage serviert wird. Ich habe es mit einem Butternuss-Curry kombiniert, was sehr harmoniert, da der Kürbis die Schärfe des Chakalaka etwas mildert.

Für 2 Personen:
1 Zwiebel
1 Knoblauch Zehe
1 grüne Peperoni (Eigentlich 2, ist mir dann aber zu scharf)
2 grüne Paprika
2 Tomaten
1Karotte ( gerieben)
1 TL Curry (Scharf)
Salz
1 Dose Tomatenstücken oder Tomatenmark

Zubereitung:
Die Zubereitung ist sehr einfach, aber plant viel Zeit ein, da das Gericht mindestens eine Stunde kochen sollte!
  • Alle Zutaten in feine Streifen schneiden und zur Seite stellen.
  • Mit etwas Öl die Zwiebeln glasig dünsten, dann den Knoblauch und die Peperoni dazu.
  • Anschliessend alle Gewürze dazugeben und mit anbraten (aber nicht braun werden lassen).
  • Nun  die Paprikastreifen dazugeben und mit dünsten
  • Nach ca. 3-5 Minuten die Tomaten dazugeben, umrühren, die Hitze reduzieren und den Kochdeckel auf den Topf geben.
  • Wenn die Tomaten anfangen weich zu werden, die passierten Tomaten, oder das Tomatenmark mit Wasser, dazugeben. Es sollte so viel sein, dass das Gemüse gut bedeckt ist und in der Flüssigkeit köcheln kann.
  • Nun musst ihr euch nur noch in Geduld üben, denn es gibt nichts mehr anderes zu tun als alles vor sich hin köcheln zu lassen.
Das fertige Gerichte sollte weich gekocht sein und die Sosse verkocht und angedickt!


Tipp: In das Chakalaka kann natürlich auch anderes Gemüse hinzugefügt werden, ich finde Kürbis, Bohnen und Erbsen passen geschmacklich sehr gut. Ich selber habe es übrigens noch nie mit Baked Beans probiert, da ich hier keine bekomme und Baked Beans mit der Tomatensosse in der Dose auch nicht sehr lecker finde!

Viel Spass beim Ausprobieren =)
Liebe Grüsse,

Krisi

Uji - Ein afrikanisches Porridge

Hallo Zusammen


Heute möchte ich euch das afrikanische Porridge vorstellen: Uji

Uji gibt es in vielen Versionen, die Hauptversion besteht aus gemahlen Mais- und Hirsemehl.
Ich habe das erste Mal Uji im Bridges Organic Health Restaurant gegessen. Ich muss zugeben, ich war alles andere als begeistert und habe meinen Freund meine Portion essen lassen. Der Geschmack ist bitter und herb, die Konsistenz schleimig. Zum Uji wird Honig gereicht, der das ganze süsst, an sich eine gute Sache..nur meide ich Honig zum Einen sowieso, zum Anderen schmeckt mir der Honig aus Kenia auch überhaupt nicht.

Also habe ich Uji erst einmal abgeschworen und bin bei meinen Haferflocken geblieben. Bei meinem letztes Besuch im Bridges viel mir dann aber auf, das sie auch eine Version des Uji`s haben das nur aus Amaranth besteht…Mutig wie ich bin habe ich mir dieses waghalsig bestellt;)
Die Farbe war etwas heller und der Geschmack komplett anders. Immer noch herber, aber nicht mehr bitter, obwohl er ungesüsst gereicht wurde.

Da ich Amaranth schon aus der Schweiz kannte und da gerne gekocht habe, war ich ganz begeistert eine neue Version des Amaranths kennen gelernt zu haben. Hier kennt Amaranth sicherlich auch, pepufft ist er besonders beliebt, aber es gibt in auch in Bio-Märkten als reines Korn.
Amaranth erinnert vom aussehen her an Hirse, stammt aber nicht aus der gleichen Familie, sondern ist eni Fuchsschwanzgewächs (Was auch immer das auch sein mag;)). Das tolle an Amarant ist, dass es glutenfrei ist und ein hohen Eisengehalt aufweist. Besonders genial finde ich auch, dass die biologische Wertigkeit im Amaranth sogar die Milch übertrifft, ha...!;)

Aber genug geschnattert, nun stelle ich euch das mehr als einfache Uji-Rezept vor:


Für 2 Portionen:
  •  1 Tasse Amaranthmehl
  • 2 Tassen Wasser
  • Salz 

Zubereitung:
  1. Das Wasser und das Amaranthmehl zusammen in den Topf geben und rühren bis es eine glatte Masse ergibt. Salz dazugeben. 
  2. Nun aufkochen und das ganze 10 Minuten köcheln lassen. 
  3. Bitte unbedingt dabei oft umrühren, sonst brennt das Ganze an. Das Uji dickt schnell an, soll aber schon eine zähe Konsistenz besitzen, aber nicht dick, also je nach dem noch Wasser oder Amaranth dazugeben. 
  4. Voila Fertig.

Uji sieht nicht unbedingt sehr lecker aus, wer aber Fan von Haferschleim/Porridge und ähnlichen ist, dem wird das nicht stören;)

Gibt es eigentlich Amaranthmehl in Deutschland oder der Schweiz, weiss das jemand? Habt ihr schon einmal ähnliches gegessen?

Love,
Krisi

Vegetarisch in Südafrika

Hallo Zusammen

Wie ihr ja bereits wisst, bin ich die letzten zwei Monate durch verschiedene afrikanische Länder gereist. Gestartet bin ich in Kenia und dann runter bis nach Kapstadt. In Südafrika waren wir am längsten, einen ganzen Monat. Für die anderen Länder haben wir uns weniger Zeit genommen. Der Hauptgrund dafür ist, dass Südafrika einfach so riesig ist, dass man einfach viel Zeit braucht=)

Je weiter von Ostafrika nach Südafrika reist, umso besser wird die Infrastruktur und es wirkt westlicher. Das soll nicht heissen, dass man in Südafrika nicht auch typisches Afrika-Feeling bekommen kann, aber vom Lebensstil, Lebensmittel und den Städten her, kommt es einen eher wie eine europäische/amerikanische Stadt vor. Ich schreibe extra Stadt, da es noch viele Dörfer und Landteile gibt in denen sehr grosse Armut herrscht. Tatsächlich ist Südafrika ganz oben auf der Liste der geringen Lebenserwartung aufgrund der Armut und Krankheiten, sogar vor Kenia was mich sehr überrascht hat.

Nun hat das "verwestlichte" in den Städten seine Vor- und Nachteile. Als Vegetarier oder Veganer ist es aber gewiss ein Vorteil, den hier kennen die meisten den Begriff "Vegetarisch/Vegan" und in grösseren Städten wie z.B. Kapstadt gibt es vegane Restaurants usw. Da es aber auch einfach eine gewaltige Auswahl an verschiedenen ausländischen Restaurants gibt, findet man immer eine vegetarische/vegane Alternative.

Ich persönlich habe mich, wenn wir uns jetzt nur auf das Essen konzentrieren, am wohlsten in Süd Afrika gefühlt. Ich hatte nie Angst mit knurrenden Magen aus einem Restaurant zu kommen, so viele Cafês haben Sojamilch für den Kaffee angeboten, ich musste nicht hundert Mal erklären das ich kein Fleisch esse, oft gab es Sojaprodukte auf der Speisekarte usw. Es ist wirklich sehr angenehm durch dieses Land zu reisen. Viele Kaufhäuser bieten auch Tiefkühlsojaprodukte an und auf den meisten Produkten stand direkt drauf ob es Vegetarisch, Vegan oder Gluten-frei ist.
Ihr seht, es ist wirklich sehr ähnlich wie bei uns.

Die Südafrikaner haben auch vegetarische afrikanische Gerichte. So gibt es viele Bohnengerichte, die meist an Baked Beans erinnern, es gibt viele Gemüseeintöpfe und eines meiner Lieblingsgerichte "Chakalaka". Eine Art Sosse aus Zwiebeln, Paprika, Chili, Tomaten und Knoblauch (Wird bald auf meinen Blog genauer vorgestellt;)). Unglaublich scharf, aber auch unglaublich lecker. Dazu wird das Afrika-typische Maisgericht gegessen. In Südafrika heist es "Pap", in Kenia/Tanzania "Ugali" und in anderen Ländern wieder anders, es ist aber überall das gleiche;)


Ein weiteres unglaublich leckeres südafrikanisches Gericht ist "Bobotie". Es ist ähnlich wie eine Lasange, nur mit Spinat, Linsen und Tomaten, alles abgerundet mit Curry-Gewürzen. Super lecker! Ich habe es in einen sehr liebvoll eingerichteten Lokal/Bar gegessen, das einzige übel was das blaue Licht das über unseren Tisch hing, somit konnte ich das leckere Gericht leider nicht perfekt festhalten...


Was mich selber enorm begeistert hat, ist die Auswahl an frischen Gerichten. Da es das in Kenia und auch anderen Ländern nicht so viel gab und ich diese am meisten vermisse, hab ich mich richtig ausgelebt und viele Salate bestellt. Deswegen sind die restlichen Bilder vielleicht nicht die interessantesten für euch, aber das es so viele frische Sachen gibt ist wirklich etwas Besonderes in Afrika...(Ich muss dazu sagen, dass wir nie in teuren Hotels übernachtet haben, sondern immer in Jugendherbergen. Ich bin überzeugt, dass es viele Hotels gibt die sehr wohl auch in anderen Ländern frische Lebensmittel anbieten...)

Der Botanische Garten in Kapstadt hat ein tolles Restaurant in dem alle Gerichte mit den eigenen Kräutern und Sprossen zubereitet werden..


Es gibt auch viele orientalisch angehauchte Gerichte. Hier seht ihr einen bunten Teller aus Bohnenmuss, Hummus, Pestos, Pilzcreme und Falafel.
 

Viele Restaurants bieten auch mehr ausgefallene Salate an, wie z.B. diesen traumhaften grünen Salat mit Orangen und Wassermelonenstückchen. Das werde ich im Sommer nach machen, dass steht fest=)


Was sehr viel angeboten und gegessen wird, sind einfache Sandwiches in allen Variationen. Ich bin normalerweise kein Sandwich-Fan, aber hmmm hat die feine Sandwiche..;)


Natürlich gab es auch ab und zu Kuchen und Kaffee, wobei ich hier immer bei meinem liebsten Apfelkuchen geblieben bin. Mein Freund hat eine Lemontarte mit Meringue gegessen, die gibt es in Südafrika in jedem Cafê und das habe ich in den anderen Ländern nicht gesehen...


Zusammenfassend kann ich sagen, dass ein Vegetarier oder ein Veganer sich keine Sorgen machen muss, wenn er seinen Urlaub in Südafrika machen will. Ich hatte nirgends Probleme und wurde nie schräg angeschaut;) Es gibt eine grosse Auswahl an Restaurant und auch kleinere Städtchen bieten vegetarische/vegane Alternativen.

Südafrika ist ein wunderschönes Land und einen Besuch wert, und das nicht nur wegem dem leckeren Essen;)

Wart ihr schon ein mal in Südafrika? Wie waren eure Eindrücke?

Love,
Krisi