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Mittwoch, 21. Oktober 2015

KÜRBIS ... NA JA

Küchenschabe und Mitkoch sind jetzt nicht so die Kürbisliebhaber, mal vorsichtig formuliert. Im Herbst ist es in den Wirtshäusern in unserer Umgebung schon ein bisserl zum Verzweifeln: Kürbiswochen überall, von der Kürbissuppe bis zum Kürbisdessert oder Kürbiskuchen. Was dem Frühling der Bärlauch ist leider dem Herbst der Kürbis (beides kann mir gestohlen bleiben). Warum nicht endlich mal Fenchel- oder Karotten-Wochen?

Und dann schenkt mir eine Freundin eines dieser Dinger. Wegwerfen wollte ich ihn dann auch nicht, also hab ich mich von Tanja Grandits zu einem Kürbisgemüse inspirieren lassen. Das war wirklich sowas von gut!
Kürbisliebhaber bin ich zwar deswegen nach wie vor nicht, aber so lass ich mir Kürbis gefallen. Das Rezept müsste mit Süßkartoffeln genauso gut funktionieren, die brauchen ja auch unbedingt als Gegenpol zum fad-süßlichen Geschmack etwas Säure und Pep!

Rindfleisch mit Kürbis

2 Beiriedschnitten, etwa 2 cm dick
Olivenöl

Marinade:
1 EL Sherry
2 EL Sojasauce
2 TL Salz
2 EL Zucker
1/4 TL Zimt

1 kleiner Hokkaido-Kürbis, entkernt aber nicht geschält,  in Würferl von etwa 1 cm geschnitten
2 EL Olivenöl


Vinaigrette:
100 g Schalotten, fein gehackt
3 Knoblauchzehen, fein gehackt
2 EL Ingwer, fein gehackt
1 mittelscharfer, roter Chili, fein gehackt
200 ml Sonnenblumenöl
2 EL Sojasauce
2 EL Balsamico (K: Midolini)
2 EL Chilimarmelade
Zitronensaft zum Abschmecken

Balsamicosauce:
200 ml Balsamico
1 EL Honig
1/2 Zimtstange
1 TL Haselnussöl

Alle Zutaten für die Marinade miteinander verrühren, bis sich Zucker und Salz vollständig aufgelöst haben. Die beiden Fleischscheiben damit einstreichen und etwa eine Stunde marinieren.
Für die Balsamicosauce den Essig mit Honig und Zimtstange auf ein Drittel einkochen. Haselnussöl unterrühren.

Das Backrohr auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Kürbiswürfel in einer Lage auf einem Backblech verteilen. Mit Olivenöl beträufeln. In etwa 15 Minuten im Backrohr weich braten.
Für die Vinaigrette Schalotten, Knoblauch, Ingwer und Chili im Sonnenblumenöl braten, bis die Schalotten goldbraun sind. Vom Herd nehmen und Sojasauce, Balsamico und Chilimarmelade unterrühren. Mit Zitronensaft abschmecken. Die gebratenen Kürbiswürfel in die Vinaigrette geben, und vorsichtig unterheben. Abschmecken.

Das Fleisch aus der Marinade nehmen und in heißem Olivenöl auf jeder Seite etwa zwei Minuten scharf anbraten. Mit der restlichen Marinade bestreichen und im 100 Grad warmen Backrohr zehn Minuten rasten lassen. Schräg in Scheiben schneiden und mit dem Kürbisgemüse servieren. Mit etwas von der Balsamicosauce garnieren.

Sonntag, 11. Oktober 2015

BACK HOME

Zurück von unserem relaxten Inselurlaub. Wir haben gefaulenzt, viel gelesen, haben geschätzt mehr als hundert Katzen gestreichelt und jeden Tag Gurke (in Form von Tsatsiki) gegessen. Wir haben einen Ausflug auf die Schildkröteninsel Marathonisi gemacht (keine einzige Schildkröte gesehen) und dafür am letzten Tag beim Schnorcheln direkt vor dem Hotel die Bekanntschaft einer imposanten, majstätischen Caretta gemacht.

Rechtzeitig zur Regenzeit sind wir wieder zurück in Österreich. Uns steht nach einer Woche Saganaki und Souflaki der Sinn nach etwas Scharfem. Und nach etwas, das ohne viel Aufwand gekocht werden kann. Ein Curry mit Rindfleisch und Gemüse nach Frau Grandits - das kann eigentlich nur gut werden:


Curry mit Rindfleisch und Gemüse

600 ml Kokosmilch
2 EL grüne Currypaste
200 ml Hühnersuppe
2 EL vietnamesische Fischsauce
2 EL Korianderblätter
Saft einer halben Limette

300 g Rindslungenbraten, in Streiferl geschnitten
Sonnenblumenöl
Salz und Pfeffer
1 EL Korianderblätter, grob gehackt

100 g Zuckererbsen, mundgerecht geschnitten
100 g Babymais (aus dem Glas), halbiert
Thai-Spargel (aus dem Glas)
2 Frühlingszwiebeln, das Weiße und das Grüne, in Streifen geschnitten
1 EL eingelegter grüner Pfeffer
100 g Sojasprossen

100 Milliliter der Kokosmilch in einem schweren Topf erhitzen und einkochen, bis nur mehr das Kokosfett übrig ist. Currypaste zufügen und unter ständigem Rühren eine Minute dünsten. Fischsauce, die restliche Kokosmilch und die Hühnersuppe hinzufügen und etwas 15 Minuten köcheln lassen, bis eine cremige Sauce entstanden ist. Die Korianderblätter und den Limettensaft dazugeben und mixen.

In einer Pfanne Frühlingszwiebeln, Zuckererbsen und grünen Pfeffer in etwas Öl scharf anbraten, zur Sauce geben. Die Fleischstreifen salzen und pfeffern. In der Pfanne ebenfalls kurz und scharf anbraten. Zusammen mit dem Babymais, dem Spargel und den Sojasprossen zur Sauce geben und kurz erwärmen. Mit Korianderblättern bestreut in einer Schüssel servieren.


Zum Schluss noch ein paar Urlaubsfotos, mehr wie immer hier.












Montag, 27. April 2015

FUSION-FAJITAS

Tacos, Quesadillas, Tortillas, Fajitas - diese Begriffe waren für mich lange Zeit spanische, oder eher mexikanische Dörfer. Ob es da Unterschiede gab, und worin die bestanden, hat mich nicht so richtig interessiert. Denn wenn der Mitkoch im Lokal Fajitas oder Quesadillas bestellte, habe ich Rippchen gegessen. Ich hab zwar gesehen, dass er verschiedenstes Gemüse und Fleisch in palatschinkenartige Fladen eingewickelt hat - aber ich hab mich nicht genauer damit beschäftigt.

Das habe ich jetzt endlich nachgeholt und heute weiß ich, dass die Teigfladen selbst Tortillas heißen, und dass aus ihnen entweder Tacos (zusammengewickelt, gefüllt womit man will), Fajitas (meist gegrilltes Rindfleisch, aber auch Garnelen oder Huhn) oder Quesadillas (mit zusätzlich Käse) gemacht werden.

Am meisten hat mich das gegrillte Rindfleisch angesprochen, daher haben wir am Wochenende selbstgemachte Fusion-Fajitas produziert: Eine super Geschmackskombination: zartes Rindfleisch in einer würzigen Marinade, dazu sauer-scharfes Gemüse - da ist rein gar nichts übrig geblieben! Und wenn man die Tortillas nicht selbst macht, sondern fertig kauft, ist das ein ganz schnell gemachtes Essen.


Fajitas mit Rindfleisch, eingelegtem Chinakohl und Wasabi-Mayonnaise
für 2 Personen

Tortillas:
250 g Mehl
1/2 TL Salz
60 ml Pflanzenöl
1 TL Backpulver
125 ml warmes Wasser (wenn nötig auch etwas mehr)
Butter zum Bepinseln

2 kleine Steaks
Butterschmalz
Salz und Pfeffer

2 EL helle Misopaste
2 EL Mirin
1 EL brauner Zucker
2 EL Olivenöl
1 - 2 EL Wasser
Salz und Pfeffer

1/2 mittelgroßer Chinakohl
1 1/2 EL Reisessig (oder Zitronensaft)
1/2 TL geröstetes Sesamöl
1 TL Chiliflocken
Salz und Pfeffer

1 TL Wasabipaste (eventuell mehr, wenn's schärfer sein soll)
4 gehäufte EL selbstgemachte Mayonnaise
Salz zum Abschmecken

Für die Tortillas Mehl, Salz und Backpulver in eine Schüssel sieben. Das Öl dazugeben und einrühren. Dann das Wasser einrühren (am besten mit der Küchenmaschine), bis sich eine klebrige Kugel bildet. Diese in Klarsichtfolie wickeln und mindestens eine halbe Stunde rasten lassen.

Das Backrohr auf 70 Grad temperieren. Den Teig in acht gleich große Bällchen teilen und mit einem feuchten Tuch bedecken. Nacheinander die Bällchen mit den Fingern flachziehen. Dann in der Tortillapresse vollenden ­ oder auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit einem Nudelholz dünne runde Fladen mit einem Durchmesser von etwa 18 Zentimeter ausrollen. Eine schwere Pfanne trocken bei starker Hitze etwa fünf Minuten heiß werden lassen. Dann die Tortillas auf jeder Seite etwa 30 Sekunden braten, bis sich auf der Oberfläche braune Flecken bilden. Nicht zu lange braten, sonst werden die Tortillas hart. Die Tortillas mit etwas Butter einpinseln und im warmen Backrohr unter einem feuchten Tuch rasten lassen, bis alle anderen Zutaten fertig sind.

Für die Marinade Misopaste, Mirin, Zucker, Wasser und Öl gut miteinander verrühren, damit sich der Zucker auflöst. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Chinakohl in feine Streifen schneiden, salzen und pfeffern. Reisessig, Sesamöl und Chilflocken dazu geben und alles gut durchmischen. Einige Minuten ziehen lassen. Wasabi und Mayonnaise verrühren und abschmecken.
Die beiden Steaks salzen und pfeffern. In einer Pfanne in Butterschmalz auf jeder Seite etwa zwei bis drei Minuten scharf anbraten. Danach für zehn Minuten in die Marinade legen, ab und zu damit bepinseln.

Die Steaks aus der Marinade nehmen und in Scheiben schneiden. Nochmal kurz in der Marinade wenden. Die Tortillas aus dem Backrohr holen.
Mit einem Klecks Wasabimayonnaise, den Rindfleischscheiben und etwas Kohlgemüse belegen ... zusammenrollen ... genießen. Dazu für jeden ein Fläschchen Punk IPA von Brewdog: ¡que aproveche!

Sonntag, 16. Februar 2014

SHORT RIBS - GEMÜSE - ROTWEIN

"Braised short ribs" stand da kurz und bündig über dem Foto eines ungemein verführerisch angerichteten Stücks Rindfleisch, mit zartem Gemüse, Püree und einer dunklen Sauce.
Diese amerikanischen Short Ribs heißen in Österreich Beinfleisch. Das "Bein" im Namen steht also für die Rippen, und nicht wie man annehmen könnte, für die Haxen des Tiers (Hier kann man sich ansehen, aus welchem Teil das Beinfleisch geschnitten wird).

Short ribs sind ein relativ preiswertes Fleisch, es lässt sich daraus aber mit Geduld (man beginnt am Vortag mit den Vorbereitungen) ein so gutes Essen zaubern, dass ich dafür glatt ein rare gebratenes Steak stehenlassen würde.
Das Fleisch wird durch die lange Kochzeit sagenhaft weich, das Bindegewebe wird zu feinem Gelee. Außerdem schmeckt es durch das Baden in der Marinade und das lange Dünsten ganz wunderbar aromatisch. Als Beilagen haben wir uns für gedünstete Karotten und ein flaumiges Erdäpfel-Schnittlauch-Püree entschieden.

Geschmortes Beinfleisch
für 4 Personen

700 g Beinfleisch
2 kleine Zwiebeln
3 Stiele Stangensellerie
3 mittelgroße Karotten
1 ganze Knoblauchknolle, halbiert
Butterschmalz
1 l Rotwein (K: Côte du Rhône)
500 ml Rindsuppe
400 ml Kalbsfonds
1 Kräutersträußchen mit Lorbeer, Thymian und Rosmarin
Zesten einer halben, unbehandelten Zitrone
eine Handvoll schwarze Oliven
Salz, Pfeffer
Butter



Zwiebeln, Karotten und Stangensellerie in kleine Würferl schneiden. Butterschmalz in einem schweren Topf erhitzen. Zwiebeln, Karotten, Sellerie und die halbierte Knoblauchknolle etwa zehn Minuten lang bei mittlerer Hitze anschwitzen. Mit dem Rotwein aufgießen. Aufkochen und zehn Minuten köcheln. Komplett abkühlen lassen. Das Beinfleisch in etwa fünf Zentimeter große Stücke schneiden. In die Gemüse-Wein-Mischung legen, zudecken und über Nacht an einem kühlen Ort (derzeit noch die Terrasse) ziehen lassen.

Am nächsten Tag die Fleischstücke aus dem Sud nehmen und gut trockentupfen. Die Flüssigkeit durch ein Sieb in einen ofenfesten Topf gießen, das Gemüse beiseite stellen. Flüssigkeit aufkochen und etwa 30 Minuten lang reduzierend kochen. In der Zwischenzeit Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen. Die Fleischstücke salzen und pfeffern und bei großer Hitze in mehreren Tranchen rundherum braun braten. Nie zuviel Fleischstücke in die Pfanne geben, sie safteln sonst zu viel und werden gedünstet statt angebraten. Die angebratenen Stücke auf einem Teller zwischenlagern.

Den Ofen auf 160 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Fleischstücke zum reduzierten Wein geben. Das Gemüse wieder zufügen, ebenso das Kräutersträußchen, die Zitronenzesten, die Oliven, die Suppe und den Fonds.
Einmal aufkochen, ein großes Stück Alufolie auf den Topf legen, dann den Decke drauflegen und die Folie rundherum fest verzwirbeln, damit während des Dünstens so wenig Flüssigkeit wie möglich  entweicht. Für dreieinhalb bis vier Stunden in den Ofen geben (In dieser Zeit den Deckel nie aufmachen um nachzusehen!).

In der letzten Stunde der Garzeit das Erdäpfelpüree mit Schnittlauch und die gedünsteten Karotten zubereiten.
Das fertig gegarte Fleisch aus der Sauce heben und warm stellen. Die Flüssigkeit durch ein Sieb in einen Topf gießen. Auf den Herd stellen und etwa auf die Hälfte einkochen, bis die Sauce dick und glänzend ist. Eventuell noch mit etwas Butter montieren. Dafür gibt es wieder mal eine unbedingte Nachkochempfehlung - auch weil der Arbeitsaufwand relativ gering ist.
So ein feines Essen verdient sich unseren letzten Schioppettino 2011 von Tiare. Wird Zeit, dass wir wieder mal ins Friaul fahren ...


Mittwoch, 15. Januar 2014

KEINESFALLS BETON

Ganz kann ich es missboulette ja nicht abnehmen, dass sie keine Semmelknödel zusammenbringt. Auf ihrem Blog finde ich komplizierte Anleitungen zu Herstellung von schwarzer Sesampaste oder Dotorimuk (Eichelgelee) und dann behauptet sie, keine Semmelknödel zu schaffen.

Aber egal, jedenfalls eine willkommene Gelegenheit, endlich mal Semmelknödel zu bloggen - und dazu ein Lieblingskindheitsessen. Beides wirklich easy, trotzdem muss es auf den Blog. Denn der soll ja irgendwann mal mein (mehr oder weniger) vollständiger Rezeptspeicher werden - damit auch sicher kein altes Rezept in Vergessenheit gerät.



Rahmfleisch mit Semmelknödeln

1 kg Rindfleisch zum Braten (weißes Scherzel, Nuss)
Salz
Pfeffer
1 gelbe Rübe, fein geraffelt
1 Karotte, fein geraffelt
1/2 Stück kleiner Knollensellerie, fein geraffelt
1 Petersilwurzel, fein geraffelt
ca. 750 ml Rindsuppe
250 ml Sauerrahm
1 EL Mehl
4 EL Butterschmalz



Das Backrohr auf 180 Grad vorheizen. Das Rindfleisch zuputzen, salzen und pfeffern. Das Butterschmalz  in einem ofenfesten Bräter erhitzen. Das feingeraffelte Gemüse kräftig anbraten. Dann das Fleisch in den Bräter geben und rundherum anbraten. Mit Suppe aufgießen, etwa ein Drittel des Fleisches darf aus der Suppe gucken.  Für mindestens zwei Stunden zugedeckt ins 180 Grad heiße Backrohr stellen. Die letzte halbe Stunde den Deckel abnehmen. Bei Bedarf noch etwas Suppe zugießen. Wenn das Fleisch weich und gar ist, den Sauerrahm mit Mehl versprudeln, und unter die Sauce rühren, die Sauce mit dem Stabmixer pürieren. Das Fleisch in Scheiben schneiden. Nochmals kurz aufkochen. Mit Semmelknödeln und grünem Salat servieren.

Und damit die "Beilage" zum Semmelknödel nicht ganz untergeht in diesem Beitrag: Das ist ein ganz wunderbares Rindfleischrezept, watscheneinfach in der Herstellung und die Sauce von wunderbar aromatischem Geschmack. Ein richtiges Wohlfühlessen, das sich noch dazu praktisch von alleine kocht.

Semmelknödel
7 Stück

180 g Knödelbrot (gibts bei uns beim Bäcker in dieser Packungsgröße, daher habe ich das Rezept darauf abgestimmt)
3 Eier
ca. 150 ml heiße Milch
60 g Butter
1 kleine Zwiebel
1/2 Bund Petersilie, gehackt
Salz

Zwiebel fein hacken. Die Butter in einer Pfanne erhitzen. Zwiebeln darin glasig dünsten. Das Knödelbrot in eine große Schüssel geben. Die Eier versprudeln. Zum Knödelbrot geben. Ebenso die heiße Milch. Mit den Händen kräftig durchmischen, Petersilie zufügen und mit Salz abschmecken. Mindestens eine halbe Stunde rasten lassen.

Mit nassen Händen Knödel formen. Dabei wirklich fest zusammendrücken und in den Händen hin und her drehen, bis sich die Oberfläche der Knödel durch die Feuchtigkeit schön glatt und cremig anfühlt.  Einen großen Topf gesalzenes Wasser aufkochen. Die Knödel einlegen, ganz kurz kochen lassen (wirklich kurz!), dann etwa 15 Minuten im Wasser sieden lassen.
Diese Knödel können keinesfalls hart wie Beton werden, da kein Stäuberl Mehl drinnen ist! Sie sind flaumig, gelingen immer, und ich widme sie der lieben missboulette!





Donnerstag, 29. November 2012

AUCH OHNE POPEYE ...

Mein Biokistl enthielt beim letzten Mal sowohl Babyspinat als auch Pilze. Spinat habe ich - eher untypisch - schon als Kind sehr gerne gegessen. Da waren keine Popeye-Geschichten und keine Überredungskünste nötig, ich mochte ihn einfach (ich mochte nur Eiernockerl nicht - die wiederum alle anderen gerne aßen).

Damals als Cremespinat, mit ein paar Erdäpfeln dazu, manchmal auch mit gekochtem Rindfleisch. Jetzt gibt es ihn bei uns in vielen Variationen. Auf die Spinatmayonnaise bin ich durch die Zeitschrift "La Cucina Italiana" gekommen. Die Mayonnaise hat eine tolle Farbe, schmeckt wirklich ausgezeichnet, wird es öfter geben! Zusammen mit einer Pilztortilla und gebratenem Beiried ein feines, unkompliziertes Abendessen.
Die Reste der Pilztortilla wollte ich eigentlich am nächsten Tag als Snack für die Kolleginnen ins Büro mitnehmen - es blieb nur leider überhaupt nix davon übrig - wir sind eben ziemlich verfressen ...

Beiriedschnitte mit Pilztortilla und Spinatmayonnaise

140 g geputzter junger Spinat (Biokistl)
2 Eigelb
eine Prise Chilipulver
1/2 EL Senf (Küchenschabe: Fallot, Moutarde aux noix)
1 unbehandelte Zitrone
20 ml Maiskeimöl
50 ml Olivenöl, extra vergine
Salz, Pfeffer

2 Scheiben Beiried, jeweils etwa 1 cm dick
herber Rotwein
Salz, Pfeffer
Butterschmalz

200 g Pilze (Küchenschabe: Kräuterseitlinge aus dem Biokistl)
2 gekochte Erdäpfel
Butterschmalz
4 Eier, verquirlt, gesalzen und gepfeffert


Die Fleischscheiben pfeffern. In eine Schüssel mit Rotwein legen und einige Stunden marinieren. In dieser Zeit mehrmals in der Marinade wenden.

Trockentupfen, in heißem Butterschmalz beidseitig sehr scharf jeweils zwei Minuten anbraten. Im vorgeheizten Backrohr ungefähr 20 Minuten bei 80 Grad rasten lassen. Erst dann salzen.

Den Spinat in kochendem Wasser kurz garen. Abseihen, ausdrücken und grob hacken. Mit den Eigelb, dem Chilipulver und dem Senf im Mixer pürieren. Langsam Oliven- und Maiskeimöl einfließen lassen und ständig weitermixen. Wenn die Mischung eindickt, etwas Zitronensaft zufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Die Pilze putzen und kleinschneiden. In einer Pfanne in Butterschmalz etwa 15 Minuten dünsten.  Salzen und pfeffern. Die  Erdäpfel blättrig schneiden. Unter die Pilze mischen. Die verquirlten Eier darüber gießen und stocken lassen. Dann mit Hilfe eines großen Tellers umdrehen und auch auf der anderen Seite hellbraun braten.

Das Fleisch wird durch den Rotwein und das Rasten im Backrohr sehr zart und harmoniert ausgezeichnet mit der knusprigen Tortilla und der cremigen Spinatmayonnaise.





Donnerstag, 1. November 2012

POLPETTE AL LIMONE ODER: DIE ANGST DES MITKOCHS

Der Mitkoch hat Angst. Große Angst. Davor, dass ich irgendwann im Winter zu seiner "Zitrusplantage" schleiche und seine Pflanzen entblättere. Denn ich habe den wunderbaren Geschmack der Zitrusblätter für mich entdeckt.

Vor einige Tagen mussten unsere Zitruspflanzen nach drinnen - Frost war angekündigt. Bei dieser Gelegenheit schneidet der Mitkoch die Pflanzen zurück. Und so fielen jede Menge Zitrusblätter an, die viel zu schade zum Wegwerfen waren. 

Daher ging ich auf die Suche nach einem Rezept. Eine Anregung fand ich im Kochbuch "La Cucina Siciliana": Fleischlaibchen, eingewickelt in Zitronenblätter. Das könnte man probieren, dachte ich mir - da kann nicht viel schief gehen und ich bringe in einem Rezept viele Blätter unter. Aber dass das dann so fantastisch schmecken würde, damit habe ich nicht gerechnet. Es beginnt schon während des Bratens im Backrohr in der Küche zu duften. Und der Duft von gebratenen Zitronenblättern zieht in die Fleischlaibchen ein und verleiht ihnen einen ganz feinen Geschmack. Der Mitkoch - sonst kein großer Fan von Fleischlaibchen - war ebenfalls sehr angetan. Aber jetzt hat er Angst um seine Pflanzen …



Polpette al Limone
Fleischlaibchen in Zitronenblättern

400 g mageres Rindfleisch
100 g Semmelbrösel
100 g geriebener Käse (zum Beispiel Caciocavallo oder Parmesan)
1 Ei
Salz, Pfeffer
Zitronenblätter
Olivenöl

dazu:
Sizilianischer Orangensalat mit Fenchel
und ein bisschen Chilimarmelade

Das Rindfleisch fein faschieren. Mit den Semmelbröseln, dem Käse, Ei, Salz und Pfeffer gut verkneten. Mit nassen Händen daraus kleine Bällchen formen. Jeweils ein Bällchen auf ein Zitronenblatt legen, das Blatt zusammenklappen und das Bällchen mit einem Zahnstocher fixieren. Auf ein Backblech legen. Mit Olivenöl bestreichen. Im vorgeheizten Backrohr bei 180 Grad Ober-/Unterhitze ungefähr 20 Minuten braten. Mit Orangen-Fenchel-Salat, etwas Chilimarmelade und Weißbrot servieren. Dazu tranken wir einen sizilianischen Frappato 2007 von Rallo aus Vittoria.
Übrigens: Die Polpette schmecken auch am nächsten Tag ganz wunderbar!

Anmerkung:
Für viele thailändische Rezepte braucht man beispielsweise Kaffirlimettenblätter. Und die habe ich immer im Asia-Supermarkt gekauft und eingefroren.
Die Blätter der normalen Zitrone, die Blätter von Buddhas Hand und auch die besonders aromatischen, winzigen Blättchen der Fingerlimette haben ein fantastisches Aroma (Nicht so aromatisch sind die Blätter von Kumquat und Clementine).
Also für alle, die ein Zitronenbäumchen daheim haben und schwer an Kaffirlimettenblätter kommen: rupft eurem Bäumchen ein paar Blätter aus und probiert sie!

Nachtrag: 
Weil es ein paar Anfragen gab: Die Zitrusblätter werden nicht mitgegessen, sie dienen nur dazu, die Polpette zu aromatisieren.








Dienstag, 27. März 2012

SCHNELLES ESSEN: SCHARFES, KNUSPRIGES RINDFLEISCH



Am Wochenende gab es die erste Grillerei dieses Jahres, mit Salaten, Igel-Knackern (für die jungen Damen), Lamm- und Rindfleisch. Davon ist mir Rindfleisch übrig geblieben, das mir der Mitkoch am nächsten Tag für ein schnelles Abendessen faschiert hat (Fertig faschiertes Fleisch kaufe ich nicht mehr so gerne, seit ich den Geschmack von frisch Faschiertem kenne).

Wir hatten wenig Zeit fürs Kochen, da wir nach der Arbeit noch unterwegs waren, um die Zutaten für mein nächstes Kochvorhaben zu pflücken. Nein, keinen Bärlauch, keine Kräuter, etwas viel Feineres. Davon mehr in ein paar Tagen. Jedenfalls kamen wir spät nach Hause, da war dieses Rezept genau richtig.

Knuspriges Rindfleisch mit Zitronengras, Chili und Apfel-Raita
für 2 Personen

Sauce:
4 EL Fischsauce
Saft von 2 Limetten
2 EL brauner Zucker
2 EL Sesamöl

1 EL Sonnenblumenöl
400 g faschiertes Rindfleisch
1/2 Zwiebel, feingehackt
1 Stengel Zitronengras, feingehackt
1 Habanero, entkernt und feingehackt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
2 Frühlingszwiebeln, feingeschnitten
2 EL grobgehackter, frischer Koriander (Küchenschabe: Minze)

Salatblätter (Küchenschabe: Babymangold und Babyspinat)
Basmatireis

200 g griechisches Joghurt
2 kleine, säuerliche Äpfel
Chiliflocken
Salz

Äpfel schälen und grob raffeln. Mit Joghurt mischen, mit Chili und Salz abschmecken.
Öl in der Pfanne erhitzen. Faschiertes Fleisch und Zwiebel dazugeben, braten, gut durchrühren, bis das Fleisch gebräunt ist (ungefähr 15 Minuten lang). Dann Zitronengras, Chili und Knoblauch dazurühren bis es duftet (ein bis zwei Minuten). Für die Sauce alle Zutaten zusammenmischen. Zum knusprigen Fleisch rühren, ebenso die Frühlingszwiebeln und den Koriander (oder die Minze). So lange durchrühren, bis alles heiß ist, wieder ein bis zwei Minuten.

Die Salatblätter auf einem Teller verteilen. Den Reis, und darauf das knusprige Fleisch anrichten. In einem Extra-Schüsserl Apfel-Raita dazu servieren.

Quelle: Mince! von Mitzie Wilson




Mittwoch, 14. März 2012

ZWÖLF ZITRONEN, ZWEI KILO SCHALOTTEN



Ziemlich Arbeitsaufwändiges gab es am Wochenende. Geschmortes Rindfleisch (wir hatten weißes Scherzel in der Tiefkühltruhe) mit Zitronenmarmelade und Zitruspolenta (na ja, die Zitruspolenta im Original wurde durch - was wohl - knusprige Kartoffelwürferl ersetzt).

Mit den Vorbereitungen haben wir am sehr frühen Nachmittag begonnen: Es mussten zwei Kilo Schalotten geschält und zerkleinert werden. Dabei half der Mitkoch tapfer mit. Außerdem brauchte man die Zesten von zwölf (!) Bio-Zitronen. Und es mussten eine Flasche Rotwein und ein halber Liter Portwein sirupartig reduziert werden. Die Mühe hatte sich aber wirklich gelohnt, es schmeckte ausgezeichnet. Allein die Sauce hätte ich pur - ohne alles - löffeln können.  Und die Zitronenmarmelade passte perfekt dazu.

Trotzdem koch ich das so schnell nicht wieder - die Augen tränten von den vielen Schalotten, die Küchenfenster tropften, wegen der hohen Luftfeuchtigkeit in der Küche. Mein Backrohr war stundenlang blockiert (daher der Blitzkuchen vom letzten Eintrag - es musste schnell gehen am Sonntagnachmittag!).

Geschmortes Rindfleisch mit Zitronenmarmelade

2 kg Schalotten
2 kg Rindfleisch zum Schmoren (Küchenschabe: weißes Scherzel)
Salz
4 EL neutrales Pflanzenöl
1 Knoblauchknolle, quer halbiert
1 EL weiße Pfefferkörner, zerstoßen
ca. 1 l Rindsuppe
4 frische Lorbeerblätter (ersatzweise getrocknete)
1 Flasche guter Rotwein
1/2 l roter Portwein
1 Zweig Thymian
50 g kalte Butterwürferl



Zitrusmarmelade
12 Bio-Zitronen
100 g Zucker
135 ml Wasser
2 Safranfäden
Saft von 1 1/2 Zitronen
50 ml bestes Olivenöl
Salz

Die Schalotten schälen. 1,8 kg davon grob würfeln, den Rest fein würfeln. Das Fleisch rundherum salzen, das Salz gut einmassieren. In einem großen, ofenfesten Bräter von allen Seiten scharf anbraten, wieder herausnehmen. Die grob gewürfelten Schalotten im Bräter goldgelb weich dünsten. Die Knoblauchknolle, den weißen Pfeffer und das angebratene Fleisch dazugeben, mit Suppe aufgießen. Das Fleisch soll zu drei Vierteln bedeckt sein. Für mindestens vier, besser fünf Stunden im Backrohr bei 150 Grad Ober-/Unterhitze dünsten (Bräter nicht zudecken). Gegebenenfalls etwas Wasser zugießen, das Fleisch jede halbe Stunde wenden. Im letzten Drittel der Garzeit die frischen Lorbeerblätter zufügen. Zum Schluss soll der Braten immer noch bis zur Hälfte mit Flüssigkeit bedeckt sein. Den Braten herausheben und warm halten (in Alufolie wickeln).
In der Zwischenzeit für die Rotweinreduktion Rotwein, Portwein, Thymian und die feinen Schalottenwürferl in einem Topf sirupartig einkochen.



Den Bratenfonds durch ein Sieb streichen, die Schalotten kräftig durchdrücken. Die Sauce bis zur gewünschten Intensität einkochen. Die Rotweinreduktion abseihen und zum eingekochten Fonds geben. Mit Butterwürfeln montieren.

Die Zesten der Zitronen fünf Mal blanchieren, nach jedem Vorgang das Wasser wechseln. Zucker und Wasser aufkochen. Die blanchierten Zitronenschalen und den Safran zugeben und einkochen, bis fast keine Flüssigkeit mehr da ist. Mit Zitronensaft, Olivenöl und Salz zu einer Paste pürieren und kalt stellen.

Das Fleisch in Scheiben schneiden. Mit knusprigen Kartoffelwürferln, etwas Sauce und einem Klecks Zitrusmarmelade servieren. Das (natürlich etwas abgewandelte) Rezept habe ich übrigens aus dem sehr empfehlenswerten Kochbuch von Thomas Martin.

Tipp: Die Zitronenmarmelade passt sehr gut zu kurzgebratenem Fleisch, Gegrilltem, Fisch oder Krustentieren.
Die übriggebliebenen, geschälten Zitronen auspressen (sie fangen ohne Schale sonst in Kürze an zu schimmeln) und den Saft portionsweise einfrieren.

Donnerstag, 1. März 2012

GRIECHISCHES GULASCH

Stifado, eine Art griechisches Gulasch, hab ich im zarten Alter von 20 Jahren auf Zypern kennengelernt. Mein Freund und ich hatten uns Mofas geliehen und kurvten auf der Insel herum. Als wir mittags Hunger bekamen, fuhren wir an einen Strand zu einer windschiefen Taverne. Dort wurde täglich nur ein Gericht serviert. Da wir kein Griechisch sprachen und der Wirt kein Englisch, blieb es das Geheimnis des Wirtes, was er uns da serviert hatte.

Aber wir saßen da, mit Blick aufs Meer, müde und staubig vom Herumfahren. Vor uns etwas, das im Geschmack entfernt an heimisches Gulasch erinnerte, aber noch viel besser schmeckte. Ein fremdartiger, feiner Geschmack. Im Gespräch mit dem Wirt, das wir mit Händen und Füßen führten, meinte ich, das Wort "Stifado" herausgehört zu haben. Ein paar Tage später kaufte ich bei einem Stadtbummel ein schmales Büchlein mit zypriotischen Rezepten. Drin fand ich beim Durchblättern: "Wodino stifado" - Rinderbraten mit Zwiebeln, Essig, Tomaten und Zimt. Zimt war also das Gewürz gewesen, das ich nicht zuordnen konnte, weil ich es nur von Keksen und Kuchen kannte.
Mein Stifado-Rezept hat sich seit damals nicht geändert - schon aus Rücksicht auf meinen Papa, der es so am liebsten isst.

Stifado

1 kg Rinderwadl
Olivenöl
Butter
2 große Dosen Pelati
2 Zimtstangen
1 kg Schalotten
200 ml Weißweinessig
1/2 l Rindsuppe
10 schwarze Pfefferkörner



Das Rindfleisch in nicht zu kleine Stücke schneiden. Die Pelati etwas zerkleinern, die Flüssigkeit nicht weggießen. Wasser zum Kochen bringen, die Schalotten darin fünf Minuten köcheln lassen, anschließend in kaltes Wasser geben und schälen. In einem großen Topf Olivenöl und Butter erhitzen, die Schalotten darin bei mittlerer Hitze anbraten, rausnehmen und auf ein Teller legen.
Das Fleisch im Öl-Buttergemisch anbraten. Zimt und Pfefferkörner beigeben. Den Essig hineinleeren, wenn er kocht, die restlichen Zutaten - bis auf die Schalotten - beigeben. Das Stifado ungefähr zwei Stunden köcheln lassen, am Anfang ohne Deckel, wenn es zu stark einkocht, zudecken. Etwa eine dreiviertel Stunde vor Ende der Garzeit die Schalotten wieder hineingeben.
Als Beilage müssen es für mich Kritharaki sein, das sind kleine reiskornförmige Nudeln aus
Hartweizengrieß (Die heißen in unserer Familie allerdings aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen Juwezi).
Natürlich passen genausogut Nockerl, Erdäpfel, Reis oder Nudeln. Und beim Stifado ist es wie beim Gulasch: Noch besser schmeckt es dann am nächsten Tag. Auf Zypern tranken wir dazu Cola, heute bevorzuge ich Rowein.

Samstag, 10. Dezember 2011

OBAUER NACH DEM KINO



Ein freier Tag und am Abend endlich wieder mal ein Kinobesuch ("Der Gott des Gemetzels": Hingehen, anschauen, alle vier Hauptdarsteller spielen fantastisch!). Bei solchen Gelegenheiten stellt sich die Frage: vor oder nach dem Kino kochen? Der Film beginnt um 19 Uhr, vorher kochen und essen geht sich nicht aus. Nachher kochen birgt die Gefahr, dass der große Hunger dann nur mehr schnelle Spaghetti zulässt. Und ich will an einem freien Tag doch etwas Interessanteres kochen.

Dann findet der Mitkoch in einem Obauer-Kochbuch das ideale Nach-dem-Kino-Essen: Gesottene Rinderwade mit Roquefortsauce und Portweinfeigen.
Vor dem Kinobesuch koche ich das Fleisch, reibe es mit der Nussmischung ein und lasse es im Kühlschrank rasten. Die Topfen-Butter-Stangerl aus Topfenblätterteig bereite ich auch vorher zu. Nach dem Kinobesuch machen wir nur noch die Feigen und die Sauce. Das dauert nicht lange, das geht auch mit großem Hunger.

Gesottene Rinderwade mit Portweinfeigen und Roquefortsauce

1 Rindswadl, ungefähr ein Kilo
1 halber Sellerie
2 Karotten
2 Zwiebeln
etwas Maggikraut
1 TL Pfefferkörner
1 TL Korianderkörner
2 Lorbeerblätter
1 Schuss Sojasauce

50 g gesalzene Erdnüsse
50 g Pinienkerne
Haselnussöl
2 Knoblauchzehen, fein gehackt

4 frische, große Feigen
125 ml Portwein
etwas Rosmarin
1 Zimtstange
3 Nelken

100 g Roquefort
125 g Magerjoghurt
Cayennepfeffer (Küchenschabe: Piment d' Eline)
Oregano



Das Rindfleisch in einem Topf mit Wasser bedecken und mit Sellerie, Karotten und Zwiebeln aufkochen. Gewürze sowie einen Schuss Sojasauce zugeben und mindestens zwei Stunden sieden.
Zur Garprobe mit einer Fleischgabel ins Fleisch stechen und das Fleisch senkrecht aus dem Wasser heben: Wenn es sich dabei von der Gabel löst, ist es ausreichend gegart. Aus dem Topf nehmen und etwas abkühlen lassen. Lauwarm zuputzen.

Pinienkerne und Erdnüsse in einer Pfanne ohne Fett rösten. Vom Herd nehmen, abkühlen lassen und grob hacken. Mit Knoblauch und Haselnussöl zu einer Paste verrühren. Das Fleisch damit rundherum einreiben. In Folie gewickelt im Kühlschrank einige Stunden rasten lassen.



Für die Portweinfeigen die Feigen am Blütenansatz kreuzweise einschneiden. Eine kleine, feuerfeste Form einfetten. Die Feigen hineinsetzen, Portwein hineingießen. Mit Zimt, Rosmarin und Nelken im vorgeheizten Backrohr bei 200 Grad ungefähr zwölf Minuten braten. Aus dem Ofen heben. Die Feigen und die Gewürze herausnehmen und den Portwein kurz einkochen.



Für die Roquefortsauce Käse und Joghurt leicht erwärmen, mit dem Stabmixer aufmixen. Durch ein Sieb streichen und mit Oregano und Cayennepfeffer abschmecken.
Ich hab allerdings noch was viel besseres als Cayennepfeffer – ich hab Piment d'Eline! Kennt ihr nicht? Schmeckt ähnlich wie Piment d'Espelette, aber besser! Hat mir Eline kürzlich beim Treffen im Mühltalhof geschenkt. Ich hab dieses feine Gewürz auch noch auf die Blätterteigstangerl gegeben, zusammen mit Sesam und Schwarzkümmel.
Das Fleisch in dünne Scheiben schneiden. Mit den Feigen, über die der reduzierte Portwein gegossen wird, und der Roquefortsauce servieren.