Posts mit dem Label Autobahn-nah werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Autobahn-nah werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 10. November 2025

Wochenende in Nordthüringen

Anlass für die Kurztour war der Kristalllauf in Sondershausen, zu dem ich mich angemeldet hatte. Leider wurde dieser kurzfristig wegen technischer Probleme abgesagt und es war zu spät, das Hotel zu stornieren. Also haben wir dies zum Anlass genommen, einige der Sehenswürdigkeiten der Region zu erkunden. 

Sondershausen liegt an der A 38, gut 20 km südlich von Nordhausen, das den meisten als sechstgrößte Stadt Thüringens und durch den Schnaps bekannter ist. Nordhausen liegt am Südrand des Harz und hat eine reiche Geschichte. Früher freie Reichstadt, jetzt als Hochschulstandort sowie als nordthüringisches Kultur- und Industriezentrum bekannt. Durch Luftangriffe wurde die Altstadt 1945 größtenteils zerstört. Unser Hotel war dort. Wir waren am Samstagabend auch in der Stadt, allerdings war es da bereits dunkel.

20251109 Region Kyffhäuser im Herbst - Panoramamuseum

Eines der kleinsten Mittelgebirge Deutschlands, der Kyffhäuser, liegt südlich des Harzes und bietet eine abwechslungsreiche Landschaft. Besonders im Herbst fand ich die verfärbten Laub- und Mischwälder beeindruckend. Der Naturpark umfasst 30.500 ha und beherbergt eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten, die teils nur hier zu finden sind. Neben dem Bergwerk sind das Kyffhäuser-Denkmal und die Barbarossahöhle beliebte Sehenswürdigkeiten für alle, die sich für Geschichte und Geologie interessieren. Man kann hier auch sehr gut wandern oder mit dem Fahrrad Touren unternehmen. Die Wege sind sehr gut ausgeschildert. 

Sonntag, 9. November 2025

Burgruine Kyffhäuser mit Denkmal und Panorama Museum Bad Frankenhausen

Nach dem Auschecken aus dem Hotel und dem Frühstück sind wir über Land zum Kyffhäuser gefahren. Das Wetter war novembertypisch neblig bei ca. 8°C. Die Straßen des Mittelgebirges sind teils kurvig; in den Sommermonaten sind wohl viele Motorräder unterwegs. 

Die Sehenswürdigkeiten sind durch braune Hinweisschilder gut zu finden, auch die Parkplätze unterhalb der Burg sind gut beschildert.  

Kyffhäuser: Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal mit Barbarossa

Hoch auf dem Kyffhäuser steht eines der bedeutendsten Denkmäler Deutschlands: Das Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal wurde zur Erinnerung an die Reichseinigung im Jahr 1871 und zum Ehren des damaligen Kaisers erbaut. Wenn kein Nebel ist, ist es von weitem zu sehen, auch von der Autobahn aus. Im Burgmuseum und im Denkmalturm gibt es Ausstellungen, die über die Geschichte des Denkmals, über die Barbarossa-Sage und über die Reichsburg Kyffhausen berichten. 

20251109 Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal auf dem Kyffhäuser
Der Sage nach sitzt Kaiser Friedrich I., genannt Barbarossa, schlafend in einem unterirdischen Schloss im Kyffhäusergebirge an einem steinernen Tisch. Sein roter Bart wächst durch den Tisch oder um den Tisch herum. Alle hundert Jahre erwacht er und erkundigt sich beim Zwerg Alberich oder bei wem auch immer, ob noch Raben um den Berg fliegen. Dann schläft er weitere hundert Jahre, und so geht das schon länger. 

Samstag, 8. November 2025

Kyffhäuserregion: Erlebnisbergwerk, Barbarossahöhle, Stippvisite Sondershausen und Nordhausen

Nach etwas Ausschlafen ging's los in Richtung Sondershausen. Ich wollte zumindest das älteste und tiefste noch befahrbare Kalibergwerk der Welt von außen anschauen. 

Erlebnisbergwerk Glückauf Sondershausen

Hier findet einmal jährlich der sog. Kristalllauf statt. 680 Mieter unter Tage läuft man gute 10 km. Dafür hatte ich mich letztes Jahr bereits angemeldet, hing zu jener Zeit leider mit einer Corona-Infektion in Florida fest und freute mich nun darauf, dieses Jahr unter Tage bei 27°C zu schwitzen. 

Da der Brügmann-Schacht, den alle Teilnehmenden nutzen müssen, nicht befahrbar war, fiel das Event aus. Ein albernes Gesicht und meine Laufschuhe habe ich zumindest mal in die Nähe gebracht. 

Erlebnisbergwerk Sondershausen


Auch die üblichen Führungen finden zurzeit nicht statt, bis das Ersatzteil eingebaut ist. Aber auch von außen ist das Bergwerk beeindruckend. Hier wird immer noch Steinsalz gefördert.  

Wir sind von dort kurz nach Sondershausen und dann weiter (gut beschildert) zur Barbarossahöhle, um die 14 Uhr Führung zu erwischen. Es gibt übrigens ein Kombiticket, das die Höhle und die Museen auf dem Kyffhäuser einschl. Hochsteigen zum Denkmal kombiniert. 

Barbarossahöhle und Informationszentrums Geopark Kyffhäuser

Die Kyffhäuser-Region ist geprägt von Friedrich I. Barbarossa, dem bekannten mittelalterlichen Herrscher aus dem Adelsgeschlecht der Staufer. 

Er soll nicht ertrunken sein, sondern lebt noch immer und schläft hier irgendwo unterirdisch, lässt seinen Bart wachsen und wartet, bis er zurückkehren und sein Kaiserreich wieder einen kann. Die Barbarossahöhle hieß früher anders, wurde aber kurz nach ihrer Entdeckung 1865 nach Barbarossa benannt. Sie ist eine von zwei zugänglichen Anhydrithöhlen auf der Welt (die andere ist in der Region Perm im Westural). 

Barbarossahöhle


Parken kann man am Besucherparkplatz; hier ist ein Parkticket zu lösen, das für einen Tag gilt. Die Höhle ist nur mit einer Führung zu besichtigen, was sich wirklich lohnt. Wir hatten einen super Führer, der sehr kompetent und sympathisch informierte.   

Donnerstag, 16. März 2023

Spaziergang durch Jena und Jentower

Jena ist eine der Städte, die ich früher nur vom Durch- oder Dranvorbei-Fahren mit Bahn oder Autobahn kannte. Auch wenn man von der Autobahn abfährt, wirkt es nicht sehr einladend: Industriegebiete, Plattenbauten. Wenn man dann auf einer vierspurigen Straße in Richtung Stadtzentrum fährt, ändert sich das Bild und man hat die Chance, innerhalb der umgebenden Hügel einen breiten Talkessel mit einer bezaubernden Universitätsstadt zu entdecken.

Letzten Sommer war ich das erste Mal dort und habe einen warmen Sommerabend in Jena genossen. So richtig mit Draußensitzen, Abendessen auf dem Marktplatz, mit einem Eis in der Hand durch die Gassen der Altstadt schlendern. Diesmal war es zwar noch kühl, aber doch traumhaft schönes Wetter mit klarer Sicht, so dass ich mir nach einem Geschäftstermin in der Stadt noch die Füße vertreten habe. Nach zwei Tagen mit kaltem Nebel und Schnee und viel Sitzen im Büro tat es meinem Körper gut, sich ein wenig zu bewegen. 

Jena - Ausblick vom Jentower
Ich habe im Stadtzentrum geparkt, dort gibt es einen großen Parkplatz namens Eichplatz. Der Eichplatz ist nach einer längst verschwundenen Eiche benannt und nutzt eine große Baulücke, die bereits durch einen Brand während der bekannten Schlacht bei Jena und Auerstedt 1806 entstanden war. Zuvor war dort dichte Innenstadt-Bebauung; das Rathaus und der Marktplatz liegen direkt daneben. Man kann fürs Parken bar oder mit App bezahlen, nicht mit Karte. Ich hatte nicht genügend Münzen, 1,5 Stunden Parken kosteten 3,49 Euro mit einer Park-App. 

Der JenTower - Fernglas oder Keksrolle?

Da der Himmel so schön blau war, wollte ich auf den Jentower und von dort die Aussicht genießen. Dieser ist direkt neben dem Parkplatz, allerdings ist der Zugang sehr versteckt, so dass ich erst mit viel Fragen zum Eingang kam. Als Tipp: Man kann durch den nördlichen Eingang des Einkaufszentrums von der Kollegiengasse rein, das müsste der kürzeste Weg vom Parkplatz aus sein.

Jena - Fußweg zum Jentower und Ticket
Der Jentower wurde 1972 erbaut. Um ein Zeichen für Fortschritt zu setzen, wurde der DDR-Stararchitekt Prof. Dr. Henselmann beauftragt. Jena war bekannt für seine Universität und die feinmechanisch-optische Industrie, die Carl Zeiß 1846 in Jena gegründet hatte. Henselmann entwarf einen Rundturm, der an ein Fernrohr erinnern sollte. 1969 wurde mit dem Bau begonnen, 1972 wurde das Gebäude eingeweiht. Erster Nutzer war das Carl-Zeiss-Kombinat (als Forschungsgebäude), später die Universität. 1991 bis 2001 wurde umgebaut und um zwei Etagen erhöht sowie eine neue Fassade angebracht. Unten ist ein Einkaufszentrum, darüber Büroräume und oben ein Hotel bzw. ganz oben ein Restaurant und die Aussichtsplattform.

Donnerstag, 15. April 2021

Stippvisite nach Lindenhardt und zur Rotmainquelle

Auch dieses Jahr bin ich wenig unterwegs, und meist im näheren Umkreis. Die 15km-Regel, die wir Anfang des Jahres hatten, wurde zwar gekippt, aber da man eh nirgends übernachten kann, macht es wenig Sinn, weit weg zu fahren.

Als ich beruflich unterwegs war und wie üblich zu viel gesessen bin, habe ich die Gelegenheit genutzt, auf dem Heimweg ein wenig frische Luft zu schnappen und mich etwas zu bewegen. Zwischendurch fing es an zu schneien (Aprilwetter...), so dass meine Wanderung allerdings nicht allzu lange dauerte. ;-)

Pfarrkirche St. Michael, Lindenhardt mit Grünewald-Altar

Seit langem wollte ich mir schon die Kirche in Lindenhardt anschauen. Der Ort ist ein Stadtteil von Creußen und liegt südlich von Bayreuth. Die Kirche ist an der Autobahn A9 angeschrieben: Ein braunes Schild weist nahe der Ausfahrt Trockau auf den berühmten Grünewald-Altar hin.

Pfarrkirche St. Michael, Lindenhardt


Auch von außen ist die Kirche imposant. Sie zählt zu den Markgrafenkirchen, von denen es in Oberfranken eine ganze Menge gibt. Sie entstanden unter der Herrschaft der Markgrafen zu Brandenburg-Bayreuth-Kulmbach. Nach dem Dreißigjährigen Krieg waren viele Kirchen in schlechtem Zustand und wurden danach im Stil des Barock umgebaut oder neu errichtet. Es gibt ein Projekt im Kirchenkreis Bayreuth, in dem diese Kirchen beschrieben werden. Hier der Link zu den Markgrafenkirchen in Oberfranken.   

Die Kirche in Lindenhardt ist dort auch gut beschrieben (Link), so dass man sich vor dem Besuch bereits informieren kann. Auch die Website der Kirchengemeinde lohnt einen Besuch. Als ich gegen 19 Uhr dort war, war sie noch geöffnet und ich bin eingetreten.

Pfarrkirche St. Michael, Lindenhardt

An der Stelle der Kirche gab es bereits um 1130 eine Kirche, die vom Bamberger Bischof Otto dem Heiligen gestiftet wurde. Im Laufe der Zeit wurde sie immer wieder umgebaut, bis sie im Jahr 1684 mit fast dem ganzen Ort abbrannte. Danach wurde die Kirche wieder aufgebaut, wobei wohl Teile noch genutzt werden konnten, brannte 1855 teilweise wieder ab, wurde wieder umgestaltet und erweitert. 

Sonntag, 31. Mai 2020

Die Eremitage Bayreuth: Markgräfliche Parkanlage in Oberfranken

Eine der Haupt-Sehenswürdigkeiten der Region Bayreuth ist die Eremitage. Diese historische Parkanlage mit abwechslungsreicher höfischer Architektur wurde hauptsächlich im 18. Jahrhundert gestaltet, immer wieder renoviert und ist heutzutage auch bei den Einheimischen sehr populär. 

Der Eintritt in den Landschaftspark kostet nichts und ist ein beliebtes Ziel für einen Sonntagsspaziergang mit der Familie. Die meisten Wege sind eben und gut ausgebaut, so dass man an vielen Stellen auch mit Kinderwagen oder Rollator unterwegs sein kann. Wer gut zu Fuß ist, geht auf kleineren Wegen oder auch Treppen, und kann einige Stunden in der 49 Hektar großen Anlage verbringen.

Altes Schloss, Eremitage Bayreuth

Das Foto zeigt das Alte Schloss, in dem es auch Führungen gibt (dazu unten mehr). Ich mische hier einige Fotos von heute und vom 01.06.2019, als ich ebenfalls hier war.

Ich kenne die Eremitage seit über 20 Jahren und gehe gerne dorthin, auch um zu entspannen. Die großen Bäume und geometrisch angelegten Gärten sowie die vielen Gebäude wirken auf mich irgendwie beruhigend. Die Bäume und Bepflanzungen sind je nach Jahreszeit sehr unterschiedlich, jede Zeit hat ihren Reiz. Besonders schön finde ich die Eremitage im Frühsommer, wenn die großen Rhododendren blühen.

Sonntag, 29. Dezember 2019

Mainzusammenfluss bei Kulmbach

Ich geb's zu: Früher habe ich mich wenig für Flüsse interessiert... Je mehr man aber darüber nachdenkt, wie Flüsse früher als Handelswege die Geschichte bestimmt haben, umso interessanter wird das Thema! Viele historisch interessante Städte liegen an großen Flüssen und haben auch durch die Lage am Wasser einen besonderen Reiz.

In Deutschland gehört neben Rhein, Elbe und Donau auch der Main zu den bekanntesten Flüssen. Er fließt bei Mainz in den Rhein und ist, obwohl er mit nur 527 km nicht sonderlich lang ist, ein geografisch, landschaftlich und historisch interessanter und wichtiger Fluss.

Der Main schlängelt sich grob von Osten nach Westen durch fränkische Mittelgebirge, das fränkische Weinbaugebiet und durch Hessen. Er fließt dabei durch schöne Landschaften und berührt kleinere aber auch größere Städte, wie Würzburg oder Frankfurt. Ab Bamberg ist er schiffbar.

Mainzusammenfluss bei Kulmbach



Das ist alles bekannt, aber was viele nicht wissen: Der Main entsteht durch den Zusammenfluss von zwei Quellflüssen, die ungefähr gleich groß sind, wenn sie an der Mainwiege ankommen. Die oberfränkische Kreisstadt Kulmbach ist nicht nur durch ihr berühmtes Bier und die Plassenburg bekannt, sondern auch als Standort des Main-Zusammenflusses. Südwestlich von Kulmbach vereinen sich die beiden Quellflüsse nahe Schloss Steinenhausen.

Die beiden Main-Quellen

Der Weiße Main entspringt im Fichtelgebirge, am Osthang des Ochsenkopfs. Er ist 45 km lang. Sein Einzugsgebiet ist vor allem durch hellen Granit geprägt, was ihn klar macht und wohl zu der Namensgebung Weißer Main führte. 

Der Rote Main wiederum entspringt im Lindenhardter Forst südlich von Bayreuth im Sandstein und fließt durch lehmhaltiges Gebiet. Er hat eine rötliche Färbung; daher bekam er seinen Namen. 

Der Weiße Main ist kürzer als der Rote, aber wasserreicher, seine Quelle gilt offiziell als die Hauptquelle des Mains insgesamt. Der Rote Main ist mit 73 km zwar länger als der Weiße, aber wasserarmer.

Mainzusammenfluss nahe Kulmbach

Dieses Foto zeigt einen Tisch, der am Mainzusammenfluss steht. Er besteht aus einer Tischplatte aus Fichtelgebirgsgranit von der Weißmainquelle und hat einen Sockel aus zwei Sandsteinen. Der gelbliche Sandstein stammt von der Rotmainquelle, der rötliche aus dem unteren Maintal. Außerdem sieht man den Lauf des Flusses blau dargestellt. (Auf dem Foto unten sieht man die Sockel besser.)

Ziel für Radfahrer und Wanderer

Seit einigen Jahren erfreut sich der Main-Radweg großer Beliebtheit und viele Menschen wandern auch auf den gut ausgeschilderten Wegen am Main entlang. Ich war vor vielen Jahren das erste Mal an der Stelle. Damals gammelte ein alter Kahn an der damals sehr schlecht zugänglichen Mainwiege. Ein paar Meter weiter überquerte ein alter Steg den Fluss, das war's.

Mittwoch, 29. Mai 2019

Abendspaziergang durch Eisenberg (Thüringen)

Ich lasse mich gerne von den braunen Schildern an der Autobahn leiten, die offiziell "Touristische Unterrichtungstafeln" heißen. Diese Schilder gibt es seit Jahrzehnten, auch international: In Frankreich sind sie mir schon früher aufgefallen, da gab es sie seit den 1970ern, in Deutschland wurden die ersten Mitte der 1980er aufgestellt. Die Entscheidung darüber, welche Sehenswürdigkeit ein Schild verdient, ist Ländersache, die Vorschläge dazu kommen von den Kommunen.

Meist sind die Ziele nicht weiter als 10 km von der Autobahnausfahrt entfernt und eignen sich daher auch für einen spontanen Spaziergang. Ich lasse mich gerne davon inspirieren, wenn ich lange unterwegs bin und mein Körper etwas frische Luft und Bewegung möchte. So auch diesmal, als meine Smartwatch abends meinte, die knapp 2.500 Schritte seien doch etwas wenig und das braune Schild für die Schlosskirche Eisenberg auftauchte. Eisenberg liegt sehr nah an der Autobahn, es ist also kein großer Umweg. Der Weg in die Altstadt und zur Schlosskirche sind gut beschildert.

Innenstadt von Eisenberg (Thüringen)

Eisenberg hat eine lange Geschichte; seit der Steinzeit lassen sich Siedlungen nachweisen. Prägend für die heutige Bausubstanz war u.a. das Ende des 17. Jahrhunderts, als Eisenberg durch Herzog Christian von Sachsen-Eisenberg zur Residenzstadt wurde. Er ließ das Schloss Christiansburg und an der Ostseite des Schlosses die barocke Schlosskirche bauen.

Schlosskirche Eisenberg


Die Kirche ist hier links im Foto.

Eisenberg - Schlosskirche und Schloss Christiansburg

Die Schlosskirche gilt als die prunkvollste Barockkirche Thüringens und hat mich interessiert.

Sonntag, 21. April 2019

Ostern in der Fränkischen Schweiz: Malerische Wanderungen, Osterbrunnen und Kirschblüte

Die Fränkische Schweiz liegt im Norden Bayerns und ist überregional bekannt. Das Land der Burgen, Höhlen und Genüsse lädt ein zum Aktivsein, Schlemmen und Entschleunigen in atemberaubender Natur- und Kulturlandschaft. Charakteristisch für die Region sind die schöne hügellige Landschaft mit ihren markanten Felsformationen und Höhlen sowie malerische Orte, Burgen und Ruinen.

Erreichbar ist die Fränkiche Schweiz über die Autobahnen A9, A 73 und A70. Sie liegt quasi zwischendrin, ganz grob im Städtedreieck Nürnberg, Bamberg und Bayreuth. Die Fränkische Schweiz ist eine der ältesten Urlaubsregionen Deutschlands. Vor rund 200 Jahren gab es hier Molkekuren, außerdem wurden die Höhlen beliebt. Der Freizeitwert ist auch heute noch hoch, daher kommen viele Urlauber hierher. Neben Hotels und Pensionen gibt es einige Campingplätze.

Fränkische Schweiz - Spazierweg bei Plankenfels

Motorradfahren, Radeln, auch mit dem E-Bike auf gut ausgeschilderten Fahrradwegen machen Spaß. Über 4000 Kilometer markierte Wanderwege bringen genügend Abwechslung. Man kann Angeln oder Kajakfahren und wer es mal ausprobieren mag, die Fränkische Schweiz ist eines der beliebtesten Klettergebiete Deutschlands.

Auch der Genuss kommt nicht zu kurz: Die fränkische Küche ist deftig und bekannt; für jeden Geschmack gibt es etwas, vom Schweinebraten mit Kloß, Sterneküche bis hin zum veganen Biergarten ist alles zu finden. Über 70 Privatbrauereien (Oberfranken hat die höchste Brauereidichte der Welt) sorgen dafür, dass das Bier zum Essen nie ausgeht. Viele der Brauereien haben einen eigenen Brauereiausschank und sind mit ihren Biergärten beliebte Ausflugsziele.

Spaziergang um Plankenfels


Der kleine Ort Plankenfels liegt südlich von Hollfeld im Naturpark Fränkische Schweiz. Bekannt ist der durch das schön gelegene Schloss und die malerische Lage an der Wiesent. Der Ort verdankt seinen Namen einer Festung auf dem unbewaldeten "blanken" Felsen, die strategisch wichtig lag. 1217 wurde er erstmals erwähnt, das heutige Schloss ist ein Folgebau. Beeindruckend ist die Lage, teils auf dem Fels gebaut und fast 400 Meter hoch über dem Tal der Wiesent.

Fränkische Schweiz - Schloss Plankenfels von der Wiesent aus gesehen

Um Plankenfels herum sind einige Wanderwege und Mountainbikestrecken ausgeschildert. Da ich mit meiner Mutter unterwegs war, entschieden wir uns für den knapp 2 km kurzen Rundweg RW 1 mit dem Namen "Zum Echo".

Montag, 31. Dezember 2018

Silvester in Regensburg


Dieses Jahr war ich über Weihnachten und Neujahr zu Hause und nicht auf Reisen. Ein paar Tage vor Silvester sprach der Gärtner der Spielwiese an, dass wir ja mal wieder nach Regensburg könnten. Ich war schon ein paar Mal dort und bekam sogar einmal eine gute Stadtführung, was ich sehr empfehlen kann. Ein paar sommerliche Impressionen aus Regensburg habe ich auf dem Blog schon mal gezeigt.

So kam ich auf die Idee, die Stadt an Silvester zu besuchen. Es war nicht mehr ganz einfach, ein zentral gelegenes Hotel zu finden, aber ich bekam dann doch noch ein schönes Zimmer im Hotel Elements direkt am Dom. Mir ist es bei Städtereisen wichtig, im Stadtzentrum zu wohnen. Gerade an Silvester trinkt man ja auch mal was, da ist es super, wenn man zu Fuß zurück ins Hotel kommt. Parkplätze gab es direkt daneben.



Wir kamen am 31. Dezember nachmittags in der viertgrößte Stadt Bayerns an und blieben bis 1. Januar nachmittags. In den 24 Stunden war genügend Zeit, durch die schöne Altstadt von Regensburg zu bummeln und das Leben zu genießen.

Bummel durch die Altstadt von Regensburg


Seit dem 2006 gehört die weitgehend erhaltene Regensburger Altstadt samt Stadtamhof mit ihren historischen Ensembles und Baudenkmälern zum UNESCO-Welterbe. Eine starke Zunahme an Touristen gibt es bereits seit Ende des 20. Jahrhunderts, außerdem bevölkern viele Studenten die Stadt - Regensburg ist also vielseitig und es tut sich was.

Donnerstag, 17. Mai 2018

Stippvisite Fürth und ein neues Hotel in der Innenstadt

Mit etwa 130.000 Einwohnern ist Fürth die zweitgrößte Stadt Frankens und die sechstgrößte Stadt in Bayern. Sie liegt direkt neben Nürnberg und nicht weit von Erlangen, ist aber ganz anders. Die sog. Kleeblattstadt (im Wappen ist ein Kleeblatt; warum weiß man nicht genau) finde ich entspannender als die Nachbarstädte. 

Stadtbummel durch Fürth - die wichtigsten Infos und Sehenswürdigkeiten

Das Wahrzeichen Fürths ist der Rathausturm, der einen gefühlt nach Italien versetzt: Er wurde 1840-1850 nach Plänen der Gebrüder Bürklein im klassizistischen Stil erbaut. Man sieht in hier im Hintergrund auf der linken oberen Hälfte des Fotos. Der Turm hat den Palazzo Vecchio in Florenz zum Vorbild und bringt südliches Flair nach Mittelfranken. - Selbst wenn das Wetter so kühl ist wie dieses Jahr im Mai. :-)

Fürth mit Rathausturm im Hintergrund


Der Name Fürth leitet sich von der fränkischen Aussprache von Furth ab, da erste Siedlungen an einer Furt durch die Rednitz entstanden. Das heutige Fürth liegt östlich und südlich von Rednitz und Pegnitz. Diese beiden fränkischen Flüsse fließen nordwestlich der Altstadt zur Regnitz zusammen; der Fluss heißt ab da Regnitz und fließt bei Bamberg in den Main. 

Fürth hat einen Hafen, aber üblicherweise kommt man mit dem Auto (Autobahn A3 und Frankenschnellweg A73) oder mit der Bahn an. 1835 fuhr die erste deutsche Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth, allerdings nicht dorthin, wo der Bahnhof heute zu finden ist. Fürther Freiheit heißt das ehemalige Bahnhofsgebiet, heute befindet sich dort ein großer Platz, auf dem Veranstaltungen und ein Markt stattfinden. 

Fürther Freiheit


Mit über 2.000 Baudenkmälern hat Fürth die höchste Denkmaldichte in ganz Bayern! Man findet hier viele erhaltende herrschaftliche Häuserzeilen aus Sandstein, da die Stadt im Krieg kaum zerstört wurde.

Fürth Straßenzug

In der ganzen Innenstadt, auch nicht weit vom Bahnhof (viele kommen hier an; auf dem folgenden Foto im Hintergrund) kann man eintauchen in ganze Straßenzüge voller Historismus- und Jugendstilgebäude aus der Gründerzeit.

Fürth Bahnhofsvorplatz mit Markt und Bahnhof im Hintergrund

Vor allem die vielen versteckten, oft aufwändig renovierten Hinterhöfe finde ich faszinierend. Wer tiefer in die Geschichte Fürths einsteigen möchte, bucht einen Stadtspaziergang zum Thema.

Freitag, 27. April 2018

Fränkischer Barock: Ellingen

Vor langen Wochenenden sollte man ja nicht unbedingt eine der Haupt-Autobahnverbindungen in Deutschland fahren... Aber auch dieses Jahr schaffe ich es nicht, mich an diese Regel zu halten. Da ich nicht gerne in Staus stehe, umfahre ich diese gerne. Meist kommt man nicht viel später, aber deutlich entspannter an.

So war es auch diesmal, als ich nach einer Veranstaltung in Augsburg statt diverser Staus mit Zeitverzögerung von über zwei Stunden eine Bundesstraße gewählt habe.

Ellingen - Perle des fränkischen Barock

Anfahrt nach Ellingen


Auf dem Weg von Augsburg nach Nürnberg gelangt man auf der gut ausgebauten B2 nicht weit entfernt vom Altmühltal ins Fränkische Seenland. Eine Dreiviertelstunde südlich von Nürnberg befinden sich Orte wie Weißenburg oder Pleinfeld. Und dazwischen liegt die Perle des Fränkischen Barock: Ellingen.

Ellingen - Anfahrt

Samstag, 17. Februar 2018

Steinzeit an der Elbe: Ringheiligtum Pömmelte

Wenn man die A14 zwischen Halle und Magdeburg fährt, fällt nahe Schönebeck ein braunes Autobahnschild auf, das auf das Ringheiligtum Pömmelte hinweist. Von der Ausfahrt 7 Schönebeck fährt man der Beschilderung nach auf der B246a in Richtung Barby. Die Straße ist traumhaft gut ausgebaut, nur der letzte Kilometer geht auf einer engen Straße. Alles ist wunderbar beschildert. Es gibt auch eine Anbindung zum Elberadweg.

Ringheiligtum Pömmelte von oben

Das Ringheiligtum Pömmelte ist die Rekonstruktion einer jungsteinzeitlich-frühbronzezeitlichen Kreisgrabenanlage. Von Luftbildern wusste man seit 1991, dass hier etwas zu finden war. Die archäologischen Grabungen haben 2005 begonnen und dauerten einige Jahre, gefolgt von der Rekonstruktion der Anlage. Eröffnet wurde das Ringheiligtum Pömmelte zur Sommersonnenwende 2016. Pömmelte ist damit die jüngste Station der archäologischen Tourismusroute Himmelswege in Sachsen-Anhalt. Wer mehr über die Himmelswege lesen möchte, ich war schon in Nebra und habe darüber ausführlich geschrieben.

Am Eingang zum Ringheiligtum sind ein großer Parkplatz, Informationsschilder und Bänke zum Sitzen. Toiletten oder einen Kiosk gibt es nicht. Eintritt wird keiner verlangt, die Anlage ist ganzjährig frei zugänglich. Es handelt sich also um ein Freilichtmuseum.

Parkplatz Ringheiligtum Pömmelte

Führungen gibt es zwischen Ostern und dem Reformationstag Dienstags um 11 Uhr sowie Freitag, Samstag und Sonntag um 14 Uhr. Grabungsfunde werden im Salzlandmuseum in Schönebeck im Rahmen einer Dauerausstellung präsentiert. Das Museum ist Dienstag, Donnerstag, Freitag und Sonntag geöffnet; die aktuellen Öffnungszeiten finden sich hier.

Dienstag, 8. August 2017

Spaziergang durch Quedlinburg

Ich fahre gerne die gut ausgebaute B6, die umgangssprachlich Nordharz-Autobahn genannt wird und eigentlich eine Bundesstraße ist. Sie führt von Norden kommend ab nahe Goslar nach Bernburg/Saale, dort trifft sie auf die A14 nach Halle. Man fährt schön am Harz entlang, hat zwischendurch einen guten Blick auf den Brocken und es gibt einige Städte, in denen man sich die vom langen Autofahren müden Beine vertreten kann.

Eines der Highlights entlang der Route und bereits seit 1994 UNESCO-Weltkulturerbe ist die historisch und architektonisch sehenswerte Stadt Quedlinburg. Mehr als 1000 Jahre alt, zählt Quedlinburg zu den wenigen Flächendenkmalen des Welterbes: Auf 93 ha Fläche findet man eine historische Innenstadt mit ca. 2000 Fachwerkhäusern aus acht Jahrhunderten, den Stadtteil Münzenberg, einen Park und den bekannten Schlossberg mit Stiftskirche und Schloss.

Quedlinburg - Rathaus mit Roland und Straßencafé

Das Rathaus, rechts im Bild ein wenig zu erkennen, stammt aus dem späten Mittelalter, wurde aber Anfang des 17. Jahrhunderts im Stil der Renaissance umgebaut. Der steinerne Roland wurde erst vor einigen Jahren renoviert und steht hier hinter Gittern gut zu erkennen. Rolandfiguren sind vor allem in nord- und ostdeutschen Städten häufiger zu finden; sie verkörpern städtische Privilegien und Rechte.

Spaziergang durch Quedlingburg 


Quedlinburg lässt sich prima erlaufen! Ich habe am kostenpflichtigen Parkplatz Marschlinger Hof geparkt, dort gibt es auch Stellplätze für Wohnmobile. Dort ist auch eine kleine Touristeninformation, an der man sich Prospekte und Tipps besorgen kann. Die Stadt lebt vom Tourismus und hat inzwischen auch viele internationale Gäste, alles ist entsprechend gut ausgeschildert und erschlossen. Die großen Touristeninformationen sind nahe des Rathauses am Marktplatz. Hier gehen auch die Führungen los, die letzte um 14 Uhr.

Quedlinburg - Touristeninformation

Dafür war ich zu spät, ich bin auf eigene Faust los. Bei 28°C am späten Nachmittag habe ich es langsam angehen lassen und mir zwischendurch im Straßencafé Roland einen Eisbecher gegönnt. Dann bin ich weiter und habe die Stadt und das Leben auf mich wirken lassen.

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Aschenbrödel auf Schloss Moritzburg

Manchmal gibt es ja so Zufälle, Synchronizitäten von Ereignissen, die ich gerne als Zeichen nehme... Mir erzählte vor einigen Wochen erstmals jemand von der meist übervollen Winterausstellung zum Märchen "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" und kurze Zeit später bekomme ich drei Haselnüsse in einem Säckchen geschenkt, auf der Tourismusmesse in Leipzig, nahe des Messestandes von Schlösserland Sachsen. Schloss Moritzburg kommt im Film vor, die Außenaufnahmen spielen dort und seit einigen Jahren verwandelt sich das schöne Barockschloss im Winter in einen Märchentraum. Da ich beruflich in der Nähe war, die Sonne trotz Kälte schien und ich ungeplant etwas mehr freie Zeit als geplant hatte, habe ich die Gunst der Stunde genutzt und bin zum Schloss Moritzburg.

Schloss Moritzburg im Winter - Aschenbrödel-Ausstellung

Schloss Moritzburg liegt bei Dresden. Man fährt auf der gut ausgebauten A4 in Richtung Osten und nimmt die Ausfahrt 80 Dresden-Wilder Mann. Von dort geht es nach Norden; am besten folgt man den Schildern bis kurz vors Schloss. Gebührenpflichtige Parkplätze sind ausgeschildert. Ins Navi am besten Schlossallee, 01468 Moritzburg einpflegen.

Das Schloss kenne ich gut; ich war das erste Mal 1991 dort, damals im Sommer. Ich finde es einfach immer wunderschön, auch den Park. Diesmal, man erkennt es am Foto, war Frost und das dünne Eis auf dem See macht die Spiegelung noch unwirklicher, märchenhafter als sonst. Ich war diesmal nur kurz im Park; das macht im Frühling oder Sommer mehr Spaß und ich hatte auch nicht so viel Zeit.

Schloss Moritzburg

Alle Eckdaten zur Winterausstellung Drei Haselnüsse für Aschenbrödel finden sich immer aktuell auf der Seite hier. Diesen Winter kann man sie vom 12.11.2016 bis zum 26.02.2017 besuchen; während dieser Zeit sind die anderen Räume und die sehenswerte Barockausstellung geschlossen. Der Eintritt kostet für Erwachsene 8,- Euro, für Familien und Kinder wird es billiger.

Winterausstellung Drei Haselnüsse für Aschenbrödel - Kassenhäuschen und Eingang

Sonntag, 23. Oktober 2016

Schloss Plötzkau

Entlang der Autobahn findet sich ja immer die eine oder andere Sehenswürdigkeit. Wenn man auf der A14 von Halle nach Magdeburg fährt, sieht man rechts kurz vor dem Dreieck Bernburg einen interessant aussehenden Turm, der auch auf einem dieser braunen Schilder angekündigt ist: Schloss Plötzkau. 

Man nimmt die Ausfahrt 11 mit Namen Plötzkau, fährt dann einen kleinen Umweg, da die Ausfahrt nur in eine Richtung führt, hält sich an die Beschilderung Plötzkau und kommt auf kleinen Sträßchen durch den sonntags etwas verschlafen wirkenden Ort ans Schloss.

Schloss Plötzkau

Hier gibt es Parkplätze, eine Gaststätte namens Schloss-Schänke, eine Kemenate für Kinder und ein Museum.

Mittwoch, 25. Mai 2016

Landesgartenschau Bayreuth

Bayreuth ist immer einen Besuch wert, und dieses Jahr auch für Gartenfreunde: Die Landesgartenschau ist vom 22. April bis zum 9. Oktober geöffnet. Es ist die größte, die bisher in Bayern stattfand: Ein neuer Landschaftspark wurde in einem flachen Tal nahe der A9 gestaltet, der Rote Main auf einer Strecke von 1,2 km Länge renaturiert, die typische Auenlandschaft auf 45 Hektar wieder hergestellt, 10.000 Bäume und unzählige Blumen gepflanzt.

Das Motto lautet "Musik für die Augen", Symbolfigur der Gartenschau ist Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth. Ihr zu Ehren wurde das neu gestaltete Gelände "Wilhelminenaue" getauft. In der Zeit ihres Wirkens entstanden barocke Parks und Grünanlagen (z.B. Sanspareil, siehe hier) und Bauten wie das Markgräfliches Opernhaus, inzwischen UNESCO-Weltkulturerbe, die Eremitage oder auch das Lustschloss Fantaisie, das heute das erste deutsche Gartenkunstmuseum enthält. Es war also nicht Richard Wagner, der ja auch in Bayreuth gewirkt hat und natürlich in der Landesgartenschau auch vorkommt, sondern Markgräfin Wilhelmine, die die Planer der Landesgartenschau bei der Gestaltung inspiriert hat und die auch durch die Veranstaltung führt, immer wieder anders dargestellt, auf Schildern, als Statue. Die Bayreuther Innenstadt und die Eremitage finden übrigens durch diesen neu angelegten Landschaftspark eine Verbindung, was die Stadt sicherlich weiter aufwertet.

Landesgartenschau Bayreuth 2016 - Eingangsbereich Süd und Kassenhäuser

Die Tageskarte kostet 16 Euro, alle Details zu Öffnungszeiten, Anfahrt usw. finden sich immer aktuell auf den Seiten der Landesgartenschau Bayreuth. Es gibt drei Eingänge, Süd, Nord und West. Wer mit dem öffentlichen Nahverkehr anreist, bekommt einen Rabatt beim Eintritt.

Freitag, 20. Mai 2016

Kurpark in Bad Homburg

Ich war beruflich in Bad Homburg v. d. Höhe und habe nach der Veranstaltung vor meiner Rückfahrt den Kurzpark besucht. Ich fand das ganz praktisch: Je später der Freitag, desto weniger Staus, und ein wenig Bewegung an frischer Luft tut nach viel Sitzen immer gut.

Bad Homburg vor der Höhe


Bad Homburg vor der Höhe ist die Kreisstadt des Hochtaunuskreises (Kfz-Kennzeichen HG) und mit nur etwas über 50.000 Einwohnern schön übersichtlich. Die Stadt versteht sich als Kur- und Kongressstadt, es gibt ein entsprechendes Angebot. Die Fußgängerzone sowie ein Einkaufszentrum wirkten auf mich relativ normal, fast austauschbar mit vielen anderen Orten Deutschlands. Gut gefallen hat mir der Kurpark, der mitten in der Stadt liegt und über 40 ha groß ist. Hier ein Foto, das ich nahe der Kaiser-Friedrich-Promenade geschossen habe.

Kurpark in Bad Homburg - nahe Kaiser-Friedrich-Promenade

Mit der S-Bahn lässt sich u.a. Frankfurt erreichen, die Stadt hat drei Autobahnausfahrten der A 661 und ist durch das Bad Homburger Kreuz nicht weit von der A5 entfernt. Einen Parkplatz in der Nähe des Kurparks zu finden fand ich schwer; ich hatte daher in der Tiefgarage vom Steigenberger Hotel (s.u.) geparkt.

Kurpark in Bad Homburg v.d.H. 


Der denkmalgeschützte Bad Homburger Kurpark gilt als einer der größten und schönsten Deutschlands. Er beinhaltet die einzige unverändert erhaltene Parkanlage des bekannten preußischen Gartenbaudirektors Peter Joseph Lenné im Westen Deutschlands. Ab 1809 hat man hier einige Heilquellen (wieder-)entdeckt. Der lokale Adlige, Landgraf Philipp August von Hessen-Homburg (1779-1846) förderte daraufhin den Ausbau seiner kleinen und damals wohl etwas rückständigen Residenzstadt als Kurort. Verpflichtet wurden die aus Frankreich stammenden Gebrüder Blanc. Ab 1840 arbeiteten sie daran, ein Kurhaus und einen Kurgarten anzulegen.

Da der Kurbetrieb florierte und die Spielbank im Kurhaus Geld in die Kassen spülte, erweiterte man und engagierte Lenné mit der Gestaltung eines großzügigen Landschaftsparks. Repräsentative Kur- und Parkbauten, Pavillons und Denkmale entstanden. Neu für jene Zeit: Im Park konnte man Tennis und Golf spielen! Beide sind die ersten ihrer Art: Der Tennisplatz wurde 1876 eröffnet und ist der erste auf dem europäischen Kontinent. Der erste deutsche Golfplatz (1889 eröffnet) befindet sich ebenfalls mitten im Kurpark. Bad Homburg war entsprechend nobel und international beliebt.

Kurpark in Bad Homburg

Auch Chulalongkorn, der König von Siam, war Kurgast in Homburg, und zwar 1907. Das Wetter fand er wohl nicht so toll, aber sonst hat es ihm offensichtlich gefallen: Er ist der Stifter der Thai-Sala auf dem obigen Foto. Dieses umgangssprachlich "siamesischer Tempel" genannte Gebäude hat mir sehr gut gefallen.

Sonntag, 15. Mai 2016

Deutsches Korbmuseum, Michelau

Pfingstsonntag und Regen... Da mir bei solchem Wetter Ausflüge in die Natur nicht so großen Spaß machen, habe ich meine Mutter geschnappt und bin mit ihr los, eine entspannte Sonntagsausfahrt mit fränkischem Mittagstisch auf dem Weg und dann nach Michelau, ins Deutsche Korbmuseum. In einer Regenpause war danach noch ein kleiner Spaziergang drin.

Deutsches Korbmuseum Michelau

Michelau liegt etwas östlich von Lichtenfels und ist u.a. über die Autobahn 73 erreichbar. Man fährt an der Ausfahrt 13 Lichtenfels ab auf die B173 in Richtung Lichtenfels/Kulmbach/Kronach. Von dort sind es noch 7 km, Michelau und das Deutsche Korbmuseum sind ausgeschildert.

Sonntag, 13. März 2016

Stippvisite Hildesheim: St. Michaeliskirche

Nicht weit von der A7 südlich von Hannover liegt Hildesheim. Am besten nimmt man die Ausfahrt 62 nach Hildesheim, von dort sind es knapp 4 km bis zur Michealskirche oder der Klosterstraße, die man als Ziel ins Navigationsgerät eingeben kann, falls es die Sehenswürdigkeit nicht kennt. Ansonsten ist St. Michaelis gut ausgeschildert und auch am UNESCO-Welterbe-Symbol auf braunen Straßenschildern zu erkennen.

Bereits 1985 wurde St. Michaelis zusammen mit dem Hildesheimer Mariendom in die Welterbe-Liste der UNESCO aufgenommen, als Zeugnis einmaliger vorromanischer Architektur und Kunst.

Hildesheim: St. Michaelis
Hier der Blick auf die Kirche St. Michaelis vom Vorplatz aus.

Ottonische Vorromanik


Die Vorromanik als Übergang zwischen antiker Formenwelt und Romanik wird in Deutschland nach den jeweiligen Herrscherdynastien untergliedert: Nach der karolingischen Architektur haben wir es zwischen 920 und 1024 mit der ottonischen zu tun, und St. Michaelis ist ein Paradebeispiel dafür.