Mittwoch, 31. Dezember 2025
Impressionen Q4 2025
Mitte Oktober ging's kurz beruflich nach Jena, das herbstlich verfärbt auch was her macht. Auf dem Rückweg habe ich für einen Abendspaziergang in Arnstadt Halt gemacht, das als Bachstadt neben einer Bach-Kirche auch ein Bach-Denkmal hat, zweites Foto von links. Der Hainberg oberhalb von Stadtsteinach bietet tolle Ausblicke, unten auf dem dritten Foto bei einer Wanderung. Das letzte Foto ganz rechts unten stammt von einem entspannten Lauf in Oberfranken zur Mündung der Rodach in den Main.
Dienstag, 30. September 2025
Impressionen Q3 2025
Auch im dritten Quartal war ich wieder unterwegs, aber eher in der Nähe. Gehandicapt durch eine große Entzündung am Kiefer lief alles etwas langsamer als üblich. Zum Geburtstag habe ich mit meiner Mutter eine Ausfahrt in die Höhen des Frankenwaldes unternommen. Im nördlichen Landkreis Kronach liegt die Arnikastadt Teuschnitz. Nach einem Besuch im Café haben wir uns den Kräutergarten angeschaut, links oben in der Collage. Am 6. Juli feuerten wir die Sportler der Challenge Roth an - eine einmalige Stimmung; hier am Solarer Berg. Auch wenn ich seit einem Jahr wieder 10 km am Stück laufen kann - für 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen fehlt mir (noch?) die Kraft. Ein paar Tage später sind wir stattdessen passend zu meinem eingeschränkten Fitness-Zustand für eine Woche auf die Donau. Eine dieser Flusskreuzfahrten von Passau nach Budapest und zurück war entschleunigend und voller Sehenswürdigkeiten. Die Fotos zeigen eine Schleuse und Dürnstein in der Wachau vom Wasser aus gesehen; Foto rechts oben.
In Wien war ich oft beruflich; diesmal reichte beim Ganztages-Stopp die Zeit u.a. für die Votivkirche, links unten. Ein Highlight der Reise war natürlich Budapest, das ich zum ersten Mal besucht habe. Das dritte Foto unten zeigt den Blick von der historisch bedeutsamen Burg Visegrád auf die Donau. Rechts ein Foto aus Bayreuth, stellvertretend für die vielen Besuche beim Zahnarzt in dieser Stadt.Auch der August war von meiner Kiefergeschichte und -OP geprägt und ich war nur in der Heimat unterwegs (und im Bett...). Das erste Foto habe ich in Nagel im Fichtelgebirge aufgenommen; der Ort ist bekannt als Kräuterdorf. Rechts daneben Nürnberg: Opernhaus und zugehörige U-Bahnstation in der Dämmerung. Das dritte Foto zeigt Kronach mit der Haßlach, das vierte Kulmbach mit dem Mühlbach bzw. Weißen Main.
Samstag, 31. Dezember 2022
Impressionen Q4 2022
Im Oktober war im Garten viel zu tun, da Tausende Walnüsse von den Bäumen fielen. Ein paar davon habe ich gleich verbacken. Wer es nicht weiß, ich habe auch einen Foodblog mit fast gleichem Namen; da gibt's nicht nur Rezepte mit Walnüssen sondern auch Gebäck wie dieses - oft mit Reise-Mitbringseln, hier mit Rum aus Mauritius. Mitte des Monats stand ein Interkontinentalflug mit einer Boeing 747 auf dem Programm: Ich war auf einer Konferenz in Miami Beach, beruflich. Meist war ich im Konferenz-Center oder bei anderen Programmpunkten, aber für ein Bad im Meer und ein paar Fotos reichte die Zeit dann doch.
Die Stadt hat seit seit der Pandemie einiges an Glanz verloren; manche Restaurants sind geschlossen, vieles sieht verwahrlost aus. Nach einem heftigen Regen habe ich einen Spaziergang durch das Art Deco Viertel gemacht. Diese zwei Häuser (unten, 2. Foto von links) habe ich 2009 schon einmal fotografiert. Das Foto rechts daneben zeigt Miami vom Phillip & Patricia Frost Museum of Science aus; man sieht u.a. das Skyviews Miami Observation Wheel. Beides gab's noch nicht, als ich das letzte Mal dort war. Rechts dann wieder zuhause; im Frankenwald gab's eine Menge Pilze - es ist Herbst.
Im November wurde es dann wieder grau und kalt, wie für die Jahreszeit typisch. Ich war auf der Altenburg bei Bamberg und habe ein paar Fotos geschossen. 1109
erstmals erwähnt, wurde sie erst als Fliehburg, später als
bischöfliche Residenz genutzt und im Zeitalter der Romantik entsprechend aufgebaut. Auf dem nächsten Foto sieht man eine andere fränkische Burg, die Kulmbacher Plassenburg. Wunderschön der herbstlich verfärbte Ginkgo biloba. Mitte des Monats war ich beruflich in Wien, habe dort nichts besichtigt, dafür wurde ich zu Wiener Schnitzel (vom Kalb!) eingeladen. Eigentlich wollte ich vom Wiener Flughafen auf einen Urlaub in die Sonne, nach Israel, was sich leider zerschlagen hat. Stattdessen habe ich 2 Nächte in Bratislava verbracht und die slowakische Hauptstadt erkundet. Davon oben rechts in der folgenden Collage das Foto der Brücke mit Ufo. Was es damit auf sich hat, steht hier.
Samstag, 2. Juli 2022
Impressionen Q2 2022
Anfang April war ich zuhause; vom Urlaub hatte ich mir eine Bronchitis mitgebracht, die erst auskuriert werden musste. Am 1. April lag ein wenig Schnee. Das zweite Foto ist der Blick aus meinem Fenster: Ein typischer Sonnenuntergang mit der Hälfte der Windräder, die in Bayern letztes Jahr gebaut wurden: 4 Stück stehen bei uns um die Ecke, nur 8 wurden gebaut. Erneuerbare Energien sind ein Thema des Jahres 2022. Die beiden anderen Fotos zeigen Vogtendorf bei Kronach (dieses hübsche ehemalige Rathaus wurde 1763 errichtet) und das ehemalige Landesgartenschaugelände in Kronach. Wenn man durch den Fernseher schaut, sieht man in der Ferne die Festung.
Der erste Spaziergang nach der krankheitsbedingten Pause führe mich ins malerische Fischbachtal. Dort kenne ich drei Singletrails entlang der Fränkischen Linie - geologisch hochinteressant, teils felsig und mit super Aussichten. Nach coronabedingert Pause leuchtete Kronach wieder! Dieses Jahr verwandelte sich das Landesgartenschaugelände allabendlich in ein Lichtspektakel. Ich war am Eröffnungstag dort und habe auf Instagram eine Reihe Fotos und Stories geteilt. Die letzten beiden Fotos zeigen Český Krumlov, das ich Ende des Monats über Nacht besucht habe. Die auch Krumau an der Moldau genannte Stadt liegt in Südböhmen, die Altstadt ist UNESCO-Welterbe. Am Abend war ich fast alleine unterwegs und konnte die schönen Aus- und Einblicke genießen.
In diesem Jahr wurden auch die beruflichen Reisen wieder mehr und es ging erstmals wieder ins Ausland. Von London habe ich wenig mehr als das abendliche Foto unten gesehen, aber es war schön, Kolleg:innen aus anderen Ländern wieder zu treffen. Ich habe es geschafft, dass meine vielen Corona-Tests immer schön negativ blieben, vielleicht weil ich einer der wenigen mit Maske war. Das dritte Foto oben zeigt mein typisch englisches Hotelfrühstück. Als ich zurückkam, war richtig Frühling; es blühte schön, u.a. auch die Apfelbäume. In Seibelsdorf im Landkreis Kronach liegt dieses ehemalige Rittergut. Das schlossähnliche Gebäude von 1829 war ein stattlicher Gutshof mit Ländereien, heute steht es leer.
Samstag, 1. Januar 2022
Fotoparade 2021 – Jahresrückblick mit vielen Fotos meiner Reisen und Ausflüge 2021
Auch dieses Jahr gibt's wieder eine Fotoparade; wie immer organisiert von Michael von Erkunde die Welt. Es ist schon die elfte Runde. Ich mag die Idee, sich am Jahreswechsel hinzusetzen, die Erlebnisse und Erfahrungen des alten Jahres Revue passieren zu lassen und dabei durch Fotos zu wühlen. Hierbei kommen eine Menge Erinnerungen hoch – und mir fiel auf, dass ich in diesem zweiten Coronajahr doch wieder deutlich mehr unterwegs war und sogar auch wieder ein paar Mal spontan ins Ausland gereist bin!
Schon immer habe ich eine Masse halbfertige Reise-Ideen im Hinterkopf. Außerdem packe ich gerne Möglichkeiten beim Schopf und verreise spontan. Das war dieses Jahr gut so: Es lohnt sich in diesen unplanbaren Zeiten, flexibel zu sein und immer dann wegzufahren, wenn die Inzidenzen zuhause und in der Zielregion sowie die Reisebeschränkungen es zulassen. Das Jahr 2021 hat uns zum Glück Impfungen gebracht, und seitdem fühle ich mich etwas sicherer. Mir wäre es unwohl dabei, in anderen Ländern von den Bürgern evtl. selbst benötigte Krankenhausbetten zu belegen, also war ich eher in der Nähe, organisiert mit einer Travel Bubble und sonst viel mit dem Auto und relativ kurz unterwegs.
Als Illustration zu meinem Jahr 2021 die beliebtesten neun Fotos meines Instagram-Kanals sowie ein Screenshot von Google Maps mit Punkten, wo ich mich dieses Jahr so rumgetrieben habe, wenn mein Smartphone mitgetrackt hat. ;-)
Bei den roten Punkten sind ein paar berufliche Touren dabei (Deutschland, Schweiz, Österreich – alles andere wurde abgesagt und lief virtuell), eine Pressereise innerhalb Deutschlands, eine Kreuzfahrt (die Punkte rechts unten in Griechenland) und ein paar Reisen mit dem Auto nach Polen und Tschechien sowie nach Österreich und am Jahresende noch ein Citytrip mit dem Flieger nach Norditalien. Vier Hauptstädte habe ich besucht: Athen, Berlin, Prag und Wien – in dieser Reihenfolge. Daneben haben wir viele Tagesausflüge unternommen, meist Sightseeing und Wandern bzw. die Natur erkunden. Davon sind interessanterweise die meisten dieser Fotocollage oben; vor allem Schnee scheint auf Instagram beliebt zu sein...
Auch dieses Jahr habe ich es nicht geschafft, die Beiträge zu meinen Ausflügen und Reisen zeitnah auf den Blog zu verfrachten; vieles hängt als Entwurf fest und wartet darauf, dass ich mehr Zeit und Lust habe, hier produktiv zu arbeiten. Nicht nur die Pandemie kostet Kraft, und manchmal faulenze ich lieber und genieße die Zeit draußen oder auf einem Kurztrip als auf dem Blog ausführlich über meine Ausflüge und Reisen zu berichten. Über Instagram habe ich wieder einiges zwischendurch gepostet, so dass man oft mitkriegt, wo ich gerade bin oder wo ich die letzten Tage war.
Neun Fotos möchte Michael diesmal nicht, sondern sechs. Oder zwölf oder 13 oder doch mehr, wie man möchte. Die Aufgabe der Blogparade lautet, Fotos passend zu Kategorien zu finden. Die Kategorien sind für mich, der ja gerne Genuss, Kultur, Architektur und Bewegung an frischer Luft mag, eher weiter weg von dem, was ich üblicherweise poste und daher eine besondere Herausforderung. Man kann die vorgegebenen Kategorien auch abändern (mache ich nicht, das wäre ja langweilig!), andere wählen oder sogar weitere Kategorien dazu packen. Und natürlich das schönste Foto. – Na, da schauen wir mal, was ich alles auf der Festplatte finde. :-)
1. Licht und Schatten
Die Welt spielt gerne mit Licht und Schatten – und zum Fotografieren ist das immer eine Herausforderung. Hier sind drei Figuren im Vordergrund, gegen das Licht, und im Hintergrund liegt Wrocław (Breslau).
Dahin bin ich im Juli gefahren, als meine Zweitimpfung gerade 15 Tage her war, ich also ohne Tests nach Polen und Tschechien reisen durfte. Die sog. Büßerinnenbrücke verbindet die beiden Turmspitzen der Magdalenenkirche und ist ein beliebter Aussichtspunkt, um einen ersten Eindruck der Stadt zu bekommen. Die kleine Hexe Martynka rechts im Bild kriegt etwas von der Sonne ab, während das Gesicht der eitlen Tekla, die zur Strafe für ihre Faulheit die Brücke kehren muss, im Schatten liegt. Ihr Gesicht ist auf dem Foto daher kaum zu erkennen.
2. Tierisch
Tiere fotografiere ich eher selten. Manchmal sind sie einfach zu schnell, und oft schaue ich sie einfach an, ohne dran zu denken, dass ich fotografieren könnte. Libellen habe ich welche fotografiert; die sieht man ja auch weniger als früher und ich freue mich jedesmal an der Eleganz und den Farben, wenn ich eine sehe. Leider wurden die mit meinem Smartphone nicht ganz scharf. Dieser Schmetterling jedoch saß ganz brav an dieser Wilden Karde, als ich wandernd bzw. erkundend dran vorbei schlenderte und ließ sich willig auf Speicherkarte bannen.
So einen Schmetterling hatte ich zuvor noch nie gesehen, also habe ich ihn fotografiert, um später zu recherchieren, wie er heißt. Russischer Bär oder Spanische Flagge, es gibt wohl mehrere Namen für dieses beeindruckende Insekt. Wir haben uns den Stein-Erlebnispfad in den Haßbergen angeschaut. Auf einer einfachen Rundtour, die auch für Kinder geeignet ist, erfährt man viel über Steinbrüche sowie Tiere und Pflanzen, die sich dort angesiedelt haben. Zwischendurch hat man super Ausblicke bis nach Thüringen. Auch zu empfehlen ist der Biergarten der Diakonie, ein paar Meter vom Parkplatz entfernt.
Größer geht's auch, klar! Näher auch. Das hier sind meine Lieblingskühe, nicht weit von einer Stelle, an der ich oft vorbeiradle. Schon im Vorjahr hatte ich zwei Kühe beobachtet, die diese auffällige Musterung aufwiesen. Dieses Jahr gab's plötzlich vier von der Sorte, zwei davon kleine Kälbchen!
Im Frankenwald gibt es zum Glück Landwirte, die ihre Tiere artgerecht halten. Ziegen an Hanglagen, Schweine draußen mit Möglichkeit zum Aufwärmen im Winter, Enten an kleinen Tümpeln, oder Kühe auf großen Weiden. Auf der Weide hier sind auch noch braun-weiß gescheckte Kühe, die ich nicht auseinander halten kann. Aber diese hier sind besonders. Ich bin mir nicht sicher, es können Galloway-Rinder sein.
Ein drittes tierisches Foto habe ich noch – auch eins meiner Lieblingstiere. Esel finde ich so toll, da sie (wie Katzen, auch Lieblingstiere) ihren eigenen Kopf haben und mir daher etwas ähneln. ;-)
Stur oder störrisch sagt man gerne, aber eigentlich bedeutet das nur, dass man sie nicht so einfach zähmen kann wie andere Spezies. Auf Nordzypern habe ich mal eine ganze Menge frei lebende Esel gesehen, und in Griechenland gibt's viele Esel. Als Kind hatte ich ein Fotobuch, das ein kleines Mädchen mit einem Esel auf einer griechischen Insel begleitete. Vielleicht hat das ja geprägt.
Aufgenommen habe ich das Foto auf Rhodos Ende Mai. Von dem Ausflug dort gibt's weiter unten noch ein anderes Foto. Das Licht an dem Tag war offensichtlich klasse zum Fotografieren.
3. Gewässer
Das Wort Gewässer ist ja weit gefasst. Ich hatte kurz überlegt, ob ich das Meer zeigen soll, bin dann aber doch bei einem belebten Fluss hängen geblieben.
Montag, 23. August 2021
Faszinierende Flüsse & Flusslandschaften in Deutschland: Der Main
Meine Reiseblogger-Freundin Marion von Escape from Reality hat im Frühjahr nach Tipps rund um Rhein, Main, Mosel, Elbe & Co. gefragt. Daraus entstand der lange Artikel Alles im Fluss: Faszinierende Flüsse & Flusslandschaften in Deutschland. Ich hatte eine Zeitlang überlegt, worüber ich berichten möchte, und bin dann doch bei dem Fluss
vor der Haustür gelandet, über den ich bereits
ein wenig hier auf dem Blog habe. Von mir gibt's also etwas über die beiden Quellen des Mains und den Zusammenfluss bei Kulmbach.
Im zweiten Corona-Jahr bieten sich kurze Ausflüge innerhalb Deutschlands an, und Flusslandschaften finde ich besonders faszinierend. Den Artikel kann ich daher jedem ans Herz legen.
Sonntag, 18. April 2021
Spaziergang durch das mittelalterliche Creußen
Creußen liegt südlich von Bayreuth am Rande der Fränkischen Schweiz und mit eigener Autobahnausfahrt nicht weit weg von der A9 direkt an der B2. Auch mit der Bahn ist das mittelalterliche Städtchen gut zu erreichen; die Züge zwischen Nürnberg und Bayreuth halten hier und Creußen ist gut angebunden. Der Rote Main fließt nicht weit von seiner Quelle in einer Schleife um die auf einem Sandsteinfelsen errichtete Altstadt.
Gesiedelt wird hier seit über 1000 Jahren, Stadtrechte bekam Creußen im Jahre 1358. Enthalten ist der mittelalterliche Kern, die Stadtbefestigung ist neu renoviert und beeindruckt durch Türme und Tore. Es gab hier früher eine Burg, die aber zerstört wurde. Die Stadt hat eine bewegte Geschichte, sie wurde mehrfach angegriffen und einiges wurde zerstört, u.a. litt sie unter dem Einfall der Hussiten, die Markgrafenkriege oder einen großen Stadtbrand. Heute leben knapp 5000 Einwohner hier.
Man kann nahe der Stadtmauer auf einem beschilderten Parkplatz parken und von dort gemütlich in die Altstadt rein. Hier erkennt man, dass viele Häuser bereits sehr alt sind; auch die Gassen sind nicht für moderne Autos gemacht, alles ist etwas eng. Wenn man genauer schaut, findet man viele Details, alte hübsche Holztüren, bunt bemalt oder Figuren aus Cortenstahl wie die obere, die z.B. ein Handwerk darstellen.
Erhalten hat sich das über 500 Jahre Alte Rathaus, das mir besonders gut gefallen hat. Es wurde um 1350 erbaut, mehrmals zerstört und sieht renoviert aus. Das Dach mit den Fledermausgauben finde ich schön. Innen befindet sich u.a. ein Trauraum und ein historischer Sitzungssaal; es wird also noch genutzt. So kurz nach Ostern erkennt man links im Foto auch noch Osterschmuck.
Donnerstag, 15. April 2021
Stippvisite nach Lindenhardt und zur Rotmainquelle
Auch dieses Jahr bin ich wenig unterwegs, und meist im näheren Umkreis. Die 15km-Regel, die wir Anfang des Jahres hatten, wurde zwar gekippt, aber da man eh nirgends übernachten kann, macht es wenig Sinn, weit weg zu fahren.
Als ich beruflich unterwegs war und wie üblich zu viel gesessen bin, habe ich die Gelegenheit genutzt, auf dem Heimweg ein wenig frische Luft zu schnappen und mich etwas zu bewegen. Zwischendurch fing es an zu schneien (Aprilwetter...), so dass meine Wanderung allerdings nicht allzu lange dauerte. ;-)
Pfarrkirche St. Michael, Lindenhardt mit Grünewald-Altar
Seit langem wollte ich mir schon die Kirche in Lindenhardt anschauen. Der Ort ist ein Stadtteil von Creußen und liegt südlich von Bayreuth. Die Kirche ist an der Autobahn A9 angeschrieben: Ein braunes Schild weist nahe der Ausfahrt Trockau auf den berühmten Grünewald-Altar hin.
Auch von außen ist die Kirche imposant. Sie zählt zu den Markgrafenkirchen, von denen es in Oberfranken eine ganze Menge gibt. Sie entstanden unter der Herrschaft der Markgrafen zu Brandenburg-Bayreuth-Kulmbach. Nach dem Dreißigjährigen Krieg waren viele Kirchen in schlechtem Zustand und wurden danach im Stil des Barock umgebaut oder neu errichtet. Es gibt ein Projekt im Kirchenkreis Bayreuth, in dem diese Kirchen beschrieben werden. Hier der Link zu den Markgrafenkirchen in Oberfranken.
Die Kirche in Lindenhardt ist dort auch gut beschrieben (Link), so dass man sich vor dem Besuch bereits informieren kann. Auch die Website der Kirchengemeinde lohnt einen Besuch. Als ich gegen 19 Uhr dort war, war sie noch geöffnet und ich bin eingetreten.
An der Stelle der Kirche gab es bereits um 1130 eine Kirche, die vom Bamberger Bischof Otto dem Heiligen gestiftet wurde. Im Laufe der Zeit wurde sie immer wieder umgebaut, bis sie im Jahr 1684 mit fast dem ganzen Ort abbrannte. Danach wurde die Kirche wieder aufgebaut, wobei wohl Teile noch genutzt werden konnten, brannte 1855 teilweise wieder ab, wurde wieder umgestaltet und erweitert.
Mittwoch, 31. März 2021
Impressionen Q1 2021
Gerne mache ich auch dieses Jahr weiter mit meinen Impressionen von Ausflügen oder Reisen. Ich teile hier einige Fotos, die ich im ersten Vierteljahr geschossen und zum großen Teil auf meinem Instagram-Kanal veröffentlicht habe. Manchmal schreibe ich da einiges an Text und Erklärung dazu, und damit diese Informationen in jenem schnellen Medium nicht untergehen, suche ich einige Highlights heraus und veröffentliche sie als Impressionen hier auf meinem Reiseblog. Pandemiebedingt fallen Reisen zurzeit aus, aber auch in der Heimat und als Halbtagesausflug (wir durften in Deutschland zeitweise nur 15 km von zuhause weg) gibt es viel zu sehen und zu erleben.
Los geht's mit dem Januar 2021 und einer kurzen Autotour zur Tanzlinde in Peesten im südlichen Landkreis Kulmbach. Schon im15. Jahrhundert tanzte man hier, der Brauch ist also schon alt. Der heutige Baum, eine Sommerlinde, wurde 1951 gepflanzt. Darum herum gibt es ein großes Holzgestell, auf dem in Nicht-Corona-Sommern getanzt wird. Das zweite Foto zeigt den frisch renovierten Radspitzturm im Frankenwald. Am Feiertag Heilige Drei Könige war es relativ voll mit Spaziergängern und rodelnden Kindern auf dem daneben liegenden Hang, von dem sonst Gleitschirmflieger starten. Rechts zwei Fotos von einer Schneeschuhwanderung im Frankenwald. Man kann einfach querfeldein gehen, das mag ich!
Links auch das Ende einer Schneeschuhtour im Frankenwald; es wird ja schon früh dunkel und dämmerte hier schon: In Grafengehaig steht eine der besterhaltenen und ältesten Wehrkirchen Deutschlands. Die
Kirche finde ich beeindruckend, da möchte ich bei Tageslicht und wenn es wärmer ist nochmal
hin. Daneben Fotos vom nördlichen Frankenwald; die Gegend um Geroldsgrün besticht durch traumhafte Winterlandschaften und schöne Wanderwege. Den Hashtag #winterwonderland konnte ich da gut verwenden. Teils waren wir auch ohne Schneeschuhe, aber mit Gamaschen unterwegs. Die brauchte man bei den Schneehöhen.
Im Februar habe ich eine 10.000 Schritte Challenge gemacht: Jeden Tag wollte ich mindestens diese Zahl auf meiner Uhr haben. Da ab 21 Uhr Ausgangssperre war, war das gar nicht so einfach, und machmal habe ich es nur geschafft, wenn ich abends noch im Dorf herummarschiert bin. Lustigerweise habe ich da sogar manchmal jemanden getroffen. Selten war ich bei Tageslicht unterwegs, daher gibt's wenige Fotos. Links oben in einer Mittagspause Rugendorf mit dem Frankenwald im Hintergrund. In der Mitte Fotos von einer Schneeschuhwanderung am Döbraberg; am Wochenende war da relativ viel los. Das Foto rechts oben zeigt den Felsengarten Sanspareil, über den ich hier einmal geschrieben hatte. Sonntags war es relativ voll, so dass man teils vom Weg weg musste, um Abstand zu halten.
Unten links ein Sonnenuntergangsfoto bei den Rugendorfer Windrädern. Der Schnee wurde weniger, das Glatteis auch, so dass ich meine 10.000 Schritte sicherer, aber durch Matsch gehen konnte. In der Mitte ein Foto vom Frankenwald: Wir waren bei Schauenstein unterwegs, parkten am Weberhaus in Neudorf und wanderten teils querfeldein. An manchen Stellen lag Schnee, aber man sah auch viel Grün. Rechts der ehemalige Bahnhof von Culmitz nahe Naila im Frankenwald. Wir sind den Weberhausweg DÖ 11 gelaufen, 6 km gut ausgeschildert und abwechslungsreich. An dieser Stelle fuhr früher eine Nebenstrecke, um eine Fabrik gut erreichen zu können. Heute ist hier ein Radweg; vielleicht fahre ich da im Sommer mal mit dem Fahrrad. - Meine Challenge habe ich übrigens geschafft. :-)
Mittwoch, 6. Januar 2021
Fotoparade 2020 - Jahresrückblick
Das Jahr 2020 war anders als geplant, und außer einer kurzen Reise im Februar war ich nicht mehr im Ausland unterwegs. Auf meinem Foodblog gibt's auch einen kulinarischen Jahresrückblick auf 2020. Lange habe ich daher überlegt, ob ich diesmal bei Michaels Fotoparade mitmachen möchte.
Ich bin nur unregelmäßig dabei, und eigentlich lebt die Fotoparade vor allem von schönen Reisebildern aus aller Welt. Reisen war 2020 kaum möglich, oft sogar untersagt. Es geht Michael diesmal nicht darum, die schönsten Bilder zu finden, sondern stattdessen mit spannenden Bildern aus dem Corona Alltag auszubrechen.
Eigentlich sollte es auch keine Vorgabe-Kategorien geben, aber hier wurde nachgelegt und es gibt 6 Begriffe sowie die Möglichkeit, weiter zu ergänzen. Die Kategorien der Fotos sind: #kalt, #monochrom, #Weite, #Heimat, #abgedreht, #maskiert. Früher gab's immer das schönste Foto; das habe ich auch diesmal versucht zu finden, habe mich dann aber für ein 'typisch 2020' entschieden.
1. kalt
Kalt war es sogar im Mai nochmal: In der zweiten Maihälfte gab es Nachtfrost und Schnee, und im Garten erfror so ziemlich alles, was erfrieren kann. Keine Walnüsse, keine Äpfel, keine Birnen, keine Kirschen, keine Pfirsiche - gar nichts! Und genau so trostlos wie das Jahr 2020 ist dieses Foto.
Ich habe mich für ein Foto entschieden, das trotzdem für mich dieses Jahr typisch war. Ich bin sehr viel Fahrrad gefahren. Mein Mountainbike, das fürs Mittelgebirge idealerweise ein E-Bike bzw. Pedelec ist, war mein liebstes Sportgerät. Gekauft habe ich es schon 2016, aber erst dieses Jahr bin ich richtig viel damit gefahren. Vor allem in der Umgebung, immer von zuhause los.
Dieses Foto ist vom Dezember und zeigt den ersten Schnee, der liegen blieb. Ich war auf Feldwegen zwischen Äckern und Hecken des Stadtsteinacher Bergfelds unterwegs, wo es nicht ganz so glatt war. Im Hintergrund sieht man die Höhen des Frankenwalds.
2. monochrom
Marmor hat wenig Farben, also eignet sich dieses Foto vom Bamberger Dom sehr gut für das Thema monochrom. Wir haben es im Oktober noch geschafft, an einer Führung der Volkshochschule teilzunehmen, die den Schwerpunkt auf die Skulpturen der Bildhauerwerkstatt legte.
Dem Dozenten war aufgefallen, dass bei vielen Skulpturen etwas nicht stimmt, sie Fragen hinterlassen oder evtl. durch die Künstler bzw. Handwerker einfach nur Fehler gemacht wurden. Dieser Interpretationsansatz war spannend; man sieht danach den Dom mit ganz anderen Augen.
Am letzten Oktoberwochenende war es zwar kalt, aber wir haben die Gelegenheit genutzt, danach einen längeren Spaziergang durch die Bamberger Altstadt zu machen. Sie ist bereits seit 1993 in der Welterbe-Liste der UNESCO und immer wieder sehenswert.
3. Weite
Die Kategorie Weite war für mich die einfachste. Weite habe ich dieses Jahr so beeindruckend erlebt, dass ich fast das Fotografieren vergessen und nur noch genossen habe, was vor mir lag.
Die Sahara in Mauretanien bietet einen Weitblick, der einmalig ist. 500 km weit ist nichts als Sand und Wüste. Dahinter kommt Mali. Und ich schätze, da geht es mit Sand und Wüste weiter...
Mittwoch, 30. September 2020
Impressionen Q3 2020
Auch im dritten Quartal des Jahres 2020 hatte uns Corona im Griff; es gab weiterhin Reisewarnungen. Manche Freunde waren zwar in Urlaub, aber ich habe versucht, Abstand zu Menschen zu halten und war daher fast nur in der näheren Umgebung unterwegs. Nach vielen Monaten Home Office gab's erste Termine außer Haus, aber nur innerhalb Bayerns und immer vorsichtig.
Der Juli ging heiß los und ich bin auf dem Rückweg von einem beruflichen Termin abends noch in diesen See gehüpft und ein paar Runden geschwommen. Ein schöner Tag in Bayern; selbst der Himmel war weiß-blau. Ebenso auf dem nächsten Foto im Bayreuther Ortsteil St. Georgen. Die Ordenskirche ist eine der Markgrafenkirchen, erbaut 1705 bis 1711 als geistliches Zentrum der Planstadt St. Georgen am See und bekannt als herausragendes Beispiel des protestantischen Barock in Deutschland. Nicht weit von Kulmbach liegt die Burg Wernstein. Im 14. Jahrhundert erbaut, im 17. Jahrhundert als Renaissanceschloss umgebaut, im 18. Jahrhundert um Häuser für Bedienstete erweitert, woraus der heutige Ort Wernstein entstand. Sie ist in Privatbesitz und lässt sich nicht besichtigen, aber umwandern.
Links ein Foto ins Fischbachtal hinein, südlich von Kronach. Mir gefällt vor allem das Dreidimensionale im Fischbachtal, die Wanderwege und Aussichten sind empfehlenswert. Ich war an dem Tag mit dem Rad unterwegs. Die weiteste Tour führte mich beruflich nach München und abends sogar in einen Biergarten, den man auf dem mittleren Foto sieht. Rechts ein Foto von Kulmbach, das sehr schöne Ecken hat, nicht nur die Plassenburg und das Rokoko-Rathaus. Dies hier ist der Marktplatz.
Weiter geht's mit dem August. Von den 8 Windrädern, die dieses Jahr in Bayern neu gebaut wurden, befinden sich 4 etwas außerhalb unseres Dorfs. Es war spannend, die verschiedenen Bauabschnitte zu beobachten. Vor allem mit dem Rad kommt man nahe ran. Das Stadtschloss von Lichtenfels wurde bereits im 16. Jahrhundert erbaut; in der Ferne sieht man Kloster Banz. Die beiden Fotos rechts stammen von einer Sonntags-Radtour, bei der wir wegen der Hitze früh los sind. Es ging bergauf, bergab, bergauf, bergab, zum Glück habe ich ein E-MTB und es gab zwischendrin einen Wald voller Heidelbeeren.
Gut gefallen mir die Weberhäuser und der Handwerkerhof in Plauen, links unten in der Collage. Nochmal die Erinnerung, dass alle Bilder hier auf dem Blog größer werden, wenn man drauf klickt! Hier finden sich zahlreiche Werkstätten, ein Café und daneben soll nahe der ehem. Hempelschen Fabrik ein Kreativzentrum entstehen. Traumhaft schön die Abendstimmung am Zeulenrodaer Meer bzw. der Talsperre Zeulenroda in Thüringen auf dem zweiten Foto unten. Wir waren zuvor bei der Körperwelten-Ausstellung von Gunther von Hagen in seiner Heimatstadt Greiz. Der Jüdische Friedhof in Burgkunstadt wurde zwischen 1625 and 1942 von jüdischen Gemeinden in Oberfranken genutzt. Er ist mit dicken Steinmauern eingefasst. Man darf nicht rein, aber kann über die Mauer hinein schauen und fotografieren. Ende August wird es schon wieder dunkler und nach der Arbeit bleibt wenig Tageslicht, so dass meine Radtouren kürzer werden. Hier ein Blick auf Oberzaubach bei Stadtsteinach und das Bergfeld, in Hintergrund der Frankenwald mit der Grünburg, ehemalige Ringwallanlage.
Dienstag, 30. Juni 2020
Impressionen Q2 2020
Hier ein paar Fotos, die ich auf Instagram zwischen April und Juni geteilt habe bzw. die mir sonst so vor die Linse kamen. Los geht's mit April.
Die Ausgangsbeschränkung in Bayern erlaubte das Verlassen der Wohnung nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe und für Bewegung an der frischen Luft - allein oder mit den Menschen, mit denen man zusammenlebt. So sind wir in der Region gewandert oder geradelt. Die ersten beiden Fotos stammen vom Wanderweg KC 65, der zur Radspitze im Frankenwald führt. Die Fernsicht war ein Traum. Da Klopapier extrem knapp wurde, habe ich selbst eine Klopapiertorte gebacken. An Ostern war schönes Wetter und auf dem Mühlenweg im Frankenwald war es so leer, dass man gut mit dem Mountainbike fahren konnte.
Mit Humor erträgt sich einiges besser, auch Corona. Das zweite Foto zeigt einen Feldweg, der sich gut radeln lässt, nicht weit von daheim. Auch dieses Jahr wurde es Frühling; die Apfelblüte war besonders schön. Leider gab es danach noch mehrmals Nachtfrost, bis in die zweite Maihälfte hinein, so dass es dieses Jahr fast kein Obst und keine Walnüsse gibt. Rechts ein Sonnenuntergang an einem kühlen Aprilabend.
Im Mai war ich wieder viel in der Region unterwegs, meist wandernd oder mit dem Rad. Beeindruckt hat mich das Frankenwaldsteigla Im Kohlenwald nahe Stockheim. Auf 6,9 km wandert man auf den Spuren des bayerischen Steinkohlebergbaus. 400 Jahre lang wurde hier Steinkohle geschürft, 1968 wurde die letzte Zeche still gelegt. Bei der Wanderung kommt man auch kurz nach Thüringen und sieht Lostplaces und das grüne Band. Das balancierende Mädchen vom dritten Foto oben findet man in der Korbstadt Lichtenfels. Rechts ein Foto entlang des Flößerwegs bei Marktrodach. Ich trage fürs Foto einen Mund-Nasen-Schutz von Frankenwald Tourismus.
Unten links ein Foto vom Frankenwald nahe Wartenfels, auch nicht weit von zuhause und gut mit dem E-Bike machbar. Daneben der Patersberg-Aussichtsturm nahe Veitlahm, nicht weit von Kulmbach. Der Sandsteinbau hat eine steinerne Wendeltreppe mit Turm und bietet eine schöne Aussicht auf die Region. In der Erde nahe meines Wohnorts Rugendorf fand man beim Bauen der Fundamente für Windkraftanlagen Siedlungsreste aus der Jungsteinzeit, die von Archäologen ausgegraben wurden, bevor der Bau weiterging. Die 5.500 Jahre alten Relikte werden nun ausgewertet. Und das letzte Foto vom Mai: Weniger als 30 Minuten von daheim entdecke ich immer wieder neues, rechts die Felsenkeller von Ebneth. Sie wurden im Wald in Sandstein gehauen und dienten bis Mitte des 20. Jahrhunderts zum Lagern von Bier und Lebensmitteln für die Bevölkerung und danach noch als Ort zum Feiern.
Sonntag, 31. Mai 2020
Die Eremitage Bayreuth: Markgräfliche Parkanlage in Oberfranken
Eine der Haupt-Sehenswürdigkeiten der Region Bayreuth ist die Eremitage. Diese historische Parkanlage mit abwechslungsreicher höfischer Architektur wurde hauptsächlich im 18. Jahrhundert gestaltet, immer wieder renoviert und ist heutzutage auch bei den Einheimischen sehr populär.
Der Eintritt in den Landschaftspark kostet nichts und ist ein beliebtes Ziel für einen Sonntagsspaziergang mit der Familie. Die meisten Wege sind eben und gut ausgebaut, so dass man an vielen Stellen auch mit Kinderwagen oder Rollator unterwegs sein kann. Wer gut zu Fuß ist, geht auf kleineren Wegen oder auch Treppen, und kann einige Stunden in der 49 Hektar großen Anlage verbringen.
Das Foto zeigt das Alte Schloss, in dem es auch Führungen gibt (dazu unten mehr). Ich mische hier einige Fotos von heute und vom 01.06.2019, als ich ebenfalls hier war.
Ich kenne die Eremitage seit über 20 Jahren und gehe gerne dorthin, auch um zu entspannen. Die großen Bäume und geometrisch angelegten Gärten sowie die vielen Gebäude wirken auf mich irgendwie beruhigend. Die Bäume und Bepflanzungen sind je nach Jahreszeit sehr unterschiedlich, jede Zeit hat ihren Reiz. Besonders schön finde ich die Eremitage im Frühsommer, wenn die großen Rhododendren blühen.
Montag, 4. Mai 2020
Urlaub zuhause: Impressionen vom Mühlenweg im Frankenwald
Dieses Jahr werden die meisten ihren Urlaub hierzulande verbringen. Corona und die bestehenden Reisebeschränkungen machen Ausflüge, Kurzreisen oder auch Camping innerhalb Deutschlands attraktiv. Der eine oder andere, der sonst im Urlaub lieber in die Ferne reist, fängt an, sich zu überlegen, wo es hierzulande am schönsten ist.
Sanne von Travelsanne hat sich bei Reisebloggern umgehört und zum Thema Heimatliebe Schönste Urlaubsziele in Deutschland gesammelt. Im Teil mit den Reisetipps von Reisebloggern für den Süden bin ich dabei und habe über meine Wahlheimat, den Frankenwald, geschrieben.
Hier auf dem Blog finden sich unter der Kategorie Franken ja schon lange auch Tipps und Ausflugsideen innerhalb Frankens. Franken besteht aus Unter-, Mittel- und Oberfranken und nimmt ungefähr die nördliche Hälfte Bayerns ein. In Oberfranken finden sich UNESCO-Welterbestätten, sehenswerte Städte, Burgen, Museen, aber auch viel Natur und Landschaft, die zum Erholen einlädt. Die Fränkische Schweiz ist manchmal überlaufen; mehr Ruhe findet man im Fichtelgebirge und im Frankenwald.
In beiden Mittelgebirgen leben relativ wenig Menschen; man trifft nicht ständig auf andere, und man kann sich von den vielen sehr gut ausgeschilderten Wander- und Fahrradwegen immer wieder neue aussuchen und so die Region bequem erkunden. Mein kurzer Beitrag bei Sanne heißt daher "Kraft tanken im Frankenwald, Waldbaden nennt man das heutzutage... ;-)
An Ostern waren wir auf dem bekannten Mühlenweg unterwegs, der sich auch "grüner Pfad im Frankenwald" nennt und der zu vielen idyllischen Stellen führt. Vom Mühlenweg stammen die Fotos hier und bei Sannes Artikel.
Dienstag, 31. März 2020
Impressionen Q1 2020
Los geht's mit dem Januar 2020 und einigen Wanderungen durch die heimischen Wälder im Frankenwald und Fichtelgebirge. In der Mitte oben ein Foto vom Biathlon-Weltcup in Oberhof. Der Schnee kam aus der Skihalle in Neuss und wurde mit LKWs angekarrt, was für die Umwelt sicherlich nicht das Beste ist. Die Stimmung vor Ort war allerdings klasse und ich habe das Erlebnis genossen, dabei sein zu dürfen. Das nächste Foto zeigt den Anflug auf den Flughafen Heathrow; ich war Mitte Januar ein paar Tage in England auf einer Veranstaltung. Damals kamen noch Direktflüge aus Wuhan an und einige Kollegen hatten danach Husten und eine etwas ungewöhnliche Grippe; allerdings wissen wir bis heute nicht, was das wirklich war.
Eher zufällig kam ich zum Schloss Schwarzburg, das malerisch im Thüringer Wald liegt. In diesem Ort hat Friedrich Ebert 1919 die Verfassung des Deutschen Reichs unterzeichnet, einiges südlich von Weimar, der Stadt, die der Weimarer Republik ihren Namen gab. Die letzten Jahre wurde hier renoviert, das Foto links zeigt das Schloss von der Ferne. Am Ende des Monats bin ich beruflich eine lange Strecke Auto gefahren; abends war Zeit für einen Stadtbummel im niederländischen Eindhoven. Fasziniert hat mich die Parkgarage für Fahrräder, hier auf dem mittleren Foto.Von dort ging's über Belgien, das Saarland und das Elsaß nach Zürich. Hier ein Foto von einer kleinen Pause mit Blick auf die Hohkönigsburg, die man bei dem klaren Winterwetter sehr gut sehen konnte.
Im Februar habe ich ein Foto vom Anflug auf Paris geteilt; an der Seine konnte man sich gut orientieren und einige Sehenswürdigkeiten von oben erahnen. Ich war nur am Flughafen, da ich am nächsten Tag gleich weiter geflogen bin auf eine einwöchige Reise nach Mauretanien. Davon stammen die meisten der Fotos vom Februar. Sehr beeindruckt hat mich der kilometerlange Zug mit Erz, der die Eisenerzbergwerke bei Zouérat mit dem Atlantik verbindet. Vier Lokomotiven und 200 Waggons sind keine Seltenheit!
Ich war mit einer französischen Reisegruppe und dem bequemeren Touristenzug unterwegs. Die Wirtschaft des Staates hängt an der Förderung von Eisenerz nahe der Stadt Zouérat. Links unten der Ben Amira vom Zug aus gesehen. Er ist der drittgrößte Monolith der Erde und sehr imposant. Wir haben dort zwei Nächte gezeltet und abends auch am Lagerfeuer gesessen, was man auf dem Foto rechts sehen kann. Ganz rechts dann der Blick auf das winterliche Rugendorf vom Auto aus.
Dienstag, 31. Dezember 2019
Impressionen Q4 2019
Am Tag der Deutschen Einheit, dem 3. Oktober, fahre ich gerne in die Bundesländer, die früher die DDR bildeten. Dieses Mal waren wir in Chemnitz, das damals Karl-Marx-Stadt hieß. Leider regnete es, aber das smac, Sachsens Archäologisches Museum, lohnt bei jedem Wetter. Es ist im ehemaligen Kaufhaus Schocken untergebracht, über dessen interessante Geschichte man sich darin auch informieren kann. Gut gefallen hat mir, dass im Museum klar wird, dass auch die Sachsen von Einwanderern aus Afrika und Anatolien abstammen... Rechts oben ein kleiner Steinpilz, den ich im Frankenwald bei einem Waldspaziergang gefunden habe. 20 Grad Wärme nach dem Regen ließen dieses Jahr die Pilze gut wachsen.

Neu für mich, obwohl ich viele Jahre in Nürnberg gelebt habe, war das Tucherschloss. Zwischen 1533 und 1544 als Stadtschloss der Nürnberger Patrizierfamilie Tucher errichtet, wird die Welt der wohlhabenden Nürnberger Handelsfamilien jener Zeit lebendig. Der Hirsvogelsaal im Garten des Areals galt als schönste Schöpfung der ganzen deutschen Frührenaissance und war vor 100 Jahren eine der Hauptattraktionen Nürnbergs; er wurde im 2. Weltkrieg zerstört und erst vor einigen Jahren wieder aufgebaut. Im Garten des Tucherschlosses gab es diesen Sommer eine Ausstellung mit Werken von Holzbildhauer Stefan Schindler, der am 20. Oktober gezeigt hat, wie er arbeitet; da waren wir dort und haben zugeschaut. Rechts ein Foto von London beim Anflug auf Heathrow. Ich habe die Stadt mit ihren Lichtern noch nie so schön von oben gesehen und war ganz begeistert von meinem Fensterplatz. Die Fotos werden nie so gut, aber man konnte sich an der Themse entlang gut orientieren; sah u.a. die Tower Bridge und das rot illuminierte London Eye.
Das erste Foto im November stammt vom Schloss Callenberg nahe Coburg. In dem sehenswerten Jagd- und Sommerschloss der Herzöge von Sachsen-Coburg und Gotha darf man innen nicht fotografieren. Auch das Deutsche Schützenmuseum ist dort untergebracht. Viele Stories und einen Beitrag habe ich über das nagelneue Flaggschiff der Reederei MSC Cruises gezeigt: Ich durfte die MSC Grandiosa vor ihrer Taufe kennen lernen und eine Nacht darauf verbringen. Danach war noch Zeit für eine kleine Tour durch Hamburg einschl. einem Essen in der Elbphilharmonie. Die drei Fotos oben neben dem Schloss stammen von dieser Kurzreise.

Sonntag, 29. Dezember 2019
Mainzusammenfluss bei Kulmbach
Ich geb's zu: Früher habe ich mich wenig für Flüsse interessiert... Je mehr man aber darüber nachdenkt, wie Flüsse früher als Handelswege die Geschichte bestimmt haben, umso interessanter wird das Thema! Viele historisch interessante Städte liegen an großen Flüssen und haben auch durch die Lage am Wasser einen besonderen Reiz.
In Deutschland gehört neben Rhein, Elbe und Donau auch der Main zu den bekanntesten Flüssen. Er fließt bei Mainz in den Rhein und ist, obwohl er mit nur 527 km nicht sonderlich lang ist, ein geografisch, landschaftlich und historisch interessanter und wichtiger Fluss.
Der Main schlängelt sich grob von Osten nach Westen durch fränkische Mittelgebirge, das fränkische Weinbaugebiet und durch Hessen. Er fließt dabei durch schöne Landschaften und berührt kleinere aber auch größere Städte, wie Würzburg oder Frankfurt. Ab Bamberg ist er schiffbar.

Das ist alles bekannt, aber was viele nicht wissen: Der Main entsteht durch den Zusammenfluss von zwei Quellflüssen, die ungefähr gleich groß sind, wenn sie an der Mainwiege ankommen. Die oberfränkische Kreisstadt Kulmbach ist nicht nur durch ihr berühmtes Bier und die Plassenburg bekannt, sondern auch als Standort des Main-Zusammenflusses. Südwestlich von Kulmbach vereinen sich die beiden Quellflüsse nahe Schloss Steinenhausen.
Die beiden Main-Quellen
Der Weiße Main entspringt im Fichtelgebirge, am Osthang des Ochsenkopfs. Er ist 45 km lang. Sein Einzugsgebiet ist vor allem durch hellen Granit geprägt, was ihn klar macht und wohl zu der Namensgebung Weißer Main führte.
Der Rote Main wiederum entspringt im Lindenhardter Forst südlich von Bayreuth im Sandstein und fließt durch lehmhaltiges Gebiet. Er hat eine rötliche Färbung; daher bekam er seinen Namen.
Der Weiße Main ist kürzer als der Rote, aber wasserreicher, seine Quelle gilt offiziell als die Hauptquelle des Mains insgesamt. Der Rote Main ist mit 73 km zwar länger als der Weiße, aber wasserarmer.
Dieses Foto zeigt einen Tisch, der am Mainzusammenfluss steht. Er besteht aus einer Tischplatte aus Fichtelgebirgsgranit von der Weißmainquelle und hat einen Sockel aus zwei Sandsteinen. Der gelbliche Sandstein stammt von der Rotmainquelle, der rötliche aus dem unteren Maintal. Außerdem sieht man den Lauf des Flusses blau dargestellt. (Auf dem Foto unten sieht man die Sockel besser.)
Ziel für Radfahrer und Wanderer
Seit einigen Jahren erfreut sich der Main-Radweg großer Beliebtheit und viele Menschen wandern auch auf den gut ausgeschilderten Wegen am Main entlang. Ich war vor vielen Jahren das erste Mal an der Stelle. Damals gammelte ein alter Kahn an der damals sehr schlecht zugänglichen Mainwiege. Ein paar Meter weiter überquerte ein alter Steg den Fluss, das war's.
Sonntag, 21. Juli 2019
Nürnberg
Unbekannt ist Nürnberg nicht; man trifft dort seit Jahrzehnten auch viele internationale Touristen und natürlich Geschäftsleute, die zur Messezeit alle Hotels in Beschlag nehmen. Etwas ruhiger wird es, wenn weder Messe noch Christkindlmarkt ist. Dann findet man schöne Unterkünfte im Stadtgebiet und kann von dort die Altstadt erkunden.

Nürnberg ist nämlich ideal geeignet, um sich die Stadt zu Fuß zu erlaufen. Die Kaiserburg ist natürlich ein Highlight, daneben finde ich die Stadtmauer, Albrecht-Dürer-Haus, die diversen Kirchen und die historischen Felsengänge besonders sehenswert. Wenn man sich dann bergab vom Schönen Brunnen am Hauptmarkt in Richtung Lorenzkirche hält, kommt man auf die Museumsbrücke, auf der häufig Marktstände aufgebaut sind. Bekannt ist dieser Blick auf das Heilig-Geist-Spital und die Vordere Insel Schütt, den ich hier vor ein paar Jahren eingefangen habe.
Und wer genug vom Trubel in der Stadt hat, fährt ein wenig raus. Es wird schnell grün und ländlich - Franken hat einen hohen Freizeitwert.
Samstag, 6. Juli 2019
Impressionen Q2 2019

Unten links der Ammersee drei Wochen später und etwas weiter südlich. Ich bin morgens entlang des Sees gejoggt, dabei entstand eine kleine Bilderreihe. Nach dem Chiemsee und dem Starnberger See ist der Ammersee übrigens der drittgrößte See in Bayern, im Hintergrund sieht man die Alpen. Die beiden Fotos unten in der Mitte und rechts zeigen das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth. Dieses besterhaltene Beispiel eines freistehenden barocken Hoftheaters ist UNESCO-Welterbe und ich durfte es auf Einladung der Bayerischen Schlösserverwaltung im Rahmen eines Instawalk vom Keller bis zum Dachstuhl erkunden.
Einmal im Jahr Anfang Mai verwandelt sich die Kronacher Altstadt für über eine Woche in eine beeindruckende Bühne der Lichtkunst: Kronach leuchtet nennt sich das Festival, von dem ich gleich einige Fotos geteilt habe, u.a. dieses hier mit den für den Frankenwald typischen Flößern, die früher Holz bis in die Niederlande brachten. Langsam werden die Tage wieder länger und manchmal finde ich Zeit für eine Radtour am Feierabend, zuhause im Frankenwald (oben Mitte) und bevor es dunkel wird. Und mit etwas Unterstützung komme ich sogar die vielen Berge hoch - mein E-Mountainbike ist mein liebstes Sportgerät! Oben rechts und unten links zwei Fotos aus Straßburg. Die gut erhaltene historische Altstadt Grande Île wird von einem Nebenfluss des Rheins namens Ill umflossen.

Sonntag, 19. Mai 2019
Landesgartenschaugelände in Kronach
Um die Landesgartenschau hier austragen zu können, wurden erst Betriebe umgesiedelt, dann Altlasten beseitigt und schließlich das Gelände umgestaltet. Diese Aktion war eine der größten Altlastensanierungen, die in Bayern je durchgeführt wurden.
Nach der erfolgreichen Landesgartenschau 2002 steht das Gelände heute allen Bewohnern und Besuchern Kronachs zur Verfügung. Die 14 Hektar große Parkanlage bietet viele Details und lädt zu Spaziergang, Nordic Walking (ausgeschilderte Routen), Wanderung oder einer Radtour ein. Ich bin gerne im Café Seebühne mit Biergarten, das mitten im Parkgelände unweit der Seebühne liegt und beliebt für eine Rast ist. Der Kronacher Landesgartenschau-Park ist auch heute noch Schauplatz vieler Aktionen und Konzerte.

Mein Foto der Woche zeigt eine Installation, deren Umfeld seit der Landesgartenschau renoviert wurde. Der Lampenschirm war kaputt und wurde repariert, aber die Betonsofas und der Fernseher sind original. Man hat von hier einen traumhaft schönen Blick auf die Festung Rosenberg.
Fernseher und Kronach gehören zusammen, seit die Produktion der Loewe-Fernsehgeräte nach dem Zweiten Weltkrieg nach Kronach kam. Das Unternehmen wurde bereits 1923, dem Jahr der Einführung des Hörfunks in Deutschland, von den Brüdern David Ludwig Loewe und Siegmund Loewe gegründet, damals in Berlin. Loewe produziert mit seinen hochwertigen Geräten auch heute noch Hightech in Deutschland und ist damit einer der wenigen verbliebenen Fernsehhersteller mit Sitz in Europa. Leider ist das Unternehmen derzeit insolvent und alle hoffen, dass es irgendwie weiter geht.
























