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Sonntag, 9. November 2025

Burgruine Kyffhäuser mit Denkmal und Panorama Museum Bad Frankenhausen

Nach dem Auschecken aus dem Hotel und dem Frühstück sind wir über Land zum Kyffhäuser gefahren. Das Wetter war novembertypisch neblig bei ca. 8°C. Die Straßen des Mittelgebirges sind teils kurvig; in den Sommermonaten sind wohl viele Motorräder unterwegs. 

Die Sehenswürdigkeiten sind durch braune Hinweisschilder gut zu finden, auch die Parkplätze unterhalb der Burg sind gut beschildert.  

Kyffhäuser: Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal mit Barbarossa

Hoch auf dem Kyffhäuser steht eines der bedeutendsten Denkmäler Deutschlands: Das Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal wurde zur Erinnerung an die Reichseinigung im Jahr 1871 und zum Ehren des damaligen Kaisers erbaut. Wenn kein Nebel ist, ist es von weitem zu sehen, auch von der Autobahn aus. Im Burgmuseum und im Denkmalturm gibt es Ausstellungen, die über die Geschichte des Denkmals, über die Barbarossa-Sage und über die Reichsburg Kyffhausen berichten. 

20251109 Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal auf dem Kyffhäuser
Der Sage nach sitzt Kaiser Friedrich I., genannt Barbarossa, schlafend in einem unterirdischen Schloss im Kyffhäusergebirge an einem steinernen Tisch. Sein roter Bart wächst durch den Tisch oder um den Tisch herum. Alle hundert Jahre erwacht er und erkundigt sich beim Zwerg Alberich oder bei wem auch immer, ob noch Raben um den Berg fliegen. Dann schläft er weitere hundert Jahre, und so geht das schon länger. 

Sonntag, 15. Dezember 2019

Borobudur: Buddhistische Tempelanlage im Dschungel Javas

Dass ich alte Steine mag, ist ja kein Geheimnis; es gibt sogar eine eigene Kategorie dafür hier auf dem Blog. Verstreut auf dieser Welt gibt es größere und kleinere Sehenswürdigkeiten, die Jahrhunderte alt sind und oft etwas Magisches ausstrahlen.

Ein Ort, der mich mit seiner Stimmung und der handwerklichen Kunst verzaubert hat, ist Borobudur, das nahe Yogyakarta auf der indonesischen Insel Java liegt. Meinen Reisebericht zu Borobudur habe ich kürzlich überarbeitet und mit ein paar weiteren Fotos, die noch auf der Festplatte schlummerten, ergänzt.

Borobudur - Buddhastatuen mit traumhaft schöner Landschaft im Hintergrund

Faszinierend sind neben den vielen Buddhastatuen auch die unzähligen Reliefs, die Szenen des täglichen Lebens und das Leben Buddhas zeigen. Beeindruckt hat mich außerdem die Landschaft; mitten im Grün des Dschungels wirken die alten Steine umso magischer.

Sonntag, 10. November 2019

Ausgrabungsstätte Nora, Sardinien

Nur wenige Kilometer von Cagliari entfernt liegen die Überreste von Nora, einer im 9. Jahrhundert v. Chr. von den Phöniziern gegründeten Stadt.

Die Lage war wahrscheinlich mit entscheidend für die Anlage dieser wohl ältesten Stadt Sardiniens. Nicht weit vom Meer entfernt, war es wohl ein guter Hafen. Nach den Römern kamen die Punier, die Karthager und die Römer, von denen die meisten Relikte erhalten sind. Man sieht u.a. die Reste eines Amphitheaters, eines Tempel und einer Therme. Mir haben die Mosaike und eine Säule gut gefallen.

Ausgrabungsstätte Nora, Sardinien

Bedeutendster Fund ist die Stele von Nora, die allerdings nicht im archäologischen Park sondern in einem Museum in Cagliari befindet. Sie ist wegen phönizischer Inschriften bekannt, die aber nicht wirklich entziffert wurden, da sie nur fragmentarisch enthalten sind. Fest steht, dass auf ihr das Wort Sardinien erwähnt wird; in einer frühen Form natürlich.

Nicht weit von der archäologischen Ausgrabungsstätte gibt es einen Strand, der zum Baden einlädt.

Sonntag, 21. Juli 2019

Nürnberg

Warum immer weit weg in die Ferne schweifen, wenn es hierzulande schöne und interessante Reiseziele gibt?! Als ich mit dem Blog anfing, wollte ich nur Tipps außerhalb Deutschlands teilen, aber seit einigen Jahren habe ich das geändert und schreibe gerne über Reiseziele hier, oft auch über die etwas unbekannteren.

Unbekannt ist Nürnberg nicht; man trifft dort seit Jahrzehnten auch viele internationale Touristen und natürlich Geschäftsleute, die zur Messezeit alle Hotels in Beschlag nehmen. Etwas ruhiger wird es, wenn weder Messe noch Christkindlmarkt ist. Dann findet man schöne Unterkünfte im Stadtgebiet und kann von dort die Altstadt erkunden.



Nürnberg ist nämlich ideal geeignet, um sich die Stadt zu Fuß zu erlaufen. Die Kaiserburg ist natürlich ein Highlight, daneben finde ich die Stadtmauer, Albrecht-Dürer-Haus, die diversen Kirchen und die historischen Felsengänge besonders sehenswert. Wenn man sich dann bergab vom Schönen Brunnen am Hauptmarkt in Richtung Lorenzkirche hält, kommt man auf die Museumsbrücke, auf der häufig Marktstände aufgebaut sind. Bekannt ist dieser Blick auf das Heilig-Geist-Spital und die Vordere Insel Schütt, den ich hier vor ein paar Jahren eingefangen habe.

Und wer genug vom Trubel in der Stadt hat, fährt ein wenig raus. Es wird schnell grün und ländlich - Franken hat einen hohen Freizeitwert.

Sonntag, 12. Mai 2019

Alte Steine in Rom

Rom ist eine meiner liebsten Städte - seit ich das erste Mal zu Schulzeiten dort war finde ich die Stadt faszinierend. Überall trifft man auf Denkmäler der Vergangenheit. Vor allem im Frühling ist Rom ein Traum, wenn es noch nicht allzu heiß ist.

Außerdem blüht alles und die Luft in der Großstadt ist angenehm. Ich mag es, ganz entspannt am Ufer des Tiber entlang zu schlendern. Da sieht man viel fühlingshaftes Grün. 

Interessant finde ich in Rom das Zusammentreffen von alt und neu - und zwar fast überall. Das Foto hier stammt aus dem jüdischen Viertel, nicht weit vom Portikus der Octavia entfernt.



In Rom war ich schon öfter, allerdings habe ich hier im Reiseblog noch nicht so viel darüber geschrieben (die Beiträge findet man am besten über die allgemeine Suche im Blog links oben oder hier), dafür findet sich ein Bericht in meinem Food-Blog. Das Foto oben ist Anfang Mai 2013 entstanden.

Samstag, 27. April 2019

Markgräfliches Opernhaus Bayreuth

Bei mir in der Nähe gibt es einige Welterbestätten der UNESCO, die auch internationale Touristen anlocken. Eine davon ist das Markgräfliche Opernhaus, das im Zentrum Bayreuths steht. Es befindet sich erst seit 2012 auf der Liste des Weltkulturerbes, damals mit der Begründung, dass es das am besten erhaltene Beispiel eines freistehenden barocken Hoftheaters sei.

Anlass für die Errichtung des Markgräflichen Opernhauses war die Hochzeit von Wilhelmines Tochter im Jahr 1748. Die Blütezeit Bayreuths Mitte des 18. Jahrhunderts lässt sich auf die bekannte Markgräfin Wilhelmine von Brandenburg-Bayreuth zurückführen. Sie wurde 1709 als Friederike Sophie Wilhelmine von Preußen als älteste Tochter des "Soldatenkönigs" Friedrich Wilhelm I. in Berlin geboren. Erst war geplant, dass sie den englischen König heiraten sollte, aber aufgrund einiger nicht so schöner Vorkommnisse in Preußen kam sie nach Bayreuth und heiratete den dortigen Markgrafen.

Markgräfin Wilhelmine und das Markgräfliche Opernhaus, Bayreuth

Als Markgräfin förderte sie die Künste und war selbst als Komponistin und Intendantin tätig. Damals schrieb man Briefe; ihre Briefwechsel u.a. mit dem Lieblingsbruder Friedrich dem Großen und mit Voltaire sind teils erhalten. Das Niveau ihres Hofes konnte sie innerhalb weniger Jahre auf das von Berlin und Wien heben; sie ist also für die Blütezeit Bayreuths damals verantwortlich. Nach ihrem Tod stand das Fürstentum als Folge dieser Ausgaben vor dem Konkurs; vor allem das Opernhaus und dessen Unterhalt waren teuer. Wilhelmine prägt das kulturelle Leben Bayreuths trotzdem bis heute; auch die Landesgartenschau hatte Wilhelmine als Motto.

Ich war von der Bayerischen Schlösserverwaltung zu einem Instawalk eingeladen und konnte im Rahmen einer Sonderführung hinter die Kulissen schauen.

Markgräfliches Operhaus Bayreuth - Instawalk 2019

Zum Bau des Markgräflichen Opernhauses wurden italienische Architekten und Baumeister engagiert, um ein italienisches Logentheater nachzuempfinden: Das vollständig erhaltene Logenhaus, das aus Holz und Leinwand gefertigt wurde, wurde als selbsttragende Konstruktion in eine steinerne Gebäudehülle eingestellt. Der Innenausbau des Theaters ging verhältnismäßig schnell, da man zum Teil vorgefertigte und außerhalb der Baustelle bemalte hölzerne Architekturglieder und gefasste Skulpturen verwendete. So entstand in weniger als vier Jahren Bauzeit von 1744 bis 1748 dieses Meisterwerk barocker Festarchitektur.

Wer bei Bayreuth und Oper an Richard Wagner denkt: Die für seine Zeit ungewöhnlich große Bühne und der prunkvolle Innenraum des Markgräflichen Opernhauses zogen den Komponisten 1872 nach Bayreuth; das hängt also wirklich zusammen. Für seine Festspiele fand er den Zuschauerraum aber dann doch ungeeignet, so dass er später für seine Festspiele das Bayreuther Festspielhaus errichten ließ.

Sonntag, 31. März 2019

Tagesausflug nach Ayutthaya und der Buddhakopf in den Wurzeln

Die Ruinen von Ayutthaya gehören seit 1991 zum UNESCO-Welterbe und zählen zu den wichtigsten kulturellen bzw. historischen Sehenswürdigkeiten Thailands.

Die Stadt Ayutthaya wurde 1351 von König U Thong gegründet, sie war die Hauptstadt des siamesischen Königreiches Ayutthaya, bis sie im 18. Jahrhundert zerstört wurde. In ihrer Glanzzeit war Ayutthaya eine Millionenmetropole mit 375 Klöstern und Tempeln, 100 Stadttoren und fast 30 Festungen. 33 Könige residierten über 400 Jahre lang hier, Ayutthaya war politischer und kultureller Mittelpunkt eines Großreichs, das als Erbe von Angkor fast das ganze südostasiatische Festland umfasste. 1957 begann man mit der Restaurierung, 1976 wurde das Gebiet zum Geschichtspark (Ayutthaya Historical Park). Die bedeutendsten Baudenkmäler stehen im historischen Zentrum der Stadt, die man besichtigen kann.

Eines der beliebtesten Fotomotive von Ayutthaya ist dieser Buddhakopf in den Baumwurzeln. Er gehört zum Wat Mahathat, dem rituellen Zentrum der Stadt und besteht aus Sandstein. Der Rest des Buddhas ist verschwunden und die Wurzeln einer Pappel-Feige (Ficus religiosa, Bodhi-Baum) haben den Kopf im Laufe der Jahre so malerisch umschlungen.

Ich vor dem Buddha in den Baumwurzeln, Wat Mahathat, Ayutthaya - März 2006

Das Foto stammt vom März 2006, ein Kollege hat mich fotografiert.

Da Ayutthaya nur ca. 70 km nördlich von Bangkok liegt, kann man Ayutthaya gut als Tagesausflug von Bangkok aus besichtigen. Bei meiner Rucksackreise nach Thailand 2002 hatte ich es nicht geschafft, mir die Stadt anzuschauen, so habe ich 2006 die Gelegenheit genutzt, als ich beruflich in Bangkok war. Man kann in den Tempelanlagen und im Geschichtspark stundenlang herum laufen. Wer mag, kann Elefanten reiten; es gibt Fische in den Flüssen zu bewundern und man findet auch etwas zu essen, mit Blick aufs Wasser.

Sonntag, 17. Februar 2019

El Djem, Tunesien

Das Amphitheater im tunesischen El Djem ist mit einem Fassungsvermögen von 35.000 Zuschauern ist nach dem Kolosseum von Rom und dem Amphitheater von Capua das drittgrößte Amphitheater des ehemaligen Römischen Reiches. Es wurde 238 nicht von den Römern sondern von den durch Olivenöl reich gewordenen Einwohnern El Djems gebaut. El Djem (auch El Jem, arabisch الجم al-Dschamm) ist das antike Thysdrus, nach Karthago war das die zweitgrößte Stadt des römischen Imperiums in Afrika. Das Amphitheater ist relativ gut erhalten und wurde bereits 1979 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Heute wird es für Konzerte und Festspiele genutzt, außerdem besuchen Touristen den Ort und das Amphitheater.

El Djem, Tunesien


Ich war 1989 und 2013 hier und fand es nie überfüllt; es liegt doch etwas abseits der Badeziele des Landes. Dieses Foto stammt vom März 2013.

Wenn man darin herumschlendert, kann man die Kämpfe der Gladiatoren mit Löwen und Tigern sowie die rasanten Wagenrennen erahnen. Die Stimmung in dem Bauwerk ist beeindruckend. Wer alte Steine mag, der kann sich einige Zeit hier aufhalten und die Ruinen auf sich wirken lassen.

Samstag, 17. Februar 2018

Steinzeit an der Elbe: Ringheiligtum Pömmelte

Wenn man die A14 zwischen Halle und Magdeburg fährt, fällt nahe Schönebeck ein braunes Autobahnschild auf, das auf das Ringheiligtum Pömmelte hinweist. Von der Ausfahrt 7 Schönebeck fährt man der Beschilderung nach auf der B246a in Richtung Barby. Die Straße ist traumhaft gut ausgebaut, nur der letzte Kilometer geht auf einer engen Straße. Alles ist wunderbar beschildert. Es gibt auch eine Anbindung zum Elberadweg.

Ringheiligtum Pömmelte von oben

Das Ringheiligtum Pömmelte ist die Rekonstruktion einer jungsteinzeitlich-frühbronzezeitlichen Kreisgrabenanlage. Von Luftbildern wusste man seit 1991, dass hier etwas zu finden war. Die archäologischen Grabungen haben 2005 begonnen und dauerten einige Jahre, gefolgt von der Rekonstruktion der Anlage. Eröffnet wurde das Ringheiligtum Pömmelte zur Sommersonnenwende 2016. Pömmelte ist damit die jüngste Station der archäologischen Tourismusroute Himmelswege in Sachsen-Anhalt. Wer mehr über die Himmelswege lesen möchte, ich war schon in Nebra und habe darüber ausführlich geschrieben.

Am Eingang zum Ringheiligtum sind ein großer Parkplatz, Informationsschilder und Bänke zum Sitzen. Toiletten oder einen Kiosk gibt es nicht. Eintritt wird keiner verlangt, die Anlage ist ganzjährig frei zugänglich. Es handelt sich also um ein Freilichtmuseum.

Parkplatz Ringheiligtum Pömmelte

Führungen gibt es zwischen Ostern und dem Reformationstag Dienstags um 11 Uhr sowie Freitag, Samstag und Sonntag um 14 Uhr. Grabungsfunde werden im Salzlandmuseum in Schönebeck im Rahmen einer Dauerausstellung präsentiert. Das Museum ist Dienstag, Donnerstag, Freitag und Sonntag geöffnet; die aktuellen Öffnungszeiten finden sich hier.

Sonntag, 31. Dezember 2017

Costa Maya, Ausflug nach Kohunlich

Heute legten wir an einem für mich bisher unbekannten Hafen an: Costa Maya. Da hätte ich zwar vor knapp 15 Jahren schon mal sein sollen, aber damals war es zu stürmisch und das Schiff blieb auf dem Meer. Das ursprünglich erst um die Jahrtausendwende errichtete Areal wurde zwischenzeitlich zweimal von Hurricans getroffen und jeweils wieder renoviert.

So war ich gespannt, diesen künstlich angelegten Cruise Port kennen zu lernen. Man liest oft auch Mahahual, nach dem nahegelegenen Ort. Wir wollten eine Ausfahrt zu einer der für die Halbinsel Yucatán so typischen Maya-Ruinen zu unternehmen. In zwei früheren Urlaubsreisen mit Rucksack und öffentlichen Verkehrsmitteln hatte ich einige davon schon besichtigt, aber Kohunlich kannte ich noch nicht.

Maya-Ruine Kohunlich



Früher waren hier an der Küste, gut 200 km südlich von Tulum, nur ein paar Fischerdörfer, aber inzwischen gibt es ein künstlich angelegtes Dorf für Touristen, in dem Shops, Restaurants und touristische Angebote einladen, Mexiko ein wenig kennen zu lernen. 

Wenn man mag, kann man den ganzen Tag in dem eingezäunten Areal bleiben; dort kann man sonnenbaden, schwimmen und schnorcheln und es sich gut gehen lassen. Mehr dazu und was ich das nächste Mal in Costa Maya machen würde weiter unten im Beitrag.

Costa Maya - Weg vom Schiff zum Hafen; Kreuzfahrthafen Costa Maya

Die Region um Costa Maya und Mahahual ist allerdings so sehenswert, dass es auch lohnt, einen Ausflug zu machen.

Dienstag, 8. August 2017

Spaziergang durch Quedlinburg

Ich fahre gerne die gut ausgebaute B6, die umgangssprachlich Nordharz-Autobahn genannt wird und eigentlich eine Bundesstraße ist. Sie führt von Norden kommend ab nahe Goslar nach Bernburg/Saale, dort trifft sie auf die A14 nach Halle. Man fährt schön am Harz entlang, hat zwischendurch einen guten Blick auf den Brocken und es gibt einige Städte, in denen man sich die vom langen Autofahren müden Beine vertreten kann.

Eines der Highlights entlang der Route und bereits seit 1994 UNESCO-Weltkulturerbe ist die historisch und architektonisch sehenswerte Stadt Quedlinburg. Mehr als 1000 Jahre alt, zählt Quedlinburg zu den wenigen Flächendenkmalen des Welterbes: Auf 93 ha Fläche findet man eine historische Innenstadt mit ca. 2000 Fachwerkhäusern aus acht Jahrhunderten, den Stadtteil Münzenberg, einen Park und den bekannten Schlossberg mit Stiftskirche und Schloss.

Quedlinburg - Rathaus mit Roland und Straßencafé

Das Rathaus, rechts im Bild ein wenig zu erkennen, stammt aus dem späten Mittelalter, wurde aber Anfang des 17. Jahrhunderts im Stil der Renaissance umgebaut. Der steinerne Roland wurde erst vor einigen Jahren renoviert und steht hier hinter Gittern gut zu erkennen. Rolandfiguren sind vor allem in nord- und ostdeutschen Städten häufiger zu finden; sie verkörpern städtische Privilegien und Rechte.

Spaziergang durch Quedlingburg 


Quedlinburg lässt sich prima erlaufen! Ich habe am kostenpflichtigen Parkplatz Marschlinger Hof geparkt, dort gibt es auch Stellplätze für Wohnmobile. Dort ist auch eine kleine Touristeninformation, an der man sich Prospekte und Tipps besorgen kann. Die Stadt lebt vom Tourismus und hat inzwischen auch viele internationale Gäste, alles ist entsprechend gut ausgeschildert und erschlossen. Die großen Touristeninformationen sind nahe des Rathauses am Marktplatz. Hier gehen auch die Führungen los, die letzte um 14 Uhr.

Quedlinburg - Touristeninformation

Dafür war ich zu spät, ich bin auf eigene Faust los. Bei 28°C am späten Nachmittag habe ich es langsam angehen lassen und mir zwischendurch im Straßencafé Roland einen Eisbecher gegönnt. Dann bin ich weiter und habe die Stadt und das Leben auf mich wirken lassen.

Donnerstag, 15. Juni 2017

Arche Nebra (Himmelsscheibe)

Fronleichnam ist Feiertag in Bayern, aber nicht in Sachsen-Anhalt. Perfekt also für einen schönen Ausflug ins normale Leben eines anderen Bundeslands. Die Läden sind offen, es ist trotz super Wetters nicht übermäßig voll.

Wir wollten schon lange einmal den Fundort der berühmten Himmelsscheibe von Nebra besuchen. Sie ist schließlich einer der bedeutendsten archäologischen Funde des vergangenen Jahrhunderts und seit 2013 im UNESCO-Dokumentenerbe verzeichnet. Am Anfang wurde gezweifelt, inzwischen hält man sie für echt und für eine Sensation. Die Himmelsscheibe ist über 3.600 Jahre alt (evtl. sogar 4.100 Jahre, so genau lässt sich das nicht bestimmen) und zeigt die weltweit älteste konkrete Darstellung astronomischer Phänomene, von der man derzeit weiß.

Besucherzentrum Arche Nebra

Kloster Memleben

Auf dem Weg nach Nebra liegt Memleben. Mir sagte das zuvor nichts, ich war eher zufällig drauf gestoßen, als ich bei der Routenplanung nach Nebra das Wort Kaiserpfalz las.

Memleben war im 10. Jahrhundert eine bedeutende Pfalz unter den ostfränkischen Herrschern Heinrich I. und seinem Sohn Otto I., die beide auch hier starben. Beigesetzt wurden beide aber anderswo, Heinrich in Quedlinburg und Otto der Große, der bekannte römisch-deutsche Kaiser, in der Ottostadt Magdeburg.

Kloster Memleben

Von dieser alten Pfalz der Ottonen hat man bisher nichts gefunden, aber Reste des Benediktinerklosters aus dem 13. Jahrhundert sowie ein Grundriss der Kirche aus dem 10. Jahrhundert lassen sich erkennen und lohnen einen Besuch.

Das Kloster wurde um das Jahr 979 von Otto II. gegründet, zum Gedenken an seinen Vater, für den dort gebetet werden sollte. Allerdings verlor es bereits ab 1015 an Bedeutung, nach der Reformation wurde es aufgehoben. Kurz nach der Gründung wurde das Benediktinerkloster Memleben bedeutende Reichsabtei und war von der Größe her mit dem Magdeburger Dom oder St. Michaelis in Hildesheim vergleichbar.

Freitag, 31. März 2017

Sightseeing in Marrakesch

Marrakesch ist eine der vier Königsstädte und existiert schon seit fast 1000 Jahren. Die Stadt am Fuß des Hohen Atlas gilt als schönste Stadt Marokkos und des ganzen Maghreb. Gegründet 1062 oder 1070 von den Almoraviden, einer Berberdynastie, die Wasser in Quellen fassten und Brunnen- und Kanalisationssysteme schufen. Wasser war und ist wichtig hier am Rand der Wüste. Marrakesch wurde zur Hauptstadt Marokkos (unser Wort für Marokko stammt übrigens vom Namen Marrekesch her!).

1154 folgte die Berberdynastie der Almohaden und errichtete u.a. die Koutoubia-Moschee, das heutige Wahrzeichen der Stadt. 1269 folgten die Meriniden, auch Berber, und machten Fès zur Hauptstadt. Ab 1554 war Marrakesch wieder Hauptstadt, die Saadier hatten die Herrschaft übernommen. Ein gigantischer Palast nach dem Vorbild der Alhambra entstand, die Stadt wurde mit Moscheen, Springbrunnen, Universitäten ausgestattet. Die Dynastie der Alawiden eroberte Marrakesch 1659 und verlegte die Hauptstadt wieder nach Fès; der derzeitge König entstammt dieser Dynastie. Die heutige Hauptstadt Marokkos ist Rabat, das nicht weit von Casablanca an der Atlantikküste liegt. Marrakesch ist heute die viertgrößte Stadt Marokkos.

Marrakesch - Parc Lalla Hasna mit Koutoubia-Moschee

Nach dem Frühstück war Statdtbesichtigung und Sightseeing angesagt. Saadier-Gräber, Medersa Ben Youssef, Palais de la Bahia, dann Bummel durch die Souks und über den Djemaa El Fna.

Sonntag, 13. November 2016

Tagesausflug ab Kutaissi: Klöster und Natur

Heute stand ein Tagesausflug auf dem Plan. Ich wollte unbedingt das Gelati-Kloster sehen, Natur erleben und ein wenig vom normalen Leben in Georgien erfahren, außerhalb der Stadt.

Mein Vermieter hatte einen Bekannten mit einem Mercedes organisiert und mit mir die ungefähre Tour besprochen. Der Kinchkha Wasserfall und Okatse Canyon wären nicht auf meiner Liste gewesen, haben sich aber gelohnt.



Es ist eine schöne Kombination aus alten Klöstern, für die Georgien ja typisch ist, und Natur sowie einem Einblick in die stalinistische Bäderkultur im Kurort Zqaltubo, wirklich beeindruckend und gut in einem Tag machbar. Ich hätte nicht selber fahren wollen, da man sich doch sehr konzentrieren muss, Tiere auf der Fahrbahn, etwas chaotischer Verkehr und ziemliche Schlaglöcher. So fand ich es angenehm, mich in erfahrene Hände zu begeben und einfach aus dem Fenster schauen zu können.

Tagesausflug ab Kutaissi - Route

Ich habe die Tour ungefähr bei Google Maps nachgezeichnet, damit man einen Eindruck davon bekommt (hier für den Link klicken!).

Der Fahrer kannte sich gut aus, sprach allerdings wenig Englisch oder Deutsch. Allerdings wusste er sich zu helfen: Am Handy hatte er eine Bekannte, die super Deutsch sprach und die er jederzeit angerufen hätte, wenn es Probleme oder Fragen gegeben hätte. Ich hatte sie kurz in der Leitung, praktisch. Manchmal war ich mir nicht ganz sicher, warum er die Reihenfolge anders nahm als ich erst dachte; aber im Nachhinein war das immer ideal: Im Gelati-Kloster war ein Gottesdienst, daher erst dort hin, dann nach Motsameta, die letzte Führung in den Prometheus Höhlen beginnt um 17 Uhr, also erst danach nach Zqaltubo. Ohne viele Worte und mit einem Lächeln hat er alles richtig gemacht.

Aber der Reihe nach: Da man unterwegs nicht überall Geldautomaten findet oder mit Kreditkarte zahlen kann, besorgten wir uns noch schnell etwas Bargeld. Dann ging es aus Kutaissi raus zum Gelati Kloster, das seit 1994 UNESCO-Weltkulturerbe ist.

Kloster und Akademie von Gelati 


Genau wie das Bagrati-Kloster befindet es sich auf der Liste des gefährdeten Welterbes, da die Sanierungen den Charakter der Anlage beeinflussen. Bagrati ist fertig, im Gelati-Kloster wird noch fleißig saniert. Es liegt auf einem Berg 11 km außerhalb von Kutaissi.



Vom Parkplatz aus geht man ein wenig bergab durch dieses Tor und kommt dann auf das Gelände. 1106-1130 erbaut, beinhaltet die Anlage nicht nur das Kloster sondern auch eine Akademie, in der nahmhafte Gelehrte unterrichteten. Das goldene Zeitalter Georgiens, damals blühte das Geistesleben und zu jener Zeit war Georgien eines der bedeutendsten geistigen Zentren der Region. Erbaut wurde Gelati übrigens vom König Dawit dem Erbauer, der auch dem Flughafen seinen Namen gibt. Am Flughafen hat er sicher nicht mitgewirkt, hier soll er aber selbst Hand angelegt haben. Er ist auch hier begraben. Der Eintritt zur Anlage, die aus drei Kirchen, einem separat stehenden Glockenturm und der Akademie besteht, ist frei.

Im Eingangsbereich ist ein Wanderweg angeschrieben, der von Kutaissi hierher führt. Wandertouren in Georgien sind ja beliebt; das kann ich mir auch super vorstellen. Man konnte übrigens nach Kutaissi schauen (man erkennt die Bagrati-Anlage ganz gut) und sieht in der anderen Richtung die schneebedeckten Gipfel des Kaukasus.



Sonntag, 13. März 2016

Stippvisite Hildesheim: St. Michaeliskirche

Nicht weit von der A7 südlich von Hannover liegt Hildesheim. Am besten nimmt man die Ausfahrt 62 nach Hildesheim, von dort sind es knapp 4 km bis zur Michealskirche oder der Klosterstraße, die man als Ziel ins Navigationsgerät eingeben kann, falls es die Sehenswürdigkeit nicht kennt. Ansonsten ist St. Michaelis gut ausgeschildert und auch am UNESCO-Welterbe-Symbol auf braunen Straßenschildern zu erkennen.

Bereits 1985 wurde St. Michaelis zusammen mit dem Hildesheimer Mariendom in die Welterbe-Liste der UNESCO aufgenommen, als Zeugnis einmaliger vorromanischer Architektur und Kunst.

Hildesheim: St. Michaelis
Hier der Blick auf die Kirche St. Michaelis vom Vorplatz aus.

Ottonische Vorromanik


Die Vorromanik als Übergang zwischen antiker Formenwelt und Romanik wird in Deutschland nach den jeweiligen Herrscherdynastien untergliedert: Nach der karolingischen Architektur haben wir es zwischen 920 und 1024 mit der ottonischen zu tun, und St. Michaelis ist ein Paradebeispiel dafür.

Dienstag, 3. September 2013

Torquay, Devon

Von Bremerhaven bis nach Torquay waren es 545 Seemeilen. Gegen 8 Uhr früh kamen wir in Torquay an. Da England außerhalb der Schengen-Staaten ist, mussten wir bei der Einreise an der Gangway den Personalausweis vorzeigen.

Tender nach Torquay

Heute lag das Schiff auf Reede, d.h. es hat nicht am Hafen angelegt sondern ankerte etwas außerhalb und man wurde mit Tendern an Land gebracht. Dafür gibt es für die Passagiere, die keinen Ausflug gebucht haben, je nach Deck unterschiedliche frühestmögliche Tender, und danach fährt ein Tender jede ca. 15 Minuten.

Die Artania vor Torquay

Vom Schiff aus wurden viele interessante Ausflüge angeboten, z.B. nach Exeter und zur Buckfast Abbey, eine Fluss- und Dampfzugfahrt, einen Ausflug ins Dartmoor oder nach Cockington. Ich war schon öfter in Devon und da ich meine Mutter dabei hatte, die das erste Mal in England war und es gemütlich angehen lassen wollte, haben wir keinen Ausflug gebucht, sondern wollten zu Fuß durch das sehenswerte Torquay bummeln und uns dort umschauen. Ich hatte zuvor über Google Maps gecheckt, wie lange der Weg nach Torre Abbey ist; der war machbar und daher war die ehemalige Abtei mit schönen Gärten unser Tagesziel.

Freitag, 3. Juni 2011

Venedig

Baustelle - Hier kommt noch was!!!

Dies ist Teil eines Reiseberichts über meine Reise nach Venedig und eine 7tägige Kreuzfahrt auf der Adria mit der Voyager of the Seas. Details dazu finden sich hier.

Mittwoch, 1. Juni 2011

Dubrovnik

Auf Dubrovnik waren wir gespannt, da wir die Stadt 1987, also lange vor der Zerstörung im Kroatienkrieg besucht hatten. Im Krieg wurde die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Stadt von serbisch-montenegrinischen Streitkräften belagert und massiv beschossen, auch über 100 Menschen kamen damals ums Leben.

Die Zerstörungen an Gebäuden sind renoviert und Dubrovnik ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Region. Wir waren ziemlich entsetzt, wie viele Tagestouristen die Stadt belagern.



Baustelle - Hier kommt noch was!!!








Dies ist Teil eines Reiseberichts über meine Reise nach Venedig und eine 7tägige Kreuzfahrt auf der Adria mit der Voyager of the Seas. Details dazu finden sich hier im Übersichtsartikel.

Dienstag, 31. Mai 2011

Bari, Castel del Monte

Baustelle - Hier kommt noch was!!!



Dies ist Teil eines Reiseberichts über meine Reise nach Venedig und eine 7tägige Kreuzfahrt auf der Adria mit der Voyager of the Seas. Details dazu finden sich hier.