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Sonntag, 24. April 2022

Europäische Kurorte - Spa als Geburtsort der modernen Kurbäder

Die letzten Jahre habe ich angefangen, mich für Kurorte zu interessieren. Eigentlich kannte ich die schon früher, aber dass sie oft eine total beeindruckende Architektur und interessante Geschichte aufweisen, wurde mir ehrlich gesagt erst spät klar. Ab und zu mache ich Fotos davon und schreibe ein wenig, so dass es hier auf dem Reiseblog seit einigen Jahren auch eine Kategorie Kurbad gibt. 

Als Marina, die das Blog MS|WellTravel betreibt, bei Reisebloggern anfragte, wer etwas zu europäischen Kurbädern schreiben möche, habe ich mich gemeldet. Marina ist studierte Gesundheitstouristikerin und bloggt leidenschaftlich über ihre Passion. Es gibt Berichte mit dem Schwerpunkt Aktiv-, Erholungs- und Gesundheitsreisen. Damit möchte sie ihre Leser:innen motivieren, gesund zu reisen.

Spa, Belgien - Pouhon Pierre le Grand

Ich hatte einiges im Angebot, bin dann aber doch bei dem Kurbad geblieben, das als Geburtsort der europäischen Wellness- und Kurbad-Bewegung gilt: Spa in Belgien. Wie das angefangen hat, was daraus wurde, und welche Kurbäder in Europa sonst noch spannend und besuchenswert sind, das findet Ihr alles bei Marina in ihrem Artikel Heilbad in Europa – 12 Reisetipps zu Heilquellen und Thermen

Viel Spaß beim Lesen und Reisen!

Sonntag, 5. Mai 2019

Die Kalksinterterrassen in Pamukkale, Türkei

Nachdem ich letzte Woche ein Foto aus der Nähe Dubrovniks gezeigt hatte, wollte ich diese Woche ein altes Dia von Dubrovnik 1987 veröffentlichen. Ich habe eine Weile auf dem Dachboden gesucht und einiges an Bildern durchforstet, allerdings keins gefunden. Die Fotos sind wohl in einem anderen Karton und das muss warten... Dafür fand ich einige andere von der damaligen Reise mit einem selbst ausgebauten VW-Bus über Land in die Türkei.

Roadtrip würde man Neudeutsch heute dazu sagen; früher war das die übliche Art, Urlaub zu machen: Man setzte sich ins Auto und fuhr einfach los. Wir hatten damals einen Reiseführer (mit viel Text und ein paar nicht sehr ansprechenden Schwarz-Weiß-Fotos) der Türkei dabei und eine Landkarte für die westliche Hälfte des Landes. Vom Osten der Türkei gab's damals in Deutschland keine Karten zu kaufen, aber der Atlas vermittelte das Bild, dass es dort Straßen gibt, und so war es dann auch. In der Türkei nutzt man seit 1929 die lateinische Schrift, so dass wir die Straßenschilder vor Ort problemlos lesen konnten (auf dem Hinweg in Griechenland war das oft ein Problem, da haben wir uns teilweise ganz schön heftig verfahren...) und auch ohne Navigationsgerät meist dort hin kamen wo wir hin wollten.

Barbara in einer der Kalksinterterrassen von Pamukkale, Türkei 1987

Nicht nur die vielen Sehenswürdigkeiten kultureller Art, sondern auch die Natur hat mich in der Türkei begeistert. Viel Zeit haben wir damals in Pamukkale verbracht. Pamukkale ist weltbekannt durch seine Kalksinterterrassen, die durch kalkhaltige Thermalquellen im Laufe der Jahrtausende entstanden sind. Beim Durchsickern des Kalkgesteins haben sie sich mit mineralischen Stoffen angereichert, die beim Abkühlen an der Erdoberfläche zu Kalksinter erstarren. Man darf seit 1996 nicht mehr wild baden, trotzdem wurde das gemacht, die Hotels vor Ort taten ihr übrigens, so dass das Areal vor ein paar Jahren gesperrt wurden, um es zu reinigen. Seit 1998 steht Pamukkale mit seinen Kalksinterterrassen auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO. Wir waren 1987 dort und damals konnte man noch in den ca. 36°C warmen Becken planschen. Am Abend wurde es dann doch etwas kühl, jedenfalls habe ich mir auf dem Foto ein Handtuch umgehängt. Vom Tag gibt's übrigens einige Fotos bzw. Dias von mir, wie ich mich im Bikini in den Becken räkele - ohne das auf Instagram zu teilen; ich war also definitiv meiner Zeit voraus. ;-)

Beeindruckend fand ich auch die Ruinen des angrenzenden antiken Kurbads Hierapolis. Zur Zeit der Römer war dies Teil der römischen Provinz Asia und hier wurde die römische Badekultur zelebriert. Das Thermalwasser wurde damals schon wegen seiner heilenden Wirkung verehrt.

Sonntag, 3. März 2019

Františkovy Lázně - Franzensbad

Františkovy Lázně (Franzensbad) liegt kurz hinter der bayerisch-tschechischen Grenze, direkt neben Cheb (Eger) und zählt zur Region Karlsbad. Bekannt ist die kleine Stadt (5.500 Einwohner) seit über 200 Jahren vor allem als Kurort.

Angelegt wurde das Kurbad 1793, wobei bereits seit dem 14. Jahrhundert bekannt war, dass die Gegend Quellen besaß, deren Wasser als heilend angesehen wurde. Die Stadt hat ihren Namen von Erzherzog Franz Joseph Karl von Österreich, der als Kaiser Franz II. letzter Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation war und 1804 das Kaisertum Österreich gründete, das er als Franz I. bis zu seinem Tod regierte. Unter seiner Förderung entwickelte sich das Kurbad im Bäderdreieck von Franzensbad, Marienbad und Karlsbad.

Františkovy Lázně - Franzensbad - Neue Kolonnaden

Franzensbad ist eins der ältesten Moorbäder Europas und auch als Frauenheilbad bekannt. Die letzten Jahrzehnte wurde kräftig renoviert; ich bin öfter dort und freue mich darüber, wie sich der Ort entwickelt hat. Dieses Foto der Neuen Kolonnaden ist von 2006 oder 2007.

Das für diese Kurbäder so typische Schönbrunner Gelb kombiniert mit Weiß macht die Gebäude so reizvoll. Klassizismus, Empire, Belle Epoque: Klassische Bäder-Architektur kombiniert mit schönen Parkanlagen, ein Traum. Gerade im Frühling ist es dort besonders schön, wenn Rhododendren blühen und man nach einem Spaziergang eins der so typischen Cafés besuchen kann. Hier nicht weit vom Fotografierstandort habe ich übrigens die beste Nuss-Biskuitrolle meines Lebens gegessen. :-)

Das Tschechische Bäderdreieck gilt als die quellenreichste Region Europas und ist weltweit bekannt. Franzensbad ist das kleinste Kurbad im Dreieck und gilt als das Juwel der böhmischen Kurorte. Mir persönlich gefällt es am besten; es ist überschaubar und entspannend. Wer ausprobieren möchte, ob er Kuraufenthalte mag: Franzensbad bietet Schnupperkuren an oder Wellness-Wochenenden. Aber auch, so wie ich es mache, ein Kurzbesuch mit Spaziergang gefolgt von Kaffee und Kuchen lohnt sich.

Sonntag, 28. Mai 2017

Spaziergang im Kurpark Bad Wildungen

Manchmal ergibt es sich, dass ich bei einem geschäftlichen Termin etwas Zeit für einen Spaziergang oder eine Stadtbesichtigung habe. So auch diesmal, als ich bereits am Sonntag für einen Montagstermin angereist bin. Nach einer langen Autofahrt, bei der ich viele Staus umfahren habe und lange unterwegs war, kam ich müde im Hotel an, wartete einen Regenschauer ab und habe dann die Gelegenheit genutzt, Europs größten Kurpark zu besuchen.

Kurpark Bad Wildungen - Impression




Interessantes zu Bad Wildungen 

Dass der größte Kurpark Europas in Bad Wildungen ist, wusste ich zuvor nicht! Auch sonst muss ich zugeben, dass ich von dem Heilbad zuvor wenig gehört hatte.

Das Heilbäderzentrum und Staatsbad im Landkreis Waldeck-Frankenberg liegt im westlichen Nordhessen und ist bekannt für seine eisen-, magnesium- und kohlensäurehaltigen Quellen. Viele Kurgäste kommen hierher - und immer mehr Wellness-Touristen. Was man da außer Kuren noch tun kann, skizziere ich weiter unten.

Bereits im 17. Jahrhundert wurde eine der Heilquellen erschlossen, im 18. Jahrhundert wurde ein erster Kursaal erbaut. Richtig in Schwung kam der Kurbetrieb aber erst nach Eröffnung einer Bahnlinie Ende des 19. Jahrhunderts. Der Kurpark wurde übrigens im Stil eines englischen Gartens angelegt, um 1850 herum und mit Beratung durch Hermann Fürst Pückler-Muskau. Ende der 1990er Jahre wurden die Kurparks in Bad Wildungen und dem benachbarten Schwesterheilbad Reinhardshausen durch zu einem Großkurpark zusammengefasst, der mit einer Fläche von 50 Hektar heute als der größte Kurpark Europas gilt.

Bad Wildungen - Kurpark Impression

Europas größter Kurpark

Ich fand die Blütenpracht jetzt im Frühsommer wunderschön und habe den Kurpark genossen. Hier ein paar Impressionen von meinem Spaziergang.

Sonntag, 13. November 2016

Tagesausflug ab Kutaissi: Klöster und Natur

Heute stand ein Tagesausflug auf dem Plan. Ich wollte unbedingt das Gelati-Kloster sehen, Natur erleben und ein wenig vom normalen Leben in Georgien erfahren, außerhalb der Stadt.

Mein Vermieter hatte einen Bekannten mit einem Mercedes organisiert und mit mir die ungefähre Tour besprochen. Der Kinchkha Wasserfall und Okatse Canyon wären nicht auf meiner Liste gewesen, haben sich aber gelohnt.



Es ist eine schöne Kombination aus alten Klöstern, für die Georgien ja typisch ist, und Natur sowie einem Einblick in die stalinistische Bäderkultur im Kurort Zqaltubo, wirklich beeindruckend und gut in einem Tag machbar. Ich hätte nicht selber fahren wollen, da man sich doch sehr konzentrieren muss, Tiere auf der Fahrbahn, etwas chaotischer Verkehr und ziemliche Schlaglöcher. So fand ich es angenehm, mich in erfahrene Hände zu begeben und einfach aus dem Fenster schauen zu können.

Tagesausflug ab Kutaissi - Route

Ich habe die Tour ungefähr bei Google Maps nachgezeichnet, damit man einen Eindruck davon bekommt (hier für den Link klicken!).

Der Fahrer kannte sich gut aus, sprach allerdings wenig Englisch oder Deutsch. Allerdings wusste er sich zu helfen: Am Handy hatte er eine Bekannte, die super Deutsch sprach und die er jederzeit angerufen hätte, wenn es Probleme oder Fragen gegeben hätte. Ich hatte sie kurz in der Leitung, praktisch. Manchmal war ich mir nicht ganz sicher, warum er die Reihenfolge anders nahm als ich erst dachte; aber im Nachhinein war das immer ideal: Im Gelati-Kloster war ein Gottesdienst, daher erst dort hin, dann nach Motsameta, die letzte Führung in den Prometheus Höhlen beginnt um 17 Uhr, also erst danach nach Zqaltubo. Ohne viele Worte und mit einem Lächeln hat er alles richtig gemacht.

Aber der Reihe nach: Da man unterwegs nicht überall Geldautomaten findet oder mit Kreditkarte zahlen kann, besorgten wir uns noch schnell etwas Bargeld. Dann ging es aus Kutaissi raus zum Gelati Kloster, das seit 1994 UNESCO-Weltkulturerbe ist.

Kloster und Akademie von Gelati 


Genau wie das Bagrati-Kloster befindet es sich auf der Liste des gefährdeten Welterbes, da die Sanierungen den Charakter der Anlage beeinflussen. Bagrati ist fertig, im Gelati-Kloster wird noch fleißig saniert. Es liegt auf einem Berg 11 km außerhalb von Kutaissi.



Vom Parkplatz aus geht man ein wenig bergab durch dieses Tor und kommt dann auf das Gelände. 1106-1130 erbaut, beinhaltet die Anlage nicht nur das Kloster sondern auch eine Akademie, in der nahmhafte Gelehrte unterrichteten. Das goldene Zeitalter Georgiens, damals blühte das Geistesleben und zu jener Zeit war Georgien eines der bedeutendsten geistigen Zentren der Region. Erbaut wurde Gelati übrigens vom König Dawit dem Erbauer, der auch dem Flughafen seinen Namen gibt. Am Flughafen hat er sicher nicht mitgewirkt, hier soll er aber selbst Hand angelegt haben. Er ist auch hier begraben. Der Eintritt zur Anlage, die aus drei Kirchen, einem separat stehenden Glockenturm und der Akademie besteht, ist frei.

Im Eingangsbereich ist ein Wanderweg angeschrieben, der von Kutaissi hierher führt. Wandertouren in Georgien sind ja beliebt; das kann ich mir auch super vorstellen. Man konnte übrigens nach Kutaissi schauen (man erkennt die Bagrati-Anlage ganz gut) und sieht in der anderen Richtung die schneebedeckten Gipfel des Kaukasus.



Donnerstag, 27. Oktober 2016

Abendspaziergang in Spa, Belgien

Nach einer Veranstaltung in Aachen hatte ich die Wahl, mich auf nordrhein-westfälischen Staus zu tummeln oder ein wenig Pause zu machen und später weiter zu fahren. Da traumhaftes Wetter war, wäre natürlich auch Aachen eine Option gewesen, aber da war ich schon oft (bisher nur einmal dokumentiert, hier), daher entschied ich mich nach dem Einkauf von Printen, ein paar Kilometer weiter zu fahren und einen Ort zu besuchen, den ich eigentlich seit Ewigkeiten sehen wollte: Spa!

Der Begriff Spa wird im Englischen als Oberbegriff für Heilbäder und Gesundheits- sowie Wellness-Einrichtungen verwendet und geht auf dieses Heilbad in den Ardennen zurück. Spa ist eines der bedeutendsten Kurbäder und hat zusammen mit einigen anderen Orten vor allem im 18./19. und frühen 20. Jahrhundert das Phänomen Kur und die Reise- und Kurgesellschaft in Europa geprägt. Man zählt diese Anfänge der Erholungsurlaube zu einem wichtigen Schritt für die Entwicklung des globalen Tourismus. Daher wollte ich mir selbst ein Bild machen.

Spa - Parkplatz am Rathaus

Von Aachen aus sind es ca. 50 km, einfach der Beschilderung Richtung Lüttich/Liège folgen, dann Richtung Verviers und Spa; man ist ca. 45 Minuten unterwegs.

Ich bin unvorbereitet hingefahren und habe mich an den Straßenschildern Richtung Zentrum orientiert. Ein Parkplatz am Rathaus war angeschrieben, auf dem es viele freie und kostenlose Parkplätze gab. Zentral mitten im Ort, also perfekt. Spa ist zwar hügelig, aber für einen kurzen Abendspaziergang war der Ortskern nicht anstrengend zu gehen.

Spa - Quelle Prince de Condé

Vom Rathaus geht man über die Quelle Prince de Condé mit einer Brunnenhalle aus Glas und Metall und einer 1988 angebauten gläsernen Pyramide entlang in Richtung Hauptstraße.

Freitag, 20. Mai 2016

Kurpark in Bad Homburg

Ich war beruflich in Bad Homburg v. d. Höhe und habe nach der Veranstaltung vor meiner Rückfahrt den Kurzpark besucht. Ich fand das ganz praktisch: Je später der Freitag, desto weniger Staus, und ein wenig Bewegung an frischer Luft tut nach viel Sitzen immer gut.

Bad Homburg vor der Höhe


Bad Homburg vor der Höhe ist die Kreisstadt des Hochtaunuskreises (Kfz-Kennzeichen HG) und mit nur etwas über 50.000 Einwohnern schön übersichtlich. Die Stadt versteht sich als Kur- und Kongressstadt, es gibt ein entsprechendes Angebot. Die Fußgängerzone sowie ein Einkaufszentrum wirkten auf mich relativ normal, fast austauschbar mit vielen anderen Orten Deutschlands. Gut gefallen hat mir der Kurpark, der mitten in der Stadt liegt und über 40 ha groß ist. Hier ein Foto, das ich nahe der Kaiser-Friedrich-Promenade geschossen habe.

Kurpark in Bad Homburg - nahe Kaiser-Friedrich-Promenade

Mit der S-Bahn lässt sich u.a. Frankfurt erreichen, die Stadt hat drei Autobahnausfahrten der A 661 und ist durch das Bad Homburger Kreuz nicht weit von der A5 entfernt. Einen Parkplatz in der Nähe des Kurparks zu finden fand ich schwer; ich hatte daher in der Tiefgarage vom Steigenberger Hotel (s.u.) geparkt.

Kurpark in Bad Homburg v.d.H. 


Der denkmalgeschützte Bad Homburger Kurpark gilt als einer der größten und schönsten Deutschlands. Er beinhaltet die einzige unverändert erhaltene Parkanlage des bekannten preußischen Gartenbaudirektors Peter Joseph Lenné im Westen Deutschlands. Ab 1809 hat man hier einige Heilquellen (wieder-)entdeckt. Der lokale Adlige, Landgraf Philipp August von Hessen-Homburg (1779-1846) förderte daraufhin den Ausbau seiner kleinen und damals wohl etwas rückständigen Residenzstadt als Kurort. Verpflichtet wurden die aus Frankreich stammenden Gebrüder Blanc. Ab 1840 arbeiteten sie daran, ein Kurhaus und einen Kurgarten anzulegen.

Da der Kurbetrieb florierte und die Spielbank im Kurhaus Geld in die Kassen spülte, erweiterte man und engagierte Lenné mit der Gestaltung eines großzügigen Landschaftsparks. Repräsentative Kur- und Parkbauten, Pavillons und Denkmale entstanden. Neu für jene Zeit: Im Park konnte man Tennis und Golf spielen! Beide sind die ersten ihrer Art: Der Tennisplatz wurde 1876 eröffnet und ist der erste auf dem europäischen Kontinent. Der erste deutsche Golfplatz (1889 eröffnet) befindet sich ebenfalls mitten im Kurpark. Bad Homburg war entsprechend nobel und international beliebt.

Kurpark in Bad Homburg

Auch Chulalongkorn, der König von Siam, war Kurgast in Homburg, und zwar 1907. Das Wetter fand er wohl nicht so toll, aber sonst hat es ihm offensichtlich gefallen: Er ist der Stifter der Thai-Sala auf dem obigen Foto. Dieses umgangssprachlich "siamesischer Tempel" genannte Gebäude hat mir sehr gut gefallen.

Sonntag, 10. Mai 2015

Bad Berneck im Fichtelgebirge

An der A9 im Norden Bayerns, nördlich von Bayreuth fährt man an der Ausfahrt Himmelkron (mit Autohof) ab und kommt gut beschildert nach knapp 5 km in wenigen Minuten in Bad Berneck an.

Bad Berneck liegt am am Westrand des Fichtelgebirges und ist seit 1857 Kurort. Zuerst war die Stadt Molken- und Luftkurort, seit 1930 Kneippkurort und inzwischen ist sie Kneippheilbad. Reizvoll und romantisch, so heißt es. Auch etwas aus der Zeit gefallen mit einem gewissen Renovierungsrückstau, wie so viele Kurbäder, finde ich. Der Kurpark ist ausgeschildert, irgendwo findet man einen Parkplatz und kann losmarschieren.

Der Kurpark in Bad Berneck 


Typisch für Kurorte sind ja die Kolonnaden, davon hat Bad Berneck zwei, eine alte von 1857 und die sogenannten Neuen Kolonnaden, hier auf dem Bild.

Bad Berneck: Kurpark mit den neuen Kolonnaden

Beim Spazieren durch den Kurpark merkt man die Nähe des Fichtelgebirges, es wird naturnah.

Bad Berneck: Spaziergang im Kurpark - Waldweg

Zum Ausruhen kann man sich an die Bank des Brunnens setzen.

Bad Berneck: Spaziergang im Kurpark - Brunnen

Die Wege sind gut beschildert. Auch für Nordic Walker gibt es gut markierte Laufstrecken, insgesamt sieben verschiedene. Radwege sind auch vorhanden.

Donnerstag, 23. Mai 2013

Stippvisite Marienbad

Marienbad, tschechisch Mariánské Lázně, ist neben Karlsbad und Franzensbad eines der drei bekannten Bäder im westböhmischen Bäderdreieck. Update 2021: Die drei Bäder sind UNESCO-Welterbe.

Alle Bäder haben eigene Heilquellen und sind seit Jahrhunderten für ihre Kuren bekannt. Schöne Gebäude im Zuckerbäckerstil, herrliche Kurparks, moderne professionelle Hotels und Kuranwendungen, Wellnessbehandlungen, gutes Essen und ein kulturelles Veranstaltungsprogramm - alles ist vorhanden.

Marienbad

Ich kannte bisher nur die beiden anderen, so war ich froh, als sich die Gelegenheit bot, einmal Marienbad einen kurzen Besuch abzustatten. Leider hatten wir Pech mit dem Wetter und es regnete.

Marienbad

Marienbad ist von Deutschland aus bequem mit dem Auto zu erreichen, man fährt durch viel Natur und Wälder, es ist aber immer gut ausgeschildert. Von den drei Kurbädern ist Marienbad das hügeligste. Ich würde deshalb einen Kuraufenthalt nur Gästen empfehlen, die gut zu Fuß sind.