....Sturm im Anmarsch, St. Augustine, Florida. North Carolina campground. Da ist auch fuer den kleinsten Hund noch Platz. Gegessen wurde natuerlich auch.... Oysters Rockefeller at Marconi Beach Restaurant, on Cape Cod, Massachusetts. Lammbraten mit Knoblauchbohnen und Kartoffeln in Providence, Rhode Island. Schwertfisch am Spiess auf Gartensalat mit Reis-Pilaf und suessem Mais. Und ab und zu findet sich ein Flaeschchen Oktoberfestbier. Spaziergang am Atlantischen Ozean, Haven Beach in New Jersey. ....es geht wieder Richtung Westen und die kulinarischen Genuesse sind kaum zu ueberbieten. Continental Breakfast auf Plastikgeschirr (auch Abendessen wird auf Plastik serviert) , welches nach einmaligem Gebrauch in den Abfall kommt. Es wird nichts mehr auf Porzellan oder Glas serviert in den Amtrak-Zuegen. Das Motto ist, wie fast ueberall in den USA, "plastic is fantastic"!
Unsere Heimfahrt war ungemein anstrengend........!
Von der Sonnenbank, zu Puzzle spielen, zu whale watching, haben wir uns nur muehsam geschleppt. Und dann, endlich wieder Zuhause.... ....und schon gibt es Gulasch, Eintopf, Ragu, wie auch immer man es nennen will. Denn etwas Warmes braucht der Mensch bei diesem Wetter, der Winter ist im Anmarsch. Nach einem Tag verlaesst uns die Sonne und Regen, Wolken und Nebel halten Einzug. Es hat noch nicht bis an das Meer heruntergeschneit, trotz der schweren Stuerme, die waehrend unserer Abwesenheit ueber Suedost-Alaska gefegt sind, aber die Faerbung der Graeser, Farne und Baeume zeigen den nahen Winter. Fuer mein Gulasch gibt es kein festes Rezept. Je nach Lust und Laune werden die Zutaten verwendet, meist jedoch mit Rindfleisch. Rindfleisch wuerfeln und portionsweise scharf in Oel anbraten, bis das Fleisch eine braune Farbe angenommen hat. Kleingeschnittene Zwiebel dazugeben, glasig duensten. Paprikapulver (1-2 Teel.), Tomatenmark (1 Essl.), Harrisamark (1 Essl) unterruehren. Eine halbe rote (darf auch eine gruene oder gelbe sein) Paprika wuerfeln und mitschmorren. Etwas Kuemmel (ich liebe Kuemmel!) und Lemon-Pepper dazugeben, mit Weisswein aufgiessen, Fleisch sollte bedeckt sein.
Kurz aufkochen lassen, den Topf mit Backpapier abdecken, Deckel drauf und dann in's Backrohr geben fuer etwa 2 Stunden. Unser Holzofen zeigt 100C, gerade richtig zum langsamen koecheln. Mit suessem Rahm abschmecken und eventl. nachsalzen. Dazu gibt es Kartoffelknoedl und Weisskraut in Senfsosse. Das Rezept habe ich bei der Tochter von Arthur abgeschaut habe und ich kann nur bestaetigen, das 'scharfe Kraut' ist und schmeckt Scharf!
Dieses Reisgericht passt hervorragend zu Gefluegel und Fisch. Wie immer habe ich viele (die meisten!) Zutaten vom Originalrezept nicht zur Hand gehabt und improvisiert. Es hat sehr gut zum gestrigen Lachs gepasst.
Zwiebel anduensten in etwas Butter, Reis dazugeben und mit 2,5 Tassen Fluessigkeit (halb Wasser und halb Huehnerbruehe) aufgiesen, 50 Minuten koecheln, dann Cranberries mit dem Orangensaft hinzufuegen und der Haelfte der Zitronenschalen. Weitere 10 Minuten auf kleiner Flamme simmern. Topf vom Herd nehmen, restliche Zitronenschalen und die Pekannuesse einruehren, Deckel drauf und fuer weitere 10 Minuten ziehen lassen.Zutaten:
Eigentlich wollte ich sofort das Rezept bloggen, Lachs mit Makadamianusskruste, aber sobald ich mich mit dem Thema Overfishing im Internet beschaeftigt habe, musste das Rezept (und Mr. K) etwas warten. In Hawaii haben wir viel Fisch gegessen, Mahi-Mahi (Dorade), Ahi und Ono, vor Ort gefangen von kommerziellen Fischern. Also, alles ganz bewusst und von regionaler Kueche und so.... Mahi-Mahi kannte ich von Mexiko, dort haben wir sie vor Jahren selbst gefischt.
Dann habe habe ich mich mal schlau (ein klein wenig nur) gemacht ueber diese Fischarten, denn Chriesi hat einen inoffiziellen "Event" gestartet und ich bin dabei Foodies against Overfishing. Ein sehr wichtiges Thema fuer uns alle und leider viel zuwenig beachtet, denke ich. In Alaska sind die Gesetze und Regeln sehr streng for commercial fishing, aber das hilft wenig, wenn die umliegenden und restlichen Laender der Welt sich um langfristige Loesungen nicht scheren.
Ich werde mir aber auf jeden Fall ueberlegen, ob ich Mahi-Mahi, noch so gedankenlos verspeisen werde, die meisten Umwelt- und Tierschutzorganisationen raten davon ab.
The Environmental Defense Fund (EDF) classifies mahi-mahi caught by line/pole in the US as "Eco-Best" in its three-category system,[5] but classifies all mahi-mahi caught by longline as only "Eco-OK" or "Eco-Worst" due to longline "high levels [of] bycatch, injuring or killing seabirds, sea turtles and sharks." [6] Ahi, yellowfin tuna, steht auf der roten Liste von Greenpeace. Das war eine ziemliche Ueberraschung fuer mich, denn Ahi wird ueberall in USA angeboten.
Sea turtle and seabird bycatch is a major environmental issue in the longline fishery, as is the mortality that longline fishing inflicts on species that are incidentally captured, such as billfishes and pelagic sharks.
In 2010, Greenpeace International added the yellowfin tuna to its seafood red list. "The Greenpeace International seafood red list is a list of fish that are commonly sold in supermarkets around the world, and which have a very high risk of being sourced from unsustainable fisheries."[5]
Von Ono haben wir am wenigsten gegessen, leider, denn dieser ist (noch!) auf keiner bedrohten Artenliste. Chriesi empfahl eine Liste von hier und bei Haende Weg!wurde u.a. der red snapper aufgelistet. Auch dieser Fisch wird noch ueberall in den USA gehandelt und ist erhaeltlich auf fast jeder Speisekarte eines Fischrestaurants.
Jetzt aber kommt das Rezept. Ein Lachsfilet, silver salmon from Alaska, wird mit Mayonaise bestrichen. Ich denke, dass auch ein schaerferer Senf gut passen wuerde. Fuer die Panade verwende ich eine Knabbermischung, Makadamianuesse mit Curry und Honig, that's the taste of Hawaii! Die Nuesse werden in der cuisinart zerkleinert , dann waelze ich die Lachsstuecke darin. In eine mit Butter gefettete Form/Pfanne geben und bei 375F (180-190C) backen fuer 10-15 Minuten. Pazifischer Lachs aus Alaska ist als empfehlenswert eingestuft von WWF. Es stammt aus keiner Farm, kein Antibiotika, keine Zusatzstoffe, strenge Richtlinien nach denen kommerziell gefischt wird und es erhielt das MSC-Label für Fische und Seafood-Produkte aus Wildfang.
Angefangen hat alles ganz harmlos an einem warmen Nachmittag in Unterfranken, mit einem Glas Wein. Gut Ding will Weile haben....und ein paar Glaeser Wein spaeter....
Die besten, allerbesten Sparerips, die ich je gegessen habe. Smoked grilled!
....oder besser gesagt, 1 Stubenkueken fuer 2 Personen. Bei Kochplattenteller fand ich ein neues Rezept fuer meine/s geliebte/s game hen, Stubenkueken mit Ahornsirup. Das wollte ich ausprobieren. Das Kueken wurde mit Butter und Oregano gespickt, unter die Haut geschoben. Karotten, Zwiebel und Knoblauch in Olivenoel kurz angeschwitzt, das Stubenkueken obenauf und in den Backofen geschoben, bei mir in den Holzofen bei 160C. Nach 20 Minuten gab ich noch ein paar Champignons dazu und 10 Minuten vor Ende der Garzeit wollte ich das Huehnchen mit Sirup bepinseln. Aber daraus wurde nichts, denn ich verratschte mich am Telefon, was selten vorkommt, aber nach fast 2 Monaten Abwesenheit ist ein grosser Aufholbedarf an sozialen Kontakten angesagt. Dazu gibt es Ofenkartoffeln und Zwiebeln mit Balsamico, bei foolforfood gefunden, die Menge wurde auf 2 Personen reduziert. Waehrend das Kueken und die Kartoffeln im Ofen garen, wird gebloggt, Bilder meiner/unserer Reise aussortiert und aufgearbeitet und dann noch telefoniert, siehe oben! Mehr ueber meine Reise kann hier gelesen werden, aber es war lange nicht so interessant und eindrucksvoll wie bei Houdini. Kurze Anmerkung: Die Garzeit vom Stubenkueken betrug etwa 1 1/2 Stunden.
....schoen wieder daheim zu sein. Es wird ein paar Tage dauern, bis wir alles geordnet haben, auspacken, waschen, Lebensmittel aufstocken, etc., etc., etc., und ausser, dass unsere Heizung ausgefallen ist (warum muss noch ergruendet werden), waehrend wir weg waren, scheint es keine weiteren groesseren Schlamassel gegeben zu haben.
Meine Freundin Sue hat uns ein willkommenes Willkommensgeschenk gemacht (nachdem sie uns von der Faehre abgeholt hat mit dem Auto, uns geholfen hat unsere Gepaeckstuecke - nur laecherliche 8 - den Hafen entlang zu tragen, um dann alles in das Boot zu laden), naehmlich einen Laib selbstgemachtes Brot und Scones. Wuerzig hat das Roggen-Brot geschmeckt, am naechsten Morgen zum Fruehstueck, mit Butter und Honig habe ich es genossen. Herr Kitchenroach hat die Scones verputzt! Die muessen also auch geschmeckt haben. Danke, Sue.
Wir waren 4 Wochen an der Bering and Chukchi Sea, davon 1 Woche in Barrow, 1 Woche in Point Lay, einem kleinem Eskimodorf mit 120 Einwohnern und 10 Tage in Kaktovik mit 300 Einwohnern. Jeder wartet auf die Karibu-Herden, die normalerweise im Maerz vorbeiziehen. Warum die Herde noch nicht erschienen ist, weiss niemand. Es wurde mir versichert, dass es nicht an den Stuermen liegt, 80km Wind, -40C und Schneesturm. Das sei doch gar nichts, wird uns erklaert! Fuer uns war dieser Schneesturm ziemlich heftig. Das Flugzeug, Marke Caravan, 8 Passagiere plus 2 Piloten und viel Fracht, das uns mit dem Rest der Welt verbindet, naehmlich Barrow, konnte 3 Tage nicht einfliegen, wegen dem "white out". Hier nun ein kleiner Auszug aus dem Herbst- und Sommermenue in der Arktik, wenn die Waljagd auf Belugawale und Polarwale (bowhead whales) stattfindet. Es werden zwischen 30-60 Belugawale erlegt in Point Lay. In den letzten Jahren ist die Anzahl der gejagten Wale in Pt. Lay auf 30 gesunken (gottseidank), da viele Eskimos das maktat und mikiak nicht mehr als Nahrungsgrundlage essen, sondern eher als Anreicherung ihrer Kost.
Maktat: gefrorene Haut und Fett vom Wal, die Haut ist 2cm dick und die Fettschicht kann bis zu 30 cm dick sein, wird aber von vielen Eskimos nur 10cm dick bevorzugt bei Maktat Unalik: gekochte Haut und Fett vom Wal, Rest wie oben. Mikiak: fermentierte Eskimo-Blutwurst. Blut, Fett und Fleisch vom Wal in Stuecke geschnitten und in einem Eimer mit Walblut bedeckt, abgedeckt mit einer Schicht von Walfett, gelagert bei 60F (18C) , 3 x taeglich umgeruehrt, nach 1 Woche ist es fertig zum Essen. Es soll sehr gut schmecken und Leute sollen bedrunken werden, wenn man zuviel davon geniesst! Ingaloag: Waldarm (nein, nicht Wald-arm, sondern Wal-Darm) gesaeubert, gewendet, gekocht, in 5 cm lange Stuecke geschnitten, das wird dann vernascht (aehnlich wie Candy?!). Die Ohrmuscheln, Zaehne und das Baileen (Barten) der Wale wird fuer Kunstgegenstaende und Schmuck verwendet, meistens geschnitzt. In Barrow werden die Reste des Wales, Knochen, etc. nach Narol gebracht, einer kleinen Ortschaft 3 Kilometer entfernt, und an die Polarbaeren verfuettert. Ein Stueck Maktak, gefunden im Kuehlschrank, in einer unserer Unterkuenfte!