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Saturday, January 16, 2010

Winterlicher Kuechenfenster-Ausblick

Barbaras Foto zeigte eine schoene, verschneite Winterlandschaft bei ihrem Blick aus dem Kuechenfenster und sie wollte wissen, wie es bei anderen aussieht. Bei uns war das Gegenteil. Wochenlanger Regen, (meine Stimmung koennt ihr Euch vorstellen), duester und grau....

....und dann ueber Nacht ist ein Wunder geschehen. Es hat geschneit. Die Welt war wieder in Ordnung. Fuer ein paar Tage, bis die Temperaturen anstiegen und der weisse Zauber vorbei war. Ich habe die Hoffnung auf Wiederholung nicht aufgeben.

Das Brett vor dem Fenster (!) ist fuer Vogelfutter gedacht, und wir sind auch immer kraeftig am Auffuellen. Wir sehen zwar keine Voegel, hatten aber anderen, unerwarteten Besuch.
Wir hatten dieses Reh schon im Herbst gesehen. Sie hat einen Klumpfuss, von einer Verletzung nehmen wir an, und hatten nicht gedacht, dass sie lange ueberlebt, da wir einige Wolfrudel auf der Insel haben. But she is tough and clever to make it this long and her foot looks a little better.

Saturday, February 21, 2009

Pasta Schuta

Pasta Schuta gab es oft in meiner Kindheit. Was es genau heisst? Keine Ahnung. Ich habe meine Mutter nie gefragt. Naja, sowas wie, Spaghetti mit Fleischsosse? Das Wort Schuta gibt es nicht im Italienischen, also muss es eine andere Schreibweise haben.

Freunde, gute Freunde, haben uns wieder mit Rehfleisch versorgt. Dieses Mal mit deer sausage. Rehwurst? Klingt merkwuerdig und die Verpackung sieht noch merkwuerdiger aus. Die Wurst ist in einer weissen Plastikhuelle abgepackt, aehnlich Teewurst, aber es ist Hackfleisch, vom Reh, gemischt mit etwas Schweinefleisch, als Geschmacks- und Fetttraeger.

  1. Das Fleisch wird in Oel braun gebraten, Zwiebel und Knoblauch dazugeben und kurz mitbraten und mit Chilischote und Oregano gewuerzt.
  2. Tomatenmark (habe ich aus Deutschland mitgebracht, denn das gibt es hier nicht in Tuben und ich stehe auf meine Tomatenmark- und Senftuben) und Rotwein dazugeben. Der Wein sollte gerade so das Fleisch bedecken. Kurz einkochen und den Inhalt der Tomatendose einruehren.
  3. Karotten und Lauch dazugeben und fuer 2-3 Stunden auf kleiner Flamme koecheln oder in Backofen. Mein Tulikivi ist noch heiss vom Brotbacken, also schiebe ich es in diesen fuer 3 Stunden, bei 170C, und giesse immer wieder etwas Wein auf, wenn es zu trocken aussieht.
Frisch geriebenen Parmesan ueber die Pasta und Schuta gestreut. Guten Appetit!

Zutaten

  • 1 Pfund gemischtes Hackfleisch (halb Schwein/Rind oder Reh/Schwein)
  • 1 Essloeffel Olivenoel
  • 1 Zwiebel, geschaelt und fein gewuerfelt
  • 2 Karotten, gewuerfelt
  • 4 Knoblauchzehen, geschaelt
  • 1 Dose geschaelte Tomaten
  • 1 Essloeffel Tomatenmark
  • 100-200 ml Rotwein
  • Pfeffer, Oregano und Chilischote zum Wuerzen

Monday, February 2, 2009

Reheintopf - Venison Stew

Nicht nur den Lachs habe ich in der Gefriertruhe gefunden, sondern auch ein Paeckchen Rehfleisch, gespendet von guten Freunden, Rick und Cheryl, ( aus Mitleid), gegeben wurde. Da wir nicht auf die Jagd gehen, steht auf unserem Speiseplan relativ selten Rehfleisch, obwohl wir es gerne essen und es sehr gesund ist. Die Rehe in Alaska sind eine kleinwuechsige Art, Sitka Deer, und sehr fein im Geschmack. Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch “Silver Palate”, welches wunderbare Rezepte hat, die ich immer ein bisschen abwandel.

Das Fleisch, ca. 1 Pfund, wird in Wuerfel geschnitten und mariniert ueber Nacht.
Marinade
• 1-2 Tassen (Teetassen und keine Haferltassen) trockener Rotwein
• Saft von 1 Zitrone
• Saft von 1 Limette (hatte ich diesmal nicht)
• 2 Lorbeerblaetter
• 2 Gewuerznelken
• 1 grosse gelbe Zwiebel, geschaelt und in Scheiben geschnitten
• 4 Karotten, geschaelt und in Scheiben geschnitten
• 1 Knofizehe, geschaelt und zerdrueckt
• ½ Teeloeffel Estragon
• ½ Teeloeffel Thymian
• 6 Pfefferkoerner, zerdrueckt
• 4 Wacholderbeeren, zerdrueckt
• ½ Teeloeffel Salz

Alle Zutaten, mit dem Rehfleisch, in einer Glasschuessel gut mischen. Schuessel abdecken und ueber Nacht in den Kuehlschrank, oder einem kuehlen Platz, stellen. Meine pantry (Speisekammer) ist so kalt (2C), da brauche ich es nicht in den Kuehlschrank stellen. Ich werde es diesmal 2 Tage marinieren und sehen, ob es noch zarter wird.
Die Fleischstuecke von der Marinade entfernen und mit Kuechenpapier trocknen. Butter in einem Topf erhitzen und Fleisch portionsweise anbraeunen an allen Seiten. Gin erwaermen in einer kleinen Pfanne, die ich fuer alle weiteren Zutaten verwende, ueber das Fleisch giessen und flambieren.
In der kleinen Pfanne 2 Scheiben Bacon, oder geraeuchertes Wammerl, angebraten und zum Fleisch gegeben. Die Champignons fuer ein paar Minuten anbraeunen und in den Topf dazugeben.
Silberzwiebeln in kochendes Wasser fuer 1 Minute geben und in eiskaltem Wasser abschrecken.
Das Schaelen sollte jetzt einfacher gehen. Die Zwiebeln zum Fleisch geben. Die Marinade ueber alles giessen und zum koecheln bringen fuer 40 - 60 Minuten.
Waehrend dem Kochen haben ich ein Reh am Fenster vorbeigehen sehen. Sie sind sehr grazil und lieblich anzuschauen. Das gibt mir schon etwas zu denken, aber ich bin ein Fleischliebhaber, diese Rehe haben ein gutes Leben, im Vergleich zur Massentierhaltung.

Die Beilage ist Kartoffelbrei, aus Gartenkartoffeln. Wir haben gelbe und lila Kartoffeln und das Puerree sieht nicht sehr appetitlich aus, aber es schmeckt umso besser.
In Amerika werden die meisten Kartoffelgerichte mit ungeschaelten Kartoffeln verspeist, was etwas gewoehnungsbeduerftig ist fuer den typischen Deutschen, aber ich habe diese 'Unart" gerne angenommen.
  • ungeschaelte Kartoffeln vierteln, mit Wasser bedecken und weich kochen
  • die Haelfte des Wasser abschuetten, Butter und karamelizierte Karotten dazugeben
  • und zerstampfen mit Rahm oder Milch bis die gewuenschte Konsistenz erreicht ist
  • mit Salz und Muskat wuerzen
Dazu tranken wir einen kalifornischen Petite Shiraz, der den weiten Weg mit uns im Herbst aus Wyoming, gemacht hat. Zum Wohl.