Heute war ich in Hamburg auf dem Markt und habe dort wunderbare französische Aprikosen entdeckt. Ich freue mich jedes Jahr darauf, dass endlich die zuckersüßen Früchte angeboten werden. Mein absoluter Favorit ist eine Aprikosentarte mit Lavendel und natürlich auch selbstgemachte Konfitüre.Ich möchte hier ausdrücklich eine Warnung ausprechen: dieser Kuchen ist meisten aufgegessen, bevor die Form wirklich kalt ist :-)
Hier das Rezept:
buttriger Mürbeteig in einer Variante nach Michel Roux:
250g Mehl
200g Butter gewürfelt
100g feinen Zucker
1 Prise Salz
2 Eigelb
½ Teelöffel gemahlene Vanille
Das Mehl auf die Arbeitsfläche sieben und in die Mitte eine Mulde drücken. Die kalte Butter stückeweise dazugeben und mit den Fingerspitzen bearbeiten. Zucker, Vanille und Salz auf die Butter streuen und einarbeiten. Das Eigelb zufügen und gründlich vermischen. Nach und nach das Mehl unterarbeiten und alles gut vermengen; den Teig allerdings nicht zu lange bearbeiten, sonst wir er zu geschmeidig. Den Teig zur einer Kugel formen und etwas flachdrücken. In Frischhaltefolie einwickeln und vor der Verwendung für einige Zeit gut kalt stellen. Den Teig zwischen Klarsichtfolie oder auf einer Backtrennmatte flach ausrollen und eine gut ausgebutterten Tarteform damit auskleiden. Achtung: da der Teig weniger Mehl als ein klassischer Mürbeteigt enthält, muss er besonders zügig verarbeitet werden, da er sonst sehr schnell weich und klebrig wird - ggf. nochmal für 5 Minuten in das Tiefkühlfache geben. Dann den Backofen auf 200 Grad vorheizen und die Tarte etwa 15-20 Minuten mit Hülsenfrüchen
blindbacken und anschliessend herausnehmen.
und das sind die Zutaten für die Früchte:
800g Aprikosen
1-2 Esslöffel Lavendelblüten
3 Esslöffel Thymianhonig
2 Esslöffel Butter
3 Esslöffel Aprikosenkonfitüre
1 Esslöffel Wasser
1 Ei
200g Creme fraîche
Die Aprikosen waschen, halbieren und den Stein entfernen. Honig mit der Butter in einer Pfanne schmelzen, 2/3 der Blüten und die Aprikosen zugeben. Das Ganze bei schwacher Hitze ca. 3-4 Minuten garen. Dann die Aprikosen wenden und weitere 3 Minuten garen. Die Aprikosen nur soweit garen, dass diese nicht zerfallen oder zu weich werden.
Creme fraîche mit dem Eigelb vermengen und die Eimasse auf dem vorgebackenen Teig verstreichen. Dann die Tarte mit den Aprikosen belegen und mit der Honigsauce beträufeln. Anschließend die restlichen Lavendelblüten darüber verteilen. Alles noch einmal etwa 20 Minuten bei ca. 160 Grad backen und danach die Tarte auf einen Kuchenrost abkühlen lassen.
Die Aprikosenkonfitüre mit den Wasser verrühren und damit die noch heisse Tarte
aprikotieren.
Bei der Verwendung von Lavendelblüte ist stets Vorsicht geboten, da je nach Sorte und Qualität diese ein unterschiedlich starkes Aroma haben können. Ich empfehle, diese generell etwas sparsamer einzusetzen und ggf. noch nach zu würzen, denn schnell kann so ein leckeres Gericht ein seifige Note bekommen.
Variante: Man kann auch noch Pinienkerne oder Mandelblättchen in einer Pfanne goldgelb rösten und abschliessend darüber geben.
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