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Montag, 5. September 2011

Rauke-Risotto, Schellfischfilet mit Pinienpanade


Es grünt, so grün wenn Spaniens Blüten blühen! Ist das nicht eine tolle Farbe? ..und so schön frisch! Vielleicht ist es sogar der Auftakt zu einer neuen Serie mit dem Titel: Kochen nach Farben. Was das alles mit Spanien im Frühling zu tun hat, kann ich zwar nicht sagen, aber eines ist mir sonnenklar: Eliza Doolittle würde sofort ihr mühsam erarbeitetes gutes Benehmen vergessen, ihren Hut hoch werfen und ungeniert über so ein traumhaftes Risotto herfallen. Jauchzend vergnügt würde sich die singende my fair lady auf den Teller stürzen und dabei Sätze wie "man wat is det für en scheeenes Gericht - so en Teller voll Reis!" trällern. So oder so ähnlich stelle ich es mir zumindest mal vor. Selbst J war begeistert und das hat schon etwas zu sagen, da er ja eher ein ordentliches Stück Fleisch bevorzugt. Dafür gab es als Beigabe ein schönes Stück vom Schellfisch. Paniert völlig ohne Ei oder Mehl, sondern einfach nur mit der feuchten Hautseite in selbstgemachte feine Pinienkernbröseln gedrückt und dann in heißer schäumender Butter 2-3 Minuten gebraten. Das nussige Aroma passte hervorragend zum Rucola - wirklich eine runde Sache:


...die dann auch noch in meinem Neuerwerb in Sachen Porzellan auch super zu Geltung kam.
  • Rauke-Risotto, Schellfischfilet mit Pinienpanade
  • für 2 Personen
  •   
  • Risottoreis, 1 Tasse
  • Weißwein (Weißburgunder), 1 Glas
  • Gemüsebrühe, 1/2 Liter
  • Schalotte, 1 mittlere
  • Knoblauch, 1 kleine Zehe
  • Butter, 3-4 Esslöffel

  • Rauke, 75 g
  • Glatter Petersilie, 50 g
  • Kapern, 1 Teelöffel
  • brauner Zucker, 1 Prise
  • Zitronenabrieb
  • Zitronensaft, 1 Spritzer
  • fruchtiges Olivenöl, 3-4 Esslöffel
  • Salz, Pfeffer
  •   
  • Fischfilet, 250 g
  • Pinienkerne, 3 Esslöffel
  • Salz, Pfeffer
  • Butter
  1. Rauke und Petersilie waschen, trocken schleudern, grob hacken und in einem Mixer zusammen mit den Kapern und dem Olivenöl zu einer feinen Paste pürieren. Das Pesto mit Zitronensaft/-abrieb, einer Prise Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.
  2. Schalotten fein würfeln, Knoblauchzehe andrücken und  in einem Topf mit schäumender Butter farblos anschwitzen, Reis dazugeben, unterrühren und nach 1-2 Minuten mit dem Weißwein ablöschen. Die heiße Gemüsebrühe etappenweise dazu geben, so dass der Reis gerade so bedeckt ist, dabei immer mal wieder umrühren, damit nichts ansetzt. Das Risotto solange garen, bis die Reiskörner weich sind, aber noch im Kern Biss haben, dann die Butter und das Rauke-Pesto unterheben.
  3. Butter in einer Pfanne erhitzen. Pinienkerne im Blitzhacker zu einem Paniermehl pulverisieren. Das Fischfilets mit der Hautseite fest in die Panade drücken, sofort in die schäumende Butter legen und 2 Minuten bei guter Hitze braten, dann das Feuer ausstellen, Filets wenden und gar ziehen lassen.

Donnerstag, 4. August 2011

Rotwein-Tomaten-Risotto mit Wildfang

Risotto und Rotwein? Geht das? Klar! Beim ersten Angiessen des österreichischen Zweigelt war ich zwar kurz erschrocken, denn der Reis verwandelt sich eher in etwas Bläuliches ... naja ist ja auch Blauer Zweigelt :-), aber dann hat mich der Geschmack doch versöhnt. Durch das Unterheben der frischen Tomatenwürfeln bekommt das Gericht eine fruchtige Note und rundet den Geschmack herrlich ab. Dazu gab es Wildfang-Garnelen vom Fischhändler des Vertrauens, die wundebar nach Meeeer schmeckten - sozusagen ein kleiner kulinarischer Ausflug in Richtung Süden. Eines steht fest: es wird nicht mein letztes Rotwein-Risotto gewesen sein - toll stelle ich mir auch eine Variante mit Lammfond, Barolo und Lammkoteletts vor... das wird hier demnächst auf jedenfall ausprobiert.


  • Rotwein-Tomaten-Risotto mit Garnelen
  • für 2 Personen
  •  
  • Risottoreis (Arborio, Carnaroli oder Vialone Nano), 2 Tassen
  • Hühnerbrühe, 1/2 Liter
  • kräftiger dunkler Rotwein, 1-2 Glas
  • Schalotten, 2 Stück
  • Thymian, 2 Zweiglein
  • gehäutete, gewürfelte Tomaten, 6 Esslöffel
  • Olivenöl
  • Parmesan
  • Butter
  • Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer, Basilikumblätter
  • Wildfang Garnelen
  1. Schalotten fein würfeln in Olivenöl anschwitzen, Reis dazugeben, Rotwein angiessen, reduzieren lassen, nochmals Wein angiessen, wieder reduzieren, Thymian dazugeben und dann den Vorgang mit der Brühe fortführen, bis das Risotto bissfest gegart ist.
  2. Tomaten überbrühen, abziehen, die Kerne entfernen und fein würfeln. Die Tomatenwürfel unterheben, Butter und geriebenen Parmesam untermischen, damit das Risotto die richtige cremige Konsistent bekommt ("all onda").
  3. Basilikumblätter fein schneiden und abschliessend dazugeben.
  4. Garnelen kurz in heißem Öl braten mit etwas Salz und Cayennpfeffer abschmecken.

Sonntag, 16. Mai 2010

Waldschätze

Tief im Schwarzwald muss es wohl einen geheimen Platz geben, an dem die köstlichsten Steinpilze wachsen. Diese Ort wird von Freunde wie ein kulinarischer Schatz behütet und bis heute ist es uns nicht gelungen, hinter dieses Geheimnis zu gelangen. Jahr für Jahr erreicht mich stattdessen ein kleines, feines Paket mit diesem Schatz - getrocknet, gemahlen und gefroren - und bereichert außerordentlich unseren Speiseplan.
Gestern entdeckte ich doch tatsächlich noch ein kleine Menge in meinem Eisfach und kurzentschlossen wurde daraus ein leckeres Steinpilzrisotto.


Hier mein Rezept:
  • 1 Liter Hühnerbrühe
  • 1 Glas Weisswein
  • 3 Schalotten
  • 3 Teelöffel Steinpilzpluver
  • 3 Esslöffel Butter
  • 3-4 Zweige frischer Thymian
  • 2 Handvoll Steinpilze
  • 250 g Risottoreis
  • Parmesan
  • Meersalz, Pfeffer
  • Olivenöl
Eigentlich ganz klassisch: Schalotten in Öl anschwitzen, das gemahlene Steinpilzpulver mitrösten, Reis dazu und ebenfalls etwas anziehen lassen, mit Weißwein ablöschen und immer wieder mit heißer Brühe angiessen, sobald der Reis die Flüssigkeit aufgenommen hat. Das Risotto auf kleiner Flame garen und während der gesamten Zeit "bewachen" - gelegentlich umrühren. Am Ende wird das Ganze mit Butter und etwas Parmesam, sowie Salz, Pfeffer und frischem Thymian abgerundet.

Für die Steinpilze in einer Pfanne das Olivenöl gut erhitzen und diese darin anbraten - sie sollen Farbe haben. Erstaunlich fand ich, dass dies sogar bei meinen aufgetauteten Pilzen funktionierte.
Die Pilze habe ich ebenfalls mit Butter, Salz, Pfeffer und mit frisch gehacktem Thymian abgeschmeckt und dann über das fertige Risotto geben.

Die Portion kann nur für zwei Personen reichen :-).
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