Posts mit dem Label Pastinaken werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Pastinaken werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 27. April 2011

Parsley at its best


Unseren Eltern war Sie nur zu gut vertraut, die immer gleiche Dekoration auf Salzkartoffeln und Tellerrändern, die inzwischen fast in Vergessenheit geraten ist. Jedes Hauptgericht von Nord bis Süd erhielt sein kleines Portiönchen, ob es nun passte oder auch nicht. Gern drapierte man es auf kalte Platten, meist im Einklang mit Tomatenrosen, Igel-Radieschen, gefüllten Eiern und anderen kulinarischen Verbrechen. Königin dieser "unnützen" Beilagen istwar ganz klar - die Petersilie. Sicherlich sind  Fernsehköche, wie ein gewisser Herr Wilmenrod, nicht ganz unschuldig daran. Die heutige Kochelite lehnt dagegen solch schnödes Beiwerk entweder rigoros ab oder zelebriert eine andere Art von hochentwickelter Dekorationskunst. Das grüne Kräutlein hat es derzeit wirklich schwer und muss sich mühsam behaupten. Der staubig muffige Ruf einer vergangenen Zeit lässt sich eben nicht so schnell abschütteln.
Darum - Schluss mit all dem Mief und hin zum neuen Trend der gesunden Gemüseküche, denn eins ist klar - auch aus diesem Gewächs kann etwas Köstliches werden. Also vergesst PVC Tischdecke, Plastikbestuhlung, Zitronensterne und Käseigel -  schaut lieber mal hier, was ich daraus gezaubert habe:



  • Lachs, Petersilienpüree und Schalotten-Petersilien-Konfitüre
  • für 4 Personen
  •        
  • Lachsfilets, 4 Stück
  • Fleur de Sal
  •       
  • Kartoffeln, ca. 400 g
  • Pastinaken, 300 g
  • Haselnussöl, 1-2 Esslöffel
  • heiße Milch
  •       
  • Petersilienblätter, 2 Bund
  • Rapskernöl
  • Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer
  •      
  • Petersilienstengel von, 2 Bund
  • Schalotten, 2 Stück
  • Riesling, 1 Schuss
  • Butter, Salz, Pfeffer
  • Kuzu oder Pfeilwurz, 1/2 Teelöffel
  1. Petersilienblätter von den Stengeln zupfen, 4-5 Blättchen zur Seite legen, dann die Hälfte davon in sehr gut gesalzenen Wasser für 30 Sekunden blanchieren, auf Küchenkrepp gut abtrocknen und zusammen mit den restlichen fein gehackten Blättern und soviel Rapsöl wie nötig in einem Mixer für mehrere Minuten sehr fein pürieren. Das Püree abschließend mit etwas Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen.  
  2. Kartoffeln und Pastinaken würfeln und in Salzwasser garen, ausdämpfen lassen, durch ein grobes Sieb passieren und mit dem Nussöl  und der Milch zu einem cremigen Püree rühren.
  3. Schalotten und Petersilienstengel sehr fein hacken, mit etwas Butter dünsten bis diese schön glasig sind, mit Riesling ablöschen und einkochen lassen. Abschließend Kuzu/Pfeilwurz mit kalten Wasser mischen, dazugeben, aufkochen und reduzieren, bis die Masse leicht cremig ist. Die "Konfitüre" etwas salzen.
  4. Lachsfilets vakuumieren und im Wasserbad bei 50 Grad für 12-15 Minuten garen.
  5. Garnitur: die verbliebenen Petersilienblättchen in heißem Öl bei 180 Grad kurz frittieren und danach auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Garten-Koch-Event April 2011: Petersilie [30.04.2011]

Samstag, 22. Mai 2010

Italienische Röllchen

Eigentlich hatte ich nur mal wieder Lust auf eine leckere Polenta, aber einfach nur so, das wäre doch langweilig. Oder? Was daraus entstanden ist, kann man hier sehen bzw. nachlesen... ich war mit dem Ergebnis ganz zufrieden... okay, das Anrichten lässt sich definitiv noch verbessern :-). Kurz überlegt und schnell war das Gericht beisammen: Schweineröllchen in einem Mantel von luftgetrochneten Schinken gefüllt mit Gartensalbei, getrockneten Tomaten und etwas Käse. Hinzukamen einige mit Thymianhonig glasierte Pastinaken aus unserem Erdkeller (letzte Ernte).


Und hier die harten Fakten:
  • ca. 100 g Polenta
  • 1/2 l Milch
  • 1/2 l Hühnerbrühe
  • 1 Esslöffel Butter
  • Safranfäden
Milch und Brühe, sowie den Safran zusammen aufkochen und die Polenta einstreuen und bei kleiner Flamme je nach Sorte ca. 30 Minuten quellen lassen. Das Ergebnis sollte nicht stichfest, sondern eher cremig sein. Am Schluß geben ich gern noch etwas Butter dazu. Falls die Konsistenz nicht stimmen sollte, so kann man einfach noch etwas Flüssigkeit dazugeben.
  • 4 dünnere Schweinesteaks
  • 8 getrocknete Tomaten
  • 8 Scheiben Schinken
  • 8 Salbeiblättern
  • milder Bergkäse
  • Pfeffer
Die Schweinesteaks mit Küchenkrepp abtrocken, mit je 2 Salbeiblättern und kleingehackten getrockneten Tomaten, sowie etwas Bergkäse füllen und peffern. Das Fleisch dann aufrollen und mit dem Schinken ummanteln. Damit das Paket hält, habe ich es mit einem Stäbchen fixiert, man kann es aber auch mit einem Küchenfaden chirugisch sauber verschnüren. Das Ganze in der Pfanne mit etwas Olivenöl anbraten und anschliessend für ca. 30 Minuten bei 120 Grad in den Ofen. Ich habe noch etwas Bergkäse darüber gestreut.
  • Pastinaken
  • 1 Esslöffel Butter
  • 1 Esslöffel Thymianhonig
  • Salz
Pastinaken sind ja ein typisches Wintergemüse, dass derzeit wieder eine Comeback erlebt. Manche Köche behaupten ja, dass die Knolle etwas streng schmecken würde, da kann ich mich jedoch nicht anschliessen.
Wir hatten das Gemüse letztes Jahr selbst angebaut und dann einfach im Herbst in einem Erdloch im Gewächshaus eingelagert. Ich muss sagen, da blieben Sie super frisch bis in den Frühling. Jetzt wurde es aber auch mal Zeit, den Platz zu räumen, den die Tomatenpflanzen wollten endlich einziehen.

Ich putze die Knollen ordentlich und schneide Sie in kleine ansehnliche Stück. Dann wird das Gemüse in der Pfanne mit etwas Butter auf kleiner Flamme bissfest gart und am Schluß mit etwas Thymianghonig glasiert.
Related Posts with Thumbnails