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Samstag, 3. Juli 2010

Fazzolletti mit geräuchertem Lachs und karamelisiertem Fenchel



Gestern Abend hatten wir hohen Besuch aus Berlin und so gab es ein nettes Abendessen bei einem gutem Sommerwein. Leider ist der Balkon zu klein für drei, sonst wäre es sicherlich  ein Gastmahl im Freien geworden - Hamburg bei 30 Grad - wann gibt es denn soetwas?

Also etwas Sommerküche: dafür habe ich frisch geräuchterten Lachs "wer sucht der findet..." in italienischen Taschentüchern (Fazzoletti) mit etwas Gemüse versteckt. Der Gast war zufrieden, fand auch seinen Fisch und so waren alle glücklich. Übrigens: der karamelisierte Fenchel passte besonders gut - werde ich wohl nochmal andersweitig aufbereiten.

Für 3 Esser:

Fazzolletti

Dieser Piemonteserteig ist übrigens ein Rezept aus Robert's Pastakurs:
  • Mehl Typ 405, 300g
  • Eigelb, 220 g (ca. 11 Stück) 
  • Salz, 3g
  • Basilikum, 1 Bund bzw. Topf 

Das Mehl und ca. 2/3 des Eigelb's in eine Küchenmaschine mit Knethaken geben und für ca. 5-10 Minuten zu einer krümeligen Basis rühren. Dann die restlichen Eigelb schrittweise dazugeben und weitere 5-10 Minuten kneten. Der Teig sollte nun ein feste Kugel gebildet haben, wird in Folie eingeschlagen und für mehrere Stunden in den Kühlschrank gegeben, damit dieser entsprechend Kleber bilden kann.

Den Teig in ca. 2 cm starke Scheiben schneiden, mit dem Nudelholz etwas ausrollen und mit einer Nudelmaschine bis auf die feinste Stufe zu dünnen langen Bahnen walzen. Die Basilikumblätter ebenfalls mit dem Nudelholz plattieren und in regelmäßigen Abständen auf der einen Hälfte des Nudelbandes verteilen. Dann die zweite Hälfe darüber schlagen und mit dem Nudelholz glatt walzen. Die Nudelmaschine 2 Stufen zurückstellen und die Pasta erneut walzen. Eine weitere Stufe feiner einstellen und den Vorgang wiederholen.



Fisch
Fisch waschen, säubern und mit dem Zitronensaft säuern. Portionen a 200 g schneiden und in den Räuchersack einlegen. Der Fang wird in den auf 250 Grad vorgeheizten Backofen auf der untersten Schiene für 10 Minuten geräuchert und darf dann noch ca. 3-4 Minuten in der Folie draußen ziehen.

Sauce
  • Fischfond, 1 Glas
  • Sahne, 200 ml
  • Lorbeerblatt,  1 ganzes
  • Zitronengras, 1 Stangen grob zerkleinert
  • Zitronenthymian, 4 Stengel
  • Schlotte, 1 mittlere
  • Noilly Prat, Schuss
Die Schalotte fein würfeln und in etwas Butter andünsten, mit Nolliy Prat ablöschen und Fond, sowie die Sahne angießen. Die Gewürze dazugeben und alles auf ca. 1/2 leise köchlend reduzieren. Die Sauce durch ein Sieb geben, abschmecken und nach Bedarf mit dem Mixer kurz aufschäumen.

karamelisierter Fenchel
  • Fenchel, 2-3 Stück
  • brauner Zucker, 2-3 Teelöffel
  • Butter, 2 Esslöffel
  • Nolliy Prat, Schuss
Fenchel putzen und in feine Streifen schneiden. Butter in einer Pfanne schmelzen, Zucker darin leicht karamelisieren, Gemüse dazugeben und dieses etwas glasieren lassen. Den Fenchel mit etwas Nolliy Prat ablöschen und in wenigen Minuten bissfest garen lassen. 

Anrichten: Fazzoletti  glatt in einen tiefen Teller geben, den Fisch und das Gemüse anrichten, Sauce dazu und dann das Nudelblatt darüber schlagen - fertig.



Dienstag, 22. Juni 2010

Serial Lover: geräuchterte, lackierte Entenbrust mit Granatapfelsauce

Für das Blog-Event "kulinarisches aus Film und Literatur" musste es für mich unbedingt ein Film aus der Kategorie "feiner französischer, schwarzer Humor" sein...ich glaube, den Streifen habe ich bereits 3 oder 4 mal gesehen.

Serial Lover: Eine Frau in den besten Jahre fühlt ganz klar: es fehlt ein Mann im Haus... Affären und Abwechslung sind ja gut und schön, aber wer repariert den tropfenden Wasserhahn und wärmt zu später Stunde das Bett an? Sie lädt kurz entschlossen die 4 aussichtsreichsten Kandidaten/Liebhaber zu ihrem 35. Geburtstag ein, um endlich, endlich eine Entscheidung zu treffen - welcher Rahmen wäre hier besser gewählt als... na...genau... ein gemeinsames Abendessen.
Bereits beim Hauptgang "Ente" verliert der ersten Liebhaber durch ungeschicktes tranchieren des Geflügels in der Küche sein Leben... und wird unsanft neben den Bohnen im Eisschrank eingelagert. Doch das ist nur der Anfang einer Kette von unglaublichen Ereignissen, in deren Folge alle Kandidaten ins Jenseits befördert werden und die Einrichtung der schicken Pariser Wohnung ihren Wiederverkaufswert stark einbüßt. Nebenher werden noch zwei flüchtige Ganoven in einer Wurlitzer Musikbox artgerecht verwahrt, bis endlich die Polizei in Form eines attraktiven Kommissars (Achtung: Kandidat!) auftaucht und sich alles scheinbar so wunderbar fügt.

Für wahrhafte Cineasten habe ich hier noch ein umfassendes Infopaket geschnürt - natürlich darf auch der obligatorische französische und deutsche Filmtrailer (leider mit Werbung) nicht fehlen.



Blog-Event LVIII - Kulinarisches aus Literatur und Film (Einsendeschluss 15. Juli 2010)


Ente
  • Entebrust, 1 pro Person
  • Salz, Pfeffer, Chili gemahlen
  • Räuchersack, 1 für bis zu 4 Personen
Die Haut der Brüste kreuzweise mit einem scharfen Messer einschneiden, würzen und in den Räucherbeutel einlegen. Dieser muss jetzt gut verschlossen werden und kam bei mir für 30 Minuten und 245 Grad auf der untersten Schiene in den Backofen. Das Fleisch war saftig aber für meinen Geschmack zu durch... daher würde ich es beim nächsten mal nur 15-20 Minuten im Ofen lassen.
Die Entenbrust sollte nach dem räuchern noch für ca. 5-10 Minuten in der Folien ruhen bevor diese unter dem Grill lackiert werden. Die Babies sahen nach dem räuchern schon recht lecker aus:



Gewürzlack
  • Tannenhonig, 50 g
  • weißer Balsamico, 2 Esslöffel
  • Sherry, 2 Esslöffel 
  • Wasser, 2 Esslöffel
  • Sternanis, 1 Stück
  • Zitronengras, 1/2 Stange
  • Orangenschale, 1 Esslöffel
  • Pfefferkörner, 6 Stück
  • Chili, 1 getrocknete Schote
  • Ingwer, 1 dünne Scheibe fein gehackt
Alle Zutaten in eine Sauteuse geben und wenige Minuten sirupartig einkochen und durch ein Sieb abseihen. Die geräucherten Entenbrüste mit dem Lack bepinseln und für 1-2 Minuten unter dem vorgeheizten Grill karamelisieren. Diesen Vorgang noch 2 mal wiederholen. Wie ihr sehen könnt, ist dabei Vorsicht geboten, sonst wird es schnell zu dunkel... war gerade noch gut :-)


Granatapfelsauce
  • Walnussöl, 1 Esslöffel
  • Orangensaft, 1 Glas
  • Rotwein, 1 Glas
  • Granatapfel, 1 ganzer
  • Geflügelfond (Ente), 1 Glas
  • roter Portwein, Schuss
  • mittlere Schalotte, 1 fein gewürfelt
  • Pfefferkörner, 5 Stück 
  • Butter, 2 Esslöffel eiskalt
  • Orangeschale, in feine Streifen geschnitten
  • Salz
Granatapfel halbieren, die Hälfte der Kerne herauslösen und diese zur Seite stellen. Die anderen Hälfte auspressen und den Saft auffangen. Die Schalotte fein würfeln, diese im Walnussöl andünsten, mit dem braunen Zucker leicht karamelisieren und mit Portwein ablöschen. Dann alle weiteren Zutaten außer die Kerne dazugeben und auf circa 1/3 der Menge einkochen. Kurz vor dem servieren die Kerne dazugeben und die eiskalte Butter in Flocken mit einem Schneebesen rühren, bis sich diese aufgelöst hat. Die Sauce darf dabei nicht mehr kochen.

P.S.: Dazu gab es ein Püree aus Süsskartoffeln mit Safran, in etwas Brühe gegart, grob gestampft und mit etwas Sahne verfeinert.

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