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Freitag, 5. Dezember 2025

Friday-Flowerday #49/25: Begrüßungsblumen

In dieser Woche fing ich nach fast einem halben Jahr Pause wieder an zu arbeiten. Meine Kolleginnen bereiteten mir einen herzlichen, warmen Empfang. 

Blauer Mohn und Borretsch sind eine schöne Kombination.

Neben einem wirklich sehr üppigem Geschenk gab es einen wunderschönen Blumenstrauß. Die Kollegin, die mich vertritt, hat ein Händchen für tolle Kombinationen, in diesem Falle Borretsch und blauer Mohn. Ich schaffte es, den Strauß in einem aufgerollten Plakat heil mit nach Hause zu nehmen, denn praktischerweise sollten Plakat entsorgt werden. 

Der Strauß steht beim Foto des Gatten.

Die Kolleginnen hatte einige Probleme, eine passende Vase im Büro zu finden und entschieden sich für eine Flasche - passte bestens. Ich hatte da weniger Probleme, denn ich habe eine Reihe schmaler Vasen, in diesem Falle eine vom Möbelschweden.

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Freitag, 7. November 2025

Friday-Flowerday #45/25: Trauer-Rosen II

F. kam mit einem wunderbaren Strauß weißer Rosen zum Trauerbesuch. Sie hatte sich vorher viele Gedanken gemacht, weil: "Ich weiß ja gar nicht, wie das bei euch so ist, ob man sich da besucht, ob man Blumen mitbringt." F. ist Muslima, kam mit ihrem während des Jugoslawienkriegs aus Serbien bzw. Montenegro hierher und hat wenig Kontakte zu Nicht-Muslimen. Ihre kluge Tochter sagte: "Mama, frag' doch einfach!" Das tat sie, und ja, ich freute mich über Besuch und Blumen. Fragen ist eh immer das Beste.

Ein Strauß weißer Rosen in einer Edelstahlvase.

Ich stellte den Strauß erst in eine Edelstahlvase, die uns Schwiegermutter mal schenkte, fand aber nach einigen Tagen, dass die Blumen in der Vase nicht genug Platz haben. Also schnitt ich den Strauß auf und setzte ihn in ein Windlicht, das ich gelegentlich als Vase nutze.

Die Rosen im Detail.

Die letzte überlebende Rose kam dann schließlich in eine Solitärvase aus Glas, die mich auch schon seit einigen Jahrzehnten begleitet.

Mit etwas mehr Platz in der Windlicht-Vase blühten die Rosen dann richtig auf.

Während F.s Besuch lernte ich einiges über serbische Beerdigungen und Trauer-Riten. Mich erschrak, dass sich muslimische Serben bzw. Montenegriner offensichtlich nicht wohnortnah begraben lassen oder begraben lassen können. Die nächsten muslimischen Friedhöfe sind in Hamburg oder Bremen. F.s Verwandtschaft ist allerdings sämtlichst in den Herkunftsländern bestattet. 

Eine einzelne weiße Rose in einer Solitärvase.

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Freitag, 31. Oktober 2025

Friday-Flowerday #44/25: Trauer-Rosen I

Am Tag, nachdem der Gatte starb, war ich mit Schwiegermutter einkaufen. Für uns muss das Leben ja weitergehen, und wir brauchten schlichtweg Salat für das Abendessen.

Einer kleiner Rosenstrauß für den Gatten.

Schwiegermutter hatte das Bedürfnis, Rosen für den Gatten und für mich zu kaufen. Der Gatte bekam rosa Rosen, die in eine länglich-ovale Vase kamen, die Schwiegermutter mir mal schenkte. Es ist immer relativ schwierig, dafür einen passenden Strauß zu finden, aber für die drei Rosen passt es, finde ich. 

Rosen für mich.

Ich bekam zweifarbige Rosen, die in die hier vorgestellte Rosen-Vase kamen. Sie gingen so üppig auf, dass ich an die Verse "Fegt doch die fetten Rosen hin, den ganzen Pomp, den ganzen Lüster" aus Gottfried Benns Gedicht "Viele Herbste" denken musste. Der Gatte mochte die Gedichte von Gottfried Benn. Das Röschen, das am längsten durchhielt, kam in ein Miniatur-Bierglas, aus dem der Gatte bis zuletzt seine Schmerztropfen nahm. Nachdem das Pflegebett des Gatten abgeholt wurde, zogen die Rosen und der Kerzenständer ins Panoramafenster um.

Trauer-Rosen mit Kerzen-Engel.

Die beiden kleinen Rosensträuße gehen rüber zum Friday-Flowerday. Vielen Dank für's Sammeln!

Freitag, 27. Juni 2025

Friday-Flowerday #26/25: Was vom Esmark-Strauß übrig blieb

Als wir vor drei Wochen unseren Dänemark-Urlaub wegen erneuter OP des Gatten absagen mussten, kam ein riesiger Strauß mit Genesungswünschen von Esmark, unserem Ferienhaus-Anbieter. Den Strauß zeigte ich hier

Aus einem großen Strauß wurde ein kleines Sträußchen.

Eukalyptus, Nelken, Pompom-Dahlien und Schleierkraut waren recht langlebig und wanderten in eine kleine Steingut-Vase aus Schweden, zu der ich hier schon mal etwas schrieb.

Im Sommer ist der Kamin wirklich ein schöner Platz für eine Blumenvase.

Der kleine Reste-Strauß geht rüber zum Friday-Flowerday. Vielen Dank für's Sammeln!

Freitag, 16. Dezember 2022

Friday Flowerday: Erdbeerfarbene Rosen

Der Gatte war auf dem Wochenmarkt, um Blumen für seine Mutter zu kaufen und brachte mir einen Rosenstrauß mit - entgegen aller Vernunft, da wir ja gerade zwischen zwei Wohnsitzen pendeln, ich kaum etwas vom Blumenstrauß haben würde. 

Die Rosen auf der Fensterbank des Esszimmers im alt-neuen Haus.

Aber im Gegensatz zu mir ist der Gatte Romantiker: Als wir mal zwei Wochen getrennt waren, empfing er mich auf dem Bahnsteig mit einer roten Rose, worauf ich entgeistert fragte, wie wir die denn heil nach Hause bekommen sollten, wo wir doch noch drei Tage mit dem Auto unterwegs wären. Ich bin da eher so pragmatisch.  

Die Rosen auf dem angestammten Vasenplatz in der Wohnung. Mal schauen, wo ich im alt-neuen Haus einen schönen Vasenplatz finde.

Einen Teil der Woche standen die Rosen in der Wohnung, dann zogen sie um ins alt-neue Haus. Somit gibt es jetzt dort auch eine Vase.

Adventskranz vor Rosenstrauß und Barbarazweigen.

Die Rosen sind für die Glasvase mit eingeätzten Schneckenhäusern eigentlich zu kurz, aber ich fand es so gerade schön. Zur Vase habe ich hier schon mal mehr geschrieben.

Die Rosen haben einen zauberhaften farbverlauf, der uns an Erdbeeren erinnert.

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Freitag, 10. Juni 2022

Friday-Flowerday: Pfingstrosen

Pfingstrosen sind zu dieser Jahreszeit meine Lieblingsblumen, und anlassbedingt bekomme ich sie dann auch gerne geschenkt. Diesmal brachte mir Schwiegermutter Pfingstsonntag einen Strauß mit.

Pfingstrosen in Glasvase.

Da Schwiegermutter die Stiele sehr stark kürzte, fiel mein Wahl nicht wie sonst auf die weiße Bareuther-Vase, sondern auf eine Glasvase mit eingeätzten Schneckenhäusern. Die bekamen wir vor 22 Jahren von einer sehr alten Tante des Gatten zur Verlobung geschenkt. Leider lernte ich sie nicht kennen. Sie kam kurz danach in eine Wohneinrichtung für Demente, und so ergab sich kein Kennenlernen.

Fluffige Pfingstrosenbällchen im Detail.

In dieser Fülle duften die Pfingstrosen sehr stark und mit "Fragile*", dem passenden Parfüm für diese Jahreszeit, um die Wette. Aktuell habe ich sogar das passende feste Shampoo.

Was für eine wunderschöne Blüte!

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Freitag, 20. Mai 2022

Friday-Flowerday: Ein Rosenstrauß vom Wochenmarkt

Als ich letzten Sonnabend bei Mudderns war, wollte sie nicht nur zu Fuß ins Dorf gehen, sondern auch über den Wochenmarkt. Beides macht sie normalerweise jeden Sonnabend, aber wenn ich da bin, besteht sie seit einiger Zeit darauf, dass sie zu schwach zum Gehen ist, wir mit dem Auto fahren müssen. Dass ihre Gesellschafterin neuerdings zwei Mal in der Woche kommt, tut Mudderns augenscheinlich psychisch sehr gut.

Ein Strauß aus gelben Rosen.

Auf dem Wochenmarkt kauft Mudderns jeden Sonnabend Blumen für sich, und, wenn sie sonntags zum Friedhof möchte, auch Blumen für Vadderns. Diesmal schenkte sie mir einen Blumenstrauß - das kommt sehr selten vor!

Die Blumen mussten vier Stunden im heißen Auto ausharren, denn vorm Elbtunnel stand der Verkehr (normalerweise brauche ich maximal 45 Minuten von Tür zu Tür). Zu Hause kamen sie in meine "Rosenvase". Die heißt so, weil auf ihr Rosen sind und weil meine Nenn-Omi sie mir mal mit einem Strauß aus ihren Wildrosen mitgab. Sie hatte einen über zwei Hektar großen Garten mit Seerosenteich, Enten, Bienenstöcken, ganz vielen Rhododendren, zwei Eseln, ganz vielen Wildrosen, Apfel- und anderen Obstbäumen, Zaubernuss und vielen wilden Ecken. 

Im Laufe der Jahre verwilderte der Garten immer mehr, weil die alte Dame es nicht mehr schaffte, alles zu versorgen. Die Esel und Enten bekamen eine neue Heimat. Einzig die Bienen behielt sie bis kurz vor die Übersiedlung ins Pflegeheim, und so bekam ich im Sommer oft morgens um sechs Uhr Anrufe von ihr. Zu der Zeit war sie schon seit Sonnenaufgang im Garten unterwegs gewesen, um die Bienen zu versorgen. 

Wenn ich bei ihr zu Besuch war, bekam ich immer etwas mit:  Selbstgemachte Ringelblumensalbe für unsere Neurodermitis-Hände (die Salbe war auf Schweineschmalzbasis - sehr gewöhnungsbedürftig), Zaubernusszweige im Winter (die in eine der hier vorgestellten Vasen kamen), Äpfel und Honig im Herbst, Rosen im Sommer - und damit die heil bei mir ankamen, gab sie mir beim ersten Mal die Rosenvase mit (ich vermute, es ist eigentlich ein Zahnputzbecher).

Meine Nenn-Omi versuchte auch immer, mir die Natur nahezubringen, aber obwohl ich gerne gärtnere, kann ich mir vieles einfach nicht merken. Ihr Wissen war einfach einzigartig! Ich bin sehr dankbar, dass wir uns kennenlernten und lernte abseits des Gartens viel von ihr, vor allem Großherzigkeit, Großzügigkeit und Menschlichkeit. 

Die NS-Zeit überlebte sie sehr abenteuerlich, gehörte zum Umfeld der Roten Kapelle, entkam durch Zufälle, Glück und solidarischer Kameradschaft allen Verhaftungswellen. Nach der Befreiung schloss sie rasch das Studium ab, arbeitete als Privatlehrerin für eine Fürsten-Familie und heiratete schließlich einen viel älteren Buchhändler. Die Ehe war alles andere als glücklich; erst nach dem Tod ihres Mann begann sie, wieder zu leben. In ihrem kleinen Hexenhäuschen inmitten des riesigen Grundstücks führte sie ein Leben voller Musik, Literatur, Kunst - und Orchideen, für die sie eigens ein riesiges Fenster einbauen ließ. 

Das Haus war immer offen, gerade auch für Menschen in Not - so zum Beispiel für einen jungen Mann, der, kaum 20 Jahre alt, zum Mörder wurde, und einen anderen jungen Mann, der in ein Bürgerkriegsland abgeschoben werden sollte. Beide wurden kurzerhand adoptiert, um ihnen mit neuem Nachnamen ein anderes Leben zu ermöglichen. Dafür wählte sie ihren Geburtsnamen, denn gegen alles andere hätte die Familie ihres Mannes rebelliert (eine andere oder Kinder hatte sie nicht; der Kontakt zu ihren Geschwistern und deren Familien war abgerissen). 

Der Familie ihres Mann missfiel nicht nur das. Die alte Dame hatte zwar lebenslanges Wohnrecht in ihrem Hexenhäuschen, war finanziell durch eigene Arbeit gut abgesichert, aber die Familie machte kein Hehl daraus, dass das Grundstück lieber heute als morgen zu Geld gemacht werden sollte. Kaum kam die alte Dame in ein Pflegeheim, weil sie sich nicht mehr alleine versorgen konnte, wurde das Grundstück verkauft. Heute stehen dort teure 08/15-Reihenhäuser mit 08/15-Gärten. Ich war seit dem Ausräumen des Hauses nicht mehr dort - es würde zu sehr schmerzen. 

Zu unseren Treffen gehörte auch immer ein Essen, für das sie sorgte: Sie fuhr gerne zum Forellenhof, weil sie in der Nähe gut mit den Pudeln laufen konnte, also gab's regelmäßig Räucher-Forellen mit Pellkartoffeln (oder Forelle blau an Silvester). Im Winter gab's Grünkohl - lohnt sich ja nicht für eine alleine, genug, dass ich etwas mitnehmen musste, war also immer da. Zum Grünkohl gehörten natürlich kleine zuuckerbraune Kartoffeln! Jetzt um diese Jahreszeit gab's selbstverständlich Spargel mit Schinken. Die alte Dame war außerdem der Meinung, Schinken und Milch seien das Heilmittel gegen Kummer jeglicher Art - dass ich eine Zeitlang koscher lebte, war da egal: Bei Kummer gibt's Schinkenbrot mit Milch, basta!   

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Freitag, 22. April 2022

Friday Flowerday: Die Oster-Sträuße

Dadurch, dass sich Schwiegermutter Ostersonntag zu uns zum Essen einlud, brauchte ich einen Strauß für den Esstisch. Der Weg zur Blumenfrau im Dorf, die so schöne kleine Sträuße für die Kugelvase bindet, ging sich nicht aus, also musste ich gucken, was mit Bordmitteln machbar ist.

Ein Tulpenstrauß ist Teil der Tischdeko.

Den Tulpenstrauß mit Salal und Bickbeere als Begleitgrün schnitt ich sehr kurz, so dass er satt in der Vase saß. Inzwischen sind die Tulpen natürlich gewachsen, aber nicht so stark, wie ich dachte, so dass sie noch immer in der Vase wohnen. Die Vase ist ein 1980er-Jahre-Urlaubsmitbringsel von meinen Eltern und einer Tante aus San Benedetto del Tronto. Es gibt noch eine passende Stielvase, aber die Kugelvase mag ich lieber - und ich liebe das changierende Glas. 

Tulpenstrauß und Vase.

Im Garten knickte eine Narzissen um, weil der Stiel zu lang wurde. Ich rechnete damit, dass im Laufe der Woche noch mehr Stängel dazu kämen und wählte deswegen eine größere Vase, aber die anderen blieben standhaft.  

Narzisse in Kugelvase mit Wassertropfen.

Die Vase aus glasiertem Steingut ist ein Mitbringsel aus einem Schweden-Urlaub in den 1970er Jahren. Wir waren bei Klase Keramik in Höganäs. Ich suchte mit damals eine kleine blaue Lampe mit einem Schirm mit getrockneten Blumen aus, und bekam die in der Form passende Blumenvase mit, als ich 1984 auszog.

Rosenstrauß in einer Op-Art-Vase aus den 1970er Jahren.

Als ich auszog, bekam ich auch die Vase mit, die Mudderns 1978 zu ihrem 40. Geburtstag von meinem Vater bekam - gefüllt mit 40 langstieligen roten Rosen. Sie ist aus Biskuitporzellan von Bareuther aus Waldsassen, ein Design von Ernst Fenzl für die Silvana-Serie und soll Baumrinde verkörpern. Vadderns und ich suchten sie zusammen aus, als wir alle drei in den Sommerferien waren. Ich verwende die Vase selten, da ich nur selten passende Blumen habe. Als meine Nenn-Omi noch lebte, kam die Vase regelmäßig im Winter zum Einsatz, denn sie war perfekt für die Zaubernußzweige, die ich von ihr immer mitbekam. 

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Freitag, 21. Januar 2022

Friday Flowerday: Amaryllis für die Tante

Auf dem Weg zu Tante machten wir einen Zwischenstopp in Hammelburg, und als ob ich ahnte, dass Tante sich selbst eher selten Blumen kauft, beschloss ich, dass wir ihr einen Strauß mitbringen. 

Amaryllis, Lisianthus, weiße Rose und Seidenkiefer.

Eigentlich wollte ich keine Amaryllis haben, und schon gar keine rote, weil's die im Winter ja überall gibt, aber in der Kombi mit weißer Lisianthus und Rose gefällt nicht nur mir der Strauß ausnehmend gut - Tante war hin und weg. 

Die Amaryllis behauptet sich gegen Tantes Stehrümchen.

Den Strauß stellte eine freundliche alte Dame bei Hurrlein am Hammelburger Marktplatz zusammen - ich vermute, es ist die Seniorchefin. Dieser Beitrag geht rüber zur Freutag-Linkparty und zum Friday Flowerday. Vielen Dank für's Sammeln!

Freitag, 17. Dezember 2021

Friday Flowerday: Der geschenkte Strauß

Als ich Montag Morgen bei der Blumenfrau im Dorf vorbei kam, überlegte ich, mir wieder so einen kleinen kugeligen Amaryllis-Strauß mitzunehmen wie vor zwei Wochen. Dann aber entschied ich mich dagegen.

Mittags eilte ich über eine Ampel am Gänsemarkt, um vorm Ladendienst noch schnell das eine und andere zu erledigen, als mich eine neben mir gehende Frau ansprach: "'tschuldigung, fahren Sie jetzt zufällig nach Hause und können die Blumen ins Wasser stellen?" "Äh, also, nee, aber Blumen ins Wasser stellen kann ich." "Hier bitte, dann gehört dieser Strauß jetzt Ihnen!" 

Amaryllisstrauß im Garten. Ich freue mich, dass es keine rote Amaryllis ist, denn an denen sehe ich mich im Winter schnell satt.

Sprachs und entschwand mit ihrem Begleiter samt Rollkoffer und Taschen in der Gänsemarkt-Passage. Ich konnte ihnen gerade noch "Herzlichen Dank!" hinterherrufen. 

Vom Begleitgrün kann ich nur Eukalyptus identifizieren.

Der Strauß war ganz frisch; den Duft der Eukalyptuszweige konnte ich sogar durch die FFP2-Maske wahrnehmen. Im Laden kam der Strauß erstmal ins Wasser, zu Hause dann in eine Glasvase mit Silberrand. Die kam auch durch Zufall zu mir: Ich rettete sie mal vorm Altglas-Container. 

Ich mag's, dass die Amaryllis nicht wie so oft mit Kiefer oder Tanne gebunden wurde.

Durch den geschenkten Strauß, der noch eingewickelt war, entdeckte ich den Blumenladen in den Colonnaden wieder. Den hatte ich nicht mehr auf dem Zettel, obwohl ich jahrelang in der Straße arbeitete und mir dort freitags gerne Blumen holte.

Den Blumenplatz teilt sich der Strauß mit einem Weihnachtsstern, den uns die südkoreanischen Nachbarn als Dankeschön für ein Jahr Paketannahme schenkten. Im Kästchen davor ist ein Abschiedsgeschenk von ihnen, da sie inzwischen wieder in der Heimat sind.

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Freitag, 2. Juni 2017

Friday-Flowerday 22/17

Wenn wir Gäste haben, dekoriere ich den Tisch gerne mit Blumen. Große floristische Fähigkeiten habe ich nicht, deswegen halte ich die Arrangements einfach.

Pfingstrosen mit Waldmeister.
Zu dieser Jahreszeit sind Pfingstrosen meine Lieblingsblumen. In der Vase mag ich sie vorzugsweise, wenn die Knospen noch nicht aufgegangen sind. Als Tischdeko mag ich sie, wenn sie voll erblüht sind.

Waldmeister.
Die Stiele der Pfingstrosen habe ich sehr kurz geschnitten und in eine flache blaue Schale gelegt. Zwischen den Pfingstrosen steckt Waldmeister, passend zum Aperitif, den es an diesem Abend gibt.

Pfingstrosen.
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Freitag, 10. Juli 2015

Friday Flowerday #28/2015

Normalerweise arrangiere ich selten Blumen, sondern bin froh, wenn ich weiß, welches Ende eines Straußes in die Vase gehört. Umso mehr freue ich mich er den schicken Ikebana-Kalender, den wir jährlich vom Japanischen Generalkonsulat ins Büro bekommen. Er hängt gegenüber meines Schreibtischs und erhellt mir oft den Tag.

Aus zwei Espresso-Tassen wird eine Blumenvase.
Als Blaumann I von einem Auswärts-Termin mit einer roten Ansteckrose zurückkam, sie vom Revers nahm und auf den Vorzimmertresen legte, fand ich es schade, sie wegzuwerfen.

Ansteckrose in Kaffeetasse.
Eine passende Vase fehlte (und unser Büro ist normalerweise gut mit Vasen ausgestattet), also stellte ich zwei Nespresso-Tassen übereinander.

Improvisation ist alles. 
So lebte das Röschen noch eine Woche im Büro weiter.

Friday Flowerday ist eine Linkparty vom Holunderblütchen (was für ein schöner Name!).