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| Lesen im vollen Zug ... |
Sonntag, 1. Juni 2025
Ausgelesen: Bücher im Mai 2025
Mittwoch, 2. April 2025
Ausgelesen: Bücher im März 2025
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| Das Kuschel-Rudel liest. |
Zuerst las ich mich durch "Die drei ???*". Wenn man so viele Bände nacheinander liest, ist das ja schon ein ziemlich merkwürdiges Universum, in dem Mädchen und Frauen nicht gleichberechtigt sind, meistens nur nerven und im Wege sind, außer, sie sorgen für Nahrung. Ich las "... und der Karpatenhund*", "... und der Tornadojäger*", "... und die schwarze Katze*", "Höhenangst*", den Dreifachband "Feuermond*", "Das Erbe des Meisterdiebs*", "Die falschen Detektive*" sowie "... und der schrullige Millionär*". Mit "Die drei ??? und die Geisterfrau*" erwischte ich zum ersten Mal einen Titel, die ich auf dem Kindle nicht öffnen konnte. Solche Zickereien kenne ich ja sonst nur vom tolino.
Auch der zwölfte Band der "Tannentaler Tanten*" von Hanni Faller* war die die anderen elf schlampig redigiert. So geht Emma im "Fastnachtsgemetzel*" um halb drei aus dem Haus, um um kurz vor zwei Uhr ihre Freunde zu treffen. Vermutlich lief sie die ganze Zeit über rückwärts oder war fast zwölf Stunden unterwegs.
Die Krimis von Anna Johannsen* lese ich ganz gerne. "Die Vermisste von Holnis*" ist bereits der elfte Band um die Inselkommissarin Lena Lorenzen*. Auch die Enna-Andersen-Reihe* ging mit dem Band "Enna Andersen und die dunklen Tage*" weiter, genau wie die Reihe um Hanna Will und Jan de Bruyn* mit dem dritten Band "Vor der Stille*".
Über dieses Internetz wurde ich auf das Buch "Frau Yeoms kleiner Laden der großen Hoffnungen*" von Kim Ho-Yeon* aufmerksam. Das Buch ist absolut zauberhaft! Lese-Empfehlung! Es dürfte zudem der erste Roman aus Südkorea gewesen sein, den ich gelesen habe - eine völlig neue Welt, sozusagen.
Zur Handlung: In einer schmalen Gasse eines alten Stadtteils von Seoul befindet sich Frau Yeoms kleiner Gemischtwarenladen. Täglich kreuzen sich hier die Wege ganz unterschiedlicher Menschen. Der obdachlose Dok-go versucht sein Leben neu zu ordnen und fängt als Nachtschichtarbeiter in dem Laden an. Schnell merkt er, dass er nicht der Einzige ist, den Sorgen und Nöte umtreiben. Frau Yeom und Frau Oh hadern mit dem Verhältnis zu ihren erwachsenen Söhnen, In-gyeong ist unglücklich in ihrem Beruf als Schauspielerin, und Gyeong-man steht immer wieder sein hitziges Temperament im Weg. Doch durch Dok-go schöpfen sie alle neue Kraft und lenken ihre Leben in überraschende und hoffnungsvolle Bahnen.
Mit "Wenn es Nacht wird in Frau Yeoms kleinem Laden*" gibt es seit diesem Monat eine Fortsetzung.
Durch den Eklat beim Deutschen Buchpreis im letzten Jahr wurde ich auf den Roman "Hey guten Morgen, wie geht es dir?*" von Martina Hefter* aufmerksam. Auch dieses Buch ist absolut zauberhaft und bekommt eine Lese-Empfehlung! Im übrigen scheine ich einen Hang zu Büchern zu haben, bei denen pflegende Frauen im Mittelpunkt stehen ...
Zum Inhalt: Tagsüber hilft Juno ihrem schwerkranken Mann Jupiter dabei, seinen Alltag zu meistern. Außerdem ist sie Künstlerin, tanzt und spielt Theater. Und nachts, wenn sie wieder einmal nicht schlafen kann, chattet sie mit Love-Scammern im Internet. Juno schreibt online mit Männern, die Frauen online ihre Liebe gestehen und so versuchen, sie um ihr Geld zu bringen. Doch statt darauf hereinzufallen, werden genau diese Männer zu einer Form von Freiheit für Juno. In den Gesprächen kann sie sein, wer sie will, und sagen, was sie will – und das vermeintlich ohne Konsequenzen. Ganz im Gegensatz zu ihrem sonstigen Leben, in dem sie immer unterwegs, immer besorgt um Jupiter, immer beschäftigt und eingebunden ist. Also flüchtet Juno ab und zu vor ihrem Alltag ins Internet und spielt dort Spielchen mit Männern, die sie anlügen. Sie selbst wird zur Lügnerin. Aber ist es nicht so, dass man sich beim Lügen zuallererst selbst belügt? Eines Tages trifft Juno auf Benu, der ihre Behauptungen ebenso durchschaut wie sie seine. Und trotz der Entfernung zwischen ihnen entsteht eine Verbindung.
Auch wenn sie gelegentlich ein wenig altbacken daher kommt (Bayern halt), lese ich die Reihe um die Dorfkommissarin Mary* von Marion Stadler* recht gerne. Mit "Mordstamtam*" erschien inzwischen schon der zehnte Band.
Ein wenig altbacken und im Alt-Herren-Duktus sind auch die Krimis von Ole Hansen*. Mit "Arne Claasen und die vergessenen Toten*" beginnt eine neue, bislang dreibändige Reihe* um einen ehemaligen BND-Agenten, der in Hamburg eine Cold-Case-Unit aufbaut und nebenbei Islamisten zur Strecke bringt.
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Samstag, 1. März 2025
Ausgelesen: Bücher im Februar 2025
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| Das Rudel liest. |
Samstag, 1. Februar 2025
Ausgelesen: Bücher im Januar 2025
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| Das Rudel liest. |
Die Pech-und-Schwäfel-Reihe* vom Autorenkollektiv Robin Fuchs* ist nett zu lesen, aber schlampig korrigiert und schnell zusammengeschustert. Daran ändern auch die Bände sieben bis neun, "Tot im Gewächshaus*", "Tot im Meditationsstudio*" und "Tot am Buffet*" nichts. So wird "Maike" mal mit a, mal mit e geschrieben, heißt es "Pallets" statt "Pellets" ...
Sonntag, 10. April 2022
Ausgelesen: Bücher im März 2022
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| Frühstücken und lesen. |
Durch einen TV-Bericht wurde ich auf die Frau-Helbing-Reihe* um eine Schlachterwitwe im Hamburger Grindelviertel von Eberhard Michaely aufmerksam und lieh "Frau Helbing und der tote Fagottist*" aus. Frau Helbing glaubt nicht, dass ihr freundlicher Nachbar, der namhafte Fagottist Henning von Pohl, einen allergischer Schock durch drei Wespenstiche erlitt, sondern geht von einem Verbrechen aus, liest sie in ihrer Freizeit doch am liebsten Kriminalromane. Leider hält nicht nur ihre exzentrische Freundin Heide ihren Verdacht für ein Hirngespinst, sondern auch die hochnäsige Kriminalkommissarin Schneider. Nur der Schneider Herr Aydin hat ein offenes Ohr für Frau Helbing und ermutigt sie, ihrem Instinkt zu folgen.
Die Figuren sind ausgesprochen liebevoll gestaltet, das Lokalkolorit stimmt, so dass ich mir gleich den zweiten Band, "Frau Helbing und der verschollene Kapitän*", auslieh. Als Frau Helbing ihre demenziell erkrankte Nachbarin Frau Paulsen im Pflegeheim besucht, begegnet sie dort zufällig einem alten Angelfreund ihres verstorbenen Mannes. Früher ist Fiete Jacobsen von Hamburg aus als Kapitän um die halbe Welt gefahren. Dem bringe ich mal eine Portion Labskaus vorbei, sagt sich die pensionierte Fleischereifachverkäuferin. Allerdings eröffnet ihr Fietes Betreuerin Frau Fischer unter geheimnisvollen Andeutungen, Herr Jacobsen werde bald umziehen. Und dann passiert es: Gerade als Frau Helbing das Heim verlässt, stürzt Frau Fischer aus einem Fenster im dritten Stock. Sterbend haucht sie noch ein letztes rätselhaftes Wort. Die passionierte Krimileserin Frau Helbing weiß sofort: Hier liegt ein Verbrechen vor. Als dann auch noch Fiete spurlos verschwindet, steckt Frau Helbing, sehr zum Unmut der Hamburger Polizei, mitten in ihrer zweiten Mordermittlung.
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| Meine Buchhalter sind zwei Dackel-Messerbänkchen. |
Mit "Die Zukunft der besonderen Kinder*" endet die sechsbändige Fantasy-Reihe über Jacob Portman, die besonderen Kinder und die Ymbrynen, die sie beschützen, geschrieben von Ransom Riggs*. Ich hatte nach so viel Hamburg-Kolorit bei "Frau Helbing" Probleme, in die Handlung zu finden, aber dann legte ich das Buch kaum noch aus der Hand.
Im letzten Band der Reihe findet sich Jacob im Haus seines Großvaters Abe in Florida wieder, dort, wo alles begann. Bei ihm ist seine Freundin Noor. Jacob weiß zwar weder, wie sie dort hingelangt sein können, noch, weshalb sie überhaupt noch leben. Aber eines weiß er mit tödlicher Sicherheit: Caul ist aus der Bibliothek der Seelen zurückgekehrt. Jetzt bleibt den besonderen Kindern nur noch eine letzte Hoffnung: Noor zum Treffpunkt der sieben Prophezeiten zu bringen. Falls sie die Hinweise auf dessen geheime Lage entschlüsseln können …
Schade, dass die Reihe zu Ende ist, aber im September erscheint ein weiterer Band aus dem Universum der besonderen Kinder.
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| Ich habe immer Mitleser. |
Mit "Die Frau aus der Nordsee*" las ich den aktuellen Band aus der Reihe um die Inselkommissarin Lena Lorenzen von Anna Johannsen*. Diesmal geht es um Maren Witte, eine junge Frau, deren Leiche aus der Nordsee geborgen wird. Zwei Wochen vor ihrem Tod hat sie heimlich entbunden und das Kind in einer Babyklappe abgegeben. Lena Lorenzen übernimmt den Fall und ermittelt auf Pellworm, der Insel, auf der Maren aufgewachsen ist. Die Eltern des Opfers sind bestürzt über den Verlust, doch schnell wird klar, dass der Kontakt mit der Tochter seit längerer Zeit auf ein Minimum reduziert war. Auch sonst werfen die Ermittlungen einige Fragen auf: Wie konnte die junge Frau sich ein teuer eingerichtetes Appartement in Kiel leisten, obwohl sie keiner regulären Beschäftigung nachging? Und wer ist der Vater des Neugeborenen?
Der achte Band ist genau so solide wie die Vorgänger, und ich freue mich auf den neunten Band "Der Mann in den Dünen*", der im Juni erscheint.
Nach so viel Spannung brauchte ich einen Schmachtfetzen, und da ist "Mehr als die Finsternis*", der zweite Band der Gut Mohlenberg-Reihe von Melanie Metzenthin* gerade richtig. Nachdem ich mit "Verstummte Liebe*" nicht so richtig warm wurde, passte hier wieder alles. Die Handlung spielt 1923. Die Wirtschaftskrise hat Deutschland fest im Griff. Friederike von Aalen ist froh um jeden Patienten auf Gut Mohlenberg, der die Behandlung in ihrer Einrichtung für psychisch Kranke noch bezahlen kann.
Neupatientin ist die aufmüpfige Luise. Die Eltern der 17jährigen möchten sie vor allem weitab vom kriminellen Einfluss ihrer Freunde wissen. Unerwartet trifft eine weitere junge Frau ein: eine traumatisierte Schwangere, die hartnäckig schweigt. Gelingt es Friederike, hinter ihr Geheimnis zu kommen, um ihr zu helfen? Schließlich bringt die Unbekannte ein dunkelhäutiges Kind zur Welt. Ein Skandal im Lüneburg der 1920er-Jahre.
Ich bin gespannt auf eine Fortsetzung.
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Montag, 7. März 2022
Ausgelesen: Bücher im Februar 2022
| Ich habe hier immer stille Mitleser. |
Seitdem ich überwiegend zu Hause bin, höre ich öfter den "Büchermarkt" im DLF, wodurch ich auf "Therese - Das Mädchen, das mit Krokodilen spielte*" von Hermann Schulz aufmerksam wurde. Absolute Lese-Empfehlung! Es ist ein historischer Roman für Jugendliche ab 12 Jahren, der sich auch von Erwachsenen sehr gut lesen lässt. Im Mittelpunkt steht Therese, 1900 in Wuppertal geboren und Tochter zweier Togoer, die auf Völkerschauen und Kolonialausstellungen auftreten, wie sie damals zum Beipsiel in Hagenbecks Tierpark stattfanden. Um dem Säugling die strapaziösen Reisen zu ersparen, aber vor allem auch, weil so kleine Kinder nicht mitgenommen werden durften, vertraut der Vater ihn Pflegeeltern an, dem Ehepaar Hufnagel, das dem Mädchen ein liebevolles Zuhause gibt.
| Das Buch kehrt in die Bücherhalle zurück. |
Durch Zufall entdeckte ich die Jeremias-Voss-Reihe von Ole Hansen* und las alle zehn Bände um den Hamburger Privatermittler durch. Der ehemalige GSG-9-Polizist hat eine Agentur am Mittelweg, einen ungewöhnlichen Hund, eine patente Sekretärin, eine schlagfertige Rentnergang zur Unterstützung, in jedem Band mindestens eine Affäre und ist selbstverständlich der beste Ermittler der Stadt.
Die Protagonisten sind sympathisch, ich mag, dass die Rentnergang, bestehend aus ehemaligen Schauermännern und Barkassenführern, Platt snackt, aber mich störten einige Flusigkeiten, die beim Korrekturlesen oder beim simplen Durchlaufenlassen eines Korrekturprogrammes hätten auffallen müssen. So ist im zweiten Band, "Jeremias Voss und der tote Hengst*" und im zehnten Band, "Jeremias Voss und der Tote im Fleet*" vom Olsdorfer Friedhof die Rede - da sträubt sich sogar meine Autokorrektur.
In Band 4, "Jeremias Voss und die unschuldige Hure*", ist vom Stadtteil Stelling statt Stellingen die Rede - auch da sträubt sich die Autokorrektur. Meine Güte, so was muss doch auffallen. In Band 7, "Jeremias Voss und der Mörder im Schatten*", schließlich wird die Thadenstraße zur Thaderstraße, werden zwei der Hauptfiguren, Maria und Merle, verwechselt.
Von solchen Kleinigkeiten abgesehen, ist die Serie ein netter Zeitvertreib. Charmant ist der Übergang im zehnten Band zur nächsten Reihe um Voss' Nachfolger, den ehemaligen Pathologen Marten Hendriksen*.
Da ich parallel auf Kindle und Tolino las, merkte ich wieder mal, wie angenehm doch das Lesen auf dem Kindle ist. Der Tolino ist weiterhin zickig, schaltet sich mitten im Lesen ab oder braucht einen Neustart, die Seiten lassen sich nicht umblättern oder das Gerät springt beim Umblättern ein paar Kapitel zurück ... Doof das. Aber mit dem Tolino kann ich die Onleihe nutzen, ein unschlagbarer Vorteil.
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Donnerstag, 1. Juli 2021
Ausgelesen: Bücher im Juni 2021
In den Monat ging ich mit "Die Bücherdiebin*" von Markus Zusak - ein unwahrscheinlich bewegendes Buch, das mit bei Twitter empfohlen wurde. Im Mittelpunkt steht Liesel Meminger , die 1939 zu den Pflegeeltern Hans und Rosa Hubermann in die Himmelstraße in Molching bei München kommt. Das Paar, das zwei erwachsene Kinder hat, bekommt dafür eine bescheidene Beihilfe, die ihnen die ersten Kriegsjahre kaum erträglicher macht. Für Liesel jedoch bricht eine Zeit voller Hoffnung, voll schieren Glücks an – in dem Augenblick, als sie zu stehlen beginnt. Anfangs ist es nur ein Buch, das im Schnee liegen geblieben ist. Dann eines, das sie aus dem Feuer rettet. Aber sie sieht auch die Juden nach Dachau ziehen. Sie erlebt die Bombennächte über München. Und überlebt: weil der Tod sie in sein Herz geschlossen hat. Sie – und die Menschen aus der Himmelstraße. Eine Diebin zu beherbergen, wäre halb so wild, sind die Zeiten doch ohnehin barbarischer denn je. Doch eines Tages betritt ein jüdischer Faustkämpfer die Küche der Hubermanns.
Ich kann nicht sagen, dass ich das Buch verschlang, denn ich fand schon, dass es phasenweise Längen hat (und ich fing schon am 5. Mai damit an, es zu lesen - es zog sich also). Manche angerissenen Handlungsstränge werden auch nicht ausgeführt. So hätte ich gerne erfahren, was aus Liesels Mutter wurde, die einfach "verschwand". Dann aber fand ich es schade, als das Buch zu Ende war und wünschte mir einen Fortsetzung.
"Die verstummte Liebe*" ist der dritte Band aus der Leise Helden-Reihe von Melanie Metzenthin. Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, denn die beiden anderen Bände "Im Lautlosen*" und "Die Stimmlosen*" rund um Richard und Paula Hellmer las ich sehr gerne. Hier steht nun Helen Mandeville, die Mutter von Fritz Ellerweg, einem engen Freund der Hellmers, im Mittelpunkt und irgendwie fand ich die Handlung nur an den Haaren herbeigezogen. Die Handlung beginnt in England im Jahre 1896: Von der eigenwilligen Helen Mandeville erwartet ihre Familie vor allem eine standesgemäße Heirat. An ihrer Verlobung mit James Mitchell, einem schneidigen Anwalt mit besten Verbindungen, geht kein Weg vorbei. Aber dann verliebt Helen sich auf einer Bildungsreise in den deutschen Arzt Ludwig Ellerweg. Für ihn riskiert sie es, für immer mit ihrer Familie zu brechen.
Helen löst ihr Verlöbnis und reist heimlich nach Hamburg, um Ludwig zu heiraten. Es ist für beide die große Liebe und die Geburt ihres Sohnes Fritz macht ihr Glück komplett. Doch dann erfährt Helen, dass ihre Mutter im Sterben liegt und sie reist zurück nach England – nicht ahnend, dass der erste Weltkrieg ausbrechen und ihr Leben vollkommen verändern wird. Ludwig ist der perfekte Mann, Helen wir ihm die perfekte Ehefrau. So weit, so schmachtfetzig. Haarsträubend wird die Geschichte, als Helen aufgrund des Ersten Weltkriegs nicht mehr nach Hamburg zurückkommt und sich für Tot erklären lässt, was ein Lügengebäude nach sich zieht. Spätestens jetzt ist die Handlung nur noch haarsträubend, langatmig und redundant. Kurz: Das Buch macht keinen Spaß!
"Der Apfelbaum*" von Christian Berkel las ich sehr gerne und freute mich sehr, als ich "Ada*" zu Weihnachten bekam. Es ist quasi die Fortsetzung, denn die Handlung setzt im Argentinien der Nachkriegszeit ein, von Sala, Berkels Mutter, mit ihrer Erstgeborenen Ada lebt. Sala fühlt sich fremd und kehrt nach Berlin zurück, um Adas Vater, ihre große Liebe Otto, zu suchen. Die Geschichte wird aus der Perspektive der heranwachsenden Ada erzählt und spannt sich eben vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis kurz vor dem Mauerfall. Der Einblick in eine sehr spezielle Familiensituation ist spannend, auch, wenn das Buch phasenweise recht schwierig zu lesen ist.
Eine wirkliche Entdeckung war die Jens Druwe-Reihe von Michael Jensen. Die bislang dreiteilige Reihe beginnt mit "Totenland*". Die Handlung setzt Ende April 1945 ein. Der Krieg geht zu Ende. Nachdem er schwer verwundet wurde, ist Jens Druwe aus Berlin nach Schleswig-Holstein abkommandiert worden. Hier soll er als Polizist für Ordnung sorgen. Als ein hoher Funktionär der NSDAP ermordet wird, wollen seine Vorgesetzten sogleich den ersten Verdächtigen, einen entflohenen Häftling, aburteilen. Doch Druwe stellt sich gegen die Profiteure des untergehenden Regimes. Ihm zur Seite steht allein die Schwester des Verdächtigen, die wie er voller Mut und Hoffnung den Kampf gegen einen übermächtigen Gegner aufnimmt.
Ich las gleich danach "Totenwelt*". Hier setzt die Handlung kurz nach der Befreiung ein und verlagert sich größtenteils zum Flensburger Marinestützpunkt. Druwe soll beim Aufbau einer neuen Polizeieinheit helfen, kämpft aber weiter gegen die sich absetzenden oder den Befreiern als vermeintlich unschuldig präsentierenden Nazis. Dabei gerät er unter Mordverdacht und wird verhaftet, muss hilflos und wütend beobachten, wie die Nazis Karriere machen.
Für beide Bände gilt: Absolute Lese-Empfehlung! Ich habe mir gleich den dritten Band "Totenreich*" vorbestellt. Er erscheint im Juli.
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Dienstag, 1. Juni 2021
Ausgelesen: Bücher im Mai 2021
So ist in "Ein letzter Grappa*" die Anwältin Hannah Mawardi erst Tochter einer syrischen Mutter und deswegen bei ihren libanesischen Schwiegereltern unbeliebt, dann Tochter einer libanesischen Familie. Okay, im globalen Gesamtzusammenhang betrachtet, ist das eh alles Naher Osten ... Im gleichen Buch wird der Nebenkläger Maxim Becker in einem Zeitungsartikel Maxim S. genannt, dann Maxim B., um schließlich doch mit vollem Namen genannt zu werden - wohlgemerkt: Im gleichen Artikel.
In "Ein letzter Grappa*" geht's um Auseinandersetzungen zwischen einem arabischen Clan und der Neonazigruppe "Sturmbund 18". BKA und Verfassungsschutz fahren eine Null-Toleranz-Strategie – mit mäßigem Erfolg: Trotz vermehrter Festnahmen tauchen die eigentlichen Drahtzieher immer rechtzeitig ab. Gibt es eine undichte Stelle innerhalb der Ermittlungsbehörde? Reporterin Maria Grappa recherchiert die Hintergründe des Konflikts und ist dabei um Neutralität bemüht. Doch dann werden von ihrem Mail-Account Botschaften verschickt, die sie verdächtig machen, in den brutalen Mord an einem Polizisten verwickelt zu sein. Grappa gerät selbst ins Fadenkreuz.
Es machte sehr viel Spaß, die Entwicklung von Maria Grappa zu verfolgen, auch die Beziehung zu Friedrich Kleist, mit dem sie im Ruhestand nach Süditalien zieht - ein schönes Ende der Reihe!
Ich freue mich immer, wenn es zu Krimis, deren Protagonisten gerne kochen, auch ein Kochbuch gibt, oder die Rezepte angehängt werden. Das Kochbuch zur Grappa-Reihe heißt "Mörderische Mandelhörnchen*", und wo ich eh schon im Flow war, alle Bände der Reihe antiquarisch zu kaufen, war das Kochbuch Beifang. Als erstes buk ich einen italienischen Mandelkuchen nach.
Den Rest des Monats las ich "Die Bücherdiebin*" von Markus Zusak - ein unwahrscheinlich bewegendes Buch, das mit bei Twitter empfohlen wurde. Im Mittelpunkt steht Liesel Meminger , die 1939 zu den Pflegeeltern Hans und Rosa Hubermann in die Himmelstraße in Molching bei München kommt. Das Paar, das zwei erwachsene Kinder hat, bekommt dafür eine bescheidene Beihilfe, die ihnen die ersten Kriegsjahre kaum erträglicher macht. Für Liesel jedoch bricht eine Zeit voller Hoffnung, voll schieren Glücks an – in dem Augenblick, als sie zu stehlen beginnt. Anfangs ist es nur ein Buch, das im Schnee liegen geblieben ist. Dann eines, das sie aus dem Feuer rettet. Aber sie sieht auch die Juden nach Dachau ziehen. Sie erlebt die Bombennächte über München. Und überlebt: weil der Tod sie in sein Herz geschlossen hat. Sie – und die Menschen aus der Himmelstraße. Eine Diebin zu beherbergen, wäre halb so wild, sind die Zeiten doch ohnehin barbarischer denn je. Doch eines Tages betritt ein jüdischer Faustkämpfer die Küche der Hubermanns.
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Samstag, 1. Februar 2020
Ausgelesen: Bücher im Januar 2020
Nun wollte also endlich "Kleiner Mann, was nun?" gelesen werden - in der 2016 erschienenen Urfassung, denn 1932 erschien der Roman um ein Viertel gekürzt, und Neuauflagen in der NS-Zeit wurden bearbeitet, damit der Roman nicht verboten wurde. Der Roman spielt in den Jahren zwischen 1930 und 1932, während der Weltwirtschaftskrise.
Im Mittelpunkt stehen der Verkäufer Johannes Pinneberg und seine Freundin Emma Mörschel, genannt Lämmchen, die heiraten, weil sie ein Kind erwarten. Mit der Heirat gibt Lämmchen ihre Arbeit auf und zieht zu ihrem Mann. Das Geld wird immer knapper, beide versuchen irgendwie, über die Runden zu kommen. Trotz Weltwirtschaftskrise und erstarkender Nazis nimmt Lämmchen beherzt das Leben ihres verzweifelnden Mannes in die Hand. Die Kraft Lämmchens ist wirklich beeindruckend, ebenso wie ihre Fähigkeit, sich mit den ändernden Situationen zu arrangieren, egal, wie schlecht sie auch sein mögen. So hat die Geschichte der kleinen Familie einerseits zwar kein Happy End, andererseits vermittelt sie aber die Botschaft, dass nur die Liebe wichtig ist.
"Jeder stirbt für sich allein" spielt im Berlin der NS-Zeit und schildert den Widerstand des Arbeiter-Ehepaares Quangel. Fallada schrieb diesen seinen letzten Roman auf Anregung von Johannes R. Becher, der ihm die Fallakten des Ehepaares Otto und Elise Hampel zur Verfügung stellte. Die beiden Berliner verteilten zwischen 1940 und 1942 Postkarten mit Parolen gegen Hitler und den Nationalsozialismus, wurden denunziert, vor Gericht gestellt und am 8. April 1943 hingerichtet.
Fallada lehnte es erst ab, den Roman zu schreiben, war er doch in der NS-Zeit ein erfolgreicher Schriftsteller, und meinte, ein Werk über den Widerstand stünde ihm deswegen nicht zu. Dann aber entstand das 700 Seiten starke Buch Ende 1946 binnen vier Wochen und erschien 1947. Es gilt als einer der besten Romane über den deutschen Widerstand.
Unmittelbar nach der Befreiung entstanden, ist es erschreckend, wie viel doch von den NS-Verbrechen, von denen kurze Zeit später niemand etwas gewusst haben wollte, bekannt war. "Jeder stirbt für sich allein" ist trotz mancher Längen unwahrscheinlich beeindruckend! Ich muss mal schauen, ob ich die Defa-Verfilmung mit dem sehr geschätzten Erwin Geschonneck bekomme.
Auf "Das verlassene Haus*" von D.M. Pulley freute ich mich sehr, denn ihre anderen Bücher gefielen mir trotz diverser Kritikpunkte gut. Hier aber kam all das, was mich bei den anderen Büchern im Ansatz störte, geballt zusammen: Verwickelte, verworrene Handlungsstränge, Sprünge zwischen den einzelnen Zeitebenen, so dass ich phasenweise die Protagonisten kaum auseinanderhalten konnte, manches wird angerissen, aber nicht weitergeführt, anderes ist unnötig grausam detailliert beschrieben, vieles wiederholt sich und ist vorhersehbar … Da ich wissen wollte, wie die Geschichte zu Ende geht, hielt ich durch.
Zufällig entdeckte ich die Reihe um die besonderen Kinder (Miss Peregrine's Peculiar Children) von Ransom Riggs für mich und las zügig nacheinander alle vier Bände - lange Fahrzeiten, viel Zeit in Wartezimmern und Maladie, die kein Weggehen ermöglicht, sind manchmal ganz praktisch.
Ich war ganz froh, dass ich alle Bände nacheinander lesen konnte, denn die Bücher bauen aufeinander auf und sind so spannend, dass es toll war, gleich zum nächsten Band greifen zu können. Jetzt muss ich auf die deutsche Übersetzung des gerade auf Englisch erschienenen fünften Bandes, "The Conference of the Birds*", warten - oder meine Faulheit, Englisch zu lesen, überwinden.
Im ersten Band, "Die Insel der besonderen Kinder*", entdeckt Jacob (Jake) nach dem Tode seines Großvaters Abraham (Abe), dass er besondere Fähigkeiten hat: Er kann Hollowgasts sehen, langbeinige, stinkende Kreaturen, die auf der Suche nach den Besonderen sind, um ihre Augäpfel zu verzehren und wieder eine menschliche Gestalt anzunehmen.
In dem Dorf ereignen sich innerhalb weniger Tage sich zwei Todesfälle, bei denen nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein kann. Doch während die Polizei sowohl beim Dorfapotheker als auch bei der Metzgereiverkäuferin von Unfällen ausgeht, stellt der naive und bodenständige Familienvater und Bauhofangestellte Hansi Scharnagl, der die beiden Leichen entdeckt hat, eigene Ermittlungen an. Mit seinem Freund und Kollegen Sepp nimmt er schon bald den Esoterik-Guru Ashanti ins Visier, dessen Kamasutra-Kurse im Dorf Furore machen.
Zugegeben, die Krimikomödie hat eine komische Momente und die schrulligen Dorfbewohner sind sympathisch, aber die Längen überwiegen, so sehr, dass ich mir nicht gleich den nächsten Band* antat.
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Mittwoch, 2. Oktober 2019
Ausgelesen: Bücher im September 2019
"Juister Mohn*" ist eine Gemeinschaftsarbeit der Autorinnen Elke Bergsma und Anna Johannsen. Zum Inhalt: Der Emder Hauptkommissar David Büttner sitzt auf gepackten Koffern, als ihn ein Anruf seiner Sekretärin in den beruflichen Alltag zurückholt: Auf der ostfriesischen Insel Juist wurde ein junges Paar in der Strandtoilette tot aufgefunden. Zunächst sieht alles nach einer Überdosis aus – bis der Staatsanwalt eine genauere Untersuchung fordert, denn bei der Toten handelt es sich um seine Nichte.
Auch die Kieler Hauptkommissarin Lena Lorenzen wird auf den mysteriösen Tod des Paares aufmerksam, gab es doch Monate zuvor in Sankt Peter-Ording einen ähnlich gelagerten Fall. Sie nimmt mit ihrem Kollegen Büttner Kontakt auf, der von ihrer Idee einer Zusammenarbeit zunächst jedoch wenig begeistert ist.
Letztlich aber gilt es, sich trotz aller Unterschiede zusammenzuraufen, denn am Tatort deutet ein Strauß von zehn Mohnblumen auf eine Verbindung beider Fälle und auf weitere geplante Morde hin. Für die beiden Kommissare beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, zumal sie wegen ungünstiger Wetterverhältnisse für mehrere Tage auf der Insel festsitzen.
Begeisterung löste das Buch nicht bei mir aus, aber es ist eine nette Urlaubslektüre. Ich fand es schade, dass immer wieder auf den vermeintlichen Unterschieden (Büttner verfressen und faul - Lorenzen plietsch und agil) herumgeritten wurde.
Kurz nach der Ankunft des Paares wird in den Dünen ein Toter gefunden: ein Angestellter der Kurverwaltung, zuständig für die Herausgabe der Strandkorbschlüssel. Diesmal erhält Ahsen, der Inselpolizist, Unterstützung vom Festland. Kommissar Mütze atmet auf, aber dann begegnet ihm ein ehemaliger Mitschüler.
Mütze hat Heiko van Gehlen nie gemocht, den Sohn aus reichem Hause, dessen Yacht in der Marina vor Anker liegt. Durch ihn wird Mütze nach all den Jahren an den schrecklichen Tod eines Mitschülers erinnert. Er will endlich wissen, was in der Nacht ihrer Abi-Feier wirklich passiert ist. Welche Schuld hat er selbst daran? Und im Licht der Erinnerungen bekommt der aktuelle Mord an dem „Herrn der Strandkörbe“ plötzlich eine ganz andere Bedeutung.
Von Spiekeroog ging's nach Rocky Beach zu den drei Fragezeichen: "Skateboardfieber*" greift den alten Fall "Die silberne Spinne*" auf, ist rasant und spannend erzählt. Peter wird mit einem Spion verwechselt, verhaftet und nach einem spektakulären Ausbruch gejagt. Dabei will er doch eigentlich nur zu einem Skatertreffen! Dieser Band der Reihe macht wirklich Spaß!
Nach außen hin bleibt Kluftinger gelassen. Als jedoch eine Todesanzeige für ihn in der Zeitung auftaucht, sind nicht mehr nur die Kollegen alarmiert – sein ganzes Umfeld steht Kopf. Um dem Täter zuvorzukommen, muss der Kommissar tief in seine eigene Vergangenheit eintauchen. Doch die Zeit ist knapp, denn alles deutet darauf hin, dass Kluftingers angekündigter Tod unmittelbar bevorsteht.
Nachdem das schon das zweite Kluftinger-Buch war, das mir großen Spaß machte, beschloss ich, die Reihe von Volker Klüpfel und Michael Kobr einmal von Anfang an zu lesen. Die Bände sind zwar in sich abgeschlossen, aber es macht mir einfach Spaß, die Entwicklung der Protagonisten zu verfolgen. In der Onleihe war nichts zu bekommen, aber die Altonaer Bücherhalle hatte ziemlich viele Bände auf Lager, also ging ich nach sechs Jahren tatsächlich mal wieder in die Bücherhalle, um analog auszuleihen.
"Seegrund*" ist der für mich bislang spannendste Fall: Am Alatsee bei Füssen macht Kluftinger auf einem Familienausflug mit Frau, Sohn und Schwiegertochter in spe eine schreckliche Entdeckung: Am Ufer liegt ein Taucher in einer riesigen roten Lache. Was zunächst aussieht wie Blut, entpuppt sich als eine seltene organische Substanz aus dem Bergsee. Kluftinger, der diesmal bei den Ermittlungen sehr zu seinem Missfallen weibliche Unterstützung erhält, tappt lange im Dunkeln. Der Schlüssel zur Lösung des Falles liegt tief auf dem Grund des sagenumwobenen Sees.
In den Oktober gehe ich mit "Laienspiel*", dem vierten Kluftinger-Band, und tue mich momentan noch etwas schwer, den Einstieg zu finden.
Donnerstag, 31. Januar 2019
Ausgelesen: Bücher im Januar 2019
Diese Regale sind wirklich prima, zumal man dort auch die ausgelesenen Bücher wieder abgeben kann. Meine Bücher landen allerdings meistens im Zu-verschenken-Korb in unserem Laden, denn wenn ich Bücher abgeben möchte, erwische ich gerade keinen Bus mit Bücherregal oder er ist so voll, dass ich nicht drankomme. Die Regale sind nämlich so angebracht, dass man sie nur erreicht, wenn die Plätze davor frei sind. Im Mittelteil des Busses wären sie besser platziert.
Gibt es bei Dir auch öffentliche Bücherregale in den Bussen?
Von der Serie "Die drei !!!" hatte ich schon öfter gehört, aber noch nichts gelesen. Ich bin ohnehin Fan von den drei ??? und frage mich, wieso es so einen Mädchen-Abklatsch geben muss. Das frage ich mich auch nach Lektüre von "Die drei !!! Tatort Paris*" und "Die drei !!! Skandal im Studio*".
Im Folgeband haben Kim, Franzi und Marie die Chance, mit ihren Klassen an einer Quizshow im Fernsehen teilzunehmen. Marie träumt schon lange von ihrem ersten Fernsehauftritt, aber auch Kim würde gerne einmal ihr Können beweisen. Moderiert wird die Veranstaltung von dem beliebten Fernsehstar Thomas Niedlich. Doch kurz bevor es in die entscheidende Runde geht, verschwindet der Moderator spurlos. Die Polizei geht davon aus, dass er entführt wurde. Ganz klar: Die drei !!! haben einen neuen Fall.
Die Parallelen zu den drei ??? sind offensichtlich, bis zum obligatorischen Überreichen der Visitenkarten, und wenn's gefährlich wird, werden Jungs zur Hilfe geholt - Bücher für starke Mädchen sind anders, finde ich. Aber zumindest ist die Handlung spannend.
"Die Mitte der Welt*" von Andreas Steinhöfel ist ja schon ein Klassiker der Jugendliteratur. Ich las ihn dennoch erst jetzt. Es geht um den 17jährigen Phil, der ein sogenanntes normales Leben nie kennenlernte. Denn so ungewöhnlich wie das alte Haus ist, in dem er lebt, so ungewöhnlich sind auch die Menschen, die dort ein- und ausgehen – seine chaotische Mutter Glass, seine verschlossene Zwillingsschwester Dianne und all die anderen. Und dann ist da noch Nicholas, der Unerreichbare, in den Phil sich unsterblich verliebt.
Ausgesprochen gut gefiel mir auch "Kim Novak badete nie im See von Genezareth*" von Hakan Nesser. Ich war sehr skeptisch, weil ich mit Nessers van-Veteren-Reihe so gar nichts anfangen konnte, es mich kirre machte, dass nicht klar ist, wo die Krimis spielen. Und mit der Verfilmung tue ich mich schwer, brach jedes Mal nach wenigen Minuten ab. Das Buch gefiel mir aber so gut, dass ich jetzt auch dem Film eine Chance geben werde.
Worum geht's? Das Buch spielt im Schweden in den 1960er Jahren, in einem kleinen Sommerhaus an einem der unzähligen Seen, so wie das, in dem ich in den späten 1970er Jahren manche große Ferien verbrachte, nur mit den Eltern und nicht, wie der 14jährige Erik mit großem Brucher und Freund.
Sie schwärmen von der jungen Aushilfslehrerin Ewa, die aussieht wie Kim Novak. Zwei Tage später findet man die Leiche von Ewas Verlobtem, und Eriks älterer Bruder, der eine Affäre mit Ewa hatte, steht unter Mordverdacht. Der Täter wird jedoch nie gefunden. 25 Jahre später liest der erwachsene Erik zufällig einen Bericht über ungeklärte Verbrechen, und der Sommer von damals bricht mit aller Gewalt über ihn herein. Was ist damals wirklich geschehen?
Inzwischen steht "Die Wahrheit über Kim Novak und den Mord an Berra Albertsson*" auf meiner Leseliste. Ich bin gespannt.
"Lügenmeer*" von Kjell Ola Dahl führt nach Oslo und Kenia. Ausgehend von einer an einer vermeintlichen Überdosis getöteten Frau, deren Leiche in einem Osloer Parkhaus gefunden wird, wird ein Missbrauch von Entwicklungshilfe aufgedeckt. Macht Lust auf mehr!
Peter Decker arbeitet bei der Polizei in Los Angeles, ist konvertierter Jude, obwohl er eine jüdische Mutter hat (es ist kompliziert ...), geschieden mit einer Tochter, und lernt bei einem Fall die orthodoxe Jüdin Rina Lazarus kennen. Sie ist verwitwet und Mutter zweier Söhne.
Im vierten Band ist das Paar auf Hochzeitsreise in New York. Dann verschwindet ein Jugendlicher. Er ist in Begleitung eines Psychopathen. Schnell ist klar: Aus den Flitterwochen wird nichts. Zudem begegnet Decker auch noch zufällig seiner leiblichen Mutter. Im Mittelpunkt des fünften Bandes steht die Tochter einer berühmten Schauspielerin, die überfallen und vergewaltigt wurde. Natürlich ist nichst, wie es scheint, haben Decker und sein Team ordentlich zu tun, um den Fall zu lösen.
Die Bände bauen aufeinander auf, so dass es schön ist, sie auch nacheinander zu lesen. Nachdem klar war, dass mir die Reihe gefällt, lieh ich die Bände 19 bis 24 für den anstehenden Urlaub aus. Damit bin ich dann die nächsten Wochen erst mal beschäftigt.
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