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Dienstag, 17. März 2026

#12von12 im März 2026

Caro von "Draußen nur Kännchen" sammelt jeden Monat am 12. des Monats 12 Impressionen des Tages - vielen Dank dafür!

#1: KpH und Schnuffi, das Reise-Rudel, bestehen darauf, dass ich aufstehe, um Kopenhagen zu erkunden.

#2: Appartement-Pflichten: Abwaschen nach dem Frühstück.

Ich bin für eine Woche in Kopenhagen. Heute ist der vorletzte Tag, den ich mit moderner Kunst verbringe - und im Luxus-Kaufhaus Magasin du nord, wo mich dänisches Design mal wieder absolut flasht.

#3: Heute wird's wild.

#4: Verstörende Kunst: Installation "Beyond the Horizon" von A.A. Murakami

#5: Natur als Ausgleich für verstörende Kunst.

#6: Mittagessen.

#7: Schon wieder verstörende Kunst: "Wabbit" von Marion Peck.


#8: Ein bisschen Touristik-Programm zum Runterkommen.

#9: Reicht dann auch für heute.


#10: Abendessen (reicht für zwei Tage).

#11: Stricken und Krimi gucken zur Entspannung.

#12: Vor dem Einschlafen noch etwas lesen*.


Der Blick zurück in die ersten sechs Corona-Jahre: Am 12. März 2020 ahnte ich noch nicht, dass ich vier Tage später für lange Zeit aus dem Heimbüro arbeiten würde. Ich erholte mich von einer OP und bin bis heute froh, dass ich mich der Hysterektomie, zu der mich die Ärzte seit Jahrzehnten drängen, verweigerte. Am 12. März 2021 hatten der Gatte und ich unsere erste Corona-Impfung hinter uns und die irrige Hoffnung, dass wir diese Moppelkotze mit der Impfung los würden. Der schon erkrankte Gatte ging davon aus, dass er eines Tages wieder arbeitsfähig sein würde und dann wieder Vollzeit arbeitet, weil Corona dank Impfstoff ja bald vorbei ist. Er starb im Oktober 2025. Am 12. März 2022 kehrte ich in meinem Job wieder in die Präsenzpflicht zurück. Am 12. März 2023 hatten wir seit einem dreiviertel Jahr ein Haus, in dem wir eigentlich schon seit ein paar Wochen wohnen wollten ... Ein Jahr später war's dann tatsächlich so weit. Der Gatte wartete am 12. März 2025 ungeduldig auf eine weitere OP, nach der er wieder gehen können sollte, ahnte nicht, dass noch sechs folgen sollten, dass er kaum noch ein halbes Jahr zu leben haben würde. Er fehlt mir unendlich, mit jedem Atemzug, in jeder Sekunde. / *Affiliate links

Freitag, 13. Februar 2026

#12von12 im Februar 2026

Caro von "Draußen nur Kännchen" sammelt wie jeden Monat am 12. des Monats 12 Impressionen des Tages - vielen Dank dafür! Hier kommen meine Februar-Bilder. 

#1: Schnuffi und ich halten nichts vom Aufstehen bei Dunkelheit. Es will gefühlt morgens einfach nicht früher hell werden, und das Dauergrau hebt auch nicht gerade die Laune.

#2: Dem Gatten guten Morgen sagen.

#3: Lifestyle-Teilzeit leben und langsam in den Arbeitstag starten mit Strickzeug, Milchkaffee und Marmeladenbrot.

#4: Nach dem Krebs gucken. Ich habe seit April 2021 eine Krebs-Diagnose, weiß aber nicht, wo im Körper sich das Biest versteckt.

#5: Erste Frühlingsboten zwischen dem Streusand.

#6: Letzten Mittwoch bestellte ich einen Hasen-Leuchter für den Gatten. Heute konnte ich ihn abholen. Ich hoffe, er gefällt ihm.

#7: Bunte Blumen gegen das Dauergrau.

#8: Mittagspause mit Granola nach einem Rezept aus Shermins neuem Kochbuch*.

#9: Ich halte die Wolldiät bis auf eine Ausnahme eisern ein.

#10: Auf zum Stricktreffen. Jedes Mal, wenn ich die Münzen für den Teilnahmebeitrag suche, muss ich daran denken, wie der Gatte mir im Sommer drei Euro aus seiner Kleingeldsammlung gab und verschmitzt lächelnd meinte, ich solle mir einen schönen Abend machen. Das war ein Vierteljahr vor seinem Tod.

#11: Vor dem Stricktreffen war ich noch schnell einkaufen. Es glitzert, und es zeigt Minnie Mouse - das Brillen-Etui musste einfach mit!

#12: Vor dem Einschlafen noch etwas lesen*. Schnuffi fehlt im Bild. Er hält immer noch Aussicht nach seinem Herrchen, das am 16. Oktober 2025 zum letzten Mal durch die Schlafzimmertür ging. Schnuffi denkt noch immer, dass sein Herrchen doch irgendwann wieder zurückkommen muss. 

Der obligatorische Rückblick in die ersten sechs Corona-Jahre: Am 12. Februar 2020 beschäftigen mich meine Wechseljahrsprobleme, stand eine OP an. Fünf Jahre später bin ich immer noch mit den Wechseljahren beschäftigt. Am 12. Februar 2021 machte ich meinen ersten Corona-Test. Am 12. Februar 2022 waren die Tests schon Routine ... Dabei hoffte ich so sehr, spätestens mit der Impfung würden wir diese Moppelkotze los. Am 12. Februar 2023 war ich vom Pendeln erschöpft, arbeitete noch an der Nesteldecke für meine inzwischen verstorbene Mutter. Die Decke ist inzwischen aufgeribbelt und wurde zu Socken und Mützen. Am 12. Februar 2024 war ich in der Reha. Am 12. Februar 2025 war der Gatte guter Dinge, hatte er doch zwei schwere OPs und einen Krankenhaus-Keim überstanden. Er wusste nicht, dass noch sechs schwere OPs, diverse Infektionen mit Bakterien, Keimen und letztlich tödlichen Pilzen auf ihn warteten und er nur noch acht Monate zu leben hatte. / *Affiliate links

Freitag, 16. Januar 2026

#12von12 im Januar 2026

Vor einem Jahr begann der Anfang vom Ende: Der 12. Januar 2025 war der Tag, bevor der Gatte in eine neunmonatige Krankenhaus-Odyssee mit acht OPs und einer tödlich verlaufenden Candidozyma auris-Infektion durch mangelnde Krankenhaus-Hygiene startete. 

#1: Ich mag nicht aufstehen müssen.

#2: Dem Gatten Guten Morgen sagen.

#3: Die Spülmaschine will ausgeräumt werden.

#4: Arbeiten.

Caro von "Draußen nur Kännchen" sammelt jeden Monat am 12. des Monats 12 Impressionen des Tages - vielen Dank dafür!

#5: Mir fielen Sterne vor die Füße.

#6: Der Wochenplan will aktualisiert werden.

#7: Ich glaube, da möchte ich jetzt nicht raus. Fotos und Schilderungen in den lokalen Foren zeigten, dass ich gut daran tat, zu Hause zu bleiben. 

#8: Auch dieses Jahr mache ich wieder bei #pollys100tagechallenge2026 mit. Allerdings entschied ich mich erst am 8. Januar dazu, nachdem ich am Vortag Wolle für ein Paar Freundinnen-Socken kaufte. Wolle für Geschenke nehme ich ungern aus dem Stash, sondern kaufe sie lieber neu, passgenau für die Beschenkte.

Heute ist Montag. Eigentlich wollte ich in einer langen Mittagspause schon mal einen Teil des Wocheneinkaufs erledigen, aber da sich die nächste Schlechtwetterfront ankündigt, bleibe ich zu Hause. 

#9: Teezeit mit Apfelpunsch und der halbfertigen zweite Freundinnen-Socke.

#10: Selbstfürsorge, auch wenn sie schwerfällt: Overnight Oats für zwei Tage im Echtbüro und Frühstück für den nächsten Tag.

#11: Abendessen: Flower Mushrooms mit Chinakohl. Das Rezept gibt's demnächst in der Kombüse.

#12: Das Schlafschaf hat sich einen Platz unter den Hasen des Gatten erobert, und natürlich wird vor dem Einschlafen noch etwas lesen*.

Der Blick zurück in die ersten sechs Corona-Jahre: Am 12. Januar 2020 war ich das letzte Mal vor Corona im Theater, nicht ahnend, dass es das letzte Mal sein würde. Am 12. Januar 2021 hatten wir noch die Hoffnung, dass der Gatte wieder gesund wird, hatte ich nach einem Jahr Pause einen grippalen Infekt, machte uns die Psychose meiner Mutter zu schaffen. Am 12. Januar 2022 begannen wir mit dem Renovieren des Schlafzimmers. Hätten wir gewusst, dass wir ein halbes Jahr später Hausbesitzer wären, ein Haus sanieren müssen, hätten wir uns das gespart ... Am 12. Januar 2023 wurde der Gatte nach einem Schlaganfall aus dem Krankenhaus entlassen. Am 12. Januar 2024 waren wir mit einem Jahr Verspätung umgezogen und lebten uns in der alt-neuen Heimat ein. Am 12. Januar 2025 hatte der Gatte noch zehn Monate zu leben. / *Affiliate links

Dienstag, 30. Dezember 2025

#12von12 im Dezember 2025

Caro von "Draußen nur Kännchen" sammelt jeden Monat am 12. des Monats 12 Impressionen des Tages - vielen Dank dafür!

#1: Dem Gatten Guten Morgen sagen.

#2: Ein letzter Blick auf den Treppenlift, der heute abgebaut wird. Am 12. September wurde dafür Maß genommen. Der Gatte konnte ihn ganze zehn Tage nutzen. Ich werde sicher nie vergessen, dass er damit selbst auf sein Sterbebett fuhr.

#3: Fundstück aus einer Zeit, als mein berufliches Leben noch spannender als heute war.

#4: Der Treppenlift ist weg. An seiner Stelle stehen jetzt Friedhofstasche und Grablichter. Die Löcher muss ich noch verspachteln.

#5: Einkauf, Teil eins. Ich hielt mich ziemlich brav an den Einkaufszettel.

#6: Einkauf, Teil zwei. Auch hier hielt ich mich wieder sehr brav an den Einkaufszettel.

Heute ist Freitag. Ich arbeite zu Hause. Es ist ein irgendwie schwerer Tag: Der Treppenlift des Gatten wird demontiert. Der Gatte wehrte sich so lange gegen einen Treppenlift, war dann aber so glücklich darüber, dass er ihm den Spitznamen "Treppen-Ferrari" gab. Er konnte ihn gerade mal zehn Tage nutzen. Ich werde wohl nie vergessen, wie der Gatte selbstständig mit dem Treppenlift auf sein Sterbebett fuhr.

#7: Tee-Zeit mit Lebkuchen-Brownie und Strickzeug.

#8: Jetzt wäre der Treppenlift doch irgendwie praktisch ... Aber ihn nur für den Wäschekorb-Transport zu behalten, wäre blödsinnig. Außerdem würde mich der Anblick traurig machen und an mein bevorstehendes Siechtum erinnern. 

#9: Das Waffeleisen ist für Sonntag wichtig. Vorsichtshalber gucke ich, ob's noch funktioniert, denn es ist schon einige Jahrzehnte alt, oder ob ich morgen noch schnell ein neues besorgen muss.

#10: Abendessen: Entenkeule in Orangensauce mit Rotkohl und Kartoffeln.

#11: Die Kalenderkerze brennt dieses Jahr sehr interessant ab. Die Tannenbaumkerze zünde ich nur an den Adventssonntagen ab.

#12: Das Kuschel-Rudel liest vor dem Einschlafen noch etwas.

Der Blick zurück in die ersten fünf Corona-Jahre: Am 12. Dezember 2020 hatte ich keinen Kopf, um den Tag festzuhalten, denn der Gatte lag mit unklarer Prognose, ebenso unklarer Diagnose und Corona-Verdacht im Krankenhaus. Sechs Jahre später muss ich ohne den Gatten irgendwie weiterleben. Am 12. Dezember 2021 war der Gatte drittgeimpft und entsprechend malad. Am 12. Dezember 2022 werkelte ich an einem Weihnachtsgeschenk für meine Mutter, das sie sich wünschte, nach Erhalt aber sofort wegwarf. Am 12. Dezember 2023 stecken wir mitten im Umzug. Am 12. Dezember 2024 lebte der Gatte noch und erwartete mich mit Tee und Kuchen, wie so oft, wenn ich aus dem Echtbüro nach Hause kam. / *Affiliate link

Mittwoch, 19. November 2025

#12von12 im November 2025

Caro von "Draußen nur Kännchen" sammelt jeden Monat am 12. des Monats 12 Impressionen des Tages - vielen Dank dafür! 

#1: Schnuffi ist der Meinung, ich muss aufstehen.

#2: Durch den Besuch von Schwiegermutter und Tante ist die Spülmaschine endlich mal wieder ausgelastet und wird gleich morgens angestellt. So kann ich sie nachmittags schon wieder ausräumen.

#3: Dem Gatten "Guten Morgen" sagen.

#4: Doch, doch, Milchkaffee und Kekse sind ein vollwertiges Frühstück.

Dies ist mein erster #12von12-Beitrag als Witwe. Im letzten Monat lebte der Gatte noch, konnten wir ein letztes Mal zusammen in der Stube frühstücken. Drei Tage später wich der Esstisch dem Pflegebett des Gatten. Keine zehn Tage später starb der Gatte zu Hause und in meinen Armen - wie er es sich am 28. August wünschte, nur halt wenigstens 20 Jahre zu früh. 

#5: Sonnenaufgang. Auf der Bank saß ich mit dem Gatten händchenhaltend am 12. Juni. Das dürfte einer seiner letzten Spaziergänge gewesen sein.

#6: Warten auf Schwiegermutter und Tante, dabei lesen*.

#7: Grab gucken. Schwiegermutter ist mit meiner Wahl einverstanden (und wenn nicht, wäre jetzt eh keine Änderung mehr möglich, denn der Gatte wird morgen beigesetzt).

#8: Eine Kerze für den Gatten anzünden. 

Gestern war die Trauerfeier, morgen ist die Beisetzung. Heute ist frei, damit Schwiegermutter, Tante und ich uns ausruhen können. 

#9: Teezeit mit Frankfurter Kranz, dem Lieblingskuchen des Gatten.

#10: Reicht dann auch für heute. Erstaunlich, wie viel zusammenkam, obwohl wir wegen Tante so viele Strecken wie möglich mit dem Auto fuhren.

#11: Füße hoch und stricken. Das wird die letzte Spendensocke für dieses Jahr. Nach dem Tode des Gatten mag ich irgendwie nicht mehr stricken.

#12: Der Sofa-Schlafhase zog zu mir ins Bett, denn der Bett-Schlafhase ist beim Gatten. Vorm Einschlafen wird noch etwas gelesen*.

Der Blick zurück in die ersten fünf Corona-Jahre: Am 12. November 2020 dachten wir noch, mit der Behandlung der Augenerkrankung des Gatten wäre das schlimmste ausgestanden, ahnten nicht, was noch kommen sollte, schrieb ich wöchentliche Postkarten an Tante, damit sie nicht so alleine ist, weil sie uns nicht besuchen konnte. Am 12. November 2021 fand eine Tagung noch als Videokonferenz statt, hatte ich die Hoffnung, dass sich Corona irgendwann erledigt. Am 12. November 2022 hatten wir noch die Hoffnung, spätestens im April umziehen zu können. Am 12. November 2023 pendelten wir noch immer zwischen Wohnung und Baustelle, hatten aber immerhin schon mal den Umzug terminiert. Am 12. November 2024 hatte der Gatte schon Probleme mit seinen Füßen, nahm darauf aber entgegen ärztlichen Rats leider keine Rücksicht. / *Affiliate links