Kennengelernt haben wir diese französische Spezialität durch unsere lieben Nachbarn, die uns davon aus Frankreich mitgebracht haben. Aber, wie wir nun mal sind, selbst machen kann doch nicht so schwer sein 🙂 An der Sülze müssen wir noch etwas „feilen/nachjustieren“, aber das Fleisch ist schon mal perfekt!
Oder: „die Geschichte einer schweren Geburt“ 🙂 Wir haben lange überlegt, was es bei unserem Weihnachtsmenü als Vorspeise geben soll. Ist gar nicht so einfach! Jeder hat seine Vorlieben, Abneigungen und vor allem auch Unverträglichkeiten, Allergien… Alleine schon deshalb wird praktisch jedes Familien-/Fest-Essen zu einer „schweren Geburt“! Aber hier kam noch einiges mehr dazu… Eigentlich wollten wir eine Kalbsleberpâté mit Pistazien machen, eigentlich… Denn, was nutzt der gute Wille, wenn praktisch im ganzen Rhein-Main-Gebiet in der Woche vor Weihnachten keine grünen Pistazien aufzutreiben sind! Weder im Groß-, noch im Einzelhandel, weder im Reformhaus, noch im Feinkostladen… Also, Plan B: dann machen wir die Pâté anstelle von Pistazien mit grünem Pfeffer! Vorräte/Bestände prüfen: alles Roger! Plan steht. Dann, am Tag vor dem Ereignis, die Pâté soll hergestellt werden…großes Erstaunen/böses Erwachen: die grünen Pfefferkörner im Vorrat entpuppten sich bei genauerem Hinsehen als Kapern! Schreck, Panik, schwere Not…was tun? Klar, Plan C bis Y überspringen wir und gehen nach Plan Z vor! Wie gut, dass wir vor Weihnachten noch eine neue Tüte getrocknete Cranberrys – eigentlich fürs Müsli – gekauft hatten!
Entweder machen wir immer zu wenig Wurst oder wir essen zu schnell zu viel davon. Auf jeden Fall gehen unsere Vorräte an Wildschweinleber-Pastete schon wieder dem Ende entgegen. Was also hilft dagegen? Richtig, neue Wurst bzw. Pastete zu machen!
Von „unserer“ Jägerin haben wir wieder einmal ein tolles Stück Wild, hier speziell Wildschwein, bekommen. Wir haben es, soweit erforderlich, entbeint, portioniert und ins ewige Eis gepackt. Die entbeinten Knochen waren aber viel zu schade, um sie einfach zu entsorgen. Also haben wir sie gekocht und das noch anhaftende Fleisch abgelöst. Dieses haben wir verwendet, um daraus diese köstliche Pastete zuzubereiten. Noch dazu hatte uns die Jägerin, auf Bitten unserer Tochter, Innereien (Leber, Herz, Nieren) von Wildschweinen für ihr Katzen überlassen. Einen kleinen Teil der Leber haben wir den Katzen unterschlagen und für diese Pastete verwendet.
„Unserem“ Jäger ist mal wieder ein Wildschwein vor die Flinte gelaufen… 🙂
Warum er beim Thema „Wildschwein“ ausgerechnet an uns gedacht hat???
Aber er hat und damit bedacht.
Beim Zerlegen eines ganzen Wildschweines fallen fleischige Knochenreste an, vor allem, wenn man, so wie wir dieses Mal, den Rücken ausbeint.
Diese Knochen bzw. das anhaftende Fleisch sind viel zu schade um es ungenutzt zu lassen, deshalb haben wir uns entschlossen, diese abzukochen und ein köstliches Rillette daraus zuzubereiten.
Zusammen mit unserer letzten „Wildwutz“ haben wir auch eine Wildschweinleber bekommen. Was damit tun? Da erinnerten wir uns an eine Sendung aus der Reihe „Die Foodtruckerin“. Kurze Recherche im Internet und das Rezept war gefunden. In Anlehnung daran haben wir diese Pâté zubereitet.
Seit unseren ersten Frankreich-Urlauben sind wir große Liebhaber der dortigen Terrinen und Pâtés, vor allem derer mit Leber.
Da wir sowieso gerne „wursteln“, bietet es sich an, auch hin und wieder eine dieser Pâtés zu machen.
Mal eine erprobte Rezeptur, mal eine neue – so wie heute.
Okay, wenn uns keiner helfen will, dann greifen wir eben zur Selbsthilfe!
Im Frankreichurlaub gönnen wir drei (ja, drei: Frauchen, Herrchen und Hund 🙂 ) uns immer eine vermeintliche Spezialität der Region, die „Pâté de foie à la louche“.
Der größte Fan davon ist übrigens der Hund 🙂
Nun suchen wir überall nach einem entsprechenden Rezept für diese Pâté. Es scheint aber, selbst bei „Herrn Google“, nichts darüber zu geben.
Also, was bleibt uns übrig, da heißt es „ausprobieren“. Immerhin haben wir herausfinden können, dass da gar nicht viel drinnen ist: Leber, Speck und Gewürze…man sieht wieder: Gutes kann so einfach sein!
Also, erster Versuch…
Wer einmal in Frankreich beim Metzger war, kennt sie mit Sicherheit, die französische Vielfalt an Terrinen und Pasteten.
Jede Auslage/Vitrine eine Augenweide. Schade nur, dass man nicht alle verkosten kann…aber die, die wir verkostet haben waren allesamt sehr lecker.
Klar, dass wir dann zuhause hin und wieder versuchen „den Urlaub zurückzuholen“, indem wir zumindest dessen Genüsse reproduzieren 🙂 Weiterlesen →