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Freitag, 26. September 2014

Apfelküchlein für den Junghahn zum 18. Geburtstag


Liebster Junghahn

Heute vor 18 Jahren hast Du das Licht dieser Welt erblickt. Du wolltest eigentlich nicht, hattest Dich gewehrt mit Händen und Füssen. Termin hätten wir beide bereits 11 Tage vorher gehabt, aber Du hattest Dir Zeit gelassen. Mir war das eigentlich auch ganz recht - bloss keine Eile. Aber heute vor 18 Jahren war es dann plötzlich vorbei mit der Gelassenheit. Nix da mit abwarten und so. Deine Herztöne sackten innerhalb Minuten ab in einen sehr ungemütlichen Bereich... und so erblicktest Du auf eine für uns beide zutiefst hektische Art das Licht dieser Welt.
Deine Geburt war für uns beide stressig. Und auch unser Zusammenraufen war nicht immer einfach. Wir haben uns in den 18 Jahren oft aneinander gerieben, haben uns gezofft, es hat geknallt und gefetzt.
Aber eins will ich Dir hier versichern: Auch wenn es manches Mal geknallt hat, auch wenn wir uns nicht immer einig waren, auch wenn Du Dich manchmal unverstanden gefühlt hast, glaub mir, ich war immer auf Deiner Seite, ich versteh Dich, auch wenn Du das manchmal anders siehst.
Heute bist Du von Gesetzes wegen volljährig. Erwachsen. Und trotzdem bleibst Du immer mein Kind.
Du bist ein feiner Kerl! Ich liebe Dich von ganzem Herzen!


Zu Deinem 1. Geburtstag hatten wir Dir einen Apfelbaum gepflanzt.

Oma und Opa sowie Grosi und Grosätti beim Baum pflanzen.



Oma mit dem einjährigem Junghahn

Zu Deinem 18. Purzeltag kriegst Du von mir Apfelküchlein. Die gehören einfach zum Herbst und zu Deinem Purzeltag dazu. Mit Zimt und Zucker und Vanillesauce.


Öpfuchüechli


4 Äpfel (Gravensteiner)
150 g Mehl
1,5 TL Salz
1,5 dl Mineralwasser oder Süssmost
2 Eigelb
1 TL Öl
2 Eiweiß
Saft einer Zitrone
Kokosfett oder Fritieröl
Zimt und Zucker

Mehl und Salz mischen. Mineralwasser bzw. Most dazu geben, dann das Öl und die Eigelb dazu geben, alles gut zu einem glatten Teig verrühren und 30 Minuten rasten lassen.
Die Eiweiß zu Schnee schlagen und kurz vor dem Backen unter den Teig ziehen.
Die Äpfel schälen, Kerngehäuse ausstechen und in 1 cm dicke Scheiben schneiden. Mit dem Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden.
Das Fett auf 180°C erhitzen.
Die Apfelscheiben durch den Ausbackteig ziehen und in heissem Fett goldgelb frittieren. Auf einem Küchenpapier abtropfen lassen, anschliessend mit Zimtzucker bestreuen und mit Vaniellesauce servieren.



Montag, 28. Mai 2012

Ein Tortenbuffet für das Perlhühnchen


Mein Perlhühnchen hatte gestern Geburtstag. Und zu diesem Ereignis wünschte sie sich ein Kuchen- und Tortenbuffet wie bei Muttern. Und weil ich das Perlhühnchen liebe und die Perlhuhnmutter weit weg von der Schweiz lebt, in Hamburg nämlich, musste ich mich selbst an die Rührschüsseln stellen. Das Perlhühnchen hat mich dann aber vor eine (für mich) schier unlösbare Aufgabe gestellt: Eine Buttercrèmetorte sollte dabei sein! Aber wo kriege ich ein gelingsicheres Rezept für eine Buttercrèmetorte her? Meine Retterin in Sachen Torten war einmal mehr Sybille von Tomatenblüte. Nach einer um Hilfe bettelnden Mail meinerseits präsentierte Sybille noch gleichentags auf ihrem Blog eine Tiramisù-Torte. Gut, Butter ist da nicht drin, aber Mascarpone ist ja etwa gleich fett wie Butter. Und das Törtchen sah  einfach wunderbar aus - so eine sollte es werden.
Anderntags habe ich in der Zeitschrift «Landlust» das Rezept für einen Frankfurter Kranz entdeckt. Buttercrème vom feinsten - oke, die Torte also auch. Und dann die wunderbare Sauerkirsch-Mohn-Quarktorte von Grain de sel, die ich ja bereits ausprobiert hatte, sowie den Schoggikuchen, ein Geheimrezept vom Restaurant, in dem ich jahrelang gekocht hatte. Jetzt meldete der Junghahn auch noch einen Wunsch an: Die Oma in Deutschland macht doch immer so einen wunderbaren Quark-Mandarinen-Blechkuchen, ob man nicht eventuell den auch noch...
Und weil das Perlhühnchen ja ein Hamburgerli ist und zwischendurch Heimweh hat, hat mein Vater extra Franzbrötchen gebacken, eine Hamburger Spezialität, die es ausserhalb von Hamburg nirgendwo zu kaufen gibt.


Drei Tage lang stand ich in der Küche und hab gebacken, das Küken hat tatkräftig mitgeholfen. Der Backofen lief auf Hochtouren, die Spülmaschine ebenfalls. Achja, zwischendrin musste ich auch noch ein Brot backen, weil keines mehr da war und der Sauerteig sich fast verselbständigte. Die Küche sah stellenweise wie nach einem Attentat aus.
Aber der Aufwand hat sich gelohnt: Das Perlhühnchen hatte leuchtende Augen! Und mehr wollte ich gar nicht.
Die Rezepte für die einzelnen Torten und Kuchen folgen dann in separaten Posts. Jetzt brauche ich erst mal ein Stückchen Kuchen ;-)