Letztens hat Robert von Lamiacucina zu seinen Fazzoletti carbonara nicht nur Gesang sondern auch Parmesantuiles serviert. Die müssen doch zu einem Glas Weisswein auch gut schmecken, habe ich mir so gedacht. Und weil am Samstag Besuch angesagt war, habe ich schnell die Tuiles gezaubert. So einfach, so schnell gemacht und so lecker!
In unserem Brotschrank dümpelte noch ein recht grosses Stück steinhartes Körnerbrot, das hab ich oben in meine Kenwood geschmissen und unten den Staub und die Brösel aufgefangen. Dann - weil es noch zu grob war, die ganze Bröselsgeschichte in die elektrische Kaffeemühle gekippt. Diese Kaffeemühle hat noch nie auch nur eine Kaffeebohne gemahlen. Die benutze ich nur um getrocknete Pilze, Kräuter und Gewürze zu zermüllern. Jetzt also auch noch für Brotbrösel. Das entstande Pulver habe ich mit fein geriebenem Permesan gemischt im Verhältnis 1:5. Ich hatte auch noch selbstgetrockneten Oregano vom letzten Jahr sowie Bohnenkrautpulver (natürlich auch selbstgemacht). Von beidem habe ich ein bisschen zur Käse-Bröselmischung gegeben, dazu noch ein bisschen schwarzen Pfeffer gemahlen.
Nun nach Roberts Anleitung in einer beschichteten Bratpfanne gebacken. Ich hab meine Tuiles flach auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
Wer Käsefondue kennt, weiss, dass am Schluss meist aufm Caquelonboden ein Rest Käse leicht anbrennt. Wir nennen diesen braunen Käserest «Schwiegermutter» - und um die Schwiegermutter wird in der Regel erbittert gekämpft, weil sehr lecker. Die Schwiemu wird mit der Fonduegabel vom Caquelonboden gekratzt, jeder versucht ein bisschen davon zu ergattern.
Diese Permesanchips schmecken ähnlich wie die Fondue-Schwiegermutter!

