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Mittwoch, 27. November 2013

Suppenzmittag VII - Zuppa alla pavese gefolgt von Rotweinblechkuchen mit Zwetschgenkompott


Die Zuppa alla pavese, ein Klassiker der italienischen Küche, macht den Abschluss dieser Suppenwoche. Das Küken bedauert es zwar ein bisschen, dass es nun wieder «normal» weiter geht in der Hühnerküche. Aber nicht eigentlich wegen der Suppen, sondern weil es in dieser Suppenwoche praktisch jeden Tag ein Dessert gegeben hat.
Das Rezept der Zuppa alla pavese habe ich dem Buch «Aus Italiens Küchen» von Marianne Kaltenbach und Virginia Cerabolini (Hallwag Verlag) entnommen. Und der Rotweinblechkuchen mit Schoggiwürfel ist im Ursprung ein Plastikschüsselparty-Rezept - simpel und in 20 Minuten zusammengerührt und gebacken.


Rezept für 2 Personen
Zuppa alla pavese
0,5 l selbstgemachte, kräftige klare Fleischbrühe
2 Weissbrotscheiben
Butter
Parmesan (ich: Greyerzer)
2 sehr frische Eier
ich: zusätzlich noch gehackte Petersilie

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Brotscheiben in einer Bratpfanne in Bratbutter beidseitig goldbraun rösten. Die Fleischbrühe erhitzen. Die gerösteten Brotscheiben in zwei Suppenteller oder Suppenschalen legen und mit geriebenem Käse bestreuen. Ein Ei vorsichtig in eine Tasse aufschlagen, so dass das Eigelb ganz bleibt. Das Ei dann auf die Brotscheibe platzieren. Jetzt vorsichtig (mit einer Suppenkelle) die sehr heisse Brühe über das Ei giessen. Mit Petersilie bestreuen.

Rezept
Rotweinblechkuchen mit Schoggiwürfel
250 g Mehl
200 g Zucker
1/2 Päckchen Backpulver
1/2 Teelöffel Zimt
160 g Zartbitterschoggi, in kleine Würfel geschnitten
1,25 dl Rotwein
3 Eier
200 g flüssige Butter

Alles mischen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Kuchenblech streichen, bei 180° 15 bis 20 Minuten backen. Lauwarm mit Zwetschgenkompott und Sahne servieren.

Sonntag, 14. April 2013

Nachgebacken: Doppelte Donauwellentorte von Gekleckert

 
Torte gehört zu Sonntag wie Sonntag zu Torte. In Deutschland zumindest. In der Schweiz ist das nicht so. Also ich zumindest bin quasi ohne Torten und Kuchen aufgewachsen - und das bitteschön mit einem Vater, der ursprünglich Pâtissier und einem Grossvater, der Bäcker-Konditor mit eigenem Geschäft und Tea-Room war. Und der Rest der väterlichen Verwandtschaft (die Geschwister meines Vaters) hatten alle auch eine süsse Ausbildung. Als ich Kind war, hatte mein Vater sehr oft Torten produziert: Für Freunde zum Geburtstag, für den Schützenverein, in dem er Mitglied war, für irgendwelche Bekannte zum Hochzeitstag... mehrstöckige, cremegefüllte Wahnsinnsgebilde, aufwändig mit selbstgemachten Marzipanröschen verziert (Fondantmasse, wie man sie heute kennt, gab es damals noch nicht), meist mit einer Marzipan-Banderole versehen, die mit Schokolade in gotischer Schrift beschriftet war.
Zu meinem zweiten Geburtstag gab es eine Schwarzwälder Torte (ohne Kirsch für die Kinder) und dann erst wieder eine zu meinem zwanzigsten Purzel. Die Jahre dazwischen gab es zwar schon immer einen Kuchen... aber nie eine Torte. Meine Mutter schmiss jeweils ein Cake in den Ofen oder sowas ähnliches... das war zwar oke, aber diese creme- oder sahnegefüllten Torten waren halt schon was Besonderes.

Mini-Henne am 2. Geburtstag mit Schwarzwälder Torte

Letzte Woche postete Jens von Gekleckert eine Doppel-Moppel-Donauwellentorte. Das muss man sich mal vorstellen. Eine Donauwelle an sich ist ja schon etwas wahnsinnig Leckeres. Aber das Ganze dann doppelstöckig... da setzte bei mir Schnappatmung ein. Produziert hat diesen Traum die Frau Jens, also dem Jensen seine Freundin. Meine Hochachtung ist ihr gewiss. Vor allem, nachdem ich nun am Freitag Abend und Samstag Vormittag versucht habe, dieses Gebilde nachzubauen.
Grundsätzlich: das Rezept ist super. Alles haarklein beschrieben. Eigentlich kann da nichts schief gehen. Ausser wenn Frau Henne dann findet, dass sie statt gekauftem Pudding lieber selber einen Pudding macht. Ne, auch das war eigentlich noch in Ordnung. Aber dann bei der Vermischung von Butter und Pudding zu einer Buttercrème habe ich eben geschusselt. Statt löffelweise Pudding in die weiche Butter zu rühren, habe ich dummerweise die weiche Butter als Ganzes in den Pudding geschmissen. Leider gab das dann keine Buttercrème sondern so ein bisschen was Komisches, also irgendwie eine Crème mit Butterstückchen drin. Somit wurde das Ganze dann auch nicht so richtig schön fest über Nacht. Tja... von aussen sieht das Tortenhochhaus eigentlich ganz nett aus, aber eben, innen fehlt irgendwie eine mind. Dreizentimeterschicht Buttercrème.
Des weiteren gibt es in der Schweiz nicht diese wunderbar grossen Sauerkirschen. Unsere hier sind so miniminiwinzwinzkleine Dingerchen. Grad mal so gross wie mein kleiner Fingernagel. Irgendwie sind die in der ganzen Torte irgendwo abgesoffen. Schmecken tut man sie, aber sehen...  Ihr seht, ich habe da noch Verbesserungspotenzial.


Rezept für eine Springform von 18 cm Durchmesser1 großes Glas Sauerkirschen (~750 ml)
250 g + 80 g weiche Butter 
250 g Mehl 
225 g Zucker 
1 Prise Salz 
4 Eier 
2 Teelöffel Backpulver 
1 Esslöffel Kakao 
1 großer Becher Vanillepudding à 300ml (ich: 300 ml selbstgemachter Pudding, Rezept siehe unten) 
50 g + 75 g + 200 g dunkle Schokolade

Pudding 
1/2 l Milch 
3 Esslöffel Maisstärke 
2,5 Esslöffel Zucker 
ausgekratztes Mark einer Vanilleschote 
2 Eigelb




Während die Kirschen abtropfen, Springform ausbuttern und leicht mehlen. Backofen vorheizen auf 175 Grad. 

250 g Butter, 225 g Zucker und das Salz schaumig rühren, dann ein Ei nach dem andern unterrühren. Backpulver mit dem Mehl vermischen und unter den Teig heben. Die Hälfte des Teiges in eine andere Schüssel geben und beiseite stellen.
50 g Schoggi im Wasserbad schmelzen und zusammen mit dem Kakao unter die eine Hälfte des Teiges rühren. 
Die Hälfte des hellen Teiges in die Springform geben und glatt streichen, obendrauf die Hälfte des Schoggiteiges schmieren. Die Hälfte der Kirschen durch den dunklen Teig bis fast nach unten durch den hellen Taig drücken. Den Kuchen ca. 35 Minuten im Ofen backen, aus der Springform nehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. 
Springform auswaschen und mit den restlichen Zutaten ein zweites Bisquit analog des Ersten herstellen. Wer zwei Formen hat, kann die Böden auch gleichzeitig backen. 
Für den selbstgemachten Pudding alle Zutaten bis und mit Vanillemark mit einem Schneebesen gut verrühren, aufkochen lassen, Topf vom Herd nehmen und die Eigelb einrühren. Topf wieder auf den Herd, rühren, bis die Masse anfängt zu stocken. Den Pudding sofort in eine kalte Schüssel giessen und schnellstmöglich runterkühlen, dazu Schüssel in kaltes Wasser stellen, alle fünf Minuten mit dem Schneebesen gut durchrühren, bis der Pudding Zimmertemperatur hat. 
Für die Buttercreme 80 g Butter mit 3 dl von dem Vanillepudding verrühren bis sich beides verbunden hat und die Masse glänzt, sollte dies nicht der Fall sein, kann man die Creme über einem Wasserbad auf ganz niedriger Temperatur zu einer homogenen Masse verrühren. Danach wieder abkühlen lassen bzw kühl stellen. 
Hier noch eine Anmerkung meinerseits: ich würde die zimmerwarme Butter mit dem Schneebesen glatt rühren, dann löffelweise Pudding dazu geben, immer gut rühren, damit sich der Pudding und die Butter gut vermischen. 
Einen der abgekühlten Böden in einen Tortenring legen und den Ring fest auf die Größe anpassen. Die Hälfte der Buttercreme auf dem Boden gleichmäßig verstreichen. 75 g Schokolade über dem Wasserbad schmelzen, kurz abkühlen lassen und über der Buttercreme verteilen. Auskühlen lassen. Nun den Rest der Buttercreme auf der Schokoschicht verstreichen und den zweiten Boden aufsetzen (mit der glatten Seite nach oben). Andrücken und über Nacht im Ring in den Kühlschrank stellen. 
Tags drauf 200 g Schoggi im Wasserbad schmelzen. Den Kuchen aus dem Ring lösen und mit der Schokolade dünn aber deckend überziehen. Auskühlen lassen.

Die Torte habe ich mit essbaren Blüten und Mini-Schoggiröllchen verziert.



Ganz zum Schluss verrate ich euch noch, dass ich für diese Torte geschlagene 6 Stunden in der Küche stand. Aber ich bin kein Massstab, ich bin überzeugt, dass die Frau Jensen das in der halben Zeit hingekriegt hat.

Sonntag, 10. März 2013

Mississippi Mud Pie


Wenn ich nicht esse, komme ich auf die irrsten Ideen. Gestern Samstag stand ich bereits um 8.30 Uhr in der Küche, guckte in alle Schränke, in den Tiefkühler, in den Kühlschrank, blätterte in Koch- und Backbüchern nach Ideen und wusste: «Wenn ich jetzt nicht subito etwas koche, drehe ich gleich am Rad!» Also knetete ich mal einen Nudelteig, da ich gedachte, im Laufe des Tages Ravioli zu basteln. Dann wühlte ich mich durch Roberts Archiv nach Ideen für Füllungen. Sybilles Maultaschen waren auch eine Option.
Dann fiel mir so ein olles Backbuch in die Hände, aus dem ich noch nie etwas gebacken hatte, da drin stach mir ein Mississippi Mud Pie in die Augen. Aber beim Durchlesen des Rezeptes war ich mir plötzlich nicht ganz sicher, ob das, was da im Text stand, wirklich auch das gab, was auf dem Bild abgebildet war. Also gegoogelt und auf dem Blog vom Honigkuchenpferd ein Rezept gefunden, welches bei der nachbackenden Leserschaft helle Begeisterung ausgelöst hatte. Die Bildanleitung war ebenfalls toll - drum schnell kontrolliert, ob ich alle Zutaten im Haus habe und dann losgelegt.

Rezept für eine Tarteform von 28 cm
Teig
200 g Mehl
25 g Kakaopulver
50 g Zucker
125 g Butter
1 Espresso (30 ml)

Füllung
150 g Butter
230 g Zucker (im Originalrezept waren es 300 g)
2 Kaffeelöffel selbstgemachten Vanillezucker
4 Eier
300 g Sahne
2 Kaffeelöffel Zuckerrübensirup
150 g Zartbitterschokolade
40 g Kakaopulver

Deko
100 g Zartbitterschokolade
400 g Sahne
2 Beutel Rahmhalter

Boden
Mehl, Zucker und Kakaopulver miteinander vermischen, dann die Butter in Stückchen dazu geben und mit den Trockenzutaten verreiben. Jetzt den heissen Espresso dazu giessen, alles zu einer Kugel zusammenfügen und in Folie gewickelt ca. 30 Minuten kühl stellen.
Anschliessend den Ofen auf 190 Grad vorheizen. Den Teig auswallen und in eine Tarte- oder eine Springform legen, den Rand mind. 3 cm hochziehen. Ein Stück Backpapier auf den Teig legen und mit trockenen Hülsenfrüchten (ich nehme da Kichererbsen) beschweren. Den Kuchenboden bei 190 Grad ca. 25 Minuten backen.

Füllung
Zucker und Vanillezucker mit der weichen Butter verrühren. Die Eier nacheinander zu der Butter-Zucker-Mischung geben und vermischen. Sahne, Zuckerrübensirup und gesiebten Kakao beifügen.
Schoggi im Wasserbad schmelzen und unter Rühren in die Masse giessen.
Die Hülsenfrüchte und das Backpapier entfernen und die Fülle auf den Kuchenboden giessen. Den Ofen auf 160 Grad zurück stellen und den Kuchen weitere 45 Minuten backen. Dann vollständig auskühlen lassen.


Deko
100 g Schoggi im Wasserbad schmelzen und auf einer Porzellan- oder Glasplatte dünn verstreichen. Jetzt die Platte kühl stellen, bis die Schoggi hart ist. Das ist sie, wenn sie nicht mehr feucht glänzt. Mit einem Schaber aus der Schoggi Röllchen formen. Wenn die Schoggi zu kalt resp. zu hart ist, dann brechen die Röllchen. Die Form dann einfach 10 Minuten bei Zimmertemperatur stehen lassen, dann hat die Schoggi die richtige Temperatur und lässt ich leicht rollen.


Jetzt die Sahne mit dem Rahmhalter steif schlagen und auf dem vollständig ausgekühlten Kuchen verteilen. Ich habe noch zusätzlich 1 dl Sahne steif geschlagen um die Tupfen auf den Rand aufspritzen zu können. Ich mag Torten und Kuchen mit so Sahnetupfen, die machen einfach optisch was her. Zum Schluss die Schoggiröllchen in der Mitte des Kuchens  «lockerflockig» aufschichten.

Meine Teigrand war ein Tick zu wenig hoch, so dass nicht die ganze Füllung Platz hatte. Die restliche Füllung habe ich dann in zwei feuerfeste Glas-Puddingförmchen gegossen und mit dem Kuchen zusammen in den Ofen geschoben. Die sind wie ein Soufflee aufgegangen, beim Auskühlen aber auch wieder ein Tick zusammengefallen. Jedenfalls haben das Küken und das Perlhühnchen diese zwei Puddings noch lauwarm mit einem Klecks Sahne und einem glückseligen Lächeln im Gesicht gelöffelt.

Ich möchte jetzt öffentlich festhalten, dass ich Torten backen kann! Sogar verzieren kann ich sie - ich finde, die hier schaut jedenfalls sehr chic aus. Und es hatte sogar Spass gemacht, sie zu basteln.


Achja, und die Ravioli habe ich gestern natürlich auch noch gemacht, die verblogge ich dann, wenn sie auf den Tisch kommen. Habe sie nämlich eingefroren.

Montag, 19. November 2012

Nachgebacken: Schoggikuchen mit Rotweinbirnen


Habe gestern diesen Kuchen bei Sybille gesehen. Da ist mir eingefallen, dass ich ja noch ein Glas Rotweinbirnen im Keller stehen habe. Die hatte ich ursprünglich eingeplant, als meine Firma zum Essen gekommen ist. Leider Gut hatte ich sie da vergessen. Die kamen heute grad zum Einsatz. Ich habe Sybilles Rezept um eine winzig kleine Zutat erweitert: In den Teig habe ich noch Schoggiwürfeli gegeben. Und zwar relativ grosse Würfel. Das hat sich als hervorragend erwiesen! Den Kuchen sollte man unbedingt lauwarm essen (der Tipp ist extra für Dich, Küchenschabe), dann sind die Schoggiwürfel nämlich flüssig-schmelzend. Absolut geniales Esserlebnis!
Nachtrag: Auch Ingrid von «Auch was» hat am Wochenende Schoggi mit Birnen kombiniert, aber ihre Birnen waren in Portwein. 

Zutaten für eine Kastenform von 25 cm Länge
150 g weiche Butter
150 g Zucker
3 Eier
30 g Kakao
120 g Mehl
3/4 Teelöffel Backpulver
3 bis 4 Esslöffel Rotweinsirup
1 Prise Salz
1 Messerspitze Chilipulver (bei Sybille ein bisschen Muskat)

80 g Schokoladenwürfel (Crémant) von ca. 8 mm Kantenlänge
7 halbe Rotweinbirnen

Weiche Butter mit dem Zucker gut verrühren, die Eier ganz eins nach dem andern dazu geben. Alle andern Zutaten bis und mit Chili unter den Teig rühren. Die Schokoladenwürfel in eine kleine Schüssel geben und 1 Kaffeelöffel Mehl dazu geben. Die Schüssel gut schütteln, dass sie Schoggiwürfeli von Mehl umgeben sind. Das verhindert, dass sie im Kuchen alle auf den Boden absacken. Eine Kastenform ausbuttern und ausbröseln oder -mehlen. Den Teig einfüllen und die Birnenhälften senkrecht hintereinander 2/3 tief in den Teig stecken. Den Kuchen im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad ca. 40 Minuten backen.
Zum Tatort gestern Abend gab es dann ein Stück lauwarmen Schoggikuchen mit Zimtsahne und einer zusätzlichen Rotweinbirnenhälfte.

7 Zwerge

Das ist mein zweiter Beitrag für Uwes Farbenevent Cookbook of Colors.
HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors