Posts mit dem Label Kapern werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kapern werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

07.09.20

Schwarze Tagliolini ohne Tinte

Schwarze Nudeln werden normalerweise mit Tintenfischtinte gefärbt. Auf die Idee aus schwarzem Reis Nudeln herzustellen kam mir durch eine Kundin, welche durch ihre Zöliakie gezwungen ist andere als Hartweizennudeln zu essen. Sie nimmt als zusätzliche Zutat anstelle des Hartweizenmehls wie ich, Flohsamenschalen, damit das Reismehl gebunden wird um im Wasser nicht zu zerfallen. Dieses Verhältnis weiß ich allerdings nicht.

Was ist Riso Venere, immerhin der Reis der Venus, der Liebesgöttin, und wo kommt er her? Schwarzen Reis gibt es schon lange in China, den die Bauern nur für den Kaiser kultivierten. Anbauversuche in Italien misslangen. Der schwarze Reis aus China konnte sich nie an die klimatischen Bedingungen in Italien anpassen. Der Venus-Reis wurde in Italien daher als Kreuzung asiatischer mit italienischer Sorten entwickelt, der für den Anbau in der Po-Eben geeignet war.

09.07.20

Pasta e ceci für den Sommer

Der Sommer ist gekommen! Für die Zubereitung der Speisen wählen wir momentan Zeiten in denen kühlere Temperaturen herrschen, morgens oder abends. Ein Grund kommt noch hinzu: die meisten  Gerichte werden bei Zimmertemperatur verzehrt und sie müssen abkühlen können.

Pasta e fagioli, pasta e ceci sind beliebte dicke Suppen für die kalte Jahreszeit in Italien. Günstig und einfach zuzubereiten sind bestechende Argumente für diese "zuppe". Außerdem besitzen alle Hülsenfrüchte Nährstoffe, welche für uns sehr wichtig sind. Deshalb kommt mindestens einmal die Woche ein Gericht mit Bohnen, Kichererbsen oder Linsen auf den Speiseplan.

07.06.20

Hähnchenkeulen "Marbella"

Schon im rohen Zustand schauen diese Hähnchenkeulen fantastisch aus, mit allem was uns schmeckt garniert, lange mariniert und gut gewürzt.

Wir sind ja nicht so die Fleischesser, wie man vielleicht erkannt hat. Ein Bio-Huhn kommt dann schon ab und zu auf die Speisekarte, das lassen wir uns dann schmecken als Delikatesse, ganz selten aber mit Genuss.

22.06.18

Bunter Kartoffelsalat

Es ist wieder einmal Sommer. Ich warte immer sehr darauf. Ich liebe die langen Tage, im Freien essen, wenig Kleidung, ganz einfach "chillen". Auch die kalte Sommer-Küche ist mir angenehm.

Nach dem Urlaub ist der Kühlschrank fast leer. Aber mit einem Einkauf von einer roten Paprika in der Bioecke gegenüber ist schon alles da für den Salat.

21.09.16

Gefüllte Tomaten auf dem Reisbett


Norbert sagt, dass das Gericht viel besser schmeckt, als es aussieht :)
Dieses Jahr kann ich über meine Tomatenstauden nicht klagen. Ganz im Gegenteil, wenn ich daran denke, wie wir gestartet sind, bin ich mehr als überrascht.

Ich ziehe meine Tomatenstauden schon seit ein paar Jahren selbst. Heuer hatte ich die glorreiche Idee, später zu sähen als sonst, da ich dachte, die Pflänzchen wachsen locker auch in kürzerer Zeit.  

Schwer habe ich mich getäuscht. So wie jedes Jahr, wollte ich, dieses Jahr musste ich sogar, die Pflanzen am 25. April in den Garten setzen, denn wir hatten einen Urlaub geplant und ich hatte niemanden, der meine Pflanzen zu Hause gießt, im Garten gibt es Tropfbewässerung. 

02.07.13

Mitbringsel aus dem Urlaub - Panzanella

Das ist eine Kapernblüte. Daneben sieht man Kapernknospen. Aus diesen Knospen werden Kapern, so wie wir sie in der Lake kaufen. Die Frucht die daraus entsteht ist die Kapernfrucht. Ich weiß das erst seit ich selbst eine Kapernpflanze hatte. Sie wäre ja sogar eine sehr schöne Zierpflanze, wenn sie die Winter in unseren Breitengraden aushalten würde. Das Abpflücken der Knospen muss händisch passieren und ist eine große Arbeit. Deshalb versteht man auch wieso gute Kapern teuer sind. Diese Pflanze wächst auf Elba, eine Insel welche zur Toscana gehört, wo wir zum Glück in Ferien waren und den kalten Tagen hier bei uns ausgewichen sind. Auf den Bergen hat es anscheinend zwei mal geschneit!
Wir haben die Wärme genossen, das schöne Meer und wie immer das Essen.
Die Verkäuferin des kleinen Lebensmittelladens auf unserem Campingplatz hat kein Problem mit übrigem Brot. Ich wollte eine schöne "pagnotta di pane", einen Brotlaib kaufen, in der Toscana ungesalzen, um Bruschette zu machen. Aber soviele Bruschette hätten wir nie geschafft, deshalb kam der gute Rat mit dem restlichen Brot "panzanella" zu zubereiten. Irgendwie hat es eine Ähnlichkeit mit Bruschette, überhaupt so wie sie es mir angesagt hat. Im Original wird das Brot ziemlich aufgeweicht und klein gezupft und sieht, mit Verlaub, eher wie Hühnerfutter aus. Ich habe es genau nach den Anweisungen der netten Verkäuferin gemacht und wir waren begeistert.

 Panzanella

Zutaten für 4 Personen:

  • 6 dicke Scheiben von einem altbackenen Weißbrotlaib (muss nicht unbedingt ungesalzen sein, aber wenn ihr eines bekommt ist das Gericht noch besser)
  • Olivenöl
  • 10 Sardellenfilets in Öl eingelegt (alici)
  • 8 grüne, nicht scharfe Peperoncini (peperoncini verdi, dolci)
  • 1 kleine Dose Thunfisch, in Olivenöl eingelegt (läuft bei uns als Delikatesse, weil ich aus umweltschützerischen Gründen nur sehr selten Thunfisch kaufe)
  •  1/2 rote Zwiebel (wer rohen Zwiebel gerne mag, kann auch eine ganze hineinschneiden)
  • 1 Salatgurke
  • 4 reife Strauchtomaten
  • reichlich frischen Basilikum
  • 2 EL Kapern in Essig eingelegt
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  1. Ich wasche die Peperoncini und schneide den Stiel samt den Kernen sogut wie möglich heraus und schneide sie in gröbere Stücke. 
  2. Ich schneide das Brot in grobe Würfel.
  3. Die Tomaten wasche ich und schneide auch diese in gröbere Würfel.
  4. Die Salatgurke und die Zwiebel schäle ich und schneide beides in Ringe.
  5. Ich erhitze meine Urlaubspfanne, aus starkem Email, welche schon seit vielen Jahren mit darf, weil sie für alles gut geht und unverwüstlich ist.
  6. Ich gebe Olivenöl in die Pfanne und röste die Peperoncini als erstes richtig schön an, salze und pfeffere sie, dann nehme ich sie heraus.
  7. Ich schütte noch reichlich Olivenöl ein und lasse die Brotwürfel darin rundum anbraten, bis das Brot schön knusprig ist und nehme auch das Brot aus der Pfanne.  
  8. Jetzt lege ich die Sardellenfilets ein und zerdrücke sie mit einer Gabel, dann füge ich das Brot wieder hinzu, rühre ständig alles unter, dann kommt der Rest: Tomatenwürfel, Peperoncini, Gurken-Zwiebelringe, klein gezupfter Basilikum, Thunfisch samt Öl und Kapern, ohne Essig.
  9. Mit Salz und Pfeffer würze ich noch nach.
Ein Traumessen für einen lauen Sommerabend. Ich musste sogar versprechen, dass es am Fotoabend wieder Panzanella gibt, zur Freude aller Beteiligten:)
Um ganz ehrlich zu sein, habe ich an diesem Gericht nicht alleine gearbeitet, alle waren beteiligt. Einfachhalber habe ich nur mich erwähnt. Hier deshalb einen großen Dank an alle Kochgehilfen. Zu mehreren macht es sowieso mehr Spaß.
Hier gibt es noch eine Panzanella, schon vor drei Jahren von Christina gepostet, an die ich mich noch erinnert habe.

31.05.12

Nord trifft auf Süd, Versuch einer Annäherung

Hier meine erste Ernte, stolz präsentiert mit Erde an den Händen, wie es sich für eine richtige Gärtnerin gehört. Die "Ratiglen" sind sofort in den Mündern gewandert, die Kornblüten werden getrocknet und kommen in den verschiedenen Teemischungen, gemeinsam mit anderen Blüten und Blättern, die ich im Laufe des Sommers sammle.


Die Vöglein sind anscheinend auch schon geschlüpft, wie man hier sieht. Es geht immer alles so schnell. Gerade ist es erst warm geworden und man bekommt vom ganzen Treiben nicht viel mit.
Zum Glück geht es nicht bei allem so. Denn dass viel frisches Gemüse aus dem Süden wieder angeboten wird, habe ich mitbekommen:)


Zum Beispiel Rote Rohnen, ganz frische Salatgurken, immer noch Fave, sprich Saubohnen und Spitzpaprika, die krachen, wenn man sie aneinander reibt. Und was macht man damit? Einen feinen Fast-Rohkost-Teller, denn die Saubohnen mußte ich doch blanchieren, mit südtiroler Speckknödeln.
Die frischen, eher kleinen, Rote Rohnen eignen sich hervorragend zum Raspeln im rohen Zustand, mit einer Rohkostreibe.
Wie man mit den Saubohnen umgeht habe ich hier beschrieben. Die Gurke habe ich auch geschält und in eher grobe Stifte geschnitten, den Peperoni in Streifen. Ich habe noch Kapern auf den Salat gestreut und mit ganz normalem Dressing, das heißt 1 Teil Essig, 2 Teile Olivenöl und Kräutersalz, angerichtet. Für die Optik darf man den Salat nicht anrühren, wir haben es probiert: die Gurken haben eine eher phosphorisierende Farbe angenommen!
Die Speckknödel mache ich schon seit vielen Jahren so.
Beim ersten Mal Wasser lassen nicht erschrecken. Von rohen Roten Rohnen färben sich nicht nur die Hände extrem rot!

Ebenfalls ein Versuch einer Annäherung in einem anderen Sinne, ist Francesca Melandri mit ihrem ersten Roman gelungen. Und zwar an ein etwas heikles Thema: Südtirol. Der Originaltitel heißt "Eva dorme". In diesem Buch wird die bewegende Geschichte Südtirol's in die Schicksale zweier Frauen verwoben, sehr schön geschrieben und bis zum Schluss spannend, auch für jemanden der die Geschichte Südtirols schon kennt. Melandri ist nicht Südtirolerin, was in diesem Fall meiner Meinung nach ein Vorteil ist, sie ist nämlich unvoreingenommen. Trotzdem und vielleicht auch deshalb hat Melandri sehr gut recherchiert und sicher mit vielen Südtirolern und Südtirolerinnen über dieses Thema gesprochen. Man erkennt viele Details, welche einem von älteren Leuten immer wieder erzählt werden, oder sogar selbst erlebt hat. Von allen, die es gelesen haben, auch der italienischer Sprachgruppe, aus meinem Bekanntenkreis, haben das selbe empfunden.
Ich habe für dieses Wochenende noch kein Buch, da alles was ich zu Hause habe, ausgelesen ist. Welches Buch kannst du mir empfehlen?

19.01.12

Etwas, was es früher nie gegeben hätte: Gnocchi di ricotta con cuori di carciofi

Die Artischocken-Zeit ist wieder da und somit einer meiner liebsten Jahreszeiten, wenn es nur ein bisschen wärmer wäre. Im chinesischen Sternzeichen muss ich Eidechse sein. Ich liebe die Wärme, speichere meine Energie im Sommer für den Rest des Jahres. Jetzt merke ich, dass meine Batterie  fast alle ist.
Ich habe erst als Erwachsene das erste Mal Artischocken gegessen. Ein so exotisches Gemüse gab es früher bei uns zu Hause nicht, vielleicht weil sie meiner Mutter völlig unbekannt waren, vielleicht weil wir zu viele waren, aber auch vielleicht weil es sie nicht zu kaufen gab. Eine größere Vielfalt an Lebensmittel, wie heute, hat es noch nie gegeben. Und trotzdem haben wir nicht schlecht gelebt, obwohl das Lebensmittel-Geschäft, in dem wir einkauften, nicht größer war als meine Küche und die ist nicht sehr groß.
Aber wir waren alle gut genährt, wie man auf diesem Bild sieht:

Auf diesem Foto fehlen noch zwei meiner jüngeren Geschwister, obwohl meine jüngste Schwester schon geboren war, aber wahrscheinlich war sie noch zu klein. Ich kann euch genau beschreiben, was hinter jedem Kopf von diesen Fünfen vorgeht:
Hinten links ist mein großer Bruder, der sich schon überlegt wie man das Gerät, mit dem die Aufnahme gemacht worden ist, in alle Einzelteile zerlegen könnte.
Neben ihm steht meine große, ernste Schwester. Sie muss als Vorbild fungieren. Wahrscheinlich steht unsere Mutter in der Ecke, in der sie hinschaut, um auf die Anweisungen zu achten, welche ihr gegeben werden.
Vorne links, das bin ich, ganz typisch für mich, mit den Händen in den Taschen. Ich denke mir: voll cool!
Daneben meine jüngere Schwester. Sie weiß nicht so recht was hier passiert und sucht sicher auch unsere Mutter, immer in der selben Ecke, oder denkt sich:"Wo ist das Vögelchen, von dem alle sprechen??"
Mein zweiter großer Bruder ist eher gelangweilt, er würde lieber was anderes machen und er weiß auch ganz genau was: der heißgeliebten Puppe seiner kleinen Schwester, die Schädeldecke zu kappen, um zu sehen, wie das mit den Schlafaugen funktioniert!!
Natürlich mußte man in einer neunköpfigen Familie auf vieles verzichten. Aber wir hatten so viel mehr, da war es nicht schlimm, dass es keine Artischocken gab.


So und jetzt zum heutigen Rezept:

Gnocchi di ricotta con carciofi auf gut deutsch Ricottagnocchi mit Artischockenherzen

Zutaten für 4 Personen:

  •  300 g Ricotta romana
  • 150 g Mehl
  • 2 Eigelbe
  • 20 g Parmesankäse, gerieben
  • 5 Artischocken, Mamme, wenn möglich 
  • eine handvoll entsteinte Oliven
  • 1 EL Kapern, in Essig gelegt
  • wenig frischen Thymian
  • ein Schuss Weisswein
  • bestes Olivenöl
  • Salz
  • frischen Pfeffer
  1. Ich setzt Wasser auf, bringe es zum Kochen und salze es.
  2. Ich streiche die Ricotta durch ein feines Sieb und mische das Mehl, die Eigelbe, den Parmesankäse und das Salz unter. Der Teig sollte ein wenig ruhen können.
  3. Ich teile den Teig in 6 Portionen und forme jede Portion in lange, schmale Stränge. Diese schneide ich in ca. 4 cm lange Rhomben und lasse sie sofort portionsweise, ins kochende Wasser gleiten.
  4. In einer beschichteten Pfanne erhitze ich Olivenöl, fische mit einer Schaumkelle die Gnocchi aus dem Wasser und röste sie bei moderater Hitze rundum goldgelb.
  5. Und hier kommt der Trick: inzwischen hat mir Norbert schon die Artischocken zugeputzt! Wie man das macht, kann man hier sehen.
  6. Ich schneide die Herzen in Spalten, erwärme in einer anderen Pfanne nochmals Olivenöl, und röste sie darin an. 
  7. Die Oliven schneide ich in grobe Stücke und streue sie, mit den abgetropften Kapern über die Artischocken. 
  8. Ich zupfe die Blättchen des Thymians (immer noch vom eigenen Anbau) in die Pfanne, gieße den Wein an und würze mit Salz und Pfeffer.
  9. Jetzt mische ich das Ganze mit den Gnocchi, träufle noch etwas Olivenöl darüber und fertig ist dieses, für mich als Kind gänzlich unbekanntes Zeugs, das ich nie und nimmer gegessen hätte.

07.12.11

Gefüllte Ofenkartoffeln

Zum Glück hat Kolumbus Amerika entdeckt, sonst würden wir die Kartoffel nicht kennen. Es ist eine Knolle, die alles mit sich machen läßt. Man kann sie rustikal zubereiten, so wie ich heute, und dann kann sie auch sehr elegant daher kommen, wie bei Heike.
Meine Liebe habe ich ihr schon erklärt, wegen ihrer Vielfältigkeit und ihrem Geschmack. Ich unterscheide prinzipiell nur zwischen speckigen und mehligen Kartoffeln, wobei es sehr viele Sorten gibt, wie ihr hier sehen könnt.
Heute habe ich ein kleines, feines Essen für euch, mit Kartoffeln.
Ich wasche speckige Kartoffeln, nein ich reibe sie gründlich ab und koche sie mit Schale, über Dampf, im Schnellkochtopf, 8 Minuten und lasse das Ventil alleine herunter gehen. Wenn ich sie schnell abdampfen würde, d.h. kaltes Wasser über den Deckel laufen lassen würde, dann würden die Kartoffeln im Topf platzen, da die Schale dem schnellen Druckabfall nicht standhalten würde. Ich lasse die Kartoffeln etwas abkühlen und höhle sie mit einem Teelöffel aus, hacke das Ausgehölte mit dem Fincut klein und mische es mit verschiedenen Käseresten, in Würfel geschnitten, mit Kapern, entsteinten Oliven, ein wenig kleingehackt, etwas Olivenöl und alles was einem in diesem Zusammenhang einfällt. Das könnten getrocknete Tomaten sein, oder eingelegte Artischockenherzen, geschälte und gegrillte Peperonistreifen.....alles klein geschnitten.
Ich würze kräftig mit Salz und Pfeffer, sonst werden Kartoffeln gerne "lob", wie wir Südtiroler sagen, wenn etwas fade schmeckt. Dann verteile ich die Kartoffeln auf einem Backblech oder in eine feuerfeste Form, je nach dem wieviele ich mache und schiebe sie für 20-25 Minuten, in den auf 200° vorgeheizten Backofen.
Zum Schluss streue ich noch den letzten geernteten Schnittlauch, in Röllchen geschnitten, darüber, mehr als Deko, als für den Geschmack.
Ich habe 2 Kartoffeln pro Kopf zubereitet, also 4 Hälften. Nächstes Mal mache ich mehr. Wenn etwas übrig bleibt, kann man sie ja auch gut wärmen.

05.11.11

Träume sind Schäume und "Coniglio alla ligure", ein ligurisches Kaninchen


Neulich habe ich geträumt ich würde eine Lasagne kochen. Gerade wie ich die Nudelblätter in das kochende Wasser gleiten lasse, schrillt der Wecker. Mein erster Gedanke war: ich kann jetzt unmöglich aufstehen, sonst verkochen meine Nudeln. Ich habe sie dann noch brav vom Wasser heraus geholt. Der Wecker, dem ich das erste Mal keine Beachtung schenkte, hatte aber keine Gnade, zum Glück, sonst hätte ich doch noch die komplette Lasagne zubereitet. Und wer hätte die Kinder in die Schule geschickt und das Geschäft aufgesperrt? Ja und mein Göttergatte? Mein Mann steht auf, wenn ich auf stehe, der hört meistens den Wecker gar nicht, da könnt ich ein 3gängiges Menü kochen:)) Aber als ich dann die Augen öffnete, war leider weit und breit keine Lasagne zu sehen. Zum Glück hat man soviele Fotos, von sovielen nicht veröffentlichten Speisen auch von so manch einer Lasagne, sozusagen Jahreszeiten-Lasagne.  Die einzige von mir ins Netz gestellte ist die hier. Rezepte gibt es wie Sand am Meer, deshalb beglücke ich euch heute nicht mit einer von den vielen oben abgebildeten.
Ich habe heute etwas anderes für euch. Wie der Name schon verrät kommt das Rezept aus Ligurien. Mit Oliven, Pinoli, vielen Kräutern und gutem Olivenöl könnte das auch nicht anders sein. Denkt man an den Pesto Genovese, hat man fast ähnliche Zutaten und der kommt aus der selben Ecke. Momentan haben sie nichts zu Lachen, die armen Leute, mit dem Wetter das verrückt spielt.

Coniglio alla ligure

Zutaten für 4 Personen:
  •  1,2 kg Kaninchenfleisch, in Stücke zerhackt
  • wenig frischen Salbei
  • frischen Majoran und Thymian
  • 2 Knoblauchzehen
  • ein Glas Weißwein
  • 30 g schwarze Oliven
  • 20 g in Salz geklegte Kapern
  • 20 g Pinoli (Pinienkerne)
  • bestes Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  1. Ich wasche das Fleisch und trockne es mit Küchenkrepp. Gesalzen wird erst später.
  2. Ich wasche und trockne alle Kräuter, ziehe sie von den harten Stängeln, hacke sie mit dem geschälten Knoblauch fein und mische sie mit wenig Salz und Pfeffer (trito aromatico=aromatisches Kleingehacktes), ergibt fast so was ähnliches wie bei Petra
  3. Ich heize den Backofen auf 200° Heißluft vor.
  4. Ich erhitze meinen Bräter, den Vitalis, wie könnt es anders sein, und brate das Fleisch rundum in reichlich Olivenöl, bis es von allen Seiten schön gebräunt ist.
  5. Jetzt erst salze und pfeffere ich, streue auch den trito aromatico darüber und lösche mit dem Weißwein ab. 
  6. Ich lasse den Wein verdampfen, gebe den Deckel darauf und schiebe den Bräter für 40 Minuten in den Backofen.
  7. Während dieser Zeit, rühre ich öfters um und übergieße das Fleisch mit dem entstandenen Saft.
  8. Inzwischen spüle ich die Kapern und befreie sie gänzlich vom Salz. Ich röste die Pinoli in einer kleinen Pfanne ohne Öl und stelle sie bereit.
  9. Die Oliven entkerne ich und hacke sie grob.
  10. Nach 40 Minuten nehme ich den Deckel ab, mische Kapern, Pinoli und Oliven darunter und lasse alles nochmals, diesmal ohne Deckel, für 10 Minuten schmoren.
So sah das Gericht fertig aus, mit Ofenkartoffeln als Beilage

Viele Südtiroler  verwechseln das Wort "pinolo" häufig mit dem Wort "pignolo". Es wird fast identisch ausgesprochen, hat aber eine andere Bedeutung. "Pinolo" ist ein Pinienkern, viele Kerne heißen "pinoli", "pignolo" ist hingegen ein Pedant, schon eher eine Nervensäge. Eine Nervensäge hat halt einfach nichts in der Küche verloren, finde ich:)

17.08.10

Calamari ripieni, gefüllte Tintenfische


Es hat am Fischstand Calamari gegeben, was nicht so oft vorkommt. Norbert und ich sind momentan verwaist. Ich wäre mir auch nicht sicher, ob die Kinder dieses Gericht mögen würden?? Für uns die richtige Gelegenheit etwas zu kochen, was wir lange schon nicht mehr gegessen haben.
Mit diesem Tintenfisch habe ich schon den dritten auf meiner Seite. Es wäre schwer zu leugnen, dass uns Tintenfisch schmeckt. Tintenfische gibt es viele, von ganz klein, die Moscardini, bis zum großen, dem Polypen.

Dieser heute ist ein wenig anderes gebaut und bedarf einer speziellen Vorbereitung. Wir, d.h. ich beim Putzen und Norbert beim Fotografieren, haben uns bemüht alles Wichtige festzuhalten.



Auf diesem Foto sieht man zwei Exemplare, einer mit den langen Fangarmen, dem anderen haben sie diese schon abgeschnitten. Gleich ober den Armen sieht man die zwei großen Augen, hinten den langen Körper. Der hintere liegt mit dem "Bauch" nach oben, der andere zeigt uns seine kalte Schulter. Ich erkenne das an der Farbe, vorne ist er dunkler als hinten.



Ich ziehe als erstes den Kopf aus dem Körper heraus, das geht ganz leicht. Ich schneide mit einem scharfen Messer die Arme ab und drücke den spitzen Teil vom Schnabel in der Mitte heraus. Den Kopf bewahre ich auf. Mit einem langen Löffel putze ich den Körper vollständig aus.


Auf der vorderen Seite steckt ein eigenartiges Schwert, das seinem Körper halt gibt, welches er aber nicht mehr braucht und ich auch nicht. Ich ziehe es einfach heraus. Es sieht fast wie ein Eiszapfen aus, fühlt sich aber wie Plastik an. Jetzt muss ich ihn noch enthäuten. Ich löse mit dem Fingernagel die Haut ganz leicht an der Öffnung, fasse sie und ziehe sie ab.

Ich wasche die Calamari gründlich und beginne mit der Fülle und der Sauce.

Dazu benötige ich folgende Zutaten:
  • 160 g Thunfisch aus der Dose mit Olivenöl (man kann auch anderes frisches Fischfleisch verwenden und dazu noch 2 EL Olivenöl)
  • die Tentakel vom Tintenfisch
  • 3 EL Brotbrösel
  • 3 TL Kapern, in Essig gelegt
  • etwas Zitronenabrieb einer Bio-Zitrone
  • Petersilie, gehackt
  • Salz
  • Pfeffer
Für die Sauce:
  • die Köpfe vom Tintenfisch, ohne den Innereien, welche daranhängen
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 reife Tomaten
  • 1/8 l Weißwein
  • Petersilie, gehackt
  • Salz
  • Pfeffer
Ich wasche die Arme und schneide sie in kleine Stückchen. Ich erwärme Ölivenöl in einer kleinen Pfanne, gebe die Stücke dazu und lasse sie höchstens 10 Minuten kochen.
Ich mische den Thunfisch mit den Brotbröseln, den gedünsteten Tentakeln, den Kapern, der Petersilie, dem Zitronenabrieb, dem Salz und dem Pfeffer solange bis es eine geschmeidige Masse wird.
Für die Sauce schäle ich die Tomaten, entkerne sie, schneide sie in Würfel dünste sie im gebrauchten Töpfchen, das schon auf dem Herd steht, mit den Tintenfischköpfen, in etwas Olivenöl an.
Ich gieße den Weißwein auf, lasse diesen ein wenig verdampfen und gieße danach noch ein wenig Wasser dazu. Ohne Deckel lasse ich die Sauce leicht kochen, muss natürlich noch salzen und pfeffern.



Die Thunfischmasse fülle ich jetzt mit einem langen Löffel in die Bäuche der Calamari und schließe diese mit einem Schaschlikspieß.



Ich erhitze die beschichtete Grillpfanne, pinsle sie mit Olivenöl ein und grille die Tintenfische in unterschiedlicher Zeit. Der kleinere ist in 10 Minuten fertig, der größere braucht noch 5 Minuten länger. Man sieht am Besten am Rand von der Öffnung, ob er durch ist oder nicht. Wenn der Rand ganz weiß ist, ist er gar. Tintenfische sollten nicht zu lange gebraten werden, denn sie werden dann gerne zäh.



Unsere waren butterweich. Serviert habe ich dazu etwas grünes Gemüse und die Sauce, aus der ich nur die Köpfe entfernt habe. Ein wahrlich fürstliches Essen. Ich hoffe irgendwann einmal, mögen das auch unsere Kids, damit ich nicht wieder solange warten muss um es zu kochen.

21.02.10

Rindsrouladen auf italienisch - involtini di manzo

Ich bin ja nicht so der Fleisch-Typ. Aber schon für meine Familie koche ich einmal in der Woche Fleisch. Dann eher etwas kleines feines, wie das Rezept hier mit Rindfleisch. Zu Feiertagen gibt es dann die großen Stücke, wenn wir zu vielen sind, um sie auf zu essen. Wie ihr schon bemerkt habt, bin ich ein Schnellkochtopf-Fan. Im Film "Frühstück bei Tiffany" explodiert Holly (gespielt von der traumhaften Audrey Hepburn) ein Schnellkochtopf und der Reis klebt an allen Wänden. Darauf hin hätte ich mir nie einen anschaffen dürfen. Aber da Kochen mit dem Schnellkochtopf bei unseren beiden Familien total Tradition ist, habe ich mich überwunden... Nein, jetzt ehrlich: ich habe nie großen Respekt vor diesem Topf gehabt. Das ist wie bei einem anderen Gerät. Wenn ich nicht richtig mit dem Haarföhn umgehe, kann ich mir auch die Haare verbrennen. Aber am Föhn zweifelt niemand.

Der Schnellkochtopf ist das ideale Gerät für jemanden wie mich. Ich komme spät von der Arbeit und möchte noch soooo viele gute Dinge kochen. Da kannst du Rindsrouladen vergessen. Mit dem Supertopf reduziere ich die Kochzeiten um 70%. Das stimmt und ist nicht nur Zeit, sondern auch Geld.

O.k. ich koche jetzt Rindsrouladen mit dem Schnellkochtopf, danach ohne. Voraus zu schicken ist, dass ich regelmäßig später nach Hause komme, als ich möchte ca. um 12.30 Uhr.

Für die Rouladen brauche ich:
  • 4 große Rindsschnitzel oder 8 kleine

  • 8 Scheiben Bauchspeck

  • 8 TL Kapern, in Essig eingelegt

  • 1 Karotte

  • Salz

  • Pfeffer, frisch gemahlen

  • 30 g Butter

  • 2 TL Mehl

  • Öl
  1. Ich nehme die Rindschnitzel und klopfe sie flach. Idealerweise mit so einem Gerät, welches Patscher genannt wird, sonst mit einem einfachen Fleischklopfer (aber mit dem sachte umgehen, es soll nicht Faschiertes werden). Wenn es große Schnitzel sind, teile ich sie und würze sie innen und außen mit Salz und Pfeffer. Normalerweise salze ich Fleisch immer nach dem Braten, weil es sonst Wasser ziehen würde. Beim Braten würde es fürchterlich spritzen und das Fleisch soll seinen Saft ja behalten, sonst wird es trocken. Aber hier komme ich nachher nicht mehr dran.

  2. Die Karotte schäle ich und schneide sie in feine Streifen.

  3. Die Karottenstreifen und je ein Teelöffelchen Kapern pro Schnitzel verteile ich auf dem Fleisch und wickle Rouladen.

  4. Ich hab's von Robert ab geschaut und wickle Speckstreifen um das Fleisch. Das hält sie gut zusammen (ich hätte mir diese kleinen Zangen auf dem Bild sparen können) und gibt dem Gericht einen guten Geschmack.


  5. Ich erhitze den Schnellkochtopf und gebe dann erst Öl hinein, verteile es mit dem Silikonpinsel und brate die Rouladen bei mittlerer Hitze rundum an.

  6. Ich nehme das Fleisch heraus, schmelze die Butter im Topf , rühre das Mehl unter die Butter und lasse es bräunen. Dann gieße ich mit Wasser auf und rühre kräftig mit einem Schneebesen, dass keine Klumpen bleiben. Wer einen Saucenfond hat, verwendet natürlich den. Die Sauce muss so dick oder dünn sein wie ihr sie essen wollt. Sie verändert sich im Laufe der Kochzeit nicht mehr, da der Deckel immer geschlossen bleibt. Mit dem nachträgliche Eindicken mit einem so genannten "Teigl" kann ich nichts anfangen. Es verändert Geschmack und Aussehen der Sauce nur auf negative Weise.

  7. Jetzt nur mehr salzen und pfeffern und die Rouladen wieder in die Sauce legen.

  8. Schnellkochtopf schließen und warten bis der 2 Ring des Ventils sichtbar wird. Ab dem Moment 10 Minuten unter Druck lassen.

  9. Nach dieser Zeit stelle ich den Topf ins Waschbecken, lasse kaltes Wasser über 1/4 vom Deckel fließen, das Ventil geht sofort herunter und ich kann den Deckel öffnen. Fertig ist mein Hauptgericht. Wir essen zur gewohnten Zeit, die hungrige Meute konnte bezähmt werden.
Wenn ich sie ohne Schnellkochtopf koche, mache ich alles ganz gleich, nur muss ich sie mindestens 1 Stunde schmoren lassen, die hungrigen Kinder werden unausstehlich und wir essen viiiel zu spät. Die Folge wäre: ich koche nie mehr Rindsrouladen.


Dazu hat es Ofenkartoffeln (war in Norbert's Aufgaben-Bereich) mit frischem Rosmarin fein gehackt und erst ganz zum Schluss darübergestreut, gegeben und gedämpften Romanesco, nur gesalzen und gepfeffert mit einem Strahl Olivenöl darüber.
Und ab heute gibt es einen eigenen Hinweis, ob ein Gericht mit dem Schnellkochtopf gekocht wurde, damit ihr wenn's mal schnell gehen soll, auf diese zurückgreifen könnt.

17.09.09

Melanzaneröllchen

Wenn man so durch verschiedene Foot-Blogs im Internet zieht, kommt einem schon so allerhand unter. Manches ist krass, vieles ist verrückt, manche, wenige sind brauchbar. Ich rede jetzt immer nur als Hausfrau. Damit die Rezepte auch umsetzbar sind, müssen sie relativ einfach sein. Wenn da jemand über ein Nudelgericht erzählt, für das er 8-10 Stunden Arbeit aufwendet, dann ist das Fanatismus. Und ich habe immer gedacht ich sei es!!
Eine Internetseite möchte ich Euch doch vorstellen. Sie ist schön anzuschauen, interessante Beiträge, aber leider nur auf Englisch. Hier der Link dazu http://www.deliciousdays.com/.
Es gibt auch ein Kochbuch mit demselben Namen und das ist in deutscher Sprache herausgekommen.
Die Münchnerin schreibt fast einen Roman, der nett zu lesen ist. Die Rezepte sind relativ einfach, aber gut. Nicht alles was sie kocht ist für unsere Breitengrade. Aber in jedem Kochbuch gibt es etwas, was einem nicht animiert. Das Meiste ist aber wirklich zu empfehlen.
Aber ich habe für Euch natürlich auch ein Rezept, welches, wie ich hoffe, sofort nachgekocht wird.
Essen für jeden Tag! Bei uns gibt es noch keine Kantine oder Mensa. Ich koche zwei mal am Tag.
Abends nur was Kleines. Aber man braucht Ideen und die möchte ich Euch liefern.













Zutaten für 4 Personen:

  • 2 große Melanzane (Auberginen)
  • 4 sehr dünne Rindsschnitzel
  • 80 g Pecorino, gerieben
  • 4 TL Kapern, in Essig gelegt
  • 200 g Tomatensugo, passiert
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Olivenöl
  1. Die Melanzane waschen und in nicht zu dicke Scheiben schneiden. Das mache ich mit einem Hobel, bei dem ich die Dicke der Scheibe wählen kann. So werden alle Scheiben gleich dick.
  2. Die Scheiben in einer Grillpfanne oder einer beschichteten Pfanne mit etwas Olivenöl von beiden Seiten braten, dass sie Farbe annehmen. Erst nach dem Grillen salzen, sonst würden sie Wasser ziehen und das möchte ich bei dieser Zubereitung nicht.
  3. Backofen auf 200° Heißluft vorheizen.
  4. Zwei Melanzanescheiben überlappend nebeneinander legen. Das Rindsschnitzel salzen und pfeffern und auf die Melanzanescheiben legen.
  5. Auf dem Fleisch zwei Esslöffel Pecorino und 1 Teelöffel Kapern verteilen.
  6. Die Melanzanescheiben aufrollen und darauf achten, dass die Fülle eng eingewickelt wird.
  7. In eine feuerfeste Form geben und den Tomatensugo zwischen die Röllchen verteilen. Diesen etwas salzen.
  8. Im Ofen 20-25 Minuten backen, je nach dem, ob man das Fleisch ganz durch haben will, oder nicht.
Dazu passt Reis, den ich immer im Schnellkochtopf zubereite, und im Rezept "Risotto mit Gorgonzola und Birnen" beschreibe, natürlich ohne Gorgonzola und Birnen.
Mir läuft das Wasser im Mund zusammen, während dem Schreiben. Und es ist erst 9.30 Uhr am Vormittag. Ich dürfte noch keinen Hunger verspüren, nach dem ausgiebigen Frühstück. Dieses Rezept müsst Ihr unbedingt ausprobieren!!

20.07.09

Kalte, mediterrane Nudeln


Solche Rezepte mag ich gerne. Man kann die Fülle des sommerlichen Angebots so richtig auskosten. Falls man das Glück hat, und frische Kräuter zur Verfügung stehen, kann man jeden Salat oder auch jedes Nudelgericht mit den verschiedensten Kräutern "aufpeppen".




Ein frisch geernteter Melanzane ist ein wunderschönes Gemüse: fest im Fleisch und eine Farbe, fast wie ein Juwel.






Origano blüht zur Zeit. Wenn er in Blüte steht, hat er sein bestes Aroma. Ich schneide diese kleinen rosa oder weißen Blüten mit auf und sie kommen als kleiner Farbtupfer im Gericht schön zur Geltung.



















Zutaten für 4 Personen:
  • 300 g Nudeln, mit einer großen Oberfläche, nicht mit Loch

  • ca. 1/2 kg Melanzane

  • 200 g Scamorza oder ein anderer weicher Käse, der einem schmeckt

  • 1/2 TL frischer Origano

  • 1 EL Kapern, in Essig eingelegt

  • 10 schwarze Oliven

  • 300 g Cocktailtomaten

  • Öl zum Frittieren

  • Olivenöl

  • Salz

  • wer mag, noch ein paar frische Basilikumblätter


  1. Reichlich Wasser zum Kochen bringen, dann erst salzen. Nudel nach Packungsanweisung kochen und abseihen. Etwas mit kaltem Wasser abbrausen, damit sie nicht kleben und abkühlen lassen.

  2. Melanzane waschen, Stielansatz abschneiden und in kleine Würfel schneiden. In einer beschichteten Pfanne Öl erhitzen und die, mit einem Küchenpapier getrockneten Würfel darin frittieren, bis sie goldgelb sind.

  3. Ein Standsieb mit Küchenpapier auslegen. Die Melanzanewürfel mit einem Schaumlöffel aus dem heißen Öl nehmen und auf dem Küchenpapier verteilen. Abkühlen lassen, dann salzen.

  4. Käse in Würfel schneiden. Origano, wenn nötig, waschen, trocknen, von den groben Stängeln befreien und fein hacken.

  5. Cocktailtomaten ebenfalls waschen und vierteln.

  6. Oliven entsteinen, indem man sie längs aufschneidet, dann mit dem Messerrücken auf diesen Schlitz drückt, bis der Olivenkern zum Vorschein kommt, dann in Scheiben schneiden.

  7. Nudeln in eine große Schüssel geben. Alle vorbereiteten Zutaten, Kapern ohne Essig, etwas Olivenöl und Salz mit den Nudeln mischen. Etwas ziehen lassen. Auf keinem Fall kühl stellen. Sie schmecken bei Raumtemperatur am Besten.

Man kann noch mit ein paar frischen Basilikumblätter dekorieren. Kräuter lassen sich in Blumentöpfen sehr gut ziehen. Auf dem Balkon oder auf der Fensterbank und man hat, außer ein paar Monate im Winter, immer frische zur Verfügung.

Warum salzt man das Wasser erst wenn es kocht? Ungesalzenes Wasser kocht bekanntlich bei 100°, gesalzenes Wasser erst bei 108°. Also braucht das Wasser länger bis es kocht. Außerdem löst sich im kalten Wasser das Salz nicht leicht auf und es bleibt am Topfboden liegen. Rostfreier Stahl rostet deshalb nicht, aber es bleiben unschöne weiße Flecken, die man ganz schwer weg bekommt.