Hier meine erste Ernte, stolz präsentiert mit Erde an den Händen, wie es sich für eine richtige Gärtnerin gehört. Die "Ratiglen" sind sofort in den Mündern gewandert, die Kornblüten werden getrocknet und kommen in den verschiedenen Teemischungen, gemeinsam mit anderen Blüten und Blättern, die ich im Laufe des Sommers sammle.
Die Vöglein sind anscheinend auch schon geschlüpft, wie man hier sieht. Es geht immer alles so schnell. Gerade ist es erst warm geworden und man bekommt vom ganzen Treiben nicht viel mit.
Zum Glück geht es nicht bei allem so. Denn dass viel frisches Gemüse aus dem Süden wieder angeboten wird, habe ich mitbekommen:)
Zum Beispiel Rote Rohnen, ganz frische Salatgurken, immer noch Fave, sprich Saubohnen und Spitzpaprika, die krachen, wenn man sie aneinander reibt. Und was macht man damit? Einen feinen Fast-Rohkost-Teller, denn die Saubohnen mußte ich doch blanchieren, mit südtiroler Speckknödeln.
Die frischen, eher kleinen, Rote Rohnen eignen sich hervorragend zum Raspeln im rohen Zustand, mit einer Rohkostreibe.
Wie man mit den Saubohnen umgeht habe ich
hier beschrieben. Die Gurke habe ich auch geschält und in eher grobe Stifte geschnitten, den Peperoni in Streifen. Ich habe noch Kapern auf den Salat gestreut und mit ganz normalem Dressing, das heißt 1 Teil Essig, 2 Teile Olivenöl und Kräutersalz, angerichtet. Für die Optik darf man den Salat nicht anrühren, wir haben es probiert: die Gurken haben eine eher phosphorisierende Farbe angenommen!
Die Speckknödel mache ich schon seit vielen Jahren
so.
Beim ersten Mal Wasser lassen nicht erschrecken. Von rohen Roten Rohnen färben sich nicht nur die Hände extrem rot!

Ebenfalls ein Versuch einer Annäherung in einem anderen Sinne, ist Francesca Melandri mit ihrem ersten Roman gelungen. Und zwar an ein etwas heikles Thema: Südtirol. Der Originaltitel heißt "Eva dorme". In diesem Buch wird die bewegende Geschichte Südtirol's in die Schicksale zweier Frauen verwoben, sehr schön geschrieben und bis zum Schluss spannend, auch für jemanden der die Geschichte Südtirols schon kennt. Melandri ist nicht Südtirolerin, was in diesem Fall meiner Meinung nach ein Vorteil ist, sie ist nämlich unvoreingenommen. Trotzdem und vielleicht auch deshalb hat Melandri sehr gut recherchiert und sicher mit vielen Südtirolern und Südtirolerinnen über dieses Thema gesprochen. Man erkennt viele Details, welche einem von älteren Leuten immer wieder erzählt werden, oder sogar selbst erlebt hat. Von allen, die es gelesen haben, auch der italienischer Sprachgruppe, aus meinem Bekanntenkreis, haben das selbe empfunden.
Ich habe für dieses Wochenende noch kein Buch, da alles was ich zu Hause habe, ausgelesen ist. Welches Buch kannst du mir empfehlen?