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02.04.20

Toskanischer Brotsalat

Man beschäftigt sich momentan mit Dingen, die man unter normalen Umständen nicht unbedingt tut. Wir haben zum Beispiel unseren Diaprojektor hervorgekramt und schauen uns Dias von vergangenen Ferien mit den Kindern, wie sie noch klein waren, an. Ein große Freude!

Ferien sind etwas schönes, etwas was wir uns zur Zeit wünschen, uns danach sehnen. Damit wir in Gedanken ein bisschen abschweifen, versuchen wir die Speisen so bunt wie möglich zu gestalten, aus verschiedenen Regionen und Ländern. Schon das alleine ist eine kleine Reise, in Gedanken und im Geschmack.

30.08.17

Solangs noch heiß ist - Röstkartoffel-Salat

Man könnte denken Kartoffelsalat ist Kartoffelsalat. Das ist mit nichten so. Jeder hat seinen Favoriten. Ich könnte euch wahrscheinlich eine ganze Liste von Kartoffelsalaten zusammenstellen. Hier einige, die ich vom Fleck weg essen würde: lamiacucina, kochfrosch und von Mama Petra chiliundciabatta.

Ich habe aber einen für euch gefunden, von dem ich sagen kann, dass er mir geschmacklich und optisch momentan am besten gefällt und zwar der von Janke. Es ist eine komplette Mahlzeit, man muss nur genug davon zubereiten.


11.05.15

Altes mit Neuem aufgepeppt - Frühlingssalat

















So überraschte uns gestern Abend unser Sohnemann zu unserem selbsternannten "Elterntag". Mit seiner Schwester, in Oslo über Skype, mit seiner Oma im unteren Stock als Beraterinnen, kochte er uns ein perfektes Abendessen mit Spargeln mit Boznersauce, Salzkartoffeln und Beinschinken und als Nachspeise Haselnuss-Halbgefrorenes. Und ich dachte er kann nicht kochen!!

So entlasse ich ihn leichteren Herzens im Herbst, wenn es wahrscheinlich nach Wien zum Studium geht.

Ich hingegen habe mich für einen Rohkost-Teller entschieden. Es heißt die Roten Rohnen vom Vorjahr aufzubrauchen.

Es gibt ja schon allerhand Frisches, mit dem man das Alte aufpeppen kann. Deshalb traue ich mich diesen Salat als Frühlingssalat zu bezeichnen.

Frühlingssalat

Zutaten für 2 Personen:
  • 1 rohe Rote Rohne (Rote Bete)
  • 1 kleiner Lauch
  • 1/2 Salatgurke
  • 1/2 Bund Radieschen
  • in Öl eingelegte Carciofiherzen
  • Kresse
  • Kräutersalz
  • Pfeffer
  • Apfelessig
  • Olivenöl
  1. Ich schäle die Rote Rohne und rasple sie mit der Rohkostreibe in zwei Teller.
  2. Den Lauch wasche ich, schäle das Innere heraus und schneide dieses in Ringe. Diese kommen über die Rote Rohne.
  3. Die Gurke schäle ich, hoble sie mit dem Hobel über den Salat in grobe Stifte.
  4. Radieschen werden gewaschen, das Grünzeug schneiden ich weg, und stiftle sie ebenfalls, aber diesmal fein.
  5. Dann verfeinere ich den Salat noch mit frisch "gemähter" Kesse und in Öl eingelegten Carciofiherzen.
  6. Für das Dressing mische ich einen gestrichenen Teelöffel Kräutersalz mit 1 Esslöffel Apfelessig, 2 Esslöffel Olivenöl und wenig Pfeffer. Dieses träufle ich über die zwei Teller.
  

Jetzt wo es warm wird, gehören Salate zu unseren absoluten Favoriten.

14.07.14

Minz-Jogurt mit Quinoa-Salat nach Anne-Sophie Pic

Anne-Sophie Pic geistert schon seit längerem im Netz herum und hat es auch mir ein wenig angetan.

Obwohl ich Gourmetküche eher meide. Sie eignet sich nicht für das tägliche Mittagessen, geschweige für eine größere Familie. Da bin ich viel zu praktisch veranlagt, als dass ich mich dafür groß begeistern könnte.

Ins Restaurant gehen wir so selten, dass ich es das ganze Jahr leicht an einer Hand abzählen kann. Das ganze Tam-Tam drumherum macht mich eher nervös, als dass ich es genießen könnte.

Hingegen die einfachsten Trattorie, in denen einfache Gerichte mit Liebe hergestellt werden, ziehen mich an wie ein Magnet.


Aber da Quinoa schon seit langem bei uns zum normalen Alltagsessen gehört und Jogurt auch schon seit vielen Jahren selbst gemacht wird, hat mich dieses Gericht interessiert.

Ihr glaubt ich kann französisch?? Weit gefehlt, schön wäre es. Ich habe mich mit Übersetzern im Netz durchgewurstelt und mich auf meine Erfahrungen gestützt und es hat funktioniert.


Minz-Jogurt mit Quinoa-Salat

Zutaten für 6 Personen (es geht sich besser aus, sonst werden die Mengen zu klein)

  • 1/2 l Vollmilch (wir nehmen immer biologische)
  • 2 EL mildes Bio-Naturjogurt
  • 3 Zweige Minze
  • 20 g Butter
  • 90 g Quinoa
  • 120 g Wasser
  • 6 Radieschen
  • 1/2 Salatgurke
  • 10 Minzblätter, in feine streifen geschnitten
  • Salz
  • 1 EL weißer Balsamico-Essig
  • 3 EL Olivenöl
  1. Ich koche die Milch auf.
  2. Ich wasche die Minzzweige, schneide sie kleiner und gebe sie in die heiße Milch.
  3. Ich lasse die Minzblätter ca. 20 Minuten darin ziehen, die Milch sollte inzwischen auf 42°C abkühlen. Seid hier genau, dann habt ihr den gewünschten Erfolg.
  4. Ich siebe die Milch ab und vermische sie sehr gut mit dem Naturjogurt, dann verteile ich sie auf 6 hohe Gläser.
  5. Ich decke die Gläser mit Klarsichtfolie ab und stelle sie mithilfe eine kleinen Tabletts in die Mitte des Backofens und schalte nur die Beleutung ein. Die zwei Lämpchen produzieren soviel Wärme, dass das Jogurt in 8 Stunden reifen kann.
  6. Danach stelle ich die Gläser in den Kühlschrank. Dort reift das Jogurt nach. 
  7. Ich bringe die kleine Menge Wasser zum Kochen, salze es und rühre sofort den Quinoa ein. Dann lasse ich ihn 15 Minuten mit geschlossenem Deckel, ganz leicht köcheln, rühre ab und zu um, danach schütte ich ihn in eine Schüssel und lasse ihn völlig abkühlen.
  8. Die Butter zerlasse ich und lasse sie leicht braun werden, dann mische ich sie unter den Quinoa.
  9. Die Radieschen wasche ich und hoble sie in feine Scheiben.
  10. Die Gurke schäle ich und schneide sie in mundgerechte Stücke.
  11. Ich mische Quinoa, Radieschen, Gurke und kleingeschnittene Minzblätter und würze den Salat mit Salz, Balsamico-Essig und Olivenöl.
  12. Ich verteile den Quinoa-Salat auf die Gläser und dekoriere eventuell noch mit Minzblätter. 
Wie schon gesagt ist auch dies eine kleine, feine Vorspeise, aber nichts für den Hunger, eben Gourmetküche:)

02.07.13

Mitbringsel aus dem Urlaub - Panzanella

Das ist eine Kapernblüte. Daneben sieht man Kapernknospen. Aus diesen Knospen werden Kapern, so wie wir sie in der Lake kaufen. Die Frucht die daraus entsteht ist die Kapernfrucht. Ich weiß das erst seit ich selbst eine Kapernpflanze hatte. Sie wäre ja sogar eine sehr schöne Zierpflanze, wenn sie die Winter in unseren Breitengraden aushalten würde. Das Abpflücken der Knospen muss händisch passieren und ist eine große Arbeit. Deshalb versteht man auch wieso gute Kapern teuer sind. Diese Pflanze wächst auf Elba, eine Insel welche zur Toscana gehört, wo wir zum Glück in Ferien waren und den kalten Tagen hier bei uns ausgewichen sind. Auf den Bergen hat es anscheinend zwei mal geschneit!
Wir haben die Wärme genossen, das schöne Meer und wie immer das Essen.
Die Verkäuferin des kleinen Lebensmittelladens auf unserem Campingplatz hat kein Problem mit übrigem Brot. Ich wollte eine schöne "pagnotta di pane", einen Brotlaib kaufen, in der Toscana ungesalzen, um Bruschette zu machen. Aber soviele Bruschette hätten wir nie geschafft, deshalb kam der gute Rat mit dem restlichen Brot "panzanella" zu zubereiten. Irgendwie hat es eine Ähnlichkeit mit Bruschette, überhaupt so wie sie es mir angesagt hat. Im Original wird das Brot ziemlich aufgeweicht und klein gezupft und sieht, mit Verlaub, eher wie Hühnerfutter aus. Ich habe es genau nach den Anweisungen der netten Verkäuferin gemacht und wir waren begeistert.

 Panzanella

Zutaten für 4 Personen:

  • 6 dicke Scheiben von einem altbackenen Weißbrotlaib (muss nicht unbedingt ungesalzen sein, aber wenn ihr eines bekommt ist das Gericht noch besser)
  • Olivenöl
  • 10 Sardellenfilets in Öl eingelegt (alici)
  • 8 grüne, nicht scharfe Peperoncini (peperoncini verdi, dolci)
  • 1 kleine Dose Thunfisch, in Olivenöl eingelegt (läuft bei uns als Delikatesse, weil ich aus umweltschützerischen Gründen nur sehr selten Thunfisch kaufe)
  •  1/2 rote Zwiebel (wer rohen Zwiebel gerne mag, kann auch eine ganze hineinschneiden)
  • 1 Salatgurke
  • 4 reife Strauchtomaten
  • reichlich frischen Basilikum
  • 2 EL Kapern in Essig eingelegt
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  1. Ich wasche die Peperoncini und schneide den Stiel samt den Kernen sogut wie möglich heraus und schneide sie in gröbere Stücke. 
  2. Ich schneide das Brot in grobe Würfel.
  3. Die Tomaten wasche ich und schneide auch diese in gröbere Würfel.
  4. Die Salatgurke und die Zwiebel schäle ich und schneide beides in Ringe.
  5. Ich erhitze meine Urlaubspfanne, aus starkem Email, welche schon seit vielen Jahren mit darf, weil sie für alles gut geht und unverwüstlich ist.
  6. Ich gebe Olivenöl in die Pfanne und röste die Peperoncini als erstes richtig schön an, salze und pfeffere sie, dann nehme ich sie heraus.
  7. Ich schütte noch reichlich Olivenöl ein und lasse die Brotwürfel darin rundum anbraten, bis das Brot schön knusprig ist und nehme auch das Brot aus der Pfanne.  
  8. Jetzt lege ich die Sardellenfilets ein und zerdrücke sie mit einer Gabel, dann füge ich das Brot wieder hinzu, rühre ständig alles unter, dann kommt der Rest: Tomatenwürfel, Peperoncini, Gurken-Zwiebelringe, klein gezupfter Basilikum, Thunfisch samt Öl und Kapern, ohne Essig.
  9. Mit Salz und Pfeffer würze ich noch nach.
Ein Traumessen für einen lauen Sommerabend. Ich musste sogar versprechen, dass es am Fotoabend wieder Panzanella gibt, zur Freude aller Beteiligten:)
Um ganz ehrlich zu sein, habe ich an diesem Gericht nicht alleine gearbeitet, alle waren beteiligt. Einfachhalber habe ich nur mich erwähnt. Hier deshalb einen großen Dank an alle Kochgehilfen. Zu mehreren macht es sowieso mehr Spaß.
Hier gibt es noch eine Panzanella, schon vor drei Jahren von Christina gepostet, an die ich mich noch erinnert habe.

31.05.12

Nord trifft auf Süd, Versuch einer Annäherung

Hier meine erste Ernte, stolz präsentiert mit Erde an den Händen, wie es sich für eine richtige Gärtnerin gehört. Die "Ratiglen" sind sofort in den Mündern gewandert, die Kornblüten werden getrocknet und kommen in den verschiedenen Teemischungen, gemeinsam mit anderen Blüten und Blättern, die ich im Laufe des Sommers sammle.


Die Vöglein sind anscheinend auch schon geschlüpft, wie man hier sieht. Es geht immer alles so schnell. Gerade ist es erst warm geworden und man bekommt vom ganzen Treiben nicht viel mit.
Zum Glück geht es nicht bei allem so. Denn dass viel frisches Gemüse aus dem Süden wieder angeboten wird, habe ich mitbekommen:)


Zum Beispiel Rote Rohnen, ganz frische Salatgurken, immer noch Fave, sprich Saubohnen und Spitzpaprika, die krachen, wenn man sie aneinander reibt. Und was macht man damit? Einen feinen Fast-Rohkost-Teller, denn die Saubohnen mußte ich doch blanchieren, mit südtiroler Speckknödeln.
Die frischen, eher kleinen, Rote Rohnen eignen sich hervorragend zum Raspeln im rohen Zustand, mit einer Rohkostreibe.
Wie man mit den Saubohnen umgeht habe ich hier beschrieben. Die Gurke habe ich auch geschält und in eher grobe Stifte geschnitten, den Peperoni in Streifen. Ich habe noch Kapern auf den Salat gestreut und mit ganz normalem Dressing, das heißt 1 Teil Essig, 2 Teile Olivenöl und Kräutersalz, angerichtet. Für die Optik darf man den Salat nicht anrühren, wir haben es probiert: die Gurken haben eine eher phosphorisierende Farbe angenommen!
Die Speckknödel mache ich schon seit vielen Jahren so.
Beim ersten Mal Wasser lassen nicht erschrecken. Von rohen Roten Rohnen färben sich nicht nur die Hände extrem rot!

Ebenfalls ein Versuch einer Annäherung in einem anderen Sinne, ist Francesca Melandri mit ihrem ersten Roman gelungen. Und zwar an ein etwas heikles Thema: Südtirol. Der Originaltitel heißt "Eva dorme". In diesem Buch wird die bewegende Geschichte Südtirol's in die Schicksale zweier Frauen verwoben, sehr schön geschrieben und bis zum Schluss spannend, auch für jemanden der die Geschichte Südtirols schon kennt. Melandri ist nicht Südtirolerin, was in diesem Fall meiner Meinung nach ein Vorteil ist, sie ist nämlich unvoreingenommen. Trotzdem und vielleicht auch deshalb hat Melandri sehr gut recherchiert und sicher mit vielen Südtirolern und Südtirolerinnen über dieses Thema gesprochen. Man erkennt viele Details, welche einem von älteren Leuten immer wieder erzählt werden, oder sogar selbst erlebt hat. Von allen, die es gelesen haben, auch der italienischer Sprachgruppe, aus meinem Bekanntenkreis, haben das selbe empfunden.
Ich habe für dieses Wochenende noch kein Buch, da alles was ich zu Hause habe, ausgelesen ist. Welches Buch kannst du mir empfehlen?