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03.03.21

Risotto mit Fenchel, Hanfsamen und Speck

Ich koche den Risotto ja eigentlich sehr gerne im Schnellkochtopf. Ich kann euch sagen, der wird wunderbar. Ich ließ mich aber von meiner Tochter, als sie das letzte Mal zu Hause war, bekehren. Schon sehr lange hatte ich keinen gerührten Risotto mehr und war vom Ergebnis begeistert.

21.09.16

Gefüllte Tomaten auf dem Reisbett


Norbert sagt, dass das Gericht viel besser schmeckt, als es aussieht :)
Dieses Jahr kann ich über meine Tomatenstauden nicht klagen. Ganz im Gegenteil, wenn ich daran denke, wie wir gestartet sind, bin ich mehr als überrascht.

Ich ziehe meine Tomatenstauden schon seit ein paar Jahren selbst. Heuer hatte ich die glorreiche Idee, später zu sähen als sonst, da ich dachte, die Pflänzchen wachsen locker auch in kürzerer Zeit.  

Schwer habe ich mich getäuscht. So wie jedes Jahr, wollte ich, dieses Jahr musste ich sogar, die Pflanzen am 25. April in den Garten setzen, denn wir hatten einen Urlaub geplant und ich hatte niemanden, der meine Pflanzen zu Hause gießt, im Garten gibt es Tropfbewässerung. 

09.04.14

Riso venere con fave e Speck - Schwarzer Reis mit Saubohnen und Speck

Es ist wieder soweit! Nicht nur der Bärlauch, nein auch die Spargeln und die Saubohnen sind wieder da.

Riso venere, der schwarze Reis, soll angeblich früher in China nur der Aristokratie gereicht worden sein, da er eine Rarität war.

Zum Glück gibt es mittlerweile Anbauflächen in Italien und so können auch wir "Normalsterbliche" in den Genuss dieses sehr aromatischen Vollkorn-Reises kommen.

Er ist anscheinend nicht bekannt, denn wenn ich ihn auf den Seiten meines Blogrolls suche, dann finde ihn nur bei RobertClaus und Alex.

Wie man Saubohnen zubereitet habe ich hier einmal beschrieben. Vor Jahren wäre ich für eine solche Beschreibung froh gewesen, denn diese Dinger mit den Hülsen hinunter zu würgen, kostete uns schon einige Überwindung. Danach ließ ich sie lange links liegen, bis ich selbst einmal darauf gekommen bin, dass man sie 2 x pellen muss.

Amüsiert habe ich mich über den Ausdruck Bohnenembryo und wusste endlich, an was sie mich schon immer erinnerten.

Mit wenigen Zutaten ist ein schmackhaftes und gesundes Essen entstanden.

Riso venere con fave e Speck - Schwarzer Reis mit Saubohnen und Speck

Zutaten für 2 Personen:

  • 1 Tasse Riso venere
  • 2 händevoll Fave
  • 60 g Speck
  • Salz
  • Olivenöl
  • Peperoncinosauce  
  1. Als Erstes bearbeite ich die Saubohnen, wie das habe ich hier beschrieben.
  2. Den Reis koche ich im Wasser schwimmend mit dem Schnellkochtopf, ohne Salz 10 Minuten auf dem 2. Ring. Die Zeit wird erst ab dem Moment gerechnet, ab dem das Ventil den 2. Ring zeigt. Danach kann ich vorsichtig unter einem kalten Wasserstrahl (Waschbecken, Wasserhahn) abdampfen. Wenn ich salzen würde, schließt sich der Kern nicht auf und der Reis bleibt fast ewig hart.
  3. Inzwischen schneide ich den Speck in feine Streifen und röste ihn in wenig Olivenöl ein wenig an, gebe die Fave dazu.
  4. Den Reis siebe ich ab, wie Nudeln, lasse ihn nicht ganz abtropfen, schütte ihn in den Topf zurück, mische ihn mit den Fave und dem Speck und schmecke ihn noch mit Salz ab.
 Oben drauf, kommt noch ein Löffelchen selbstgemachte Peperoncinosauce.

16.01.14

Im Test: Parmesankäse reiben I - Vollkorn-Risotto mit Schwarzwurzeln

Damit ihr seht, was euch später noch erwartet.























Aller Anfang ist schwer.

Deshalb habe ich es mir nicht leicht gemacht und gleich am Anfang dieses Jahres einen Test für euch durchgeführt.

Für mich und für viele andere ist es selbstverständlich Parmesankäse selbst zu reiben.

Erstens weiß ich welchen Käse ich verwende, bei bereits geriebenem weiß ich gar nichts, weil nicht immer drin ist, was draufsteht. Außerdem trocknet geriebener Käse sehr schnell aus und das ist bei diesen Preisen schade.

Wenn man den Parmesankäse unter eine Sauce rührt, oder in eine Lasagne streut macht es keinen Unterschied wie der Käse gerieben ist, doch wie der Käse für die Pasta gerieben sein sollte, da gibt es schon Vorlieben, wenn nicht gar Regeln. 

Aber welche Käsereibe geht wirklich gut??

Robert  hat noch vor mir eine Käsereibe getestet. Leider! Er ist nicht zufrieden, was ich auch verstehen kann. Viel zu schwer und anscheinend nicht funktional. Leider deshalb, weil er sie sehr teuer erstanden hat.

Für euch, die ihr noch keine habt, habe ich sämtliche Reiben, welche wir im Geschäft führen ausprobiert. Ein paar besitze ich selbst.


Ihr seht, es sind nicht wenige.

Die zwei ersten Reiben sind von WMF. 

- 1 Eine Käsemühle gleich am Anfang. Von dieser hätte ich mir mehr verhofft. Sie reibt kurze Streifen. 

Einen Plus-Punkt gibt es trotzdem für diese Käsemühle: dadurch, dass die Trommel sehr nahe am Gehäuse ist, kann kein Käse nach hinten rutschen und somit keine groben Reste entstehen, wie es bei viele Käsemühlen der Fall ist.

Sicher ist man mit einer Mühle schneller, als mit einer Handreibe.

- 2 Diese Reibe kann ich mein Eigen nennen und dient mir schon viele Jahre. Das Einfachste was es gibt. Damit reibe ich Käse jeder Art, Karotten, wenn von Nöten und Sonstiges. Der Käse wird gleich, wie bei der Käsemühle.

Die drei weiteren Reiben sind Laser-Cut-Reiben von GEFU.

- 3 und 4 Auf diesen Fotos ist dieselbe Reibe abgebildet.
Damit reibe ich Zitronenschale, Muskatnuss, aber auch Parmesankäse, wenn ich ihn ganz fein haben will.

- 5 Dann gibt es noch einen speziellen Hobel, für "scaglie", wie der Italiener so schön sagt, für "Schuppen" oder "Flocken". Damit hoble ich Parmesankäse, wenn ich reichlich will, oder bei bestimmten Pasten, aber auch Carpaccio vom Rind oder vom Kohlrabi, Schokolade für die Deco, Karotten für den Salat...

- 6 Das ist jetzt die Kronenfeinreibe dieser Serie und wahrscheinlich die Reibe, die Robert bräuchte, wenn ich es richtig verstanden habe. 

Durch die kleinen, sehr scharfen Zähne werden die Lebensmittel geschnitten und nicht zerrissen und es bleibt kein Käse an der Reibe hängen. Mit den Kronenreiben wird der Käse flockig, so wie er eigentlich gehören sollte, für die normale Pasta.

Bei den traditionellen Kronenreiben bleibt allerdings viel Käse zwischen den "Krönchen" hängen und das stört mich. Aus diesem Grund führen wir keine im Geschäft, deshalb kann ich euch kein Foto zeigen.

Und was mache ich jetzt mit dem geriebenen Käse??

Einen Vollkorn-Risotto mit Schwarzwurzeln und Karotten

Zugegeben, es kein Gemüse, das einem auf Anhieb anspricht. Aber glaubt mir, es ist ein wunderbares Wintergemüse. 

Nur beim Schälen müsst ihr unbedingt Gummihandschuhe tragen. Der Saft, welcher unter der Schale liegt, lässt sich sehr schwer von den Händen waschen.

Zutaten für 2 Personen:
  •  4 Schwarzwurzeln
  • 2 Karotten
  • 1/2 kleine Zwiebel
  • 180 g Vollkornreis
  • 2 Schuss Weißwein
  • 410 g Wasser
  • geriebener Parmesan
  • Salz
  • Pfeffer
  • Olivenöl
  • 1/2 Zitrone
  1. Ich ziehe Gummihandschuhe an und bereite eine Schüssel mit kaltem Wasser und dem Saft einer halben Zitrone vor.
  2. Ich schäle die Schwarzwurzeln, schneide sie in schmale Scheiben und gebe sie sofort ins Zitronenwasser, dann bleiben sie schön weiß.
  3. Ich bürste die Karotten sauber und schneide auch diese in schmale Scheiben.
  4. Ich schäle die Zwiebel, hacke sie fein, gebe wenig Olivenöl in den Schnellkochtopf und dünste die Zwiebelwürfel an.
  5. Ich gebe den Reis dazu, lasse ihn heiß werden, dabei wende ich ihn ununterbrochen, sonst verbrennt der Zwiebel.
  6. Ich lösche mit einem Schuss Weißwein, lasse ihn einkochen und gieße sofort mit dem Wasser auf. Wichtig: der Vollkornreis wird nicht gesalzen, sonst schließt er sich nicht auf und bleibt fast für immer hart.
  7. Deshalb schließe ich sofort den Deckel, warte bis der 2. Ring des Ventils sichtbar wird, schalte früh genug die Hitze herunter und lasse den Reis so 10 Minuten kochen.
  8. Inzwischen erhitze ich wenig Olivenöl in einer Pfanne und lasse die abgetropften Schwarzwurzelscheiben und die Karottenscheiben darin rösten, bis sie Farbe angenommen haben.
  9. Ich gieße mit dem zweiten Schuss Weißwein auf, gebe auch ein wenig Wasser dazu, salze und pfeffere und lasse sie solange köcheln, bis der Reis fertig ist.
  10. Sobald die Zeit für den Reis um ist, stelle ich den Schnellkochtopf in das Waschbecken, lasse kaltes Wasser über den Deckel laufen, bis das Ventil nicht mehr sichtbar ist und ich den Topf öffnen kann.
  11. Ich salze erst jetzt den Reis mit Vorsicht, da noch ziemlich Parmesankäse darunter gerührt wird und gebe auch das Gemüse dazu.
 Dazu gab es Endivien-Salat.

Hier findet Ihr hier: Parmesankäse reiben II

25.09.13

Gemüse aus dem Garten - Rote Rübenblätter-Risotto

Es gibt für jemanden der gerne kocht fast nichts schöneres als der eigene Gemüsegarten. Dieses Jahr bin ich sehr zufrieden mit der Ernte. Ich muss mir allerdings allerhand einfallen lassen, dass ich das Gemüse entweder verkoche oder konserviere. Essiggemüse, Tomatensugo, Bohnen, blanchiert und tiefgefroren, Gemüsecreme von Alex, Chutneys......Denn momentan sind wir nur mehr zu dritt. Nein, nicht wie ihr vermutet, das Töchterchen ist noch zu Hause, aber nicht mehr lange und der Mami wird schon langsam bange. Unser Junior besucht, wie vor 3 Jahren unsere Große, in der Toscana das 4. Jahr des Lyzeums. Mein "Kleiner", mein Fotograf und mein Berater ist mir abhanden gekommen. Nächste Woche wird es dann leer im Hause Felder, bis die Bande mit allem was dazu gehört wieder eintrudelt. Das wird halt ein Weilchen dauern und in der Zwischenzeit müssen ich und Norbert uns wieder mit uns beschäftigen, das wird lustig!! Zum Glück sind wir es gewöhnt uns ständig um die Ohren zu haben. Alle die diese zweite "Geburt " schon durch gemacht haben, versichern mir, dass man sich an die gewonnene "Freiheit" schnell gewöhnt. Es ist ja auch richtig, dass die "Brut" ihre ersten und sehr wichtigen "Flugversuche" macht.
Es gibt rote Rüben aus dem Garten. Früher habe ich die Blätter, in den Kompost geworfen. Irgendwo (das ist das Schlimme vom Internet, man weiß dann nicht mehr wo das her ist) habe ich dann gelesen, dass man die auch verkochen kann.
Ich koche also einen ganz normalen Risotto. Immer, und nur mit dem Schnellkochtopf, so wie hier, nehme das Rote-Rübenkraut, wasche und putze es, schneide es fein und röste es in wenig Olivenöl in einer separaten Pfanne. Dann kommt noch ein gelber, fein gehackter, nicht zu scharfer Chili dazu, gut würzen, dann mit dem fertig gekochten Reis mischen. Sieht der Risotto nicht schön aus?


Wer gerne Rote Rüben mag, wird auch von diesem Risotto begeistert sein.

Die Blätter von den Roten Rüben bekommt man leider nicht im Geschäft zu kaufen. Oder? Fragt einmal nach bei eurem Gemüsehändler. Beim Bauern könnte ich mir eher vorstellen, dass ich die ganze Pflanze zu kaufen bekomme.  Außer diesem Risotto habe ich die Blätter auch schon so ähnlich wie Spinat zubereitet. Die feinen zarten Blätter kann man auch als Salat essen.

19.04.12

Risi e bisi für den Dogen

Als Kind glaubte ich immer, diesen Namen hätte sich meine Mutter ausgedacht. Es ist jedoch die offizielle Bezeichnung eines Risottos aus dem Veneto. Genauer gesagt, wurde dieses Gericht, alljährlich dem Dogen von Venedig, am Tag des Schutzpatrons Venedigs, S. Marco, welcher am 25. April gefeiert wird, aufgetischt. Die Einfachheit dieses Gerichtes besticht.
Unumgänglich ist , dass die Erbsenschoten aus Bio-Anbau sein müssen, denn man kocht auch die leeren Schoten.
Ich wasche die ganzen Erbsenschoten unter kaltem Wasser, pule die Erbsen heraus und koche die Schalen alleine, in kochendem, nicht gesalzenem, Wasser. Ich siebe die Schalen ab, fange das Wasser auf, um es für den Risotto zu verwenden. Die Schalen kommen in die Bio-Tonne.

Ich koche einen Risotto im Schnellkochtopf, wie, das habe ich hier und hier und hier beschrieben, mit einer kleinen Schalotte, die ich vorher in Olivenöl anschwitze und dem hellgrünen Wasser, das ich durch das Schalenkochen erhalten habe. Jetzt erst salze ich den Reis.

Die Erbsen koche ich separat in einem kleinen Topf in reichlich Salzwasser ca. 5 Minuten und schütte sie ab.




Bei manchen Rezepten wird Pancetta in den Reis gegeben. Wir Südtiroler verwenden unseren wunderbaren Speck. Den habe ich mir in dünne Scheiben schneiden lassen. Ich brate ihn von beiden Seiten, bei mittlerer Hitze knusprig. 


So kann sich jeder einen Speckstreifen auf seinen Risotto geben, wenn er mag und der Speck bleibt schön kross.
Wenn ich den Schnellkochtopf geöffnet habe und mir vorkommt, es ist zu wenig Flüssigkeit, schütte ich noch etwas vom grünen Wasser dazu, ein Stückchen Butter ebenfalls und rühre kräftig unter.


Man sieht auf Anhieb, dass die Erbsen frisch sind, da sie nicht alle dieselbe Größe aufweisen. Ein wunderbares Abendessen, oder als kleine Vorspeise auch nicht zu verachten.

14.09.11

Der Reis der Venus

Wer ihn noch nie probiert hat, sollte sich von seiner dunklen Farbe nicht abschrecken lassen, der "Riso Venere". Er gehört zu den Reis-Spezialitäten. Das erste Mal, wie ich ihn gekocht habe, konnte ich mir nicht vorstellen, dass der Reis, den man in Wasser kocht wie Nudeln, eine dunkle Brühe hinterläßt und anders riecht als der gewöhnliche Reis, so lecker schmecken kann.
Früher war dieser eher rare Reis in China der Kaiser-Familie vorbehalten und man spricht ihm aphrodisierende Wirkung zu:)
Als Vollkornreis macht er sich auch ganz gut. Die Farbe ist, wie man im ersten Moment glauben könnte, nicht schwarz, sondern violett.
Ich koche ihn, wie jeden Reis im Schnellkochtopf mit viel Wasser, welches ich aufkochen lasse, dann erst den Reis einstreue, ohne Salz, 12 Minuten den 2. Ring sichtbar. Ich dampfe den Schnellkochtopf schnell im Waschbecken ab, dabei kann schon einmal passieren, dass dunkle Brühe zwischen Deckel und Topf herausgedrückt wird und den Abfluss hinunterläuft, ist weiters nicht schlimm, da ich den Reis sowieso in ein Sieb schütte und die Brühe weglaufen lasse.
Ich schneide eine Melanzane in Scheiben, dann viertele ich sie, frittiere sie in Rapsöl und weil ich noch eine Lauchstange habe, kommt die, in feine Scheiben geschnitten, auch noch ins Öl, bis die Streifen knusprig sind. Beides lege ich auf Küchenkrepp, damit überschüssiges Fett aufgesaugt wird.   
Frische, reife Tomaten habe ich momentan von meinen Stauden, deshalb wird frischer Sugo gekocht um den Vorrat nicht anzutasten. Ich schäle dafür die Tomaten mit dem Tomatenschäler, schneide den Stielansatz heraus, große Tomaten schneide ich kleiner und gebe sie in den Fincut, schäle noch eine Knoblauchzehe, gebe sie dazu und hacke in wenigen Sekunden alles fein. Diese Sauce gebe ich in eine Pfanne und lasse den Sugo mit ein wenig Olivenöl verfeinert, gesalzen und gepfeffert und dem gekippten Deckel drauf, ein bisschen reduzieren.
Den Reis schütte ich wieder in den Topf zurück, würze ihn mit Instant-Gemüsebrühe, bitte ohne Glutamat, rühre das meiste Gemüse unter und portioniere ihn mit Hilfe eines Speiseringes. 
Darauf kommt noch ein bisschen Gemüse und dazu essen wir den Sugo. 
Und jetzt frage ich mich wieso ich den "Venusreis" bis jetzt nur bei Männern gesehen habe ???? 
Dazu ist nur noch zu sagen, dass der Reis wirklich hervorragend zu Fisch paßt.


25.08.10

Gemüse-Risotto


Unser Junior-Koch war kurzfristig wieder da, und schon wieder weg. Die Kinder heutzutage haben ein volles Programm. Wenn er wieder kommt muss ich ihn schonen, dann darf er noch 2 Wochen richtig Ferien haben. Danach fängt der Ernst des Lebens wieder an, die Schule. Laut unseren Kindern ist zur Schule gehen und Nachmittags dafür lernen, der anstrengendste Job den es gibt auf der ganzen Welt. Sie wissen noch nicht wie streng der Job "Eltern sein" ist.

Als Letztes hat Lukas einen Gemüse-Risotto mit dem Schnellkochtopf gekocht und hat auch fleißig Fotos gemacht. Er traut sich das, weil er mich schon von klein auf mit dem Schnellkochtopf kochen gesehen hat.

Das Rezept ist ganz einfach. Er braucht für 4 Personen:
  • 2 Tassen Reis, Arborio oder Vialone nano

  • 1/4 Zwiebel

  • 4 und 3/4 Tassen Wasser

  • 2-3 TL Instant-Gemüsebrühe

  • 1 Zucchini

  • 1 Melanzane

  • Olivenöl

  • Salz

  • frisch gemahlenen Pfeffer
  1. Als Erstes schneidet Lukas den Melanzane in eher dickere Scheiben, salzt sie von beiden Seiten und legt sie auf das Abtropfbrett des Waschbeckens.

  2. Er schneidet den Zucchini ebenfalls in gröbere Würfel.

  3. Er hackt die Zwiebel ganz fein und dünstet sie im Schnellkochtopf mit Zugabe von etwas Olivenöl kurz an.


  4. Dann schüttet er den Reis dazu, lässt diesen ganz heiß werden und gießt mit dem Wasser auf.

  5. Jetzt muss er sich beeilen, denn der Deckel vom Schnellkochtopf soll so schnell wie möglich darauf. Er würzt das Wasser mit der Instant-Gemüsebrühe und mit Salz, schließt den Deckel und wartet bis das Ventil mit dem 2.Ring sichtbar wird.

  6. In der Zwischenzeit holt er noch eine kleine beschichtete Pfanne heraus, gibt Olivenöl hinein und stellt sie auf den Herd.


  7. Die Melanzane-Scheiben trocknet er mit Hilfe von Küchenkrepp, schneidet sie in Würfel und gibt sie mit den Zucchiniwürfel in die heiße Pfanne. Dort läßt er das Gemüse Farbe annehmen, Zucchini und Melanzane bekommen dadurch erst einen guten Geschmack. Er würzt das Gemüse auch mit Salz und Pfeffer.

  8. Das Ventil ist schon oben und er lässt den Topf für 5 Minuten unter Druck. Bei Gas kann man nach der Hälfte der Zeit schon abschalten, bei Ceranfeld schon nach 1 Minute. Die Restwärme hält das Ventil leicht die restliche Zeit oben.

  9. Nach den 5 Minuten stellt er den Topf in das Waschbecken und lässt kaltes Wasser über einen Teil des Deckels im dünnen Strahl laufen. Der Topf kühlt sofort soviel ab, dass das Ventil sinkt.


  10. Jetzt kann man den Topf öffnen und das Gemüse unterrühren.

Der Risotto ist wunderschön cremig, das Gemüse nicht verkocht. Wenn man möchte, könnte man einen Teil oder auch den ganzen Peperoncino, den er für die Deko verwendet hat, klein schneiden und mit dem Gemüse braten. Ihm war das nicht geheuer. Wir fangen erst an, die Kids an Schärfe zu gewöhnen. Irgendwann wird es uns dann zu scharf sein, wenn sie kochen:)
Der nächste Risotto wird der von Mestolo sein. Momentan gibt es haufenweise wunderschöne Steinpilze, keine Pfifferlinge. Die müssen für dieses Experiment herhalten. Ich finde den Risotto vom Optischen her sehr interessant und kann mir gut vorstellen, dass Pilze und Blaubeeren gut miteinander harmonieren.

28.07.10

Gefüllte Peperoni oder kochende Männer sind attraktiver!


Christina hat es mit ihrem Kommentar zum letzten Post genau getroffen, das was ich mir immer schon gedacht und neulich dann bestätigt bekommen habe. Mir ist die März-Ausgabe des Feinschmeckers unter gekommen. In einem kleinen Bericht werden zwei Studien vorgestellt, die besagen, dass ca. 90 Prozent der Frauen die Kochkünste der Männer attraktiver finden als Geld, Macht und Humor!! An letzter Stelle stehen, wie könnte es anders sein, Beschäftigungen wie Fahrzeugtuning.
Bei meiner Idee, unseren Junior mittags kochen zu lassen, gab es ganz bestimmt nicht diesen Hintergedanken. Die ist schon viel früher entstanden.
Er kocht wie wild und ich komme ihm schon nicht mehr hinterher....
Norbert hat schon gemeint, man könnte meinen wir essen nur 1 x pro Woche. Ich könnte nie alles ins Netz stellen was der produziert!
Neulich hat er gefüllte Peperoni zubereitet.
Wir hatten uns für ein Rezept aus der Zeitschrift "Sale & Pepe" geeinigt und sind es zusammen durchgegangen. Einige Ausdrücke, welche ihm nicht geläufig waren, musste ich ihm übersetzen, dann gab ich halt meine Ratschläge und merkte schon, das ihn das schon irgendwie nervte.
Gekocht hat er dann alleine. Es war keine Rede von Fotos.
Als wir mittags in die Wohnung kamen, waren die Peperoni schon im Backofen und er überraschte mich mit der Aussage, dass er, mit Hilfe des Stativs, alles fotografiert habe. Auf der Frage wie es geklappt hat, kam die prompte aber ehrliche Antwort: "Als du nicht da warst, war es ganz gemütlich."
Hier das empfehlenswerte Rezept für 4 Personen (bei uns nur für 3, da die Große zur Zeit nicht mit uns isst)
  • 2 rote Peperoni
  • 2 gelbe Peperoni (bei uns war es ein grüner. Der gelbe war eindeutig besser. Grüne Peperoni sind und bleiben unreifes Gemüse)
  • 200 g Reis, hier Arborio
  • 400 g reife Tomaten
  • 2 Dotter
  • 80 g Pecorino
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Petersilie (war schon gehackt im Tiefkühlfach)
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  1. Als erstest hat Lukas reichlich Wasser aufgestellt, es gesalzen und dann den Reis 14 Minuten darin gekocht, wie man Nudeln kocht. Nach der Kochzeit hat er das Wasser abgeschüttet und den Reis in einer Schüssel mit 3 Esslöffel Olivenöl und der Petersilie gemischt.
  2. Dann hat er die gelben Peperoni geköpft, den grünen der Länge nach aufgeschnitten, da er diesen nicht stehend in die feuerfeste Form stellen konnte und hat die Kerne entfernt.

  3. Die Tomaten hat er mit dem Tomatenschäler enthäutet und sie dann mit dem Allesschneider, welcher auch ihn fasziniert, kleingeschnitten. Die Hälfte davon hat er in der feuerfesten Form verteilt und mit etwas Wasser, Salz und Pfeffer angerührt. Den Pecorino hat er entrindet und gerieben.
  4. Irgendwann wird ihm dann eingefallen sein den Backofen auf 180° vorzuheizen.
  5. Die Dotter waren das einzige Problem, wegen dem telefonisch angefragt wurde, wie er die vom Eiweiß trenne. Ich habe nicht weiter nachgefragt, drinnen waren sie, das hat man geschmeckt.

  6. Er hat den Reis mit der anderen Hälfte der gehackten Tomaten, dem Pecorino, den Dottern, noch etwas Salz und Pfeffer gemischt und sie in die gesalzenen Peperoni gefüllt.
  7. Dann hat er sie in der feuerfesten Form verteilt, hat noch den geschälten Knoblauch darüber gehobelt und sie, mit einem Deckel darüber, in den Ofen geschoben. Dort sind sie 30 Minuten geblieben.
  8. Nach dieser Zeit hat er den Deckel abgenommen, den Backofengrill eingeschaltet und weitere 10 Minuten die Peperoni Farbe annehmen lassen (aufpassen, es kann auch kürzer sein).

Auch hier wäre es von Vorteil, wenn das Gericht einige Zeit abkühlen könnte, dann muss man nicht so wahnsinnig aufpassen, dass man sich die Zunge verbrennt.
Der Knoblauch war violett, wer weiß warum. Geschmeckt hat er gut, so wie das gesamte Gericht. Ich freue mich über seinen Mut und die Ausdauer, die er hat. Mit dem Alter habe ich mich nicht an so schwierige Gerichte gewagt!
Hier aber noch ein von mir nachgekochtes Gericht, damit der Verdacht, dass ich nichts mehr koche, aus der Welt geräumt wird. Petra hat es ins Netz gestellt, Claus hat es nachgekocht und uns hat es sehr gut geschmeckt: ein wunderbares Sommergericht. Ich habe folgende Zutaten dafür verwendet:
  • 1 Tasse roter Quinoa (nach Packungsanleitung kochen)
  • 2 kleiner gekochter Brokkoli
  • gegrillte, Zucchinischeiben, in Steifen geschnitten
  • 1 kleine Salatgurke
  • 1 Karotte
  • 3 TL Kapern + 3 TL Essig davon
  • 3 frische Tomaten (Perette), in kleine Stücke geschnitten
  • reichlich frischen Thymian
  • Salz
  • Pfeffer
  • Olivenöl
  • 100 g Feta-Würfel
  • 1 EL Zucker (weiger Zucker als im Originalen)

Die Überraschung war groß, wie hervorragend gut der karamellisierte Feta zum restlichen Gericht passte. Mein Rat an alle: unbedingt nachkochen!!!

13.05.10

Spieße mit Fülle in Peperonisauce

Viele von euch haben heute leicht lachen, da bei den meisten Feiertag ist. In Italien, im Lande des Papstes, wurden ironischerweise schon vor vielen Jahren einige kirchliche Feiertage gestrichen. Auch heute ist bei uns ein ganz normaler Arbeitstag. Und wie es so sein soll, bin ich nicht zum Einkaufen gekommen, vielleicht hatte ich unbewusst auch keine Lust dazu, weil ich irgendwie wusste, dass so einiges im Kühlschrank wartete.
Ein richtiges Rezept bekommt ihr heute keines. Das wäre unmöglich gewesen, auch noch alles zu wiegen und zu zählen...
Wir sind momentan nur zu dritt. Ein Schäfchen ist uns für kurze Zeit abhanden gekommen.

Ich hatte also im Kühlschrank:
  • 3 sehr dünne Kalbsschnitzel (es gab Saltimbocca alla Romana und ich hatte zu viele eingekauft)
  • vielleicht 5 Esslöffel gekochten Reis
  • 1 Zucchini
  • Parmesankäse
  • 1 kleiner roter Peperoni
  1. Ich habe als erstes den Zucchini gewaschen und längs in Scheiben gehobelt.
  2. Dann habe ich die Pfanne, in welcher ich mir vorgenommen hatte, die Spieße zu braten, erhitzt, ich habe etwas Olivenöl hinein gegeben und die Zucchinischeiben darin gebraten, dann erst gesalzen. Die Scheiben habe ich herausgenommen und beiseite gelegt.
  3. Ich habe in einer kleinen Schüssel den Reis mit geriebenem Parmesankäse vermischt, alles gesalzen und gepfeffert und auch bereit gestellt.
  4. Die drei Schnitzel habe ich dann mit der Handfläche schön breit gestrichen, Zucchinischeiben darauf verteilt, den Reis längs auf die Mitte gegeben und habe dann das Schnitzel längs eng gerollt.
  5. Diese Rolle habe ich dann in ungefähr 4 cm lange Stücke geschnitten und auf ein Schaschlikstäbchen gezogen.
  6. Die Pfanne welche ich schon auf dem Herd stehen hatte, habe ich nochmals erhitzt, Öl darin verteilt und die Spieße vorläufig auf einer Seite braun gebraten.
  7. Inzwischen habe ich noch den Peperoni gewaschen und entkernt und im Cutter fein gehackt.
  8. In dem Moment in dem ich das Fleisch gedreht habe, habe ich die Peperoni-Würfel um die Spieße verteilt, alles gesalzen und gepfeffert und habe die Spieße auch auf der zweiten Seite bräunen lassen.
  9. Kurz vor dem Servieren habe noch mit wenig Wasser aufgegossen, so ist noch eine gute Sauce entstanden.
In der Zwischenzeit hatte Norbert Rösti gemacht. Dazu hat er die Kartoffel geschält und im rohen Zustand in dünne Stifte gehobelt. In einer kleinen beschichteten Pfanne hat er Rapsöl erhitzt und einen Teil der gesalzenen Kartoffelstifte hineingedrückt. Sobald sie schön braun waren, hat Norbert sie mit Hilfe eines glatten Deckels aus der Pfanne gestürzt und wieder mit der noch rohen Seite nach unten, in die Pfanne gleiten lassen.


Es hat uns sehr gut geschmeckt.
Während dem Abspül hat Norbert festgestellt, dass das Essen der Speisen im Verhältnis zum Aufwand der Zubereitung eigentlich immer viel zu schnell vorüber ist. Man müsse es noch viel mehr genießen und da hat er Recht!

11.03.10

Risotto alla marinara


Muscheln hätte ich als Kind nie und niemals gegessen. Ich hätte sie bestenfalls angeschaut, aber nie gegessen. Die ersten paar Male, wie ich sie gekocht habe, hat es mich schon sehr beeindruckt, dass da ein lebendiges Tier in den Topf kommt und gekocht wird.

Geschmeckt haben sie mir später auf Anhieb.
Ich habe das Glück, dass bei uns Netze, mit gemischten Muscheln, angeboten werden. Früher hätte ich 1kg Miesmuscheln, 1kg Venusmuscheln kaufen müssen. Und wer hätte das gegessen? Unser Jungvolk ist Momentan beim Anschauen, aber auch mal Probieren. Es wird schon.
Muscheln kann man täuschen, indem man sie in kaltes, gesalzenes Wasser gibt. In der Meinung sie seien wieder im Meerwasser, öffnen sie sich leicht und lassen eventuellen Sand ab. Das Wasser kann man zwei bis drei Mal wechseln. Ich mache das nur, wenn ich von meiner Fisch-Verkäuferin hingewiesen werde, dass die Schalentiere bei stürmischer See rausgeholt wurden. Mir ist allerdings auch schon passiert, dass ich gewässert habe und danach war fast jede Muschel randvoll mit Sand, praktisch ungenießbar.
Hier das Rezept für Risotto alla marinara:
Für 4 Personen:
  • 2 Tassen Reis

  • 400 g Miesmuscheln (cozze)

  • 400 g Venusmuscheln (vongole veraci)

  • 500 g Tintenfische (anelli totani, calamari, seppie)
  • 200 g Garnelen (gamberi)

  • 200 g Kirschtomaten (sind momentan die einzigen, die man essen kann)

  • 2 Knoblauchzehen

  • 3 Schuss trockenen Weißwein
  • 1 kleine Zwiebel

  • etwas Petersilie

  • Olivenöl

  • Salz
  • weißer Pfeffer aus der Mühle

  1. Ich wasche die Venusmuscheln und die Miesmuscheln und befreie die Miesmuscheln vom Bissfaden. Alle offenen oder kaputten Muscheln werden aussortiert und nicht verwendet.


  2. Den Garnelen schäle ich den Panzer ab und schneide am Rücken eine Rille ein, damit ich den Darm entfernen kann. Viele ekeln sich vom Darm, so wie ich.
  3. Ich wasche die Tintenfische, schneide eventuelle Knorpel oder harten Teile weg und schneide sie dann in Streifen.
  4. Ich hacke den Knoblauch und die Petersilie getrennt fein.

  5. Den Kirschtomaten schneide ich den Stielansatz heraus und schmeiße sie kurz ins kochendes Wasser, dann schrecke ich sie in eiskaltem Wasser ab. Die Haut geht ganz leicht abzuziehen. Ich hacke sie mit dem Cutter grob.

  6. In einen Kochtopf gebe ich Olivenöl und etwas Knoblauch und erhitze es bei niederer Temperatur. Dann kommen die Muscheln dazu und ich erhöhe die Hitze.

  7. Ich gieße mit dem Weißwein auf und schließe den Topf mit seinem Deckel. Die Muscheln bewegen sich im Topf, das hört man und nach ca. 5 Minuten, müssten alle Muscheln geöffnet sein. Die noch geschlossenen, nicht mit Gewalt öffnen. Sie sind nicht genießbar.


  8. Ich nehme die Muscheln heraus und filtere den Sud durch ein Teesieb, das sich dafür bestens eignet. Es könnte noch Sand im Sud sein. Ihr müsst den Sud mal probieren, wie salzig der ist, pures Meerwasser. Das Muschelfleisch löse ich von den Schalen.
  9. Ich hole meine größte Pfanne heraus und beginne wieder mit Olivenöl. Dann brate ich den Rest des Knoblauchs und die Tintenfische an. Ich gebe noch die Garnelen dazu und die Tomatenwürfel. Es riecht schon göttlich (für den der kein Fisch mag, furchtbar). Auch hier gieße ich ein wenig Weißwein auf. Die Sauce darf nicht länger als 10-15 Minuten kochen, sonst werden die Tintenfische zäh, danach müsste man sie lange kochen, bis sie wieder weich werden.

  10. Jetzt hole ich meinen Schnellkochtopf heraus und schütte ein wenig Olivenöl hinein. Ich hacke das Zwiebelchen fein und dünste es im Öl weich. Dann kommt der Reis dazu. Ich mag den Vialone nano, weil er kleine Körner hat. Den Reis lasse ich heiß werden und weil wir dabei sind, gieße ich auch hier mit Weißwein auf. Danach nehme ich vorerst das Muschelwasser, danach normales Wasser. Insgesamt schütte ich 4 1/2 Tassen Flüssigkeit in den Topf, würze noch und schließe ihn sofort. Ich warte bis der 2. Ring sichtbar wird und schalte auf mittlerer Hitze und die Eieruhr auf 5 Minuten.
  11. Sobald der Reis gar ist, stelle ich den Schnellkochtopf in das Waschbecken, lasse kaltes Wasser über den Deckel laufen, bis das Ventil wieder völlig im Deckel ist, dann öffne ich den Topf und schütte den Reis zur Fischsauce, streue die Petersilie darüber und mische alles gut miteinander.

Für eine große Portion, bietet sich der Wok zum Kochen der Sauce an, da sich in einem hohen Topf der Reis schwer mit den Meeresfrüchten mischen lässt.
Bei diesem Risotto ist Parmesankäse absolut verboten.
Ich habe für 2 Personen eine große Portion gekocht, weil es anders nicht geht, mit den Mengen an Schalentieren. Aber wir schlagen zu. Es gibt den Risotto viel zu selten!!

25.01.10

Nachgekocht: Dörrgemüse-Risotto und eins von mir: Strozzapreti trentini


Bei Robert habe ich ein schönes Rezept für Dörrgemüse gesehen. Da ich sebst Melanzane gedörrt habe, hab ich es sofort ausprobiert. Melanzane zu dörren ist eine wunderbare Art, wenn man zuviele im Sommer auf den Stauden hängen hat, sie für den Winter haltbar zu machen. Ich habe sie ungefähr 1/2 cm dick gehobelt und auf meinen Dörrapparat gelegt. Danach waren sie wie Chips.

Dörrtomaten bekommt man bei uns auf jedem Markt. Die Tomaten von meinem Garten habe ich allesamt eingekocht und zehre jetzt noch davon. Diese gekauften sind ziemlich gesalzen. Man legt sie in eine Schüssel und übergießt sie mit kochendem Wasser. Danach lege ich sie auf ein Küchenpapier und lasse sie trocknen. Jetzt sind sie wieder schön weich und entsalzen. Danach schichte ich sie in ein Glas, gebe frische Origano-Blätter zwischen die Schichten und fülle das Glas mit bestem Olivenöl. Solche Tomaten habe ich das ganze Jahr im Kühlschrank. Um sie zu essen, muss ich sie allerdings früh genug herausnehmen, damit sich das gestockte Öl wieder verflüssigt.


Das Rezept für den Risotto könnt ihr bei lamiacucina nachlesen. Ich sage euch was ich ein anderes Mal ändern würde: ich habe sowieso nur die Hälfte Pilze genommen, als Robert angegeben hat und die waren zu intensiv. Die Melanzane hat man nicht geschmeckt. Ich würde das nächste Mal nur Melanzane und getrocknete Tomaten nehmen. Ich habe die Melanzane auch geröstet, aber mit reichlich Olivenöl überträufelt und danach nicht eingeweicht, sondern zum Schluss nur untergerührt. Während dem Rösten haben wir diese Melanzane-Chips so gegessen, eine Wucht!


Wenn Kinder mitessen, den Weißwein reduzieren: 1 Schuss Madeira und 1 Schuss Weißwein, den Rest mit Brühe aufgießen. Zum Schluss habe ich den Reis in zwei geteilt, in den einen kam ein kräftiger Schuss Grappa, in den Kinder-Reis keiner. Die Tomaten habe ich gewürfelt und in einem Schüsselchen auf den Tisch gestellt, da wir jemanden haben, der Tomaten absolut nicht mag. Uns hat der Risotto gut geschmeckt, obwohl er wie ein Risotto ai funghi geschmeckt hat.

Und jetzt zum Rezept von mir: Strozzapreti trentini

Auch von Robert inspiriert habe ich dann diese Gnocchi gemacht, die von den Zutaten unseren Spinatnocken ähneln, aber ganz anders schmecken. Woher dieser eigentümliche Name kommt erklärt er euch auf seiner Seite.

Zutaten für 4 Personen:
  • 200 g Knödelbrot oder altbackenes Brot

  • ca. 200 ml Milch
  • 100 g Spinat gekocht und gehackt

  • 1 kleines Ei

  • Brotbrösel

  • Mehl

  • Salz
Für den Sugo:
  • 300 g Kirschtomaten

  • Olivenöl

  • Salz

  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • 60 g Butter
  • 30 g Mandelblättchen

  1. Ich weiche das Brot mit der etwas gewärmten Milch ein, rühre gut um und lasse es eine Weile stehen. Es kann sein, dass das Brot die gesamte Milch aufsaugt, wenn es ziemlich trocken war. Es kann aber auch sein, dass noch Milch herauszudrücken geht, dann sollte man das tun. Bei mir war keine Milch mehr da, aber das Brot ziemlich nass.

  2. Jetzt gebe ich das Brot und den Spinat in die Küchenmaschine (in meinem Fall in den Fine cut von Fissler, da ich keine elektrische besitze) und vermische das Brot mit dem Spinat, indem ich es hacke.

  3. Ich gebe diese grüne Masse in die Schüssel von vorher zurück, gebe das Ei dazu, würze mit Salz und knete die Masse mit einer Hand. Mit der anderen Hand gebe ich soviel Mehl und Brösel dazu, wie ich brauche. Die Menge ist schwer anzugeben. Ich gebe immer eine handvoll Brösel und eine handvoll Mehl dazu und knete mit der anderen den Teig. Das wiederhole ich solange, bis ich mir vorstellen kann mit diesem Teig Gnocchi zu formen. Er darf auf keinen Fall zu trocken sein. Jetzt wird erst einmal geruht. Nicht ich, der Teig.

  4. Ich stelle schon wieder einmal einen Topf mit Wasser auf den Herd. Das Wasser kocht bald. In der Zwischenzeit schneide ich von den Kirschtomaten die Stielansätze heraus und schneide auf den Hintern eine Kreuz ein (geht mit einem Messer mit Wellenschliff viiiel besser).

  5. Sobald das Wasser kocht, schmeiße ich die Tomaten ins Wasser und lasse sie 1-2 Minuten sieden. Ich hole sie mit dem Schaumlöffel heraus und gebe sie in einen Behälter mit kaltem Wasser, dass sie sofort abkühlen.

  6. Die Kirschtomaten teile ich in Viertel und gebe sie in eine Pfanne in der ich Olivenöl schon ein wenig gewärmt habe. Salzen und pfeffern, Deckel drauf und dann lasse ich sie ein Weilchen kochen, aber nicht zu lange, man soll sie noch erkennen.

  7. Das Wasser im Topf salze ich und decke es wieder zu.


  8. Jetzt nehme ich den Teig aus der Schüssel raus, auf die bemehlte Arbeitsfläche und gehe genauso vor, wie bei Kartoffel-Gnocchi. Ich forme einen großen Strang, teile diesen in drei Teile. Forme mit jedem eine kleine, etwa 2 cm dicke Rolle und schneide mit einem scharfen Messer Gnocchi.

  9. Ich schalte das Wasser wieder ein, damit es kocht und gebe die ersten 4 Portionen ins Wasser. Sie brauchen etwas, aber dann erscheinen sie an der Wasseroberfläche. Ich lasse sie noch etwas kochen, dann nehme ich sie mit dem Schaumlöffel heraus und gebe sie in die Pfanne mit den Tomaten. Jetzt kommt die zweite Runde dran, bis der ganze Teig aufgebraucht ist.

  10. Ich habe die Butter geschmolzen und die Mandelblättchen darin gebräunt.

  11. Die Pfanne kommt auf den Tisch. Für unsere Tomaten-Queen habe ich natürlich welche ohne Tomaten. Sie reibt sich Parmesankäse darüber, dann die Mandelblättchen. Sieht auch ganz gut aus.

Wir essen die Strozzapreti ohne Käse, braucht es auch nicht. Sie sind so schon lecker!

29.10.09

Risotto alla milanese, wie könnte es anders sein

Wir sind mental momentan in Mailand. Auf der wunderschönen Piazza del Duomo, in einem schicken Restaurant und genießen dieses Gericht.
Um denjenigen, die es nachkochen möchten, den ganzen Genuss zu gönnen , schreibe ich noch schnell das Rezept für diese Beilage zum Ossobuco (siehe weiter unten).
Viele werden erstaunt sein, dass ich den Reis im Schnellkochtopf koche. Dieser Topf ist ein Alleskönner. Wer einen besitzt, und es sind wahrscheinlich viele, sollte dieses Experiment wagen, denn es ist fast nicht zu glauben, was da herauskommt.

Zutaten für 4 Personen:

2 Tassen Rundkornreis (wenn möglich Vialone nano, das ist ein kleinkörniger Risotto-Reis)
1/4 Zwiebel
50 g Butter
1/2 Glas trockener Weißwein
2 Messerspitzen Safranfäden
Salz
40 g Parmesankäse, gerieben



  1. Die Zwiebel fein hacken. Im Schnellkochtopf , in der Hälfte der Butter bei niedriger Hitze weich dünsten.

  2. Reis dazugeben, glasig werden lassen, damit sich die Poren verschließen ( es ist so, auch wenn es blöd klingt).

  3. Mit dem Weißwein aufgießen und völlig verdampfen lassen.

  4. Jetzt kommt es auf die Größe eures Schnellkochtopfes an, wieviel Wasser aufgegossen wird. Bei einem 3l Schnellkochtopf reichen 4 1/2 Tassen Wasser. Für einen 5 l Topf müssen unbedingt 5 Tassen genommen werden. Der Topf braucht auch Flüssigkeit, um unter Druck zu gehen. Diese würde er sich vom Reis nehmen und der wird dann trockener.

  5. Die Safranfäden zwischen den Handflächen zerreiben und zum Reis geben.

  6. Salzen und verschließen. Den Topf bei großer Hitze unter Druck gehen lassen. Ab dem Moment wie der 2. Ring vom Ventil sichtbar ist, schalte ich die Temperatur auf klein. Der Ring sollte aber 6 Minuten sichtbar bleiben. Die Herdplatte könnt ihr nach ca. 3 Minuten ganz abschalten. Die Restwärme hält euch die Temperatur leicht die restlichen 3 Minuten.

  7. Sobald die Zeit um ist, stelle ich den Schnellkochtopf in das Waschbecken und lasse einen Wasserstrahl über den Deckel laufen. Das Ventil geht sofort wieder hinunter.

  8. Jetzt könnt ihr den Deckel öffnen. An der Oberfläche liegt ein wenig gelbe Flüssigkeit, diese rührt ihr mit der restlichen Butter und dem Parmesankäse unter den Reis.

Wie schon gesagt, er sollte eher flüssig sein, als sonst etwas.

Manche werden sich wundern, wieso ich keine Fleischbrühe und kein Knochenmark angebe.
Wie schon erwähnt habe ich nicht immer Fleischbrühe und das Knochenmark nehme man sich vom Ossobuco, wenn es schon auf eurem Teller liegt, und rühre es sich unter den Reis. Alles klar?

28.07.09

Sommerliche Tomaten mit Reisfüllung

Es ist immer dasselbe. Sobald im Garten das Gemüse reif ist, hat man auf einem Schlag viel von ein und derselben Sorte. Ob es Gurken, Salat oder Tomaten sind. Man bringt es auch in der Verwandtschaft nicht mehr unter, da sie schon von anderer Seite versorgt wird.


Dann heißt es Fantasie einsetzen, damit das gute Gemüse verarbeitet werden kann und auf dem Tisch, als wohlschmeckende Speise, landet.


Zutaten für 4 Personen:
  • 6 Fleischtomaten

  • 1/2 Tasse Basmatireis

  • 12 schwarze Oliven

  • 3 EL Olivenöl

  • 5 Sardellenfilets in Öl gelegt

  • Salz

  • Pfeffer aus der Mühle

  • 2 EL Petersilie

  • etwas geriebener Parmesankäse
  1. Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, dann erst salzen (siehe vorheriges Rezept ganz unten). Reis einrühren, Hitze reduzieren und 12 Minuten kochen lassen. Danach abschütten und in einer Schüssel abkühlen lassen, dabei immer wieder einmal umrühren, damit der Reis etwas trocknen kann.

  2. Backofen auf 180° Heißluft vorheizen.

  3. Oliven entsteinen (siehe vorheriges Rezept Punkt 6) und grob in Stücke schneiden, zum Reis geben.

  4. Sardellenfilets zerzupfen, ebenfalls zum Reis geben.

  5. Tomaten waschen, quer halbieren und aushöhlen. Das Tomatenfleisch hacken, in eine Schüssel geben und etwas salzen. Die Tomatenhälften ebenfalls salzen und umgedreht auf einem Teller etwas entwässern.

  6. Fruchtfleisch abseihen und was im Sieb bleibt zum Reis geben.

  7. Nun fehlt nur mehr das Olivenöl, Salz und Pfeffer mit dem man alles abschmeckt.

  8. Petersilie waschen, trocknen und fein hacken.

  9. Tomatenhälften mit dem Reis füllen, in eine feuerfeste Form geben, Petersilie und Parmesankäse darüberstreuen und für 10 Minuten in den Ofen geben. Der Käse soll ein wenig schmelzen, die Tomaten sollen lauwarm werden, dann schmeckt dieses Gericht so richtig gut.
Ein richtiges Sommergericht, das nicht schwer auf dem Magen liegt und einem nicht zum Schwitzen bringt, weder während der Zubereitung noch beim Essen.