Eine sehr kurze Zeit im Jahr gibt es ihn nicht, den Lauch und zwar, wenn er seine Blüte entwickelt. Dann hat er einen dicken Stängel in der Mitte und ist praktisch nicht brauchbar.
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01.08.17
Ramen mit Pak Choi vom Garten
In der Gärtnerei fand ich dieses Jahr das erste Mal Pak Choi-Pflänzchen. Im Gemüseladen habe ich ihn bei uns noch nie gesehen, hatte Pack Choi aber anderorts jedoch schon gekauft und gekocht. Ein Platz im Garten war schnell gefunden und jetzt war er zu ernten.
Wie Pak Choi schmeckt wird hier recht gut beschrieben, nur "an Stelle von Mangold oder Spinat" würde ich ihn nicht bedenkenlos einsetzen. Für Spinatspatzlen zum Beispiel schmeckt er zuviel nach Kohl oder Senf. Dieses Gemüse ist im asiatischen Raum beheimatet und deshalb gab es bei uns ein asiatisch angehauchtes Gericht.
29.10.15
Gemüseallerlei
Heute habe ich ein schnelles Gericht, ein gutes und gesundes Essen. Was will man mehr? Außerdem eignet es sich vortrefflich zum Verbrauch für verschiedene Gemüsesorten und man kann es zu jeder Jahreszeit zubereiten, da man saisonales Gemüse verwenden kann.
Da wir zurzeit nur zu zweit zu bekochen sind und mein Garten immer noch allerhand hervorbringt, muss ich schauen, dass ich das Gemüse verkoche, bevor es verdirbt.
Wie gesagt, heute gibt es das Gericht mit diesem Gemüse, ein anderes Mal in einer ganz anderen Kombination.
11.05.15
Altes mit Neuem aufgepeppt - Frühlingssalat

So überraschte uns gestern Abend unser Sohnemann zu unserem selbsternannten "Elterntag". Mit seiner Schwester, in Oslo über Skype, mit seiner Oma im unteren Stock als Beraterinnen, kochte er uns ein perfektes Abendessen mit Spargeln mit Boznersauce, Salzkartoffeln und Beinschinken und als Nachspeise Haselnuss-Halbgefrorenes. Und ich dachte er kann nicht kochen!!
So entlasse ich ihn leichteren Herzens im Herbst, wenn es wahrscheinlich nach Wien zum Studium geht.
Ich hingegen habe mich für einen Rohkost-Teller entschieden. Es heißt die Roten Rohnen vom Vorjahr aufzubrauchen.
Es gibt ja schon allerhand Frisches, mit dem man das Alte aufpeppen kann. Deshalb traue ich mich diesen Salat als Frühlingssalat zu bezeichnen.
Frühlingssalat
Zutaten für 2 Personen:
- 1 rohe Rote Rohne (Rote Bete)
- 1 kleiner Lauch
- 1/2 Salatgurke
- 1/2 Bund Radieschen
- in Öl eingelegte Carciofiherzen
- Kresse
- Kräutersalz
- Pfeffer
- Apfelessig
- Olivenöl
- Ich schäle die Rote Rohne und rasple sie mit der Rohkostreibe in zwei Teller.
- Den Lauch wasche ich, schäle das Innere heraus und schneide dieses in Ringe. Diese kommen über die Rote Rohne.
- Die Gurke schäle ich, hoble sie mit dem Hobel über den Salat in grobe Stifte.
- Radieschen werden gewaschen, das Grünzeug schneiden ich weg, und stiftle sie ebenfalls, aber diesmal fein.
- Dann verfeinere ich den Salat noch mit frisch "gemähter" Kesse und in Öl eingelegten Carciofiherzen.
- Für das Dressing mische ich einen gestrichenen Teelöffel Kräutersalz mit 1 Esslöffel Apfelessig, 2 Esslöffel Olivenöl und wenig Pfeffer. Dieses träufle ich über die zwei Teller.
Jetzt wo es warm wird, gehören Salate zu unseren absoluten Favoriten.
05.12.14
Kartoffelgnocchi mit Alligator
Bei uns wird immer noch mit Freude gekocht, so wie immer, nur um das Fotografierte ins Netz zu stellen, ist manchmal keine Zeit.
Robert hat ihn und ich bin seit kurzer Zeit auch stolze Besitzerin eines Alligators. Ein Maul hat er auch und er zerkleinert Gemüse, dass es eine Freude ist. Wir haben jetzt schon einige verkauft und haben nur positive Rückmeldungen.
Kleine Würfel zu schneiden, z.B. für die Gerstsuppe, für das Chutney, für Apfelgelee mit Apfelwürfelchen, ist kein Problem mehr. Sogar in Scheiben geschnittenes Kürbisfleisch schafft er.
Robert meint, das Gerät wäre nichts für zarte Frauenhände. Da kennt er uns Frauen schlecht. Ob in Hartplastik oder Stahl, das Schneideteil ist immer dasselbe. Nur ist der Preis ein anderer :)
Ich habe Gemüse für meine Kartoffelgnocchi geschnitten und noch ein paar Blättchen Rosenkohl hinein geschmuggelt.
![]() |
| Bei hartem Gemüse geht immer nur eine Scheibe. |
![]() |
| Für ganz Penible: alle Würfelchen exakt in derselben Größe. |
Kartoffelgnocchi mit Gemüsewürfelchen
Zutaten für 2 Personen:
Die Hälfte des Kartoffelteiges wie hier beschrieben
Für die Würfelchen:
- 1 Karotte
- 1/2 Lauch
- 1/2 kleinere Zwiebel
- einige Rosenkohlblätter
- 1 grüner Chili (war nicht sehr scharf)
- Olivenöl
- Salz
- Pfeffer
- Ich bereite einen Kartoffelteig zu wie bei all meinen Rezepten für Gnocchi, stelle auch gleich Wasser auf um sie zu kochen.
- Ich putze das Gemüse und hoble die Karotte in gleich dicke Scheiben. Den Lauch schneide ich in 7 cm lange Stücke.
- Ich drücke die Scheiben der Karotte, die auseinander gelegten Blätter des Lauches, den halbierten Chili, allerdings mit der Hautseite nach unten und die Zwiebel hintereinander durch die Schneidevorrichtung des Alligators.
- Die Rosenkohlblättchen wasche ich und schneide sie in Streifchen.
- In wenig Olivenöl dünste ich das Gemüse weich, dafür gebe ich auch nach kurzer Zeit ein wenig Wasser dazu und würze mit Salz und Pfeffer.
- Den Kartoffelteig teile ich in gleichgroße kleine Stücke und drehe sie zu kleine Schupfnudeln, lasse sie portionsweise sofort ins kochende Salzwasser gleiten und schöpfe sie sobald sie an die Oberfläche kommen mit dem Schaumlöffel in das Gemüseragout.
- Nochmals in der heißen "Sauce" geschwenkt und das Gericht ist fertig.
12.12.12
Knödel-Tris
Heute möchte ich mit einem Gedicht von Christian Morgenstern beginnen, welches heute am 12.12.12 in unserem Gedichte-Adventkalender war. Es passt zu meinen drei Knödeln:)
Die drei Spatzen
In einem leeren Haselstrauch
da sitzen drei Spatzen, Bauch an Bauch.
Der Erich rechts und links der Franz
und mittendrinn der freche Hans.
Sie haben die Augen zu, ganz zu,
und oben drüber schneit es, hu!
Sie rücken zusammen dicht an dicht.
So warm wie der Hans hat's niemand nicht.
Sie hören alle drei ihrer Herzlein Gepoch
und wenn sie nicht weg sind, so sitzen sie noch.
Kuscheln sich die drei Knödelchen nicht auch aneinander, wie die drei Spatzen?
Mein Knödel-Tris besteht aus Spinat, Käse und Lauchknödelchen. Knödelbrot bekomme ich von meiner Freundin Helene und einen kleinen Vorrat an Spinat hatte ich noch vom eigenen Garten im Tiefkühlfach, aber zu wenig für das ganze Brot. Der letzte eigene Lauch kam mir da gerade recht. Knödel mache ich schon viele Jahre so und Spinatknödel oder Nocken im Speziellen so. Ich verweise, wie Robert, heute auf "alte" Rezepte. Aber eher aus Mangel an Zeit. Das altbewährte kann man meistens aus dem Ärmel schütteln und ist auch immer wieder gut. Lauchknödel unterscheiden sich nur darin, dass ich anstelle von Spinat oder Speck, Lauch in feine Scheiben geschnitten, ganz weich dünste und unter die übliche Knödelmasse mische. Zwiebel braucht es in diesem Fall nicht. Für die Kasknödel nehme ich einen würzigen Südtiroler Käse, z.B. Marienberger, in kleine Würfel geschnitten und mische ihn statt des Speckes unter.
Kleine Knödelchen sind in diesem Fall angebracht. Ich habe meistens mit 2 Knödeln genug. Wenn sie zu groß wären, könnte ich nur zwei Sorten probieren:)
Damit ein bisschen Schnee auf die "Spatzen" fällt, bestreue ich sie portionsweise mit geriebenen Parmesankäse und beträufle sie dann noch mit zerlassener Butter.
Auch für Studenten eignet sich jede Art von Knödel: günstig, kein großer Arbeitsaufwand und lecker:)
30.01.12
Mit Palatschinken und Pfannkuchen kann ich nichts anfangen
Dieser Pfannkuchen gehört zu den "rustikalen" Vertretern seiner Spezies. Das Schöne an einem Pfannkuchen ist, dass man ihn füllen kann mit was man will und was gerade vorhanden ist, in diesem Fall Lauch und Käse.
Pfannkuchen, gefüllt mit Lauch und Käse
Zutaten:
Für den Teig:
- 125 g Mehl
- 1 Prise Salz
- 250 ml Milch
- 3 Eier
- Olivenöl zum Backen (Nachtrag)
- 2 große Lauchstangen
- 250 g Käse (bei mir Stilfser-Käse) er sollte sich schmelzen lassen und würzig sein
- Peperoncino
- Salz
- Olivenöl
- Ich rühre mit dem Mehl, dem Salz und der Milch einen Teig an, schlage die Eier separat in einem Behälter und rühre sie nur mehr sachte unter den Teig. Den Teig lasse ich 15-20 Minuten quellen.
- Ich putze und wasche den Lauch und schneide ihn in feine Ringe.
- In einer Pfanne erwärme ich Olivenöl und dünste den Lauch solange bis er weich ist.
- Dann würze ich mit Salz und mit Peperoncino aus der Mühle. Peperoncino so zu handhaben ist wesentlich ungefährlicher als mit den Händen.
- Ich schneide den Käse in Scheiben.
- Jetzt backe ich Omeletten bis der Teig fertig ist.
- Ich heize den Backofen auf 180° vor.
- Damit das Ganze auch seine Form behält, nehme ich den runden Stahlring, stelle ihn auf die passende Größe der Omeletten und auf ein Backblech und schichte alles schön übereinander hinein.
- Das Blech mit dem Kuchen schiebe ich für 20 Minuten in den Backofen.
Das nächst Mal probiere ich es mit Brokkoli oder mit Weißkraut oder mit Zucchini.
Uns hat der Pfannkuchen ausgezeichnst gemundet. Wer unbedingt etwas Fleischiges dabei haben muss, kann Speckstreifen anrösten und zum Lauch geben.
30.11.11
Carbonara light und die Tücken des Alters
So schlimm ist es nun auch wieder nicht. Noch brauche ich keine Geh-Hilfe, aber die eine oder andere Veränderung macht sich schon bemerkbar. Bei uns, Norbert und mir, hat es dieses Jahr einen Hunderter zu feiern gegeben. Lesebrille ist für mich schon seit längerem normal. Das ständige Suchen nach der Brille auch. Dieses Jahr musste es dann eine Nummer stärker sein und jetzt kann ich ohne Brille fast nicht mehr kochen. So eine Brille in der Küche ist der Wahnsinn. Wenn ich von einem Rezept koche, brauche ich sie, wenn ich in einen Topf gucke, beschlägt sie sich, wenn ich in den Kühlschrank schaue, ist alles trüb. Ein Ständiges auf und ab, das macht mich ganz nervös. Alle Dauer-Brillenträger werden jetzt fragen, warum ich mich so beklage? Ich bin es einfach noch nicht gewöhnt, habt Geduld mit mir. Beneiden tu ich sowieso niemanden, der ohne Brille nicht sein kann.
Ich probiere eine Neuheit von Lékué aus. OVO heißt das Ding und ist speziell für's Eierkochen entwickelt worden. Es ist nicht groß, grad einmal für ein Ei. Die Beschreibung ist in Nano-Einheiten gedruckt. So schwer kann das ja auch nicht sein. Ich lese, aus den genannten Gründen, die Anleitung nicht durch, ich habe es ja eilig, wie immer.
Spaghetti Carbonara möchte ich machen. Normalerweise mache ich das nur mit den Eigelben, weil das Eiweiß so glibbrig bleibt, da man das Ei nicht mehr erhitzen soll, sonst stockt es. Relativ viel Sahne ist normalerweise in meiner Sauce, heute möchte ich mit wenig Sahne zurecht kommen.
Nudeln kochen, das kann jeder, auch ohne Brille. Ich schneide einen kleinen Lauch und eine kleine Stange Sellerie sehr klein, Speck in feine Streifen und brate alles in Olivenöl an, salze und pfeffere einwenig, kann ich alles noch mit freiem Auge!
Jetzt möchte ich das Ding, das OVO heißt, bestücken, schlage ein Ei auf und lasse es in den Behälter gleiten, rühre ein wenig geriebenen Käse, mit Salz und Pfeffer unter das Eiweiß, ohne den Dotter zu verletzen, verschließe ihn und stelle ihn in kochendes Wasser. Dort lasse ich ihn eine Zeit lang. Ich schwenke die Nudeln im Gemüse, nehme eine Portion auf einen Teller und möchte das Ei über die Nudeln geben. Das Ei kommt nicht heraus, OVO hält es fest, als ob es das Ei selbst essen möchte.
Ich sehe aber auch, dass das Ei noch ziemlich dünnflüssig ist.
Erst jetzt bemühe ich mich die Brille zu holen, lese endlich den Beipackzettel, auf dem geschrieben steht, dass Ovo ein wenig Fett braucht und das Ei zwischen 7 und 10 Minuten gekocht werden muss, damit es so wird wie ich es möchte.
Nudeln wieder zurück in die Pfanne und die ganze Prozedur von vorne, diesmal nach Anleitung.
Jetzt hole ich noch ein paar Kräuter von der Fensterbank, wasche sie, zupfe sie von den Stängeln (jetzt habe ich ja die Brille) und hacke sie fein.
Zum Glück sind die Spaghetti al dente gekocht, sonst könnte man sie vergessen.
Über die Nudeln gebe ich dann doch noch wenig flüssige Sahne, mehr für den Geschmack, dann das Ei und streue die Kräuter darüber.
OVO ist aus Silikon und kann auch in der Mikrowelle benutzen werden. Das Ei erinnert stark an ein pochiertes Ei. So habe ich aber keinen Stress ob es gelingt oder nicht.
Ich probiere eine Neuheit von Lékué aus. OVO heißt das Ding und ist speziell für's Eierkochen entwickelt worden. Es ist nicht groß, grad einmal für ein Ei. Die Beschreibung ist in Nano-Einheiten gedruckt. So schwer kann das ja auch nicht sein. Ich lese, aus den genannten Gründen, die Anleitung nicht durch, ich habe es ja eilig, wie immer.
Spaghetti Carbonara möchte ich machen. Normalerweise mache ich das nur mit den Eigelben, weil das Eiweiß so glibbrig bleibt, da man das Ei nicht mehr erhitzen soll, sonst stockt es. Relativ viel Sahne ist normalerweise in meiner Sauce, heute möchte ich mit wenig Sahne zurecht kommen.
Nudeln kochen, das kann jeder, auch ohne Brille. Ich schneide einen kleinen Lauch und eine kleine Stange Sellerie sehr klein, Speck in feine Streifen und brate alles in Olivenöl an, salze und pfeffere einwenig, kann ich alles noch mit freiem Auge!
Jetzt möchte ich das Ding, das OVO heißt, bestücken, schlage ein Ei auf und lasse es in den Behälter gleiten, rühre ein wenig geriebenen Käse, mit Salz und Pfeffer unter das Eiweiß, ohne den Dotter zu verletzen, verschließe ihn und stelle ihn in kochendes Wasser. Dort lasse ich ihn eine Zeit lang. Ich schwenke die Nudeln im Gemüse, nehme eine Portion auf einen Teller und möchte das Ei über die Nudeln geben. Das Ei kommt nicht heraus, OVO hält es fest, als ob es das Ei selbst essen möchte.
Ich sehe aber auch, dass das Ei noch ziemlich dünnflüssig ist.
Erst jetzt bemühe ich mich die Brille zu holen, lese endlich den Beipackzettel, auf dem geschrieben steht, dass Ovo ein wenig Fett braucht und das Ei zwischen 7 und 10 Minuten gekocht werden muss, damit es so wird wie ich es möchte.
Nudeln wieder zurück in die Pfanne und die ganze Prozedur von vorne, diesmal nach Anleitung.
Jetzt hole ich noch ein paar Kräuter von der Fensterbank, wasche sie, zupfe sie von den Stängeln (jetzt habe ich ja die Brille) und hacke sie fein.
Zum Glück sind die Spaghetti al dente gekocht, sonst könnte man sie vergessen.
Über die Nudeln gebe ich dann doch noch wenig flüssige Sahne, mehr für den Geschmack, dann das Ei und streue die Kräuter darüber.
OVO ist aus Silikon und kann auch in der Mikrowelle benutzen werden. Das Ei erinnert stark an ein pochiertes Ei. So habe ich aber keinen Stress ob es gelingt oder nicht.
14.09.11
Der Reis der Venus
Wer ihn noch nie probiert hat, sollte sich von seiner dunklen Farbe nicht abschrecken lassen, der "Riso Venere". Er gehört zu den Reis-Spezialitäten. Das erste Mal, wie ich ihn gekocht habe, konnte ich mir nicht vorstellen, dass der Reis, den man in Wasser kocht wie Nudeln, eine dunkle Brühe hinterläßt und anders riecht als der gewöhnliche Reis, so lecker schmecken kann.
Früher war dieser eher rare Reis in China der Kaiser-Familie vorbehalten und man spricht ihm aphrodisierende Wirkung zu:)
Als Vollkornreis macht er sich auch ganz gut. Die Farbe ist, wie man im ersten Moment glauben könnte, nicht schwarz, sondern violett.
Ich koche ihn, wie jeden Reis im Schnellkochtopf mit viel Wasser, welches ich aufkochen lasse, dann erst den Reis einstreue, ohne Salz, 12 Minuten den 2. Ring sichtbar. Ich dampfe den Schnellkochtopf schnell im Waschbecken ab, dabei kann schon einmal passieren, dass dunkle Brühe zwischen Deckel und Topf herausgedrückt wird und den Abfluss hinunterläuft, ist weiters nicht schlimm, da ich den Reis sowieso in ein Sieb schütte und die Brühe weglaufen lasse.
Ich schneide eine Melanzane in Scheiben, dann viertele ich sie, frittiere sie in Rapsöl und weil ich noch eine Lauchstange habe, kommt die, in feine Scheiben geschnitten, auch noch ins Öl, bis die Streifen knusprig sind. Beides lege ich auf Küchenkrepp, damit überschüssiges Fett aufgesaugt wird.
Frische, reife Tomaten habe ich momentan von meinen Stauden, deshalb wird frischer Sugo gekocht um den Vorrat nicht anzutasten. Ich schäle dafür die Tomaten mit dem Tomatenschäler, schneide den Stielansatz heraus, große Tomaten schneide ich kleiner und gebe sie in den Fincut, schäle noch eine Knoblauchzehe, gebe sie dazu und hacke in wenigen Sekunden alles fein. Diese Sauce gebe ich in eine Pfanne und lasse den Sugo mit ein wenig Olivenöl verfeinert, gesalzen und gepfeffert und dem gekippten Deckel drauf, ein bisschen reduzieren.
Den Reis schütte ich wieder in den Topf zurück, würze ihn mit Instant-Gemüsebrühe, bitte ohne Glutamat, rühre das meiste Gemüse unter und portioniere ihn mit Hilfe eines Speiseringes.
Darauf kommt noch ein bisschen Gemüse und dazu essen wir den Sugo.
Und jetzt frage ich mich wieso ich den "Venusreis" bis jetzt nur bei Männern gesehen habe ????
Dazu ist nur noch zu sagen, dass der Reis wirklich hervorragend zu Fisch paßt.
29.04.11
Flaschen-Tanga-Schollenröllchen
Da sich mein Auftritt im Fernsehen zum dritten Mal jährt und ich immer noch darauf angesprochen werden kommt er auch auf meiner Seite einmal zur Sprache. Am Meisten interessiert die Leute, was ich im Fernsehen gekocht habe. Vorausschicken möchte ich noch, dass auf die Anmeldung zur Küchenschlacht meine Kinder gedrängt haben, ich mich halbherzig dazu überreden gelassen habe und dann doch ein ganz tolles Erlebnis daraus entstanden ist.
Wie es zum Flaschen-Tanga-Schollenröllchen gekommen ist könnt ihr hier sehen:
Dazu gab es Basmati-Reis. Wer einen Bambusdämpfer besitzt kann auch diesen für die Zubereitung verwenden.
Zur Anmeldung musste man 10 Rezepte beilegen, von denen die Redaktion dann 3 ausgewählt hat. Für mich wurde ausgewählt:
- Radicchiopalatschinken
- Schollenröllchen im Lauchmantel
- Sautierte Garnelen mit gedünstetem Spargel und gemischte Früchte mit Kokosmilch
Beim Schollenröllchen hatte ich Johann Lafer als Juror. Ein denkbar einfaches Gericht, aber gerade wenn man denkt, dass es nur so vom Ärmel heraus zu schütteln geht, kommt allerhand inzwischen!
Ich erzähle euch vorher vom Schöllenröllchen und danach was während der Sendung alles schief gelaufen ist.
Schollenröllchen im Lauchmantel
Zutaten für 4 Personen:
- 4 große Schollenfilets, ohne Haut (für alle die in italienischen Fischgeschäften einkaufen, ist das die Platessa)
- 1 dicker Lauch
- 60 g Rohschinken San Daniele, wenn ich die Möglichkeit habe nehme ich vom schmalen Ende, da ist er am mildesten
- 40 g Walnüsse
- Salz
- Pfeffer
- 150 ml Fischfond
- 100 ml trockener Weißwein (das "trocken" hatte ich bei dem Rezept für's Fernsehen vergessen)
- 125 g Crème fraîche
- Küchengarn zum Binden
- Ich schneide den geschlossenen Teil des Lauchs vorsichtig auf, damit ich die unteren Blätter nicht verletze und schäle 8 Lauchblätter herunter, wasche sie und koche sie solange in Salzwasser, bis sie biegsam sind.
- Ich schneide den Schinken fein und hacke die Nüsse mit dem Fincut, mische Nüsse mit Schinken.
- Ich lege die Lauchstreifen nebeneinander, teile die Fischfilets und lege sie darauf, salze und pfeffere sie und verteile das Nuss-Schinken-Gemisch gleichmäßig darauf.
- Ich rolle das Ganze auf und schnüre mit dem Küchengarn kleine Pakete.
- Im Dampftopf, in diesem Fall ist es der Vitalis, vermische ich Fischfond und Wein, stelle den Dampfeinsatz hinein und lege die Röllchen darauf. Deckel zu und auf den Herd gestellt, dann muss ich warten, bis das Thermometer die 80° erreicht hat, von dem Moment an dauert das Garen 6 Minuten.
- Den Dampfeinsatz nehme ich heraus, rühre die Créme fraîche ein, salze und pfeffere die Sauce und serviere sie zusammen mit den Lauchröllchen.
Dazu gab es Basmati-Reis. Wer einen Bambusdämpfer besitzt kann auch diesen für die Zubereitung verwenden.
Jetzt wird sich jeder denken, was kann da schon schiefgehen? Das Gericht hatte ich bald zubereitet und hatte sogar noch Zeit für die Deko, Karottenstreifen zu schneiden und mitzudämpfen. Als es dann zum Endspurt kam, ist mir die Sauce nicht gelungen. Ich hatte nicht mit der Säure des deutschen Weissweins gerechnet, hatte sogar noch ein paar Tropfen Zitronensaft in die Sauce gedrückt. Als ich sie kostete, bin ich ja furchbar erschrocken. Zucker, den ich eventuell unterrühren hätte können, gab es nicht, wenn du ihn nicht bestellt hattest. Unter meinem Herd befand sich kein Schneebesen um den Crème fraîche einzurühren.... Die Zeit drängte dann auch noch und die Sauce war wie sie war. Das Erste was Johann sagte, als er meine Sauce probierte, war:" Die Sauce ist sauer." Das Röllchen schmeckte ihm schon, obwohl er nicht erkannte, dass San Daniele Schinken als Fülle im Röllchen war, sondern vermutete, dass es Speck sei.
Man muss auch Glück im Leben haben und ich hatte das Glück, dass ein anderes Gericht dem Johann noch schlechter geschmeckt hat, als meine Sauce. Und so bin ich weiter gekommen bis zu Kerner. Was ich dort gekocht habe, erzähle ich euch das nächste Mal.
05.01.10
Die beste Art den Kühlschrank aufzuräumen

Das neue Jahr ist gekommen, ob wir wollten oder nicht. Wir sind glücklich hinein gepurzelt, mit allem was dazu gehört. Nach den ganzen Feierlichkeiten hat man natürlich von allem was übrig! Was machen wir damit? Es gibt eine Pfanne, die schon sehr lange eine Faszination auf mich ausübt: der Wok, welcher für so eine Herausforderung geschaffen ist.
Ich war in meiner Oberschulzeit das erste Mal in einem sehr guten, chinesischen Restaurant. Das ist schon sehr lange her. Ihr werdet es nicht glauben, das war in Florenz!! Im Schlemmerparadies schlechthin, geht die gute Frau chinesisch essen. Man war jung und es war einmal etwas Neues. Italienische Küche ist für uns normal.
Auf alle Fälle hat es mich schwer beeindruckt und ich habe mir ein chinesisches Kochbuch gekauft, welches ich heute noch besitze und habe auch daraus gekocht.
Nicht all zu lange Zeit danach, habe ich von Norbert, der noch nicht mein war, ein kleines Präsent bekommen und er hat geglaubt einen dicken Schmatz dafür zu kassieren. Ich habe ihn zum Essen eingeladen: chinesische Küche. Dieser Abend hat wahrscheinlich etwas bewirkt, wir sind ja heute noch zusammen. Bekanntlich geht Liebe durch den Magen, oder nicht?
Ich koche schon lange mit dem Wok, aber nur in seltenen Fällen nach einem Rezept, sondern aus dem Garten oder aus dem Kühlschrank.


Hier zum Beispiel hatte ich noch einiges übrig: ein Stück von einer dicken Scheibe Schinken (wo werde ich die her haben, logisch von hier), zwei rote Peperoni, eine Karotte, ein Lauch, etwas Pak choi, ein asiatisches Gemüse, mit Mangold zu ersetzen, zwei Eier habe ich immer und irgendwelche asiatischen Nudeln, habe ich auch immer zu Hause. Zwiebel und Knoblauch dürfen auch nicht fehlen und Sojasauce kaufe ich literweise, damit ich niemals in Bedrängnis komme.
Los geht´s:
Ich stelle in einem Topf Wasser auf den Herd, wie schon gesagt, nie falsch, wer weiß für was du´s brauchst.
Ich schlage die zwei Eier in eine Schale, salze und verquirle sie.
Das Gemüse wird gewaschen, wenn notwendig auch geschält und in ungefähr gleich große Stücke geschnitten.
Das Wasser kocht, ich salze es nicht, das tut man so bei asiatischen Nudeln. Dann lege ich die Nudeln ins heiße Wasser, lockere sie mit einer Holzgabel und lasse sie dort ungefähr 8 Minuten, dann probiere ich sie das erste Mal. Wenn sie mir schmecken kommen sie raus, wenn sie noch hart sind, bleiben sie noch drinn. Jetzt probiere ich sie immer wieder. Aber lange muss ich nicht probieren, die meisten sind´s nach den 8 Minuten.
Inzwischen schneide ich den Schinken in Würfel, den Zwiebel hacke ich fein, schiebe ihn auf die Seite, dann kommt der Knoblauch dran.
Jetzt kommt erst der Wok ins Spiel. Ich setzte ihn über die Flamme und lasse ihn schön heiß werden. Erst jetzt gebe ich ein wenig Rapsöl in die Pfanne und backe mit dem verrührten Ei ein Omelett, von beiden Seiten gebraten. Nehme es heraus und schneide es in Streifen.
Dann kommt das Gemüse an die Reihe. Ich beginne mit dem Gemüse, das am Längsten braucht, mit den Karotten. Ich röste sie und wende sie ständig, damit sie nicht auf einer Seite anbrennen. Dann kommt das restliche Gemüse nacheinander in den Wok: Lauch, Pak choi oder Mangold und die Peperonistreifen. Den Zwiebel gebe ich relativ spät in die Pfanne. Ich will nicht, dass er verbrennt. Bei der Hitze wäre das leicht möglich.


Jetzt schiebe ich das Gemüse an den Rand und gebe in die Mitte die Schinkenwürfel und brate diese auch von allen Seiten.
Erst jetzt gebe ich den Knoblauch dazu und mische alle bunten Zutaten miteinander. Die Nudeln, falls sie zu lange sind, schneide ich auf einem Brett etwas kürzer und gebe sie ebenfalls in den Wok. Es muss nur noch gewürzt werden, mit Salz und mit Sojasauce. Pfeffer kommt keiner rein.
Bei uns steht immer ein Gläschen Sambal Oelek, das ist eine scharfe Sauce, auf dem Tisch, allerdings aus dem Bioladen. Wenn man bei herkömmlichen die Zutatenliste liest, wird einem schlecht.

Die Stäbchen sind nur Deko. Wir besitzen welche, decken sie für Gäste auch auf, aber mehr aus Jux. Unsere Gäste nehmen dann doch meistens die Gabel.

Die Stäbchen sind nur Deko. Wir besitzen welche, decken sie für Gäste auch auf, aber mehr aus Jux. Unsere Gäste nehmen dann doch meistens die Gabel.
Auf alle Fälle, wollt ihr euch jemanden angeln, kocht ihm oder ihr was schönes, das ist nie falsch und wollt ihr ihn oder sie behalten, bleibt dabei.
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