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07.06.20

Hähnchenkeulen "Marbella"

Schon im rohen Zustand schauen diese Hähnchenkeulen fantastisch aus, mit allem was uns schmeckt garniert, lange mariniert und gut gewürzt.

Wir sind ja nicht so die Fleischesser, wie man vielleicht erkannt hat. Ein Bio-Huhn kommt dann schon ab und zu auf die Speisekarte, das lassen wir uns dann schmecken als Delikatesse, ganz selten aber mit Genuss.

24.02.16

Zucchinispaghetti mit Gemüsesugo


Neulich wurde während des Mittagessens die Frage aufgeworfen, wieso man in deutscher Sprache Zucchini sagt, ganz gleich ob man einen oder mehrere meint. Wie man hier nachlesen kann gibt es im Italienischen den "zucchino" wie auch die "zucchina", in der Mehrzahl "zucchini" und "zucchine".

Wie im oben genannten Artikel beschrieben, benennt die weibliche Form sei es das Gemüse, wie die Pflanze, deshalb hat sich diese in Italien weitgehend durchgesetzt. Unser Sohn erzählte dann, wie er vor zwei Jahren, als er ein Schuljahr in der Toscana absolvierte, von seinen Mitschülern gehänselt wurde, als er Zucchini sagte.

Gibt es tatsächlich kein deutsches Wort für diese, dem Kürbis verwandten grünen Stangen? Auf jeden Fall sind sie vielseitig und mittlerweile das ganze Jahr über erhältlich. Wobei die von der eigenen Staude im Sommer immer noch die besten sind.       

16.09.15

Quiche auf italienisch























Die Tomatenernte dieses Sommers war und ist immer noch die reinste Freude. Dieses Jahr war eindeutig ein Tomatenjahr. Ich freu mich immer schon auf die eigenen, denn so voller Geschmack sind sie vom Laden nie.

Dazu muss ich sagen, dass ich dieses Frühjahr den Standort wechselte, da die Stauden im letzten, verregneten Sommer schon frühzeitig erkrankten und ich Bedenken ob der verbliebenen Keime im Boden hatte.

Es kann gut sein, dass sich der Standortwechsel, aber auch der Traumsommer auf die Ernte positiv ausgewirkt hat.

Diesen Kuchen mit Tomaten und Ricotta habe ich schon vor 2 Jahren vorgestellt. Heute kommt ein neuer zum Zuge und ich muss gestehen, er schmeckt uns noch besser als der "alte".

Da wir nun auch unseren Jüngsten nach Wien zum Studium verschickt haben, werde ich in naher Zukunft wieder die Rezepte hauptsächlich für 2 Personen angeben.

Das leere Zimmer darf ich noch nicht zu oft betreten, bis ich mich daran gewöhnt habe. Es ist ein Grund mehr, öfters nach Wien zu reisen :)

Mit viel Parmesankäse und nicht so deftig ist es eine italienische Variante des Originals.

Quiche con melanzane e pomodorini - Quiche mit Auberginen und kleinen Tomaten

Zutaten für 2 Personen und einer Kuchenform von 20 cm Durchmnesser:

Für den Teig:
  • 100 g Dinkelmehl, weiß
  • 40 g Butter
  • 1/2 Ei (die andere Hälfte brauche ich für den Guss)
  • 20 g Parmesankäse, gerieben
  • 1 Prise Salz
Für den Belag:
  • 200 g Melanzane
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Zweiglein Majoran
  • 160 g kleine gemischte Tomaten
  • 30 g schwarze Oliven 
  • Salz
  • Pfeffer
  • Olivenöl
Für den Guss:
  • 30 g Parmesankäse, gerieben
  • 1 1/2 Eier 
  • 100 ml Sahne
  • Salz
  • Pfeffer  
  1. Ich wasche die Melanzane, schneide den Stielansatz weg und schneide sie in Würfel.
  2. Ich erhitze Olivenöl und brate darin die Melanzanewürfel bei mittlerer Hitze rundum an bis sie Farbe annehmen.
  3. Inzwischen schäle ich die Knoblauchzehe, streife die Blätter vom Majoran ab und hacke beides ziemlich fein, gebe dies jedoch erst ganz zum Schluss dazu. Danach lasse ich die Melanzanewürfel abkühlen und würze sie mit Salz und Pfeffer.
  4. Den Backofen heize ich auf 200°C Ober und Unterhitze vor und schiebe das Gitter auf die unterste Ebene ein.
  5. Ich knete alle Zutaten für den Teig zusammen, rolle ihn zu einer dünnen Scheibe aus und lege eine eingefettete Kuchenform damit aus.
  6. Für den Guss rühre ich alle Zutaten zusammen.
  7. Die Tomaten wasche ich und halbiere sie, oder schneide sie in dicke Scheiben.
  8. In die Kuchenform mit dem Teig fülle ich die Melanzanewüfel, darüber lege ich die Tomatenhälften und schütte den Guss darüber.
  9. Der Kuchen wird 15 Minuten auf dem Gitter gebacken, dann schalte ich auf Heißluft um, schiebe das Gitter in die Mitte des Ofens und backe ihn dort nochmals 15 Minuten.
 So hat der Teigboden auch die Chance durchzubacken und bleibt nicht so speckig.

24.06.15

Sommerteller























Endlich ist der Sommer da. Besonders freue ich mich über meine Zucchinistaude, weil sie schon richtig tolle Zucchini trägt.

Fast jedes Jahr war sie schon krank, bevor an ihr Zucchini wuchsen.

Ich hatte schon so meinen Verdacht, dass die Staude die Bewässerung von oben nicht so gerne mag. Deshalb hat mir Norbert Tropfbewässerung hingemacht, und siehe da meine Staude ist pumperle gesund und produziert Gemüse, dass es nur so eine Freude ist.

Vom Zucchini kann ich mich nicht so schnell abessen, Hauptsache er wird gebraten und ordentlich gewürzt.

Auch das erste Basilikum habe ich geerntet und wie jedes Jahr lasse ich die trockenen Blätter mit Olivenöl und einem kleinen Stück Knoblauchzehe vom Standmixer ganz fein aufmixen. Diese ungesalzene Paste würde sich sehr lange im Kühlschrank halten, wenn sie nicht in kurzer Zeit aufgebraucht wäre.

Sie ist praktisch herzunehmen für Sughi, Mozzarella und Tomaten, über gegrillten Zucchini usw.


Sommerteller

  • 3 mittlere Zucchini
  • Oliven ohne Stein
  • Basilikum-Paste
  • Parmesankäse
  • Olivenöl
  • Kräutersalz
  • Pfeffer
Mit dem superstarken GSD-Hobel kann ich mit der Grundausstattung 5 unterschiedliche Einstellungen wählen. Zwei Einsätze bekommt man noch als Zusatz. Das Messer vom Hobel kann geschliffen und bei Bedarf sogar ausgetauscht werden.
  1. Ich hoble die Zucchini der Länge nach mit meinem altbewährten Hobel in Scheiben und verwende dafür die dickste Einstellung.
  2. Danach grille ich die Zucchinischeiben von beiden Seiten in wenig Olivenöl.
  3. Ich verteile die gegrillten Zucchinischeiben auf die Teller, salze mit Kräutersalz, pfeffere ein wenig, träufle die Basilikumpaste darüber, gebe noch einige Oliven dazu und zu allerletzt hobele ich noch Parmesankäse darauf.  
Dazu gibt es ein Stück mediterranes Brot und grünen Salat.

    28.07.14

    Mediterranes Brot
























    Brot backen ist eine zutiefst befriedigende Arbeit. Mehr als alle andere Tätigkeit in der Küche.

    So zumindest empfinde ich es.

    Ich komme mir immer noch als Anfängerin vor, wenn ich hier hin blicke, oder dort verweile, aber auch da und hier hineinlinse.

    Trotzdem backe ich unseren Bedarf an Brot für das ganze Jahr selbst.

    Ich poste vielleicht nicht soviel Brot-Rezepte, da ich Rezepte, welche gut funktionieren, bei meinen Kochkursen verwende und dieselben nicht ins Netz stelle.

    Dieses Brot backe ich schon seit längerem und bin jedes Mal begeistert.

    Normalerweise mag ich Brote lieber, welche im Geschmack neutral sind, damit sie auch für's Frühstück passen.

    Doch hier mache ich eine Ausnahme und ich kann es euch nur empfehlen. Es eignet sich für den Grillabend, aber auch nur geröstet mit einem Faden Olivenöl darüber.

    Dieses Rezept habe ich auch aus dem Netz, habe nach längerer Suche jedoch nicht das Original gefunden.

    Mediterranes Brot

    Zutaten für 4 längliche Brote:

    Vorteig:
    • 300 g Weizenmehl Typ 550
    • 30 g Roggenmehl Typ 1150
    • 330 g Wasser
    • 1,5 g Trockenhefe

    Hauptteig:
    • Vorteig
    • 600 g Weizenmehl Typ 550
    • 70 g Roggenmehl Typ 1150
    • 320 g Wasser
    • 20 g Salz
    • 1 TL Gerstenmalz
    • 5 g Trockenhefe

    Zusätzlich:
    • 50 g Oliven, entsteint und gehackt
    • 50 g getrocknete Tomaten, gehackt
    • 1 EL frischer Thymian, abgezupft  und ein bisschen gehackt
    • 1 TL getrockneter Origano
    1. Ich beginne mit dem Vorteig um 14.00 Uhr, damit ich am nächsten Tag um dieselbe Zeit weiterarbeiten kann, löse im Wasser für den Vorteig die Trockenhefe auf und rühre mit einem Schneebesen die Mehle klümchenfrei ein, decke die Schüssel luftdicht zu und lasse den Teig für 24 Stunden im Kühlschrank fermentieren.
    2. Am nächsten Tag löse ich auch den Trockenhefe im Wasser für den Hauptteig auf und lasse von meiner KitchenAid aus allen Zutaten des Hauptteiges, außer dem Salz, in 12 Minuten auf der 1. Stufe einen geschmeidigen Teig zusammenkneten.
    3. Dann gebe ich das Salz dazu und lasse weitere 3 Minuten auf der 2. Stufe weiterkneten.
    4. Jetzt gebe ich den Teig auf die Arbeitsfläche und knete von Hand Oliven, Tomaten und die Kräuter ein.
    5. Ich mache eine Kugel und lasse den Teig in einer Schüssel zugedeckt 90 Minuten gehen.
    6. Nach dieser Zeit gebe ich den Teig wieder auf die Arbeitsfläche und teile ihn in vier gleich große Stücke, forme diese länglich, lege sie in das eingefettete Baguetteblech und lasse sie 30 Minuten gehen.
    7. Ich schalte den Backofen früh genug auf 230°C Ober und Unterhitze ein.
    8. Ich schneide das Brot mehrmals schräg ein und backe das Brot in der Mitte des Ofens 25-30 Minuten mit Dampf. Nach 10 Minuten lasse ich den Dampf aber abziehen, indem ich die Backofentür weit öffne.    
    9. Nach dem Backen lasse ich das Brot auf einem Gitter auskühlen.

    17.09.13

    Mein allerliebstes Küchenutensil und mediterraner Brotaufstrich

    Wenn ich bestimmen müsste, welches Küchenutensil mein liebstes und wichtigstes ist, dann ist es mein Küchenmesser, das große breite. Gleich danach kommt der komplette Messerblock. Ich besitze ihn schon geraume Zeit, sicher länger als 20 Jahre. In meiner kleinen Küche stehen 3 wichtige Dinge auf der Anrichte, die ich nie im Leben weggeben würde: der Messerblock, die Getreidemühle (hier sieht man sie) und meine letzte Errungenschaft, meine KitchenAid (über die ich auch noch berichten werde) Und dann steht schon noch so allerhand Unwichtiges, aber mir lieb gewonnenes, herum, wie Steine. Ich bin eben eine treue Seele, wenn ich mich für etwas entschieden habe, dann mag ich es meistens für viele Jahre, siehe Norbert, mein Mann.
    Laut Claudio bin ich ja eher ein Mann, weil nur Männerherzen höher schlagen, wenn sie ein gutes Messer in die Hand bekommen.
     Da es diese Messerserie nicht mehr gibt und der originale Wetzstahl konsumiert war, habe ich heute halt einen mit schwarzem Griff.
    Am meisten ist das große Messer in Gebrauch. Zwiebel hacken geht nur mit einer breiten Schneide, sonst ist man sich mit der eigenen Hand im Wege, man kann nicht die gesamte Schneide ausnutzen. Danach kommen die kleinen Messer und das Brotmesser, das mit dem Wellenschliff. Das in der Fachsprache als Schinkenmesser bezeichnete, mit der längsten Schneide, brauche ich eher selten, da wir nicht so häufig Fleisch essen. Man kann damit einen langen sicheren glatten Schnitt durchführen, z.B. einen Braten schneiden. Geschliffen sind meine Messer immer, da wir auch Messerschleifservice anbieten. Praktisch heißt das, wenn mein Messer nicht mehr ganz so gut schneidet, geht Norbert manchmal sogar noch während des Kochens zum Schleifstein und gibt dem Messer den letzten Schliff.
    Die Verletzungsgefahr ist, glaube ich, bei einem stumpfen Messer größer, als bei einem gut geschliffenen. Mit einem stumpfen Messer drückt man eher herum, als dass man schneiden würde. Außerdem kann man sich überall in der Küche verletzen. Es soll sogar Menschen geben, die sich den Finger in der Kühlschranktür einklemmen, dass ein blauer Nagel bleibt;) Also braucht ihr keine Angst vor zu scharfen Messern haben, sondern eher vor der Kühlschranktür.
    Auf was kommt es bei einem gutem Messer an? Hauptsächlich auf den verwendeten Stahl, dabei ist Stahl aus Solingen, das weiß jedes Kind, sicher einer der Besten, und auf die akkurate Verarbeitung. Ein Messer soll gut in der Hand liegen und ein ausgewogenes Gewicht haben, d.h. wenn ich es zwischen Griff und Schneide halte, sollte es die Balance halten.  Wir verkaufen verschiedene Messerfirmen. Meine Messer sind von Wüsthof Dreizack und ich kann euch versichern, sie sind auf Zack! Laut einem Artikel der Süddeutschen braucht es für den normalen Hausgebrauch keine Messer, die unbezahlbar sind. Bereits um die € 100,00 bekommt man oder frau ein Messer, dass er oder sie wahrscheinlich ein Leben lang verwenden kann, wenn sie es sich nicht am Campingplatz klauen lassen, so wie es uns passiert ist. Ein anderer wird sich über das gute Messer gefreut haben, freut sich heute noch. Es gibt dann bei uns auch relativ gute Messer zu günstigeren Preisen.
    Und damit ich nicht nur sage, dass ich mit sehr scharfen Messern arbeite, führe ich euch mein Messer vor und zeige wie gut es schneidet. Es gibt einen Brotaufstrich, bei dem alle Zutaten aufs Feinste gehackt werden. Es gibt leider keine genauen Angaben. Als ich fertig war, ist uns das erst aufgefallen.
    Hier ist das Bild nicht scharf, das Mersser war es ;)
    Mediterraner Brotaufstrich

    Zutaten:
    • 250 g Ricotta, von der cremigen
    • getrocknete Tomaten, aus dem Öl gefischt und gut abgetropft
    • eine Handvoll Oliven
    • reichlich Basilikum, der jetzt so langsam eh zu ernten ist
    • etwas Abrieb einer Bio-Zitrone
    • Salz
    • wer mag einen nicht zu scharfen Chili, sonst Pfeffer aus der Mühle
    1. Ich hacke die Tomaten und den Basilikum sehr fein, was mit einem scharfen Messer schnell gemacht ist. Den Basilikum, wenn er aus meinem Garten kommt, wasche ich gar nicht, weil er sauber genug ist. Wenn ich ihn waschen würde, braucht es so lange, bis er wieder völlig getrocknet ist, dass er inzwischen zu welken beginnt. Alle Kräuter werden eher Mus, wenn man sie nass verarbeitet.
    2. Die Oliven entsteine ich und hacke sie auch fein.
    3. Ich verrühre alle zerkleinerten Zutaten mit der Ricotta, würze mit Zitronenabrieb, Salz und dem ebenfalls fein gehackten Chili, sonst mit Pfeffer.

    29.10.12

    Standard-Pasta im Hause Felder


    Ich habe einen Tick. Jeder hat seinen. Ich bin immer auf der Suche von neuen Nudelformen. Am Gardasee sind mir "Calamarata" Nudeln unter gekommen. Calamari sind diese Tintenfische. Wenn man die länglichen Körper in Ringe schneidet, dann sehen die Nudeln diesen Ringen ähnlich.
    Für Sugo gibt es natürlich hundermillionen Möglichkeiten. Diese Pasta gibt es bei uns wirklich öfters, da ich ohne es bewusst wahrzunehmen, häufig Zucchini und Melanzane einkaufe, sofern ich sie nicht selbst im Garten habe.
    Da seit diesem Herbst ein Spross von uns fernab des heimatlichen Herdes studiert, habe ich beschlossen mich der Studentenküche zu widmen. Dieses erste Gericht ist ein Pasta-Rezept und danach kommen lange keine Nudeln mehr, da ich weiß, dass sich viele Studenten fast ausschließlich von Nudeln ernähren. Was sind meine Kriterien für Studenten-Gerichte? Sie sollen günstig sein, nahrhaft und schnell zubereitet. Deshalb auch die Verkleinerung der Zutatenmenge von 4 auf 2 Personen, aber nur bei der Studentenküche. 

    Calamarata alla casa Felder

    Zutaten für 2 Personen:
    • 200 g Pasta, hier Calamarata, auf jeden Fall kurze Nudeln
    • 1 kleiner Zucchino
    • 1 kleine Melanzane
    • 1/2 Zwiebel
    • 150 g Tomatensugo, ohne irgendwelchem Gewürz
    • 1 handvoll schwarze Oliven (sind Oliven im Ausland teuer?)
    • Olivenöl
    • Salz
    • Pfeffer oder Peperoncino aus der Mühle
    • hier  verwende ich noch der Rest des abgearbeiteten Basilikums, wenn's den nicht mehr gibt, dann kein Gewürz
    1. Ich schneide die Melanzane in kleine Würfel und lege sie in gesalzenes Wasser. Die Würfel lassen die Bitterstoffe an das Wasser ab und sie bleiben trotzdem schön hell.
    2. Ich setze Wasser auf, lasse es aufkochen und salze es
    3. Ich wasche den Zucchino, schneide den Stielansatz weg und würfle auch diesen.
    4. Die Zwiebel hacke ich fein.
    5. Die Melanzanewürfel trockne ich mit Küchenkrepp und brate sie dann in Olivenöl rundum schön an. Melanzane sind erst wirklich gut, wenn sie schön braun gebraten sind, davor schmecken sie nach nicht viel.
    6. Ich verteile die Zucchinowürfel und den Zwiebel in der Pfanne und röste weiter.
    7. Jetzt schütte ich den Tomatensugo dazu und wenn dieser ziemlich dickflüssig ist auch noch ein wenig Wasser, dann salze und schärfe ich das Gericht, gebe noch die Oliven dazu, schließe den Deckel und lasse den Sugo solange kochen, bis die Nudeln dazu kommen.
    8. Ich koche die Nudeln nach Packungsanleitung und schütte sie dann ab.
    9. Jetzt erst hacke ich den Basilikum und rühre ihn unter. Zu früh der Hitze ausgesetzt, verliert er sein delikates Aroma.
    10. Ich schütte die Nudeln in die weite Pfanne, welche ich für den Sugo gewählt habe und mische alles miteinander.
    Frischer Basilikum ist mit getrocknetem nicht zu vergleichen. Deshalb habe ich mit dem abgeernteten zwei Gläschen Pesto zubereitet, allerdings ohne Salz und Parmesankäse. Eines habe ich im Kühlschrank und nehme mir immer wieder einmal ein Löffelchen zum Würzen diverser Speisen, eines ist im Gefrierfach.
    Bis ins Frühjahr habe ich damit und dann kommt ja schon bald wieder der frische. 

    25.06.12

    Zucchini-Carpaccio mit Parmaschinken und ein Ertrunkener

    Bei 34°C im Schatten hat man nicht mehr viel Lust groß aufzukochen. So einen ähnlichen Salat habe ich schon vor einer Weile bei Alex gesehen. Sommerzeit ist Zucchinizeit. Zucchini brauchen Röstaromen, sonst schmecken sie nach nicht viel.

    Sommersalat:
    • ein paar Zucchini
    • 150 g Parmaschinken, fein geschnitten
    • ein paar Cocktailtomaten
    • dunkle Oliven
    • Olivenöl
    • Thymian
    • Basilikum
    • Salz
    • Pfeffer
    • Parmesankäse oder Mozzarella
    1. Zucchini werden gewaschen und in nicht zu dünne Längs-Scheiben gehobelt.
    2. Dann grille ich sie in einer Grillpfanne. Extra den Grill anschmeißen zahlt sich nicht aus.
    3. Ich zupfe die Blätter von den Kräuterstängeln und hacke sie fein. Dann rühre ich eine Marinade mit Olivenöl, den gehackten Kräutern, Salz und Pfeffer in einer Schüssel an, gebe die Zucchinistreifen dazu, decke die Schüssel ab, man weiß ja nie wer sich da alles daraufsetzen will und lasse sie so ca. eine Stunde ziehen.
    4. Die Cocktailtomaten wasche ich auch und schneide sie in Spalten.
    5. Dann richte ich vier Teller mit dieser Kombination her, wie ihr sie auf dem Foto seht. 
    6. Parmesankäse hobelt man zum Schluss darüber. Man kann aber auch Mozzarella in dünne Streifen schneiden und darüber legen.
    7. Marinade die noch übrig geblieben ist, wird auch über die Teller verteilt. 

    Danach gab es noch einen "affogato", einen "Ertrunkenen". Zum Glück nur eine Kugel Vanilleeis im Kaffee:) Und für solche die keinen Kaffee mögen, gab es das hier: alles selbstgemacht.
    Ein "Menü" passend zu meinen Sommer-Kochkursen: diese Woche am Donnerstag selbstgemachtes Eis und am 10. Juli Sommer-Salate.
    Hoffentlich bleibt es noch lange so warm, von diesen Speisen krieg ich nie genug!

    19.01.12

    Etwas, was es früher nie gegeben hätte: Gnocchi di ricotta con cuori di carciofi

    Die Artischocken-Zeit ist wieder da und somit einer meiner liebsten Jahreszeiten, wenn es nur ein bisschen wärmer wäre. Im chinesischen Sternzeichen muss ich Eidechse sein. Ich liebe die Wärme, speichere meine Energie im Sommer für den Rest des Jahres. Jetzt merke ich, dass meine Batterie  fast alle ist.
    Ich habe erst als Erwachsene das erste Mal Artischocken gegessen. Ein so exotisches Gemüse gab es früher bei uns zu Hause nicht, vielleicht weil sie meiner Mutter völlig unbekannt waren, vielleicht weil wir zu viele waren, aber auch vielleicht weil es sie nicht zu kaufen gab. Eine größere Vielfalt an Lebensmittel, wie heute, hat es noch nie gegeben. Und trotzdem haben wir nicht schlecht gelebt, obwohl das Lebensmittel-Geschäft, in dem wir einkauften, nicht größer war als meine Küche und die ist nicht sehr groß.
    Aber wir waren alle gut genährt, wie man auf diesem Bild sieht:

    Auf diesem Foto fehlen noch zwei meiner jüngeren Geschwister, obwohl meine jüngste Schwester schon geboren war, aber wahrscheinlich war sie noch zu klein. Ich kann euch genau beschreiben, was hinter jedem Kopf von diesen Fünfen vorgeht:
    Hinten links ist mein großer Bruder, der sich schon überlegt wie man das Gerät, mit dem die Aufnahme gemacht worden ist, in alle Einzelteile zerlegen könnte.
    Neben ihm steht meine große, ernste Schwester. Sie muss als Vorbild fungieren. Wahrscheinlich steht unsere Mutter in der Ecke, in der sie hinschaut, um auf die Anweisungen zu achten, welche ihr gegeben werden.
    Vorne links, das bin ich, ganz typisch für mich, mit den Händen in den Taschen. Ich denke mir: voll cool!
    Daneben meine jüngere Schwester. Sie weiß nicht so recht was hier passiert und sucht sicher auch unsere Mutter, immer in der selben Ecke, oder denkt sich:"Wo ist das Vögelchen, von dem alle sprechen??"
    Mein zweiter großer Bruder ist eher gelangweilt, er würde lieber was anderes machen und er weiß auch ganz genau was: der heißgeliebten Puppe seiner kleinen Schwester, die Schädeldecke zu kappen, um zu sehen, wie das mit den Schlafaugen funktioniert!!
    Natürlich mußte man in einer neunköpfigen Familie auf vieles verzichten. Aber wir hatten so viel mehr, da war es nicht schlimm, dass es keine Artischocken gab.


    So und jetzt zum heutigen Rezept:

    Gnocchi di ricotta con carciofi auf gut deutsch Ricottagnocchi mit Artischockenherzen

    Zutaten für 4 Personen:

    •  300 g Ricotta romana
    • 150 g Mehl
    • 2 Eigelbe
    • 20 g Parmesankäse, gerieben
    • 5 Artischocken, Mamme, wenn möglich 
    • eine handvoll entsteinte Oliven
    • 1 EL Kapern, in Essig gelegt
    • wenig frischen Thymian
    • ein Schuss Weisswein
    • bestes Olivenöl
    • Salz
    • frischen Pfeffer
    1. Ich setzt Wasser auf, bringe es zum Kochen und salze es.
    2. Ich streiche die Ricotta durch ein feines Sieb und mische das Mehl, die Eigelbe, den Parmesankäse und das Salz unter. Der Teig sollte ein wenig ruhen können.
    3. Ich teile den Teig in 6 Portionen und forme jede Portion in lange, schmale Stränge. Diese schneide ich in ca. 4 cm lange Rhomben und lasse sie sofort portionsweise, ins kochende Wasser gleiten.
    4. In einer beschichteten Pfanne erhitze ich Olivenöl, fische mit einer Schaumkelle die Gnocchi aus dem Wasser und röste sie bei moderater Hitze rundum goldgelb.
    5. Und hier kommt der Trick: inzwischen hat mir Norbert schon die Artischocken zugeputzt! Wie man das macht, kann man hier sehen.
    6. Ich schneide die Herzen in Spalten, erwärme in einer anderen Pfanne nochmals Olivenöl, und röste sie darin an. 
    7. Die Oliven schneide ich in grobe Stücke und streue sie, mit den abgetropften Kapern über die Artischocken. 
    8. Ich zupfe die Blättchen des Thymians (immer noch vom eigenen Anbau) in die Pfanne, gieße den Wein an und würze mit Salz und Pfeffer.
    9. Jetzt mische ich das Ganze mit den Gnocchi, träufle noch etwas Olivenöl darüber und fertig ist dieses, für mich als Kind gänzlich unbekanntes Zeugs, das ich nie und nimmer gegessen hätte.

    07.12.11

    Gefüllte Ofenkartoffeln

    Zum Glück hat Kolumbus Amerika entdeckt, sonst würden wir die Kartoffel nicht kennen. Es ist eine Knolle, die alles mit sich machen läßt. Man kann sie rustikal zubereiten, so wie ich heute, und dann kann sie auch sehr elegant daher kommen, wie bei Heike.
    Meine Liebe habe ich ihr schon erklärt, wegen ihrer Vielfältigkeit und ihrem Geschmack. Ich unterscheide prinzipiell nur zwischen speckigen und mehligen Kartoffeln, wobei es sehr viele Sorten gibt, wie ihr hier sehen könnt.
    Heute habe ich ein kleines, feines Essen für euch, mit Kartoffeln.
    Ich wasche speckige Kartoffeln, nein ich reibe sie gründlich ab und koche sie mit Schale, über Dampf, im Schnellkochtopf, 8 Minuten und lasse das Ventil alleine herunter gehen. Wenn ich sie schnell abdampfen würde, d.h. kaltes Wasser über den Deckel laufen lassen würde, dann würden die Kartoffeln im Topf platzen, da die Schale dem schnellen Druckabfall nicht standhalten würde. Ich lasse die Kartoffeln etwas abkühlen und höhle sie mit einem Teelöffel aus, hacke das Ausgehölte mit dem Fincut klein und mische es mit verschiedenen Käseresten, in Würfel geschnitten, mit Kapern, entsteinten Oliven, ein wenig kleingehackt, etwas Olivenöl und alles was einem in diesem Zusammenhang einfällt. Das könnten getrocknete Tomaten sein, oder eingelegte Artischockenherzen, geschälte und gegrillte Peperonistreifen.....alles klein geschnitten.
    Ich würze kräftig mit Salz und Pfeffer, sonst werden Kartoffeln gerne "lob", wie wir Südtiroler sagen, wenn etwas fade schmeckt. Dann verteile ich die Kartoffeln auf einem Backblech oder in eine feuerfeste Form, je nach dem wieviele ich mache und schiebe sie für 20-25 Minuten, in den auf 200° vorgeheizten Backofen.
    Zum Schluss streue ich noch den letzten geernteten Schnittlauch, in Röllchen geschnitten, darüber, mehr als Deko, als für den Geschmack.
    Ich habe 2 Kartoffeln pro Kopf zubereitet, also 4 Hälften. Nächstes Mal mache ich mehr. Wenn etwas übrig bleibt, kann man sie ja auch gut wärmen.

    05.11.11

    Träume sind Schäume und "Coniglio alla ligure", ein ligurisches Kaninchen


    Neulich habe ich geträumt ich würde eine Lasagne kochen. Gerade wie ich die Nudelblätter in das kochende Wasser gleiten lasse, schrillt der Wecker. Mein erster Gedanke war: ich kann jetzt unmöglich aufstehen, sonst verkochen meine Nudeln. Ich habe sie dann noch brav vom Wasser heraus geholt. Der Wecker, dem ich das erste Mal keine Beachtung schenkte, hatte aber keine Gnade, zum Glück, sonst hätte ich doch noch die komplette Lasagne zubereitet. Und wer hätte die Kinder in die Schule geschickt und das Geschäft aufgesperrt? Ja und mein Göttergatte? Mein Mann steht auf, wenn ich auf stehe, der hört meistens den Wecker gar nicht, da könnt ich ein 3gängiges Menü kochen:)) Aber als ich dann die Augen öffnete, war leider weit und breit keine Lasagne zu sehen. Zum Glück hat man soviele Fotos, von sovielen nicht veröffentlichten Speisen auch von so manch einer Lasagne, sozusagen Jahreszeiten-Lasagne.  Die einzige von mir ins Netz gestellte ist die hier. Rezepte gibt es wie Sand am Meer, deshalb beglücke ich euch heute nicht mit einer von den vielen oben abgebildeten.
    Ich habe heute etwas anderes für euch. Wie der Name schon verrät kommt das Rezept aus Ligurien. Mit Oliven, Pinoli, vielen Kräutern und gutem Olivenöl könnte das auch nicht anders sein. Denkt man an den Pesto Genovese, hat man fast ähnliche Zutaten und der kommt aus der selben Ecke. Momentan haben sie nichts zu Lachen, die armen Leute, mit dem Wetter das verrückt spielt.

    Coniglio alla ligure

    Zutaten für 4 Personen:
    •  1,2 kg Kaninchenfleisch, in Stücke zerhackt
    • wenig frischen Salbei
    • frischen Majoran und Thymian
    • 2 Knoblauchzehen
    • ein Glas Weißwein
    • 30 g schwarze Oliven
    • 20 g in Salz geklegte Kapern
    • 20 g Pinoli (Pinienkerne)
    • bestes Olivenöl
    • Salz
    • Pfeffer aus der Mühle
    1. Ich wasche das Fleisch und trockne es mit Küchenkrepp. Gesalzen wird erst später.
    2. Ich wasche und trockne alle Kräuter, ziehe sie von den harten Stängeln, hacke sie mit dem geschälten Knoblauch fein und mische sie mit wenig Salz und Pfeffer (trito aromatico=aromatisches Kleingehacktes), ergibt fast so was ähnliches wie bei Petra
    3. Ich heize den Backofen auf 200° Heißluft vor.
    4. Ich erhitze meinen Bräter, den Vitalis, wie könnt es anders sein, und brate das Fleisch rundum in reichlich Olivenöl, bis es von allen Seiten schön gebräunt ist.
    5. Jetzt erst salze und pfeffere ich, streue auch den trito aromatico darüber und lösche mit dem Weißwein ab. 
    6. Ich lasse den Wein verdampfen, gebe den Deckel darauf und schiebe den Bräter für 40 Minuten in den Backofen.
    7. Während dieser Zeit, rühre ich öfters um und übergieße das Fleisch mit dem entstandenen Saft.
    8. Inzwischen spüle ich die Kapern und befreie sie gänzlich vom Salz. Ich röste die Pinoli in einer kleinen Pfanne ohne Öl und stelle sie bereit.
    9. Die Oliven entkerne ich und hacke sie grob.
    10. Nach 40 Minuten nehme ich den Deckel ab, mische Kapern, Pinoli und Oliven darunter und lasse alles nochmals, diesmal ohne Deckel, für 10 Minuten schmoren.
    So sah das Gericht fertig aus, mit Ofenkartoffeln als Beilage

    Viele Südtiroler  verwechseln das Wort "pinolo" häufig mit dem Wort "pignolo". Es wird fast identisch ausgesprochen, hat aber eine andere Bedeutung. "Pinolo" ist ein Pinienkern, viele Kerne heißen "pinoli", "pignolo" ist hingegen ein Pedant, schon eher eine Nervensäge. Eine Nervensäge hat halt einfach nichts in der Küche verloren, finde ich:)

    25.03.10

    Paglia e Fieno alla contadina


    Paglia e fieno heißt Heu und Stroh. Nach Bäuerinnen-Art nicht nach Bauern-Art. Den Gemüsegarten hat sicherlich die Bäuerin unter Kontrolle und in diesen Sugo kommt alles was gerade so wächst. Momentan wächst im Garten gar nichts. Aber von Sizilien bekommen wir schon das schönste Gemüse, sogar schon reife Tomaten.
    Die Herstellung der Nudeln ist in diesem Fall ein wenig aufwendiger, da man zwei Farben Nudeln herstellen muss. Die Machart bleibt dieselbe.
    Ich knete gelben Nudelteig zusammen und dazu brauche ich:
    • 35 g Hartweizenmehl
    • 65 g Mehl
    • 1 Ei
    • etwas Olivenöl
    Danach kommt der grüne dran:
    • 70 g Hartweizenmehl
    • 130 g Mehl
    • 1 Ei
    • 50 g gekochter Spinat
    • etwas Olivenöl
    Den gelben Teig knete ich solange zusammen, bis ein glatter Teig entsteht, der nicht mehr klebt und trotzdem geschmeidig ist. Ich gebe ihn in einen Nylonbeutel und lasse ihn entspannen.
    Für den grünen Teig mixe ich den Spinat mit dem Ei im Standmixer auf, bis ich eine grüne Creme habe. Auch hier knete ich den Teig bis er die richtige Konsistenz hat. Auch diesen Teig gebe ich in den "Ruhebeutel".
    Ich muss die doppelte Menge Mehl nehmen, da ich das Ei zum Aufmixen des Spinats brauche, sonst käme kein glatter Teig zustande.
    Falls das Ei klein war, der Teig nicht recht zusammenhalten will, befeuchte ich mir solange die Hände und knete den Teig immer wieder, bis es passt. Wenn ich Wasser zuschütten würde, könnte es schon zu viel sein, muss wieder Mehl zufügen und das kann zu einer endlosen Geschichte führen.
    Für den Sugo alla contadina brauche ich folgendes:
    • 1 Melanzane (Aubergine)
    • 1 grüner Peperoni
    • 30 schwarze Oliven
    • 2 Knoblauchzehen
    • 350 g Tomatensugo
    • Origano
    • Salz
    • Pfeffer aus der Mühle
    • Olivenöl
    1. Ich schneide die Melanzane in kleine Würfel und schütte sie in ein Sieb.

      Danach salze ich die Würfel kräftig und stelle das Sieb auf das Abtropfbrett des Waschbeckens. Sie ziehen sofort Wasser, welches schwer verdaulich sein soll.
    2. Ich putze den Peperoni, entferne die Kerne und schneide auch diesen in Würfel.
    3. Ich stelle einen Topf voll Wasser auf die Flamme.
    4. Die Knoblauchzehen schäle ich und hacke sie fein.
    5. Die Oliven entsteine ich, indem ich jeder einen Längsschnitt schlitze und mit dem Messerrücken auf den Schlitz drücke. Der Stein geht dann fast vonselbst heraus. die Oliven hacke ich grob.
    6. Die Melanzane-Würfel muss ich mit einem Küchenkrepp trocknen, sonst würden sie im heißen Fett stark spritzen.
    7. In eine Pfanne schütte ich Olivenöl, erhitze es und röste die Melanzane. Das dauert ein bisschen, aber sie sollten wirklich Farbe annehmen, dann entwickeln sie erst ein gutes Aroma.
    8. Jetzt kommen die Peperoni-Würfel dazu und der gehackte Knoblauch.
    9. Zum Schluss schütte ich den Sugo ein, streue die Olivenstücke darüber, reibe zwischen den Handflächen den Origano über den Sugo, salze und pfeffere und rühre alles um.
    10. Ich lasse den Sugo zugedeckt 10-15 Minuten auf kleiner Flamme kochen.
    11. Das Wasser kocht schon längst, ich salze es und beginne erst jetzt die Nudeln herzustellen.
    12. Vom grünen Nudelteig nehme ich nur die Hälfte. Zum Einmehlen, nimmt man Hartweizenmehl, dieses sinkt beim Kochen auf den Boden und das Nudelwasser bleibt klar.

    13. Ich walze den Nudelteig, bis auf die vorletzte Stufe der Nudelmaschine dünn aus und schneide sie zu Tagliatelle, Pardon zu Heu und Stroh.
    14. Direkt von der Maschine wandern die Nudeln in den Topf mit dem Wasser und ich lasse sie 2-3-4 Minuten kochen. Mit dem Anteil Hartweizenmehl verkochen die Nudeln nicht so leicht, deshalb ist die Zeit nicht so wichtig.
    15. Ich seihe die Nudeln ab und schütte sie in die Pfanne mit dem Sugo, dort erhitze ich sie nochmals und mische sie unter.

    Natürlich darf hier Parmesankäse darübergestreut werden. Manchmal mag ich jedoch den Geschmack der Pasta pur, ohne Käse, lieber.
    Mit der zweiten Hälfte des grünen Teiges stelle ich nach dem Essen Lasagneblätter her und trockne sie. Sie warten auf eine andere Bestimmung.

    08.03.10

    Focaccia, Sfincione und all diese Brote mit Belag

    Es gibt viele Brote mit Belag in Italien. Nicht mit belegten Broten zu verwechseln, das ist wieder etwas ganz anderes.
    Wer einmal in Pompeji war, dieser Ausgrabungstätte neben Neapel, hat vielleicht mitbekommen, dass man an diesem Ort Gemeischaftsbacköfen ausgegraben hat, praktisch einen öffentlichen Bäcker. Die Pizza, aber sicher auch alle anderen belegten Brote, oder Brote mit Belag sind aus einem einfachen Grund entstanden. Der einfachen Bevölkerung hat es an Essgeschirr gemangelt. Da ist man auf die Idee gekommen, sich einen essbaren Teller zu formen, oder eine essbare Unterlage, darauf hat man alles gelegt was man hatte oder was einem schmeckte, Tomaten, Käse, Zwiebel, Salami, Gewürze....
    Dann hat man dieses Brot zum Bäcker getragen und hat es dort gebacken, um es dann zu Hause zu verspeisen. Damals ist das erste recycelbare Essgeschirr entstanden, die waren ja schon ziemlich modern.
    Die bekannteste ist sicher die Pizza. Es gibt aber so einiges was nicht so bekannt ist , aber trotzdem sehr, sehr gut. Miteinander verbindet sie der Hefeteig als Grundlage.


    Zu meiner großen Freude habe ich schon Kräuter im Töpfchen bekommen. Wie man im Hindergrund verschwommen erkennen kann, sind die auf dem Fensterbrett im Freien, abgeerntet, hier der Salbei. Die Kinder hatten einfach zu oft Halsschmerzen!


    Das hier ist eine Focaccia, mit viel gutem Olivenöl und hier das Rezept:

    Focaccia mit Oliven und Pancetta, für 1 Blech:
    • 600 g Mehl

    • 2 kleine gekochte, mehlige Kartoffeln

    • 80 g Pancetta (Bauchspeck)

    • 50 g entsteinte Oliven

    • 50 ml Olivenöl

    • 1 1/2 TL Trockenhefe

    • frischer Thymian (ist immer noch schön, auf meiner Terrasse)

    • frischen Basilikum

    • Salz, fein

    • Salz, grob

    • Pfeffer aus der Mühle
    1. Als erstes streue ich in 350 ml lauwarmen Wasser die Trockenhefe und lasse sie solange in Ruhe bis sie von selbst an die Oberfläche steigt.

    2. Ich schneide den Bauchspeck in kleinste Würfelchen, hacke die Oliven fein, wasche und trockne die Kräuter, ziehe sie von den groben Stängeln und hacke auch diese fein.

    3. In eine Schüssel siebe ich das Mehl und drücke die Kartoffeln durch die Kartoffelpresse zum Mehl, sie machen den Teig besonders knusprig.

    4. Zum Mehl gebe ich noch Salz, Pancetta, Oliven, Kräuter, 50 ml Olivenöl und eine gute Dosis vom Pfeffer.

    5. Ich gebe das Hefewasser dazu und da ich keine Küchenmaschine besitze, bearbeite ich den Teig mit meinem Handrührgerät mit den Knethaken versehen. Der Teig soll geschmeidig werden und nicht mehr an den Wänden kleben bleiben, er soll Fäden ziehen und Blasen aufweisen. Soviel soll er, ihr könnt aber nichts falsch machen, wenn ihr den Teig 10 Minuten bearbeitet, dann tut er das alles, was ich aufgezählt habe.

    6. Jetzt lasse ich den Teig 1 Stunde gehen, das heißt er vergrößert sein Volumen.

    7. In der Zwischenzeit bestreiche ich ein Backblech mit Olivenöl und wenn es soweit ist verteile ich den Teig gleichmäßig, mit den Händen, auf dem Blech.

    8. Ich heize den Backofen auf 200° Ober und Unterhitze vor.

    9. Ich lasse den Teig nochmals 10-15 Minuten gehen und drücke dann mit dem Daumen, Dellen hinein.

    10. Ich verrühre je ein Esslöffel Olivenöl und Wasser miteinander und pinsle den Teig damit ein.

    11. Dann streue ich noch grobes Salz darüber und schiebe das Blech in die 1. Ebene des Backofens, lasse die Focaccia dort 25 Minuten backen und schiebe sie nochmals für 5 Minuten in die oberste ein, damit sie auch oben schön knusprig wird.

    Soviel zur Focaccia, jetzt kommen wir zum Sfincine palermitano. Wie schon das Wort sagt, kommt dieses Brot aus Palermo. Ich habe es von Anice und Cannella und wir waren alle hell begeistert.

    Die Menge war mir zu groß, ich habe ziemlich reduziert.

    Hier das übersetzte Rezept und mit kleinen Abänderungen:

    Sfincione palermitano für 1 Blech:

    • 350 g Mehl

    • 150 g Hartweizenmehl

    • 1 1/2 TL Trockenhefe

    • 2 TL Zucker

    • 2 TL Salz

    • 1 Schuss Olivenöl

    Für den Belag:

    • 2 weiße Zwiebeln

    • 1 Dose Pelati, in Stücke zerhackt

    • 4 Acciughe, in Öl eingelegte Sardellen

    • 200 g Perorino, noch eher frischen

    • Artischockenherzen in Öl eingelegt

    • 20- 30 Scheiben pikante Salami, Napoli (wie scharf möchtet ihr's?)

    • Origano

    • 1 TL Zucker

    • Salz

    • Olivenöl
    1. Ich streue auch hier den Trockenhefe in 300 ml lauwarmen Wasser ein und lasse ihn an die Oberfläche steigen.

    2. Ich mische die Mehle mit dem Zucker, dem Salz, schütte das Olivenöl dazu und knete mit dem Handrührgerät, mittels Knethaken, das Wasser darunter.

    3. Ich lasse den Teig 2 Stunden stehen und er geht schön auf.

    4. Inzwischen bereite ich den Belag vor: ich schäle die Zwiebeln und schneide sie in feine Ringe.

    5. Ich dünste sie in reichlich Olivenöl weich, zerdrücke die Sardellenfilets im Öl, schütte die Pelati dazu und fülle die Dose 3/4 mit Wasser. Auch das Wasser kommt in die Pfanne.

    6. Ich würze die Sauce mit Salz, Zucker und Pfeffer und lasse sie eindicken. Dabei lege ich den Spritzschutz auf die Pfanne, damit ich danach nicht die Küche rot gesprengelt habe. Sobald der Sugo cremig ist, lasse ich ihn auskühlen.

    7. Den größten Teil des Käses schneide ich in dünne Scheiben, den Rest reibe ich.

    8. Wenn es soweit ist, verteile ich den Teig in ein mit Olivenöl eingepinseltes Backblech und lasse ihn nochmal 1/2 - 1 Stunde gehen.

    9. Irgendwann heize ich den Backofen auf 200° Ober und Unterhitze vor.

    10. Ich kann aber schon den Belag auf dem Teig verteilen: die Salami, die in kleine Spalten geschnittenen Artischockenherzen, die Käsescheiben und darüber den Tomatensugo.

    11. Ich streue noch den restlichen Käse darüber und reibe den getrockneten Origano zwischen meinen Handflächen über den Sfincione. So aktiviere ich wieder die verbliebenen Aromastoffe.

    12. Nachdem der Teig schön aufgegangen ist, schiebe das Blech auf der 2. Ebene des Backofens ein und lasse den Sfincione 20 Minuten backen.

    Erst jetzt, wenn er auf meinem Teller liegt, träufle ich noch Olivenöl darüber. Ich kann euch nicht beschreiben, wie gut er war. Etwas ist noch übrig geblieben. Das haben die Kinder heute zur Pause für die Schule mitbekommen. Ich würde wetten, dass kaum ein anderer Schüler eine solche Pause mitbekommt.

    So eine Sache mache ich nur am Wochenende, sonst hätte ich niemals Zeit dafür. Aber da genießen wir es um so mehr.

    01.03.10

    Nachgekocht: Hirse oder Bulgur mit Gemüse

    Ich habe am selben Tag gleich zwei Varianten von diesem Gericht gekocht. Einmal so wie es mestolo zubereitet hat und dann noch von Claus.
    Die Zubereitung ist einfach, das ist schon einmal ein Plus-Punkt. Wir mögen solche Gerichte.
    Links auf dem Foto ist das Bulgur-Gericht, rechts das selbe mit Hirse abgebildet. Uns hat der Bulgur besser geschmeckt. Hirse haben wir gerne im Müsli.
    Was ist Bulgur eigendlich? Bulgur besteht aus geschältem und zerstoßenem Hartweizen, der noch Keime und gesunde Inhaltsstoffe enthält. Er wird im Mittleren Osten verwendet. Das traditionelle Rezept ist ein Sommersalat ähnlich dem Reissalat, so wie hier. Er ist in Naturkostläden erhältlich.
    Ich röste den Bulgur auch ein wenig mit dem Zwiebel im Öl. Da er vorgekocht ist, hat er noch etwas Feuchtigkeit gespeichert, die er so gänzlich verliert und er wird körniger.
    Für Tage wo es schnell gehen muss ist dieses Gericht gerade das Richtige.

    16.11.09

    Beschwipstes Kaninchen

    In unserem Land ist jedes Tier mit langen Ohren ein Hase. Da wir in einer Grenzregion mit zwei Sprachen leben, wird vieles miteinander vermischt. Der Italiener sagt "coniglio" zum Angsthasen, aber auch der Osterhase heißt "coniglietto Pasquale".
    Deshalb ist bei uns ein "coniglio" fälschlicherweise ein Hase und nicht ein Kaninchen. Im deutschen Sprachgebrauch gibt es natürlich das Kaninchen und den Hasen, der dann ein Wildhase ist und auf italienisch "lepre" heißt. Und wenn einer glaubt, dass ein Kaninchen nur etwas niedliches ist, war noch nie auf einer Kaninchenschau. Zum Angstkriegen, solche Löffel und solche Trümmer von Viecher.
    Wenn ich ein ganzes Kaninchen kaufe, bekomme ich es mit Kopf und Innereien. Aus einem einfachen Grund: am Kopf erkenne ich, dass es ein Kaninchen ist und nichts anderes. Die Innereien gelten als Delikatesse, ich tu mich ein bißchen schwer damit: ich mag keine Innereien. Die bereitet sich mein Mann selbst zu, möglichst wenn ich nicht da bin!?
    Der Metzger zerhackt einem das Vieh auch in Stücke. Wenn man selbst so einen Fleischbeil zu Hause hat, erledigt man das selber. Aber den Rat, falls Kinder im Hause sind, mit dieser Arbeit zu warten, den Kopf verschwinden zu lassen und nur mehr die Stücke zu verarbeiten, kann ich euch geben. Kinder sind diesbezüglich sehr empfindlich, überhaubt bei einem Kaninchen. Wie kann man nur so etwas süßes, flauschiges ESSEN!!
    Unsere Tochter, vielleicht 9-10 Jahre alt, fragt während dem Essen:
    "Mami, was ist das für ein Fleisch?"
    ich: "Kalbfleisch"
    sie: "Gell, Mami, das war ein ganz altes und krankes Kalb, sonst würden wir es nicht essen?"

    Jetzt aber zum Rezept:
    Zutaten für sicher mehr als 4 Personen:
    • 1 Kaninchen, in Stücke zerhackt, ohne Kopf und Innereien
    • 4 Knoblauchzehen
    • 150-200 ml Brandy
    • 4 EL Olivenöl
    • 200 g Tomatensugo
    • 20 schwarze Oliven
    • Salz
    • Pfeffer aus der Mühle
    • ein paar Stängel frischen Thymian

    1. Kaninchenteile salzen und pfeffern und in eine knapp bemessene Form schichten, damit man nicht so viel Flüssigkeit braucht um die Teile halbwegs zu bedecken.
    2. Brandy (wer zu viel Geld hat, kann auch Cognac nehmen), Olivenöl und die geschälten und leicht angedrückten Knoblauchzehen darüber verteilen. Gut abdecken und im Kühlschrank mindestens 12 Stunden marinieren lassen. Falls man Zeit hat und es einem auch einfällt, wäre es nicht falsch das Fleisch ein bis zwei mal mit der Marinade zu überträufeln. Wenn nicht, passiert auch nichts.
    3. Die Teile aus der Marinade nehmen, mit Küchenkrepp trocknen und in einer Kasserolle abbraten, dass sie rundherum Farbe annehmen.
    4. Oliven entkernen, indem man ihnen längs einen Schlitz schneidet, dann mit dem Messerrücken daraufdrückt und den Kern entnimmt. Diese in Stücke schneiden.

    5. Nun mit der Marinade die Kaninchenteile übergießen und den Tomatensugo und die Oliven ebenfalls darüber verteilen. Mit einigen Thymianzweigen würzen.
    6. Die Kasserole verschließen und in den auf 200° vorgeheizten Backofen für 40 Minuten schieben.
    7. Nach dieser Zeit wird der Deckel abgenommen und das Fleisch wird nochmals 10 Minuten gebraten, in denen es noch wunderschön Farbe annimmt.

    In dieser Zeit verbreitet sich schon ein delikater Geruch in der Wohnung, dass einem das Wasser im Mund zusammenläuft. Dazu paßt Polenta, auch im Schnellkochtopf zubereitet, von dem eine Mamma vom Val di Nonn nicht erraten würde, dass sie nur 10 Minuten gekocht hat.
    Oliven sollte man immer mit Kern kaufen. Sie sind geschmacklich intensiver.

    12.11.09

    Oliven, ob Öl oder in Salamoia, eine Knochenarbeit

    Heute habe ich endlich Zeit , euch von unserer Olivenernte zu berichten. Wir besitzen seit ein paar Jahren einen kleinen Olivenhain am Gardasee. Es sind nicht viele Bäume, aber sehr alte. Die Olivenernte beginnt so um Allerheiligen und kann auch noch bis in den Februar gehen. Auf meinem ersten Foto kann man erkennen, dass grüne und schwarze Oliven auf dem selben Baum hängen. 

    08.10.09

    Gefüllte Melanzane

    Noch sind wunderschöne Melanzane an den Stauden. Im Winter werden wir uns danach sehnen. Heuer war die Ernte reichlich. Auch die Qualität war hervorragend. Für meine Familie könnte ich 5 mal in der Woche Überbackenes, gefülltes Gemüse zubereiten. Wenn ihr diese Zutaten nicht alle zu Hause habt, oder die eine oder andere nicht mögt, einfach weglassen ist das Beste.

    GEFÜLLTE MELANZANE

    Zutaten für 4 Personen:
    3 Melanzane
    150 g Thunfisch
    2 hartgekochte Eier
    2 reife Tomaten
    15 schwarze Oliven
    1 Mozzarella zu 125 g
    getrockneter Origano
    Salz
    Pfeffer aus der Mühle
    Olivenöl

    geriebener Parmesankäse
    1. Melanzane waschen, Stielansätze entfernen und halbieren.
    2. Das Fruchtfleisch einer jeden Hälfte mit einem scharfen Messer rautenförmig tief einschneiden (siehe Foto unten).
    3. Die Melanzanehälften in einer Pfanne mit wenig Öl und niederer Hitze grillen oder braten, wobei man mit der Seite der Schale beginnt. Umdrehen und die rautenförmigeingeschnittene Seite solange grillen bis sie schön gebräunt ist. Herausnehmen und abkühlen lassen.
    4. Backofen auf 200° Heißluft vorheizen.
    5. Aus den Hälften, bis auf einem Zentimeter am Rand, das Fleisch herausschneiden und unbedingt salzen.
    6. Das Melanzanefleisch fein schneiden und in eine Schüssel geben. Eier pellen, Oliven entkernen und beides fein hacken.
    7. Tomaten mit einem Tomatenschäler schälen, Stielansätze herausschneiden und in kleine Würfel schneiden, Mozzarella ebenfalls.
    8. Zwei Esslöffel Tomatenwürfel, Eier, Oliven, Thunfisch samt Öl und Mozzarellawürfel zum Melanzanefleisch geben. Mit Salz, Pfeffer und zwischen den Händen verriebener Origano würzen.
    9. Restliche Tomatenwürfel mit Olivenöl und Salz in einer feuerfesten Form verrühren.
    10. Melanzanehälften mit dem Gemisch füllen, in die Form schichten und mit dem Parmesankäse bestreuen.
    11. Im Ofen 30 Minuten knusprig werden lassen.

    Solche Gerichte sollten vor dem Essen immer etwas abkühlen können, dann kann man sie viel mehr genießen.
    Schade, dass der Sommer schon fast vorbei ist. Aber uns wird schon trotzdem was zum Kochen einfallen!

    28.07.09

    Sommerliche Tomaten mit Reisfüllung

    Es ist immer dasselbe. Sobald im Garten das Gemüse reif ist, hat man auf einem Schlag viel von ein und derselben Sorte. Ob es Gurken, Salat oder Tomaten sind. Man bringt es auch in der Verwandtschaft nicht mehr unter, da sie schon von anderer Seite versorgt wird.


    Dann heißt es Fantasie einsetzen, damit das gute Gemüse verarbeitet werden kann und auf dem Tisch, als wohlschmeckende Speise, landet.


    Zutaten für 4 Personen:
    • 6 Fleischtomaten

    • 1/2 Tasse Basmatireis

    • 12 schwarze Oliven

    • 3 EL Olivenöl

    • 5 Sardellenfilets in Öl gelegt

    • Salz

    • Pfeffer aus der Mühle

    • 2 EL Petersilie

    • etwas geriebener Parmesankäse
    1. Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, dann erst salzen (siehe vorheriges Rezept ganz unten). Reis einrühren, Hitze reduzieren und 12 Minuten kochen lassen. Danach abschütten und in einer Schüssel abkühlen lassen, dabei immer wieder einmal umrühren, damit der Reis etwas trocknen kann.

    2. Backofen auf 180° Heißluft vorheizen.

    3. Oliven entsteinen (siehe vorheriges Rezept Punkt 6) und grob in Stücke schneiden, zum Reis geben.

    4. Sardellenfilets zerzupfen, ebenfalls zum Reis geben.

    5. Tomaten waschen, quer halbieren und aushöhlen. Das Tomatenfleisch hacken, in eine Schüssel geben und etwas salzen. Die Tomatenhälften ebenfalls salzen und umgedreht auf einem Teller etwas entwässern.

    6. Fruchtfleisch abseihen und was im Sieb bleibt zum Reis geben.

    7. Nun fehlt nur mehr das Olivenöl, Salz und Pfeffer mit dem man alles abschmeckt.

    8. Petersilie waschen, trocknen und fein hacken.

    9. Tomatenhälften mit dem Reis füllen, in eine feuerfeste Form geben, Petersilie und Parmesankäse darüberstreuen und für 10 Minuten in den Ofen geben. Der Käse soll ein wenig schmelzen, die Tomaten sollen lauwarm werden, dann schmeckt dieses Gericht so richtig gut.
    Ein richtiges Sommergericht, das nicht schwer auf dem Magen liegt und einem nicht zum Schwitzen bringt, weder während der Zubereitung noch beim Essen.

    20.07.09

    Kalte, mediterrane Nudeln


    Solche Rezepte mag ich gerne. Man kann die Fülle des sommerlichen Angebots so richtig auskosten. Falls man das Glück hat, und frische Kräuter zur Verfügung stehen, kann man jeden Salat oder auch jedes Nudelgericht mit den verschiedensten Kräutern "aufpeppen".




    Ein frisch geernteter Melanzane ist ein wunderschönes Gemüse: fest im Fleisch und eine Farbe, fast wie ein Juwel.






    Origano blüht zur Zeit. Wenn er in Blüte steht, hat er sein bestes Aroma. Ich schneide diese kleinen rosa oder weißen Blüten mit auf und sie kommen als kleiner Farbtupfer im Gericht schön zur Geltung.



















    Zutaten für 4 Personen:
    • 300 g Nudeln, mit einer großen Oberfläche, nicht mit Loch

    • ca. 1/2 kg Melanzane

    • 200 g Scamorza oder ein anderer weicher Käse, der einem schmeckt

    • 1/2 TL frischer Origano

    • 1 EL Kapern, in Essig eingelegt

    • 10 schwarze Oliven

    • 300 g Cocktailtomaten

    • Öl zum Frittieren

    • Olivenöl

    • Salz

    • wer mag, noch ein paar frische Basilikumblätter


    1. Reichlich Wasser zum Kochen bringen, dann erst salzen. Nudel nach Packungsanweisung kochen und abseihen. Etwas mit kaltem Wasser abbrausen, damit sie nicht kleben und abkühlen lassen.

    2. Melanzane waschen, Stielansatz abschneiden und in kleine Würfel schneiden. In einer beschichteten Pfanne Öl erhitzen und die, mit einem Küchenpapier getrockneten Würfel darin frittieren, bis sie goldgelb sind.

    3. Ein Standsieb mit Küchenpapier auslegen. Die Melanzanewürfel mit einem Schaumlöffel aus dem heißen Öl nehmen und auf dem Küchenpapier verteilen. Abkühlen lassen, dann salzen.

    4. Käse in Würfel schneiden. Origano, wenn nötig, waschen, trocknen, von den groben Stängeln befreien und fein hacken.

    5. Cocktailtomaten ebenfalls waschen und vierteln.

    6. Oliven entsteinen, indem man sie längs aufschneidet, dann mit dem Messerrücken auf diesen Schlitz drückt, bis der Olivenkern zum Vorschein kommt, dann in Scheiben schneiden.

    7. Nudeln in eine große Schüssel geben. Alle vorbereiteten Zutaten, Kapern ohne Essig, etwas Olivenöl und Salz mit den Nudeln mischen. Etwas ziehen lassen. Auf keinem Fall kühl stellen. Sie schmecken bei Raumtemperatur am Besten.

    Man kann noch mit ein paar frischen Basilikumblätter dekorieren. Kräuter lassen sich in Blumentöpfen sehr gut ziehen. Auf dem Balkon oder auf der Fensterbank und man hat, außer ein paar Monate im Winter, immer frische zur Verfügung.

    Warum salzt man das Wasser erst wenn es kocht? Ungesalzenes Wasser kocht bekanntlich bei 100°, gesalzenes Wasser erst bei 108°. Also braucht das Wasser länger bis es kocht. Außerdem löst sich im kalten Wasser das Salz nicht leicht auf und es bleibt am Topfboden liegen. Rostfreier Stahl rostet deshalb nicht, aber es bleiben unschöne weiße Flecken, die man ganz schwer weg bekommt.