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13.02.17

Der nussigste aller Nusskränze

Besteck-Set aus Cromargan protect® ist extrem resistent gegen jede Art von Gebrauchsspuren, 60 teilig Listenpreis € 720,00  momentan € 449,00
Laut Statistik gibt der Mensch mehr für Unterwäsche aus, als für Besteck. Er nimmt in Kauf, dass er die vom Pizzaservice gebrachte Pizza, wegen fehlendem schneidendem Tafelmesser, notfalls mit den Händen essen muss, was unter Umständen noch annehmbar ist, bei einem Schnitzel wird dies problematischer und ein Salatblatt kann mit einer stumpfen Gabel auch schwer aufgegabelt werden.

Deshalb hat sich WMF in Zusammenarbeit mit dem Einzelhandel eine Aktion ausgedacht, damit sich dieser Umstand ändern sollte. Wunderschöne Bestecke in allen Preisklassen gibt es bis zum Monatsende zu verdammt verführerischen Preisen.

04.03.16

Der Lieblingskuchen meiner Schwiegermutter: Herrentorte

Seit 28 Jahren habe ich ein und dieselbe Schwiegermutter, was schon rekordverdächtig ist, nicht wegen meiner lieben Schwiegermama, sondern weil Norbert und ich immer noch ein Paar sind. Sie kocht und backt immer noch sehr gerne. Diesen Kuchen habe ich allerdings eindeutig am öftesten bei ihr zu essen bekommen.

Sauerkirschen bekommt sie und ich von liebenswürdigen Verwandten, welche von uns im Sommer eingeweckt werden. Diese Methode, einst so populär, scheint zu verschwinden, was schade ist, denn Kompott wird auf diese Weise einfach am Besten. Ich habe sie vor einigen Jahren genau beschrieben und zwar hier.

Wir genießen jedes Glas, welches im Winter hergenommen werden kann. Aber wie ich gesehen habe, gibt es auch verschiedene Sorten von Kirschen im Glas zu kaufen. Ersatzweise geht das natürlich auch.

02.02.15

Blondinen

In meinen jungen Jahren wollte auch ich einmal blond sein.

Meran hat eine große Militärkaserne, die mittlerweile leer steht, da es in Italien keine Wehrpflicht gibt, nur mehr ein Berufsheer.

Als ich die Oberschule besuchte, waren die Soldaten, welche aus ganz Italien in Meran stationiert waren, für mich Männer, mit Uniform, vor denen ich großen Respekt hatte, die mir aber auch irgendwie gefielen.

Mehrere meiner Freundinnen, waren und sind es heute noch, blond. Es hieß dann immer: "Ciao bionda!" nie "Ciao, mora!" Für Süditaliener ist blond etwas Besonderes.

Ich wollte blond sein! Da mir das Geld fehlte, schmierte ich mir Aufheller ins Harr. Es sah schrecklich aus.

Nun riefen die Soldaten auch mir hinterher und ich erschrak, wollte eigentlich nichts mit diesen fremden Männern zu tun haben.

Es dauerte dann eine ganze Weile, bis diese dottermäßige Farbe ausgewachsen war.

Irgendwann kam mir dann vor, dass sie Jugendliche beim Militärdienst nehmen, bis ich begriff, dass ich älter geworden war, nicht die Soldaten jünger.

Es gibt heute bei mir keinen Blondinen-Witz, welche ich diskriminierend finde, sondern ein Rezept für sehr gute Blondies, das sind blonde Brownies.


Walnuss-Blondies
  • 50 g Walnüsse
  • 75 g  Mehl (ich Dinkelmehl)
  • 20 g Vollkornmehl (ich Dinkelvollkornmehl)
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 150 g Butter, weich
  • 150 g Zucker
  • 1 großes Ei
  • 1 Msp. Vanille-Extrakt
  • 80 g weiße Schokolade
  1. Ich verteile die Nüsse auf einem Backblech.
  2. Die Schokolade schneide ich in kleine Würfel.
  3. Ich heize den Ofen auf 180°C Ober und Unterhitze vor und schiebe sofort die Nüsse für 10 Minuten in den Ofen. Dann sollten sie ein wenig gebräunt sein.
  4. Das Blech mit den Nüssen stelle ich ins Freie, damit beides so schnell wie möglich abkühlt.
  5. Ich zeichne in die Mitte eines Backpapiers ein Quadrat von 24cm x 24cm und schneide die Ecken bis zum Quadrat diagonal ein.
  6. Den Backrahmen stelle ich auf dieselbe Größe und auf das abgekühlte Backblech und kleide ihn mit dem Papier aus.
  7. Ich mische das Mehl mit Backpulver und Salz.
  8. Mit dem Flachrührer der KichtenAid (Schneebesen beim Handrührgerät), schlage ich die Butter schaumig, streue den Zucker ein und rühre solange, bis die Masse heller wird.
  9. Dann kommt das Ei und die Vanille dazu.
  10. Ich hebe mit einem Teigschaber das Mehlgemisch, die Nüsse und die Schokolade unter, gerade solange, bis alle Zutaten vermischt sind.
  11. Diese Masse streiche ich auf das vorgezeichnet Quadrat glatt ein und schiebe das Blech in die Mitte des Ofens.
  12. Dort lasse ich die Blondies 22-25 Minuten backen, bis sie goldgelb sind, falls notwendig, die letzten 2 Minuten direkt unter der Oberhitze, damit sie ein wenig Farbe annehmen.
  13. Sobald der Kuchen abgekühlt ist, schneide ich Quadrate zu 6cm x 6cm.






















Anfangs dachte ich die Masse sei zu klein, aber so ein kleines Stück Blondie hat es in sich. Sie waren auch noch am übernächsten Tag knusprig, wie am ersten.

03.09.14

Schoko-Pfirsichtorte


Es gibt viel zu tun. Der Herbst ist bekanntlich Erntezeit.

Heute Abend halten wir den Kochkurs "Grund-Rezepte" ab und da gibt es Chilisauce.

Dies war der Anlass die ersten Chilis von den eigenen Stauden zu ernten. Wir werden heute den Kurs mit einer kleinen Chili-Kunde beginnen.

Meine Kinder ziehen mich auf mit meinen Chilis.

Sie sagen: "Das sind deine Babys". Irgendwo haben sie auch Recht.

Ich hege und pflege meine Chilistauden seit Januar, seit ich sie gesät habe.

Jetzt ist die Genugtuung groß, wenn man die Ernte betrachtet.

Was hat das mit meiner Torte zu tun? Gar nichts. Obwohl man Schokolade mit Chilis wunderbar kombinieren könnte....Wer weiß, was ich mit meinen Chilis noch alles anstellen werde!!

Nun zur Torte! Auf die Frage, welche Torte oder Kuchen ich zubereiten sollte, bekam ich zwei Antworten: Etwas schokoladiges und etwas fruchtiges!

Also habe ich kombiniert und einen superschokoladigen Boden gebacken und eine Creme mit fruchtiger Note zubereitet.























Schoko-Pfirsichtorte

Zutaten für eine Kuchenform von 26 cm Durchmesser:

Für den Schokoladeboden:
  • 145 g Zartbitterschokolade
  • 115 g Butter
  • 4 1/2 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 115 g Zucker
  • 70 g Mandeln, fein gemahlen
Für die Pfirsichcreme:
  • 3 reife, sehr weiche Nektarinen
  • 100 g Zucker
  • 300 ml Sahne, geschlagen
  • 3 Blatt Gelatine
Außerdem:
  • 2 EL Rohrohrzucker
  • 2 EL Mandeln
  1. Für den Schokoladeboden hacke ich die Schokolade grob und lasse sie mit der Butter über Wasserbad schmelzen.
  2. Ich lege die Backform mit Backpapier aus, indem ich am Rand Falten lege und heize den Backofen auf 160° C Ober und Unterhitze vor.
  3. Ich trenne die Eier, schlage die Eigelbe mit dem Zucker zu einer Creme und die Eiweiße mit dem Salz zu steifem Schnee.
  4. Die Schokoladenbutter und die Mandeln mische ich unter die Eigelbcreme. Den Eischnee hebe  ich dann sachte unter.  
  5. Ich backe den Boden auf der 2. Ebene 25 Minuten und lasse ihn in der Form völlig auskühlen.
  6. Ich löse den Boden von dem Backpapier, gebe ihn auf einen Tortenteller und setze den hohen Tortenring aus Edelstahl um den Boden.
  7. Für die Pfirsichcreme schäle ich die Nektarinen, entsteine sie und schneide das Fleisch in grobe Stücke.
  8. Ich püriere das Nektarinenfleisch mit 50 g Zucker.
  9. Die Gelatine weiche ich in kaltem Wasser ein.
  10. Die Sahne schlage ich steif und süße sie mit den restlichen 50 g Zucker.
  11. Ich drücke die Gelatine aus, erwärme sie leicht, bis sie zergeht und schütte sie bei laufendem Motor zur Nektarinenmasse.
  12. Die Nektarinenmasse schütte ich in eine Rührschüssel und hebe sachte die geschlagenen Sahne unter.
  13. Diese Creme streiche ich gleichmäßig auf den Schokoboden.
  14. Jetzt muss die Torte 3-4 Stunden in den Kühlschrank, damit die Creme fest wird.
  15. Inzwischen lasse ich den Rohrohrzucker in einer kleinen Pfanne karamellisieren, mische die Mandeln unter und schütte den Karamell auf ein Backpapier. Auch dieses lasse ich völlig auskühlen, danach hacke ich den Mandelkrokant nicht zu fein.
  16. Vor ich den Tortenring vom Kuchen löse streue ich den Krokant auf den Tortenrand.






















Wie man an der Zinke sieht, mußte sich der Fotograf beeilen, denn die Gabel war schon bereit für den Verzehr :)

07.07.14

Alexander und Ali mit Schwarzwälder-Kirsch im Glas

























Wenn man dem Netz Glauben schenken kann, dann habe ich und Ali mindestens zwei Dinge gemeinsam.

Wir sind beide das mittlere von 7 Geschwister. Auch er ist wie ich im Sternzeichen Waage geboren. Ich kann mir vorstellen, dass es ihm so ähnlich ergeht wie mir: ich muss vieles ausgleichen, ich habe  einen starken Gerechtigkeitssinn und das macht es einem nicht immer leicht.

Ali, Koch von einem Michelinstern, als Juror zu haben, war ein tolles Erlebnis. Sein Gelächter ist ansteckend und lockert die aufregendste Phase der Sendung auf.

Mit Alexander hatten wir einen sehr sympathischen Moderator, einen besseren hätten wir uns nicht wünschen können.

Er ist spaßig, hilfsbereit, freundlich und sehr höflich.

Meine Schwester Elisabeth, kurz Lisi, ist Sternzeichen Skorpion. Sie kann, wenn es sein muss ihren Stachel hochstellen, ist jedoch durch und durch ein sonniges Wesen.

Wer unsere Familie kennt, kann sehen, dass die eine eher nach dem Vater kommt und die andere der Mutter ähnelt.

Seit ich mich erinnern kann, steht sie im Leben an meiner Seite. Ich kann mich auf sie verlassen.

So wie auch bei den Topfgeldjägern. Wir sind ein durch und durch aufeinander abgestimmtes Team, obwohl wir fast nie miteinander kochen.

Wir kommen jedoch aus derselben "Kochschule": unsere Mutter, welche uns schon früh in der Küche zum Küchendienst einteilte. Wir denken gleich und handeln ähnlich.

Als wir vor die Entscheidung gestellt wurden, ob wir nach Hamburg gehen sollten oder nicht, waren wir wieder einmal derselben Meinung: man muss im Leben auch Abenteuer zulassen. Und das war es, ein Abenteuer.

Wer Lust hat mehr von uns zu sehen, kann die Sendung ab 15.05 Uhr verfolgen oder gleich nach der Sendung über die Mediathek des ZDF ansehen.

Ich habe für euch das Rezept des Desserts von der heutigen Sendung extra nachgekocht, alles gewogen und zusammengeschrieben.


Schwarzwälder-Kirsch im Glas

Der Warenkorb bestand aus: Kirschen, Cornflakes, Milchschokolade mit Haselnüssen und Vanilleschote. 
Sahne, Milch, Eier, Zucker, Mehl stehen einem immer zur Verfügung, weißen Rum haben wir beim Quiz gewonnen.

Zutaten für 4 Personen:
 

Für die Patisseriecreme:

  • 2 Eigelbe
  • 2 EL Zucker
  • 2 EL Mehl
  • ½ Vanilleschote
  • 300 ml Milch
  • 4 EL Schlagsahne 
Außerdem:
  • 25 g Cornflakes
  • 1 Tafel Milchschokolade (Nüsse haben wir entfernt)
  • ½ kg Kirschen
  • 2 EL Zucker
  • Weißer Rum zum Ablöschen


  1. Für die Patisseriecreme rühre ich die Eigelbe mit dem Zucker schaumig.
  2. Ich kratze die Vanilleschote aus und lasse Schotenhälften und Samen mit der Milch aufkochen, dann schütte ich die Milch durch ein Sieb in die Eigelbmasse und rühre sofort gut um.
  3. Ich koche die Masse unter ständigem Rühren kurz auf, dann stelle ich den Topf in kaltes Wasser und rühre die Creme kalt, damit keine Haut entsteht.
  4. Die Schlagsahne ziehe ich vorsichtig unter die Masse.
  5. Ich schmelze 70 g Schokolade über Wasserdampf, rühre die Cornflakes ein und verteile sie sofort auf 4 Gläser. Ich lasse die Masse abkühlen, damit die Schokolade wieder fest wird.
  6. Die Kirschen halbiere ich und entsteine sie.
  7. Ich verteile den Zucker gleichmäßig in einer Pfanne und lasse ihn ohne umzurühren karamellisieren.
  8. Die Kirschhäften erhitze ich kurz im Karamell, dann lösche ich mit zwei Schuss Rum ab. Ich  rühren solange bis sich das Karamell aufgelöst hat, dann lasse ich alles abkühlen.
  9. Ich fülle über die Cornflakes 4 Esslöffel Patisseriecreme  in jedes Glas, darüber verteile ich eine Schicht Kirschen. Ich verfahren so weiter bis keine Zutaten, außer zwölf Kirschhälften, übrig sind. Abschließend muss Patisseriecreme eingefüllt werden.
  10. Ich reibe die restliche Schokolade direkt über die Patisseriecreme und dekoriere mit je zwei Kirschhäften.

 Ich wünsche euch gutes Gelingen und viel Spass bei den Topfgeldjägern.

07.11.13

Kuchen am Stiel gefällig?

Bei uns zeichnet sich ein neuer Trend ab: Kuchen am Stiel! Eine gebackene Kuchenkugel, auf einen Stiel gesteckt, mit einem Guss überzogen und nett dekoriert. Es ist einmal eine andere Art einen "Kuchen" zu präsentieren. Auf jedem Fest oder auf jeder Party wird es sicher ein Riesenerfolg, wenn man mit solch netten "Kuchenlutschern" aufkreuzt. Das Backen ist blitzschnell erledigt, das Dekorieren macht auch noch Spaß.
Ich habe, muss ich gestehen, allerhand Helfer, damit diese feine Sache schneller und besser gelingt. Diese Dinge sind nicht unbedingt notwendig, eine Kuchenform aus Silikon ist allerdings unabkömmlich.

Kuchen am Stiel - Cake Pops

Zutaten für 18 Cake Pops:
  • 80 g Naturjogurt
  • 40 g gutes Olivenöl
  • 70 g Zucker
  • 1 großes Ei (ca. 60 g)
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 95 g Mehl
  • 35 g Kokosraspeln
  • 3/4 TL Ingwerpulver
Zum Dekorieren:
  • 180 g dunkle Schokolade
  • 20 g Sahne
  • 60 g Butter
  • Mandelstifte
  • Pistazien, gehackt
  • weiße Schokolade
  1. Ich schalte den Backofen auf 190° Heißluft ein.
  2. Da ich die Form das erste Mal benutze, muss ich die Mulden einfetten, das mache ich mit einem Stückchen Butter, die nächsten Male brauche ich das nicht mehr.
  3. Ich rühre Jogurt, Olivenöl, Zucker und Ei mit dem Schneebesen der Küchenmaschine schaumig.
  4. Das Mehl mische ich mit dem Backpulver und den Kokosraspeln und rühre es samt dem Ingwerpulver unter die Schaummasse.
  5. Ich stelle den unteren Teil der Form auf das Gitter des Backofens, damit ich sie, sobald sie gefüllt ist, leichter in den Backofen schieben kann.
     
  6. Da die Masse ziemlich flüssig ist, fällt Norbert ein, dass ich das Einfüllen mit dem Teigspender (siehe Foto) erledigen könnte. Und es stellt sich heraus, dass dies hervorragend funktioniert.  Die Masse ist genau bemessen, ich fülle alle 18 Mulden randvoll mit Teig und schließe die Form mit dem Deckel. Ohne Teigspender muss man dies mit dem Löffel machen.
  7. Dann schiebe ich die Form für 13 Minuten in den Ofen.
  8. Sobald sie fertig gebacken sind, nehme ich sie heraus, nehme nach einigen Minuten den Deckel ab, sonst würden sie sofort "schwitzen" und nehme die Cake Pops aus den Mulden heraus.
  9. Inzwischen baue ich eine "Produktionslinie" auf: ich schmelze alle Zutaten für die Schokoladenglasur, verrühre sie gut, röste Mandelstifte, hacke sie noch ein wenig kleiner, stelle auch Kokosraspeln und gehackte Pistazien in Tellern und Schüsselchen bereit. Ich schmelze im Decopen, hier sieht man ihn, ein wenig weiße Schokolade.
  10. Ich nehme ein mitgeliefertes Kunststoffstäbchen tauche es in die Glasur und stecke es in die Mitte einer gebackenen Kugel, dann drehe ich die Teigkugel in der Glasur, den unteren Teil bestreiche ich mit Hilfe eines kleinen Spachtels.
  11. Jetzt kommt der kreative Teil: ich verziere die Kugeln, wie ihr hier auf den Fotos sehen könnt, mit meinen unterschiedlichen Materialien und stecke sie in die Öffnungen des Deckels, den ich wieder auf die leere Form gesetzt habe, um die Glasur erstarren zu lassen, ohne dass die Deko Schaden nimmt.
    So verfahre ich mit allen 18 Pops. Dann stelle ich das Ganze in das kühle Schlafzimmer, da ich es im Kühlschrank nicht unter bringe.
  12. Zum Servieren schütte ich einen Email-Schnabeltopf mit Zucker voll und stecke die Cake Pops hinein, so lassen sie sich gut transportieren und servieren.  
    Das Eintauchen des Stäbchens vor dem Einstechen in die Teigkugel ist deswegen notwendig, damit die Kugel nicht langsam in das Stäbchen rutscht. Ich habe es ausprobiert! Die Schokolade innen wird auch fest und verhindert dies:)


    Ich muss sagen, außer dass sie hervorragend schmecken, war es auch lustig und sehr kreativ die Kuchenkugeln auf Stiel herzustellen.
    Ich weiß jetzt schon, dass ich Klagen aus Wien und Prato zu hören bekomme, warum ich so was ausprobiere, wenn die Meute nicht da ist. Keine Angst, die Form ist jetzt in meinem Besitz und wenn ihr nach Hause kommt, dann bin ich nicht mehr zu bremsen!

14.03.13

Apfel-Schokosahne

Äpfel gibt es immer noch sehr gute, hier aus unserer Region. Ich mag es wenn Lebensmittel nicht all zu große Wege zurücklegen, bis sie zu mir in die Küche wandern, auch beim Obst. In Südtirol werden fast nur mehr Äpfel angebaut, die sich eine relativ lange Zeit gut lagen lassen, ohne dass sie mehlig werden, auch Bioware. Die Vielfalt hat darunter gelitten und das ist andererseits wieder schade. Wir "Älteren" können uns noch an den "Lederer" erinnern und an den "Jonathan", oder den "Kalterersee". Aber auch der "Gravensteiner", mein Lieblingsapfel für Apfelstrudel, ist sehr selten geworden. Liebhaber besitzen noch ein paar Bäume seltener Äpfel und machen, wenn sie so nett sind wie dieser Hobbybauer, im Herbst eine Apfelverkostung.
Ich habe ein paar sehr gute "Topaz" erworben und da es öfters Kuchen mit Apfelbelag gibt, wollte ich einmal eine neue Variante ausprobieren.

Apfel-Schokosahne

Zutaten für einen Tortenboden mit 26 cm:

Für den Biskuit:
  • 2 Eiweiße
  • 2 EL kaltes Wasser
  • 100 g Zucker
  • Vanille-Extrakt
  • 2 Eigelbe 
  • 40 g Mehl
  • 30 g Speisestärke
  • 1/2 TL Backpulver
  • 10 g Kakaopulver, ungesüßt
  • 1 EL neutrales Öl
etwas kalte Butter für die Form

Für den Belag:
  • 3 große Äpfel
  • 1/2 l Sahne
  • 2 EL Zucker
  • 70 g dunkle Kuvertüre
Schokoraspeln
  1. Ich beginne mit der Schokosahne, für der ich die Hälfte der Sahne aufkoche und mit der fein geschnittenen Kuvertüre solange verrühre bis sich die Schokolade völlig aufgelöst hat.
  2. Ich mixe die Sahne kurz mit dem Mixstab auf, decke sie ab und lasse sie im Kühlschrank 24 Stunden "reifen".
  3. Am nächsten Tag beginne ich mit dem Backofen, den ich auf 170° Ober und Unterhitze vorheize.
  4. Ich fette die Tortenform mit kalter Butter ein.
  5. Ich schlage die Eiweiße mit dem Wasser fest, gebe den Zucker und wenig Vanille-Extrakt dazu und schlage es schön cremig auf.
  6. Ich gebe die Eigelbe und das Öl zum Eischnee und rühre nur solange, bis die Masse schön hellgelb ist.
  7. Ich mische die Mehle und das Backpulver, siebe sie über die Masse und hebe es sachte unter.
  8. Ich schütte den Teig in die Form, streiche sie schön glatt und schiebe die Form auf die unterste Ebene in den Backofen.
  9. Dort soll der Tortenboden langsam nach oben steigen, das dauert ca. 30 Minuten.
  10. Ich stürze den Boden nach dem Backen auf ein mit einem Backpapier ausgelegtem Auskühlgitter und lasse ihn völlig erkalten.
  11. Inzwischen schäle ich die Äpfel, entkerne sie und schneide sie in Spalten.
  12. Ich koche die Spalten mit 100 ml Wasser und 1 Esslöffel Zucker weich und lasse auch sie auskühlen.
  13. Ich lege den Tortenring aus Stahl um den Bikuitboden, beträufle ihn mit dem entstandenen Saft der Äpfel und verteile die Apfelspalten auf dem Boden.
  14. Nun schlage ich die Schokosahne, wie ganz normale Sahne steif und verteile sie über den Äpfeln auf dem Tortenboden.
  15. Die restliche Sahne schlage ich auch fest, mit dem restlichen Esslöffel Zucker und streiche sie über die Schokosahne ein.
  16. Ich lasse den Kuchen im Kühlschrank gut durchkühlen.
  17. Dann nehme ich den Tortenring ab und bestreue den Kuchen mit Schokoladeraspeln.


Dann ist man einmal ein paar Stunden nicht zu Hause und über Facebook spricht sich herum, dass im Hause Felder eine vorzügliche Torte im Kühlschrank lagert und schwupp ist, wenn man zurück kommt, dreiviertel der Torte weg. Das sind die Facebook-Mäuschen, wenn ich mich nicht irre:)

02.05.12

Zirmer-Torte


Dieses Rezept habe ich um 3 Ecken bekommen. Meine Schwester hat es meiner Mutti fein säuberlich, in ihrer schönen Schrift, abgeschrieben. Aus welchem Kochbuch weiß ich nicht. Davon habe ich dann eine Fotokopie bekommen. Ich sammle schon mein Leben lang Rezepte, probiere sie aus, wenn es schmeckt, dann kommen sie in meine Rezeptesammlung, auch handgeschrieben, sonst nicht.
Dieses hier gefällt mir schon deshalb, weil es thematisch zu meinem momentanen Kochkurs passt: Kühlschrank-Aufräum-Rezepte.
Ich habe ständig Eiweiße übrig und deshalb brauche ich auch ständig neue Rezepte um das Eiweiß zu verbrauchen. Hier gab es schon einmal einen Eiweiß-Verbraucher.
Zirm wird bei uns eine Holzart genannt, welche ich als Zirbelholz wieder gefunden habe. Ich kann mir eigentlich schwer vorstellen, dass der Name dieses Kuchens im Zusammenhang mit dem Holz entstanden ist. Bei uns gibt es aber immer wieder Gaststätten die mit diesem Namen geschmückt sind und wahrscheinlich kommt das Rezept aus irgendeiner "Zirm-Stubm".

Zirmer-Torte

Rezept für eine Springform 26 cm:

8 Eiweiße
180 g Zucker
180 g geriebene Haselnüsse
40 g geriebene Schokolade
eine Messerspitze Zimt
Schale einer halben Bio-Zitrone

Butter für die Form
1 Glas Kirschmarmelade
200 g Sahne
20 g Schokolade
  1. Ich heize den Backofen auf 190° C Ober und Unterhitze vor.
  2. Ich schlage die Eiweiße zu Schnee, lasse den Zucker einrieseln, schlage weiter bis sich der Zucker aufgelöst hat und die Masse schön cremig ist.
  3. Ich schütte die Haselnüsse, die Schokolade, das Nelkenpulver und die Zitronenschale dazu und hebe alles sachte unter.
  4. Die Kuchenform fette ich mit kalter Butter ein.
  5. Ich verteile die Masse gleichmäßig in die Form und schiebe sie auf der 1. Ebene des Backofens ein.
  6. Nach 35 Minuten ist der Tortenboden fertig gebacken. Ich nehme ihn heraus und lasse ihn in der Form völlig auskühlen.
  7. Mit einer Palette löse ich den Boden von der Form, das darf man aber nur bei emailierten Kuchenformen tun, bei beschichtetem Material ist das vielleicht nicht notwendig. 
  8. Ich teile den Tortenboden und streiche die Kirschmarmelade (ich hatte selbstgemachte Sauerkirschmarmelade) auf die untere Hälfte, setzt die andere Hälfte wieder darauf.
  9. Ich schlage die Sahne steif und streiche sie gleichmäßig auf den Kuchen. 
  10. Als letztes hoble ich noch Schokolade darüber.
Irgenwie erinnert mich der Geschmack an Schwarwälderkirschtorte. Zusätzlich über den Verbrauch der Eiweiße bin ich über die Verwendung der Sauerkirschmarmelade froh, da ja schon bald die neuen Sauerkirschen reif sind. Nur bei dem "Sudelwetter" das wir momentan haben, ist das noch schwer vorstellbar. 

13.04.12

Schoko-Muffins mit Erdbeeren


Wer meinen Mann Norbert kennt, weiß dass er sehr schlank ist. Ich kann nichts dafür. Das ist seine Natur, obwohl er ein "Süßer" ist. Der Glückliche, werden einige von euch sagen. Jung verheiratet wurde ich öfters gefragt, ob es bei uns nichts Gescheites zu essen gibt. Von da an, und das sind jetzt schon einige Jahre, gibt es bei uns immer etwas Süßes. Aber ihr braucht nicht zu glauben, dass Norbert einen Kilo zugenommen hätte. Da bin ich anfälliger und muss auf mein Gewicht achten. Und wer hat seine schlanke Natur geerbt? Unser Sohn Lukas ist genau der gleich schlanke Typ, der Glückliche. 
Wenn es dann einmal vorkommt, dass ein paar Stunden kein Kuchen, kein Gebäck zur Stelle ist, ergreift manchmal sogar Lukas das Zepter in der Küche und backt Muffins.
Dieses Rezept ist bestimmt keine Weltneuheit. Ob als Kuchen oder eben Küchlein gibt es dieses oder ähnliche sehr viele. Sie sind schnell gemacht und köstlich, wo sie doch noch aufgepeppt sind.

Schoko-Muffins mit Erdbeeren
 Zutaten:
  • 200 g Butter
  • 200 g Schokolade, wenn möglich 70%ige
  • 200 g Zucker
  • 4 Eier
  • 3 EL Mehl
  • weiße Schokolade
  • etwas Kokosfett
  • frische Erdbeeren
  1. Ich setze Papierförmchen in das Muffinsblech und heize den Backofen auf 180° Heißluft vor.
  2. Ich lasse die Schokolade und die Butter über heißem Wasserbad schmelzen und verrühre beides gut miteinander.
  3. Ich rühre den Zucker unter und nacheinander die Eier, dabei achte ich darauf, dass jedes Ei eingerührt ist, bevor ich das nächste hinein schlage.
  4. Ich rühre das Mehl ein.
  5. Ich verteile einen Teil des Teiges in den Vertiefungen des Bleches. Ich verwende ein Blech mit kleinen Vertiefungen. Die Portionen sind dann für mich gerade richtig. Andere in unserer Familie verspeisen dann halt auch einmal 2 oder 3 Stück. Den Rest des Teiges backe ich danach. Dem Teig macht das nichts aus, der kann warten.
  6. Ich backe die Muffins in der Mitte des Ofens 15 Minuten, nehme sie danach aus den Vertiefungen und backe die nächste Runde.
  7. Inzwischen schmelze ich weiße Schokolade, vielleicht eine halbe Tafel, mit wenig Kokosfett, damit sie geschmeidiger wird und streiche ein wenig auf jedes abgekühlte Küchlein und setze dann eine halbe Erdbeere darauf.

Durch die Erdbeeren haben sie eine begrenzte Haltbarkeit, aber keine Angst es wird keines schlecht, dafür sorgen schon meine zwei Männer:)
Wir tinken Kaffee dazu, Lukas hat sich Milch dazugestellt, wie man auf dem Foto sieht.

12.12.11

Meine Weihnachtskekse

Alle Jahre wieder kommt die Weihnachtsbäckerei-Beilage von ORF-Nachlese, eine Zeitschrift die mich sonst nicht sonderlich interessiert und die ich nur einmal im Jahr kaufe, im November.
Österreicher können Mehlspeisen und feines Gebäck machen, das macht mir hoffentlich niemand streitig. 
Die Kekse, von welchen ich euch heute das Rezept gebe, sind die mit den Einrissen am rechten und am linken Tellerrand. Sie heißen Brotlaibchen und sehen wirklich wie kleine "Läbelen" aus. Sie ähneln verdächtig den Schoko-Schnee-Kugeln von Juliane, meine sind mit Mandeln.
Sie hat das Rezept von ganz wo anders her, da sieht man einmal, dass die Redaktionen auch nur von einander abschreiben:)
Hier das Rezept:

Brotlaibchen

Zutaten:

  • 3 Eier
  • 250 g Zucker
  • 140 g Schokolade, zerlassen
  • 250 g Mandeln, fein gerieben
  • 3 EL Mehl
  • 2 EL Rum
  • 1 EL Honig
  • 1/2 TL Zimt
  • 4 Handvoll Brotbrösel
  • Staubzucker zum Wälzen
  1. Zutaten in einer großen Rührschüssel, mit dem Handrührgerät zu einer relativ festen Masse vermengen. Mindestens 30 Minuten kalt stellen.
  2. Backofen auf 140° Heißluft vorheizen.
  3. Aus dem Teig Kugeln formen und diese im Staubzucker wälzen.
  4. Auf ein Backpapier ausgelegtem Backblech verteilen und 25 Minuten backen.
Sie haben geschmacklich Ähnlichkeit mit Lebkuchen. Das sagt eine die Lebkuchen nicht besonders mag und auch nicht backt, also wahrscheinlich den Unterschied nicht erkennt.

Ich habe die Weihnachtsbäckerei bereits abgeschlossen und stürze mich auf andere Herausforderungen wie Terrinen, Teigtaschen.... alles was ich gut vorbereiten und ins Gefrierfach geben kann. Denn bei uns ist über Weihnachten was los, wie ich euch schon hier bereits voriges Jahr erzählt habe.

01.10.11

Bei uns ist es immer noch heiß, deshalb gibt es Eis

Bei uns ist es am Tag immer noch sehr warm, deshalb ist so eine kleine Abkühlung zwischendurch nicht schlecht. Eismaschine habe ich bestimmt schon seit 10 Jahren. Wie ich mit den Kindern, als sie noch klein waren, in unserer Sommerfrische im Ultental war, haben wir Walderdbeeren gesammelt und Walderdbeer-Eis gemacht.
Diese Zeit ist vorbei und ich muss zu anderen Zutaten greifen.
Bei diesem Eis nehme ich mein Vanilleeis-Rezept und verfeinere es mit Nüssen und Schokolade.

Nuss-Schokolade-Eis

Zutaten:

2 Eigelbe
70 g Zucker
200 ml Vollmilch
200 ml Sahne
60 g Haselnüsse
40 g Schokolade 50%

  1. Die Haselnüsse röste ich in einer kleinen Pfanne, damit ich nicht für diese kleine Menge den Backofen anmachen muss. Ich bewege die Nüsse in der Pfanne immer wieder, bis ich sehe, dass die Haut an mehreren Stellen aufbricht, gebe sie noch heiß in ein Tuch, reibe sie, bis sich die lockere Haut vollständig gelöst hat und lasse sie auskühlen.
  2. Ich breche die Schokolade, gebe sie in den Decopen, verschließe ihn gut, stelle ihn in warmes Wasser und lasse die Schokolade schmelzen.
  3. Inzwischen verühre ich die Eigelbe und den Zucker bis sie schaumig sind und rühre die kalte Milch unter.
  4. Die Sahne schlage ich nur halbsteif, damit sie sich besser mit dem Rest vermischen läßt und rühre sie zum Eigelb-Gemisch.
  5. Die Nüsse hacke ich mit dem Finecut, lasse sie aber eher grob und gebe auch diese in die Masse.
  6. Dann kommt alles in die Eismaschine. Die Schokolade drücke ich mit dem Decopen dann in kleinen Portionen hinein, sobald ich sehe, dass sich schon Eis gebildet hat, dann bleiben eher gröbere Stückchen, weil die Schokolade sofort wieder fest wird.
Irgendwie kommt mir der Geschmack bekannt vor? Wir alle rätseln herum, dann fällt uns ein an welchen Geschmack es uns erinnert: an Ferrero Rocher!

05.09.11

Norwegens beste Süßspeise

Da ich mir eine Sommerpause gegönnt habe, aber mein Haus & Hoffotograf trotzdem fleißig war, gibt es hier eine kleine Bilder-Zusammenfassung. Zwei Informationen gibt es dazu: den Marillenkuchen habe ich von Andreas nachgebacken. Das andere sind die weltbesten Brownis die ich je gegessen habe.
Diesen Sommer hat es uns in den Norden verschlagen, nach Norwegen. Norbert und ich haben dieses Land schon vor 20 Jahren einmal bereist. Ich eher meinem Mann zuliebe, da ich eigentlich die Wärme lieber habe, als das Kälte. Ich habe diesen Kompromiss nie bereut, hat er mich doch gelehrt, dass der Norden wunderschön, voller Abenteuer und netter Menschen ist. Dieses Jahr wollten wir unseren Kindern dieses schöne Land zeigen.
Wie wir es vom Norden gewohnt sind gibt es auch in Norwegen eine Fülle von sehr guten Leckereien, unter anderem diese Brownies.
In Bergen haben wir sie gekauft und am Hardangerfjord verspeist, wo sie von der ganzen Familie analysiert wurden.
Zuhause angekommen habe ich sofort versucht sie nachzubacken. Nach 3 Versuchen kamen sie dem Geschmackserlebnis am Nächsten.

B&B (Bergen-Brownies)

Zutaten:
  • 1 Tafel Schokolade 70%
  • 1 Tafel Milchschokolade
  • 150 g Butter
  • 170 g Zucker
  • 4 Eier
  • 45 g Mehl
  • 60 g Walnüsse
  • 50 g Zucker
  • 30 g Baiser
  1. Ich breche beide Tafeln Schokoladen in Stücke und lasse sie mit der Butter über Wasserdampf langsam schmelzen.
  2. Inzwischen hacke ich die Nüsse mit dem Fincut grob, lasse die 50 g Zucker in einer kleinen Pfanne karamellisieren, schalte die Flamme klein damit er nicht verbrennt und röste die Nüsse noch ein wenig, dann schütte ich die Masse auf ein Backpapier und lasse sie abkühlen.
  3. Ich heize den Backofen auf 200° Ober und Unterhitze vor.
  4. Die Schokolade verrühre ich mit einem Teigschaber mit der Butter, schütte die 170 g Zucker dazu, rühre ihn unter und lasse die Schokomasse etwas abkühlen.
  5. Die Eier rühre ich einzeln unter, eines nach dem anderen, mit jedem Ei verändert sich die Konsistenz.
  6. Dann siebe ich das Mehl darüber und hebe es unter. 
  7. Die karamellisierten Nüsse sind inzwischen hart geworden. Ich breche sie zu eher groben Stücken.
  8. Den Baiser zerkleinere ich nicht, der zerbröselt beim Umrühren sowieso. Ich rühre ihn und die Nüsse unter die Masse und fülle sie in eine Form von ca. 30cmX25cm, welche ich mit Backpapier ausgekleidet habe.
  9. Ich backe die Browies auf der 3.Ebene 20 Minuten, länger wäre schade, da sie sonst nur trocken werden.

Der harte karamellisierte Zucker schmilzt während des Backens und umgibt die Nüsse mit seiner feinen Süße.
Zwei Wochen nach unserer Rückkehr gab es das schreckliche Attentat in Oslo und wir waren sehr betroffen, haben uns immer wieder gefragt, wie so etwas in einem so friedlichen Land, in dem wir uns sicher und geborgen fühlten, möglich ist. Unsere innige Zuneigung zu diesem Land und deren Leute hat es aber nicht geschmälert. Wir gestehen sie offen und schicken ganz liebe Grüße in dieses Land der Seen, Fjorde und Elche.

30.03.11

Was ich und Tom Cruise gemeinsam haben

Ein Kochbuch. Wieso ich das weiß? Es ging durch die Presse. Das "Kochbuch" von Norbert Niederkofler, "St.Hubertus" habe ich schon vor langer Zeit geschenkt bekommen. Wer ist Norbert Niederkofler? Einer der besten südtiroler Köche und er hat ein Kochbuch herausgegeben. Ob er es selbst geschrieben hat weiß ich nicht. Es ist ein wunderschöner Bildband mit guten Ideen zum Kochen. Nur die Rezepte muss man selbst herausfinden. Ist ja vielleicht auch mal ganz lustig. Wir fragen uns immer wieder, mein Norbert und ich, ob das gewollt gemacht wurde. Dazu möchte ich noch den Fotografen loben, Udo Bernhart, ein Nachcousien meines Mannes und ein hervorragender Fotograf. Vor ein paar Jahren war dann Tom Cruise im Gardertal, hat mit seiner Frau (war es Nicole Kidman, oder eine andere??) ein paar Runden mit dem Motorschlitten gedreht und bei Norbert Niederkofler getafelt. Dieser wiederum hat ihm in Beisein des Fotografen der Sonntagszeitung, sein Kochbuch überreicht. Beim Lesen des Artikels ging mir ein Schmunzeln über meine Lippen. Wenigstens ist Niederkofler sicher, dass bei Cruise nichts anbrennt, ob schlechter Recherchen der Rezepte!


Hier seine Idee ein Schokoladenküchlein zu machen mit einem Creme Brûlé Kern von mir zum Nachkochen richtig nieder geschrieben: als Erstes muss dîe Crème Brûlée zubereitet werden.

Crème Brûlée für Schokotörtchen
Zutaten für mehrere Törtchen

90 ml Sahne
30 ml Milch
1 Eigelbe
10 g Zucker
ausgekratztes Mark von ½ Vanilleschote

1 Zucker mit den Eigelben schaumig schlagen. Milch, Sahne und Vanillemark aufkochen,
   mit einem Kochlöffel unter die Eigelbmasse rühren und in eine feuerfeste Form füllen.

2 Mit Klarsichtfolie abdecken und im Backofen bei 100° C 50 Minuten pochieren (ohne
   Wasserbad).

3 Anschließend abkühlen lassen. Dann die Masse in einen Eiswürfelbereiter streichen.
   Gefrieren und nachher die Crème Brûlée-Würfel herausdrücken. In einer Gefrierdose
   wieder ins Gefrierfach geben und im gefrorenen Zustand verwenden.

So einfach ist das
Jetzt kommen wir zum Schokoladen-Törtchen:
Schokoladentörtchen


Zutaten für 8 Törtchen:

Für die Schokotörtchen:
90 g Valrhona-Schokolade mit 70 % Kakaoanteil
100 g weiche Butter
1 Prise Salz
2 Eigelbe
2 Eier
80 g Mehl
50 g Puderzucker

Butter für die Auflaufförmchen

8 gefrorene Crème Brûlée-Würfel

1 Backofen auf 180° vorheizen. Acht feuerfeste Formen gut einfetten.

2 Schokolade brechen und im Wasserbad langsam und nur bei niederer Temperatur
   schmelzen.  
3 Butter mit Zucker und einer Prise Salz glatt rühren.

4 Eier und Eigelbe mit einander verquirlen und in kleineren Mengen unter die Buttermasse
   mengen.

5 Die geschmolzene Schokolade auch untermischen und das gesiebte Mehl dazugeben.

6
Die Formen bis zur Hälfte mit dieser Masse füllen, einen Crème Brûlée-Würfel in die Mitte
   geben und  wieder mit der Schokomasse abdecken.

7
Im Backofen 10 - 12 Minuten backen.

8 Schokotörtchen herausnehmen und 10-15 Minuten kühlen lassen, vorsichtig stürzen, wenn
   nötig mit der Messerspitze vom Formrand lösen, vorsichtig in die Mitte eines Tellers
   stellen.
 
Mit Früchten, wie hier mit Ananas, servieren. Ich habe noch mit dem Mandarienen-Aperol-Gelee von Petra mit dem Decopen dekoriert, was sehr gut paßt und auch gut aussieht. 
So präsentiert sich das Küchlein geöffnet:

Ob das nicht vielleicht das Dessert für Ostern wird??  

11.02.11

Liebe geht durch den Magen


Ich weiß, es ist ein abgedroschenes Sprichwort. Aber, wie alle Sprichwörter, steckt auch in diesem, ein Quäntchen Wahrheit. Ich bin kein Valentinstag-Fan. Ich bin auch kein Fan von Schnittblumen. Ich hab größere Freude an Essbarem oder Trinkbarem. Schnittblumen kann ich nicht verkochen:)
Ich habe mich aber gestern als Patissier versucht. Ich besitze schon seit längerer Zeit das Kochbuch: Chocolat, Sinnliche Verführung von Robert Linxe. Wer gerne Schokolade mag, kann sich an dem Buch gar nicht satt sehen. Man kann sich davon wunderbar inspirieren lassen.
Ich wollte außerdem unbedingt die neuen Silikon-Formen, welche wir auf der Messe in Mailand bestellt hatten, ausprobieren. Es ist immer ein Dilemma: es kommt was Neues und ich studiere es solange, bis mein lieber Mann mich fragt, ob ich es nicht testen möchte? Ich liebe ihn dafür!! Und noch für vieles andere.
So habe ich ohne abzuwiegen, einfach darauf los experimentiert. Kuvertüre geschmolzen, sie darf ja nicht über 35° erwärmt werden, eine Art Fülle, mit kochender Sahne, Vanille, Milchschokolade und Honig, improvisiert und heraus gekommen ist, das was ihr auf den Fotos seht. Silikonformen sind etwas ganz Tolles, wenn's nicht kleben soll. Zum Backen bevorzuge ich immer noch die altbewährten Emailformen.

Die Kapsel aus Schokolade, für die Fülle habe ich selbst gegossen. Ich habe geschmolzene Kuvertüre zweimal hintereinander mit einem Mokkalöffel in die Form gestrichen. Inzwischen habe ich sie aber kühl gestellt, damit die erste Schicht erstarren konnte, dann erst die zweite eingestrichen. Dann wird die Fülle eingegossen Auch die lässt man im Kalten eindicken, dann wird die Kapsel mit einer Schicht flüssiger Kuvertüre geschlossen. Die Pralinen ließen sich problemlos aus der Silikonform drücken.


Es ist keine Praline mehr da, Valentinstag hin oder her. Ich hab keine Angst, es wird auch am Montag etwas Gutes zu Essen geben.

22.04.10

Schokomousse mit Savoiardi


Ab und zu braucht es auch mal was Süßes. Meine Herren sind mir dankbar dafür. Wir zwei "Mädels" sollten lieber ein bisschen diäten, für die Bikinifigur. Es hat sich das eine und andere Pölsterchen eingeschlichen, das wieder abgespeckt werden sollte.
Aber hier können wir nicht widerstehen. Schließlich bin ich selber Schuld. Warum habe ich auch so was zubereitet? Aber beim Stöbern im Internet kommt man schon öfter einmal zu Nachspeisen, die einem nicht mehr loslassen, wie hier bei cannelle et vanille.

Das ist mein Beitrag für die Verführungen im Netz:

Schokomousse mit Savoiardi:

  • 70 g dunkle Schokolade (ich kaufe sie vom fairen Handel)
  • 1 Eiweiß
  • 2 Eigelbe
  • 20 g Walnüsse
  • 50 ml Sahne
  • 20 g Butter
  • 20 g Staubzucker
  • 2 Savoiardi (Löffelbiskuit)
  • 1 Prise Salz

Zum Verziehren:

  • 2 Savoiardi (Löffelbiskuit)
  • 100 ml Sahne
  1. Ich schneide die Schokolade mit dem Messer grob und schmelze sie, unter Rühren, mit 2 Esslöffel Wasser und der Butter über Wasserdampf.
  2. Auch die Nüsse hacke ich, diesmal mit meinem Cutter von Fissler, nicht zu fein und röste sie in einer Pfanne ohne Fett hellbraun, nehme sie sofort heraus, sonst bräunen sie nach und lasse sie abkühlen. Einen Esslöffel nehme ich weg für später.
  3. Sobald die Schokolade geschmolzen ist, rühre ich den Zucker solange unter, bis er geschmolzen ist, dann kommen die zwei Eigelbe dazu und ich vermenge die Masse noch solange über Wasserbad, bis eine homogene Paste entstanden ist.
  4. Wenn's schnell gehen soll, wechsle ich das warme Wasser mit kaltem, und rühre die Schokoladencreme kalt, sonst nehme ich die Schüssel vom Dampf und lasse alles unter zeitweiligem Rühren abkühlen.
  5. Ich zerbrösle die Savoiardi und menge sie mit den Nüssen unter die Schokomasse.
  6. Jetzt schlage ich das Eiweiß mit einer Prise Salz zu Schnee und die Sahne steif und hebe beides mit einem Teigschaber locker unter die Creme. Wenn diese noch zu warm wäre, verflüssigt sich das Eiweiß und die Sahne sofort. Ich möchte euch das Ergebnis ersparen. Ist mir alles schon passiert!
  7. Jetzt verteile ich das Mousse auf vier Schälchen und stelle sie für ein paar Stunden abgedeckt in den Kühlschrank.
  8. Zum Verzieren schlage ich die Sahne steif und schneide zwei Savoiardi in kleine Stifte, streiche die Sahne auf den Rand, streue ein wenig aufbewahrte Nüsse darüber und stecke noch das eine oder andere Savoiardenstiftchen zur Deko in das Schälchen.

Wie ihr feststellen könnt, ist die Portion sehr klein. Bewusst so gewählt. Und hier noch eine andere kleine Sünde, welche uns anlacht und unbedingt gemacht werden will: Erdbeer-Roulade von New Kitch On The Blog.

30.01.10

Schokoladencreme mit Baiserhäubchen


Heute noch ein schnelles Wochenend-Dessert. Ich habe im Internet diese schnelle und wirklich gute Nachspeise gefunden, weiß aber nicht mehr wo, sonst würde ich Euch gerne darauf hinweisen.

Sie sieht sehr kompliziert aus, ist sie aber wirklich nicht.

Ihr benötigt für ? Personen:
  • 1 Ei

  • 2 Eigelbe

  • 1 Tasse Kokosmilch

  • 1 Tasse Vollmilch

  • 1/2 Mokkalöffel Kardamomsamen

  • 3 EL brauner Zucker

  • 60 g dunkle Schokolade

  • 1 EL Kakaopulver

Für den Baiser:

  • 2 Eiweiß

  • 60 g Staubzucker
  1. Als erstes heize ich den Backofen auf 160° Heißluft vor.

  2. Milch und Kokosmilch erhitze ich bis kurz vor dem Siedepunkt und gebe den Kardamom dazu und lass es ziehen.

  3. Inzwischen schmelze ich, in einem kleinen Schüsselchen, die gehackte Schokolade, bei mittlerer Hitze, über einem Wasserbad. Ich decke sie ab, dann geht es schneller. Aber Vorsicht, es kann sich Kondenswasser bilden und beim Abnehmen von der Folie darf kein Wasser in die Schokolade. Schokolade und Wasser sind Todfeinde.

  4. In einer Schüssel schlage ich das Ei und das Eigelb mit dem Zucker schaumig, dann rühre ich die geschmolzene Schokolade und das gesiebte Kakaopulver unter.

  5. Jetzt erhitze ich die Milch nochmals, siebe den Kardamom ab und gieße die Milch unter ständigem Rühren in die Schokolade-Eiermasse.

  6. Ich verteile die Creme auf wieviele Schüsselchen? Für unseren Junior kommt viel ins Gläschen, auch für Norbert, für unsere Große und für mich weniger. Unsere zwei "Süßen" in der Familie, sind beide zwei Bohnenstangen, das ist ungerecht! Ich bekäme aber locker sechs Portionen, auch noch 8 kleinere heraus. Schaut mal selbst, wieviel ihr daraus macht.

  7. Jetzt gebe ich die Gläschen in eine feuerfeste Form und schütte soviel Wasser in den Boden, dass sie 2 cm darin stehen und schiebe sie in den Backofen. Dort bleiben sie 25 - 30 Minuten. Das Wasser beginnt irgendwann an zu sieden und die Gläschen bewegen sich dann ganz leicht.

  8. Ich nehme die Form aus dem Ofen und entferne die Gläschen aus dem Wasser. Ich lasse die Creme vollständig auskühlen und gebe sie sogar noch 2 Stunden in den Kühlschrank.

  9. Kurz vor dem Servieren schalte ich den Backofen auf 200° Heißluft und nehme die Gläschen aus dem Kühlschrank.

  10. Ich schlage die Eiweiß zu Schnee, gebe den Staubzucker dazu und schlage es so lange bis sich weiche Spitzen bilden.

  11. Ich fülle die Eiweißmasse in die Dekor-Spritze und verteile sie auf die Creme.

  12. Ich gebe die Gläschen auf ein Blech, da ich sie so alle gleichzeitig in den Ofen hineinschieben und später wieder herausnehmen kann und ab in den Ofen.

  13. Nach 8 Minuten nehme ich sie wieder heraus. Ich habe die Spitzen mit einem Brenner noch angekokelt, damit es schöner aussieht.


Nichts bleibt übrig außer dem Verlangen, diese Nachspeise nochmals mit weißer Schokolade zu testen.

03.12.09

Weihnachtskekse



Wie versprochen gebe euch ein paar Rezepte von meinen Weihnachtskeksen. Wir sind schon dabei sie zu genießen. Ich versuche jedes Jahr ein paar neue Sorten dazu zu machen. Heuer bin ich über die Kekse von Nicole Stich gestolpert. Sie hat auf ihrem Blog mehrere Kekse veröffentlicht. Ich habe folgende ausprobiert: Brombeerbusselen und die Chocolate Coconut Cubes. Die Brombeerbusselen seht ihr vorne links, mit dem Schokoladentupfer in der Mitte. Diese Kekse werden von mir in meiner Keksothek aufgenommen. Die Schokolade-Kokok-Würfel, welche ihr in der letzten Reihe, in der Mitte seht, nicht. Aber das ist immer Geschmackssache, deshalb unbedingt selbst ausprobieren.

Ein "Keksl", das ich schon viele Jahre mache ist das Kokos-Makrönchen von Johann Lafer. Es ist sehr zeitaufwendig und es sind mehrere Arbeitsgänge notwendig. Falls es trotzdem jemand interessiert meldet euch.

Bei mir gibt es heute das Rezept von den Kloster-Gipfelen, die mit den Schokolade-Pistazien-Spitzen, hinten links auf dem Foto. Dieses Rezept habe ich aus dem schon etwas älteren "Südtiroler Backbuch" von Anneliese Kompatscher und gehören schon lange zu meinen Favoriten.

Klostergipfelen:
  • 140 g Mehl
  • 90 g Walnüsse, gehackt
  • 40 g Schokolade, gerieben
  • 100 g Butter
  • 1 Prise Vanille
  • 50 g Zucker
  • 1 Eidotter
Zum Verzieren:

  • dunkle Kuvertüre
  • 20 g Kokosfett oder Palmenfett
  • Pistazien, gehackt
  1. Backofen auf 180° Heißluft vorheizen.
  2. Alle Zutaten miteinander verkneten und sofort aus dem Teig kleine Gipfelen formen.
  3. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und 7-8 Minuten backen.
  4. Vorsichtig vom Blech nehmen und vollständig auskühlen lassen.
  5. Inzwischen Kuvertüre, fein geschnitten, über Wasserdampf bei höchstens 35° schmelzen. Dabei gebe ich zum Tauchen auf 250 g Kuvertüre 20 g Kokosfett dazu, damit die Schokolade etwas dünner wird und nicht soviel am Keks haften bleibt. Beim Abkühlen wird das Kokosfett in der Schokolade auch wieder so hart, wie vorher.
  6. Die Spitzen der Kekse werden zuerst in die Schokolade getaucht, dann sofort in die gehackten Pistazien und dann wieder auf ein Backpapier gelegt. Nach dem Abkühlen lösen sie sich wunderbar vom Backpapier.
Alle Kekse bleiben viel besser, wenn man sie in Blechdosen aufbewahrt, auf keinem Fall luftdicht verschließen.

Hier noch ein paar Tipps:


Wenn ich Spitzbuben mache, dann verziere ich einen Teil der Deckel mit Schokolade, mit dem Decopen, und fülle diese dann mit einer anderen Marmelade, als Marillenmarmelade. Es schaut gleich schon völlig anders aus als das Original.


Zum Füllen von Keksen, nehme ich die Torten-Spritze. Für Teig, z.B. für Spritzgebäck eignet sich viel besser ein Spritzsack.

Ich wünsche euch eine fröhliche Weinhnachts-Bäckerei. Vielleicht habt ihr auch das Glück, wie ich , dass die ganze Familie von diesem Ereignis begeistert ist und mithilft.
Eindeutig der Fanatischste von uns ist unser Sohn. Von ihm aus müsste ich noch viel mehr Kekse backen.

04.11.09

Wien und das Originalrezept der Sacher-Torte

Wir waren wieder einmal auf Reisen. Wien im Herbst hat, wie eigentlich jede Stadt, ihren Reiz. Mein lieber Mann und ich waren schon öfter da. Aber unseren Kindern wollten wir diese schöne Stadt einmal zeigen.



Wie man sieht, war es ziemlich kalt, sogar die Pferde hatten zu kalt und zogen ihre Mäntel über.

Die Wiener benennen diese Farbe nicht als Gelb sondern Schönbrunngelb.



Eine herbstliche Stimmung im Park von Schönbrunn.


Um die Fahrt mit dem Riesenrad sind wir diesmal nicht herumgekommen. Aber ich muß sagen, es war eine "gspassige" Sache, die uns nicht reut.



Über die Mitwohnzentrale haben wir eine Wohnung gebucht, die, wie wir feststellen konnten, nicht geeigneter hätte sein können. Wir werkeln im Urlaub gerne selbst herum und zweimal am Tag in ein Restaurant wollten wir auch nicht gehen.





Also haben wir uns abends selbst eine Kleinigkeit gekocht. Es war einfach alles da, was man dazu braucht.
Sonst haben wir nichts ausgelassen: Wienerschnitzel (oder bisteca alla milanese!?), Wienerwürstchen (oder Frankfurterwürstchen!?), Martini-Gansl mit Blaukraut und natürlich die obligatorische Sacher-Torte, um deren Originalrezept sich die Konditoreien Demel und Sacher schon jahrelang streiten.
Wir sind ein wenig verwöhnte Zipfel, wie man bei uns sagt. Ich habe heute gleich eine gebacken. Meine Familie hat mir nach gemeinsamer Verkostung, das größte Kompliment ausgesprochen, das man in dem Fall bekommen kann: meine Sacher-Torte ist besser als die in Wien.
Da kann man nur sagen: danke für die Blumen. Morgen ist die Torte noch besser, weil die Marmelade und die Glasur vom Tortenboden ein wenig aufgesogen worden ist.


Für eine Torte mit 26 cm Durchmesser:

175 g bittere Schokolade
175 g zimmerwarme Butter
175 g Zucker
6 kleine oder 5 große Eier
175 g Mehl
1 TL Backpulver

Marillenmarmelade, selbstgemacht

Für die Schokoladenglasur:
75g Zucker
1/8 l Wasser
100g bittere Schokolade


1 Schokolade grob hacken und über Wasserbad schmelzen lassen.

2 Tortenform, wenn möglich 26 cm Durchmesser, einfetten und das Backrohr auf 160° C Heißluft vorheizen.

3 Zimmerwarme Butter mit der Hälfte vom Zucker schaumig rühren, esslöffelweise die
Schokolade unterschlagen.

4 Nach und nach die Dotter einrühren. Eiklar zu festem Schnee schlagen, den restlichen
Zucker einrühren und die Hälfte davon zuerst mittels Schneerute unter die Buttermasse
rühren.

5 Das Mehl und das Backpulver mischen und über die Masse sieben. Restlichen Schnee und
das Mehl langsam unterheben.


6 In die Tortenform geben und 50 -60 Minuten backen. Auf einem Tortengitter, umgedreht und mit dem Boden als Gewicht auskühlenlassen, damit sie, falls sie einen Hügel hat, schön gerade wird. Mit dem tollsten Tortenteiler der Welt (von Westmark), einmal durchschneiden und mit Marillenmarmelade füllen.

7 2 EL Marmelade, falls sie zu dick ist mit Wasser verdünnen, kurz aufkochen und auf die
Oberfläche der Torte pinseln.

8 Für die Schokoladeglasur Zucker und Wasser 5 Minuten kochen, danach kurz abkühlen
lassen. Schokolade in Stücke schneiden und im Zuckersirup, unter Rühren, schmelzen.
Nochmals aufkochen und solange kochen lassen, bis sie fast puddingartig geworden ist.



9 Nochmals ein wenig abkühlen lassen, damit sie fester wird und mit einer Spachtel über der
Torte verteilen und unbedingt bei Zimmertemperatur genießen.




Bei der Schokolade habe ich nicht angegeben, wieviel % der Schokoladenanteil haben sollte. Da hat jeder einen eigenen Geschmack. Ich habe hier nur hochprozentige verwendet, zwischen 70% und 80%.
Ich will nicht behaupten, dass das das Originalrezept der Sacher-Torte ist. Auf jeden Fall schmeckt sie gut. Und "alleweil" können wir nicht nach Wien fahren, um eine zu essen.