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07.09.20

Schwarze Tagliolini ohne Tinte

Schwarze Nudeln werden normalerweise mit Tintenfischtinte gefärbt. Auf die Idee aus schwarzem Reis Nudeln herzustellen kam mir durch eine Kundin, welche durch ihre Zöliakie gezwungen ist andere als Hartweizennudeln zu essen. Sie nimmt als zusätzliche Zutat anstelle des Hartweizenmehls wie ich, Flohsamenschalen, damit das Reismehl gebunden wird um im Wasser nicht zu zerfallen. Dieses Verhältnis weiß ich allerdings nicht.

Was ist Riso Venere, immerhin der Reis der Venus, der Liebesgöttin, und wo kommt er her? Schwarzen Reis gibt es schon lange in China, den die Bauern nur für den Kaiser kultivierten. Anbauversuche in Italien misslangen. Der schwarze Reis aus China konnte sich nie an die klimatischen Bedingungen in Italien anpassen. Der Venus-Reis wurde in Italien daher als Kreuzung asiatischer mit italienischer Sorten entwickelt, der für den Anbau in der Po-Eben geeignet war.

22.06.18

Bunter Kartoffelsalat

Es ist wieder einmal Sommer. Ich warte immer sehr darauf. Ich liebe die langen Tage, im Freien essen, wenig Kleidung, ganz einfach "chillen". Auch die kalte Sommer-Küche ist mir angenehm.

Nach dem Urlaub ist der Kühlschrank fast leer. Aber mit einem Einkauf von einer roten Paprika in der Bioecke gegenüber ist schon alles da für den Salat.

09.12.17

Kalbsgeschnetzeltes, asiatisch

Momentan ist das Netz voll von Weihnachtbäckerei. Da ist eine pikante Abwechslung doch gefragt! Kalbfleisch ist vielleicht nicht gerade typisch für Asien, eher Hühnerfleisch. Doch ein feines "Kalbsdeckele" in dieser Variante schmeckt auch sehr gut.

Ich backe schon auch Kekse. Das tägliche Mittag und Abendessen muss trotzdem gemeistert werden. Vielleicht schaffe ich es noch ein einfaches Keksl ins Netz zu stellen. Mal sehen!

26.10.17

Wrap, Tortilla, oder Piadina?

Das ist hier die Frage! Wie heißen sie denn nun diese Fladen, die in mehreren Kulturen vorkommen? Wenn man in der Geschichte des Brotes nachliest, dann sieht man, dass aller Brotes Anfang Fladenbrote waren. 

Mehl wurde mit Wasser vermischt und wurde auf heißen Steinen getrocknet, damit es haltbar und für den Transport brauchbar wurde. Ob man sie Wrap, Tortilla oder Piadina nennt, werden sie im Prinzip immer auf dieselbe Weise hergestellt

30.08.17

Solangs noch heiß ist - Röstkartoffel-Salat

Man könnte denken Kartoffelsalat ist Kartoffelsalat. Das ist mit nichten so. Jeder hat seinen Favoriten. Ich könnte euch wahrscheinlich eine ganze Liste von Kartoffelsalaten zusammenstellen. Hier einige, die ich vom Fleck weg essen würde: lamiacucina, kochfrosch und von Mama Petra chiliundciabatta.

Ich habe aber einen für euch gefunden, von dem ich sagen kann, dass er mir geschmacklich und optisch momentan am besten gefällt und zwar der von Janke. Es ist eine komplette Mahlzeit, man muss nur genug davon zubereiten.


04.08.16

Riavioli mit Peperonicremefüllung


Neulich fragte mich unsere Nichte, ob ich alle Geräte, welche wir im Geschäft führen, ausprobiert habe. Ich musste verneinen, denn das wäre bei geschätzten 2.000 Artikeln schlichtweg unmöglich. 

Es gibt immer wieder Dinge, die man jahrelang nicht beachtet, zwar immer wieder verkauft, aber nie auf die Idee gekommen wäre, sie selbst einmal zu testen. Zum Glück hat man Rückmeldungen von Kunden, welche die Aufmerksamkeit auf spannende Geräte lenken.  


29.10.15

Gemüseallerlei


Heute habe ich ein schnelles Gericht, ein gutes und gesundes Essen. Was will man mehr? Außerdem eignet es sich vortrefflich zum Verbrauch für verschiedene Gemüsesorten und man kann es zu jeder Jahreszeit zubereiten, da man saisonales Gemüse verwenden kann.

Da wir zurzeit nur zu zweit zu bekochen sind und mein Garten immer noch allerhand hervorbringt, muss ich schauen, dass ich das Gemüse verkoche, bevor es verdirbt.
Wie gesagt, heute gibt es das Gericht mit diesem Gemüse, ein anderes Mal in einer ganz anderen Kombination.

28.04.15

Kolterer Plent mit Peperonata - So sogn holt mir's























"Plent" ist so ein Wort wie "Schmarren". Man kann einen "Plentn" daherreden, also nichts Gescheites. Plent heißt bei uns aber auch die Polenta.

Dass es Kalterer Polenta gibt, hatte ich nicht gewusst. Eine nette Teilnehmerin meiner Kochkurse überraschte mich mit einer Packung, sehr zur Freude meines Mannes.

Der Kalterersee ist bekannt für seinen Vernatsch. Wer weiß vielleicht irgendwann einmal auch wegen seines Polentamehls.

Bei uns gibt es vom Vinschgau übers Etschtal, bis Bozen fast nur Apfelbäume. Danach kommen die Weinäcker des Überetsch, also Monokulturen, mit allen Vor- und Nachteilen, die sie mit sich bringen.

Ich kann es auf jeden Fall nur begrüßen, wenn sich Bauern dafür entscheiden, andere Wege zu gehen, wie dieser Bauer, der sich in Kaltern ein "Tirgfeld" angelegt hat. Ich hoffe für ihn, dass es sich lohnt, denn dann macht es vielleicht Schule und wir bekommen wieder eine gewisse Vielfalt in unserem Land.

Es ist ein grobes Polentamehl und sehr gut im Geschmack.























Wie ihr bereits wisst, koche ich Polenta immer im Schnellkochtopf, so auch diesen. Dazu gab es Peperonata und Mangold.


    Kalterer Plent mit Peperonata

Zutaten für 4 Personen:

Für die Polenta:
  • 1 Liter Wasser (für einen 3l Topf reicht dies, sollte ein 4,5 l Topf verwendet werden, unbedingt eine Tasse mehr Wasser nehmen, sonst brennt die Polenta an)
  • 250 g Polentamehl
  • Salz
Für die Peperonata:
  • 4 Peperoni, rot
  • 1 kleine Zwiebel
  • 250 g Tomatensugo
  • Salz
  • Pfeffer
  • Olivenöl
  1. Ich stelle das Wasser im Schnellkochtopf zum Kochen auf und sobald es das tut, salze ich es und streue die Polenta unter ständigem Rühren ein, schließe den Topf sofort und lasse ihn unter Druck gehen.
  2. Sobald das Ventil den zweiten Ring zeigt, schalte ich klein, damit der Druck stabil bleibt und messe ab dem Punkt die Zeit. 10 Minuten muss das Ventil so bleiben. 
  3. Ich putze die Peperoni, schneide sie in kleine Stücke und lasse sie solange in wenig Olivenöl anschwitzen, bis sie zu rösten beginnen.
  4. Ich schäle die Zwiebel, schneide sie in Ringe, gebe sie ebenfalls in die Pfanne und röste sie mit.
  5. Ich rühre den Tomatensugo ein, würze mit Salz und Pfeffer, lege den Deckel auf und lasse die Peperonata solange kochen, bis die Polenta fertig ist.
  6. Inzwischen ist die Polenta gegart. Ich stelle den Schnellkochtopf in das Waschbecken, lasse kaltes Wasser über ca. 1/3 des Deckels laufen. Das Ventil geht sofort herunter.
  7. Ich rühre die Polenta kräftig um und serviere sie mit der Peperonata und dem Grünzeug.

11.11.14

Der Blog ist das Letzte - Gefüllte Hühnerbrust




















Ja, wenn ich unter Druck bin, ist der Blog das Letzte, was erledigt wird, leider :(

Ich habe momentan halt wenig Zeit.
Es ist für uns schon lange Vorweihnachtszeit und allerhand zu erledigen: Geschäftsputz, Bestellungen, Dekorationen, letzte Kochkurse und so vieles mehr.

Aber auch privat muss ich vorarbeiten. Dazu gehört auch Kekse backen. Normalerweise backe ich alle meine Kekse im November.
Dieses Jahr wird Samstag mein erster offizieller "Keksbacktag". Ich freue mich schon darauf!!

Das ist alles weiter nicht schlimm, nach fast 30 Jahren ist man das alles schon gewohnt, nein, das gehört dazu.

Gegessen wird wie immer, außer Frühstück, zweimal am Tag warm. Meine Männer sind verwöhnt!
Ehrlich gesagt bin ich diejenige, welche lieber etwas Warmes zu sich nimmt. Ich verdaue kalte Speisen, sprich Wurst, Speck, Käse usw. abends sehr schlecht.

Meistens gibt es mittags etwas Gehaltvolleres, abends eher leichtere Speisen, wie Suppen.
Aber auch Aufgewärmtes verschmähen wir nicht. Weggeworfen wird bei uns nichts.

Doch von diesem Gericht ist nicht ein "Futzele" übriggeblieben, denn es war einfach zu gut.

War auch besser so, denn aufgewärmtes Hühnerfleisch kann ganz schön trocken werden.

Ich bin normalerweise kein großer Freund von Hühnerbrust, da andere Teile vom Huhn saftiger sind.

Außerdem muss für eine Hühnerbrust ein ganzes Huhn geschlachtet werden. Was unter anderem mit dem Rest vom Hühnchen gemacht wird, könnt ihr hier sehen.

Aber diesmal bin ich nicht schuld daran. Nach dem absolut gelungenem Maturaball unseres Sohnes, war in der Küche noch allerhand übrig und den Gästen wurden "Lunchpakete" verteilt.

So kamen wir in den Genuss von Hühnerbrustfilet.

Gefüllte Hühnerbrust mit Kartoffel-und Peperonispalten

Zutaten für 4 Personen:
  • 4 Hähnchenbrustfilet zu ca. 180 g
  • 150 g dunkle Champignons
  • 1 Schalotte
  • wenig frischer Rosmarin
  • wenig frischer Thymian
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • ca.150 g Rohschinken
  • 6 große Kartoffeln
  • 1 roter Peperoni
  • Olivenöl
  1. Norbert putzt die Champignons, ohne sie zu waschen. So ziehen sie sich nicht voll Wasser, welches danach wieder heraus gekocht werden müsste.
  2. Ich schneide die geschälte Schalotte ziemlich fein und dünste sie in wenig Olivenöl weich, schneide die Champigons in feine Scheiben und gebe sie dazu.
  3. Die gewaschenen und getrockneten Kräuter zupfe ich von den Stängeln und hacke sie fein.
  4. Die Champignons dünste ich solange bis die wenige Flüssigkeit verdampft ist, würze mit der Hälfte der gehackten Kräutern, Salz und Pfeffer, und lasse die Pilze auskühlen.
  5. Ich heize den Backofen auf 180°C Heißluft vor. 
  6. Ich schneide in die Filets von der schmalen Seite mit einem langen Messer eine Tasche.
  7. Norbert hat inzwischen die Kartoffeln geschält und den Peperoni geputzt. Beides schneide ich in Spalten.
  8. In die Tasche des Filets fülle ich mithilfe eines Löffels die Pilze und umwickle das Fleisch dünn mit Rohschinken. Wer Angst hat, dass das Fleisch zu wenig gewürzt ist, soll es vorher noch salzen und pfeffer. Aber Achtung, der Rohschinken gibt ziemlich Würze ab.
  9. Auf einem Backblech hat alles schön Platz. Zuerst werden jedoch nur die Kartoffel-und Peperonispalten darauf verteilt, mit Olivenöl beträufelt und für 10 Minuten in die Mitte des Ofens geschoben.
  10. Dann nehme ich das Blech wieder heraus, lege die Hühnerbrustfilets in die Mitte, zwischen das Gemüse, dann schiebe ich das Blech wieder für 20 Minuten in die Mitte des Ofens, drehe das Fleisch jedoch nach 10 Minuten um.     
  11. Wenn das Blech heraus kommt, würze ich das Gemüse mit dem Rest von den Kräutern und mit Salz.
Nachdem wir alles verputzt hatten, fällt uns ein, dass im Gefrierfach wunderbare Pfifferlinge auf ihre Bestimmung gewartet hätten :(

23.10.14

Wer hat Angst vorm bösen Wolf? Gefüllte Spitzpaprika

Ich nicht! Man hört allerhand Schauergeschichten über den Fleischwolf. Nichtsdestotrotz habe ich schon sehr lange einen solchen. Früher das altbewährte Modell, seit ich die KitchenAid besitze, den dazugehörigen.

Es ist wie mit dem Schnellkochtopf. Da ist einmal jemandem ein Missgeschick passiert, meistens waren die Beteiligten nicht ganz unschuldig, da sie den Topf mit Gewalt öffneten, und dann hört man solche Horrorgeschichten jahrzehntelang. Seit 30 Jahren lassen sich gute Schnellkochtöpfe nicht unter Druck öffnen.

Der Hals dieses Fleischwolfes ist viel zu lang um mit den Händen, nicht einmal mit einem Finger in die Spirale, welche für den Weitertransport der Speisen verantwortlich ist, zu geraten.

Wir kaufen sehr gerne Bio-Fleisch vom Bauern. Ein Fleischwolf ist da ein muss. Auch wenn ich beim Metzger Fleisch kaufe, zum Beispiel um Würste herzustellen, dann faschiere ich mir das Fleisch immer selbst.

Ich entscheide, wie viel Fett in die Wurst kommt und mische die verschiedenen Fleischsorten schon während des Faschierens. Am Besten lässt sich Fleisch verarbeiten, wenn es in nicht zu große Würfel geschnitten und ein bisschen angefroren ist.

Noch ein Vorteil: ich kann jedes kleinste Stück Fleisch faschieren, sogar Hühnerfleisch.

Ich habe im Frühjahr zu spät Spitzpaprika gesät. Die Pflanzen sind zwar prächtig gewachsen, aber bis die Früchte daran hingen, war es schon fast zu kühl, der Tag zu kurz, damit sie noch reifen hätten können.

Jetzt habe ich schöne, allerdings grüne Spitzpaprika an den Stauden hängen. Ein grüner Paprika, wir sagen ja Peperoni dazu, ist immer ein unreifer Paprika.

Ich verkoche aber alles was aus dem Garten kommt. Ein Stückchen Hühnerfleisch war noch übrig und wir waren nur zu zweit. Da passte die Menge perfekt und ich probierte etwas Neues aus. 

Spitzpaprika, gefüllt mit Hühnerfleisch

Zutaten für 2 Personen:
  • 5 Spitzpaprika
  • 100 g Hühnerbrust, von Knorpeln befreit
  • 1 kleine Karotte
  • 1 Chili, hier gelb (Lemon Drop)
  • 1 EL Brotbrösel
  • 1 kleines Ei
  • Salz
  • Pfeffer
  1. Als erstes heize ich den Backofen auf 200°C Heißluft vor.
  2. Ich schneide von den gewaschenen Paprika nur den Stielansatz weg und höhle ihn mit einem spitzen, langen Messer aus.
  3. Ich putze die Karotte, den Chili wasche ich und schneide auch hier nur den Stielansatz weg.
  4. Das Hühnerfleisch schneide ich in Würfel.
  5. Ich faschiere das Fleisch, die in Stücke geschnittene Karotte und den Chili. Schafft er ohne Probleme. Damit auch alles aus dem Fleischwolf herauskommt, lasse ich noch etwas altes Brot durchlaufen. Später, wenn ich ihn putze, sehe ich, dass wirklich nur mehr Brot in der Spirale hängt.
  6. Ich gebe die restlichen Zutaten in die Schüssel zum Fleisch, würze mit Salz und Pfeffer, verknete alles und fülle die Spitzpaprika mit der relativ feuchten Masse.
  7. Die gefüllten Paprika lege ich in eine feuerfeste Form, schütte ca. 1/2 l Wasser dazu, würze mit der selbstgemachten Gemüsepaste und schiebe die Form für 20 Minuten in den Backofen.
Dazu gibt es Cous-Cous, so wie ich ihn immer mache. Cous-Cous und Gemüsebrühe waren die perfekten Begleiter zu den Paprika.

23.06.14

Kürbis-Bohnen-Salat mit Perlzwiebeln


Das Ursprungs-Rezept lässt sich leicht rückverfolgen, wenn es auch schon etwas her ist. Bei Micha gab es ihre Version und mit dem ganzen Salat hat Herr Paulsen angefangen.

Wie das Leben oder besser gesagt das "Einkaufs-Leben" so spielt gab es nicht die angeführten Zutaten zu kaufen. So muss man halt improvisieren. Das ist ja das Schöne am Kochen.

Micha meinte sie hätte sich überwinden müssen Perlzwiebeln zu kaufen. Perlzwiebeln mochte ich immer schon. Meistens, wenn ich einmal anfange sie zu essen, kann ich fast nicht mehr aufhören.

Und diese waren schlussendlich auch die ausschlaggebende Zutat, weshalb ich diesen Salat unbedingt nach machen musste.

Süßkartoffeln bekommt man bei uns nicht in jedem Geschäft, so dass ich erst ungefähr vor einem Monat das erste Mal eine gekauft und verkocht habe.

Allerdings bekomme ich sie nur in Meran und meine Wege führten mich nicht dorthin. Deshalb schlug ich bei einem kleinen Hokkaido-Kürbis zu. Ist ja auch gelb und süß:)

Kürbis-Bohnen-Salat mit Perlzwiebeln

Zutaten für 2 Personen:

  • 200 g Kürbisfleisch, entkernt und geschält
  • 1/2 grüner Peperoni
  • 200 g Bohnen
  • 1 1/2 Frühlingszwiebeln
  • Perlzwiebeln, wie viele man mag
Für das Dressing:
  • Tomatensaft einer reifen Tomate
  • Einlegwasser der Perlzwiebeln
  • Apfelessig
  • Olivenöl
  • Salz
  • 1 TL Harissa (Chilisauce)
  • und ganz ohne Zucker hat uns das Dressing sehr gut geschmeckt
  1. Ganz als Erstes erkläre ich kurz wie ich zum Tomatensaft komme: ich schäle die Tomate mit dem Tomatenschäler, schneide sie in kleine Stücke, mixe sie mit dem Pürierstab auf und streiche sie anschließend durch ein Sieb. 
  2. Den Kürbis schäle ich (ich weiß, man kann die Schale von diesem auch dran lassen) und schabe alle Kerne mit einem Tafellöffel heraus, schneide ihn in kleine Stücke und dämpfe das Fleisch solange, bis es weich, aber noch bissfest ist.
  3. Die Bohnen putze ich und koche sie ca. 10 Minuten in Salzwasser, schrecke sie dann in kaltem Wasser ab. Auch diese sollten noch Biss haben.
  4. Die Frühlingszwiebeln dünste ich, in Ringe geschnitten, allerdings in etwas Olivenöl weich, denn sonst würden mir nach dem Verzehr von soviel rohem Zwiebel die Kunden rückwärts wieder aus dem Geschäft flüchten, mit solch einem Atem!!
  5. Auch den in kleine Streifen geschnittenen Peperoni dünste ich weich.
  6. Perlzwiebeln halbiere auch ich, so wie alle anderen.
  7. Jetzt wird alles in einer Schüssel gesammelt und noch das Dressing aus allen angeführten Zutaten nach Lust und Laune angerührt und darüber gegossen.

Das "Ziehenlassen" haben wir weg gelassen, der Hunger war zu gross und es hat auch so wirklich supergut geschmeckt. Der Clou ist sicher der Tomatensaft im Dressing, was ich noch bei anderen Salaten ausprobieren muss.  

27.05.14

Ricotta-Basilikum-Polenta mit Röstgemüse und Parmaschinken





























Nach einem ereignisreichen Wochenende, an dem ich viel gekocht habe, will mir nichts mehr für's Mittagessen einfallen.

Norbert stöbert in den Kochbüchern, welche wir im Geschäft zum Verkauf anbieten. Da findet er ein Rezept mit Polenta, Ricotta und Basilikum. Die Idee ist gut, wir ändern nur das Verhältnis der Zutaten.

Polenta di Storo ist noch da, der Basilikum auf dem Fensterbrett ist zu ernten, Ricotta kauft Norbert im nahen Geschäft.

Dort sieht er im Angebot, einen letzten Rest vom Parmaschinken, das dünne Stück, welches sich nicht mehr gut mit der Aufschnittmaschine schneiden lässt. Er bringt es mit.

Daraus zaubern wir ein gutes Mittagessen. Zwei Köpfe sind halt trotzdem besser als einer:)

Ricotta-Basilikum-Polenta mit Röstgemüse und Parmaschinken

Zutaten für 2 Personen:

Für die Polenta:
  • 1/2 l Wasser
  • 125 g Polenta di Storo
  • Salz
  • 100 g Ricotta
  • eine handvoll Basilikumblätter, gehackt
Für das Gemüse:
  • 1/2 großer Fenchel
  • 1 große Karotte
  • 1/2 gelber Peperoni
  • ein paar Scheiben Parmaschinken
  • Salz
  • Pfeffer 
  • Olivenöl
  1. Ich stelle das Wasser im Schnellkochtopf zum Kochen auf und sobald es das tut, salze ich es und streue die Polenta unter ständigem Rühren ein, schließe den Topf sofort und lasse ihn unter Druck gehen.
  2. Sobald das Ventil den zweiten Ring zeigt, schalte ich klein, damit der Druck stabil bleibt und messe ab dem Punkt die Zeit. 10 Minuten muss das Ventil so bleiben.
  3. Norbert putzt das Gemüse, ich schneide den Peperoni und den Fenchel in Spalten, die Karotte in kleine Stücke.
  4. In einer Pfanne erhitze ich Olivenöl, röste das Gemüse kräftig an, dann gebe ich erst den Parmaschinken in kleinen Stücken dazu, lasse diesen auch anbraten, salze und pfeffere alles, lösche mit wenig Wasser ab, damit das Gemüse noch ein bisschen weicher wird. 
  5. Inzwischen ist der Polenta gegart. Ich stelle den Schnellkochtopf in das Waschbecken, lasse kaltes Wasser über ca. 1/3 des Deckels laufen. Das Ventil geht sofort herunter.
  6. Ich öffne den Deckel, rühre die Ricotta und den Basilikum unter und richte die Polenta mit dem Gemüse an.
Die Polenta hat uns auf diese Art und Weise zubereitet wunderbar geschmeckt, auch das Gemüse dazu war sehr stimmig. Ohne Parmaschinken ist das Gericht auch für Vegetarier geeignet.
  

02.07.13

Mitbringsel aus dem Urlaub - Panzanella

Das ist eine Kapernblüte. Daneben sieht man Kapernknospen. Aus diesen Knospen werden Kapern, so wie wir sie in der Lake kaufen. Die Frucht die daraus entsteht ist die Kapernfrucht. Ich weiß das erst seit ich selbst eine Kapernpflanze hatte. Sie wäre ja sogar eine sehr schöne Zierpflanze, wenn sie die Winter in unseren Breitengraden aushalten würde. Das Abpflücken der Knospen muss händisch passieren und ist eine große Arbeit. Deshalb versteht man auch wieso gute Kapern teuer sind. Diese Pflanze wächst auf Elba, eine Insel welche zur Toscana gehört, wo wir zum Glück in Ferien waren und den kalten Tagen hier bei uns ausgewichen sind. Auf den Bergen hat es anscheinend zwei mal geschneit!
Wir haben die Wärme genossen, das schöne Meer und wie immer das Essen.
Die Verkäuferin des kleinen Lebensmittelladens auf unserem Campingplatz hat kein Problem mit übrigem Brot. Ich wollte eine schöne "pagnotta di pane", einen Brotlaib kaufen, in der Toscana ungesalzen, um Bruschette zu machen. Aber soviele Bruschette hätten wir nie geschafft, deshalb kam der gute Rat mit dem restlichen Brot "panzanella" zu zubereiten. Irgendwie hat es eine Ähnlichkeit mit Bruschette, überhaupt so wie sie es mir angesagt hat. Im Original wird das Brot ziemlich aufgeweicht und klein gezupft und sieht, mit Verlaub, eher wie Hühnerfutter aus. Ich habe es genau nach den Anweisungen der netten Verkäuferin gemacht und wir waren begeistert.

 Panzanella

Zutaten für 4 Personen:

  • 6 dicke Scheiben von einem altbackenen Weißbrotlaib (muss nicht unbedingt ungesalzen sein, aber wenn ihr eines bekommt ist das Gericht noch besser)
  • Olivenöl
  • 10 Sardellenfilets in Öl eingelegt (alici)
  • 8 grüne, nicht scharfe Peperoncini (peperoncini verdi, dolci)
  • 1 kleine Dose Thunfisch, in Olivenöl eingelegt (läuft bei uns als Delikatesse, weil ich aus umweltschützerischen Gründen nur sehr selten Thunfisch kaufe)
  •  1/2 rote Zwiebel (wer rohen Zwiebel gerne mag, kann auch eine ganze hineinschneiden)
  • 1 Salatgurke
  • 4 reife Strauchtomaten
  • reichlich frischen Basilikum
  • 2 EL Kapern in Essig eingelegt
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  1. Ich wasche die Peperoncini und schneide den Stiel samt den Kernen sogut wie möglich heraus und schneide sie in gröbere Stücke. 
  2. Ich schneide das Brot in grobe Würfel.
  3. Die Tomaten wasche ich und schneide auch diese in gröbere Würfel.
  4. Die Salatgurke und die Zwiebel schäle ich und schneide beides in Ringe.
  5. Ich erhitze meine Urlaubspfanne, aus starkem Email, welche schon seit vielen Jahren mit darf, weil sie für alles gut geht und unverwüstlich ist.
  6. Ich gebe Olivenöl in die Pfanne und röste die Peperoncini als erstes richtig schön an, salze und pfeffere sie, dann nehme ich sie heraus.
  7. Ich schütte noch reichlich Olivenöl ein und lasse die Brotwürfel darin rundum anbraten, bis das Brot schön knusprig ist und nehme auch das Brot aus der Pfanne.  
  8. Jetzt lege ich die Sardellenfilets ein und zerdrücke sie mit einer Gabel, dann füge ich das Brot wieder hinzu, rühre ständig alles unter, dann kommt der Rest: Tomatenwürfel, Peperoncini, Gurken-Zwiebelringe, klein gezupfter Basilikum, Thunfisch samt Öl und Kapern, ohne Essig.
  9. Mit Salz und Pfeffer würze ich noch nach.
Ein Traumessen für einen lauen Sommerabend. Ich musste sogar versprechen, dass es am Fotoabend wieder Panzanella gibt, zur Freude aller Beteiligten:)
Um ganz ehrlich zu sein, habe ich an diesem Gericht nicht alleine gearbeitet, alle waren beteiligt. Einfachhalber habe ich nur mich erwähnt. Hier deshalb einen großen Dank an alle Kochgehilfen. Zu mehreren macht es sowieso mehr Spaß.
Hier gibt es noch eine Panzanella, schon vor drei Jahren von Christina gepostet, an die ich mich noch erinnert habe.

19.06.13

Endlich ist der Sommer da - gefüllte Rondini



Endlich ist es warm, nein heiß, so wie ich es gerne habe. Das einzige Problem ist die Wärme in der Wohnung. Im Dachgeschoss mit einigen Dachfenstern staut die Hitze unter Tags so richtig. Deshalb sind Tätigkeiten wie Bügeln oder Kochen entweder in einen anderen Teil des Hauses oder zu einer anderen Uhrzeit zu verlegen. Zum Glück kann ich beides. Mit der Bügelwäsche wandere ich ins Erdgeschoss, wo es wesentlich kühler ist. Kochen verschiebe ich auf den frühen Morgen. Mittags warm essen ist sowieso eine Zumutung. Deshalb stehe ich morgens früh auf, um die Rondini zu zubereiten, welche ich wieder einmal erstanden habe. Es sind die knuddeligen Verwandten vom Zucchini, welche zur Familie der Kürbisse gehören und diesen sieht man das auch richtig an. Da die Ferien vor der Tür stehen muss im Kühlschrank aufgeräumt werden. Das merkt man bei diesem Rezept.

Gefüllte Rondini

Zutaten für 4 Personen (lasst euch nicht verwirren: ich habe nur für 3 Personen gekocht, deshalb nur 6 Rondini, aber das Rezept ist auf jeden Fall für 4):
  • 8 Rondini
  • 200 g Faschiertes (ich hatte ein undefinierbares kleines Stück Lammfleisch im Gefrierschrank und habe das faschiert)
  • 1- 2 Scheiben altbackenes Weißbrot
  • 1 Spalte roter Peperoni (war von irgendwas anderem übrig)  
  • 1 frischer Peperoncino (mich hat jemand angesteckt, mit dieser scharfen Leidenschaft)
  • 2 EL Parmesankäse, gerieben
  • Salz
  • Pfeffer
  • Olivenöl
außerdem
  • etwas selbstgemachten Tomatensugo (war die letzte Flasche, seufz)
  • 1/4 Zwiebel
  • nochmal Salz
  • Pfeffer
  • 1 EL Olivenöl
  1. Ich schalte den Backofen auf 180° C Heißluft ein.
  2. Ich schneide den Kugeln den Deckel ab und höhle sie aus, das Fruchtfleisch hacke ich mit dem Finecut etwas kleiner.
  3. Ich schneide den Peperoni in kleine Würfel.
  4. Ich lasse Olivenöl in einem Pfännchen erwärmen und dünste das Fruchtfleisch solange, bis es Farbe annimmt, gebe dann den Peperoni hinein und röste ihn noch etwas mit.
  5. Ich wasche den Peperoncino, teile ihn (wer will nimmt etwas Kerne und Zwischenhäute heraus und nimmt ihm so etwas von der Schärfe) und schneide ihn in dünne Streifen.
  6. Das Brot weiche ich in wenig Milch ein.
  7. Ich gebe in eine Schüssel: Fruchtfleisch, Faschiertes, ausgedrücktes Weißbrot, Peperoncino, Parrmesankäse, Salz und Pfeffer und mische alles miteinander.
  8. Ich schneide die Zwiebel in Ringe.
  9. Jetzt schütte ich den Tomatensugo in eine feuerfeste Form, mische ihn mit  gleich viel Wasser wie Sugo, Zwiebelringen, Olivenöl, Salz und Pfeffer. 
  10. Ich salze die Rondini innen und fülle jede Kugel mit dem Faschierten. Ich stelle sie in den Tomatensugeo und setze den Deckel wieder darauf.
  11. Ich schiebe die Form für einer halben Stunde in den Backofen.
Richtig gut sind die kugeligen Zucchinis aber erst, wenn sie wenigstens eine halbe Stunde abgekühlt sind.


Soviel zum Essen im heißen Südtiroler Sommer. Auf etwas ganz anderes möchte ich euch hinweisen. Letzte Woche hat mich Judith vom Online-Magazin "Barfuss" interviewt. Es war sehr nett mit ihr zu plaudern. Sie hat mich gefragt wie ich zum Boggen gekommen bin und viele andere Fragen, die ihr hier auf der Seite von Barfuss beantwortet findet.

14.06.13

Besuch für die alte Dame - Fusilli mit pikanten Brotbröseln


Das Foto ist schon bestimmt 10 Tage alt, denn jetzt steht der Lavendel in voller Blüte.

Diese wunderschöne Eidechse, von der Farbe her eher eine Smaragdeidechse, schmückt schon bald 100 Jahre unseren Garten. Sie wurde vom Ur-Großvater unserer Kinder geschmiedet, von dem ihr hier lesen könnt. Unser Garten steht direkt an der Hauptstrasse unseres Dorfes, was man ebenfalls hier auf dem Foto gut sehen kann. Viele Menschen kennen sie, denn mittlerweile sind Generationen daran vorbei spaziert. Speziell Kinder haben großen Spass daran, immer wieder hineinzusehen und diese regungslose Gestalt zu suchen. Wir haben auch mehrere Mitglieder echter Eidechsen im Garten, die sich auf dem selben Stein gerne sonnen. Ab und zu passiert es, dass sich junge Tiere, welche sich noch nicht zu benehmen wissen, in unser Geschäft verirren. Dann können wir diesen kleinen Geschöpfen nachsausen um sie wieder in ihren natürlichen Lebensraum auszusetzen. Manchmal werden wir gefragt, warum wir an die Stelle des Gartens keinen Parkplatz machen. Wenn ein so kleiner Ziergarten auch eine ziemliche Arbeit ist, möchten wir ihn nicht missen. Blumen in jeder Jahreszeit erfreuen nicht nur uns, sondern viele Menschen und Kinder in unserem Dorf, das wird uns immer wieder gesagt. Und wenn auch noch so klein ist es eine kleine Insel für Tiere: Vögel scharren sich Würmer heraus, Bienen summen um die Wette, Igel konnten wir schon begrüßen und Marder habe ich auch schon beobachtet.
Inzwischen gehen wir mit großen Schritten dem Ende der Kochkurse des ersten Halbjahres entgegen. Leider kann ich euch keine Zusammenfassung der 2. Kochrunde bieten. Unser Starfotograf war wegen Lernens verhindert, was wir Eltern natürlich sehr gut verstehen konnten. Wir selbst waren so vertieft in der Arbeit, dass aus dem Fotografieren nichts geworden ist:) Deshalb gibt es nur dieses eine Foto von der warmen Vorspeise. Es war wirklich ein sehr gemütlicher Abend.  

 Und was gibt es bei uns sonst so zum Essen? Gemüse-Risotto mit Spieß vom Schweinefilet mit Rosmarinsauce, zum Beispiel. Gemüse-Risotto wird, so wie immer, mit dem Schnellkochtopf gekocht so wie hier. Das Schweinefilet schneide ich in gleichmäßige Würfel, ziehe sie auf einen Spieß, brate diese rundum an, hacke inzwischen Rosmarinnadeln fein, salze und pfeffere das Fleisch, nehme es aus der Pfanne und bereite mit dem Bratensatz ein kleines Sößchen zu, streue den Rosmarin ein und fertig ist ein feines, kleines Mittagessen.

Aber hier ein echtes Rezept. Die Idee dazu habe ich mir von Juliane von Schöner Tag noch! geholt, wobei geröstete Brotbröseln über die Pasta zur italienischen Alltagsküche gehören.

Fusilli mit pikanten Brotbröseln 

Zutaten für 4 Personen:
  • 400-450 g Fusilli
  • 1 frischer roter Peperoncino
  • 1 Zucchini
  • 1/2 roter Peperoni
  • Thymian
  • 1/2 dunkles Brötchen vom Vortag
  • 1 Knoblauchzehe
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  1. Ich stelle reichlich Wasser auf, lasse es aufkochen und salze es. 
  2. Ich wasche das Gemüse. Den Peperoncino halbiere ich, entferne einige Kerne samt Zwischenhäuten, wie wir hier gehört haben, enthalten hauptsächlich diese die Schäfe, und schneide ihn in feine Streifen. 
  3. Zucchini und Peperoni schneide ich in kleinste Würfel.
  4. Knoblauch schäle ich und hacke ihn fein.
  5. Thymian wasche und trockne ich, zupfe ihn von den harten Stängeln und hacke auch ihn fein.
  6. Das Brot schneide ich in grobe Stücke und hacke es mit dem Finecut in gröbere Brösel.
  7. Ich schmeiße die Nudeln ins Wasser und koche sie al dente (ist wie so oft von uns Südtirolern aus dem Italienischen übersetzt: "butto la pasta":)
  8. Inzwischen stelle ich eine Pfanne mit Olivenöl auf den Herd und röste bei kleiner Flamme das Gemüse an, aber ohne Knoblauch.
  9. Sobald das Gemüse beginnt Farbe anzunehmen, gebe ich das Brot dazu und lasse es solange rösten, bis es knusprig wird.
  10. Kurz vor die Nudeln fertig gekocht sind, kommt noch Knoblauch, Thymian, Salz und Pfeffer in die Pfanne. Jetzt sollte das Ganze nur mehr ein bisschen ziehen, als zu braten.
  11. Ich siebe die Nudeln ab, gebe sie zum Gemüse in die Pfanne, schütte noch reichlich Olivenöl darüber, mische es durch und fertig ist die Pasta.   
Wer geneigt ist zu denken, diese Pasta sei trocken, der täuscht sich:)

Hier noch ein kleiner Hinweis auf eine sehr nützliche Küchenhilfe. Früher habe ich Wäscheklammern dafür verwendet. Diese praktischen Klammern verschließen ein angebrochenes Säckchen allerdings wesentlich effizienter. Ich besitze eine Flut von Vorratsdosen. Jedoch kommt immer wieder etwas nach Hause, das ich ausprobieren möchte und wer weiß, vielleicht auch nie mehr kaufe. Deshalb verschließe ich diese Lebenmittel mit diesem Clip und ich bin sicher vor unerwünschten "Eindringlingen". Natürlich verkaufen wir dies Clips auch in unserem Geschäft.



23.01.13

Gemüsepfanne um Reste zu verwerten

Für die Haushaltskasse, nicht nur der Studenten, ist es vom Vorteil, wenn man ab und zu den Kühlschrank leert. Das heißt konkret, ich muss alles, sagen wir fast alles, was er beinhaltet verkochen. Das mache ich ab und zu: Gemüsefach leer, Brot vom Gefrierfach fertig, Milch aufgebraucht, Wurstreste verkocht....Man oder Frau geht das Risiko nicht ein, dass etwas verdirbt.
Diese Gemüsepfanne gab es gestern Abend. So schöne Rübchen und Knollen wie Claudio, bekomme ich bei uns nicht, so gerne wie ich sie auch hätte. Das Gericht sieht ja sehr verführerisch aus. Aber im Zuge meiner momentanen Kühlschrankleerung kamen andere Gemüsereste zum Vorschein.


Außerdem war noch ein Stück Salami "Napoli" da und ein paar Streifen bereits geschnittener Speck. Jede Wurst, aber auch Speck, verdirbt schneller, sobald sie geschnitten ist.
Wie man sieht, galt es zu verbrauchen:
  • 5 Kartoffeln
  • 1 Peperoni rot
  • 1/2 Peperoni grün
  • ein paar Röschen Romanesco
  • ein Stück Salami "Napoli"
  • ein paar Streifen Speck
  • 1 1/2 Zucchini
dazu habe ich noch genommen:
  • 2 Rosmarinzweige
  • Salz
  • Pfeffer
  • Olivenöl
  1. Das Gemüse wasche ich, die Kartoffeln werden geschält, die Peperoni entkernt.
  2. Die Salami schäle ich, schneide sie in Viertel und dann in dickere Scheiben, den Speck in größere Streifen.
  3. Ich röste die Salamistücke und die Speckstreifen in wenig Olivenöl schön knusprig und nehme sie wieder aus der Pfanne.
  4. Dann schneide ich die Kartoffeln in eher kleine Würfel und gebe sie in  die Pfanne mit dem bereits erhitztem Fett.
  5. Ich lege den Deckel auf. So braten die Kartoffelwürfel am Boden schön an und dämpfen gleichzeitig. Sie werden so schneller weich. Ich muss nur aufpassen, dass sie nicht verbrennen, deshalb wende ich sie öfters.
  6. Inzwischen schneide ich alle anderen Gemüsesorten in die selbe Größe wie die Kartoffelwürfel. 
  7. Peperoni grün und rot und Romanesco kommen in die Pfanne. Wie man auf dem Foto sieht, lasse ich alles bei ziemlicher Hitze schön anbraten.
  8. Dann zupfe ich die Nadeln von den Rosmarinzweigen und hacke sie klein.
  9. Zu guter Schluss kommen noch die Zucchiniwürfel in die Pfanne. Auch sie sollen Farbe bekommen und somit Röstaromen verströmen.
  10. Zum Schluss mische ich die Salami und den Speck unter, würze mit Salz, wenig Pfeffer und dem gehacktem Rosmarin.
  11. Auf dem Teller kommt dann noch bestes Olivenöl darüber.



Das Ganze kann auch in einem Wok gemacht werden, der ist dafür bestens geeignet. Was man noch dazu braucht, ist ein Deckel, den man sich bei der nächsten Gelegenheit besorgen sollte:)
Rosmarin, aber auch andere frische Gewürze, sollten auf einem Balkon, falls einer zur Verfügung steht, nicht fehlen.

31.05.12

Nord trifft auf Süd, Versuch einer Annäherung

Hier meine erste Ernte, stolz präsentiert mit Erde an den Händen, wie es sich für eine richtige Gärtnerin gehört. Die "Ratiglen" sind sofort in den Mündern gewandert, die Kornblüten werden getrocknet und kommen in den verschiedenen Teemischungen, gemeinsam mit anderen Blüten und Blättern, die ich im Laufe des Sommers sammle.


Die Vöglein sind anscheinend auch schon geschlüpft, wie man hier sieht. Es geht immer alles so schnell. Gerade ist es erst warm geworden und man bekommt vom ganzen Treiben nicht viel mit.
Zum Glück geht es nicht bei allem so. Denn dass viel frisches Gemüse aus dem Süden wieder angeboten wird, habe ich mitbekommen:)


Zum Beispiel Rote Rohnen, ganz frische Salatgurken, immer noch Fave, sprich Saubohnen und Spitzpaprika, die krachen, wenn man sie aneinander reibt. Und was macht man damit? Einen feinen Fast-Rohkost-Teller, denn die Saubohnen mußte ich doch blanchieren, mit südtiroler Speckknödeln.
Die frischen, eher kleinen, Rote Rohnen eignen sich hervorragend zum Raspeln im rohen Zustand, mit einer Rohkostreibe.
Wie man mit den Saubohnen umgeht habe ich hier beschrieben. Die Gurke habe ich auch geschält und in eher grobe Stifte geschnitten, den Peperoni in Streifen. Ich habe noch Kapern auf den Salat gestreut und mit ganz normalem Dressing, das heißt 1 Teil Essig, 2 Teile Olivenöl und Kräutersalz, angerichtet. Für die Optik darf man den Salat nicht anrühren, wir haben es probiert: die Gurken haben eine eher phosphorisierende Farbe angenommen!
Die Speckknödel mache ich schon seit vielen Jahren so.
Beim ersten Mal Wasser lassen nicht erschrecken. Von rohen Roten Rohnen färben sich nicht nur die Hände extrem rot!

Ebenfalls ein Versuch einer Annäherung in einem anderen Sinne, ist Francesca Melandri mit ihrem ersten Roman gelungen. Und zwar an ein etwas heikles Thema: Südtirol. Der Originaltitel heißt "Eva dorme". In diesem Buch wird die bewegende Geschichte Südtirol's in die Schicksale zweier Frauen verwoben, sehr schön geschrieben und bis zum Schluss spannend, auch für jemanden der die Geschichte Südtirols schon kennt. Melandri ist nicht Südtirolerin, was in diesem Fall meiner Meinung nach ein Vorteil ist, sie ist nämlich unvoreingenommen. Trotzdem und vielleicht auch deshalb hat Melandri sehr gut recherchiert und sicher mit vielen Südtirolern und Südtirolerinnen über dieses Thema gesprochen. Man erkennt viele Details, welche einem von älteren Leuten immer wieder erzählt werden, oder sogar selbst erlebt hat. Von allen, die es gelesen haben, auch der italienischer Sprachgruppe, aus meinem Bekanntenkreis, haben das selbe empfunden.
Ich habe für dieses Wochenende noch kein Buch, da alles was ich zu Hause habe, ausgelesen ist. Welches Buch kannst du mir empfehlen?

11.01.12

Überraschungs-Schnitzel

Ja, eben kein Überraschungs-Ei, sondern eine  salzige, umweltfreundlichere Version. Ich war nie Freund dieser Eier. Wie oft ich selbst welche gekauft habe, kann ich an einer Hand abzählen. Manchmal haben die Kinder welche geschenkt bekommen. Die Überraschung ist ja, dass man zur Schokolade noch Müll dazu bekommt, den ich entsorgen muss.
Für dieses Rezept geht es nicht ohne einer kompetenten Fachperson, welche hervorragend im Umgang mit Messern ausgebildet ist, Metzgereien, bei denen noch ausgebildetes Personal bedient. 
In diesem Fall lasse ich mir vom Metzgermeister eine Tasche in das etwas dickere Rindsschnitzel schneiden. Welche Fülle in diese Tasche kommt, entscheidet der Vorrat an Gemüse. Dieses Mal waren es rote Peperoni. Es können auch Zucchini sein, Mangold, Spinat, Bohnen....
Warum mache ich die Beilage nicht dazu, sondern "schopple" sie in die Mitte des Schnitzels? Das Fleisch bleibt durch die Fülle schön saftig. Selbst probieren, geht über studieren!

Gefülltes Rindsschnitzel   

Zutaten für 4 Personen:

  • 4 Rindsschnitzel mit eingeschnittener Tasche
  • 1 großer roter Peperoni
  • Salz 
  • Pfeffer, aus der Mühle
  • frischer Salbei
  • Öl
Für die Sauce:
  • 2 EL Butter
  • 1 EL Mehl (für Zöliakiebetroffene Maisstärke)
  • 2 TL Granulat für Gemüsebrühe
  1. Ich wasche und putze den Peperoni und schneide ihn in feine Streifen.
  2. Auch den Salbei wasche ich, trockne ihn und hacke ihn fein.
  3. Die Peperonistreifen röste ich, in diesem Fall mit wenig Olivenöl, in einer Pfanne an und würze sie mit Salz und Pfeffer.
  4. Peperonistreifen etwas abkühlen lassen, in die Schnitzeltasche füllen und die Öffnung mit einem Zahnstocher schließen.
  5. Hier ein Aufruf, fast schon ein Aufschrei, an alle Schnitzel-Fans: bitte nehmt zum krossen Anbraten immer eine Stahlpfanne. Eine beschichtete Pfanne kann für alles mögliche sehr angenehm sein, aber um Fleisch anzubraten, ist sie einfach ungeeignet. Pfanne schön heiß werden lassen, dann wenig Öl, in diesem Fall Rapsöl, mit einem Silikonpinsel einstreichen und dann die Schnitzel von beiden Seiten nicht zu lange braten.
  6. Jetzt die Salbeistreifen darüber streuen und mit Salz und Pfeffer würzen.
  7. In der Pfanne befindet sich ein wunderbarer Bratensatz, diesen benutze ich um eine Sauce herzustellen. Ich lasse die Butter in der Pfanne aufschäumen, streue das Mehl und das Granulat ein, lasse es etwas bräunen und gieße mit soviel Wasser auf, dass die Sauce schön sämig wird. mit einem Schneebesen gut verrühren, gleichtzeitig den Bratensatz vom Boden lösen, Sauce nochmals aufkochen lassen und zum aufgeschnittenen Schnitzel servieren.
Als Beilage gab es Polenta, die ich wie hier beschrieben, zubereitet habe. Zum Schluss rühre ich dann noch etwas gehackten Rosmarin unter und lasse die Polenta in einer feuerfesten Form, unter dem Backofengrill, gratinieren.

Außerdem möchte ich euch noch mitteilen, dass unser Kochkurs-Programm Jänner/Februar/März schon feststeht. Da ich glaube, dass es die wenigsten Besucher meiner Seite interessiert, bitte ich diejenigen die es haben möchten, mich unter folgender E-Mail Adresse zu kontaktieren, dann sende ich es gerne zu: magdalena.felder@rolmail.net

07.06.11

Ratatouille, einmal anders präsentiert


Genau so stelle ich mir das Ratatouille-Türmchen von Rémy vor. Es sind schon ein paar Jahre her, seit wir den Film gesehen haben. Das Ratatouille-Gericht geisterte aber immer noch so um uns herum. Mestolo hat so eine Speise schon vor einiger Zeit zubereitet, allerdings mit Mozzarella und Avocado, alles in Scheiben geschnitten und mit SPROSSEN. Die würde sie heute wahrscheinlich weglassen. Sprossen hin oder her, Gemüse esse ich trotzdem mit Genuss, da kann mich keiner beirren.
Für dieses Gericht habe ich mir keine Notizen gemacht, zumal Ratatouille in vielen Kochbüchern nachzulesen ist. Ich habe die Melanzane und den Zucchini so gekauft, dass sie irgendwo den gleichen Umfang hatten. Das Stück davor und danach habe ich in kleinste Würfel geschnitten und mit frischen Tomaten, Peperoni, gutem Olivenöl, Basilikum zu einer Ratatouille gekocht.



Den gleich dicken Teil hoble ich in dünne Scheiben, salze sie und lege sie gleich zwischen Küchenkrepp. Danach wende ich die Scheiben in Mehl und backe sie in Olivenöl knusprig. Damit die Scheiben schön warm bleiben, lege ich sie zum anderen Gemüse in die warme Pfanne.



Sobald alle Scheiben gebacken sind, werden die Türmchen auf jedem Teller hochgezogen. Mit frischem Basilikum und Polentascheiben war das für uns eine super Hauptspeise.


Da ich in diesem Sommer allerhand vor habe, wird hier einmal eine Weile Sendepause sein. Ich hoffe ihr schaut dann wieder herein. Übrigens gibt es im Juli einen Kochkurs für Jugendliche, ab 10 Jahren und im August einen Kochkurs für Studenten, damit sie dem Körper auch gesunde Nahrung zuführen, nicht nur dem Gehirn:) Inzwischen wünsche ich euch einen schönen Sommer und lasst euch nicht beirren, irgendeinen Lebensmittel-Skandal gibt es immer. Wer weiß was wir jetzt gerade nicht essen sollten!

25.09.10

Sfogliata mit Peperoni


Eigentlich ist es noch ein Sommergericht, aber da es bei uns, bis heute, noch sehr warm war, passte es gut. Wer einmal auf Sardinien Urlaub gemacht hat, kennt das sardische Brot: Pane Carasau oder Carta da Musica, weil es so hauchdünn ist wie Musikpapier.
Natürlich haben wir es von dort auch mitgenommen, vor ein paar Jahren. Aber im Auto war nicht viel Platz, mit der Camping-Ausrüstung, mit allem was zwei kleine Kinder brauchten. Auf dem Heimweg sind wir stehen geblieben und haben welches gekauft, aber wussten fast nicht mehr, wo wir es verstauen sollten. Die einzige Möglichkeit war dann doch, der vollgestopfte Kofferraum. Schon beim Öffnen kamen uns sämtliche Schlappen entgegen. Während dem Schließen, wobei wir mit Händen und Füßen alles festhielten, was drinnen bleiben sollte, beobachtete uns ein Einheimischer, der meinte, wenn das nur alles gut ginge. Erst zu Hause habe ich verstanden was er meinte. Wir hatten keine Fladen mehr, sondern einen Bröselhaufen, den wir dann, fast wie Hühner, zusammen pickten.

Zum Glück bekomme ich schon seit einiger Zeit Pane Carasau in Meran zu kaufen und kann ab und zu dieses herrlich sommerliche Gericht zubereiten.

Sfogliata mit Peperoni

Zutaten für 4 Personen:
  • 1 Packung Pane Carasau
  • 4 verschiedenfarbige Peperoni (könnten locker 6 sein, ich habe hier noch einen Zucchini gebraten)
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 1 Knoblauchzehe
  • 10 Oliven
  • 3 Mozzarella di Buffala
  • Salz
  • Olivenöl
  1. Ich bereite die Peperoni schon im Vorfeld vor, dann ist der Rest schnell gemacht. Ich schneide sie in Spalten, das heißt ich teile sie in den Furchen, damit ich sie überall schälen kann. Das geht mit dem Tomatenschäler wunderbar, teile sie nochmals und lasse sie in einer beschichteten Pfanne langsam in Olivenöl braten, bis sie weich sind und Farbe angenommen haben. Danach salze ich sie und fange sie in einer Schüssel auf.
  2. Ich wasche den Rosmarin, trockne ihn, zupfe die Nadeln vom groben Stiel und hacke in fein. Die Knoblauchzehe schäle ich, teile sie in grobe Stücke und mische beides mit 2 Esslöffel Olivenöl unter die Peperonispalten.

  3. Die Oliven entkerne ich und hacke sie grob, die Mozzarella schneide ich in Scheiben.
  4. Dann heize ich den Backofen auf 200° Heißluft vor.
  5. Ich beginne mit zwei Brotfladen, verteile ein Viertel der Peperoni, der Oliven und der Mozzarella darauf, beträufle sie noch mit Olivenöl und würze mit Salz.

  6. Jetzt folgen wieder zwei Brotfladen und wie gehabt.
  7. Ich zwänge die Sfogliata in einen Bratbeutel, wobei ich immer wieder von den Seiten Brot brechen muss, um alles in den Beutel zu bekommen ohne, dass das ganze Brot zerbricht.
  8. Ich fabriziere noch so eine Sfogliata und habe dann zwei Bratbeutel, die fast wie Geschenke, in Zellophan eingepackt, aussehen.

  9. Ich lege diese Päckchen auf die Gitter im Ofen und lasse sie dort ca. 15 Minuten.
Danach kann ich den Beutel zerschneiden, um zum Essen zu kommen, ist wesentlich einfacher. Jeder von uns bekommt eine Hälfte. Es könnte mehr Gemüse darauf sein, aber zum Glück habe ich noch feinen Rohschinken gekauft, den kann sich jeder noch selbst auf die Sfogliata legen. Am Rand ist sie superknusprig, in der Mitte verschmelzen alle Zutaten.

Heute regnet es und der Herbst kommt mit großen Schritten. Ich kann im chinesischen Sternzeichen nur Eidechse sein (ich weiß nicht einmal, ob es das gibt), denn ich brauche die Sonne um mich wohl zu fühlen. Und wie die Eidechse freue ich mich schon auf den nächsten Sommer.