Aus dem Kochbuch von Katharina Seiser und Meinrad Neunkirchner "Österreich vegetarisch" hat mich ein Rezept angelacht. Aber schon beim Lesen vom Rezept kam mir die Menge für den Teig viel zu klein vor. Meine Männer haben Hunger!
Posts mit dem Label Spinat werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Spinat werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
21.03.20
Jetzt ist DIE ZEIT: Linseneintopf wie Shakshuka
In der vorletzten Ausgabe des Zeitmagazins war das Rezept eines Linseneintopfs, das mich sofort inspiriert hat. Linsen sind meiner Meinung nach ein SUPERFOOD und in dieser Variante außerdem SUPERLECKER.
Lange waren Linsen ein Armeleute-Essen und eher verpönt, da man vermutete sie verursachen Blähungen. Weicht man sie jedoch vorher ein, und kocht sie lange genug, nicht im Einweichwasser, sondern in frischem, dann lassen sich Blähungen zum größten Teil vermeiden.
07.11.17
Polentatarte
In meinem Garten wächst zu meiner Zufriedenheit fast alles. Mit Blumenkohl und Fenchel habe ich keinen Erfolg und bis vorigem Jahr auch mit Spinat, bis ich den Neuseeländer Spinat entdeckt habe. Dem gefällt es im Garten außerordentlich gut.
Im Sommer kam dann der Wunsch, da ich frischen Spinat geerntet hatte, ich möge doch bitte einmal diese Tarte zubereiten. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich leider nicht kontrollierte für wie viele Personen das Rezept angegeben war. An diesem Tag waren wir zu fünft.
08.05.17
Frühlings - Orzotto
Wenn ich im Gemüseladen nebenan einkaufen gehe, lacht mich momentan vieles an, was ich im grauen Winter nicht bekomme: Spargel, frische Erbsenschoten, Frühlingszwiebeln, frischer Spinat, Radieschen....
Bei dieser Fülle hat man die Qual der Wahl, deshalb packe ich gleich mehreres in meinen Orzotto. Ihr wisst, dass ich Risotto mit dem Schnellkochtopf koche. Orzotto wird doch auch funktionieren?
30.06.15
Rollato di spinaci, ohne Spinat
Wie schon erwähnt trenne ich häufig beim Mangold die Stiele vom grünen Blatt. Mit den Stielen kann man allerhand zubereiten:
Die grünen Blätter verwende ich wie Spinat. Da kommt mir der "Rollato di spinaci" gerade recht.
Irgendwie erinnert er mich geschmacklich an Schlutzkrapflen, nur dass ich hier alles zu einer Rolle wickle und die Zubereitungszeit wesentlich geringer ist.
Rollato di Spinaci - Mangoldrolle
Für den Teig:
- 3 EL Olivenöl
- 100 g Mehl
- Salz
- Wasser nach Bedarf
- 1/2 kg Mangoldblätter ohne Stiele
- etwas Zwiebel, in Würfel geschnitten
- 100 g Beinschinken
- 3 EL Sahne
- Salz
- Pfeffer aus der Mühle
- Muskatnuss-Abrieb
- Olivenöl
- Parmesankäse
- Butter, geschmolzen
- Ich wasche die Mangoldblätter, gebe sie mit dem Wasser, welches auf den Blättern hängen bleibt in einen Topf und koche sie solange zugedeckt bis sie weich sind.
- Dann hacke ich die Blätter mit dem Finecut ziemlich fein.
- Ich röste die Zwiebelwürfel in wenig Olivenöl an, gebe den gehackten Mangold dazu und nehme den Topf von der Hitzequelle, der Mangold ist ja schon gekocht.
- Ich schmecke mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss ab, schneide den Schinken in feine Würfel und mische diese und die Sahne unter.
- Im Vitalis stelle ich reichlich Wasser zum Kochen auf und salze es dann.
- Ich mische in einer Schüssel die Zutaten des Teiges, gebe dabei nur sowenig Wasser dazu, dass der Teig schön geschmeidig wird, aber nicht mehr klebt.
- Diesen rolle ich zu einem sehr dünnen Blatt aus, streiche die Fülle darauf und rolle es wie einen Strudel auf.
- Danach wickle ich den Strudel so fest wie möglich in ein Geschirrtuch, welches NICHT nach Waschmittel riecht und schnüre es links und rechts wie eine Wurst zu.
- Diese Wurst gebe ich für eine halbe Stunde ins kochende Wasser, decke den Vitalis dabei zu.
- Der Strudel läßt sich tadellos auswickeln, dann schneide ich ihn in dicke Stücke, bestreue diese noch mit Parmesankäse und träufle etwas zerlassene Butter darüber.
Dieses Gericht läßt sich ohne großen Aufwand in eine vegetarisches und sogar in ein veganes Gericht umwandeln: Schinken und Käse weglassen, Sahne und Butter mit Olivenöl ersetzen.
12.12.12
Knödel-Tris
Heute möchte ich mit einem Gedicht von Christian Morgenstern beginnen, welches heute am 12.12.12 in unserem Gedichte-Adventkalender war. Es passt zu meinen drei Knödeln:)
Die drei Spatzen
In einem leeren Haselstrauch
da sitzen drei Spatzen, Bauch an Bauch.
Der Erich rechts und links der Franz
und mittendrinn der freche Hans.
Sie haben die Augen zu, ganz zu,
und oben drüber schneit es, hu!
Sie rücken zusammen dicht an dicht.
So warm wie der Hans hat's niemand nicht.
Sie hören alle drei ihrer Herzlein Gepoch
und wenn sie nicht weg sind, so sitzen sie noch.
Kuscheln sich die drei Knödelchen nicht auch aneinander, wie die drei Spatzen?
Mein Knödel-Tris besteht aus Spinat, Käse und Lauchknödelchen. Knödelbrot bekomme ich von meiner Freundin Helene und einen kleinen Vorrat an Spinat hatte ich noch vom eigenen Garten im Tiefkühlfach, aber zu wenig für das ganze Brot. Der letzte eigene Lauch kam mir da gerade recht. Knödel mache ich schon viele Jahre so und Spinatknödel oder Nocken im Speziellen so. Ich verweise, wie Robert, heute auf "alte" Rezepte. Aber eher aus Mangel an Zeit. Das altbewährte kann man meistens aus dem Ärmel schütteln und ist auch immer wieder gut. Lauchknödel unterscheiden sich nur darin, dass ich anstelle von Spinat oder Speck, Lauch in feine Scheiben geschnitten, ganz weich dünste und unter die übliche Knödelmasse mische. Zwiebel braucht es in diesem Fall nicht. Für die Kasknödel nehme ich einen würzigen Südtiroler Käse, z.B. Marienberger, in kleine Würfel geschnitten und mische ihn statt des Speckes unter.
Kleine Knödelchen sind in diesem Fall angebracht. Ich habe meistens mit 2 Knödeln genug. Wenn sie zu groß wären, könnte ich nur zwei Sorten probieren:)
Damit ein bisschen Schnee auf die "Spatzen" fällt, bestreue ich sie portionsweise mit geriebenen Parmesankäse und beträufle sie dann noch mit zerlassener Butter.
Auch für Studenten eignet sich jede Art von Knödel: günstig, kein großer Arbeitsaufwand und lecker:)
30.09.10
Südtiroler Schlutzkrapflen
Heute gibt es wieder einmal eine regionale Spezialität. Ich habe Spinat geerntet, aber nicht sehr viel, deshalb bieten sich diese Teigtaschen an. Nur mehr wenige stellen sie selbst her, da es alle möglichen Fertigprodukte gibt. Die Fülle dieser Schlutzkrapfen wird zumeist mit Kartoffeln gestreckt, das schmeckt mir nicht, deshalb selbst ran an die Produktion. Der Nudelteig der Schlutzkrapflen wird normalerweise mit einer Hälfte Roggenmehl und einer Hälfte Weizenmehl zubereitet. Mir ist der Anteil des Roggenmehls zu groß. Sie werden zu brüchig und überhaupt nicht bissfest. Da ich nur wenig Spinat habe, muss auch ich die Masse etwas strecken. Ich mische Ricotta romana und Schinken unter.Südtiroler Schlutzkrapflen:
Der Teig:
- 100 g Weizenmehl Typ 550
- 60 g Hartweizenmehl
- 40 g Roggenmehl Typ 1150
- 2 Eier
- 1 EL Olivenöl
- 150 g gekochten, ausgedrückten Spinat (für 4 Portionen würde ich 250 g nehemen)
- 50 g Schinken
- 80 g Ricotta romana
- Salz
- Pfeffer
- Parmesankäse, gerieben
- Butter
- Ich knete schon am Morgen die Zutaten zu einem geschmeidigen Teig zusammen, gebe ihn in eine Nylontüte und lasse ihn bis zum Mittag ruhen.
- Wenn ich mittags nach Hause komme, dann stelle ich als erstes Wasser zum Kochen auf. Dann hacke ich mit dem Cutter den Spinat ganz fein, schneide den Schinken in Mini-Würfel und mische alle Zutaten der Fülle.
- Ich nehme vorerst die Hälfte des Teiges, drehe ihn solange durch die Walze der Nudelmaschine, bis ich auf der letzten Stufe angekommen bin.

- Ich steche mit einem runden Ausstecher Kreise aus, setze einen Teelöffel voll Füllung auf jeden Kreis, lege die Nudelplatte zusammen, so dass ich einen Halbmond erhalte und verschließe ihn mit den Fingern. Bepinseln braucht man nicht, wenn man schnell genug ist. Dann ist der Teig noch feucht genug und klebt von alleine, wenn er länger liegt und austrocknet, muss man mit Wasser die Ränder befeuchten.

- So gehe ich vor bis ich über vierzig Schlutzkrapflen habe, weil mir dann die Fülle ausgeht.
- Ich koche die Schlutzkrapflen ca. 3 Minuten und siebe sie ab. Ich gebe sie in eine feuerfeste Form und mische hier schon ein bisschen geschmolzene Butter unter, da sie sonst zusammen kleben würden.

Da wir für das ganze Schuljahr nur zu dritt sind (warum verrate ich euch in einem der nächsten Post's) hat diese Portion gereicht. Für 4 Personen wäre genügend Teig, aber die Fülle müsste auf jeden Fall größer sein. Mit dem restlichen Nudelteig habe ich Suppennudeln gemacht. Die hat es abends natürlich in der Suppe gegeben.
Jetzt noch zu zwei Speisen, welche ich in den letzten Tagen nachgekocht habe, von Christina. Ich hinke ja immer noch meiner Nachkochliste nach, aber einiges habe ich geschafft!

Ihre Wirsingröllchen sind mangels Wirsing zu Chinakohlröllchen geworden. Hat fantastisch geklappt, auch ohne Zahnstocher. Ich habe mich genauestens an die Arbeits-Anleitung gehalten. Nur bei der Zutatenliste musste ich ein bisschen was ändern. Christina, du bist mir nicht böse, Parmesankäse und Rosinen konnte ich nicht miteinander vermischen und Gemüse mit Sahne ist auch nicht so mein Ding. Quinoa ist eine Super Fülle für die Röllchen. Ich habe dann an Stelle der Rosinen Kapern und entsteinte, gehackte Oliven genommen und einfach die Sahne in der Sauce weggelassen. Deine Menge reichte für uns Drei, aber das ist immer so eine individuelle Sache. Erich hat Lasagne draus gemacht, die könnt ihr hier sehen. Dieses Gericht hat es sicher nicht das letzte Mal gegeben. Es hat uns sehr gut geschmeckt.
Aber der Hammer ist diese Nachspeise: Zwetschgen-Sauerrahm-Parfait mit Griesschmarren
Außer dem Amaretto, den ich weggelassen habe, habe ich an den Zutaten nichts geändert. Ich habe allerdings die Masse halbiert, das war ausreichend, sonst hätten wir bis nächste Woche Parfait.
Es ist ein wenig Arbeit, aber macht sie nach, jetzt wo es Zwetschgen gibt, es lohnt sich!
25.01.10
Nachgekocht: Dörrgemüse-Risotto und eins von mir: Strozzapreti trentini

Bei Robert habe ich ein schönes Rezept für Dörrgemüse gesehen. Da ich sebst Melanzane gedörrt habe, hab ich es sofort ausprobiert. Melanzane zu dörren ist eine wunderbare Art, wenn man zuviele im Sommer auf den Stauden hängen hat, sie für den Winter haltbar zu machen. Ich habe sie ungefähr 1/2 cm dick gehobelt und auf meinen Dörrapparat gelegt. Danach waren sie wie Chips.
Dörrtomaten bekommt man bei uns auf jedem Markt. Die Tomaten von meinem Garten habe ich allesamt eingekocht und zehre jetzt noch davon. Diese gekauften sind ziemlich gesalzen. Man legt sie in eine Schüssel und übergießt sie mit kochendem Wasser. Danach lege ich sie auf ein Küchenpapier und lasse sie trocknen. Jetzt sind sie wieder schön weich und entsalzen. Danach schichte ich sie in ein Glas, gebe frische Origano-Blätter zwischen die Schichten und fülle das Glas mit bestem Olivenöl. Solche Tomaten habe ich das ganze Jahr im Kühlschrank. Um sie zu essen, muss ich sie allerdings früh genug herausnehmen, damit sich das gestockte Öl wieder verflüssigt.

Das Rezept für den Risotto könnt ihr bei lamiacucina nachlesen. Ich sage euch was ich ein anderes Mal ändern würde: ich habe sowieso nur die Hälfte Pilze genommen, als Robert angegeben hat und die waren zu intensiv. Die Melanzane hat man nicht geschmeckt. Ich würde das nächste Mal nur Melanzane und getrocknete Tomaten nehmen. Ich habe die Melanzane auch geröstet, aber mit reichlich Olivenöl überträufelt und danach nicht eingeweicht, sondern zum Schluss nur untergerührt. Während dem Rösten haben wir diese Melanzane-Chips so gegessen, eine Wucht!

Das Rezept für den Risotto könnt ihr bei lamiacucina nachlesen. Ich sage euch was ich ein anderes Mal ändern würde: ich habe sowieso nur die Hälfte Pilze genommen, als Robert angegeben hat und die waren zu intensiv. Die Melanzane hat man nicht geschmeckt. Ich würde das nächste Mal nur Melanzane und getrocknete Tomaten nehmen. Ich habe die Melanzane auch geröstet, aber mit reichlich Olivenöl überträufelt und danach nicht eingeweicht, sondern zum Schluss nur untergerührt. Während dem Rösten haben wir diese Melanzane-Chips so gegessen, eine Wucht!
Wenn Kinder mitessen, den Weißwein reduzieren: 1 Schuss Madeira und 1 Schuss Weißwein, den Rest mit Brühe aufgießen. Zum Schluss habe ich den Reis in zwei geteilt, in den einen kam ein kräftiger Schuss Grappa, in den Kinder-Reis keiner. Die Tomaten habe ich gewürfelt und in einem Schüsselchen auf den Tisch gestellt, da wir jemanden haben, der Tomaten absolut nicht mag. Uns hat der Risotto gut geschmeckt, obwohl er wie ein Risotto ai funghi geschmeckt hat.
Und jetzt zum Rezept von mir: Strozzapreti trentini
Auch von Robert inspiriert habe ich dann diese Gnocchi gemacht, die von den Zutaten unseren Spinatnocken ähneln, aber ganz anders schmecken. Woher dieser eigentümliche Name kommt erklärt er euch auf seiner Seite.
Zutaten für 4 Personen:
- 200 g Knödelbrot oder altbackenes Brot
- ca. 200 ml Milch
- 100 g Spinat gekocht und gehackt
- 1 kleines Ei
- Brotbrösel
- Mehl
- Salz
- 300 g Kirschtomaten
- Olivenöl
- Salz
- Pfeffer, frisch gemahlen
- 60 g Butter
- 30 g Mandelblättchen
- Ich weiche das Brot mit der etwas gewärmten Milch ein, rühre gut um und lasse es eine Weile stehen. Es kann sein, dass das Brot die gesamte Milch aufsaugt, wenn es ziemlich trocken war. Es kann aber auch sein, dass noch Milch herauszudrücken geht, dann sollte man das tun. Bei mir war keine Milch mehr da, aber das Brot ziemlich nass.
- Jetzt gebe ich das Brot und den Spinat in die Küchenmaschine (in meinem Fall in den Fine cut von Fissler, da ich keine elektrische besitze) und vermische das Brot mit dem Spinat, indem ich es hacke.
- Ich gebe diese grüne Masse in die Schüssel von vorher zurück, gebe das Ei dazu, würze mit Salz und knete die Masse mit einer Hand. Mit der anderen Hand gebe ich soviel Mehl und Brösel dazu, wie ich brauche. Die Menge ist schwer anzugeben. Ich gebe immer eine handvoll Brösel und eine handvoll Mehl dazu und knete mit der anderen den Teig. Das wiederhole ich solange, bis ich mir vorstellen kann mit diesem Teig Gnocchi zu formen. Er darf auf keinen Fall zu trocken sein. Jetzt wird erst einmal geruht. Nicht ich, der Teig.
- Ich stelle schon wieder einmal einen Topf mit Wasser auf den Herd. Das Wasser kocht bald. In der Zwischenzeit schneide ich von den Kirschtomaten die Stielansätze heraus und schneide auf den Hintern eine Kreuz ein (geht mit einem Messer mit Wellenschliff viiiel besser).
- Sobald das Wasser kocht, schmeiße ich die Tomaten ins Wasser und lasse sie 1-2 Minuten sieden. Ich hole sie mit dem Schaumlöffel heraus und gebe sie in einen Behälter mit kaltem Wasser, dass sie sofort abkühlen.
- Die Kirschtomaten teile ich in Viertel und gebe sie in eine Pfanne in der ich Olivenöl schon ein wenig gewärmt habe. Salzen und pfeffern, Deckel drauf und dann lasse ich sie ein Weilchen kochen, aber nicht zu lange, man soll sie noch erkennen.
- Das Wasser im Topf salze ich und decke es wieder zu.
- Jetzt nehme ich den Teig aus der Schüssel raus, auf die bemehlte Arbeitsfläche und gehe genauso vor, wie bei Kartoffel-Gnocchi. Ich forme einen großen Strang, teile diesen in drei Teile. Forme mit jedem eine kleine, etwa 2 cm dicke Rolle und schneide mit einem scharfen Messer Gnocchi.
- Ich schalte das Wasser wieder ein, damit es kocht und gebe die ersten 4 Portionen ins Wasser. Sie brauchen etwas, aber dann erscheinen sie an der Wasseroberfläche. Ich lasse sie noch etwas kochen, dann nehme ich sie mit dem Schaumlöffel heraus und gebe sie in die Pfanne mit den Tomaten. Jetzt kommt die zweite Runde dran, bis der ganze Teig aufgebraucht ist.
- Ich habe die Butter geschmolzen und die Mandelblättchen darin gebräunt.
- Die Pfanne kommt auf den Tisch. Für unsere Tomaten-Queen habe ich natürlich welche ohne Tomaten. Sie reibt sich Parmesankäse darüber, dann die Mandelblättchen. Sieht auch ganz gut aus.


Wir essen die Strozzapreti ohne Käse, braucht es auch nicht. Sie sind so schon lecker!
07.01.10
Spinatnocken im Winter

Es schneit wie im Märchen. Meine Pflanzen auf dem Balkon sind angezuckert, als ob sie jemand verspeisen möchte. Draußen ist es ganz ruhig. Alle Geräusche sind vom Schnee gedämpft. Endlich wieder ein bisschen Niederschlag. Wir hatten über den Weihnachtsfeiertagen immer schönes Wetter. Traumhaftes Wetter. Wir waren ein paar Mal im tiefen Schnee wandern, auf unseren schönen Hochalmen. Auf den Hütten isst man größtenteils einfache, aber gute Gerichte. Ein Schlager ist und bleibt Kas- oder Spinatnocken. Ich muss sagen, nach einer anstrengenden Wandertour, bei so einem Gericht mit Speck-Krautsalat, stellt sich bei mir ein Höchstgefühl ein, da kann kaum ein Gourmet-Tempel mithalten.
Bei uns gibt es heute ein wenig andere Spinatknödel und ich gebe euch gerne mein Rezept von dieser Südtiroler Spezialität:
Zutaten für 4 Personen:
- 400 g Spinat, gewaschen
- 300 g Knödelbrot
- ca. 200 ml Milch
- 1 Ei
- 40 g Bauchspeck
- ½ kleine Zwiebel
- 3 Salbeiblätter
- Öl oder Butterschmalz
- Salz
- Pfeffer aus der Mühle
- 100 g weiche Butter
- 200 g Tomatensugo
- Parmesankäse, gerieben
Das Knödelbrot gebe ich in eine große Schüssel, erwärme die Milch etwas, verteile den größten Teil über das Knödelbrot und decke die Schüssel entweder mit Folie oder mit einem Silikondeckel ab. Das Brot soll eine Weile aufweichen, mindestens eine halbe Stunde kann aber auch der ganze Vormittag sein.
Den Bauchspeck und die Salbeiblätter schneide ich in feine Streifen, den Zwiebel schäle ich und hacke ihn und fein.
In einem Pfännchen erhitze ich Öl oder Butterschmalz, röste Bauchspeck, Salbei und Zwiebel darin goldgelb und gebe alles zum Brot.
Den Spinat hacke ich im Fine-Cut noch im rohen Zustand fein. Man kann den Behälter ziemlich vollstopfen und das Gehacke ist schnell geschehen. Jetzt gebe ich den Spinat nacheinander in das heiße Pfännchen und lasse ihn ein wenig zusammenfallen. Auch der kommt zum Brot. Ich salze und pfeffere ein wenig.
Was fehlt noch? Ach ja, das Ei, dann wird alles gut verknetet. Man knetet richtig fest, wie bei einem Teig, halt nur in der Schüssel. Wenn der Teig zu trocken wirkt, muss ich noch Milch dazugeben. Der Teig sollte schön geschmeidig sein.
Dann forme ich schöne Nocken und gebe sie auf ein Siebeinsatz über Wasser, in einem Topf, in einer Pfanne, wo sie halt Platz haben und decke sie zu.
Ich schalte die Hitze unter der Pfanne ein und lasse die Nocken ca. 10 Minuten dämpfen. Es passiert nichts, wenn es länger ist.
Inzwischen lasse ich die Butter mit dem Tomatensugo bei niederer Hitze zergehen, würze mit Salz und Pfeffer und stelle die Tomatenbutter bereit.
Aber der Speck-Krautsalat darf nicht fehlen. Norbert hat ihn schon zubereitet. Er hat den Krautkopf geteilt und mit einem feinen Hobel in die Salatschüssel gehobelt. Nochmals wird wenig Speck in feine Würfel geschnitten und gebraten. Der Speck sollte noch heiß über das Kraut gegeben werden, das lässt das Kraut weicher werden. Norbert richtet das Kraut mit Kräutersalz, Apfelessig und Olivenöl an. Das Verhältinis von Essig und Öl ist 1:2, das heißt immer doppelt soviel Öl wie Essig. Er verrührt alles in einem Schüsselchen und gibt es erst dann über den Salat.
Sobald die Nocken fertig sind werden sie mit etwas geriebenen Parmesankäse und der Tomatenbutter serviert.
Dazu noch den Speck-Krautsalat und draußen schneit´s. Heute brauch ich nirgends hin, wir sind auf unserer "Alm-Hütte" eingekehrt.
Abonnieren
Kommentare (Atom)







