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20.10.16

Die schnelle Vanillesauce mit ganzem Ei


Heute soll nicht die Buchtel im Rampenlicht stehen, sondern ihr ständiger Begleiter, die Vanillesauce. Schon vor einigen Jahren fand ich diese "crema pasticciera" auf dem mittlerweile verwaisten Blog Anice & Cannella.
Mir sagt sie deshalb so gut zu, da das ganze Ei verwendet wird.

Außerdem möchte ich euch den temperaturmessenden Kochlöffel von WMF vorstellen. In einem Paket von nicht nur witzigen, sondern auch ausgeklügelten Neuheiten, war auch dieser Kochlöffel dabei. 

13.04.12

Schoko-Muffins mit Erdbeeren


Wer meinen Mann Norbert kennt, weiß dass er sehr schlank ist. Ich kann nichts dafür. Das ist seine Natur, obwohl er ein "Süßer" ist. Der Glückliche, werden einige von euch sagen. Jung verheiratet wurde ich öfters gefragt, ob es bei uns nichts Gescheites zu essen gibt. Von da an, und das sind jetzt schon einige Jahre, gibt es bei uns immer etwas Süßes. Aber ihr braucht nicht zu glauben, dass Norbert einen Kilo zugenommen hätte. Da bin ich anfälliger und muss auf mein Gewicht achten. Und wer hat seine schlanke Natur geerbt? Unser Sohn Lukas ist genau der gleich schlanke Typ, der Glückliche. 
Wenn es dann einmal vorkommt, dass ein paar Stunden kein Kuchen, kein Gebäck zur Stelle ist, ergreift manchmal sogar Lukas das Zepter in der Küche und backt Muffins.
Dieses Rezept ist bestimmt keine Weltneuheit. Ob als Kuchen oder eben Küchlein gibt es dieses oder ähnliche sehr viele. Sie sind schnell gemacht und köstlich, wo sie doch noch aufgepeppt sind.

Schoko-Muffins mit Erdbeeren
 Zutaten:
  • 200 g Butter
  • 200 g Schokolade, wenn möglich 70%ige
  • 200 g Zucker
  • 4 Eier
  • 3 EL Mehl
  • weiße Schokolade
  • etwas Kokosfett
  • frische Erdbeeren
  1. Ich setze Papierförmchen in das Muffinsblech und heize den Backofen auf 180° Heißluft vor.
  2. Ich lasse die Schokolade und die Butter über heißem Wasserbad schmelzen und verrühre beides gut miteinander.
  3. Ich rühre den Zucker unter und nacheinander die Eier, dabei achte ich darauf, dass jedes Ei eingerührt ist, bevor ich das nächste hinein schlage.
  4. Ich rühre das Mehl ein.
  5. Ich verteile einen Teil des Teiges in den Vertiefungen des Bleches. Ich verwende ein Blech mit kleinen Vertiefungen. Die Portionen sind dann für mich gerade richtig. Andere in unserer Familie verspeisen dann halt auch einmal 2 oder 3 Stück. Den Rest des Teiges backe ich danach. Dem Teig macht das nichts aus, der kann warten.
  6. Ich backe die Muffins in der Mitte des Ofens 15 Minuten, nehme sie danach aus den Vertiefungen und backe die nächste Runde.
  7. Inzwischen schmelze ich weiße Schokolade, vielleicht eine halbe Tafel, mit wenig Kokosfett, damit sie geschmeidiger wird und streiche ein wenig auf jedes abgekühlte Küchlein und setze dann eine halbe Erdbeere darauf.

Durch die Erdbeeren haben sie eine begrenzte Haltbarkeit, aber keine Angst es wird keines schlecht, dafür sorgen schon meine zwei Männer:)
Wir tinken Kaffee dazu, Lukas hat sich Milch dazugestellt, wie man auf dem Foto sieht.

05.09.11

Norwegens beste Süßspeise

Da ich mir eine Sommerpause gegönnt habe, aber mein Haus & Hoffotograf trotzdem fleißig war, gibt es hier eine kleine Bilder-Zusammenfassung. Zwei Informationen gibt es dazu: den Marillenkuchen habe ich von Andreas nachgebacken. Das andere sind die weltbesten Brownis die ich je gegessen habe.
Diesen Sommer hat es uns in den Norden verschlagen, nach Norwegen. Norbert und ich haben dieses Land schon vor 20 Jahren einmal bereist. Ich eher meinem Mann zuliebe, da ich eigentlich die Wärme lieber habe, als das Kälte. Ich habe diesen Kompromiss nie bereut, hat er mich doch gelehrt, dass der Norden wunderschön, voller Abenteuer und netter Menschen ist. Dieses Jahr wollten wir unseren Kindern dieses schöne Land zeigen.
Wie wir es vom Norden gewohnt sind gibt es auch in Norwegen eine Fülle von sehr guten Leckereien, unter anderem diese Brownies.
In Bergen haben wir sie gekauft und am Hardangerfjord verspeist, wo sie von der ganzen Familie analysiert wurden.
Zuhause angekommen habe ich sofort versucht sie nachzubacken. Nach 3 Versuchen kamen sie dem Geschmackserlebnis am Nächsten.

B&B (Bergen-Brownies)

Zutaten:
  • 1 Tafel Schokolade 70%
  • 1 Tafel Milchschokolade
  • 150 g Butter
  • 170 g Zucker
  • 4 Eier
  • 45 g Mehl
  • 60 g Walnüsse
  • 50 g Zucker
  • 30 g Baiser
  1. Ich breche beide Tafeln Schokoladen in Stücke und lasse sie mit der Butter über Wasserdampf langsam schmelzen.
  2. Inzwischen hacke ich die Nüsse mit dem Fincut grob, lasse die 50 g Zucker in einer kleinen Pfanne karamellisieren, schalte die Flamme klein damit er nicht verbrennt und röste die Nüsse noch ein wenig, dann schütte ich die Masse auf ein Backpapier und lasse sie abkühlen.
  3. Ich heize den Backofen auf 200° Ober und Unterhitze vor.
  4. Die Schokolade verrühre ich mit einem Teigschaber mit der Butter, schütte die 170 g Zucker dazu, rühre ihn unter und lasse die Schokomasse etwas abkühlen.
  5. Die Eier rühre ich einzeln unter, eines nach dem anderen, mit jedem Ei verändert sich die Konsistenz.
  6. Dann siebe ich das Mehl darüber und hebe es unter. 
  7. Die karamellisierten Nüsse sind inzwischen hart geworden. Ich breche sie zu eher groben Stücken.
  8. Den Baiser zerkleinere ich nicht, der zerbröselt beim Umrühren sowieso. Ich rühre ihn und die Nüsse unter die Masse und fülle sie in eine Form von ca. 30cmX25cm, welche ich mit Backpapier ausgekleidet habe.
  9. Ich backe die Browies auf der 3.Ebene 20 Minuten, länger wäre schade, da sie sonst nur trocken werden.

Der harte karamellisierte Zucker schmilzt während des Backens und umgibt die Nüsse mit seiner feinen Süße.
Zwei Wochen nach unserer Rückkehr gab es das schreckliche Attentat in Oslo und wir waren sehr betroffen, haben uns immer wieder gefragt, wie so etwas in einem so friedlichen Land, in dem wir uns sicher und geborgen fühlten, möglich ist. Unsere innige Zuneigung zu diesem Land und deren Leute hat es aber nicht geschmälert. Wir gestehen sie offen und schicken ganz liebe Grüße in dieses Land der Seen, Fjorde und Elche.

07.02.11

Mein Geschäft im Untergrund


Das klingt ja ganz schön kriminell. Aber ich habe wirklich ein Geschäft im Untergrund, in meinem Keller. Ich schreibe mir eine "Einkaufsliste" für den Keller. Ich habe da Regale und wähle verschiedene Produkte aus. Ich habe sogar ein Kühlfach, in dem sich haufenweise Fonds befinden, aber auch Fleisch vom Biobauer, Dörrfrüchte, Walnüsse, alles mögliche und normalerweise selbstgemachter Blätterteig. Das einzige was ich im Keller nicht habe, ist ein Förderband und eine Kasse. Ich habe das alles schon bezahlt, nicht geklaut. Dann kommt alles ins Körbchen und wird mit in die Wohnung genommen.

Der Blätterteig war aus. Also hab ich wieder einmal "gefaltet". Ich hatte auch schon so lange vor selbstgemachte Cremeschnitten herzustellen. Ich kann mich sehr gut an meine erste Cremeschnitte erinnern, was wieder einmal bezeugt, dass ich ein Ess-Gedächtnis habe, denn ich kann mich überhaupt an viele erste Speiseerlebnisse erinnern: wann und wo und wer dabei war .....

Den Blätterteig habe ich euch schon hier aufgeschrieben. Ich habe schon viele verschiedene Varianten probiert, aber dieser schmeckt mir einfach am Besten.
Dann wäre nur noch die Creme dran. Ich schreibe euch gerne auf, aus welchen Zutaten sie besteht und wie sie verarbeitet wird. Aber fragt mich nicht wie ich sie zwischen die zwei Blätterteigplatten gekriegt hab. Eine Katastrophe war das.
Aber erst einmal zur Creme:
Creme für Cremeschnitten
  • 300 ml Milch
  • 1 Ei
  • 3 Eigelbe
  • 135 g Zucker
  • 35 g Mehl
  • Vanilleextrakt
  • 2 Blatt Gelatine
  • 400 ml Sahne
  1. Ich weiche die Gelatine in kaltem Wasser ein und lasse sie ganz schrumpelig werden. Sie kann im Wasser liegen bleiben bis ich sie brauche.
  2. Ich erhitze die Milch mit dem Vanilleextrakt bis kurz vor dem Siedepunkt.
  3. Ich schlage die Dotter und das ganze Ei mit dem Zucker in einem Kochtopf schaumig und siebe das Mehl dazu und rühre auch dieses unter.
  4. Die heiße Milch schütte ich zur Eiermasse und erhitze alles, unter ständigem Rühren, noch so lange bis die Creme dick ist.
  5. Dann rühre ich die Gelatineblätter ein und rühre die Creme kalt.
  6. Die Sahne schlage ich steif und hebe sie sanft unter die Creme.

Sie ist leider aber immer noch so dünn, dass sie fließt. Ich kann sie auch nicht gänzlich abkühlen lassen, dann ist sie schon gestockt und ich kann sie nicht mehr auf der Blätterteigplatte verteilen. Ein Fehler von mir war, dass ich die Platten nicht auf die Größe des Backrahmens, den ich ja besitze!!; ausgerollt habe.

Ich beschreibe euch jetzt, wie ich hier vorgegangen bin und danach versuche ich Besserungsvorschläge an zuführen.

Ich habe 1/2 kg Blätterteig verarbeitet, habe ihn ziemlich dünn ausgerollt (ohne zu messen) und halbiert, dann auf ein kalt abgespültem Backblech gelegt, mit einer Gabel mehrmals eingestochen und dann bei 200° 30 Minuten gebacken. Er muss durch und durch hellbraun sein, dann ist er erst richtig knusprig. Wenn er ausgekühlt ist, kann man ihn weiter verarbeiten.

Ich würde das nächste Mal beide Blätterteigplatten auf die Größe des Backrahmens ausrollen. Er kann ruhig ganz dünn sein. Höher wird er beim Backen sowieso. Sonst alles wie gehabt. Damit die Creme aber auch nicht aus dem Rahmen läuft, würde ich dann ein Backpapier unter die untere Platte legen, das was über steht an den Ecken einschneiden und mit Klebestreifen an den Rahmen außen hochkleben.

Die ober Platte habe ich bevor ich sie aufgesetzt habe schon in Portionen geschnitten. Wer einmal eine Cremeschnitte verzehrt hat, weiß, dass ein Schneiden danach unmöglich ist.

Fondant kaufe ich beim Konditor, da hört sich auch bei mir der Spaß auf. Diesen habe ich erwärmt, noch etwas Wasser dazugegeben und auf die oberen Blätterteigplatten verteilt.

Dann kommt die Cremeschnitte in den Kühlschrank, wo die Creme dann erst richtig stockt.

Es ist sicher nicht das letzte Mal, dass ich diese Süßspeise fabriziere, denn sie zergeht einem auf der Zunge.

Und wieder einmal hat sich gezeigt, dass Norbert mein Retter in der Not ist. Wenn er nicht gewesen wäre, der mir sämtliche Ausbrüche der Creme gestoppt hätte, dann wäre die gesamte Geschichte sicher im Kompostkübel gelandet.

27.01.11

Südtiroler Scheiterhaufen

Na, zum Glück sind die Zeiten mit den richtigen Scheiterhaufen vorbei. Heute kann ich leider mit keiner Geschichte aufwarten, wie dieses Gericht zu seinem Namen kam. Pure Vermutungen besagen, dass das Brot, so aufgeschichtet, einem Holzhaufen ähnelt. Sicher ist, dass hier wieder einmal spitzfindige Bäuerinnen aus Resten ein Gericht gezaubert haben.
Das ist Küche, welche zu Hause gekocht wird. So etwas bekommt man in keinem Restaurant. Ich verwende ein wenig andere Zutaten, als im Original, dafür ist er auch viel besser (augenzwinker);)

Scheiterhaufen

Zutaten für 4 Personen:

  • 3 Krapflen oder 5 Semmeln vom Vortag
  • 4 große Äpfel
  • 125 g Mascarpone
  • 1/2 l Milch
  • 1 Naturjogurt
  • 4 Eier
  • 6 EL Zucker
  • 1/2 TL Zimt
  • Abrieb einer Biozitrone
  1. Als erstes wird der Backofen auf 200° Heißluft vorgeheizt.
  2. Dann schneide ich das Brot in Scheiben, schäle die Äpfel und schneide auch sie mit dem Hobel in nicht zu dünne Scheiben.


  3. Ich buttere ein "Reinl" (feuerfeste Form) aus und schichte das Brot wie Dachziegel als erste Schicht hinein, eben wie Holz auf einen Scheiterschaufen.
  4. Darauf kommt dann eine Schicht gehobelte Äpfel.
  5. Ich mische den Zucker mit dem Zimt und etwas von der Zitronenschale und streue einen Teil über die Apfelscheiben.
  6. Jetzt ist wieder eine Schicht Brot an der Reihe. Den Scheiterhaufen schichten bis kein Holz , äh, Brot und Äpfel, übrig sind. Die oberste Schicht sollte allerdings Brot sein.


  7. Ich verrühre mit dem Schneebesen Mascarpone, Jogurt, Milch und Eier und verteile diese Mischung gleichmäßig über den Scheiterhaufen.
  8. Ich decke das "Reinl" mit einem Silicondeckel ab und schiebe es in die Mitte des Ofens.
  9. Nach 20 Minuten nehme ich den Deckel ab, schalte die Temperatur auf 180° zurück und hole ihn, falls ich nicht einen echten Scheiterhaufen will, nach 20 Minuten aus dem Ofen.

Das wäre für heute schon alles. Ihr habt einen echten Scheiterhaufen vor euch. Dies ist wieder einmal ein Gericht, das ich unter anderem in meinem, mit Hand geschriebenem, Kochbuch verewigt habe. Da aber von mir, immer wieder Notizen darüber, daneben, darunter hingekritzelt worden sind, ist kein Mensch, außer mir, im Stande, dieses Rezept nachzukochen (was ja von meinem Nachwuchs schon beanstandet wurde). Jetzt hat es die Nachwelt hier in Schönschrift!

22.03.10

Kaiserschmarren


Warum heißt der Kaiserschmarren, Kaiserschmarren? Warum sagen wir auch zum dummen Geschwätz: so ein Schmarren? Es ist sicher dieses aus mehreren Zutaten zusammen gemixte Gericht, welches durch backen und zerreißen, ständigem hin und her drehen zu einem Schmarren wird. So wie auch häufig beim dummen Geschwätz, kommt durch das hin und her nichts Gescheites heraus. Irgend ein Kaiser wird schon einen kaiserlichen Schmarren von sich gegeben haben und dann ist ein Kaiserschmarren herausgekommen.
Ich habe wirklich keine Ahnung! Hier könnt ihr einiges nachlesen.
Auf alle Fälle ist es eine schnelle und leckere Angelegenheit, die bei uns häufig auf den Tisch kommt.
Fragt mich aber nicht nach einem genauen Rezept, das habe ich nicht.
Ich wiege nie etwas, messe keine Milch, ich weiß wie der Teig sein sollte, das ist alles.
Trotzdem versuche ich Euch so gut wie möglich zu erklären, wie man einen Kaiserschmarren herstellt.
Voraussetzung sind frische Eier. Ich nehme für uns vier, 3 Stück.
Mein Kaiserschmarren wird mit 2/3 Weissmehl und 1/3 Vollkornmehl (Dinkel oder Weizen, was ich gerade zwischen die Hände kriege) gemacht. Ich würde sagen so 300 g insgesamt.
Kann auch viel sein, aber das ist nicht schlimm, ich habe eine gute Verwertung mit dem Rest der übrig bleibt.
Ich mische die Mehle, mittels eines Schneebesens, mit einer kräftigen Prise Salz und schütte soviel Milch dazu, dass ein dünnflüssiger Teig entsteht, könnte ein halbes Liter genügen. Ihr müsst euch vorstellen können, den Teig in die Pfanne einfließen zu lassen. Dabei darf man nicht vergessen, dass Vollkornmehl auch noch während des Quellens, noch Flüssigkeit aufsaugt.
Jetzt rühre ich solange bis kein Knöllchen mehr übrig ist und eine homogene Masse entstanden ist.
Der Teig muss jetzt quellen, die Schalenteile vom Vollkornmehl müssen sich voll Flüssigkeit saugen können, sonst kriegt man beim Essen die harte Schale zwischen den Zähnen und das ist auch nicht gut.
Aber auch Teige mit bloßem Weißmehl müssen quellen können, sonst hat man nicht das optimale Ergebnis.
Also mindestens 20 Minuten stehen lassen. Ich rühre den Mehlteig schon meistens morgens an, decke ihn ab und lasse ihn bis mittags stehen.
Kurz vor dem Zubereiten, schlage ich die 3 Eier in eine Schüsselchen und verquirle sie. Auch den Mehlteig rühre ich noch einmal kräftig unter, falls er zu zäh sein sollte, gebe ich noch Milch dazu. Durch dieses Rühren, bringe ich Luft in den Teig. Dann gebe ich die Eier in die Mehlmasse und rühre sie vorsichtig ein, nicht zu lange sonst wird der Schmarren danach zäh.
Ich erhitze eine Stahlpfanne und gebe dann ein Stückchen Butterschmalz dazu. Wie ich den Butterschmalz herstelle habe ich hier beschrieben.

Dann schütte ich reichlich Teig in die Mitte der Pfanne. Es soll ja ein Schmarren werden und kein Omelett. Ich schalte die Hitze zurück. Der Teig muss sich am Boden schön bräunen, aber er muss auch fast zur Gänze fest werden, sonst kann ich ihn schwer umdrehen.
Ich fahre mit einer Backschaufel um den Rand dieses Omeletts, um sicher zu sein, dass es nirgends anbäckt.

Sobald es ziemlich fest ist, drehe ich es um und beginne sofort mit dem Zerreißen des Teiges. Dazu nehme ich zwei Gabeln.
Ich drehe den Schmarren solang in der Pfanne, bis er eine schöne Bräunung hat.
Dann sofort auf den Teller und mit Puderzucker bestäuben.

Dazu gehört natürlich Preiselbeermarmelade und wer mag und hat, verschiedene Kompotte.
Aber auch ein Apfelmus ist nicht von der Hand zu weisen.
Dabei mixe ich das Apfelmus ganz zum Schluss mit dem Pürierstab, damit es ganz fein wird.
Schmarren mit geschlagenem Eiweiß erinnert mich eher an ein Soufflé. Mit dem Aufschlagen der Eier und dem leichten Unterheben, erzielt man einen ähnlichen Effekt, der Schmarren wird sehr locker.
Wenn ich Teig übrig habe, gebe ich fein geschnittenes Schnittlauch in den Teig und backe dünne Omeletten. Diese werden dann zu Frittaten geschnitten und abends gibt es Frittaten-Suppe.

19.10.09

Kastanienherzen

Gestern hat das Meraner Traubenfest stattgefunden. Ich war einmal dort, als Kind. Es ist wunderschön und sehr konzentriert, was Trachten und Brauchtum angeht, aber es ist viel zu viel los. Wir haben es vorgezogen zum Kastanienfest nach Völlan zu wandern. Dort haben wir die guten Tisner Kastanien zu essen bekommen.


Sie werden in einer mit Löchern versehenen Eisenpfanne, direkt über dem offenen Feuer gebraten. Man muss sie vorher mit einem scharfen Messer einritzen, damit sie nicht platzen und während dem Braten ständig die Pfanne rütteln, damit sie von allen Seiten geröstet werden. Wenn wir Kastanien braten, lassen wir immer ein paar ganze Kastanien in die Pfanne fallen. Dann ist das immer eine Hetz (Spaß), wenn die dann explodieren und einem um die Ohren fliegen, vorallem für die Kinder.

Man kann mit den Kastanien aber auch allerhand feines zubereiten. Dieses Rezept ist eines meiner absoluten Favoriten. Für uns gibt es diese Delikatesse nur kurze Zeit. Man braucht allerdings gutes Werkzeug, in diesem Fall eine gute Passiermaschine. Andernfalls ist man fast nicht im Stande die Kastanien durch zu passieren.


Zutaten:

500 g Kastanienmasse (bei guter Qualität erhält man diese, aus 1/2 kg Kastanien)
200 g Staubzucker
250 g dunkle Kuvertüre
20 g Kokosfett


1 Kastanien, mit viel Wasser bedeckt, im Schnellkochtopf beim 2. Ring 30 Minuten
kochen, und im Topf ganz abkühlen lassen. Die Kastanien müssen sich voll Wasser saugen können.

2 Kastanien schälen, in dem man sie längs halbiert und dann aus der Schale heraus drückt.

3 In die Passiermaschine zuerst die grobe Scheibe einsetzen und die Kastanien durch passieren.
Danach diese Masse nochmals durch die mittlere Scheibe drehen.

4 Nun die Kastanienmasse mit dem Staubzucker mischen. Wenn diese Masse zu nass
wirkt, auf keinen Fall noch Staubzucker dazugeben, da die Masse nur noch nässer wird.

5 Damit sie trockener wird und besser zu verarbeiten geht, muss man diese Masse mehrere
Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

6 Die zerkleinerte Kuvertüre und das Kokosfett auf niederer Temperatur schmelzen
(max. 33° C). Das geht in einem flachen Teller am Besten, weil die Schokolade nicht so tief unten in einer Schüssel ist. Aus der Kastanienmasse Herzen formen, in die breite Seite eine
Gabel stechen, mit Kuvertüre überziehen und auf Backpapier ausgelegen.

7 Wieder etwas kühl stellen und mit geschlagener Sahne servieren.

Ich schneide das Backpapier für die Größe einer Frischhaltedose zu und lege die Herzen direkt in die Dose. Wenn notwendig mache ich eine zweite Schicht: zuerst nochmals Backpapier und nochmal Kastanienherzen drauf. Wie ihr seht mach ich sie eher klein, damit man länger was davon hat. Von der durchpassierten Kastanienmasse behalte ich mir wenig zurück und dekoriere damit die Herzen vor dem Servieren.

Die passierte Kastanienmasse lässt sich sehr gut gefrieren. Zum Wiederverwenden einfach aus dem Kühlfach nehmen, bei Zimmertemperatur auftauen lassen und weiter verarbeiten wie beschrieben.

Wem´s schmeckt kann in die fertige Masse einen Schuss Rum einarbeiten. Aber Vorsicht, die Masse wird dadurch nässer.

24.09.09

Muffins mit Käsefülle

Heute gibt es wieder einmal was Süßes. Muffins sind was für Leute die nicht viel Zeit haben, aber trotzdem was Gutes aus dem Ofen haben möchten. Schnell gemacht, saftig und auch schnell verschlungen, weil sie so gut schmecken. Ihr werdet staunen.










Zutaten für ca. 12 Muffins:

  • 260 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • Abrieb von einer unbehandelten Orange
  • 1 Ei
  • 120 g Zucker

  • 80 ml neutrales Öl
  • 200 ml Milch

  • Marmelade nach Wahl

  • 100 g Frischkäse (z.B.Philadelphia)

  • 2 TL Staubzucker

  • 50 g grob gehackte Haselnüsse

  1. Den Backofen auf 180° Ober-Unterhitze vorheizen. Die Vertiefungen eines Muffinblechs einfetten oder Papierförmchen hineinsetzen.

  2. Den Frischkäse mit dem Staubzucker verrühren und bereitstellen.

  3. In einer Schüssel das Mehl mit dem Backpulver und der Orangenschale mischen.

  4. Das Ei mit dem Zucker schaumig aufschlagen. Öl und Milch zufügen und gut verrühren.

  5. Mehlmischung und Eimischung mit einem Kochlöffel locker unterheben.

  6. Die Vertiefungen des Muffinsbleches mit jeweils einem Eßlöffel Teig füllen. 1 Teelöffel Frischkäse und 1 Teelöffel der gewählten Marmelade daraufgeben und den restlichen Teig auffüllen.

  7. Die gehackten Haselnüsse darüberstreuen und im Backofen auf der mittleren Schiene 25-30 Minuten backen.

Im Blech etwas auskühlen lassen. Wenn Papier-Förmchen genommen worden sind, dann ist das Herausnehmen sowieso kein Problem. Sonst drehe ich sie eher heraus.

Falls Ihr nur ein Blech habt und eventuell Teig übrig geblieben ist, dann kann dieser ohne Schaden warten, bis die erste Runde gebacken ist. Wenn keine Papier-Förmchen genommen werden, dann nochmals einfetten.

So etwas Einfaches könnt Ihr schon Kindern zumuten. Man weckt das Interesse am Kochen und Backen sicher schon im Kindesalter.


Heute übersetze ich mein Rezept noch für meine italienischen Freunde. Specialmente per la mia cara vicina Luisa. É una ricetta semplice ma molto buona!

Ingredienti per 12 muffin:

  • 260 g farina

  • 2 cucchiaini di lievito in polvere

  • la buccia grattugiata di un`arancia non trattata

  • 1 uovo

  • 120 g zucchero

  • 80 ml oglio neutro

  • 200 ml latte

  • marmellata a scelta

  • 100 g formaggio fresco (per esempio Philadelphia)

  • 2 chucciaini di zucchero a velo

  • 50 g nocciole trittate grossolamente

  1. Prescaldate il forno a 180°. Distribuite le pirottine di carta negli stampi da muffin.

  2. Mescolate lo zucchero a velo con il formaggio e metete da parte.

  3. Mettete insieme la farina, il lievito e la buccia d´arancio e mischiate bene.

  4. Montate l´uovo e lo zucchero con le fruste elettriche, finché diventa una crema soffice. Agiungete l´oglio e il latte.

  5. Incorporate all´uovo la farina mescolando con un cucchiaio per cucina.

  6. Riempite ogni buco dello stampo con un cucchiaio di pasta, poi un cucchiaino di formaggio e un cucchiaino di marmellata. Distribuite il resto dell`impasto.

  7. Distribuite le nocciole trittate sulla superfice e cuocete i muffin ca. 25-30 minuti.

Lascate intiepidire i muffin nello stampo e godetevi questa ricetta facilissima.



13.07.09

Vanillecreme mit Erdbeerkompott und karamellisiertem Blätterteig














Zutaten für 4 Personen:

Für die Vanillecreme:

  • 300 ml Milch
  • etwas Vanillemark
  • 4 Eigelbe
  • 50 g Zucker
  • 1/2 ML (Mokkalöffel) Mehl
  • 1/2 ML Speisestärke

Für das Erdbeerkompott:

  • 200 g Erdbeeren
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 70 g Zucker
  • 125 g Himbeeren

Für die Blätterteigecken:

  • 100 g Blätterteig
  • 20 g Butterschmalz oder zerlassene Butter
  • etwas Vanillemark
  • Puderzucker

  1. Erdbeeren waschen, Stielansatz entfernen und vierteln.
  2. Himbeeren waschen, mit dem Pürierstab kurz mixen und dann durch ein Sieb streichen.
    Erdbeeren mit der Himbeersauce mischen und kühl stellen.
  3. Für die Vanillecreme Milch und Vanillemark aufkochen. Eigelbe und Zucker in einem
    Topf schaumig rühren, Mehl und Speisestärke hinein sieben und unterziehen.
  4. Unter ständigem Rühren die heiße Milch dazugießen und bis kurz vor den Siedepunkt
    erhitzen. Auf keinen Fall kochen.
  5. In eine Schale umfüllen und mit Klarsichtfolie abdecken, damit sich keine Haut bildet.
    Auskühlen lassen.
  6. Blätterteig wenn notwendig ausrollen. Den geschmolzenen, aber nicht mehr heißen
    Butterschmalz mit etwas Vanillemark verrühren und den Blätterteig damit bestreichen.
    Dick mit Puderzucker bestreuen und in Dreiecke schneiden. Auf ein mit Backpapier
    ausgelegtes Backblech legen und 20 Minuten kalt stellen.
  7. Inzwischen den Backofen auf 180° vorheizen.
  8. Die Blätterteigdreiecke in ca. 12 Minuten goldgelb backen, herausnehmen und abkühlen
    lassen.
  9. Vanillecreme und Erdbeerkompott abwechselnd in Gläser schichten und mit
    den Blätterteigecken servieren.

Hier eine einfache Methode Butterschmalz herzustellen:


750 g Butter

Die Butter in einem weiten Topf auf der niedersten Stufe des Herdes schmelzen.
Die geschmolzene Butter ganz leicht ca. 45 Minuten köcheln lassen, aber nicht kochen,
weil sie sonst ins bräunliche verfärbt.
Das Wasser soll dabei aus der Butter herausdampfen, die Eiweissbestandteile am Topfboden zusammenklumpen.
Man kann das Ganze immer wieder mit einem Kochlöffel leicht umrühren.
Das Butterschmalz ist fertig, wenn kein Wasser mehr verdampft. Dann wird das Butterschmalz durch ein Tuch gesiebt. Nach dem Abkühlen ist die Konsistenz wieder wie Butter.
Die Eiweissklümpchen können z.B. in Fleischkrapflen verarbeiten werden. Sie sind nicht lange haltbar.

Butterschmalz läßt sich erhitzen und verbrennt nicht. Es eignet sich gut für Omletten, Schmarren, Röstkartoffeln usw. Mit dieser Menge Butterschmalz komme ich mehrere Monate aus.

28.04.09

Apfelsorbet, Kokossuppe und Holunderblütenschaum


















Zutaten für 6 Personen:

  • Für die Kokossuppe:
  • 50 g Zucker
  • 1 EL Zitronensaft
  • Vanille
  • 400 ml Kokosmilch
  • 3 TL Speisestärke
  • 25 g gehobelte Schokolade

  • Für das Apfelsorbet:
  • 500 ml Apfelsaft
  • Saft von 1 Orange
  • 2 EL Zucker
  • 2 Blatt Gelatine

  • Für den Holunderblütenschaum:
  • 70 ml Holundersirup
  • 200 ml Sahne
  • 1 Blatt Gelatine
  • 1 Schale Himbeeren

  1. Für die Kokossuppe den Zucker in einem Topf leicht karamellisieren und mit dem Zitronensaft mischen. Kokosmilch mit der Speisestärke mischen, aufgießen und Vanille dazugeben. 10 Minuten köcheln lassen. Anschließend gut kühlen.
  2. Für das Apfelsorbet die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Orangensaft erwärmen, den Zucker und die ausgedrückte Gelatine darin auflösen. Mit dem Apfelsaft mischen und mindestens 2-3 Stunden in das Gefrierfach geben.
  3. Für den Holunderblütenschaum das Blatt Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Holundersirup erwärmen, ausgedrückte Gelatine darin auflösen und mit 90 ml Wasser mischen. Ebenfalls kalt stellen und ab und zu rühren.
  4. Sobald der Holundersaft fest wird, die Sahne schlagen und mit dem Handrührgerät gut unterrühren. Nochmals kalt stellen. Unter die Kokossuppe die gehobelte Schokolade heben.
  5. Himbeeren verlesen und in hohe Gläser verteilen. Apfelsorbet gut aufrühren.
  6. Abwechselnd kalte Kokossuppe, dann Apfelsorbet und zum Schluss Holunderblütenschaum über die Himbeeren in die Gläser füllen.