Artischocken auf sizilianische Art!
Voller Treiben und Leben sind die Mercati auf Sizilien. Allen voran der Mercato Ballarò. In diesem alten arabisch-jüdischen Viertel Palermos ist der Markt der einfachen Leute. Gleich gefolgt wird er von den Mercati Capo und Vucceria. Hier drängen sich Hunderte von Gemüseständen, werden Nischen in Kirchenportalen und Ruinen als Verkaufsplätze genutzt. Hier erschallen sie noch, die konkurrierenden Rufe der Händler. Nur Bilder mit Tonspur erfassen die wahre Faszination dieses Marktes. Abbanniata heisst dieser Gesang, der klingt wie eine Mischung aus sizilianischer Canta storia und dem Ruf eines Muezzins.
Es ist eine Lobpreisung des Produkts: Wie unvergleichlich diese Artischocken sind, wo sie herkommen, wer sie verkauft, und natürlich wird der Preis gleich mitgesungen. Belle, belle carciofi, carciofi di Ciccio, carciofi di Alcamo, 80 Cent, u kilu. Dann hebt auf der anderen Seite der Konkurrent zu seiner Arie an. Meine Artischocken sind kleiner und selbstverständlich aus heimischen Gärten und 10 Cent billiger. Hausfrauen halten die Tüten auf und der Verkäufer hackt die Artischockenknospen mit einem grossen Messer ab, direkt in die Tüte, und singt dabei aus Leibeskräften. Der nächste preist seine Fave-Bohnen an, gleich daneben herrliche Berge von grünem Blumenkohl.
Heute aber sind die Carciofi dran.
Das zu erleben ist einfach wundervoll.
Frische Disteln, wie aus dem Bilderbuch.
Ob mit Gemüse....
oder mit Pasta.....
oder gebraten mit Knoblauch.
Buon Appetito!







