Kalbs-Herz habe ich schon öfter gegessen, aber Rinder-Herz? Ist das nicht was für den Hund??
Ich gebe zu, ich war zunächst skeptisch ein Rinder-Herz zuzubereiten.
Aber als es schön in Scheiben geschnitten da lag, sah es doch ganz appetitlich aus.
Mit Polenta als Begleitung hatte ich es mir gedacht. Polenta deshalb, weil sie schnell fertig ist und kein langes Kartoffelschälen von Nöten ist.
Die vorgekochte Polenta mit Brühe gekocht -ich hatte Hühnerbrühe- schmeckt wirklich köstlich.
Die Polenta habe ich fest werden lassen, dann in Rauten geschnitten und in Olivenöl mit Salbeiblättchen angebraten.
Ich gestehe, ich habe noch nie andere Polenta zubereitet. Also die, welche stundenlang geschüttelt, gerührt und gekocht werden muss.
Vielleicht habe ich da ja auch etwas verpasst, ich weiß es nicht
Und ein Pilz- Ragout. Falls uns das Herz doch nicht mundet, so dachte ich, werden wir auch herzlos satt und glücklich.
Die braunen Champignons mit Zwiebeln und Knoblauch anbraten, dunklen Kalbs-Fond und wenig Sahne dazu -man achtet ja auf Kalorien-, mit Salz, Pfeffer und Chili abschmecken. Grobgehackte, glatte Petersilie dazu, fertig.
Was soll ich sagen, das Herz schmeckte gut. Es erinnert etwas an Wild. Reines mageres Muskelfleisch, hatte noch Biss und war trotzdem zart. Das wird es öfter bei uns geben.
Mit einem dicken Tropfen reduzierten, dunklen Kalbs-Fond (Zubereitung klick hier) am Tellerrand genossen wir unser Herz.
Buon Appetito!




