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Samstag, 1. Dezember 2012

Wursterei im Romantik-Hotel-Restaurant Spielweg!


Es ist schon eine Weile her. Anfang November war es, oder  "Der Wurstkurs" in Münstertal im Hotel Spielweg bei Karl-Josef Fuchs. Es war eine grandiose Veranstaltung  
Über zwanzig Wurstinterresierte - die meisten darunter waren Jäger - nahmen daran teil.
Wir haben stundenlang gewurstet und verwurstet und zum Schluss - als Belohnung - haben wir die frischen Bratwürste gleich im Stehen verspeist. Ach so: die Gläser, Würste und Terrinen, alles was verschlossen war aus unserer eigenen Herstellung, haben wir mit nachhause genommen.
Mensch war ich stolz.
Die meisten Fotos, die ich hier in eine Collage verwurstet habe, bekam ich zugeschickt von Mitverwurstern - zum Glück -, ich war doch die meiste Zeit mit beiden Händen mittendrin, in der Wurst.

Da ich Probleme mit der Technik hatte - welch Wunder -, hat es einfach länger gedauert mit der Fotoverarbeitung und so komme ich erst jetzt dazu, zu posten.

Auf den Fotos unten, mit den einzelnen Tellern, habe ich die jeweiligen Leckereien auf meine Art serviert und interpretiert.
Peu a peu haben wir diese Köstlichkeiten zuhause genossen, es waren große Festtage.




Hirschparfait mit Gewürztraminer-Gelee


Presskopf "Spice Market" mit Bratkartoffeln und Estragonmayonnaise



Sülze von Hirsch und Wildschwein, Rote Bete- und Kartoffelwürfel mit Senf-Dipp



Wild Patè de la Campagne


Bauern(brat)wurst, leicht angeräuchert


Dreierlei Bratwürstle: vom Wild(schwein) Thüringer Art, 
Salsiccia die toskanische, 
Schwarzwälder Wild-Bratwusrt


Hausmacher Blutwurst mit Rotwildherzen

Einzig und allein dieses Glas mit Blutwurst ist noch vorrätig, wir mussten einfach mal eine Wurst-Pause einlegen. Mit etwas Abstand dann wird sie zu einer Vesper weggeputzt.

Die Bezeichnungen der Köstlichkeiten habe ich eins zu eins von Herrn K.J. Fuchs übernommen, genauso wie alle Rezepte.

Herzlichen Dank dafür lieber Herr Fuchs!

Sonntag, 27. Mai 2012

Kulinarische Notizen aus Sizilien IV, Salsicce!


Drei Dinge braucht die Frau....SalsicceFenchelbratwurst,


Fave, Dickebohnen,


Und Zucchine, lunga lunga.



Vorsicht, nicht zu verwechseln mit bunga bunga! Wobei, wenn ich an glücklich sein denke, aber nein, tse, wo sind wir denn hier.
Jedenfalls war diese Zucchina so lang, dass sie nicht aufs Foto passte. Sie machte ihrem Namen alle Ehre.


Mit den Fave beginnen, weil die Zubereitung etwas Zeit in Anspruch nimmt. Genaue Anleitung ist hier nachzulesen.
Sind die Fave gedöppt, blanchiert und gepellt, mit der Zucchina, Knoblauch, Zwiebeln, Zitronenschale und Chili in Olivenöl andünsten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Tomate hatte ich weg gelassen, da schon genug Säure durch die Zitronenschale dabei war.
Die Salsicce in Olivenöl braten, nach dem ersten Wenden den Saft einer Zitrone dazu geben und schmurgeln lassen, bis sie gar ist. Immer wieder wenden, damit das Zitronenaroma schön einzieht.
Das Gemüse hat nun einen frischen Geschmack durch die Zitronenschale und die Salsicce durch den Zitronensaft. Ein rechtes Essen für die Sommerzeit.
Dazu gab es zwei Tage altes Brot, ich hatte mal wieder vergessen frisches zu kaufen, welches ich kurz in der Pfanne angeröstet habe.

Buon Appetito!

Samstag, 1. Januar 2011

Ein frohes, neues Jahr 2011!


Unser Silvesteressen, wie es schon Tradition ist. 
Cotechino mit Linsen und Polenta. Näheres dazu könnt Ihr bei Jutta  Lorbeerkrone nachlesen.

Kurz nach 24.00 h  gab es dann diese köstliche Hühnerbrühe, in diesem besonderen Fall mit Blattgold. 
Aber nur, weil mich die Sendung Lafer, Lichter, Lecker daran erinnerte, dass ich noch Gold im Safe hatte.
Boah, dass hört sich jetzt dekadent an, ist aber garnicht so gemeint. Dieses Gold hatte ich mal vor Jahren gekauft, für eine ganz andere Verwendung. Jetzt erinnerte ich mich wieder daran.


Neujahrsstund hat Gold im Mund, oder der frühe Vogel fängt den Goldfisch, oder Blattgold am Morgen bringt hoffentlich keine Sorgen, oder Gold am Morgen ist aller Laster Anfang!

Buon Appetito!

Freitag, 17. Dezember 2010

Das Jahr ist um!



Damit meine ich jetzt nicht das Jahr 2010, obwohl, das war doch das Kulturhauptstadtjahr. Dieses Ende  könnte ich schon fast mit einflechten, da spare ich mir weitere Kommentare diesbezüglich.

Nein, das Jahr des Pfälzerweines meine ich, mit dem für uns dazugehörigen schönen, frischen Saumagen, den unsere holde Winzerin uns einmal im Jahr mit dem Riesling mitschickt.
Ist schon eine gute, alte Tradition und immer wieder lecker.

Das embryonale Etwas erstmal in Scheiben geschnitten. Ist das nicht auch ein Slow Food Exemplar?
Den grössten Teil eingefroren für schlechte Zeiten.
Natürlich haben wir auch gleich zugeschlagen. Die Ecken gleich so im Stehen kalt gegessen.

Die nächsten Scheiben angebraten und mit Sauerkraut und Senf verzehrt, wie es sich gehört.

Passend zu dem etwas deftigerem Essen haben wir uns zum Abschluss einen kleinen Klaren gegönnt.
Hat die Winzerin freundlicherweise gleich mitgeliefert.


Und dann haben wir erstmal einen Mittagsschlaf gemacht.

Puh...ich glaube, wir werden alt. Aber Hauptsache gesund.



Hicks...!

Sonntag, 27. Juni 2010

Ich war reif für die Insel!


Zur Einstimmung auf Mallorca hatte ich am Vorabend der Abreise iberische Blutwurst zubereitet.
Da hatte ich nicht viel Arbeit damit und genügend Zeit zum Kofferpacken.
Was aber noch viel wichtiger war, der Herr Geschmacksache sollte noch einmal gut essen, bevor ich ihn verließ.


Die Wurst kaufte ich fertig, also nur in die Pfanne damit und ganz sanft gebraten.
Den Apfel mit Schale in Scheibchen geschnitten und in Butter mit wenig Zucker karamelisiert.
Die Kartoffeln, nicht zuviele, in Würfel geschnitten und in Olivenöl gebraten. 


Dazu ein Wein aus Zaragoza!
Hasta la vista Baby, sono io ante portas!

Montag, 31. Mai 2010

Der Signora ihre Salsiccia!



Bei einem Besuch beim Italiener, auf gut deutsch im "Negozio di generi alimentari", kaufte ich mal wieder die leckere Salsiccia fresca. Das ist diese köstliche frische Bratwurst  -die wahrscheinlich jeder aus Italien kennt-, die mit Fenchelsamen gewürzt ist. Sie wird hier im Negozio noch von der Signora Coniglio, Mutter des Salvatore gen. Toto, selbst gemacht. Immer zum Wochenende liegt die Salsiccia in der Kühltheke.

Da kommt bei mir schon wieder Fernweh nach Sizilien auf.
Beim gemeinsamen Kochen  im Hinterland Siziliens mit Freunden  steuerte stets jeder etwas dazu bei, was wir dann zubereiteten. Michele brachte gerne Salsiccia und seinen eigenen Rotwein mit. Er bestand auch darauf, die Wurst selbst zu braten. Und zwar tat er das, indem er mit seinem Wein ablöschte.

Der Genießer hatte auch mal über Bratwurst mit Wein berichtet, das könnt Ihr hier nachlesen.

Zuerst mussten wir Micheles Wein aber verkosten, er war ganz stolz auf diesen Tropfen. Mir war allerdings schnell klar, warum der in die Pfanne musste. Es war mir nur zu recht, denn für mich schmeckte er nach nassem Keller oder nassen Lappen.
Vielleicht ist ja auch so das Rezept entstanden, weil der Wein weg musste. Wer weiß!!


Die erste Wurst aßen wir gleich im Stehen, schön angebraten und dann mit meinem eigenem  Senf


Die anderen Würste verarbeitete ich zu einem Pastasugo und zwar so:

Die Zutaten:

pro Person eine Salsiccia, der Herr Geschmacksache isst gerne auch mal zwei
1 Fenchelknolle
ein paar Cherry Tomaten, das Auge isst ja bekanntlich mit
frischen Knoblauch nach Gusto
einen guten Schluck Wein, ich nahm weißen
Pfeffer, Chili, Zucker
Pasta, z. B. Pici
Pecorino stagionato, gerieben
Salz nur zum Kochen der Pasta, die Wurst ist gut gewürzt


Zuerst das Wasser aufsetzen und die Pasta kochen. Die Pici brauchen 20 Min. Kochzeit.


Inzwischen die Salsiccia aus der Pelle in kleine Bällchen drücken und in Olivenöl sanft anbraten. Knoblauch und Chili dazugeben und weiterbraten.


 Mit Wein ablöschen, etwas reduzieren lassen. Dann erst die Tomaten dazugeben, sie sollen nicht zerkochen.


Den Fenchel in Streifen schneiden und mit wenig Zucker in Öl anbraten, salzen und pfeffern.
 
Die Pasta abgießen, mit dem Sugo vermischen. Evtl. etwas Kochwasser dazugeben, falls zuwenig Flüssigkeit vorhanden ist, und mit geriebenem Pecorino servieren. Der Herr Geschmacksache verzichtet in diesem Fall auf den Käse und hält sich lieber an die Salsiccia.


Da könnte ich mich reinlegen, buon Appetito!

Dienstag, 6. April 2010

Österliche Nachhut, Teil 1!


Als Vorsuppe zum Ostermenü gab es bei uns eine Caldo verde.
-In Portugal heißt es der Caldo verde, aber ich beziehe mich hier auf die Suppe. Es heißt ja in Portugal richtigerweise auch der Algarve, aber das sagt hier ebenfalls niemand.-


Sie, also die Caldo verde, wird mit einem grünen Kohl zubereitet, den es hier bei uns nicht gibt, den Couve Galega. Das ist eine Rapsart.
Es gibt aber, wie bei Allem, eine gute Ersatzmöglichkeit. Ich nehme dafür junge, frische Kohlrabiblätter. Die wiederum bekommt man am besten im Frühling, daher passt diese Suppe also gut zu Ostern. Später im Jahr sind sowohl die Kohlrabi als auch die Blätter zu groß und dadurch nicht mehr zart genug.


Wenn es dann doch keine frischen Kohlrabiblätter geben sollte, bleibt immer noch der Gang zum portugiesischen Lebensmittelgeschäft. Dort bekommt man eine sehr gute TK-Variante des Kohls.

Übrigens, die Kohlrabi-Knollen begleiteten neben Möhren und Bohnen später den Hauptgang, welches natürlich eine Lammkeule war.


Nun zur Suppe

Für vier Personen brauchte ich etwa 600 g  Kartoffeln. Ich hatte Linda im Haus, und das war auch gut so.
Hühnerbrühe, die hatte ich noch im Froster
300 g Kohlrabiblätter
Salz, Pfeffer, Olivenöl
Zwiebel und Knoblauch
1 Chouriço



Zwiebel und Knoblauch in Olivenöl andünsten. Kartoffeln schälen, würfeln und dazu geben. Mit Hühnerbrühe auffüllen, salzen -Vorsicht, die Brühe ist schon gewürzt!-, pfeffern und 10 Min. köcheln lassen.
In der Zwischenzeit die gewaschenen Kohlrabiblätter hauchfein schneiden und blanchieren. Ganz fein (siehe oben), das muss sein, sonst wird die Suppe zu rustikal.


Sind die Kartoffeln weich, werden sie entweder zerstampft oder mit dem Zauberstab püriert.
Abschmecken, der Geschmack wird jetzt bestimmt.



Zum Schluss kommen die feinen Kohlrabistreifen dazu. Sie brauchen nur noch erwärmt zu werden.
Zum Anrichten -in Portugal natürlich in der Sopinha, eine Tonschale- die dünn geschnittene Chouriço in den Teller legen, mit heißer Suppe auffüllen und mit einem Faden feinsten Olivenöls krönen.


In Portugal kochte man die Caldo verde mit Wasser und nicht mit Brühe. Das war immer ein Armeleute-Essen. Es gab und gibt auch heute noch in Portugal in einfachen Restaurants die Suppe mit nur einer dünnen Scheibe Chouriço. Da half es dann, wenn man zum Schluss etwas Olivenöl darüber träufelte, um etwas mehr Geschmack daran zu bekommen.

Bom Proveito!

Freitag, 12. Februar 2010

Saumagen mit Sauerkraut!


Immer noch Winter, das trifft sich gut. Wir haben von der Winzerin unseres Vertrauens mit der letzten Weinlieferung  wieder einen frischen Saumagen bekommen. Sieht ja schon recht embryonal aus dieser Koloss. Jetzt war also Schlachtfest.!
Am schönsten ist es natürlich, den ganzen Saumagen im Backofen aufzubacken und im Kreise von acht bis zehn Leuten zu vertilgen. Das ergab sich jetzt aber nicht. So habe ich ein paar Scheiben abgeschnitten, in der Pfanne gebraten und mit Sauerkraut serviert.


Das braucht man:
500 g Sauerkraut, ist für zwei Personen etwas zuviel, aber so hat man einen kleinen Rest
1 Zwiebel, 1Knoblauchzehe
Gänseschmalz
Lorbeerblatt, Wacholderbeeren
Riesling
Zucker, Salz und Pfeffer
Serviettenknödel, Brot, Senf

Für das Sauerkraut:  Zwiebel, Knoblauch und Zucker in Gänseschmalz andünsten. Das Sauerkraut mit dem Lorbeerblatt und den angequetschten Wacholderbeeren dazu geben. Mit Riesling aufgießen und im offenen Topf etwa 20 Min. köcheln lassen. Salzen und pfeffern nach Geschmack. Das Kraut soll gut mit Wein bedeckt sein, dann behält es die schöne helle Farbe und wird im wahrsten Sinne des Wortes zu Weinkraut. Typisch elsässisch.

Die Scheiben vom Saumagen kurz von beiden Seiten anbraten, nur etwas Farbe nehmen lassen, gar sind sie ja bereits.
Der Herr Geschmacksache isst am liebsten Bratkartoffeln dazu. Es waren aber keine Kartoffeln im Haus und so gab es für ihn nur Brot dazu und viel Senf. Ich hatte noch einen Rest Serviettenknödel vom Vortag, den ich ebenfalls anbriet und dazu aß. Mit einem frischen Riesling, vom Weingut Seibert aus der Pfalz, war es ein großer Genuss.

Freitag, 6. November 2009

Himmel und Erde!

Alles hat ein Ende.........nur diese hat zwei

Ich hatte mal so richtig Bock auf Wurst. Also gab es zu Mittag gebratene Blutwurst. Der Mahlzeitvogel hatte sie plus einer Leberwurst als Gastgeschenk mitgebracht. Solche Freunde kann man gebrauchen. Sein Vater hatte sie selbst verwurstet, alle Achtung! Er ist ja schließlich kein Metzger, sondern Friseur. Ja ja, es gibt schon Kuriositäten.
Ich habe die Blutwurst in fingerdicke Scheiben geschnitten, die Pelle entfernt, die erste Scheibe pur probiert und sie für sehr delikat befunden. Ich habe etwas Piment herausgeschmeckt, köstlich. Diese Wurst hat mich an meine Kindheit erinnert. Wir waren zwar keine Bauern, aber einmal im Jahr wurde trotzdem geschlachtet. Wir Kinder bekamen zu diesem Ereignis sogar schulfrei, das waren noch Zeiten.
Die anderen Scheiben habe ich in Mehl gewendet und in Gänseschmalz ausgebraten. Die Blutwurst schmeckte kalt schon so gut. Ich nahm mir vor, den Rest am Abend zum Brot zu essen, aber es blieb leider nichts übrig. Wie war noch gleich das Sprichwort? In der allergrößten Not...........
Seperat habe ich Streifen von roten Zwiebeln gebraten.
Zur gebratenen Blutwurst gab es ein luftiges Apfelkompott von Boskop Äpfeln, gekocht mit Ingwer, Chili, wenig Zucker und etwas Riesling. Statt Wein kann man natürlich auch etwas Zitronensaft nehmen, die Säure hält das Kompott schön hell.
Gut hätte jetzt Kartoffelpürée gepasst, aber ich hatte nur Bamberger Hörnle ( ich schrieb darüber in meinem Blog vom 10.09.09 ) im Haus, sie sind zu fest zum stampfen.  Aber mit den Zwiebeln waren die Hörnle auch sehr lecker.
Alles zusammen war das dann also das westfälische Himmel und Erde Gericht.
Endstation Wurstsucht!

Buon Appetito!

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