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Donnerstag, 1. September 2011

Hereford T-Bone Steak vom Grill, dem Wetter zum Trotz!


Da war da noch dieses Stück Fleisch im Kühlschrank. Im Fachgeschäft gekauft, einfoliert, wartend auf echtes Grillwetter. Da kannste lange warten in diesem Jahr. Aber gestern dann, morgens bereits einige wenige Sonnenstrahlen gesichtet, war es soweit. Jetzt oder nie. Es war ja der letzte meteorologische Sommertag. Heute beginnt der Herbst.

Zutaten:
  • 1 T-Bone Steak, dieses war knapp 800 g schwer
  • Kartoffeln
  • grobes Salz
  • Pfeffer
  • Rosmarin
  • Olivenöl, in diesem Fall mit Limone
  • Salat
  • Orangensenf


Den Grill gut vorgeheizt bis die Kohle weiß war. Das Fleisch pur, ohne jegliche -womöglich noch quietschgrüne oder pinkrote- Marinade auf dem offenen Grill kurz von beiden Seiten angegrillt.



Die geschälten Kartoffeln mit Salz und Rosmarinnadeln in eine Aluschale unten in die Asche gestellt. Das Steak genau darüber auf den Rost gelegt, damit der Bratensaft schön die Kartoffeln beträufeln konnte.
Klappe zu, will sagen: Deckel zu gemacht. Indirektes Grillen heißt das jetzt neudeutsch.


Nach 20 Minuten war das Steak fertig, also rosa gegart. Und, welch ein Wunder, die Kartoffeln auch, nicht rosa, aber auch gar.

Das Steak würzten wir nur mit grobem Salz, Pfeffer und etwas sehr gutem Olivenöl mit Limone. Gaben noch einen Klacks Orangensenf dazu und aßen die leckeren Kartoffeln und ein paar Salatblätter dazu.
Das Steak war eindeutig der Hauptdarsteller, der Rest nur Beigabe.



Den Orangensenf habe ich nach diesem Grundrezept gemacht, allerdings beim Einmaischen schon Orangensaft und -schale dazugegeben.

Wie stand es doch heute so schön in den alten Bauernregeln: "St. Raimund treibt die Wetter aus".

Da hat er ja noch mal Glück gehabt, der alte Raimund.


Buon Appetito!

Dienstag, 15. März 2011

Senfsprossen auf Salat!




Hier an dieser Stelle möchte ich mal meinen Senf dazugeben:
Die genügsame, vielerorts angebaute Senfpflanze zählt zur Familie der Kreuzblütler (Cruziferen).
Sie ist mit dem Raps verwandt, der im Frühjahr weite Teile unserer Landschaften mit einem gelben Teppich überzieht. Jetzt noch nicht, ist noch zu früh.
Senf selbst zu machen ist ziemlich einfach, macht richtig Spaß, das könnt Ihr hier nachlesen. 
Ob mild oder scharf, süß, sauer oder kräuterwürzig, jeder kann seinen eigenen Lieblingssenf kreieren. Allerdings sollte man mit kleinen Mengen beginnen. Senf bleibt zwar lange haltbar, doch verliert er mit der Zeit an Aroma. 

Bereits die Ägypter, Griechen und Römer kannten den Senf als Würzpulver und nutzten ihn z.B. für das Konservieren von Fleisch. Ein aus dem 4. Jahrhundert stammendes Rezept eines Römers namens Palladius erinnert bereits an die heutige Zusammensetzung: 
er fügte der gemahlenen Senfsaat Honig, Olivenöl und Essig bei. Auch zu Zeiten Karls des Großen wurde Senf angebaut. Heimisch wurde der Senf etwa im 10. Jahrhundert zuerst in Deutschland und Frankreich, die britische Kochkunst erreichte er im 12. Jahrhundert. Im 13. Jahrhundert kreierten vor allem die Franzosen in der seitdem für ihren Senf bekannten Stadt Dijon neue Senfmixturen. Die Dijoner Spezialität bestand darin, Senf nicht mit Essig, sondern mit dem Saft unreifer Trauben oder mit Most anzusetzen. Daher stammt der Name lat. mustum ardens - brennender Most. Daraus entstanden das französische Wort für Senf "Moutarde", das engl. "Mustard" und schließlich auch unser "Mostrich" bzw. "Mostert". 
Hauptzutat beim Senf ist die Senfsaat, die aus kleinen, runden Körnern unterschiedlicher Schärfe besteht.
Wie man sieht, gibt es auch beim Senf schwarze Schafe.




In seinem Gesundheitsbuch schrieb B.A. Mattioli 1563: "Senff-Senapi in der speise genossen ist gut dem magen, zerteilt die grobe speise und verzerrt die überflüssige Feuchtigkeit darinnen, fördert den harn - da denke ich an den Geniesser- und die frawenzeit, räumt die Brust, macht wohl ausreuspern, ist deshalb gut denen, welche den Atem schwerlich aus- und einziehen -da denke ich an mich-. Senf mit Essig getrunken zertreibt den Stein. In warmen weißen wein genossen, dient er wider das alltägige fieber, quotidiana genannt." 
Einige dieser Senfweisheiten sind bis heute unwidersprochen geblieben. Die moderne Ernährungswissenschaft hat inzwischen nachgewiesen, dass mit Senf bereitete fette und schwere Speisen verdaulicher werden. Senfkörner enthalten Stoffe, die das Wachstum krankmachender Bakterien im Darm hemmen können.


Für Senfsprossen für zwei Personen zum Salat nehme ich eine handvoll Senfkörner. Da ich keine Anzuchtschale -heißt das wirklich so?- besitze, nehme ich eine Petrischale dazu. Jetzt heißt es, jeden Tag gießen. Bereits nach einem Tag sind die Körner aufgeplatzt. Nach drei bis vier Tagen sind sie erntereif.



Auf Blattsalat, hier ist es Endivien, mit einer Vinaigrette, ist das ein feurig, scharfes Vergnügen. Die Sprossen passen gut zu Fisch, -z.B. eine unter Salz versteckte Dorade-, anstelle der üblichen Senfsauce und sind noch dazu viel leichter. 


Buon Appetito!


Die so vorgezogenen Sprossen lassen sich gut einpflanzen.

Hier noch ein paar Tipps, wie man heil und gesund durch den Winter in den Frühling kommt:


Bronchitis-Senfmehlwickel:

Dazu rührt man 2 - 3 Esslöffel Senfmehl in 1 l kaltes Wasser und gibt nach 1 Min. heißes
Wasser hinzu, bis die Temperatur der Lösung 42°C – 45°C beträgt. Ein Wickeltuch
eintauchen, auswringen und sofort mit Zwischen- und Wolltuch auf die Brust legen. Nach 10
Min. abnehmen, um die Haut nicht zu schädigen. Die Reste Senfmehl warm abwaschen.
Senfkörner enthalten 20% - 30 % Fett, also Senföle, die für Schärfe sorgen und heilende
Inhaltsstoffe besitzen. Bei der industriellen Senfherstellung wird das Senföl zum Teil
ausgepresst. Es findet in der Pharmaindustrie Verwendung. Weil die gemahlenen Senfkörner
konservierende Wirkung haben, kann bei der Senfherstellung auf einen entsprechenden
Zusatzstoff verzichtet werden.

Senfbad gegen Erkältungen:

Man schüttet eine große Tasse gelbes Senfmehl in die Badewanne (ca. 80 l). Das Senfmehl
löst sich im Wasser auf. Das Senfbad wirkt stark durchblutungsfördernd und schweißtreibend
bei einer Badezeit von 10 Min. Nach dem Bad soll man ruhen. Ein wenig Senfpulver im
Fußbad sorgt rasch für warme Füße und vermehrte Durchblutung des ganzen Körpers.

Den ganzen Text kann man hier bei Guido Breuer nachlesen.

Dienstag, 17. November 2009

Noch einmal Kürbis, diesmal Senf!

Neulich hörte ich im WDR2 Radio ein Rezept von Helmut Gote für Kürbispesto.

Das hat mich veranlasst, mal meinen Kürbis - Senf dazu zugeben!


Senf Grundrezept

150 g gelbes Senfmehl
250 g Kürbispürée, z.B. vom Hokkaido
10 g Salz
50 ml Weinessig
50 ml Wein
50 ml Wasser
40 g Zucker oder Honig

Zuerst das Kürbispürée zubereiten. Den Kürbis in grobe Stücke schneiden, vorher die Kerne samt dem wattigen Inneren entfernen. Schälen ist beim Hokkaido nicht notwendig. Er ist aus der Familie der Zucchini, und die schält man ja auch nicht. Mit wenig Salz und etwas Wasser zu Brei kochen. Entweder mit dem Schneebesen glatt schlagen oder durch ein Sieb rühren. Abkühlen lassen.
Essig, Wein und Wasser mit Salz und Zucker aufkochen und abkühlen lassen. Senfmehl unterrühren. Falls Honig verwendet wird diesen jetzt erst zufügen und nicht mit kochen lassen. Die Konsistenz der Senfpaste wird durch die Flüssigkeitsmenge bestimmt. Also nicht gleich die ganze Menge zugießen.
Die Masse abdecken und über Nacht kühl stellen. Noch nicht endgültig abfüllen, da die Senfpaste nachdickt. Es ist also möglich, dass später noch Flüssigkeit zugegeben werden muss.
Nach 2 – 3 Tagen den Senf abschmecken, die Konsistenz prüfen, evtl. mit Flüssigkeit ausgleichen und in sterilisierte Gläser füllen.
Dieses Rezept lässt sich unendlich sowohl farblich, als auch geschmacklich variieren. Mit Kräutern wie Bärlauch, Basilikum, Estragon, Knoblauch oder Gewürzen wie Meerrettich, Kurkuma, Paprika, Chili, Zimt, Ingwer. Oder auch Fruchtsaft oder -mark, z.B. Feige oder Quitte, Balsamessig, Rotwein.
Dabei ist zu beachten, dass die Flüssigkeits- und Säuremenge die oben angegeben ist entsprechend verändert werden muss. Also Kürbis kann viel Säure vertragen. Quitten oder Rhabarber dagegen sind fruchtig bis säurehaltig, also Vorsicht mit Essig!
Mag man den Senf superscharf, verwendet man schwarzes Senfpulver, oder halb und halb. Soll der Senf rustikal sein lässt man Senfkörner über Nacht in Wein oder Wasser aufquellen und mischt sie ganz oder geschrotet unter die Senfpaste. Da kann man der Phantasie freien Lauf lassen.
Jetzt vor Weihnachten lohnt es sich eine größere Menge zu machen. Es sind hübsche kleine Geschenke, die doch wirklich keine Arbeit machen. Der Senf reift ja quasi von alleine. Und bei der nächsten Familienfeier kann jeder mal seinen Senf dazugeben.

Der Senf ist kühl aufbewahrt ca. 4 – 6 Monate haltbar, wenn er nicht vorher verzehrt wird!

Buon Appetito!

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