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Freitag, 14. Mai 2010
Juist zum Zweiten. Ostfriesisches Allerlei!
Mein lieber Herr Langbein - oder wie aus dem gemeinen Granat eine Granate wird- !
Am zweiten Tag auf Juist bin ich wieder zum Fischer gegangen. Was lag dort in der Auslage: echter Granat. Auf meine Frage, was denn der Unterschied zwischen Krabben und Granat sei, hielt er mir ganz lapidar einen Vortrag. Hier könnt Ihr es auch nachlesen.
Also kaufte ich 500 g Granat, diesmal natürlich ungepult.
Spargel weiß und grün hatte ich noch im Vorrat
Fenchel und Möhren kaufte ich dazu.
Daraus zauberte ich - ich war ja im Töwerland - ein Ostfriesisches Allerlei
In Anlehnung an das bekannte Leipziger Allerlei.
Der gemeine Granat wollte zunächst gepult werden. Eine halbe Stunde pulten wir zu zweit um die Wette und hatten gut die Hälfte geschafft.
O.K., das sollte reichen.
Die Schalen röstete ich in Olivenöl scharf an. Abschnitte vom Fenchel und Möhren gab ich dazu und löschte -mangels Cognag- mit kräftigem Weißwein ab. Das mit dem Ablöschen gefiel mir gut, so nach der Arbeit, da machten der Herr Geschmacksache und ich gleich mit!
Es verbreitete sich ein herrlicher Duft in der Küche.
Die Schalen köchelten 20 Min., dann passsierte ich sie ab und ließ sie danach noch einreduzieren. Es war ein unglaublich intensiever Fond geworden.
Den Spargel kurz blanchiert, die Möhren glasiert und den Fenchel angebraten und fertig.
Mein lieber Herr Langbein,
für den Notfall sind Ihre Krabben - Pasten - Würfel vielleicht einsetzbar, aber auch nur dann.
Ein frisch gekochter Granat - Fond aber ist eben eine richtige Granate.
Ein Gedicht auf ostfriesisch!
Der Teller nach der Halbzeit. Smakelk Eten!
Mittwoch, 12. Mai 2010
Juist zum Ersten, Spargelsalat mit Nordseekrabben!
Wie ich bereits erwähnte, habe ich mit Herrn Geschmacksache eine Woche auf Juist verbracht. Nach 15 Jahren wieder einmal.
Früher waren wir jedes Jahr für eine Woche dort, meist in den Herbstferien, wg. der Schulferien der Kinder. Es war in den Jahren oft sehr kalt und regnerisch. Iin diesem Jahr war es trocken, aber sehr kalt. Windstärken in bombastischen Höhen und das alles bei 5° - 10°, gefühlte 0°. Der Wind schnitt wie Rasierklingen in die Haut. Warme Gedanken schadeten da nicht.
Aber wozu hat man denn ein Hobby? Z.B. Einkaufen -natürlich Feinschmeckereien und kein Modezeugs und so- und dann ran an den Kochtopf.
Während ich am Herd so vor mich hin kreierte, verkostete Herr Geschmacksache schonmal verschiedene kühle Tropfen. Ganz wie zuhause.
Über Juist gäbe es soviel zu Schreiben, also fange ich einfach mal an.
Es ergab sich, dass wir noch kurz vor der Abreise Grünspargel beim Spargelbauern im Münsterland kauften (das war genau an dem Wochenende, als der Geniesser eine schlechte Spargelqualität sein eigen nannte).
Aus unerklärlichen Gründen schafften wir es nicht, den Spargel aufzuessen. Also reisten wir mit einem Kilo Grünspargel im Gepäck, bester Qualität, auf die Insel. Dieser wollte nun dort verarbeitet werden.
Beim Insel - Fischhändler meines Vertrauens "Schönrock" erstand ich gepuhlte Nordseekrabben und, auf seine Empfehlung, einen Würfel "Paul Langbein's echte friesische Krabbensuppe" -im Urlaub darf man schonmal zu diversen Hilfsmitteln greifen-.
Die Kombination von Krabben und Spargel, lauwarm als Salat, konnte ich mir sehr gut vorstellen.
Die Zutaten:
500 g grüner Spargel
200 g gepulte Nordseekrabben
1/2 Würfel Paul Langbein
frischer Dill, weils keine anderen frischen Kräuter gab
Essig, Zitrone
Meersalz, was sonst
Pfeffer
Olivenöl
Den Spargel blanchierte ich nur eine Min. -es waren dünne Stangen, da reichte es- in Salzwasser und schreckte ihn kalt ab.
Aus den anderen Zutaten, außer den Krabben, bereitete ich eine Langbein-Vinaigrette. In einer halben Tasse Spargelwasser löste ich den halben Würfel auf, schmeckte mit Pfeffer, Essig und Zitronensaft ab und schlug zum Schluss Olivenöl unter.
Die Spargelstangen richtete ich schön auf Tellern an. Die Krabben wendete ich zunächst in der Vinaigrette und platzierte sie auf dem Spargel.
Es war fast ganz gut, aber eben nur fast.
Das war das Urlaubsessen erster Teil. Soweit so gut, Vortsetzung folgt!
Smakelk Eten!
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