In Palermo und Umgebung gibt es kein Fest, keinen Strassenmarkt ohne Panelle. Hier ein Sonntagsmarkt in Porticello.
Panelle sind frittierte Fladen, die aus Farina di Ceci, Kichererbsenmehl und Wasser bestehen. Hier oben sieht man die ursprüngliche Art.
Je nachdem, bekommt man sie auch mit diversen Gewürzen oder Petersilie.
Der Chefe steht selbst an der Maschine und lässt den Teig rühren. Der feste Teig erinnert an Polenta. Auch der Kupferkessel deutet darauf hin.
Wie lange der Teig gerührt werden muss, hat der Chefe nicht verraten, Betriebsgeheimnis. Ist der Teig nach seinem Gusto, werden blitzschnell kleine Kunststoff Bretter mit dem Teig bestrichen. Das geht ganz gut mit einem Spachtel.
Der Stärkegehalt der Kichererbsen ist wohl so hoch, das es keinerlei Bindemittel mehr erfordert.
Nach wenigen Minuten lassen sich die Teigfladen abnehmen und stapeln. Und, oh Wunder die einzelnen Fladen kleben nicht aneinander.
Gewisse Dinge lässt sich der Chefe nicht aus der Hand nehmen, vielleicht auch nur fürs Foto.
Apropos Fotos, wie der Blaustich auf die Fotos oben kommt, dürft ihr mich nicht fragen, ich bin ja kein Fotograf.
Danke Felix für die überarbeiteten Fotos, ohne den Blaustich sieht es doch gleich natürlicher aus.
Die Zubereitung des Teigs könnt ihr hier und hier anschauen. Es sieht wirklich total einfach aus.
Frisch aus dem Frittier Topf schmecken diese Panelle verdammt lecker.
Kurioserweise essen die Sizilianer ein, zwei oder drei Panelle zwischen einem Panino. Eine echte Kohlenhydrat Bombe also.
Dass es kein Diätgericht ist, sieht man dem Chefe wohl an.
Buon Appetito!




