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Donnerstag, 5. April 2012

Pasta al Forno alla siciliana!


Wenn in Sizilien von Pasta al Forno gesprochen wird, dann ist damit keine Lasagne gemeint, sondern ein Auflauf mit Anelli siciliani. 
Immer, wenn mich die Sizilien-Sehnsucht packt - und das geschieht verdammt oft -, dann werden genau diese Anelli bei mir verkocht.



Drei sieben Dinge brauche ich dazu:
  • die original Anelli siciliani
  • Sugo alla bolognese
  • Pangrattato  Brotbrösel vom sizilianischen Brot grana duro
  • Bechamelsauce
  • Mozzarella oder Scamorza  Typ filata, also gut schmelzend
  • Erbsen   z.B. tiefgekühlt
  • Parmigiano  gerieben 

Andere Pasta zu diesem Auflauf zu verwenden geht rein gar nicht. Es muss die Sorte Anelli oder die kleinere Schwester Anellini sein. Lediglich an Gemüse kann etwas dazu gegeben werden, z.B. Aubergine. Das heißt aber nicht, dass dafür die Erbsen wegfallen. Die gehören unbedingt dazu.
Wir hier in Deutschland arbeiten seit Jahren daran, traditionelle Rezepte wieder zu reaktivieren. Das ist auch u.a. ein großes Slow Food -Anliegen. In Sizilien gibt es sie auch heute noch, die vielen Traditionen in der Küche. Dieses Gericht gehört eindeutig dazu.



Für den Sugo habe ich das Hackfleisch selbst durchgedreht. Da habe ich es in der Hand, wie das Mischungsverhältnis von Rind, Schwein, Kalb, Fett u.s.w. ist.
Mit exakten Mengenangaben nehme ich es nicht so genau, so wie eine sizilianische Mamma. Alles aus dem Bauch, scusi, aus dem Gefühl heraus.


Ist der Sugo vorbereitet, die Bechamelsauce fertig, sind die Anelli vorgekocht ........




....... das Brot und der Parmigiano gerieben, dann geht es ans Einschichten in die feuerfeste Form.



Drei / vier Schichten übereinander drappieren. Zum Schluss mit Pangrattato und Parmigiano bestreuen und ab in den Ofen. Damit das Brot nicht zu schnell bräunt, piano piano bei nur 150° etwa 40 Min. backen lassen.



Ist die Kruste goldgelb, ist die Pasta fertig und duftet wahnsinnig gut.



Eines weiß ich jetzt schon: beim nächsten Mal nehme ich eine große, sehr flache Form, dann habe ich viiiel mehr Kruste.


Oh wie lecker - come gustosissima!


Freitag, 30. Dezember 2011

Cappellacci Ferrantua oder Mantuarrese!

Oder: Weihnachtliche Resteverwertung vom Feinsten!



Diese Pasta habe ich in Anlehnung an Cappellacci alla Ferrarese gemacht. Diese werden entweder mit Kürbis, Amaretti, Parmesan und Senffrüchten gemacht. Oder die Cappellacci di Castgne, ebenfalls aus der Emiglia Romagna, aber aus der Gegend um Mantua, die eine Füllung aus Kastanien, Fleisch, Sauce, Eiern und Parmesan haben.
Ich habe hier die Lammreste, Lammsauce, Walnüsse, Eier, Parmesan und Cranberrymark verwendet. Habe also sowohl Fleischreste als auch Süßes vereint.
Deshalb: Cappellacci Ferrantua oder Mantuarrese!


Wie der Pastateig gemacht wird, könnt ihr hier noch einmal nachlesen, aber wie ich euch kenne, braucht ihr dafür kein Rezept mehr.


Zum Pastateig habe ich pro Ei einen flachen TL Rote Bete-Pulver gegeben. Das hat ausgereicht, um eine schöne rote Farbe zu erhalten. Leider ist das alles nur Optik, ich hatte geglaubt, es hätte einen intensiveren Geschmack, aber weit gefehlt.
Rote Bete-Pulver wird ja auch zum Färben von Speiseeis verwendet. Da wäre es allerdings komisch, wenn man es herausschmecken würde.
Wie ich gelesen habe, wird Rote Bete-Pulver auch als Nahrungsergänzungs-Mittel angeboten; da gehe ich doch glatt gesund und farbenfroh ins neue Jahr.


Der geknetete Teig durfte eine Stunde ruhen, bis er schön geschmeidig war.


In der Zeit habe ich mich über den Lammknochen hergemacht, der vom Weihnachtsessen übrig blieb.  Erstaunlich, was da noch so dran war. Das Fleisch für die Füllung reichte für 10 große Cappellacci.
Der Knochen war dann das Abendessen für Nachbars Hund.


Schöne handgeformte Teigtaschen, gerade eine Portion für zwei.


Etwas Teig war noch übrig und keine Füllung mehr da. Daraus wurden dann Tagliatelle, welche am nächsten Tag mit gebräunter Butter, gehackten Walnüssen und Parmesan verspeist wurden.


Buon Appetito!

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