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Mittwoch, 7. Februar 2018

Bochum: Fachforum dialog food&drink 2018 in der Jahrhunderthalle


Haben gut lachen:  Veranstalter Martin Hartmann (Getränke Hartmann), Rainer Altendeitering (Niggemann Food Frischemarkt), Hugo Fiege (Privatbrauerei Moritz Fiege)

Einmal mehr wurde gestern die Jahrhunderthalle Bochum zur Markthalle der Stadt. Über 90 Gastro-Anbieter nutzten die imposante Kulisse, um ihre Produkte mehr als 1000 Fachbesuchern vorzustellen, die das Fachforum dialog food&drink besuchten. Zum vierten Mal fand der gelungene Mix aus Workshops, Fachvorträgen, Podiumsdiskussionen und Branchentreff statt, seit es 2014 von den Bochumer Gastronomieversorgern Niggemann Food Frischemarkt, Getränke Hartmann und der Privatbrauerei Moritz Fiege ins Leben gerufen wurde.

Hendrik Hujser präsentiert die Hähnchen mit dem Label Rouge

Und auch der Genießer wurde in dem Angebot fündig. Im Rahmen eines Presserundgangs beeindruckten ihn zwei Aussteller besonders. Die „Fermiers Landais“ sind eine Kooperative von Geflügelzüchtern aus dem Département Les Landes im französischen Baskenland, die streng nach den Vorschriften des Gütesiegels „Label Rouge“ arbeiten. Das „Label Rouge“ wurde in der Region 1965 gegründet. Spezialität der „Fermiers Landais“ sind die Marensin-Hühnchen (Nackthalshühner), in den Pinienwäldern der Region aufwachsen und in transportablen Ställen Unterschlupf finden.

Chinotto mit Bitterorangen aus Savona

Begeistert war der der Genießer auch von der italienischen Getränkemarke Lurisia im italienischen Piemont. Das Mineralwasser, das unter dem Namen „Bolle et Stille“ angeboten wird, schmeckt tatsächlich wie schmelzender Schnee. Herausragend sind die Limonaden, die mit Früchten hergestellt werden, in den sog. Presidii von Slow Food geschützt sind. So kommen apulische Winterorangen und die Sfusato-Zirone aus Amalfi zum Einsatz - beim Chinotto nur die traditionsreichen Bitterorangen aus Savona.

 Bettina Westhagen und Salvatore Orto
vom Limonaden-Produzenten Lurisia

Präsentierte 30 Sorten Rum aus Venezuela:
American Bartender Peter Schütte

Bestes Felsich aus Australien: Patrick Burgers von Angus Pastoral


Thema Regionalität: Moderator Matthias Bongard diskutierte mit Gästen 

Auch die Podiumsdiskussion zum Thema Regionalität war ganz nach dem Geschmack des Genießers, und die Teilnehmer Christian Bühler (Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall), Ruth Lemmer (Chefredakteurin „Ruhrmetropole geht aus“), Gerhard Besler (Westfalen Magazin und Westfalen Institut) und Hugo Fiege (Privatbrauerei Moritz Fiege) hatten auch eine Menge zu sagen. Doch letztendlich zerfaserte sich das Thema wie der verschwurbelte Titel des Ganzen „Regionale Erzeugerkultur und gastronomisches Qualitätsverständnis als Erfolgsfaktoren für die Gastronomie der Zukunft – Standortbestimmung: Die Genussregion Rhein-Ruhr“, statt aufzuzeigen, welche kulinarische Bedeutung die Regionalität für das Ruhrgebiet hat und wie sie überhaupt in dieser jungen Industrieregion aussieht.

Thema Köche-Akademie: Matthias Bongard (Moderator, Michael Dyllong (Palmgarden, Dortmund). Stefan Postert (IHK Mittleres Ruhrgebiet)...

... Berthold Bühler (Sternekoch), Hans-Hubert Imhoff (Gastronom, Essen), Herwig Niggemann

Ob ausgerechnet eine Podiumsdiskussion die geeignete Form war, um die großangelegte Exzellenz-Initiative der ersten deutschen Köche-Akademie, die 2019 in Bochum eröffnet werden sollen, vorzustellen, sei einmal dahingestellt. Wie notwendig so ein Projekt ist, zeigen die Statistiken. Innerhalb von zehn Jahren hat sich die Zahl der Auszubildenden in Deutschland von 100.000 auf 50.000 halbiert. Besonders dramatisch macht sich der Mangel bei den Köchen im Ruhrgebiet bemerkbar. So hat sich ein Arbeitskreis unter Federführung der IHK Mittleres Ruhrgebiet zusammengefunden, zu dem neben regionalen Gastronomen wie Spitzenkoch Michael Dyllong auch das Alice-Salomon-Berufskolleg in Bochum sowie der Bochumer Gastro-Experte Herwig Niggemann gehören. Ziel ist es, eine ergänzende Aus- und Weiterbildungsmöglichkeit für Spitzenköche zu schaffen.

Das nächste Fachforum Dialog food&drink findet am 11. Februar 2020 statt.

 Zum Wohle!

Dienstag, 5. September 2017

Am kommenden Wochenende: Kulinarik-Festival Delinale 2017 im Rahmen der Messe Fair Friends in den Dortmunder Westfalenhallen

Die vierte Ausgabe der Delinale widmet sich dem Thema "Fair Food". Während das Stichwort BIO in Sachen Ernährung und Genuss schon seit längerem etabliert ist, rückt der Aspekt "Fairness" in Bezug auf das, was wir essen und trinken, erst allmählich in den Fokus. Passend zum Thema findet die Delinale daher erneut im Rahmen "Fair Friends" statt, der Messe für nachhaltige Lebensstile, fairen Handel und gesellschaftliche Verantwortung in der Messe Westfalenhallen Dortmund, die bereits am Donnerstag, 7. September, beginnt. Vom 9. bis 10. September bietet die Delinale dann in Zusammenarbeit mit dem Schauspiel Dortmund ein umfangreiches Programm. So steht unter anderem erstmals eine Kochbuchsprechstunde samt Kochbuchwichteln sowie eine Saatgut-Tauschbörse auf der Agenda der Delinale, bei der Besucher mitgebrachte Kochbücher oder ausgewähltes Gemüse-Saatgut tauschen können.

Der bekannte Fernsehkoch Ole Plogstedt wird zudem als Botschafter der Oxfam-Kampagne "Make Fruit Fair" mehr als nur einen Workshop für Guacamole zum Besten geben. Plogstedt, der im „richtigen Leben“ als Tournee-Caterer von Bands wie den Toten Hosen oder Fettes Brot firmiert, berichtet von seiner Reise zu Bananenplantagen in Ecuador und seinen Erkenntnissen darüber, welchen Preis die Landarbeiter vor Ort dafür zahlen, damit es hierzulande Bananen als Billigware in Supermärkten gibt.

Fair Friends - Messe für nachhaltige Lebensstile, Fairen Handel und gesellschaftliche Verantwortung. 7. – 10.9.2017. Westfalenhallen Dortmund Alle Infos hier.
DELINALE 2017 Edition Fair Food. 9.- 10.9. Westfalenhallen Dortmund. Alle Infos hier

Montag, 8. Mai 2017

Geheimtipp: Messe „Genuss im Pott“ im Umspannwerk Recklinghausen


In Recklinghausen-Süd, eigentlich näher an der Innenstadt von Herne als an der der Kreisstadt, befindet sich das Umspannwerk, eine industriekulturelle Mischung aus moderner Energie-Produktionsstätte, Baudenkmal und Museum (klick hier). Hier wird in der Ausstellung „Strom und Leben“ die Geschichte der Elektrizität anschaulich dargestellt. Neben den technischen Aspekten sind besonders jene Exponate beeindruckend, die die Auswirkungen des Stroms auf das tägliche Leben illustrieren. Historische Haushaltsgeräte, alte Einbauküchen, ein antiker Frisiersalon oder eine Oldtimer-Straßenbahn gehören dazu.

Antike elektrische Küchengeräte

Diese Sammlung bot am letzten Wochenende die attraktive Kulisse für die zum zweiten Mal stattfindende Messe „Genuss im Pott“, die allerdings kaum über den Status eines Geheimtipps herauskam. Neun Aussteller präsentierten sich und ihre Produkte, eigentlich etwas wenig, um Feinschmecker auch aus der weiteren Umgebung zur Anreise zu animieren.

Edle Destillate vom Niederrhein

Der Genießer bedauerte den Besuch der gemütlichen Veranstaltung jedoch nicht. Denn die Aussteller hatten es schließlich in sich. Allein drei widmeten sich dem, was der Ruhri am liebsten genießt: der hochwertigen Spirituose. Andreas Schmidt vom Steeler Whiskyfass und David Christopher Schlierenkämper vom Whisky & Art im Essener Unperfekthaus boten Whiskyspezialitäten an, die Niederrhein Destille Dornick aus Emmerich edle Brände und Destillate, Gins und auch einen eigenen Whisky. Vom Whisky inspiriert war auch die Feinkost-Edition an Chutneys und Marmeladen, die der Bottroper Stefan Schwarzer unter dem Label „Schwarzer Rabe“ im Angebot hatte. Griechische und portugiesische Feinkost kam aus Hagen, von der Taverne Filos und dem Importeur Fonseca. Die Weinwelt wurde vom rheinhessischen Weingut Werner Pitthahn vertreten. Regionale Produkte gab es in der Recklinghäuser Imkerei Keinhörster und an einem Marktstand mit Spargel, Erdbeeren und anderem Gemüse.

Whisky & Art: Auftragsgemälde für Kunden

Eine passende Ergänzung bot die Ausstellung der Bilder von Whisky & Art. Die Agentur stellt u.a. Ölgemälde nach Fotovorlagen ihrer Kunden her. Ausgestellt wurden hauptsächlich Motive aus den schottischen Highlands. Da freute sich der Genießer besonders, an der Kasse eine kostenlose Fotoerlaubnis für das Museum bekommen zu haben.

 Lecker Pröbchen vom Schwarzen Raben

 Marmelade ab 18

 Eigenes Glas beim Steeler Whisky Fass

 Auch im Angebot: Preisgekrönter
Ruhrgebietswhisky aus Sprockhövel

 Griechische Feinkost von Filos vor
historischer Straßenbahn-Reklame


Portugiesische Spezialität:
Ofenfrische Nata bei Fonseca

 Irischer Whisky mit Kaffee-Aromatik
bei Whisky & Art

 Weine aus Rheinhessen

Mysterien eines Frisiersalons

 Elektrische Teekessel

 Historische Konservierung:
Eingemachte Schnibbelbohnen
auf antikem Kühlschrank

Elektrische Reklame

Der Genießer war da

Umspannwerk Recklinghausen

Mittwoch, 11. November 2015

NRW – Das Beste aus der Region 2015: Genussmesse startet am 12. November in der Messe Essen


Vom 12. bis 15. November öffnet in der Messe Essen die „NRW – Das Beste aus der Region“ ihre Türen. In Kooperation mit Ernährung-NRW e.V stellt die Messe vier Tage lang das Genussland Nordrhein-Westfalen vor. Mit zehn Genussregionen vom Teutoburger Wald über den Niederrhein bis in die Eifel wartet das Land mit einer großen Vielfalt an Spezialitäten auf: Obst und Gemüse, Getreide und Backwaren, Eier, Milchprodukte, Konfitüren und Marmeladen, Liköre und Brände, Binnenfische sowie Rind-, Schweine-, Geflügel- und Wildfleisch. Rund 80 Produzenten, Hofläden und Schutzgemeinschaften verwandeln die Halle 7 der Messe Essen in einen attraktiven Markt mit Atmosphäre und laden zum Probieren und Informieren ein.

Eingebettet ist die Genussmesse „NRW – das Beste aus der Region“ in Nordrhein-Westfalens größte Verbraucherschau „Mode Heim Handwerk“, die vom 7. bis 15. November stattfindet. Die Eintrittskarte berechtigt zum Besuch beider Messen.

Weitere Informationen und Tickets hier

Mittwoch, 16. März 2011

Weinmessen in Düsseldorf und im Ruhrgebiet

                                                                         Foto: Prowein

Vom 27. bis zum 29. März findet in Düsseldorf die ProWein statt. Auf der Leitmesse für Weine und Spirituosen bieten alle relevanten Weinbaunationen der Welt einen einzigartigen internationalen Branchenüberblick. Die Aussteller aus Deutschland, Frankreich oder Spanien werden noch größere Präsenz zeigen als schon zur Rekordveranstaltung 2010.

Traditionell nutzen die Weinhändler im Ruhrgebiet die Anwesenheit der Winzer auf der ProWein und veranstalten am Vorabend ihre Hausmessen. Die Wein- und Spirituosenhandlung Rolf Kaspar in Essen nimmt dabei noch den Rückenwind des Kulturhauptstadtjahrs 2010 mit und lädt am Samstag, den 26. März, zur "Kult(ur)-Weinmesse" in Halle 12 auf Zeche Zollverein zu einem önologischen Spitzenevent ein. Dreißig Winzer aus fast allen Weinanbaugebieten haben ihr Kommen zugesagt. Seminare des Weinjournalisten Axel Biesler und eine Ausstellung mit Bildern und Skulpturen des Künstlers Christian Nienhaus ergänzen das Programm. Das Catering hat der TV-Koch Nelson Müller mit seiner Firma Food & Flavour übernommen.

Immerhin über 20 Winzer werden ebenfalls am 26. März in der Weinhandlung Julius Meimberg in Herne zur Großen internationalen Weinprobe erwartet. Inhaber Hartmut Julius Meimberg kann in diesem Jahr gleich zwei Jubiläen feiern. Seit 140 Jahren existiert das traditionsreiche Familienunternehmen, davon 25 Jahre unter seiner Leitung in vierter Generation. Im angeschlossenen Restaurant Julius präsentiert Meimberg am Freitag, dem 25. März ein Menü zu den Weinen von Château des Estanilles, Faugeres. Winzer Julien Seydoux ist anwesend und stellt seinen Betrieb vor.

ProWein, 27. – 29. März, Düsseldorf, Messegelände. Info

Kult(ur)-Weinmesse der Wein- und Spirituosenhandlung Rolf Kaspar, 26. März, 17 bis 21 Uhr, Zeche Zollverein Halle 12, Essen. Info

Große internationale Weinprobe, 26. März, 17 – 20 Uhr, Weinhandlung Julius Meimberg, Herne. Info

Menü am Vorabend der großen internationalen Weinprobe, Freitag, 25. März 2011, 19.30 Uhr, Weinrestaurant Julius, Herne. Info

Freitag, 8. Oktober 2010

Urbaner Erntedank: Essen erntet

Schwäbisch-Hällische Zuchtsau Penelope

Auch in diesem Jahr wird in Essene das Erntedankfest mit einer Ausstellung im Grugapark begangen. Die kleine, witzige Ausstellung „Essen erntet“ in der Orangerie ist gleichermaßen eine Attraktion für Kinder, Naturfreunde und Gourmets.

Elegante Diven: Rassekaninchen

Neu ist es nicht, wenn man darauf hinweist, dass eine durch die Schwerindustrie Ruhrgebietsmetropole wie die Stadt Essen über erstaunlich viel Grün verfügt. Viele Organisationen, die sich der Pflege dieses städtischen Reichtums widmen, haben ihren Sitz oder eine Einrichtung in der Gruga, wie etwa die Kreisjägerschaft Essen e.V. oder der Kreisimkerverband, aber auch „Grün und Gruga – Waldungen“, die Mustergartenanlage im Grugapark e.V. und die „Schule Natur im Grugapark“. Zusammen mit dem Fischereiverein Essen, dem Stadtverband der Kelingärtnervereine, dem NABU Ruhr e.V. und einigen Landwirten haben sie die Ausstellung zusammen gestellt.

Blick in den Brutkasten

Für Kinder ist das wie ein Tag auf dem Bauernhof. Da kann die Zuchtsau Penelope mit ihren drei frisch geworfenen Ferkeln bestaunt werden oder die niedlichen Kälbchen Nscho-tschi und Marta, verschiedene Rassekaninchen und –hühner. Auch für Erwachsene ist es lehrreich, einen Blick in einen Bienenkorb oder in einen Brutkasten zu werfen und den Küken beim Schlüpfen zuzusehen.

Herbstzeit ist Kürbiszeit

Aber auch Feinschmecker kommen auf ihren Kosten. Mehrere Essener Baurenhöfe sind mit Marktständen vertreten, etwa der Mittelhammshof der Familie Maas mit seinem Bio-Angebot, der auch die Tiere mitgebracht hat, und der Oberschuirshof der Familie Weber. Prima Wildspezialitäten gibt es am Stand der Familie Thoenes aus Hünxe.

Die Ausstellung „Essen erntet“ läuft noch bis Sonntag, den 10. Oktober von 10. bis 18 Uhr und ist am besten über den Gruga-Eingang Orangerie in der Virchowstraße zu erreichen.

Attraktion für Kinder: Kälbchen Nscho-tschi und Marta

Montag, 27. September 2010

Slow Food unterstützt den „Genussmarkt 2010“ auf Zollverein

Die "Burger-Brezel": Slow Food präsentiert
den neusten Passagier der "Arche des Geschmacks"
Foto: Slow Food

Im Rahmen der Aktion "Köstliches Deutschland – Geschmackstage 2010", die das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zusammen mit Fernsehkoch Johann Lafer veranstaltet, findet am 9. und 10. Oktober in Halle 12 des Welterbes Zollverein in Essen zum ersten Mal ein „Genussmarkt“ statt. 30 Aussteller präsentieren Qualitätsprodukte mit authentischem Charakter (regional, saisonal), die auf traditionelle handwerkliche Weise hergestellt werden. Dabei ist die ökologische und nachhaltige Produktion und Herstellung sowie ästhetische Qualität Voraussetzung.

„Wir möchten einen genussvollen Ess- und Lebensstil in den Besuchern wecken“ und der Esskultur, mit ihrer Geselligkeit sowie der Freude an Qualitätsprodukten und der Wertschätzung handwerklicher Lebensmittelerzeugung eine dauerhafte jährliche Plattform geben, sagen die beiden Initiatorinnen Stephanie Streit-Boudon und Sonja Beselin. Das Slow Food Convivium Essen unterstützt den „Genussmarkt 2010“ und kann u.a. die vor kurzem als 29. Passagier in die „Arche des Geschmacks“ aufgenommene „Burger Brezel“ präsentieren.

Neben dem Genussmarkt bietet die auf Zollverein/Halle 12 ansässige Gastronomie „kochBar essBar“ ein passendes Rahmenprogramm. Die „essBar“ lädt die Besucher ein, die Produkte der Aussteller direkt zu probieren. Auf der Speisen- und Getränkekarte findet sich eine Vielfalt an Gaumenfreuden. In der „kochBar“ kochen Aussteller live vor den Gästen und zeigen ihnen, wie sie ganz einfach zu Hause für Gaumenfreuden sorgen können.

Verbraucherministerin Ilse Aigner

Am 9.10. findet zudem die zentrale Abschlussveranstaltung der „Geschmackstage“ im „GOP Varieté Essen“ statt. Angesagt haben sich Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner und Johann Lafer.

Freitag, 24. September 2010

Messe "FAIR 2010" in den Westfalenhallen

Gestern eröffnete die neue NRW-Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien Angelica Schwall-Düren die Messe FAIR 2010 in den Dortmunder Westfalenhallen. Heute und morgen ist die Schau des Fairen Handels auch für das normale Publikum geöffnet.

Fairer Handel, so die Ministerin, sei ein Schlüssel zur Armutsbekämpfung und ein aktiver Beitrag der Konsumenten für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Entwicklungsländern. Deswegen betrachte sie den Fairen Handel als ein wichtiges entwicklungspolitisches Instrument der Landesregierung. Das sei auch an der Entwicklung der Messe FAIR abzulesen. Bis Ende der Legislaturperiode wolle sie das Beschaffungswesen des Landes auf fair gehandelte Produkte umstellen und sich dabei ein Beispiel an der Stadt Dortmund nehmen, die die erste Fairtrade-Stadt im Ruhrgebiet war.

Hauptprodukt Kaffee: Ministerin Schwall-Düren

Begonnen hatte alles 2005 am Rande einer Fachtagung in Neuss. 2008 kam die FAIR nach Dortmund ins Depot, und dieses Jahr wurde die Messe erstmals von den Westfalenhallen ausgerichtet. Ca. 100 Aussteller zeigen ihre Produkte und klären über ökonomische Zusammenhänge auf. Als Fairer Handel (Fair Trade) wird ein kontrollierter Handel bezeichnet, bei dem die Erzeugerpreise für die gehandelten Produkte üblicherweise über dem jeweiligen Weltmarktpreis werden. Damit soll den Produzenten in den Entwicklungsländern ein höheres und verlässlicheres Einkommen als im herkömmlichen Handel ermöglicht werden. In der Produktion sollen außerdem internationale Umwelt- und Sozialstandards eingehalten werden.

Auf den Genießer machte die FAIR 2010 immer noch den Eindruck eines großen Basars mit dem Charme eines Dritte- oder besser Eine-Welt-Ladens, gerade wegen der professionellen Kulisse der Westfalenhalle 5. Große Fairhandelsgesellschaften wie die GEPA sind vertreten, Schwerpunkt sind Textilien und Mode, aber auch Kosmetika.

          Kochduell mit Dennis Rother   

Der kulinarische Bereich ist ziemlich überschaubar. Nach wie vor geht es hauptsächlich um fairgehandelten Kaffee, aber auch um Bananen, Tee und Kakao. Da ist sicherlich der Stand des österreichischen Schokoladenproduzenten „Zotter“ ein Highlight. Gestern zeigte Firmengründer Josef Zotter im Rahmenprogramm einen Film, der am Beispiel seiner Produkte die Zusammenhänge des Fairen Handels aufzeigt. Etwas aufgesetzt wirken die Kochduelle, die Dennis Rother, der Küchenchef des Dortmunder Gourmetrestaurants „Florians“, in einer aufwendigen mit Hobbyköchen austrägt. Was z.B. die Zubereitung von Kalbsinvoltini mit Fairem Handel zu tun hat, wollte sich gestern dem Genießer nicht erschließen. Aber immerhin war’s lecker, was da gebrutzelt wurde. Von Interesse ist auch noch die Verkostung mit fair gehandelten Weinen aus Argentinien und Südafrika am Samstag Nachmittag.

Weitere Infos hier.

Schokoladenexperte Josef Zotter