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Montag, 3. Januar 2011

Resteessen: Spaghetti mit Aal


Ja nimmt denn diesmal das Schlemmen gar kein Ende? Von Silvester war noch ein Stück Aal übrig geblieben, und so blieb dem Genießer nichts anderes übrig, als sich gestern Abend als Resteessen „Spaghetti con l’anguilla“ zu machen. Die Rezepte, die er dazu in seinen Kochbüchern fand, sahen frischen gegrillten und keinen geräucherten Aal vor; also improvisierte der Genießer. Er dünstete Knoblauchscheibchen und eine in Streifen geschnittene Chilischote samt einigen -körnern an, löschte das mit drei Fingerhüten Fischfond (auch ein Rest), ein paar Spritzern thailändischer Fischsauce und einem Schuss Weißwein ab und ließ die Flüssigkeit fast verdampfen. Dann tat er ein halbes Dutzend grüne Oliven in Kräutern, einen Esslöffel abgespülte Kapern in Salz und eine Handvoll halbierte Cherrytomaten dazu, die er schmelzen ließ. Schließlich kam der enthäutete, entgrätete und bis auf zwei Kotelettchen gewürfelte Aal dazu und wurde ganz kurz mit sautiert.

Dann wurden al dente gekochte Spaghetti unter den Sugo gemischt, eine Portion auf einen Teller gehäufelt, mit Pfeffer und gutem Olivenöl gewürzt und mit einem Aal-Kotelettchen und gehackter Petersilie dekoriert.

Weitere Worte sind überflüssig.

Montag, 25. Januar 2010

Im Supermarkt entdeckt: San-Marzano-Tomaten



Leider sind diese Tomaten z.Zt. nicht verfügbar.

Früher gab es bei Real Wattenscheid die 400-Gramm-Dose geschälte Tomaten (Pelati) für 29 Cents. Dann wurde der Preis auf die auch anderswo üblichen 35 Cents erhöht, und seit einiger Zeit gibt es die 400-Gramm-Dose zum Niedrigpreis überhaupt nicht mehr, sondern nur noch die große Dose und zahlreiche teurere Markenprodukte. Da hatte der Genießer die Lust verloren, bei Real weiter Pelati zu kaufen. Zu diesen Preisen kann er auch anderswo fündig werden.
Am Samstag warf er wieder einen Blick aufs Tomatenregal und war überrascht. Für 1,79 Euro gab es dort die 400-Gramm-Dosen mit San-Marzano-Tomaten von einer Konserven-Firma mit dem schönen Namen „Mutti“. San-Marzano-Tomaten sind Flaschentomaten, die in in der gleichnamigen Region am Fuß des Vesuvs auf dem Vulkanboden in der Nähe von Neapel angebaut werden und von unvergleichlicher Aromatik sind. Die internationale Genießervereinigung Slow Food hatte sich für die Erhaltung dieser Tomatensorte eingesetzt, und es entstand eine „Denominazione d’Originale Protetta“ (D.O.P.), die die Herkunft der Tomaten garantiert.
1,79 Euro für 400 Gramm Dosentomaten, die es auch für 35 Cents gibt, scheint viel, aber der Preis ist für diese Ausnahmequalität relativ niedrig. In Feinkostgeschäften und Weinhandlungen kosten die Dosen um die 2 Euro, bei Manufactum in Waltrop 2,60 Euro. Im Internet hat der Genießer sogar Dosen für über 3 Euro entdeckt. Billiger als 1,79 Euro wird es dort nur, wenn man größere Gebinde kauft, doch dann kommen die Transportkosten dazu.
Also griff der Genießer bei Real zu und kochte am Sonntag eine Dose San-Marzano-Tomaten mit Thymian, etwas Knoblauch, Chili und etwas Salz zu einer wunderbaren Nudelsauce "alla Mutti" ein, die er nur mit frischem Pfeffer, Basilikum und eine Schuss gutem Olivenöl würzte - mit geriebenem Parmesan ein einzigartiger Genuss.

Nicht "alla Mamma", sondern "alla Mutti": Spaghetti mit Tomatensauce

Montag, 6. Juli 2009

Geheimtipp für gute Tomatensauce: Ananasmarmelade


Die beste Tomatensauce kocht man natürlich mit San-Marzano-Tomaten. Die am Fuß des Vesuvs wachsenden Tomaten erhält man hier nur in ausgewiesenen Feinkostgeschäften. Während eine normale 400-Gramm-Dose Pelati (geschälte Tomaten) im Supermarkt um die 35 Cent kostet, bezahlt man für San-Marzano-Pelati meist mehr als 2 Euro. Aber mit einem kleinen Trick lassen sich normale Tomaten in eine super-fruchtige Sauce verwandeln: durch die Zugabe von Ananasmarmelade.

Hier mein Geheim-Rezept:
Genießers Spaghetti

Zutaten für 1 Person:
ca. 100-120 g Spaghetti
2 EL Olivenöl
1 Zehe Knoblauch
1 Piri-Piri-Schote a.d. Glas
1 Stück geröstete Paprika a.d. Glas
1 kl.Dose geschälte Tomaten (400 g)
½ TL gek. Gemüsebrühe
1 bis 2 TL Ananasmarmelade
getrockneter Thymian, frisches Basilikum, Pfeffer aus der Mühle
1 Schuss Olivenöl
frisch geriebener Parmesan

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, in hauchdünne Scheiben geschnittenen Knoblauch und die in Stücke geschnittene Piri-Piri-Schote mit Kernen hinzufügen. Geröstete Paprika abtropfen lassen und hinzufügen. Kurz bevor der Knoblauch braun wird, die geschälten Tomaten mit Saft hinzufügen und mit dem Kochlöffel zerdrücken. Wenn sie zu kochen beginnen, mit Gemüsebrühe und Thymian würzen. Ananasmarmelade hinzufügen. Alles bei milder Hitze in der offenen Pfanne köcheln lassen.
In einem großen Topf Wasser zum Kochen bringen, salzen, und die Spaghetti nach Vorschrift nicht zu weich kochen, bis sie am Holzlöffel hängen bleiben. In der Zwischenzeit Parmesan reiben.Wenn die Spaghetti fertig sind, ist die Sauce ziemlich eingekocht. Sauce von der Herdplatte nehmen und mit frischem Basilikum würzen.
Spaghetti-Herdplatte abstellen, Spaghetti abgießen, in die Pfanne mit der Sauce tun und beides auf der sich abkühlenden Herdplatte miteinander vermischen. Das an den Spaghetti haftende Kochwasser, das die Sauce verdünnt hat und die Spaghetti ein wenig nachgart, kurz verkochen lassen. Von der Herdplatte nehmen. Mit Pfeffer und einem Schuss Olivenöl würzen und mit reichlich Parmesan servieren.